Dies ist eine autorisierte Übersetzung der Geschichte "Strangers at Drakeshaugh" von "Northumbrian". Das Original ist hier zu finden: s/6331126/1/Strangers-at-Drakeshaugh

3. Verhangener Vormittag

Der Nebel der Dämmerung lag starr und unbewegt in den Mulden der Felder, als ich Henry zur Schule fuhr.

Die Wolken über uns waren dicht und grau, saugten die Kraft der Sonne ein und stellten sicher, dass ihre Strahlen zu schwach waren, um gegen den Nebel zu wirken. Nebelschwaden glitten aus den kleinen weißen Seen, die in den Mulden der grünen Felder lagen und die schleichende weißen Ranken hingen schaurig in der Luft über den tiefsten Punkten der Straße. Bis ich Harbottle erreicht hatte, war ich in den Bodennebel gefahren.

Wie immer wendete ich das Auto, bevor ich zurückfuhr und vor der Schule parkte. Ich trug eine fröhlich plappernde Annie auf meiner Hüfte und griff fest nach Henrys Hand. Mike hatte sich keinen zweiten Morgen freigenommen, aber trotz seiner stichelnden Warnungen beim Frühstück gab es keine Missgeschicke. Kein verschütteter Saft und keine klebrigen Jacken.

Wir gingen in einem feinen, feuchten Dunst durch das Schultor. Die Wolken würden vermutlich nachher aufreißen und es schien gute Aussichten auf etwas Sonnenschein zu geben, aber als wir uns der Schule näherten war es ein grauer Tag.

Als ich die Klasse betrat, entdeckte ich, dass Ginny schneller gewesen war als ich. Sie war damit beschäftigt, es James im Klassenraum gemütlich zu machen, als ich ankam. Es gab kein Zeichen von Al oder Lily.

James sah erneut sehr unsicher aus, aber er lächelte verhalten, als Henry und ich hereinkamen. Ich begrüßte Ginny schnell und sie mich, aber dann konzentrierte ich mich auf Henry, da er plötzlich auch wieder sehr nervös schien. Ich stellte Annie auf den Boden, sah zu wie sie neugierig durch das Klassenzimmer wackelte und half Henry seine Jacke auszuziehen. Sobald er seine Arme aus den Ärmeln gezogen hatte, schlenderte er langsam durch die Klasse auf James zu.

„'Lo, Henry", sagte James leise.

„'Lo, James", antwortete mein Sohn.

Und das war's. Für ein paar stille Sekunden umkreisten sie einander schüchtern, und dann, nach beidseitigem Einvernehmen, beschlossen sie, dass sie einander noch mochten und fingen zufrieden an zu plaudern.

Ginny richtete sich auf und lächelte mir zu.

„Hallo, Jacqui. Ich hatte mir schon wieder Sorgen gemacht, aber sie scheinen okay zu sein", sagte Ginny.

„Das tun sie, Ginny, Henry hat sich heut Morgen drauf gefreut, James zu sehen", erzählte ich ihr. „Tschüss, Jungs."

„Tschüss", sagte sie im Chor.

„Tschüss, James", sagte Ginny.

Ich jagt Annie nach, die eine Kiste voller Buchstabenkarten untersuchte, hob sie auf meinen Arm und folgte Ginny in die Garderobe. Ich hatte noch immer Henrys Jacke und hatte Probleme, sie aufzuhängen, während ich Annie hielt.

„Lass mich das machen", sagte Ginny, nahm mir die Jacke ab und hängte sie an den Haken neben James' Jacke. Während sie dies tat, untersuchte sie die Jacke umsichtig.

„Die Jacke ist in Ordnung, danke, Ginny, und den Jungs wird es auch gut gehen, da bin ich mir sicher", sagte ich ihr. Wir tauschten verstehende Blicke aus. Es ist wirklich eine Qual, seinen Erstgeborenen zur Schule zu bringen.

Wir wollten gerade gehen, als ein Trubel von Kindern in die Garderobe drängelte und dann weiter in den Klassenraum. Ginny und ich waren gezwungen, uns an die Seite zu stellen, als sie die Schule betraten. Die Busse waren angekommen und mit ihnen der Großteil der Schüler. Der Lärmpegel stieg, als über ein Dutzend Kinder kreischend und quietschend ihre Plätze einnahmen. Ginny und ich sahen uns um, um sicher zu gehen, dass unsere Söhne nicht von dem Lärm beunruhigt waren. Aber keiner der beiden würdigte uns auch nur eines Blickes. Stattdessen suchten sie Verstärkung beieinander und standen einfach Seite an Seite und beobachteten wie der Tumult um sie herumfloss. Sie würden okay sein, entschied ich.

Als wir nach draußen in die größtenteils graue Luft traten, stopfte Ginny ihre Hände in die Taschen der verwaschenen und dreckigen Jeans, die sie trug. Sie war um einiges weniger gepflegt als am vorherigen Morgen. Ihr handgestrickter Pullover war ein abgenutztes und schmuddeliges altes, rotes Ding mit einem bekannt aussehendem Löwen vorne drauf, dasselbe Design wie auf Harrys Motorradhelm, erinnerte ich mich. Der Pulli biss sich gewaltig mit ihrem roten Haar.

„Strickst du?", fragte ich sie, als wir die Schule verließen.

Sie sah auf ihren Pulli hinunter und lächelte geringschätzig.

„Ich kann, und manchmal mache ich es auch. Aber ich bin nicht so gut wie Mum. Das ist einer von ihren, sie hat ihn vor Jahren für Harry gestrickt, aber er ist rausgewachsen. Er ist jetzt mein Arbeitspulli. Ich muss nach Hause, weil ich noch einiges aufräumen muss. Mum passt im Moment auf Al und Lily auf während ich endlich den Umzug beende. Ich hoffe das wir bis heute Abend…", sie rollte dramatisch die Augen, „endlich alles ausgepackt und eingeräumt haben." Ginny seufzte und sah etwas betrübt aus.

„Umziehen ist immer eine stressige Sache, Ginny", versicherte ich ihr, als wir auf das Schultor zugingen. „Als wir hergezogen sind, haben die Möbelpacker zwei Llandró Figuren zerbrochen. Es hat fast zwei Jahre gedauert und wir musste ihnen eine Klage androhen, bis sie endlich die Verantwortung übernommen haben. Und dann dieser Dreck! Zumindest war unser Haus bewohnt gewesen, obwohl die vorherigen Besitzer es in einem Zustand hinterlassen haben… Euer Haus stand jahrelang leer und war verlassen. Es muss ein riesiger Aufwand gewesen sein, es fertig zu machen."

Ich beobachtete Ginny aufmerksam, während ich sprach, und hatte das Gefühl, dass der Umzug nicht das einzige war, das Ginny besorgte.

„Da ist noch was, oder?", fragte ich. Wir hielten kurz vor dem Tor an und Ginny drehte sich um, sah zu mir hoch und nickte.

„Du musst es mir nicht erzählen, wenn du nicht willst", sage ich ihr. „Sag mir einfach, dass ich nicht so neugierig sein soll, das stört mich nicht."

„Harry sollte frei haben und helfen, aber er kann nicht, zumindest noch für ein paar Tage. Es hat gesagt, er hätte dir erzählt, dass…", sagte Ginny.

„Ja, er hat mir gestern Nachmittag von seinem Job erzählt als er James abgeholt hat. Kann er den Sheffield Fall nicht an jemand anders geben?", erkundigte ich mich. Ginnys Gesicht verzog sich bei meinem Vorschlag und sie stieß einen tiefen, traurigen Seufzer aus.

„Normalerweise würde Harry delegieren. Aber alles scheint auf einmal zu passieren. Er hat einen Wer… er hat eine… Spezialistin, die er für diesen Fall nutzen würde, aber Lavender… die Spezialistin… hat… ist… war… schwanger." Ginnys Worte kamen als eilig, sie wollte einfach jemandem, irgendjemandem von ihren Besorgnissen erzählen, und sie hatte mich ausgewählt.

„Sie hat ihr Kind unerwartet bekommen, spät am Freitag, mehr als einen Monat zu früh. Lavender hat viel Blut verloren und sie konnten bis Samstagmorgen nicht viel für sie tun, weil… naja, aus verschiedenen Gründen. Sie hat eine… Krankheit. Dem Baby, ein Mädchen, geht es auch nicht so gut. Sie sind beide im Sankt… im Krankenhaus und müssen noch einige Zeit bleiben", erzählte mir Ginny.

Ich tätschelte ihren Arm verständnisvoll. Eine frischgebackene Mutter und ein Baby im Krankenhaus sind schlimm, obwohl ich mir wegen der wirren Antwort nicht sicher war, was passiert war oder warum das Baby zu früh geboren worden war. Ich murmelte eine mitfühlende Antwort und versuchte mehr herauszufinden, als Ginny an mir vorbeiblickte.

„Tut mir leid, ich kann nicht länger bleiben und quatschen, ich muss los, tschüss, Jacqui", sagte sie plötzlich.

Mit diesen Worten drehte sie sich auf dem Absatz um und schritt zügig voran und aus dem Schultor. Sie schien nicht zu hören, dass Mary hinter mir, „Mrs Potter...! Ginny!", rief. Sie marschierte zügig die Straße rauf und in den feinen weißen und wabernden Nebel.

Ich fing an die neusten Schnipsel an Information über die Neuen zu verarbeiten. Arme Ginny, von ihrer Anspannung war es klar, dass die diese Lavender kannte und mochte. Allerdings wurde meine Grübelei unterbrochen.

„Naja", sagte Mary zu mir als wir den dunklen Umriss, der Ginny war, in den Nebel verschwinden sahen. „Sehr merkwürdig, oder?"

„Sie hat viel zu tun, sie sind noch nicht fertig eingezogen", sagte ich.

Mary schnaubte ungläubig. „Glaubst du wirklich, dass die das Haus gekauft haben, Süße?", fragte sie mich. „Die sehen definitiv nicht aus als könnten sie es sich leisten, hier zu wohnen. Hast du den Pullover gesehen, den sie anhatte? Und er sah gestern auch nicht viel besser aus. Ein Motorrad, ich bitte dich. Es würde mich nicht überraschen, wenn sie nur ein paar faule Hippies wären, die illegal in dem Haus wohnen. Vielleicht solltest du die Polizei rufen, Jacqui."

Vielleicht sollte ich die Polizei rufen! Der schamlose Schneid dieser Frau! Sie versuchte mich dazu zu bringen, ihre Drecksarbeit zu machen. Mary wusste nicht, dass Mike ein Motorrad gehabt hatte als wir zusammen gekommen waren, vor einem Dutzend Jahren. Wir hatten das Land darauf bereist und es erst verkauft, als Henry geboren wurde, kurz bevor wir hergezogen sind. Ich war Vorurteilen gegenüber Motorradfahrern schon mal begegnet, und ich mochte es nicht. Ich biss die Zähne zusammen und blieb ruhig.

„Ich wär auch so angezogen, wenn ich noch auspacken würde", sagte ich und schaffte es irgendwie, meine Stimme ruhig und vernünftig klingen zu lassen. „Und Harry arbeitet wohl in London."

„Als was?" höhnte Mary. „Motorradkurier?'

„Ich weiß es nicht genau, aber ich hab den Eindruck bekommen, dass er eine Art Manager ist. Er war gestern Morgen nicht hier, weil es eine Krise im Büro gab", erzählte ich ihr neutral. Mary fing wirklich an, mir auf die Nerven zu gehen, also beschloss ich, ihr nicht das Wenige zu erzählen, das ich über Harrys Job wusste.

„Vielleicht wollen sie einfach nur ihre Ruhe haben", schlug ich vor.

„Vielleicht wollten sie nicht, dass irgendjemand weiß, wo sie sich verstecken", antwortete Mary. „Rufst du die Polizei?"

Ich suchte verzweifelt nach einem Weg, von der Frau loskommen. Aber nein zu Mary zu sagen war nie leicht, also wich ich stattdessen der Frage aus.

„Mein Mann ist ein Grundstücksverwalter", erinnerte ich sie. „Ich bin mir sicher, dass er davon etwas gehört hätte, wenn mit dem Kaufvertrag etwas nicht stimmen würde. Er könnte ganz einfach etwas über den Verkauf herausfinden, wenn er müsste."

Mary nickte und ich sah eine Idee in ihren Augen aufblitzen. Glücklich, dass es mich nicht betraf, entschuldigte ich mich und ging.

Als ich nach Hause fuhr, dachte ich noch weiter über die neusten Informationsschnipsel nach, die ich entdeckt hatte.

Es gibt hier nirgendwo in der Nähe Krankhäuser, die ‚Sankt… Irgendwas' heißen, also kam diese Lavender Frau nicht von hier, aber das taten Harry und Ginny ja auch nicht. Mutter ‚Lavender' und Baby waren noch immer im Krankenhaus. Ich konnte als Mutter nur mitfühlen. Ich fragte mich, wie es ihnen ging, und wie ‚Dad' klarkam. Falls es einen Dad gab, heutzutage kann man sich nie sicher sein.

Ich ging davon aus, dass diese Kollegin von Harry an dem Fall arbeiten sollte, wenn sie die Expertin war. Beschäftigte unsere Regierung Leute, die Experten für Werwölfe waren? Das war eine lächerliche Idee! Aber ein Büro für Profiling hätte wahrscheinlich jemanden, der darüber Bescheid weiß, wie Leute ticken, die an Werwölfe, fliegende Untertassen und anderen solchen Unsinn glauben.

Ich fragte mich, wie diese Lavender Frau so war. Wegen ihres Namens erwartete ich einen älteren, bebrillten und dürren professorenhaften Typ. Sie war vermutlich in ihren frühen Vierzigern und hatte jetzt gerade erst ihr erstes Kind. Das würde die Fakten, wie ich sie kannte, auf jeden Fall erklären.

Auch interessant war die Tatsache, dass Ginnys Mum Harry einen Pullover gestrickt hatte, aus dem er ‚rausgewachsen' war. Ausgehend von der Größe des Pullis wäre er in seinen frühen Teenagerjahren gewesen als er neu war. Die Ärmel waren noch die richtige Länge für Ginny, obwohl der Pulli ihr recht eng war. Ich fragte mich, wie lange Harry und Ginny sich schon kannten und lächelte in mich hinein als ich versuchte, mir Harry als einen dürren, kleinen Dreizehnjährigen vorzustellen.

Ich füllte meinen Vormittag mit Hausarbeit und Auf-Annie-Aufpassen und drängte die Ereignisse dieses Morgens vor der Schule aus meinem Kopf. Ich hatte kaum eine Wahl, da Annie sich entschieden hatte, dass sie ‚die schrecklichen Zwei' erreicht hatte, und es war einer dieser Tage, wo ich mir nicht leisten konnte, irgendwas in ihrer Reichweite zu lassen. Als er in ihrem Alter war, hatte Henry versucht alles zu zerstören, was er greifen konnte. Annie versuchte es zu essen.

Um etwa ein Uhr mittags stand ich im Kinderzimmer, drehte mich von Seite zu Seite und versuchte, Annie für ihren Mittagsschlaf hinzulegen. Sie würde nicht mehr lange Nickerchen machen, Henry hatte nicht so lange durchgehalten, aber Annie hatte sich mit ihren Mätzchen an diesem Vormittag erschöpft.

Sie war fast eingeschlafen, als das Telefon klingelte. Ich trug Annie schnell ins Schlafzimmer, bewegte sie auf einen Arm und hob ab. Ich war nicht schnell genug. Annie drehte und wand sich und fing an zu heulen.

„Was?", schnappte ich ärgerlich ins Telefon.

„Das ist nicht sehr nett", sagte mir mein Mann.

„Du hast Annie geweckt", zischte ich. „Warum rufst du um diese Zeit an?"

„Du hättest Gruselmary nicht auf mich hetzen sollen, wenn du nicht angerufen werden wolltest, Jacqui." Mike klang verletzt und recht angespannt.

„Was?" fragte ich. Dann wurde mir klar, was Mike meinte.

„Leg nicht auf", befahl ich. „Ich muss Annie beschäftigen."

Ich beruhigte Annie, setzte sie auf den Boden, ließ das Telefon auf das Bett fallen und flitzte ins Kinderzimmer. Ich griff nach Stoffpüppi und Freddy-Teddy und wollte gerade zurück, als ich Annie „Daddy" sagen hörte. Sie konnte Mikes Stimme hören. Ich hob das mitgenommene alte Spielzeugtelefon auf, das einmal Henry gehört hatte, und nahm auch das mit.

Ich platzierte die beiden Stofftiere auf dem Boden, aber Annie ignorierte sie und griff begierig nach dem Spielzeugtelefon. Ich reichte es ihr, beobachtete, wie sie begann damit zu reden, und hob das echte Telefon wieder auf.

„Schieß los!", verlangte ich dringend.

„Mary hat heute Morgen angerufen", begann Mike. „Sie hat gesagt, du hättest vorgeschlagen, dass ich den Verkauf von Drakeshaugh überprüfe, dass du sichergehen wolltest, dass alles legal war. Ich hab gefragt, warum sie anruft und nicht du…"

„Guter Mann", unterbrach ich ihn. „Sie denkt, die wohnen da illegal. Ich habe gesagt, dass du Bescheid wüsstest. Aber ich habe nicht vorgeschlagen, dass du das überprüfst, ich habe ihr nur gesagt, dass du es könntest."

„Verdammt! Naja, sie hat mir erzählt, du wärst beschäftigt, und hat mich gebeten, den Verkauf nachzuprüfen und sie zurückzurufen", sagte Mike. „Ich habe Joe bei Maklerbüro Patterson angerufen und gefragt, was er mir über den Verkauf erzählen kann. Er hat gesagt, er würde die Akten überprüfen. Vor Zehn Minuten hat er mich zurückgerufen und ich hab beschlossen, es dir lieber zu erzählen, bevor ich Mary anrufe. Joe sagt, dass Haus wurde in bar bezahlt, oder zumindest so gut wie in bar. Es war eine Direktüberweisung auf das Konto des Verkäufers von einer Privatbank, von der Joe noch nie gehört hatte… Gringotts. Ich hab's mir buchstabieren lassen. Er war neugierig, also hat er beschlossen, die Bank zu überprüfen, aber er konnte sie nicht finden. Sie scheinen keine Telefonnummer oder Website oder sonstwas zu haben, also hat er den Financial Ombudsman Service angerufen. Die hatten auch noch nie was von denen gehört. Der Typ, mit dem er gesprochen hat, hat gesagt er forscht nach und ruft zurück."

Mike machte eine Pause, ob um Luft zu holen oder wegen des dramatischen Effekts war ich mir nicht sicher.

„Und?", fragte ich ihn gespannt.

„Gerade hat Joe einen Anruf von einer jungen Frau gekriegt, die behauptet hat, von Gringotts zu sein. Sie hat gefragt, warum er Untersuchungen über die Bank anstellt. Er hat ihr erzählt, dass er neugierig war, weil er noch nie von ihnen gehört hatte. Er hat ihnen von den Potters erzählt. Joe sagt, diese Frau hat sich plötzlich sehr bedrohlich angehört und gefragt, warum er sich nach Potters Bank erkundigen würde. Er hat ihr erzählt, dass er mir einen Gefallen getan hat. Sie hat gesagt, dass sie es die Potters wissen lassen würde. Er hat mich direkt angerufen, und ich hab dich angerufen. Ich dachte, die würdest es wissen wollen, bevor du heute Nachmittag Henry abholst."

Ich seufzte.

„Danke, Mike. Wenn die Bank die Potters kontaktiert, dann werden sie denken, dass wir neugierige Nachbarn sind, unsere Nase in ihre Finanzen stecken. Ruf Mary nicht zurück und erzähl ihr nichts, sollte sie dich zurückrufen. Verdammt!"

„Verdamm'", plapperte mir Annie wie ein Papagei nach. „Verdamm'verdamm'verdamm'."

Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

„Tut mir Leid, Jackie, es ist meine Schuld, ich hätte Mary ignorieren solle, aber ich dachte…"

„Es ist nicht deine Schuld, Mike, es ist meine. Ich habe Mary auf die Idee gebracht, tut mir Leid. Harry und Ginny scheinen ein nettes Paar zu sein, und Henry und James verstehen sich super. Ich will mich nicht mit den Eltern des neuen Freundes meines Sohns verkrachen. Ich fahr jetzt nach Drakeshaugh, rede mit Ginny und entschuldige mich und versuche ihr alles zu erklären. Ich will keine Szene am Schultor. Danke, dass du es mich hast wissen lassen."

„Es ist auch nicht wirklich deine Schuld, Jaques, es ist diese bloody Mary", sagte Mike. Er musste sich Sorgen machen, denn er nennt mich nur dann Jacques, wenn er sich Sorgen macht.

„Ich hätte erraten sollen, was sie tun würde. Mary kann echt eine Schl…" Ich sah, dass Annie mich neugierig ansah und stutzte. „Sie kann manchmal recht unangenehm sein", schloss ich schwach.

„Fahr vorsichtig, Jacqui. Und sag dem Rotschopf, dass es mir auch Leid tut."

„Mach ich, danke, Mike, tschüss."

„Tschüss, Jacqui."

Ich legte auf, hob Annie vom Boden hoch und umarmte sie.

„Also, Annie, wir machen einen kleinen Ausflug mit dem Auto", erzählte ich ihr. „Wir besuchen Ginny in ihrem neuen Haus. Was sagst du dazu?"

„Verdamm'!", sagte Annie vergnügt. Der Tag verwandelte sich in ein Desaster.