Show me your face
Kapitel 4
Expectation
Wie eine Irre renne ich in meinem Schlafsaal auf und ab. Ich bin nicht verrückt, doch nach meinem verstörenden Aufeinandertreffen mit Snape muss ich mir eingestehen, dass es an der Zeit ist, etwas zu unternehmen, um diese Sache zu regeln. Ich weiß genau was geschehen ist. Er vielleicht nicht. Obwohl ich das nicht mit Sicherheit sagen kann. Es ist schwer, aus ihm schlau zu werden, was eigentlich nichts Neues ist. Was mich aber sehr wohl irritiert, ist die Tatsache, dass Dumbledore seine Finger im Spiel zu haben scheint.
Ist es wirklich möglich, dass er Snape derart beeinflusst? Würde er so weit gehen, ihm seine Erinnerungen zu nehmen?
Ich brauche nicht lange, um festzustellen, dass er es tun würde, denn wer so skrupellos ist, einen Menschen in die Lage zu bringen, sich auf derart bestialische Weise Schmerzen auszusetzen, scheut auch nicht davor zurück, ihm einen Teil seiner Seele zu nehmen, denn das ist es, was ich damit verbinde, wenn es um persönliche Erinnerungen und Erfahrungen geht. Ich bin bestimmt kein Experte darin, Menschen in Kategorien einzuteilen, schließlich habe auch ich meine Schwächen. Doch es fühlt sich grausam an, wenn ich auch nur daran denke, dass Snape das durchmachen muss.
Vor allem jetzt, nachdem ich weiß, wie er sein kann, wenn man die seltene Gelegenheit erhält, ihm näher zu kommen. Dass er es einfach verleugnet, gerät in meiner Fantasie zusehends in den Hintergrund. Was wir hatten, war zu intensiv, um es auf diese Art abzutun. Snape mag zwar ein Spion sein, doch ich weiß, dass er sich mir geöffnet hat. Es war kein Traum. Ich bin mir sicher, dass er mir während unserer gemeinsamen emotionalen und intimen Momente im Grimmauldplatz nichts vorgespielt hat. Noch dazu, wo es ihm so unangenehm war, sich in meiner Gegenwart körperliche Schwächen einzugestehen. Keinem Mann fällt so etwas leicht, schon gar nicht ihm.
Meine Gedanken kreisen unaufhörlich weiter. Und jetzt, endlich, bricht die Realität über mich herein: er kennt nichts anderes. Dies ist sein Leben.
Ich fühle mich hilflos. Ich will ihn sehen und ihn spüren, denn was wir hatten, war alles andere als eine kleine Affäre zwischen einem Lehrer und seiner Schülerin. Wir haben uns miteinander vertraut gemacht. Er hat mich an sich herangelassen, körperlich und seelisch. Umso mehr verletzt es mich, dass er bei unserer letzten Begegnung in Hogwarts so abweisend war, denn ehrlich gesagt hätte ich ihm das nicht zugetraut. Vielleicht war ich ja deshalb so überrumpelt, dass ich kaum wusste, was ich sagen soll. Und auch, in welcher Reihenfolge ich beginnen sollte.
Es ist nicht so, dass ich erwartet hätte, dass wir uns in aller Öffentlichkeit in die Arme fallen. Doch da es mitten in der Nacht war und niemand in der Nähe zu sein schien, hätte ich mir etwas mehr als seine kühle Zurückhaltung erhofft. Es tut weh, dass er mich so hat abblitzen lassen. Dennoch muss ich gestehen, dass ich erleichtert war, ihn in deutlich besserer Verfassung zu sehen. Fast nichts außer den üblichen Schatten auf seinem Gesicht und seiner Müdigkeit hat darauf hingedeutet, dass er in der Nacht, nachdem ich ihn gefunden habe, vor Erschöpfung und Schmerz hätte sterben können.
Die Frage, wie es jetzt mit mir und meinen verworrenen Gefühlen für ihn weitergehen soll, lässt mich mindestens ebenso wenig los, wie die nach seinen Motiven.
Wenigstens in einem Punkt bin ich mir sicher: er hat etwas für mich empfunden, doch wie viel genau dahintersteckt, kann ich nicht sagen. Vielleicht war es eine spontane Eingebung aus der Situation heraus, die ihn dazu gedrängt hat, sich mir hinzugeben. Vielleicht war es aber auch mehr. Doch wie soll ich je die Wahrheit erfahren, wenn er tatsächlich von Dumbledore manipuliert wird? Ich kann wohl schlecht zu ihm gehen und ihn danach fragen. Oder?
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Ich mache die Augen auf und stelle fest, dass ich an meinen Professor geschmiegt in seinem Bett liege. Wir sind beide eingeschlafen und das mitten am Tag. Die friedfertige Ruhe um uns herum bestätigt meine Vermutung, dass wir noch immer alleine im Haus sind. Eigentlich erwarte ich auch nicht, dass Harry und die Weasleys vor dem Abend zurückkommen, also beschließe ich, noch ein Weilchen bei ihm zu bleiben. Es ist schön, ihm so nahe zu sein.
Snape liegt hinter mir, sein Arm ruht innig auf meiner Hüfte, ich kann seinen tiefen Atem in meinem Nacken spüren. Vielleicht ist das hier einer der schönsten Momente in meinem Leben. Er scheint vollkommen zu sein, obwohl er es nicht ist, denn genau genommen dürften wir das nicht tun.
Vorsichtig drehe ich mich zu ihm, um ihn besser betrachten zu können, da rollt er sich im Schlaf auf den Rücken. Die Ruhe hat ihm gut getan, das sehe ich auf den ersten Blick, schließlich muss er seine Kräfte sammeln.
Ich blicke interessiert in sein von tiefen Furchen geprägtes Gesicht. Das innige Gefühl, das mich umgibt, hier bei ihm zu sein, ist unbeschreiblich. Fast glaube ich, dass es ein Traum ist. Snape beim Schlafen zuzusehen ist unwirklich, aber auch wunderschön. Seine Züge wirken ein wenig entspannter als sonst, doch selbst jetzt ist noch immer zu sehen, wie viel er zu erdulden hat.
Vorsichtig strecke ich mich zu ihm hoch und drücke ihm einen Kuss auf die Lippen. Die Berührung ist zart und dennoch so voller Intensität, dass er davon aufwacht. Fast bereue ich es, ihn geküsst zu haben, aber ich konnte nicht widerstehen.
Er hat die Augen noch immer geschlossen und will seinen Arm um mich legen, also hebe ich meinen Kopf an und bette ihn an seine Schulter. Ganz sanft streichelt er meinen Bauch, während ich mit den Knöpfen auf seiner Brust spiele.
Nach einer Weile strecke ich mich vorsichtig zu ihm hoch und berühre sanft mit meinen Lippen seinen Mund.
Er brummt tief vor sich hin. Noch immer ist er erschöpft, doch ich spüre, dass es ihm gut tut, nicht alleine zu sein. Vorsichtig dränge ich mit meiner Zunge gegen seine Lippen und warte, bis er mich einlässt.
Erst jetzt schlägt er die Augen auf und sieht mich mit einer Mischung aus Verwunderung und Unglauben an.
Ich muss lächeln und blinzle zu ihm hinunter. Das Schwarz seiner Augen nimmt mich erneut gefangen und so erkunden wir einander ganz vorsichtig und zärtlich mit unseren Lippen. Nicht lange darauf spüre ich seine Hand an meinem Hinterkopf, die mich fest an ihn drückt. Unser Kuss wird stürmischer und fordernder. Sein Arm umfasst mich an der Hüfte und schiebt mich auf ihn. Ich muss nicht lange überlegen, um zu wissen, dass ich ihm entgegenkommen will, also rolle ich mich auf seinen Körper.
Dann spüre ich es: sein Penis drückt sich fest gegen meinen Unterleib und mir bleibt fast die Luft weg bei dem bloßen Gedanken daran, ihn so innig bei mir zu haben.
Während unsere Zungen miteinander spielen, vergrabe ich meine Finger in seinem schwarzen Haar. Mein ganzer Körper scheint in Flammen zu stehen, denn langsam aber sicher wird mein Unterleib durch die Präsenz seines harten Glieds, das sich bei jeder unserer Bewegungen an mir reibt, dazu angeregt, mich feucht und feuchter werden zu lassen.
Seine Hände wandern meinen Rücken entlang bis zu meinem Arsch hinunter. Er umfasst meine Pobacken und presst mich fest an sich. Das ist der Moment, in dem wir beide lüstern und vergnüglich aufstöhnen. Das Verlangen in uns ist kaum noch zu bändigen.
Instinktiv schnappe ich mir die Knöpfe auf seiner Brust und öffne sie. Ich will zu ihm durchdringen, will ihn sehen. Vor allem aber will ich ihn mit jeder Faser meines Seins spüren.
Snape scheint es ebenso zu gehen, denn schon merke ich, dass sich seine Hände unter meinen Sweater schieben und ihn mitsamt meinem T-Shirt nach oben befördern. Dass er mich mal so berühren würde, hätte ich nie gedacht, doch von purer Lust erfüllt lasse ich kurz von ihm ab und helfe ihm dabei, die beiden Teile über meinen Kopf zu stülpen. Dann geht es auch schon weiter, ohne dass wir unsere Küsse länger als nötig unterbrechen.
Endlich habe ich die erste Knopfreihe geöffnet und sehe ein weißes Hemd unter mir, das seinen ausgemergelten Körper vor mir verhüllt. Ungeduldig fummle ich auch hier die Knöpfe auf und ziehe sein Unterhemd aus seiner Hose.
Meine Hände gleiten blindlings über die nackte Haut auf seinem Bauch und nehmen jede Bewegung seiner arbeitenden Muskulatur wahr, die sich mit jedem seiner Atemzüge im Einklang befindet. Obwohl er nicht sonderlich kräftig gebaut zu sein scheint, so ist er doch zäh, was von seiner harten Lebensweise herrührt, wie mir einige Narben auf seiner Haut bestätigen.
Vor lauter Neugierde vergesse ich alles um uns herum und mache einfach da weiter, wo ich zuvor schon einmal angefangen habe, bevor wir so jäh aufgehört haben: bei seiner Hose.
Ich muss zugeben, dass ich nervös bin, bei dem Gedanken daran, ihn nackt zu sehen, denn im Grunde genommen habe ich keine Ahnung, was mich erwartet. Noch dazu, wenn es um Snape geht. Da ich aber so in Flammen stehe, schiebe ich alle Vernunft beiseite und konzentriere mich darauf, seinen Gürtel und die Hose zu öffnen. Die Vorstellung seines nackten Fleisches zwischen meinen Fingern lässt mich fast zerfließen und so löse ich meine Lippen vorsichtig von seinen los und setze mich auf, um meinen Professor unter mir zu betrachten.
Die Wölbung seines erigierten Glieds ragt mir unmissverständlich entgegen und ich greife beherzt in seine Unterhose und hole seine Männlichkeit heraus.
Er legt den Kopf zurück und stöhnt mit geschlossenen Augen auf. Für einen kurzen Moment vergisst er dabei glaube ich sogar, dass ich auf ihm sitze und so reckt er instinktiv sein Becken in die Höhe.
Der Ausdruck auf seinem Gesicht und das schnelle Heben und Senken seines Brustkorbs dazu ist überwältigend. Snape sieht aus, als würde er jeden Moment kommen. Seine Finger graben sich fest in meine Hüften und drücken mich auf ihn. Er ist so ungestüm und voller Leidenschaft, dass ich mir trotz meiner Unerfahrenheit ziemlich sicher bin, dass er so nicht lange durchhalten wird. Er hat eindeutig zu wenig Sex in seinem Leben. Vermutlich fehlt ihm einfach die Zeit dafür. Außerdem ist es sicher nicht gerade hilfreich, sich dazu stimulieren zu lassen, sich jemandem hinzugeben, wenn man für einen Großteil seines Daseins unter Schmerzen steht.
Ich für meinen Teil weiß ohnehin nicht mehr, was für eine Vorstellung ich von meiner ersten Begegnung mit dem männlichen Geschlecht hatte. Das hier übertrifft alles. Er ist keineswegs mit den jungen Männern in meinem Alter zu vergleichen. Aber genau das fasziniert mich so an ihm. Es ist eine Herausforderung, sich ihm zu nähern, auf die es kleine Gesten der Dankbarkeit und Zuneigung gibt, wie zuvor, als er meine Hand geheilt hat. Und das ist inniger und tiefer als alles andere was ich je erlebt habe. Snape ist sehr wohl bereit, sich jemandem zu öffnen, wenn auch etwas Unkonventionell und unerwartet.
Je mehr ich ihn beobachte, umso mehr fühle ich mich von ihm gefesselt. Dabei muss ich mir ehrlich eingestehen, dass er keine Schönheit ist, doch es ist mir gleich, denn er hat durchaus andere Qualitäten und Reize, wie ich unlängst erkennen konnte; nicht nur als wir uns so leidenschaftlich geküsst haben. Außerdem sehnt sich mein Körper danach, ihm zu gehören. Ein schmerzhafter, verlockender Ruf wird in meinem Inneren laut. Warum sollte ich also nicht darauf antworten?
Noch während ich seine Männlichkeit in meiner Hand halte und sie erkunde, setzt er sich auf und kommt mir mit dem Oberkörper entgegen, bis wir uns tief und durchdringend in die Augen sehen.
Ich kann nur erahnen, dass er diesen Moment mit weitaus mehr als nur dem Gedanken an Sex in Verbindung bringt. Es ist unbeschreiblich, aber als ich ihn anblicke und er seine Hände auf meinen Rücken legt, um mir den BH zu öffnen, fühle ich eine innige Zugehörigkeit zu ihm.
Schon sitze ich mit meinen entblößten Brüsten vor ihm und bin so nervös, dass ich kaum zu atmen wage.
Er schluckt. Vermutlich gefällt ihm was er sieht. Dann senkt er den Blick und beugt sich hinab, um mit seinen Händen und Lippen mein Fleisch zu erkunden.
Ein wohliger Schauder streift mich. Wer hätte gedacht, dass er so sinnlich vorgehen würde?
Sein einsames Leben ist eine einzige Verschwendung. Es ist ein Glück, dass ich es bin, der diese Hingabe zuteil wird. Und so liebkosen mich seine Lippen. Stück für Stück. Mein ganzer Körper bebt.
Im selben Moment fühle ich, dass er bereit ist, sich mit mir zu vereinigen. Ungeduldig befreit er meinen Unterleib von meiner Kleidung und streift sich selbst die letzten Hüllen ab. Dann sitzen wir uns nackt gegenüber, seine Hände und Lippen liebkosen meine bloße Haut. Er hebt mich an den Hüften an und zieht mich zu sich auf den Schoß. So lasse ich mich auf seinen Schenkeln nieder, bis wir Haut an Haut dasitzen. Zum ersten Mal spüre ich seinen harten Schaft vor meinem eigenen Geschlecht aufragen. Was dabei in mir vorgeht, ist schier unbeschreiblich. Ich bin nervös und senke den Blick zwischen unsere Körper, die unabhängig von unserer inneren Unruhe begierig darauf warten, sich einander hinzugeben.
Snape nimmt mein Kinn zwischen seine Finger und bringt mich zärtlich aber auch bestimmt dazu, ihn anzusehen. In seinen Augen erkenne ich Lust und selbst etwas Verunsicherung.
„Wollen Sie das, Miss Granger?", fragt er mich eindringlich.
Ich nicke und sehe, dass er wieder einmal hart schluckt.
„Sind Sie … Nehmen Sie etwas dagegen?"
Seine im Unterricht stets so markante Stimme klingt rau und lässt mich schaudern.
Ich schüttle schnell den Kopf.
Er legt die Stirn in Falten.
„Dann sind Sie ..."
Wieder nicke ich.
Er stößt die Luft scharf aus seinen Lungen aus. Mich das zu fragen fällt ihm nicht leicht. Aber immerhin tut er es.
„Erinnern Sie mich daran, hinterher einen Verhütungszauber anzuwenden, ja? Es wäre möglich, dass ich mich … vergesse."
Ich blinzle ihn an. Das Eine kann ich mir gut vorstellen, schließlich habe ich noch genau seine Reaktion im Kopf, als ich seinen Penis in die Hand genommen habe. Aber das Andere irritiert mich doch deutlich.
„Hinterher?"
„Richtig. Es wird die Spermien abtöten."
„Oh ..."
Etwas verwirrt senke ich den Blick. Beinahe wünsche ich mir, ich hätte schon mehr Erfahrung, doch zum Glück lässt Snape sich nichts weiter anmerken. Er umfasst mein Gesicht mit seinen Händen und bringt mich dazu, ihn anzusehen. Unsere Augen treffen aufeinander, unsere Blicke verschmelzen. Dann beugt er sich zu mir vor und nähert sich mit seinen Lippen meinem Mund.
Er schmeckt so unglaublich gut, dass ich ihm nicht widerstehen kann. Ich presse mich an ihn und vergrabe meine Finger in seinem schwarzen Haar. Meine Brüste prallen auf seine nackte Haut. Ein Schauder durchzuckt mich bis ins Mark: seine Erregung ist so innig bei mir, dass ich denke, er dringt jeden Moment in mich ein. Aber da habe ich mich natürlich getäuscht.
Snape richtet sich ein wenig auf und zieht mich mit sich, dann drückt er mich beständig auf das Bett nieder, bis ich mich unter ihm wiederfinde. Nicht einmal hat er unseren Kuss unterbrochen. Und so liegt er nun auf mir.
Mein Herz klopft. Ich spüre sein Gewicht, ebenso wie seine harte Männlichkeit, die sich fordernd gegen meinen Unterleib presst.
All seine Bewegungen, Küsse und Atemzüge konzentrieren sich fortan darauf, mich anzuregen, dabei habe ich ohnehin schon das Gefühl, zu zerfließen.
Eine seiner Hände löst sich von mir los und gleitet zwischen unsere Körper. Dann spüre ich, wie er meine Beine spreizt und sich auf mir positioniert. Er sieht mich zwischen seinen Strähnen hindurch an, als würde er auf ein Zeichen von mir warten. Da ich aber weder möchte, dass er aufhört, noch weiß was ich sonst tun soll, gebe ich ihm lediglich ein knappes Nicken. Seine Hand ist immer noch zwischen uns. Ich ahne, dass sie ihm helfen soll, in meine Mitte zu finden, doch noch ehe ich weiter darüber nachdenken kann, dringt er auch schon mit seinem Penis in mich ein.
Das Gefühl ist befremdlich, der Schmerz, als er mir meine Jungfräulichkeit nimmt, stechend und neu für mich. Ich schnappe nach Luft und mir ist, als würde er mich bis zum Ende des Bettes schieben. Vollkommen überrascht kralle ich meine Nägel in seinen Rücken. Nun ist die letzte Barriere, die uns bis eben noch voneinander trennte, durchbrochen.
Für einen Augenblick hält er inne und sieht mich an. Seine Brust hebt und senkt sich angespannt und ich weiß, dass er nur darauf wartet, sich endlich bewegen zu können.
Um ihm zu zeigen, dass es mir gut geht, löse ich meine Finger von ihm los, dann spüre ich auch schon seinen ersten Stoß.
Ich bezweifle, dass es ein Gefühl dafür gibt, um das zu beschreiben, was in mir vorgeht. Aber als ich Snape so auf mir spüre, wird mir bewusst, wie wichtig er mir sein muss, denn ich würde das hier nicht einfach mit irgendjemandem tun wollen. Es hat eine viel zu große Bedeutung, um es zu überstürzen.
Die Bewegungen seiner harten Männlichkeit, sowie die seines ganzen Körpers, der so im Einklang arbeitet, um uns zu vereinen, sind derart perfekt aufeinander abgestimmt, dass ich mich fühle wie in einem Traum.
Er liebt meinen Körper. Er gibt sich mir hin. Jeder seiner Stöße füllt mich aus und ich gehöre voll und ganz ihm. Ich will die Welt um uns herum ausblenden und alles vergessen, was zwischen uns steht. Die Konventionen, sein Alter, die Tatsache, dass er ein Spion und mein Professor ist. Einfach alles, um nur noch ihn zu fühlen.
Sein Gesicht ist konzentriert, das was er tut, zielgerichtet. Mal ist er außerordentlich sanft, mal gänzlich ungestüm. So oder so, ich genieße es, ihn derart innig zu erleben, denn irgendwie habe ich eine Verbindung zu ihm aufgebaut und weiß, dass ich noch tiefer zu ihm durchdringen will.
Seine Lippen und Hände kommen auf meine Brüste nieder und liebkosen mich auf ungeahnte Weise. Alles an ihm wirkt sinnlich und wunderbar. Für einen Menschen wie ihn erscheint mir dieses Verhalten unerwartet, dafür ist es umso bedeutungsvoller.
Natürlich nähert er sich viel zu früh für mich dem Höhepunkt, was ja eigentlich auch kein Wunder ist, schließlich bin ich noch blutiger Anfänger in Sachen Sex. Doch ich kann ihm keinen Vorwurf dafür machen, so ungeduldig zu sein, denn mir ging es nicht anders, als ich mich mit meinen Küssen auf ihn zubewegt habe. Insgesamt aber ist unser Zusammentreffen weitaus inniger als ich es mir erträumt habe. Ich bin mir sicher, dass ich das nie vergessen werde.
Snapes Atmung wird immer schneller, seine Bewegungen auch. Dann legt er den Kopf zurück und senkt seine Lider herab. Ich weiß, dass er mit sich gekämpft hat, es hinauszuzögern, doch es ist zwecklos, also lässt er sich gehen.
Noch während er sich in mir losgelöst, erzittert sein ganzer Körper. Ein eigenartiges, warmes Gefühl durchzieht mich, als er seinen Samen in mich spritzt. Es lässt mich schaudern, nicht zuletzt wegen der tiefen Töne, die dabei aus seiner Kehle hervor dringen.
Ich fühle mich schier überwältigt und hülle ihn in meine Arme ein, um ihn ganz nah zu mir zu ziehen.
Erschöpft lässt er sich auf mir nieder und verbirgt seinen Kopf in meinem Haar. Ich spüre das Beben seines Brustkorbs und höre seinen unruhigen Atem nahe meinem Ohr. Es ist ein inniger Moment. Und auch dann, wenn ich nicht weiß, was als Nächstes kommt, so möchte ich ihn nicht missen. Die Welt dreht sich weiter, aber wenigstens für einen Augenblick scheint die Zeit stillzustehen. Ich nehme ihn tief in mich auf und gebe ihm meinen Körper. Wir haben etwas miteinander geteilt, selbst dann, wenn es verboten ist. Aber wir haben es so gewollt. Wir haben es gebraucht. Was kann es mehr geben?
