„Bitte Parker, ich verstehe, dass Du mir nicht vertraust. Aber wenn ich die Möglichkeit hätte, wenn Du mir die Chance gibst, werde ich versuchen alles gut zu machen."
Aber so leicht machte es ihm die junge Frau nicht.
„Du konntest schon immer gut mit Worten umgehen. Ich glaube Dir einfach nicht. 6 Jahre lang höre ich nichts von Dir und plötzlich liest Du meine Hochzeitsankündigung mit Neville und tauchst auf."
„Du hast Unrecht, Parker und ich werde es Dir beweisen."
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Er umfasste ihr Handgelenk und zog sie hinter sich her. Schließlich landeten sie in einem Raum voller Bücher und Bilder. Eine ganze Wand war voll mit Bildern von ihr. Sie blieb stehen und konnte den Blick nicht abwenden, von diesem Altar, denn so wirkte es auf sie.
Was bedeutete das Ganze ?
Fragend sah sie Severus an.
„Das wollte ich Dir nicht zeigen."
„Gut, denn das beweist nichts. Die Bilder hättest Du in einer Stunde zusammenstellen können, Snape."
Statt auf ihre Anschuldigungen zu reagieren, hielt er ihr noch einen Ordner mit Papieren hin.
„Setz Dich hin und lies."
Ohne eine Gefühlsregung nahm Hermine die Blätter in die Hand und sah eine genaue Beschreibung ihres Lebens nach dem er sie verlassen hatte. 16 Akten waren es insgesamt, die er ihr präsentiert hatte. Er hatte offensichtlich einen Detektiv engagiert, der sie überwacht hatte.
Nach ein paar Minuten warf sie ihm alles vor die Füße.
„Ich wußte nicht, dass Du ein Stalker bist. Glückwunsch."
„Verdammt Parker, Du willst mich einfach nicht verstehen."
Severus setzte sich vor sie hin und blickte ihr in die Augen.
„Ich will Dir damit sagen, dass ich Dich nie vergessen konnte."
Hermine konnte nicht widerstehen, die Frage zu stellen, die ihr in den Sinn kam.
„Ich soll Dir glauben, dass Du keine Frauen hattest. All die Jahre?"
„Die ehrliche Antwort: ich hatte andere Frauen, aber keine konnte es mit Dir aufnehmen."
Verdammt, dachte sie. Wie konnte er mir das antun.
Schnell drehte sie sich um, er sollte ihre Reaktion nicht sehen. Es tat noch immer weh.
„Ich weiß, dass es falsch war. Es tut mir leid, Parker."
„Tatsächlich ? Ich glaube Dir nicht."
„Es gibt jemanden, den werde ich Dir irgendwann einmal vorstellen. Eine besondere Frau. Sie hat mir gezeigt, dass ich mein Leben ändern muss."
„Wie war ihr Name?"
Hermines Stimme zitterte.
„Doktor Shalvah Shadaim."
„Eine Ärztin?"
„Ja."
Er schloss die Augen und dachte kurz an das erste Treffen mit der Therapeutin. Sie hatte sofort erkannt, dass er eine selbstzerstörerische Ader hatte. Und sie konnte ihn dazu bringen, sich zu ändern. Er war noch immer Severus Snape, aber er war nicht mehr der Bastard, der sie verletzt hatte. Vorsichtig berührte sie seine Wange. Atmete tief ein und wagte den Absprung.
Ihre Lippen berührten sich und dieser Moment änderte alles.
Severus zog sie so eng an sich wie es ging. Schließlich sanken sie zu Boden.
„Gibt es in diesem Haus ein Schlafzimmer?", fragte Hermine nach ein paar Minuten.
„Ja und ich zeige ihn dir gern. Genau wie den Rest der Hauses."
Langsam stand er auf.
„Später. Zuerst das Schlafzimmer."
Sie konnte keine Minute länger warten.
„Nein Parker, nicht so. Ich will Dich nicht mit dem Verlobungsring an der Hand lieben."
Was?
„Du willst mich nicht?"
„Hermine, ich will Dich, aber nicht so. Komm jetzt. Ich zeig Dir das Haus."
Er gab ihr einen Kuss und ging aus dem Zimmer.
Wütend schaute sie hinter ihm her. Wie konnte er es wagen und so mit ihren Gefühlen spielen?
Durchatmen, tief durchatmen.
„Snape, gib mir meinen Zauberstab. Sofort."
„Bitte Hermine, ich will Dich. Aber ich schlafe nicht mit Dir, solange Du nicht zu mir gehörst. Ich will nicht riskieren, dass Du aus meinem Bett steigst und mit Neville vor den Traualtar trittst. Wenn wir miteinander schlafen, dann, weil wir zusammengehören und zusammenbleiben. Für immer."
Hermine verdrehte die Augen.
„Ach, warum nimmst Du an, dass ich das will?"
Snape wurde plötzlich ganz blass, dann hatte er seine Fassung wiedergefunden. Langsam griff er in seine Tasche und holte einen Zeitungsausschnitt hervor.
„Deshalb."
Hermine steckte ihre Finger in die Ohren. Sie wollte das nicht hören. Es war einfach zu peinlich für sie.
Der Ausschnitt zeigte Snape mit einer attraktiven Frau.
„Das ist meine Therapeutin und der Artikel stammt aus einer irischen Zeitung. Wie kommst Du dazu?"
Sie senkte ihren Blick.
„Du bist eifersüchtig. Und deshalb glaube ich, dass Dir etwas an mir liegt."
„Geh zur Hölle, Snape"
„Der Artikel erschien zwei Tage vor Deiner Verlobung mit Longbottom. Sag mir, ob es da einen Zusammenhang gibt."
Sie kam sich so dumm vor, nickte aber trotzdem.
„Gut. Und ich hoffe, dass Du noch immer Gefühle für mich hast."
War das eine Frage?
Offensichtlich.
Sie hatte genug, sie war müde, erschöpft und sie liebte ihn.
„Nicht weinen, Parker", murmelte er und nahm sie wieder in die Arme.
„Ich froh, denn ich liebe Dich so sehr."
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Fortsetzung folgt !
