~blabla~ Gesprochenes auf Sindarin

~*~Laurie lantar lassi súrinen~*~
[Wie Gold fallen die Blätter im Wind]

***

Ein Gesicht aus Stein

Das kleine Dorf der Menschen, das kaum mehr zählte als 20 Häuser, lag melancholisch und ruhig in einer kleinen Talsenke. Hohes Gras reichte bis zur ersten braunen Hauswand, ehe es den staubigen Wegen, die durch die Siedlung hindurch führten, wich. Das ständige Hufgeklapper der Pferde, war neben dem Seufzen und Rauschen des grünen Grases das einzige Geräusch in der stillen Natur.

Legolas sah tief gerührt auf die friedlichen, mit Stroh gedeckten Dächer, die vor ihm lagen und konnte nicht umhin, seinen Ärger über Adamantiel zu unterdrücken. Ohnehin führte er sich kaum wie ein Elb und noch weniger wie ein Erwachsener auf. Seit das junge Mädchen in ihrer ungestümen Art in sein Leben getreten war, schien sich seine innere Ruhe in den Hintergrund zurückgezogen zu haben. Seufzend sah er kurze Zeit dem hin und her wippenden, blonden Haar hinterher, das vor seine Augen um Adamantiels Hüften fiel.

Wieder durchbrach ein glockenklares Lachen die frische Luft und breitete sich über den Gräsern aus. Legolas runzelte etwas irritiert die Stirn. Es war ihm nie aufgefallen, dass sie so wunderbar lachen konnte.

"Halloooooooo", hallte ein langgezogener Ruf über die Wiesen zu ihnen hinüber und Mala sah erfreut auf. Auch der kleine Junge, den Adamantiel an der Hand hatte, quietschte vergnügt und vorfreudig. Sicher war er stolz darauf, die Elben den anderen Dorfbewohnern zeigen zu können. Schließlich hatte er sie ja 'gefangen'.

Legolas' scharfes Auge konnte in der warmen Mittagshitze die Gesichtszüge eines Mannes mittleren Alters erkennen, der freudig auf sie zulief. Er trug schlichte braune Leinenhosen und ein grob gefertigtes Leinenhemd, dass vor Staub und Schmutz nur so stand. Es war die selbe Tracht in die sich auch Filrín und dessen Mutter kleideten. Außerdem entging dem scharfen Auge des Elben nicht, dass alle drei abgemagert zu sein schienen.

Kein Wunder, dachte er sich und sah sich etwas genauer um. Weit und breit war nichts zu sehen, was auf einen Wald oder anderes Jagdgebiet hindeutete. Es war schon erstaunlich, dass ganz in der Nähe ein kleiner Teich, Fröschen und sogar Fischen einen Lebensraum bot.

"Papa", quietschte der kleine Junge vergnügt, riss sich von Adamantiel los und stürmte auf den bärtigen, dennoch jungen Mann zu, der ihn erfreut in die Arme schloss.

"Es sieht so aus, als würde Filrín seinen Vater nicht oft sehen", stellte Adamantiel mit einem langen prüfenden Blick fest. Das nun kürzere, stopplige Gras kratzte an ihren Beinen und hinterließ weiße Spuren. Mala senkte etwas bekümmert den Kopf, stellte kurz die vollen Wassereimer ab, griff dann wieder mit wundgescheuerten Händen zu und ging dann schweigend weiter ins Dorf. Der Mann wartete, bis die Drei auf seiner Höhe waren, setzte dann den kleinen Sohn auf dem Boden ab und betrachtete die Elben mit großen, staunenden Augen.

"Das sind Elben Vati", rief der Junge überglücklich, jedoch etwas zu laut. Die hölzernen Türen, die hier und da Löcher aufwiesen, taten sich der Reihe nach auf und neugierige Köpfe lugten aus den kleinen Hüttchen hervor, bis auch schließlich die schmale, staubige Straße von den Dorfbewohnern versperrt wurde, sodass die kleine Gruppe gezwungen war, anzuhalten.

Legolas trat ein paar Schritte neben Adamantiel, legte eine bewegungslose Miene auf, während er mit leiser Stimme etwas an ihrem Ohr zischte.

"Gerade das wollte ich vermeiden. Aber Ihr musstet ja mit dem Jungen Schabernack treiben und auch noch zustimmen, etwas zu essen. Nun seht, was Ihr angerichtet habt. Wir stehen da wie seltene Tiere, die auf dem Markt in Gondor zum Verkauf angeboten werden" murmelte er mit beherrschter Stimme und so leise, dass nur sie ihn hören konnte. Nichts deutete mehr auf seine Ungeduld und Gereiztheit hin. Doch Adamantiel schien sich nicht im Geringsten daran zu stören, sondern lächelte den Dorfbewohnern freundlich zu. Es waren nicht mehr als an die 50 bis 60 Einwohner, deren lederne Schuhbekleidung leichten Staub aufwirbelte und so den klaren Blick leicht trübten.

"Seid gegrüßt, Vertreter des Hohen Volkes. Was immer ihr begehrt, wir werden sehen, was in unserer Macht steht und euch helfen", sprach ein alter Mann, vor dem die Menge ehrerbietig zurückwich. Er ging gebückt an einem mickrigen Stock und sein weißer, fast silberner Bart fiel ihm weit über die Brust. Seine Augen wanderten ziellos durch die Gegend und hatten einen grauen Schleier. Etwas erschrocken stellte Adamantiel fest, dass er blind sein musste. Legolas hingegen, verzog keine Miene und die kleine Elbin war sich nicht einmal sicher, ob er es auch bemerkt hatte.

"Wir begehren nichts weiter als eine Unterkunft für die Nacht. Nur einen Platz zum Schlafen; weder Essen noch zu trinken", erklärte Legolas würdevoll und ließ seinen Blick über die Menschenmenge schweifen. Wie er schon vermutet hatte, hungerten nicht nur der kleine Junge und seine Eltern, sondern auch der Rest des Dorfes. Mit leicht geöffnetem Mund sah Adamantiel ihn flüchtig an. Wo war das unausstehliche Ekel geblieben, das er vor wenigen Minuten noch gewesen war?

"Oh nein, nein. Wir lassen euch ein Festmahl zubereiten, hoher Herr", versicherte der Alte, doch Legolas lehnte abermals dankend ab. Nichts würde unhöflicher sein, als diese Leute um ihre sparsam aufbewahrten Nahrungsmittel zu betrügen. Es entging ihm nicht, dass sich die Gesichter der Verharrenden entspannten, als würden seine Worte ihnen das Leben retten.

Vielleicht ist dem wirklich so, dachte er leicht betrübt, als er in das strahlende, aber deutlich eingefallene Gesicht des kleinen Filrín blickte.

"So nehmt doch bitte eine kleine Stärkung an", drängte der alte bärtige Mann erneut. Doch Legolas schüttelte nur den Kopf. Obwohl der Alte blind war, schien er diese Geste zu 'sehen' und nickte nur kurz und zustimmend.

"So werdet ihr also in einer unserer Hütten nächtigen." Trotz seiner Blindheit schien er sich suchend im Kreis zu drehen, um einen Freiwilligen auszumachen. Doch allen stand die Ehrfurcht vor den hohen Geschöpfen ins Gesicht geschrieben und niemand war bereit, auch nur die Aufforderung an die Ankömmlinge auszusprechen.

"Bitte bezieht doch Quartier bei mir und meiner Familie. Wir würden uns geehrt fühlen." Erleichtert drehte sich Adamantiel nach dem Familienvater und Mann von Mala um. Sie hatte schon befürchtet, niemand würde ihnen einen Platz zum Übernachten bieten. Etwas unsicher sah sie zu Legolas und zu ihrer Freude, nickte er zustimmend.

"So folgt mir", forderte der Mann auf und drehte ihnen den Rücken zu. Er ist nervös, dachte Adamantiel leicht amüsiert und wartete, bis Mala und Filrín an ihrer Seite gingen. Das Gesicht der jungen Mutter war von einem Strahlen erhellt.

"Wir freuen uns, dass ihr bei uns nächtigen wollt. Doch sagt mir, wann ihr gedenkt wieder aufzubrechen, damit ich euch Proviant mitgeben kann."

"Wir haben genug in unseren Satteltaschen. Wir danken Euch für Euer großzügiges Angebot, doch leider können wir diese Gaben nicht an uns nehmen", erklärte Legolas, der alles gehört hatte, noch ehe Adamantiel auch nur dazu kam, den Mund zu öffnen.

***

Adamantiel POV

Ich wusste einfach nicht, was ich zu Legolas' Verhalten noch sagen sollte. Es war nicht so, dass ich mich davor genierte, ihm Gemeinheiten an den Kopf zu werfen, nur weil Menschen uns belauschen konnten. Nein. Es war ganz einfach seine momentane Gelassenheit. Seine Züge waren emotionslos und versteckten jegliche Gefühlsregung. Und je gelassener er sich gab, desto fassungsloser wurde ich. Er brachte mich damit vollkommen aus der Ruhe. Ob es an den Menschen lag?

Er war wirklich so anders. So völlig...kalt...könnte man meinen. Aber vielleicht gab sich das ja in den nächsten paar Stunden. Ich hoffte es.

'Elben sind hohe, würdevolle Wesen, mit emotionslosen Gesichtszügen. Es kommt selten vor, dass sie lächeln, oder die Beherrschung verlieren', hatte mir Gimli immer voller Stolz verkündet, da er Legolas sowohl zum Lachen als auch einmal zum Schimpfen gebracht hatte. Alles in einem entsprach der Prinz nun meiner Vorstellung der Elben, die ich in meiner Kindheit gehabt hatte.

Ein Zupfen an meiner Tunika ließ mich das Grübeln einstellen. Mit einem freundlichen Lächeln sah ich auf den kleinen Jungen herab.

"Wie ist es, wenn man ein Elb ist?" Die großen, gespannten Kinderaugen erinnerten mich schmerzlich an meine eigene, längst zurückgliegende Kindheit, in der ich und viele Kinder der Zwerge um ein Feuer gesessen und dem Ältesten gelauscht hatten, wie er über alte Bündnisse mit den Elben und den Menschen sprach und wie er uns von den Elben erzählte. Damals war ich begeistert gewesen. Doch je mehr er erzählte, desto mehr Abscheu hegten wir gegen diese Geschöpfe. Kein Wunder, er hatte alles aus der Sicht der Zwerge erzählt. Und er hatte recht. In allem, was er über diese Geschöpfe erzählt hatte. Legolas war der lebende Beweis.

"Es ist...anders", antwortete ich wahrheitsgemäß, senkte jedoch meine Stimme, da ich bemerkte, wie Legolas zwar mit den Eltern diskutierte, aber offensichtlich auf meine Worte achtete.

"Wenn du von einem auf den anderen Tag ein Elb sein würdest, würdest du wohl Schwierigkeiten haben, dich damit zurecht zu finden. Sie sprechen eine andere Sprache als du. Und sie können sehr viel besser hören und sehen als ein Mensch." Die Wangen des Jungen waren vor freudiger Erwartung über meine Erzählungen schon rot gefärbt, als wir durch den niedrigen Eingang in der Wand in die kleine Hütte eintraten. Dämmriges Licht und ein rauchiger Geruch hüllte uns sanft in seinen Mantel ein. Die Leder, mit denen die Wände und der Boden ausgedeckt worden waren, rochen verlockend gut und vermischten sich mit dem Rauch des Feuers und dem köstlichen Duft einer starken Suppe.

"Ihr seid Nomaden", stellte der mir verhasste Prinz sachlich fest und sah sich prüfend um. Der Familienvater, der sich uns mit dem Namen Filrón vorgestellt hatte, nickte nur zustimmend, wendete sich dann aber peinlich berührt ab. Doch Legolas folgte ihm leisen und leichten Schrittes an die Feuerstelle und ließ sich auf dem Fell nieder, auf das der Mann wies. Ich wurde von Mala in eine Ecke des kleinen Zeltes gewunken, wo auch ich mich auf einem Fell niederließ. Anscheinend war es hier Sitte, dass nur die Männer am Feuer sitzen durften und die Frauen abseits des Geschehens.

Ich fand mich damit ab, konnte ich doch mit meinen Ohren auch die leise Unterhaltung zwischen Legolas und Filrón verfolgen.

"In dieser Gegend gibt es nichts als karges Land. Ich sehe, wie ihr hungert. Ihr müsst in südlichere Gefilde ziehen, dort gibt es viel Beute." Ich atmete tief und verwundert ein. Legolas machte sich doch nicht etwa Sorgen um das Überleben der Menschen? Das schien auch der Familienvater zu denken, denn er stocherte etwas verunsichert im Feuer herum, sodass kleine Funken aufstoben.

"Noch nie trafen wir auf einen Eures Volkes. Und nun scheint es mir, als hätte der Himmel selbst Euch gesandt, um die Hungersnot meines Dorfes zu beseitigen." Ich verzog etwas verstimmt die Nase. Legolas und vom Himmel gesandt! Das ich nicht lachte. Mein Vater hatte einmal etwas von sogenannten 'Engeln' erzählt, an die die Menschen glaubten. Legolas fehlten also nur noch Flügelchen. Dann erfüllte er zwar ihre äußeren Vorstellungen und doch war er dann ein mordorischer Engel mit einem roten Augen als Seele. Doch noch ehe ich mir darüber Gedanken machen konnte, verwickelte mich Mala in ein Gespräch und ich musste wohl oder übel darauf eingehen. Anscheinend hatte sie bemerkt, dass ich den Männern zugehört hatte.

"Die Kette, die Ihr um den Hals tragt, ist wunderschön. Es ist sicher ein Geschenk Eurer Eltern", bemerkte sie leise und dennoch so sanft und mitfühlend, dass ich meine aufkommende Sentimentalität hinunterwürgen musste.

"Ich weiß nicht, von wem ich sie habe. Mein Ziehvater, ein Zwerg, gab sie mir, kurz bevor ich mit Grünblatt aufbrach", erklärte ich wahrheitsgetreu, doch vermied ich Legolas' Namen. Irgendwie ahnte ich, dass diese Menschen ebenfalls von Legolas, Sohn des Waldelbenkönigs, gehört hatten. Aber ich getraute mich, etwas mehr über meine verborgenen Gedanken zu sprechen, warf aber einen kurzen, prüfenden Blick auf meinen Begleiter. Doch der schien gar nicht darauf zu kommen, sich auf mein Gespräch zu konzentrieren, beriet er doch mit Filrón, wie das Dorf schnellst möglich versorgt werden konnte. Und so wandte ich mich wieder Mala zu, die ihren kleinen Sohn im Arm hielt und eine ungewohnte Sehnsucht überkam mich.

Wie gerne würde ich auch eine Mutter haben. Eine richtige Mutter, die mich ebenso schützend im Arm hielt, wie Mala es tat. Seufzend konzentrierte ich mich wieder auf meine Erklärung.

"Meine richtigen Eltern kenne ich nicht. Ich lebte bei den Zwergen, seit ich ein Jahr alt war. Und das ist schon 98 Jahre her."

"So alt bist du schon", rief Filrín und sein Blick verriet Ungläubigkeit. Abgelenkt und aufmerksam geworden durch seinen Ausruf, unterbrachen die Männer ihre Beratung und sahen kurz zu uns hinüber. Filrón warf seiner Frau einen leicht vorwurfsvollen Blick zu.

"Psst, Junge! Wirst du wohl die Dame nicht beleidigen", zischte die Mutter peinlich berührt, doch ich strich dem Jungen ungeachtet der besorgten Worte der Frau durch das semmelblonde Haar und lächelte leicht. Ich hörte zwar wie Legolas undeutlich 'Wenn sie das nur wäre' murmelte, ging aber nicht weiter darauf ein.

"Wusstest du das nicht? Elben sind unsterblich", berichtete ich ihm in einem selbstverständlichen Ton, als wäre auch er auf ewig in dieser Welt.

Noch ehe der Junge eine weitere Frage stellen konnte, erhoben sich der Mensch und der Elb, ohne großartige Geräusche zu verursachen. Und hätte ich nicht mit meinen Ohren das Rascheln von Stoff vernommen, wäre es Mala und Filrín wohlmöglich nicht aufgefallen, da sie mit dem Rücken zur Feuerstelle saßen. Doch als auch ich mich mit einer Entschuldigung erhob, wandten sie die Köpfe neugierig nach den Männern um.

"Wohin wollt ihr", fragte ich Legolas interessiert. Er sah kurz in meine Richtung und sein Gesichtsausdruck erschreckte mich. Es war weder hassverzerrt, noch wütend oder genervt. Im Gegenteil! Darüber wäre ich froh gewesen. Das hätte mich alles kalt gelassen. Aber diese Emotionslosigkeit auf seinen Zügen, die er seit dem Treffen mit den Menschen an den Tag legte, machte ihn mir noch unausstehlicher als zuvor. Sofern dies eben denn möglich war.

"Ihr seid eine Frau. Euch gehen die Angelegenheiten der Männer nichts an", erklärte er kurz und schritt dann aus dem kleinen Raum. Was in Balins Namen war in diesen Elb gefahren!? Ich konnte es mir nicht erklären!

Zornbebend ob seiner Worte, ballte ich meine Hände zu Fäusten, doch eine sanfte Hand legte sich auf meine Schulter.

"Zürnt Euch nicht. Die Angelegenheiten der Männer gehen uns Frauen nichts an. Sie wissen schon was richtig ist", versuchte Mala mich zu beschwichtigen. Aber ebendies bezweifelte ich ja. Ich traute Legolas nicht über den Weg. Vor allem nicht, wenn er ein Gesicht zog, dass überhaupt kein Muskel bewegt wurde.

"Papa! Wo gehst du hin!?" Anscheinend war ich nicht die einzige, die das wissen wollte, doch mir war es nicht gegönnt worden.

"Du bist ein Kind. Auch du hast dich aus den Angelegenheiten Erwachsener rauszuhalten", nuschelte der Mann liebevoll und wuschelte seinem unglücklich guckenden Sohn durchs Haar.

"Aber ich bin doch auch ein Mann", beharrte Filrín weiterhin. Anscheinend wollte er nicht so schnell aufgeben. Filrón lachte leise, beugte sich zu ihm hinunter und flüsterte seinem Sohn etwas ins Ohr.

"Wir gehen auf die Jagd. Achte derweil auf deine Mutter", verriet er und ich konnte es genau hören. Wieder stieg Wut in mir auf. Wieso hatte dieser Elb das nicht einfach sagen können!? Etwas zu hastig verließ ich das Zelt und hinterließ so eine leicht verdutzte Familie.

Wie ich es angenommen hatte, traf ich Legolas bei den Pferden an. Ich musste nur um die Behausung der Menschen herumgehen, denn die Tiere waren an zwei Pflöcken in unserer Nähe angebunden worden. Der edle Prinz prüfte gerade einen Huf seines Pferdes. Ich atmete einmal tief durch, ehe ich auf ihn zuging. Schließlich konnte ein emotionsloses Gesicht nicht schwer sein.

"Ihr hättet mir auch sagen können, dass Ihr zur Jagd geht", eröffnete ich etwas ungeschickt das Gespräch. Doch auch wenn ich mich bemühte, äußerlich keine Miene zu verziehen, wollte ich meinem Ärger Platz machen. Legolas sah zu mir auf und ließ das Bein des Pferdes los, das darauf glücklich einige Schritte tat, bis es einen saftigen Grasbüschel zum Fressen entdeckte und genüsslich die Lippen darum schloss.

"Das was Ihr gehört habt, war gewiss nicht für Eure Ohren bestimmt gewesen." Seine ruhige Stimme und dieser teilnahmslose Gesichtsausdruck machten mich wahnsinnig und näherten den Ärger nur. Wie konnte er es wagen, mich so herablassend zu behandeln!?

"Ich kann Jagen und Bogenschießen", antwortete ich prompt. Es kitzelte schon richtig in meinen Fingerspitzen, wenn ich an die reiche Beute dachte und an das Erlebnis des Jagens. Ich hatte mit meinem Vater immer schon Streifzüge durch die Höhlen unternommen und Bären und andere große Tiere erlegt.

"Es mag bedauerlich für Euch sein, dass Euer Bogen sich noch immer in meiner Obhut befindet." Langsam schwoll mir der Hals an. Ich wettete, dass er es mir bestimmt schon ansah. Äußerliche Emotionslosigkeit war schwerer, als ich gedacht hatte. Anscheinend gehörte auch das zur Ausbildung eines Elben.

"Ihr wollt mich vollkommen wehrlos zurücklassen!" Langsam konnte ich nicht mehr verhindern, dass der Zorn in meiner Stimme zu hören war. Aber darauf achtete ich gar nicht mehr.

"Hier geschieht Euch nichts. Die Dorfbewohner sind freundlich und können sich gut verteidigen. Auch die Frauen. Also macht Euch keine Sorgen um Eure Sicherheit." Legolas bückte sich abermals, um einen neuen Huf anzuheben und ihn auf Dornen oder Splitter zu untersuchen, während ich beinahe vor Wut platzte. Wütend packte ich ihn am Kragen und riss ihn nach oben. Wenn er geschockt, wütend oder atemlos war, er versteckte es gut. Ganz im Gegensatz zu seinem Pferd, dass erschrocken einen Seitensprung machte, die Ohren anlegte, dann aber wieder genüsslich das Gras kaute.

"Gebt mir meinen Bogen! Ihr hattet ihn lange genug. Oder habt Ihr etwa Angst, ich könnte Euch erlegen? Seid unbesorgt, Schwächlinge trifft mein Pfeil nicht", zischte ich an seinem Ohr. Doch obwohl ich wusste, dass mein heißer Atem seine Ohrspitze streifte und somit sein empfindlichster Punkt am Körper liebkost wurde, zuckte er nicht erregt zusammen, wie ich es immer getan hatte. Deshalb trug ich auch stets ein Stirnband, um diverse Hilflosigkeiten zu unterbinden und meine Ohren zu verstecken. Aber seine Miene blieb unbewegt und auch sein Atem ging nicht schneller, sondern regelmäßig.

Doch letztendlich schien meine Drohung mitsamt dem Attentat auf seine empfindliche Ohrspitze zu wirken, denn er machte sich ohne ein Wort von mir los und ging zu seinem Gepäck, hantierte etwas darin herum und zog dann meinen Bogen hervor. Meine Augen leuchteten auf, als ich das geliebte Stück wieder in den Händen hielt. Frühste Kindheitserinnerungen waren mit dieser Waffe verbunden. Zärtlich strich ich mit den Fingerspitzen über das glatte, weiße Holz. Er beobachtete mich genau. Aber es besänftigte meine Wut, dass er mir endlich mein vermisstes Eigentum zurückgab und ich ließ mich sogar dazu hinreißen, ein 'Danke' hervorzuwürgen, ehe ich wieder zu Mala und Filrín ging. Die Männer sammelten sich langsam um unser Zelt, doch das interessierte mich kaum. Irgendwie war ich plötzlich erschöpft. Die lange Reise bisher schlauchte ganz schön.

Mala reichte mir ein kuscheliges Fell, auf das ich mich legte und eine dünne Lederhaut, die wohl von einem Hirsch stammte, die ich als Decke benutzen konnte. Nur noch wie in einem Dämmerzustand vernahm ich den Tumult, der entstand, als die Männer des Dorfes mit Legolas zusammen aufbrachen, ehe ich langsam in einen Schlaf hinüberglitt, der von einem wundervollen Traum begleitet war.

***

Keine POV

Gedankenverloren betrachtete Legolas die Männer um sich herum, die sich langsam um ihn und Filrón sammelten. Der Plan hatte sich schnell herumgesprochen und sie waren darüber einig geworden, sofort aufzubrechen, solange die Männer noch halbwegs bei Kräften waren. Legolas wollte den Proviant in seinen Satteltaschen im Dorf lassen, damit Frauen und Kinder wenigstens etwas zum Essen hatten. Einige Männer verblieben im Dorf, um dieses im Notfall zu verteidigen, obwohl eigentlich nichts darauf hinwies, dass Gefahr sich näherte. Aber auf weiter Ebene konnte man ja nie wissen, was kommen würde.

Doch Legolas war nicht mehr bei den Vorbereitungen, sondern bei Adamantiel. Sein plötzlicher Taktikwechsel schien sie mächtig zu verwirren und vor allem zu erzürnen. Legolas lächelte zufrieden in sich hinein. Es hatte zwar einige Tage gebraucht, aber endlich wusste er, wie er Adamantiel entgegenkommen konnte. Er musste einfach nur seine angelernte, elbische Begabung der Emotionslosigkeit nutzen und schon geriet sie außer Fassung.

Nur widerwillig hatte er ihr den Bogen zurückgegeben. Es war tatsächlich wahr, dass er fürchtete, sie würde eines Tages einfach einen Pfeil anlegen und ihn erschießen. Doch die Behauptung, er würde sich davor fürchten, hatte seinen Stolz angestachelt. Auch sie wusste mittlerweile, wie sie ihn anfassen musste, damit er sich erweichen ließ.

Doch als sie ihm nahe an seiner empfindlichen Ohrenspitze ihre Drohung in die Ohrmuschel geflüstert hatte, hatte Legolas für den Bruchteil einer Sekunde die Augen schließen müssen, um sich nichts anmerken zu lassen. Zum Glück war sie gleich nach dem Empfang des Bogens wieder im Zelt verschwunden, sonst hätte sie doch noch seinen schnellen Atem bemerkt. Er wusste, dass sie bewusst so gehandelt hatte.

"Der Weg, den Ihr wähltet ist von Gefahren gespickt." Legolas drehte innerlich überrascht den Kopf nach dem Mann mit Vollbart und dunklem, lockigen Haar. Seine Miene verriet, wie man es den Elben immer nachsagte, keine Gefühlsregung.

"Mir ist wohl bewusst, dass das offene Land gefährlich ist, da eventuelle Angreifer uns zu leicht zu entdecken vermögen. Doch gibt es dort auch die größte Beute. Und Euer Dorf wird nicht mehr hungern müssen", entgegnete Legolas mit steifer Miene. Dann sah er auf die weite Graslandschaft zurück. Er hielt es nicht für sonderlich riskant, Frauen und Kinder allein zu lassen. Schließlich gab es keine Anzeichen auf Gefahr. Zudem blieben einige Männer zurück und Adamantiel war ja auch noch da. Sie würde jeden vertreiben.

Legolas musste ein verschmitztes Lächeln ob dieser Gedanken unterdrücken. Es gab eigentlich keinen richtigen Grund, weswegen er die junge Elbin verabscheute. Die Kommentare war er von Gimli gewohnt und ihre ungestüme Art rührte wohl nicht nur von den Zwergen her, sondern lag in ihrer Natur. Und dennoch versetzte sie Legolas' Inneres in eine abscheuliche Aufruhr, die ihn oft, viel zu oft in letzter Zeit wie er feststellte, in Zorn versetzte. Er fragte sich, wie er Gimlis Bitte erfüllen sollte, wenn Adamantiel schon im vornherein niemanden an sich heran ließ. Wie sollte sie da einen Mann finden, der um sie werben würde?

Der Ruf eines Mannes der Menschen machte ihm klar, das alles für den Aufbruch bereit war. Die ausgebildeten Jäger und teilweise sogar erfahrene Krieger - schließlich waren sie vom Ringkrieg sicherlich nicht verschont geblieben - trugen jeder einen langen Speer in ihren Händen. Über die Schulter hatten sie einen Köcher mit vielen gefiederten Pfeilen und einen sehr undetaillierten Bogen hängen. Legolas vermutete, dass sie Prärievögeln auflauerten und sie fingen, ihnen die Federn rupften, die sie für ihre Bögen benötigten und danach das zarte, wenige Fleisch aßen. Es ekelte ihn etwas bei diesem Gedanken, aber auch Elben ernährten sich von Fleisch.

Langsam setzte sich der Jagdtrupp in Bewegung, kam dann aber immer schneller voran. Den Pferden mangelte es in diesem Gebiet nicht Nahrung und Wasser. Schließlich begnügten sie sich dankbar mit dem hohen Steppengras, das überall wuchs.

*Nun werden wir endlich einmal wieder jagen gehen. Wie viele Jahrhunderte habe ich auf einen solchen Moment gewartet* Er klopfte seinem folgsamen Pferd gegen den mächtigen Hals, als er ihm diese Worte ins Ohr flüsterte. Und als hätte das Tier diese verstanden, warf es kurz stolz die Mähne zurück und preschte dann an den Menschen vorbei, damit der Elb die Führung übernehmen konnte.

***

Ein Rütteln an ihrer Schulter, ließ Adamantiel langsam aus dem Reich der Träume auftauchen. Erst hatte sie es für einen Traum gehalten, doch als der stetige Druck an ihrem rechten Arm nicht nachließ, begriff sie, dass jemand sie wecken wollte.

Blinzelnd, da das Feuer in der Feuerstelle noch immer brannte, schlug sie die Augen auf und erkannte schemenhaft die Gestalt der jungen Frau, die nun sehr verlegen drein blickte.

"Verzeiht, dass ich Euch wecke, Lady Adamantiel. Doch bitte ich Euch, mich zum Wasserholen zu begleiten. Filrín benötigt dringend einen kalten Umschlag und beide Eimer sind zu schwer im Dunkeln", wisperte Mala besorgt und deutete auf den Schlafplatz des Jungen, der sich unruhig auf seinen Fellen hin und her drehte.

Alarmiert sprang die junge Elbin auf, achtete jedoch nicht auf die Töpfe, die über ihrem Kopf hingen und stieß schmerzhaft dagegen. Ein blecherner Laut durchdrang die Hütte und ließ Adamantiel für einen Moment die Luft anhalten. Mala lachte leise vor sich hin. Wenn dieses Mädchen eine Elbin, ein Mädchen voller Anmut, Schönheit und Eleganz hatte, dann gab es auch im Volk der Elben schwarze Schafe.

"Was hat er?" Adamantiel rieb sich mit leicht verzogenem Gesicht die entstehende Beule. Warum war hier alles so unpraktisch eingerichtet?

"Es ist das Fieber. Er ist tagelang nicht satt geworden, geschweige denn hatte er genügend zu Essen. Nur das Wasser aus dem Teich, aber der Hunger ist groß. Sein schwacher Körper ist anfällig für Krankheiten", erklärte die junge Mutter und nun sah die ehemalige Zwergin die besorgten Schatten auf dem Gesicht der Frau. Warum waren Menschen auch nur so krankheitsreaktionsfreudig?

"Ich komme mit Euch", bestätigte die Blonde knapp und gleich darauf hielt sie einen, aus Holz gefertigten Wassereimer in der Hand, welchen sie schon am Nachmittag in den Händen von Mutter und Sohn gesehen hatte.

Auf leisen Sohlen verließen die Frauen die menschliche Behausung und huschten leise wie Schatten durch das schlafende Dorf auf den Weg zu, der zum Teich führte. Das Sternenlicht reichte Adamantiel aus, um den Weg vor sich zu sehen, während sie mit einer Hand Mala führen musste, die über jeden Stein stolperte.

"Ihr seht so gut bei Nacht", stellte die Mutter fest und warf Adamantiel einen anerkennenden Blick zu. Die junge Elbin mit grünen Augen und dem langen blonden Haar, war einfach überirdisch schön, wenn auch ihr Verhalten nicht ganz den Elben entsprach. Im Gegensatz zu ihrem Mann, diesem Elben, der keine Miene verzog bei allem was er tat.

"Das können wohl alle Elben", entgegnete Adamantiel matt und musste ein Seufzen unterdrücken. Sie wollte nicht so sein oder so werden wie Legolas es wirklich war. Seine kalten Augen und die unbewegliche Miene waren so angsteinflößend und unnatürlich. Wütend gefiel er ihr ehrlich gesagt besser. Auch wenn sie meist den Kürzeren zog, aber wenigstens zeigte er, was er dachte.

Zudem hatte sie fürchterliches Heimweh. Die engen Gänge und die weit geräumigen Wohnhöhlen der Zwerge fehlten ihr sehr. Auch wenn sie die Bäume und die Natur sehr liebte, aufgewachsen war sie zwischen Stein und Fels. Und auch dieser lebte. Warum hatte ihr Vater es nicht darauf beruhen lassen können, und sie bei sich behalten? Warum hatte er sie zu den Elben und insbesondere bei Legolas zurückgelassen?

"Wisst Ihr...Filrín ist nicht mein Sohn." Überrascht hob Adamantiel den Kopf und blinzelte zu der Frau hinüber, die den Kopf gesenkt hielt und verlegen zu Boden sah.

"Filrón und ich können nicht...ich meine...wir bekommen keine Kinder. Und eines Tages, es war wie ein Geschenk, fanden wir den Kleinen nahe eines Baumes. Damals lebten wir in anderen Gebieten. Ich nahm ihn an mich, hielt mich aber stets am Fundort auf, falls die Eltern zurückkämen. Aber sie kamen nicht. Niemand kam und nach 4 Tagen kehrte ich mit meinem Mann ins Dorf zurück und seitdem ist Filrín unser Sohn. Wir lieben ihn wie unseren eigenen."

"Warum...", setzte Adamantiel zu einer Frage an, doch Mala unterbrach sie lächelnd. Die Elbin konnte ihre Augen sehen, in denen sich die funkelnden Sterne in der Schwärze der Nacht spiegelten. Verblüffend wie lange sie geschlafen hatte. Es musste schon nahe bei Morgen sein und nicht mehr lange, würde die Sonne aufgehen.

"Ich erzähle es Euch da Ihr so unglücklich ausseht. Ich erkenne es trotz der Dunkelheit. Und im Schlaf habt ihr sogar nach Eurem Zwergenvater gerufen." Adamantiel senkte peinlich berührt den Kopf. Gesprochen!? Sie hatte im Schlaf gesprochen! Das würde sie ändern müssen. Schon die Vorstellung allein, dass Legolas bei einem prasselnden Lagerfeuer neben ihr saß und ihr fies grinsend beim Schlafen ZUHÖRTE war abartig. Wer weiß, was sie alles verraten würde?

"Ich vermisse niemanden und brauche auch niemanden", murrte sie unwillig in die Nacht hinein. Hoffentlich war der Teich nicht mehr weit. Sie vernahm einen leisen Laut, der nicht zuzuordnen war, aber offensichtlich von Mala stammte.

"Euer Mann ist wohl nicht sehr freundlich zu Euch?" Die Frage ließ Adamantiel unachtsam werden und sie stolperte über einen großen Stein. Hatte die Frau gerade MANN gesagt!?

"Mann!? Das wäre ja noch besser! Als Ekel und Vormund reicht er mir schon", knurrte sie angewidert und stellte sich vor wie es wohl wäre, wenn Legolas ihr Mann wäre. Sicherlich müsste sie andauernd hinter ihm herputzen und seine schrecklichen Launen ertragen und anderen Elben dann seine Launen erklären, wenn er keine Miene verzog.

"Euer Vormund also..."

"Leider"

"Ihr werdet mit ihm auskommen müssen."

"Das befürchte ich ja."

Ein kurzer Moment des Schweigens trat ein, in dem man nur die Schritte der jungen Frau hören konnte. Adamantiel hatte langsam den Trick mit dem Nicht Hinterlassen von Fußspuren erkannt und bewegte sich fast beinahe so lautlos wie es Legolas immer tat.

Der Rest des Weges war schnell bewältigt und die Frauen füllten ihre Eimer randvoll mit Wasser. Danach machten sie sich schnell zurück zur Hütte der Familie. Anscheinend war Mala ihr Sohn wieder eingefallen.

'Komisch', dachte Adamantiel und musterte die eilende Frau stirnrunzelnd. 'Hätte sie es mir nicht erzählt, wäre ich nie darauf gekommen, dass der Kleine nicht ihr Sohn ist. Sie behandelt ihn so herzlich'

Als Adamantiel mit Mala ins Zelt kam, schlief Filrín immer noch unruhig. Der Schweiß hatte sein kleines Körperchen überzogen und Adamantiel musste einmal mehr den Kopf über die Schwäche der Menschen schütteln. Von einer Stunde auf die andere war das Fieber ausgebrochen. Warum waren sie nur so leicht anfällig?

Sie beobachtete, wie Mala einen Lappen nahm und ins eiskalte Wasser tauchte, dann auswrang und dem kleinen Sohn auf die Stirn legte. Besorgt bemerkten wir, dass das Fieber die gesamte Nacht und sogar noch den nächsten Tag über stieg.

***

Legolas POV

Als die Hütten des Dorfes endlich vor uns auftauchten, atmete ich innerlich genauso auf, wie ich es bei den Menschenmännern hören konnte. 3 Tage waren seit unserer Abreise vergangen, und trotz ihrer Erschöpfung lag ein glückliches Strahlen auf ihren Gesichtern. Schon am 2. Tag hatten wir eine große Herde Rinder von Araw entdeckt und auch viele erlegt. Es waren beinahe so viele, die wir ausnehmen und verpacken mussten, dass wir fast bis zum nächsten Morgen damit beschäftigt gewesen waren.

Meist saßen 2 Männer auf einem Pferd. Der Rest der Tiere hatte die Last des Fleisches zu tragen und dies war schon schwerer als ich angenommen hatte. Oft hatten die Pferde erschöpft angehalten um zu verschnaufen, doch ich trieb sie zur Eile an, da der Rest an Nahrungsmitteln im Dorf allmählich knapp werden musste.

Die Erleichterung, als ich die Dächer sah, war größer als die, die ich empfunden hatte, als wir die Rinder gesichtet hatten.

Doch je näher wir kamen, desto unruhiger wurde die Männer, ihre Gesichter immer besorgter. Schließlich verstand ich, was sie so in Aufruhr versetzte, sodass manche eiligst voraus ritten, um schneller im Dorf zu sein. Schwarze Tücher hingen von jedem strohgedeckten Dach herab und fielen beinahe bis zum Feldboden hinab. Schwarze, grobe Leinentücher. Menschen wandten sie oft an für Trauerzeremonien. Elben taten dies weniger. War einer der Bewohner, gar eine Frau oder ein Kind, verhungert?

Ich trieb mein Pferd zur Eile an, denn auch ich wollte erfahren, was geschehen war. Und als ich die ersten Leinentuchverhangenen Häuser passierte und das Hufgetrappel so laut in meinen Ohren klang, dass ich es selbst als unheimlich empfand in den leeren Straßen, sah ich sie. Alle Menschen waren gehüllt in schwarzes Leintuch und standen versammelt auf einem großen Platz. Die Vorangeeilten verständigten sich schon über die Zustände, die hier herrschten.

Als auch ich vom Pferd stieg, wies ich einige Männer an, so schnell wie möglich die Fleischpakete von den Pferden zu laden und in das Vorratshaus einzulagern, welches nun vollends leer in den staubigen Straßen stand. Zwischen Häusern seinesgleichen.

Noch während ich damit beschäftigt war, kam mir eine in schwarz gehüllte Gestalt entgegen und grüne Augen musterten mich teils erleichtert, teils wütend. Ich musste mehrmals genauer hinsehen, bevor ich sie erkannte. Doch als sie die ersten Worte tat, war ich mir vollkommen sicher, wen ich vor mir hatte.

"Schön, dass Ihr Euch auch einmal blicken lasst", fauchte eine Stimme unter der schwarzen Kapuze hervor. Helle Strähnchen blonden Haares kämpften sich darunter ins Freie. Doch Adamantiels Stimme war nicht so kratzbürstig und verächtlich wie immer. In ihrem normalen Ton mir gegenüber konnte ich auch etwas Erleichterung heraushören und das überraschte mich.

"Diese blöden Menschen und ihre Sitten!" Diese Worte leise zischend schlug sie sauer die Kapuze zurück, sodass ihr hell leuchtendes Haar zutage kam, was einige böse Blicke auf sie lenkte. Wahrscheinlich hatte sie gegen einen althergebrachten Brauch verstoßen, indem sie dies getan hatte.

"Was ist passiert", fragte ich knapp, ebenso wenig eine Begrüßung andeutend, wie sie es getan hatte. Ihre Augen blitzten kurz auf, doch dann rang sie sich zu einer Erklärung durch.

"Gleich in der Nacht als Ihr ausgeritten ward, wurde der kleine Filrín vom Fieber befallen", nuschelte sie undeutlich. Ich bemühte mich, meine Miene wie Stein wirken zu lassen. Es war sicherer, wenn sie nicht meine Gefühle kannte. Doch sie quittierte es mit einem wissend, gehässigen Blick.

"Ist er daran verschieden?" Mein Ton war neutral aber ich erlaubte es mir, die Stirn zu runzeln. Wenigstens ein Ausdruck meiner inneren Aufgewühltheit. Etwas unwirsch schüttelte sie den Kopf und zog mich am Ärmel meiner Tunika zu sich herunter.

"Nein. Der blinde Dorfälteste. Er weigerte sich die ganzen Tage lang, auch nur einen Bissen anzurühren und gab seine Portionen stets den Kindern oder schwachen Frauen. Irgendwann war es zu viel für ihn."

"Und Ihr habt sicher alles schön gegessen", murmelte ich böse, woraufhin sie nur grinste.

"Wenn man es mir anbietet..." Ein Zucken der Schultern war das einzige, was sie noch von sich gab, bevor sie sich umdrehte und davon stapfte. Ich sah ihr zornig und kopfschüttelnd hinterher. Elben konnten mehrere Tage ohne Nahrung auskommen. Sie hätte ihr Portionen ruhig wie der Älteste abgeben können. Aber dazu war sie ein zu großes Biest.

Kaum war sie gegangen, löste sich eine Gestalt aus der Menge, gefolgt von einem kleinen Jungen, der ziemlich kränklich aussah.

"Gott segne Euch. Ihr seid wohlbehalten zurückgekehrt", rief Mala aus und schlug die Hände vor das ausgehungerte Gesicht. Ich runzelte leicht die Stirn, als ich ihre Worte vernahm. Ihren Mann hatte sie zwar schon herzlich begrüßt, das hatte ich aus den Augenwinkeln beobachtet, doch was interessierte es sie, dass ich wieder da war? Sicherlich, weil ich ein Elb war.

"Ist Euer Kind genesen", fragte ich anteilnehmend und wuschelte dem Knaben über das strohblonde Haar, woraufhin seine Augen wieder an Glanz gewannen und er stolz zu mir hoch schielte.

"Ihr habt sie schon gesprochen?" Abermals runzelte ich leicht aber kaum merklich die Stirn.

"Wen?"

"Adamantiel! Sie hat Euch begrüßt? Dabei hatte sie bei der Göttin der Zwerge geschworen, kein Wort mehr mit Euch zu wechseln." Mala kicherte und ich stand da wie vor den Kopf gestoßen. Langsam verstand ich nicht mehr, was vor sich ging und ich wollte es irgendwie auch gar nicht. Mir wäre es lieber gewesen, wenn Adamantiel ihren, in meinen Augen, guten Vorsatz verwirklicht hätte. Doch stattdessen hatte sie mich wieder angeknurrt.

"Filrín geht es schon viel besser. Er hat schließlich auch 3 Portionen pro Tag erhalten. Die Portion des Ältesten und die Eures Schützlings." Ich glaubte mich verhört zu haben. Hatte sie 'Schützling' gesagt? Wenn sie damit Adamantiel meinte, hatte die Welt wirklich begonnen innerhalb von drei Tagen anders herum zu drehen. Adamantiel hatte Filrín ihre Ration an Nahrungsmitteln überlassen?

"Dabei hat sie auch kleineres Getier gejagt. Nur leider hat es nie ausgereicht." Ich stand wie vom Donner gerührt vor Mala und sah sie unbeweglich an. Solche Sachen über Adamantiel zu hören, war fremd für meine Ohren. Ich hatte sie eigentlich immer für egoistisch und selbstverliebt gehalten.

"Ihr habt nun Nahrungsmittel. Wir werden noch heute abreisen, um unseren Weg fortzusetzen. Wir danken Euch für Eure Gastfreundschaft", erklärte ich, um vom Thema abzukommen. Und Mala ließ sich bereitwillig darauf ein.

"Nein, nein ich danke Euch! Dank Euch müssen wir nicht alle sterben und dank Eures Schützlings hat Filrín überlebt. Wir danken Euch von ganzem Herzen." Ich nickte kurz freundlich und machte mich dann auf, zwischen den Hütten nach Adamantiel zu suchen und ihr meine Entscheidung zu verkünden. Sicher würde sie gerne mitkommen, so wie ihr dieses Dorf missfiel.

Ich hatte Glück und musste nicht lange suchen. Gleich neben unserem Gasthaus stand sie und spitzte einen Pfeil erneut. Sie war geschickt, dass musste ich ehrlich zugeben. Doch auch im Düsterwald würde ihr untersagt werden, mit Pfeil und Bogen umherzulaufen. Sie würde es aufgeben müssen. Schaden konnte es ihr nicht.

"Ihr macht das falsch", begann ich das Gespräch. Der gröbste Fehler, den ich hatte machen können, denn sie funkelte mich kurz hasserfüllt an und ignorierte mich danach vollständig um weiter an ihrem Pfeil zu schneiden. Ich räusperte mich kurz, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, was natürlich nicht gelang und so unterbreitete ich ihr ohne Umschweife meine Vorstellungen von diesem Tag.

"Wir werden in wenigen Minuten aufbrechen. Sucht Eure Sachen zusammen und seid dann bereit bei Eurem Pferd." Sie zeigte keine Reaktion sondern schnitzte weiter. Da ich jedoch wusste, dass sie mich gehört haben musste, wandte ich mich um, um ebenfalls meine Sachen zusammenzusuchen. Doch noch ehe ich einen Schritt tun konnte, spürte ich einen stechenden Schmerz im Hinterkopf. Erschrocken und mit wütendem Gesicht fuhr ich herum, als ich einen ihrer Pfeile in meiner Hand bemerkte.

"Was soll das", zischte ich und warf ihr den Pfeil vor die Füße. Doch sie starrte mir ungerührt in die Augen.

"Nichts."

"Nichts!?"

"Nichts!"

"Nach 'nichts' sieht es aber nicht aus", stellte ich beherrscht fest und sie zuckte mit den Schultern.

"Was habt Ihr nun schon wieder zu meckern", stöhnte ich und zog wieder ihre Augen in meinen Bann. Wie immer hatten sie nichts außer Hass und Abscheu.

"Ich bleibe. Filrín ist noch nicht vollständig genesen." Diese Antwort überraschte mich ehrlich, doch ich fand sie überflüssig. Mala und Filrón würden sich um ihren Sohn kümmern, dazu brauchten sie Adamantiel nicht. Ich drehte mich einfach um.

"Euch brauchen sie bestimmt nicht. Wir ziehen weiter", antwortete ich, wie als wäre es selbstverständlich. Ich hörte, wie sie hinter mir erregt aufsprang und einen Schritt auf mich zutat, dann jedoch stehen blieb.

"Ihr denkt wohl, nachdem Ihr Nahrung hierher gebracht habt, seid Ihr der große Held und könnt mich herum kommandieren!? Während Ihr Euren Spaß an der Jagd hattet, waren hier zwei Menschen nahe an der Grenze des Todes. Der eine starb, den anderen konnten wir retten. Und nun kommt Ihr und befehlt mir, Euch zu folgen!?" Mit beinahe jedem Wort gewann ihre Stimme an Lautstärke, bis sie letzten Endes in einen lauten Schrei überging.

***

Keine POV

Legolas stand noch immer mit dem Rücken zu Adamantiel, die den Kopf gesenkt hatte. Die Angst um Filrín in den letzten Tagen und der Verzicht auf ihre Ration hatten sie seelisch wie auch körperlich enorm mitgenommen. Sie gestand es sich selbst nicht ein, aber sie war erschöpft und müde. Außerdem hatte sie noch nie jemanden sterben sehen. Sie hatte stets nur gehört, dass Balin 'von uns gegangen war' oder mal dieser und jener Zwerg nie wieder auftauchen würde. Aber am Sterbebett des blinden alten Mannes hatte sie beinahe 1 ganzen Tag verbracht. Er hatte es gewünscht. Er hatte sich gewünscht, einen Elben bei sich zu haben, damit dieser ihn ins Licht führen konnte. Er war gestorben. Und plötzlich kam Legolas und verlangte von ihr, dass sie einfach so aufbrachen, so als ob nichts gewesen wäre.

"Ich bin Euer Vormund und Ihr tut, was ich sage." Das waren die einzigen Worte, die er hervorbrachte, ehe er ging. Adamantiel stand fassungslos da und sah ihm nach.

"Ihr seid so herzlos", flüsterte sie und es war ihr egal ob er das hörte oder nicht. Hätte er sich umgedreht, hätte er auch eine kleine Träne in ihren Augen erkennen können. Aber er tat es nicht. Legolas schritt einfach stumm davon. Er wollte nicht, dass sie ihr Herz noch mehr an das Schicksal dieser Leute hängte. Sie hatten schon viel zu lange hier verweilt. Viel zu lange für das junge Herz der Elbin, welches noch nie großes Leid gesehen hatte.

***

Als Legolas mit seinem Pferd zu der Hütte seiner Gastgeber zurückkehrte, bemerkte er eine Bewegung, die er aus den Augenwinkeln wahrnahm. Es hätte ihn nicht weiter gestört, hätte er nicht Malas Stimme die teils belustigt, teils etwas ängstlich zu hören war.

"Was tut Ihr da?"

"Ich bleibe hier! Und damit dieser Trottel von einem Elben das auch endlich zur Kenntnis nimmt, muss ich eben ein paar Maßnahmen ergreifen." Der Prinz seufzte schwer, als er Adamantiels Stimme erkannte. Welche 'Maßnahmen' würde sie wohl ergreifen? Er mochte es sich gar nicht vorstellen. Stirnrunzelnd ritt er zu ihrem Pferd, dass vor der Hütte angebunden war und gierig das hohe Gras rupfte - es war zu erkennen, dass sie ihre Sachen noch nicht zusammengepackt hatte - fasste dessen Zügel und führte es mit sich um die Hütte herum, wo er Adamantiel zu finden glaubte.

Als er um die Ecke kam und den Anblick sah, der sich ihm bot, hatte er mühsam mit sich zu ringen, nicht lauthals aufzulachen, als er die kleine Elbin sah. Er würde seine starre Miene beibehalten müssen, wollte er erreichen, dass sie mitkam. Die Hufe der Pferde hatten dem Blondschopf angekündigt, dass er sich näherte und so starrte sie ihm mit wildentschlossenen Glubschaugen entgegen.

"Was tut Ihr da", wiederholte er weniger originell die Frage der Frau, welche nun zu kichern begann. Auch Legolas fiel es immer schwerer, nicht zu lachen, da Adamantiel nun das Seil noch etwas fester zuzog, welches sie um ihren Körper geschlungen und dann an einen Pfeiler geknotet hatte. Die Knoten waren so gehalten, dass sie nicht gelöst werden konnten.

"Ihr seht aus, als wolltet Ihr Pferd spielen", setzte er einen erniedrigenden Kommentar hinzu, was sie dazu veranlasste, den Kopf stolz und beinahe etwas arrogant zurückzuwerfen.

"Dies dient lediglich meinem Protest", behauptete sie steif, ohne ein Lächeln oder Grinsen. Legolas vermutete außerdem, dass das Seil ihren Körper etwas zu fest zusammengeschnürt hatte und sie Atemprobleme haben musste. Aber daran war sie selbst schuld.

"Protest gegen wen", fragte er, innerlich seufzend, da er die Antwort nur zu genau kannte.

"Gegen Euch und Eure herrische Art", antwortete sie prompt. Mala konnte nur wirklich nicht mehr an sich halten und drehte sich prustend fort. Legolas missfiel das ganz gewaltig. Was bekamen diese Menschen nur für einen Eindruck von Elben? Wenn Adamantiel sich weiterhin so aufführte, würde sich ein Elb nie wieder in die Nähe einer Menschensiedlung trauen können.

"Beendet diesen Unfug und steigt auf Euer Pferd", ordnete er knapp an. Doch sie sah ihm nur frech ins Gesicht.

"Das meine ich mit herrischer Art! Und zu Eurem Befehl: steckt ihn Euch sonst wohin!" Nun konnte Mala nicht mehr vor Lachen. Tränen liefen ihr über das ausgehungerte Gesicht, so sehr schüttelte sie sich. Ihre emotionalen Ausbrüche machten auch einige andere Dorfbewohner neugierig und sie gesellten sich schmunzelnd zu dem entstehenden Spektakel. Der Prinz sah seine Ehre und vor allem die seines Volkes beträchtlich schwinden.

"Wenn Ihr Euch weiteren Ärger ersparen wollt, rate ich Euch, auf Euer Pferd zu steigen, welches ich schon mit mir gebracht habe und mir zu folgen." Er konnte nicht verhindern, dass seine Stimme ein leichtes Knurren preisgab. Doch sie störte sich nicht daran und streckte ihm lediglich die Zunge entgegen.

"Habt Dank für Eure Gastfreundschaft", richtete der Elb plötzlich das Wort an die junge Mutter und deren Mann und Sohn, die nun ebenfalls neben ihr standen und sich das Schauspiel nicht entgehen lassen wollten. Filrín hatte einige Male gekreischt: 'Schaut mal, Mama, Papa! Wie bei euch!' und daraufhin einige Kopfnüsse kassiert, aber vielen wurde durch die roten Gesichter der Eltern eine zusätzliche Unterhaltung geboten.

"Es war uns eine Ehre. Und habt Dank für Eure Hilfe", erwiderte Filrón ehrfürchtig und Mala bot dem Prinzen ein kleines Kästchen dar, welches durch ein Muster aus gelben Gräsern geziert war. Die Gräser bildeten auf der oberen Seite einen Baum und auf der Unterseite des Kästchens eine Blume. An den Seiten waren Blätter und Blütenblätter zu sehen. Kunstvoll angefertigt, dachte Legolas staunend.

"Gebt es ihr, wenn Ihr denkt, dass die Zeit reif dazu ist", flüsterte die junge Frau geheimnisvoll und Legolas bildete sich ein, ein kleines Zwinkern der Augen bemerkt zu haben. Sie flüsterte bewusst, da sie wusste, dass Adamantiel sie sonst hätte hören können.

Etwas unsicher griff Legolas nach dem kleinen Kästchen und ließ es in einer Tasche seiner Tunika verschwinden. Er war sich sicher, dass nie eine Zeit für Geschenke an Adamantiel reif war. Doch er nickte kurz und bedankte sich höflich. Dann wendete er das Pferd und sah Adamantiel unbeweglich ins Gesicht. Die kleine Elbin hatte sich bemüht, etwas zu verstehen, was Mala Legolas erzählte, hatte aber offensichtlich nichts verstanden, was auch in ihrem Gesicht abzulesen war.

Etwas unsicher ob der entschlossenen Miene ihres Vormunds, beobachtete sie seine langsamen Bewegungen, in denen er eine Hand an seine linke Seite führte. Doch sobald er diese erreicht hatte, verlief alles übermenschlich schnell.

In einer einzigen flüssigen Bewegung zog er ein langes Jagdmesser hervor und gab seinem Pferd die Sporen, um auf den Pfahl zuzugaloppieren. Mit sicherer Hand durchtrennte er das Seil zwischen Adamantiels Körper und dem Pfeiler, sodass es zwar noch ihren Körper umschnürte, aber der Pfeiler sie nicht mehr an sich band. Ein leiser Schrei Adamantiels und das raue Auflachen der Dorfbewohner quittierte sein Tun, als er mit ihr über die Steppe davon ritt. Doch die nächsten Stunden sollten eine Qual für Legolas' feines Elbengehör werden, da die als Zwerg aufgezogene Elbin unentwegt in Tönen und Wörtern fluchte, derer er sich noch nie bewusst geworden war. Doch ihr hauptsächlicher Gram galt ihrer Unachtsamkeit, der sie es zu verdanken hatte nun vollkommen verschnürt vor dem Prinzen auf dem Pferd zu liegen und nach Düsterwald reiten zu müssen.

[Fortsetzung folgt!]

Hallo Ihr lieben! ^.^ Ich weiß es war mal wieder eine lange Pause, aber zur Zeit komme ich zu nichts! *grumml* Hab viel für die Schule zu tun, da ich dieses Jahr mal wirklich Hausaufgaben machen will ^^' Außerdem bin ich immer erst gegen 15 Uhr zu Hause und habe dann noch 2 Mal in der Woche Taekwondo Training und neuerdings auch 2 Mal joggen -.- *flucht über ihre Eltern* Ich werde mich aber bemühen im Abstand von einer Woche zu posten ^^ Ich hoffe ihr könnt mir das verzeihen ^^

Hegdl Eure Sleepy ^.^

Zu euren kommentaren:

@Stoffpferd: *sich verneig und stoffpferdchen ein Zuckerstück hinhalt* Kapitellänge zwar schon *gg* Dafür brauch ich neuerdings auch ewig ^^' Außerdem nehme ich mir meist ein Beispiel an deiner FF ^^ Ich find das soooooooo schön beschrieben *seufz* Übrigens dickes Lob für dein 2. Kapitel! Ich hab geheult wie eine Schlosshundeline ^^ *lach*

@kati: sooo ^^ Da ist kapitel 5 ^^ Hoffe es gefällt *knuff*

@Arwi: *lach* Ja...aber Fanfics sind ja was anderes, als was eigenes ^^ Aber es freut mich total, dass dir die FF gefällt *knuddel* (kann es sein, dass ich mich immer mal wiederhole? *verlegen lach*)

@ Khair ed Din: Naja *gg* Er war eben etwas aus der Bahn geworfen, da er nur 'nette' Frauen kannte ^^ Aber nu verhält er sich doch angemessen oder? ;)

@Arviel: Tja...das mit Gimli ist so ne Sache,...das er sie hasst, eine andere. Schließlich

@leve-chan: Hab mich riesig über diesen Satz gefreut!!! ^^ Ich höre alles gern ^^ Lob sowie Kritik ^^ Hoffe dir gefällt meine FF auch weiterhin ^^

@Jinxauthor Mel: ^^ Ja ich hab viele Kommentare wegen Legolas bekommen ^^ Aber es sollte so sein ^^ Es gibt ja auch Menschen, bei denen man einfach nicht anders kann, als zu zeigen, was man für sie empfindet, ob hass oder Liebe ist ja egal ^^ Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei elben nicht so ist...sind ja schließlich auch nur Lebewesen ^^ Das mit dem fies hab ich in mein Notizbuch aufgenommen ^^ Danke für den Hinweis *knuddl*

@Nilli: Naja das mit der Zeit...*gg* Doch doch ich existiere noch *lach* ^^ Ich kann ja die geschichte nicht unbeendet einfach stehen lassen ^^ Ich werde sie schon zu ende bringen ^.^

@Miss_Sixty: *lach* Ich fürchte selber um Legolas *gg*Oft schreibe ich etwas, das ich danach gar nicht mehr weiß ^^' ich schreib einfach drauflos und lass Adamantiel das machen, wozu sie Lust hat ^^ *gg* Da ist es wirklich zu befürchten, dass Legolas und sie nicht heil ankommen *knuddel*

Ein liebes Dankeschön auch an Devil_Amon, Dax, Kasumi-chan und feanen!! ^^ *euch ganz lieb und fest knuddelt*