Hermine und Severus setzten die Tour durch das Haus fort und landeten irgendwann auch im Schlafzimmer, das sich die junge Frau interessiert ansah. Hier fehlte eindeutig der weibliche Touch.
„Warum hast Du 3 Schlafzimmer?"
Severus lächelte nur. Endlich war die Wirkung des Wahrheitsserums abgeklungen und er konnte wieder er selbst sein.
„Oh, ich weiß nicht. So habe ich noch eine Weile zu tun und außerdem wollte ich das nicht allein entscheiden."
„Du vergisst, dass ich Neville heiraten werde. Dein Haus hat nichts mit mir zu tun."
„Nein, das wirst Du nicht. Dein Herz gehört mir und ich werde alles tun um Dich davon zu überzeugen."
Sie seufzte.
„Es ist wirklich schön hier. Schade, dass ich schon gehen muss."
„Du bist bald wieder hier. Das ist auch Dein Haus."
Mehr gab es im Moment nicht zu sagen, sie musste selbst zu einer Entscheidung kommen.
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Beide kamen zusammen im Hotel in Gretna Green an. Wortlos gingen sie dort getrennte Wege, Severus konnte nur noch warten und Hermine? Sie würde Neville heiraten und damit sein Leben beenden. Oder sie entschied sich für ihn und beide könnten glücklich in seinem kleinen Haus leben.
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Am nächsten Tag traf sich die Hochzeitsgesellschaft zum Frühstück, alle redeten durcheinander und so merkte niemand, dass drei Personen schweigend am Tisch saßen. Hermine und Severus sahen sich immer wieder an, Neville war in Gedanken versunken.
Niemand schien zu bemerken, dass sich die Situation zu spitzte.
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Hermine trank langsam ihren Kaffee und sah Neville an.
Bedauerte er ihre Abmachung ?
Sie erinnerte sich an den Tag als sie die irische Zeitung mit Severus und dieser Frau auf dem Cover sah.
Verdammt, er sah glücklich aus. Warum war er glücklich und sie nicht.
Sie brauchte einen Drink, sofort.
Das Schicksal wollte es, dass sie Neville in der Bar traf und der genauso unglücklich schien wie sie.
Nach ein paar Drinks wußte sie alles über das Testament der Großmutter und beide kamen überein, dass Hermine ihm helfen würde.
Sie lächelte. Schließlich hatte sie ihm geholfen, seit sie 11 Jahre alt war.
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Neville schaute sich um. Bald war es soweit. Er ging zu Hermine, nahm ihre Hand und küsste sie. Genau wie man es ihm beigebracht hatte.
Auf der anderen Seite des Raumes schrie Bill Weasley auf, Severus Snape hatte gerade eine heiße Tasse Kaffee über ihn verschüttet.
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Severus war wütend, wie konnte dieser Dummkopf es wagen seine Hermine zu küssen. Vielleicht sollte er doch einfach wieder nach Irland verschwinden. Das hatte doch alles keinen Sinn mehr.
Ohne weiter nachzudenken, ging er in den Garten und rannte gegen – Hermine.
„Hey, lass mich los."
„Gern."
Oh, Professor Snape war wütend. Auf sie.
Oh, er hatte den Kuss gesehen. Oh.
Er drehte sich um und lies sie einfach stehen.
„Wo gehst Du hin?"
„Weg."
„Was meinst du mit weg? Severus?"
Endlich drehte er sich um.
„Ich lass Dich in Frieden, du kannst diesen Dummkopf heiraten und alles wird gut."
„Aber du kannst nicht gehen. Neville braucht Dich als Trauzeuge."
Ihre Stimme zitterte.
„Du musst Dich entscheiden, entweder ich gehe allein oder du kommst mit mir."
Er sah sie an. Hatte er sich so in ihr täuschen können ? Was wollte sie wirklich?
„Natürlich."
„Natürlich was?"
„Du musst gehen. Neville wird es verstehen."
Ein letzter Blick auf den Mann, den sie so liebte, dann rannte sie zurück ins Hotel.
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Wütend und traurig saß die Braut vor dem Spiegel in ihrem Hotelzimmer. Er hatte nicht um sie gekämpft, obwohl er sie doch angeblich so liebte.
Dieser Idiot.
Verstand er nicht, dass sie in einem unlösbaren Dilemma war. Neville verlies sich auf sie.
Neville oder Severus? Sie konnte diese beiden Männer nicht miteinander vergleichen.
Neville, der liebe, treue Neville.
Und Severus, der mächtige Zauberer. Er war nicht gut, aber ihn liebte sie.
Das Herz hatte längst entschieden, nur ihr Verstand weigerte sich noch.
„Einen Knut für Deine Gedanken."
Diese seidenweiche Stimme !
„Du bist noch hier?"
„Ja, ich gebe Dir noch eine letzte Chance. Komm sofort mit mir. Neville wird es überleben."
In diesem Moment klopfte es an der Tür und Ginny steckte den Kopf herein.
„Hi, Severus. Hermine ich brauche Dich. Sofort."
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So verschwand die Frau seines Lebens und er sah sie in den nächsten Stunden nur von weitem.
Schließlich ging er in sein Hotelzimmer und packte. Eine Nacht noch, dann war es Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Irland war sein zu Hause und Hermine wußte wo sie ihn finden konnte.
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Es war ruhig im Hotel und der Rezeptionist hatte es sich gemütlich gemacht, da ging die Tür auf und vor ihm stand eine wütende junge Frau.
„Wo ist er?"
„Wollen sie zur Hochzeit?"
„Ich will zu ihm. Und wenn Sie mir nicht sofort seine Zimmernummer sagen, dann werden Sie etwas erleben."
Der Krach hatte einige Gäste geweckt, unter anderem auch Ron.
„Hannah? Du bist doch Hannah Abbott, oder?"
Die junge Frau nickte.
„Ron, wo ist er?"
Severus blieb auf der Treppe stehen. Er wagte kaum zu hoffen.
„Ich suche Neville. Will er wirklich Hermine heiraten?"
„Neville."
Der Bräutigam rannte die Treppen herunter.
„Abby, was machst Du hier?"
„Oh Neville."
Sie warf sich in seine Arme.
„Du darfst sie nicht heiraten. Bitte. Ich liebe Dich so sehr. Warum hast Du sie gefragt und nicht mich?"
Entschlossen schob sie ihn von sich weg.
„Du kannst doch nicht einfach eine andere fragen."
Die andere, Hermine, verfolgte das Geschehen schweigend, schockiert, überrascht. Er liebte eine andere?
Der stand einfach nur da und schaute von einer Frau zur anderen.
Schließlich nahm er Abbys Hand und ging gemeinsam mit ihr zu Hermine.
„Ich weiß nicht was ich sagen soll. Das ist Abby, die Frau die ich liebe."
„Neville, warum hast Du nichts gesagt?"
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Die Spannung steigt. Noch ein Kapitel bis zum Ende.
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