Kapitel 18
Vorsichtig zog er die Schnur auf und blickte hinein.
Ein verwesender Gestank drang an seine Nase, aber er versuchte es zu ignorieren als er es noch ein Stück weiter öffnete.
„Was zur Hölle ist das?"
Kizami wich angeekelt einen Schritt zurück.
Izaya hingegen konnte es gar nicht fassen. Scheinbar hatte sich das Schicksal doch noch nicht ganz gegen ihn gewandt.
„Es ist ein Herz..."
Wahrscheinlich handelte es sich hierbei um genau das, worum das Geistermädchen ihn gebeten hatte. Und Kizami hatte es unwissend die ganze Zeit mit sich herumgetragen...
„Was hat das da drin gemach?!" fragte Kizami und kam wieder etwas heran.
„Ich weiß es nicht, aber ich denke, dass es uns sehr nützlich sein könnte..." murmelte Izaya.
„Wie meinst du das...?"
Aber Izaya antwortete ihm nicht.
Solange er nicht wusste, ob es wirklich funktionieren würde, wollte er nichts von seinem Wissen preisgeben. Und auch wenn Kizami inzwischen recht zahm geworden war, wollte er es nicht darauf anlegen, dass dieser ihm seine Pläne zunichte machte.
„Ist nicht so wichtig, für den Moment sollten wir erst mal wieder zurückgehen."
„Zurück?"
„Du wirst es verstehen, wenn wir da sind."
Etwas skeptisch führte Kizami Izaya wieder ins Erdgeschoss in Richtung des Durchgangs, der in das andere Gebäude führte.
Izaya wollte wieder da raus, denn der Typ musste hier irgendwo in der Umgebung sein, aber Kizami hatte einen eisernen Griff um seinen Arm und ließ ihn nicht weitergehen.
„Du kannst kaum auf deinen eigenen zwei Beinen stehen und dann willst du auch noch raus? Vergiss es!"
Izaya wusste, dass es keine andere Möglichkeit gab, als sich diesem durchgeknallten Typen entgegenzustellen, aber solange er Kizami in diese ganze Sache nicht eingeweiht hatte, würde es wohl etwas schwierig sein, seinen Plan durchzuziehen...
Aber sollte er das wirklich riskieren?
Wie er jedoch kurz darauf feststellen musste, konnte er sich diese ganze Sache auch sparen, denn wie es schien, hatte der Typ sie gefunden, bevor sie ihn finden konnten...
„Verfluchte Scheiße..." fluchte Kizami.
Der einzigste Weg, der ihnen blieb, war zurück in den ersten Stock, aber mit Izayas Wunden würden sie es niemals schaffen...
Das sah überhaupt nicht gut aus und dann tat Izaya etwas vollkommen unerwartetes...
