Kapitel 24

Doch dann tat Kizami etwas unerwartetes, denn statt seine Kehle noch weiter zuzudrücken und seinem Leben ein Ende zu bereiten, beugte er sich hinunter und presste seine Lippen auf die von Izaya.

"Scheint als wäre das das Einzige, womit man dich zum Schweigen bringen kann."

Und Izaya war sprachlos. Kizami war für ihn nichts weiter als ein Geschäftspartner, oder?

"Ich wüsste nicht, dass ich dir noch etwas schulde..."

"Tust du auch nicht."

Er küsste ihn ein weiteres Mal. Diesmal jedoch fordernder und ließ keinen Zweifel daran offen, was er mit ihm tun wollte.

"Für solch einen Hormongesteuerten Teenager hätte ich dich gar nicht gehalten," lachte Izaya, als er ihm eine kurze Verschnaufpause gönnte.

"Klappe..."

Kizami sah ihm nicht in die Augen, ob er es nicht wollte oder ob er es nicht konnte, konnte er nicht sagen. Für Izaya, der von sich immer behauptete, dass er die Menschheit liebte, aber nicht imstande sei, dies auf eine einzelne Person zu projezieren, war das eine recht seltsame Situation. Bisher dachte er, dass Shizu-chan der Einzige wäre, der sein Gefühlsbild so durcheinanderbringen konnte, aber scheinbar war dem nicht so.

Kizami hielt sich nicht mit einem langwierigen Vorspiel auf und nach der Beule in seiner Hose zu urteilen, die sich rythmisch gegen seine eigene Erektion rieb, würde es ein schnelles Vergnügen werden. Nicht dass ihnen viel Zeit beschert wäre, sollten die anderen einen Ausweg aus dieser Hölle gefunden haben, aber da es wahrscheinlich das Letzte mal sein würde, dass sie so zusammen waren, war es vielleicht ein wenig zu überstürzt.

Sicherlich, es war keine Liebe zwischen ihnen, dass wäre wohl zu viel, aber es war trotzdem unverkennbar, dass sie zusammengehörten und wenn auch nur für die Zeit in dieser verfluchten Parallelwelt.

Izaya´s Finger, die inzwischen wieder frei waren, entschieden sich, Kizami bei seinem kleinen Problem zu helfen und machten sich daran, dessen Hose zu öffnen. Seine eigene war bereits bis auf die Knöchel heruntergezogen waren.

"Hormongesteuerter Teenager?" fragte Kizami, "Das sagt der richtige."

"Wer hat sich denn die ganze Zeit wie ein läufiger Hund an mir gerieben. Wirf mich nicht in die selbe Schupplade wie dich..."

Natürlich war das eine glatte Lüge, aber dass musste er ja nicht erfahren, außerdem würde er ihm wahrscheinlich sowieso nicht glauben.

Und so wie Kizami´s Hand an der Innenseite seines Oberschenkels auf und ab strich, würde sein Hirn sowieso bald einfach abschalten...