Kapitel 20
Gebannt starrten sie zu dem Monster hinüber, dass noch immer an der selben Stelle stand und scheinbar neugierig den Beutel beäugte, in dem das Herz eingewickelt war.
Nach einer Weile war sich Izaya nicht mehr so sicher, ob es wirklich solch eine gute Idee gewesen war, ihm sein Herz zu überlassen, schließlich kam der Tip von einem Geist, aber als dieser sich darauf zu bewegte, schöpfte er wieder ein wenig Hoffnung.
„Komm schon..." flüsterte er ganz leise.
Das was jetzt passieren würde, würde über ihr Schicksal entscheiden. Und er konnte sich nicht erinnern, in seinem Leben jemals so angespannt gewesen zu sein...
Und dann bückte er sich nach dem Beutel und schien es fest an sich zu drücken.
Es war ein seltsamer Anblick, als würde ein Kind sein geliebtes Stofftier in den Händen halten...
Und dann passierte es.
Ein Erdbeben.
Es begann ganz sacht und wurde dann immer stärker, bis sich Izaya nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Nur das beherze Zugreifen Kizamis verdankte er, dass er nicht mit voller Wucht auf den Fußboden krachte.
„Würdest du dich bitte mal entscheiden, ob du mich retten oder töten willst?!" hatte er noch gerufen, bevor die Welt um sie herum wiedereinmal schwarz wurde...
„...ey..."
Rief ihn jemand?
So richtig konnte er es nicht sagen, besonders da sein Kopf sich anfühlte, als wäre ein Laster drüber gefahren...
„...he...y"
Da war es wieder. Und diesmal war er sich sicher, dass er es sich nicht eingebildet hatte.
Was war nur passiert? Hatte Shizu-chan ihn diesmal wirklich erwischt?
„Hey...Izay...bst du noch ?"
Nein, das ist nicht Shizu-chan und Shinra ist es auch nicht...Seltsam, trotzdem kam ihm diese Stimme sehr bekannt vor...
„Mach die Augen auf!"
Die Stimmte war plötzlich so nah, das er unweigerlich hochschreckte und die Augen aufriss.
„Gott sei Dank, ich dachte schon dich hätt´s erwischt."
Izaya blickte in das erleichterte Gesicht von Kizami. Dieser Ausdruck passte so überhaupt nicht zu ihm, musste er zugeben, aber er war auch ein wenig froh, dass sein Gegenüber nicht die Chance ergriffen hatte, ihn einfach umzubringen.
Und dann erinnerte er sich auch wieder, warum sie hier waren...
An alles, was bis jetzt passiert war und was es noch zu tun gab. Wie hatte er das nur vergessen können?
„Wo sind wir?" fragte er immer noch etwas benommen.
„Wir sind immer noch in der Schule, allerdings sieht alles ein wenig anders aus und wenn ich mich nicht irre, habe ich vorhin Stimmern gehört. Ich glaube, wir sind nicht mehr allein."
