Die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch das geöffnete Fenster und glitten sanft über Molly's nackte Haut.
Sie seufzte wohlig und drehte sich langsam herum, um sich an den warmen, starken Körper neben sich zu schmiegen.
Keine Sekunde später legten sich kräftige Arme um sie und zogen sie fester heran.
Sherlocks Gesicht vergrub sich in ihrem Nacken, um sanft die weiche Haut unter seinen Lippen zu küssen, zu necken.
Molly lächelte und streckte sich den ungewohnten Liebkosungen entgegen.
Ein Kuss auf ihre Nasenspitze ließ sie leise aufkichern und sie lächelte Sherlock müde an.
"Morgen..."
"Guten Morgen, Molly..."
"Hast Du gut geschlafen?"
"Nein."
Bei seinen Worten blinzelte sie überrascht, streichelte nachdenklich seine Wange.
"Warum nicht? Habe ich...?"
"Weil ich nicht geschlafen habe, Molly."
"Hm?"
Sie verstand es nicht - sie verstand ihn nicht.
"Ich musste die zahlreichen Informationen die ich in den letzten Tage gesammelt habe, verarbeiten. Und seltsamerweise fiel mir das nach unserem gestrigen abendlichen Abenteuer um einiges leichter als sonst, daher habe ich die ganze Nacht in meinem Gedankenpalast gearbeitet und diese Informationen sortiert."
Sie blickte ihn immer noch fragend an und er überraschte sie mit einem sanften Kuss auf den Mund.
"Und nein, Du hast nicht geschnarcht."
Sie wurde flammend rot, senkte aber dennoch nicht den Blick.
"Was meinst Du mit unserem gestrigen abendlichen Abenteuer? Wir haben doch nur..."
"Ich weiß, Molly. Aber das war...es...das hat..." er rang mit den passenden Worten und Molly stützte sich auf einen Ellbogen, um ihn neckisch zu betrachten.
"Was? Der große Sherlock Holmes ist sprachlos?"
Sie kicherte erneut, als er sie für einen kurzen Moment böse ansah, doch dann schmiegte sie sich wieder an ihn, ließ ihre Finger nachdenklich auf seiner Brust umherwandern und ihre Gedanken zu dem vorherigen Abend zurückkehren.
- einige Stunden zuvor -
Molly bemerkte nur am Rande, wie sich die Tür hinter ihnen schloss.
Ihre volle Konzentration war auf den Mann vor ihr gerichtet, der sie sanft aber bestimmend in Richtung ihres Bettes schob, ohne den leidenschaftlichen Kuss, den sie wohl schon seit mehrere Minuten teilten, zu unterbrechen.
Sie spürte die Bettkante direkt hinter sich und ließ sich langsam nach hinten fallen, Sherlock mit sich ziehend.
Atemlos und nach Luft schnappend hielten sie letztendlich inne und sahen sich schweigend an. Molly's Lippen war gerötet, ebenso wie ihre Wangen und Sherlock fand, dass sie hinreißend aussah.
Dann bewegten sich seine Hände unter ihr Shirt und streiften es langsam über ihren Kopf, während sich ihre Finger an den vielen Knöpfen seines Seidenhemdes zu schaffen machten.
Molly keuchte und sie mahnte sich innerlich zur Ruhe, doch ihr Herz schlug viel zu schnell in ihrer Brust und sie schaffte es nicht, das Zittern zu unterdrücken.
Sherlock half ihr, als er mit seinen ruhigen Fingern die untersten Knöpfe öffnete.
Ihre Hände trafen sich letztlich in der Mitte, verschränkten sich ineinander und verharrten still. Dann rutschte das Hemd von seinem Oberkörper und Molly betrachtete ihn.
Und schluckte mitleidig, als sie die vielen kleinen Narben und Einstiche auf seinem Oberkörper und Armen sah.
Wie hatte ich diese heute Morgen nur übersehen können?
Sie richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf sein Gesicht und Sherlock blickte sie ruhig, ja schon fast stolz an. Sie erschauderte.
"Das bin ich, Molly."
"Ja, ich weiß."
Sie sah wieder kurz auf seinen Oberkörper, ihre innere Erregung und Nervosität war nun komplett verschwunden.
"Wie lange...?"
"Drei Jahre. Seither bin ich clean."
Man ist niemals clean.
"Vermisst Du es?"
Er schwieg einige Sekunden, schien wirklich nachzudenken. "Manchmal. Aber diese Momente sind Gott sei Dank sehr selten."
Molly lächelte und war unheimlich dankbar für seine Ehrlichkeit, die er ihr von sich aus entgegenbrachte.
"Komm her."
Sherlock zog sie in eine Umarmung und rieb ihre kalten Arme. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie fror.
Er küsste sie sanft auf die Stirn und Molly nahm tief seinen Geruch - vermischt mit dem Nachklang ihres Duschgels - in sich auf.
"Ich dachte, Du magst kein Duschgel mit Erdbeergeschmack.", murmelte sie langsam, als sich seine Lippen wieder auf ihre legten und ihre Augen zufielen.
Sie spürte ihn an ihren Lippen grinsen. "Es erfüllt, wie bereits gesagt, seinen Zweck."
Es erfüllt seinen Zweck - erfüllte sie auch einen?
"Erfülle ich auch einen Zweck?" Die Worte waren schneller heraus, als sie es beabsichtigt hatte und Molly sah ihn ängstlich an.
Sie konnte seinen Gesichtsausdruck nicht deuten, doch er verhieß nichts Gutes.
"Was soll das, Molly?" Sherlock konnte ihrem Gedankengang diesmal schlecht folgen.
Molly seufzte. "Es tut mir Leid, Sherlock, aber ich weiß nicht, was das hier alles soll. Was ich hier soll."
Seine Augenbrauen hoben sich erstaunt und er rückte ein Stückchen von ihr ab. "Molly, ich hätte eigentlich schon erwartet, dass Du wüsstest, was das hier soll."
Er deutete bedeutungsschwanger auf seinen Schoss, wo sich eine deutliche Erektion abzeichnete.
Sie sah ihn belustigt grinsen, als sie ihren beschämten Blick wieder auf sein Gesicht richtete.
"Das habe ich nicht gemeint, Sherlock." Ihre Wangen färbten sich noch eine Nuance dunkler.
"Offenkundig." Sherlock grinste noch immer und Molly nahm sich zusammen.
"Ist das ein Experiment?" Ihre Stimme klang traurig, aber fest.
Er sah sie ernst und auch etwas gekränkt an. "Ich experimentiere nicht mit Dir, Molly."
"Sicher? Es wäre schließlich nicht das erste Mal, oder?"
Moment - Erstes Mal - da klingelte etwas bei ihr. Er würde doch nicht mit ihr...?!
"Molly, denk gar nicht weiter!"
"Hm?" Oh.
Sherlock seufzte und legte sich dicht neben sie. "Molly, ich habe bereits..."
"Natürlich hast Du das."
Sie hatte gespürt, dass er bereits einige Erfahrung hatte - so gut konnte kein Mann beim ersten Mal sein - nicht einmal ein Sherlock Holmes.
"Warum ist es Dir dann peinlich, Sherlock?"
"Was?"
"Darüber zu sprechen?"
"Wieso sollte es?"
Molly schmunzelte und beschloss, ihre Neugierde zu stillen. "Wie alt warst Du?"
"Jung."
"Sherlock!"
"15."
"15, okay. Und wer..?"
"Mein Babysitter."
Kurzes Schweigen. "Dein Babysitter?!"
Sie spürte ihn neben sich lachen und drehte den Kopf, um ihn anzusehen. Sherlock hatte sich zu ihr herumgedreht und grinste sie schelmisch an.
"Sie war nicht viel älter als ich, höchstens 20."
"Das ist dennoch Verführung von Minderjährigen, Sherlock."
Er sah sie kurz zweifelnd an. "Ich war damals schon sehr reif für mein Alter, Molly."
"Natürlich."
Sie musste grinsen als sie sich ihn als Teenager vorstellte. Er hatte bestimmt auch schon damals seine Mitmenschen mit seinem brillanten Verstand den letzten Nerv geraubt.
Sie schwiegen wieder einen kurzen Moment, ehe Molly erneut die Stille durchbrach.
"Darf ich Dich etwas fragen, Sherlock?" Ihre Stimme klang anders diesmal, weniger spielerisch.
"Ich hätte gedacht, das machst Du schon die gesamte Zeit seit ich hier bin?"
Sie sah ihn ernst an, ignorierte seine Frage.
"Da ist etwas, dass mir schon seit Längerem im Kopf umher geht. Und da wir jetzt so...ehrlich miteinander sind, würde ich Dich das jetzt gerne fragen. I-ich...ich schwöre Dir auch, dass ich dieses Thema dann nicht mehr ansprechen werde."
Sie räusperte sich kurz.
Sherlocks Blick war nicht von ihr gewichen und er bedeutete ihr mit einer Handbewegung fortzufahren.
Molly schluckte den Kloß in ihrem Hals hinunter und hoffte, dass sie mit den nächsten beiden Worten nicht die freundschaftlich/sexuelle/oder was-auch-immer Beziehung, die sie hier mit Sherlock zu haben schien, vernichtete.
Sie holte tief Luft, eher sie sehr leise murmelte: "Irene Adler..."
Sofort spürte sie, wie sich Sherlocks Körperhaltung neben ihr veränderte und sie hörte ihn zischend einatmen.
"Von allen...Dingen...die Du mich hättest fragen können, musst Du unbedingt Sie erwähnen?"
"Es tut mir Leid, Sherlock." Und das tat es wirklich. "Wenn Du nicht darüber sprechen möchtest..."
"Nein, Molly. Es ist alles in Ordnung. Frag ruhig." Seine Stimme klang gepresst.
Molly fluchte innerlich, spürte aber dass es jetzt bereits zu spät für einen Rückzieher war, also konnte sie alles riskieren.
Sie räusperte sich erneut. "Hast Du Sie geküsst?"
"Ja." Kurz und schmerzlos.
"Nur geküsst?", fragte sie zögerlich, fürchtete sich vor seiner Antwort.
Sein Mund verzog sich zu einer schmalen Linie, doch er schwieg.
"Sherlock...?"
Sie nahm seine Hände in ihre, zwang die ineinander verkrampften Finger auseinander und hauchte einen sanften Kuss auf seine Handinnenflächen.
Er seufzte und schien sich etwas zu entspannen. "Nein."
Sie hatte es geahnt - nein - gewusst.
Gott Molly, willst Du Dir das wirklich antun?
Sie atmete tief durch.
"Erzähl es mir."
Er versteifte sich und sah sie an. "Molly..."
"Bitte!" Sie wusste nicht, woher sie den Mut nahm, aber sie musste es einfach wissen.
Sherlock entzog ihr seine Hände, umfasste seinen Kopf, schloss angestrengt die Augen, um die Erinnerungen an "die Frau" aus seinem Gedankenpalast hervor zu holen.
- Wenn ich sage lauf, dann laufen Sie! -
"Sherlock?"
"Warte, Molly.", knurrte ihr Gegenüber, ohne seine Position zu verändern.
Sie zuckte kurz zusammen, schwieg aber, beobachtete ihn fasziniert.
Seine Augäpfel bewegten sich blitzartig hinter seinen Lidern, während er mit seinen Händen in der Luft herumfächerte, als würde er schnell in einem Buch herumblättern.
Nach wenigen Minuten öffnete Sherlock seine Augen, sah sie unverwandt an.
"Bist Du Dir sicher?", fragte er leise.
Sie runzelte überrascht die Stirn. "Warum sollte ich..."
"Ich möchte Dir nicht weh tun, Molly."
Molly lächelte leicht, während ihre Augen verdächtig schimmerten.
"Die Wahrheit tut manchmal weh, Sherlock."
Und das wusste sie nur zu gut.
Er nickte langsam, schien zu begreifen. Dann begann er zu erzählen.
Es war nicht schwer herauszufinden, wohin sie Irene Adler verschleppt hatten.
Das größere Problem war es jedoch, sich unbemerkt in diese leerstehende Halle zu schleichen, in der sie bereits das Video über die Hinrichtung aufnahmen.
Die Kleidung und die längliche Schwert-ähnliche Klinge hatte er sich bereits vorher besorgt.
Sein Plan, die Männer von Hinten zu überraschen, schien fast aufgegangen.
Doch dann musste diese verdammte Frau ihr verdammtes Telefon zücken und ihm eine letzte verdammte Nachricht schicken.
Er schüttelte über soviel vergeudete Sentimentalität innerlich den Kopf und wappnete sich auf das Ertönen seiner Textnachricht.
Der überraschte Blick aus den Augen der sich vor ihm Knienden ließ ihn frech grinsen, aber sie konnte es hinter der Verschleierung nicht sehen.
"Wenn ich sage lauf, dann laufen Sie!"
Und dann wusste er lange nichts mehr, als die gewünschte Menge an Adrenalin in seinen Körper schoss und er sich den Männern zum Kampf stellte.
Sherlock erwachte aus seinem tranceähnlichen Zustand erst, als sie sicher die Landesgrenze überfahren und er dem Fahrer eine Wegbeschreibung zu einer hotelähnlichen Unterkunft gegeben hatte.
Während der gesamten Fahrt hatte Irene Adler kein Wort mit ihm gesprochen, doch der unendliche Dank strahle förmlich aus ihren Augen, als sie ihre Fassung wieder erlangt hatte.
Wenige Stunden später saßen sie sich in einem kleinen Hotelzimmer gegenüber.
Irene hatte eine für sie sehr dringend notwendige Dusche genommen, ihre Haare und Wangen noch feucht und leicht gerötet, den Bademantel eng um sich geschlungen.
Sherlock saß - wieder angezogen in einem seiner teueren Designeranzüge - auf dem Bett, während er schnell mehrere Nachrichten auf seinem Telefon tippte.
"Ich habe für Sie alles Notwendige geregelt. Morgen früh wird Sie ein Fahrer abholen und zum Flughafen bringen. Alle benötigten Papiere wird er mit sich führen."
"Wohin geht die Reise?"
"Nach Amerika."
"Oh, wie reizend - Big Apple, ich komme!"
Sherlock versandte die letzte Nachricht und verstaute sein Telefon in seiner Hemdentasche, sah zu ihr auf.
"Sie sind vorläufig sicher."
Die Frau vor ihm nickte und setzte sich ihm dicht gegenüber.
"Ich kann mich gar nicht genug bei Ihnen für Ihre unerwartete Hilfe bedanken, Mr Holmes. Das war sehr gefühlvoll von Ihnen." Sie blickte ihn grinsend an, ihre Augen funkelten schelmisch.
Sherlock ertappte sich dabei, wie er zurück grinste.
Sie legte eine Hand auf seine, sah ihn immer noch an. "Mein Angebot, mit Ihnen zu Essen, steht noch, Mr Holmes."
Das Adrenalin pumpte noch immer durch Sherlocks Körper, verlieh ihm ein Gefühl von Leichtigkeit, von Unverwundbarkeit, von Macht.
Und als er die nächsten Worte sprach, gab er dem Adrenalin dafür die Schuld. „Wenn Sie es wünschen, Ms Adler."
Irene blickte ihn einen Moment sprachlos an.
Dann lachte sie überrascht auf, umschloss sein Gesicht mit ihren Händen und zog ihn an sich heran.
Wenige Sekunden später lag ihr Mund auf seinem und sie drängte sich an ihn, rieb ihren Körper an seinem – und er ließ sie.
Mit einem leisen Stöhnen beförderte er Irene unter sich, presste seinen Körper an ihren.
Ihr Kuss vertiefte sich und Sherlock spürte ihre Zunge, die sich hungrig ihren Weg durch seine Lippen bahnte, forschte.
Irenes Hände glitten tiefen, öffneten sein Hemd, ihre Hände erforschten seinen Oberkörper, kratzten und hinterließen rote Striemen auf seiner makellosen Hand.
Sherlock stöhnte lauter und spürte sie gegen seine Lippen lächeln.
Irene ergriff die Initiative und überwältigte ihn, setzte sich auf seinen Schoß.
Er stützte sich mit den Ellbogen auf, um sie anzusehen.
Sie lächelte provokativ und öffnete ganz langsam ihren Bademantel.
"Sagen Sie mir, Mr Holmes. Gefällt Ihnen, was Sie sehen?"
"Bisher habe ich noch nicht viel gesehen, Ms Adler." antwortete er in seinem tiefen Bariton.
Er beschloss, ihr Spiel zuspielen. Ihre Augen funkelten.
Sie streifte sich den Mantel komplett von den Schultern, präsentierte ihm erneut ihren Körper.
"Und was denken Sie jetzt?"
Sherlocks Blick war nicht von ihrem Gesicht gewichen.
"Ich erinnere mich flüchtig an unsere erste Begegnung, Ms Adler, bei dessen sie - wie ich mich entsinne - nicht mehr trugen wie jetzt."
Ihre Augen verengten sich kurz.
"Beim letzten Mal wollte ich Sie nur herausfordern, Mr Holmes. Heute will ich, dass Sie mich ansehen, und zwar, wie es richtige Männer tun, wenn sie eine nackte Frau sehen!"
Sherlock schluckte sichtbar und sein Blick wanderte ihren Körper entlang, während er sich langsam aufsetzte.
Als sie sah, wie sich seine Lippen zu einer schmalen Linie pressten, beugte sie sich nach unten, ihre Hände an seinem Hosenschlitz und öffneten diesen.
Im selben Moment umfasste er ihren Oberkörper mit seinen Armen, zog sie in eine feste Umarmung und presste seine Lippen auf ihren Mund, ließ seine Zunge folgen.
Wieder grinste Irene aufgrund seiner ungestümen Art.
Dann ließ sich Sherlock mit einem lauten Stöhnen zurück in die Kissen fallen, als sich ihre Hand zwischen seine Beine schob und sie begann, ihn langsam aber mit festem Griff zu massieren.
Sie beugte sich über ihn, leckte einmal über seine lange, pulsierende Männlichkeit, ehe sie diese tief in ihren Mund aufnahm.
Sherlocks Hände krallten sich in die Bettdecke neben sich.
Er zwang sich, nicht zu sehr die Beherrschung zu verlieren, aber bei Gott, sie wusste eben was sie tat.
Erneut konnte er sich ein Stöhnen nicht verkneifen.
"So hinreißend...", schnurrte Irene genüsslich und pumpte ihn kräftig mit ihren Händen.
Sie spürte, wie sich Sherlock unter ihr noch mehr verhärtete und ließ ruckartig von ihm ab, glitt nach oben.
Er spürte ihren Oberkörper an seinem, ihre harten Nippel, die sich an seine heiße Haut pressten.
Als er seine Augen öffnete, konnte er in ihr Gesicht sehen, doch dieses Mal grinste sie nicht mehr.
"Oh, Mr Holmes...", murmelte sie und beugte sich hinab, küsste ihn wieder.
Er umschloss ihren Körper mit seinen Armen, presste sie an sich und drehte sich herum, sodass sie wieder unter ihm zu liegen kam.
Dann spreizte er ihre Schenkel mit seiner Rechten, die sich sofort zwischen ihre Beine legte und ihre warme, feuchte Weiblichkeit berührten, tief eindrangen.
Irene stöhnte leise auf.
Seine langen, fein gliedrigen Finger wussten genau, wo sie zu suchen hatten und Irene bebte, als er ihren Punkt tief in ihr fand und seine Finger darum kreisen ließ.
Während seine Zunge sich mit ihrer einen erbitterten Kampf lieferte, vergruben sich ihre Hände in seinen dunklen Locken, zogen fest daran, bis er vor Schmerz aufkeuchte.
Dann waren seine Hände weg und sie spürte Sherlocks Männlichkeit an ihrem Eingang und mit einer fließenden Bewegung glitt er in sie, füllte sie komplett aus.
Irene klammerte sich an ihn, stöhnte, versuchte seinen Bewegungen entgegenzukommen, doch Sherlock hielt sie erbarmungslos fest.
Sein Körper glitt tiefer in sie hinein, nahm sie sich, ohne Erbarmen.
Ihr lautes Keuchen und Stöhnen erfüllte den Raum.
Seine rechte Hand glitt zwischen ihre Verbindung und streichelte ihre empfindliche Erhebung. Irene stöhnte überrascht und wand sich, doch Sherlock ließ nicht locker, brachten sie an ihren Grenzen.
Ihre Fingernägel vergruben sich tief in seinen Schulterblättern und Sherlock stöhnte schmerzerfüllt.
Wenige Minuten später keuchte Sherlock laut auf, ehe er sich ein letztes Mal in Irene versenkte, die in diesem Moment ebenfalls kam.
Dann kehrte Ruhe ein.
Mit geschlossenen Augen rollte sich Sherlock wortlos von ihr und blieb mit etwas Abstand neben ihr liegen, seufzte.
Irene begann zu glucksen und verwirrt blickte er sie an.
"Was?", fauchte er, als er wieder dieses überhebliche Grinsen auf ihrem Gesicht entdeckte.
"Ich muss mich entschuldigen, Mr Holmes, aber ich muss gestehen, dass ich einen schwerwiegenden Fehler begangen habe."
"Und der wäre?"
"Ich habe mich ja so in Ihnen geirrt."
"In wie fern, Ms Adler? Weil Ich zur Überraschung aller doch auf Frauen stehe?"
Sie grinste ihn an. "Weil Sie zur Überraschung aller doch keine Jungfrau sind."
Und mit diesen Worten beugte sie sich erneut über ihn.
Draußen begann es langsam zu dämmern und als Sherlock geendet hatte, blickte er auf.
Molly saß ihm mit angezogenen Knien gegenüber, ihre Beine dicht an ihren Körper gepresst.
Sie hielt noch immer seine Hände fest umklammert, als hätte sie Angst ihn zu verlieren wenn Sie ihn loslassen würde.
Ihr Kopf ruhte auf ihren verschränkten Armen und ihr Blick ging an ihm vorbei.
Ihre Stimme zitterte, als sie ihm die eine, letzte Frage stellte.
"Hast Du sie geliebt?"
Molly fürchtete sich vor seiner Antwort. Sie spürte, wie er ihr seine Hände entzog und ihr Gesicht damit umschloss.
"Sieh mich an."
Sie tat es widerstandslos.
Sein Blick war offen - und traurig. Er sah sie genauso an wie damals im Labor, als er sie um ihre Hilfe gebeten hatte. Sie schluckte hart, ihr Herz wurde schwer in ihrer Brust.
"Ja oder Nein?", fragte sie erneut, als er ihr nicht sofort antwortete.
Er zögerte einen kurzen Moment.
"Was ist Liebe, Molly?" Seine Stimme war heiser.
"Ist Liebe nur dieses unbändige Verlangen, jemanden mit Haut und Haaren verschlingen zu wollen, jemanden gänzlich besitzen zu wollen, wenn auch nur für einen kurzen Moment?"
Sein Blick wurde dunkler.
"Oder ist es Liebe, ständig an jemanden zu denken - egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit? Ist es Liebe, wenn Dein ganzes Denken um eine einzige Person kreist und Du es nicht aufhalten kannst, egal wie sehr Du es versuchst? Ist es Liebe, wenn Du ständig bei dieser einen Person sein willst, um die Nähe und das Vertrauen zu genießen?"
Mollys Augen füllten sich mit Tränen, doch Sherlock fuhr unbeirrt fort, ohne seine Augen von Ihren zu nehmen.
"Ich kann Dir Deine Frage ob ich sie geliebt habe nicht beantworten, Molly. Ich weiß nur, dass ich in jener Nacht nicht nachgedacht und mich nur auf diesen Moment mit ihr konzentriert habe, dass ich diesem Verlangen nach ihr nachgegeben habe."
Sherlock zog Molly an sich und presste sie dicht an seinen Körper, barg sein Gesicht an ihrer Schulter.
"Ich bin nicht gut in Gefühlen, Molly. Ich behandle die Menschen oft so, wie ich es will und manchmal wie sie es wollen. Außer jemand legt es darauf an, dann behandle ich ihn so, wie er es tatsächlich verdient."
Sein Kopf hob sich und er blickte sie an. "Und doch bin ich heute hier und zwar bei Dir und keinem sonst, weil Du es verdienst und weil Du es Wert bist."
Sherlocks Worte trockneten ihre Tränen und Molly nickte verstehend, ihre Wangen noch leicht gerötet.
"Ich will ehrlich zu Dir sein, Molly. Schließlich war heute meine Beerdigung."
Sie grinsten beide kurz, dann wurde Sherlock wieder ernst.
"Ich weiß nicht, was das zwischen uns ist, Molly. Aber ich weiß, dass Du mich liebst und dass Du nichts von mir erwartest."
Keine Frage, sondern eine Feststellung.
Er zog ihr Gesicht näher an seines heran und Molly hielt atemlos inne, als seine Lippen ihre ganz vorsichtig berührten, ohne sie wirklich zu küssen.
"Ich vertraue Dir mit meinem Leben, Molly."
Ich liebe Dich.
"Das weiß ich, Sherlock."
Er umarmte sie erneut und Molly klammerte sich an ihn, schloss die Augen und schwor sich, diesen Mann niemals wieder los zu lassen.
Wenige Minuten später war sie in seinen Armen eingeschlafen.
- Gegenwart -
Molly wurde durch Sherlocks Knurren aus ihren Gedanken gerissen und sah belustigt auf.
Sein Blick ruhte schon eine ganze Weile auf ihr und seine Augen blitzten sie hungrig an.
Molly schluckte hörbar und spürte, wie ihr ruhiges Herz erneut heftig zu pochen begann.
Gott, wie sie diesen Mann bedingungslos liebte.
"Sh-Sherlock..."
Er unterbrach sie mit einem tiefen Kuss, presste ihren Körper an sich, ließ sie spüren, wie sehr er sie brauchte und drückte sie in die weiche Matratze unter ihnen, hielt sie fest.
Molly stöhnte und erwiderte diesen Kuss leidenschaftlich, ließ ihre Hände ruhelos seinen nackten Rücken hinabwandern und stoppte dann am Rande seiner Shorts, verweilte dort kurz, ehe sich ihre neugierigen Hände in unbekanntes Gebiet vortasteten und ihn berührten.
Sherlocks Lippen verließen sie abrupt und er küsste sich atemlos eine schmale Linie in Richtung ihres Busens, ließ Molly erneut aufstöhnen, als sich seine Hand um eine der Brüste legte und sanft massierte.
Ihre Hände stoppten ihn und er sah sie fragend an.
Sie lächelte entschuldigend.
"Bist Du Dir sicher, Sherlock? Nachdem, was wir gestern alles besprochen haben, ich meine...ich..."
Sie biss sich nervös auf ihre Unterlippe.
Sherlock umfasste ihr Gesicht mit seinen Händen. "Willst Du mich?"
Sie wurde rot. "Natürlich! Ich dachte das wäre..."
"...offenkundig?", er schmunzelte, wurde aber sofort wieder Ernst.
"Wenn Du es erlaubst, dann würde ich diesem Moment zwischen uns gerne nachgeben, auch wenn ich Dir nicht versprechen kann, was Morgen sein wird. Ich bin kein liebestrunkener Trottel, Molly und ich werde Dir sicher auch nicht alle paar Minuten meine unendliche Liebe gestehen.", murmelte er heiser.
Sie lächelte erleichtert gegen seine Lippen.
"Das will ich auch gar nicht, Sherlock. Das wärst schließlich nicht Du. Und ich will keinen Schauspieler. Einer hat gereicht."
"Dann ist Dir das also genug?"
"Für den Moment ist mir das genug..."
Der Druck auf ihre Lippen verstärkte sich etwas, als er grinste. "Offenkundig..."
Und dann küsste er sie erneut, bis ihr schwindlig wurde und ließ seinen Worten Taten folgen.
