Falls ihr zuerst bei meiner Englischen FF ward, würdet ihr nicht hier sein. Peinlich... aber jeder fängt bei einer Sprache klein an. XD Ich kann nicht behaupten, dass mein Deutsch gut oder perfekt ist, aber im Gegensatz zu meinem Englisch ist es einiges, ein großes einiges Besser. Hiermit wünsche ich euch allen Viel Spaß beim lesen!

Disclaimer, disclaimer... Genau! Harry Potter gehört überraschender Weise nicht mir, sondern J.K. Rowling und Warner Bros, vielleicht noch mehr, who knows? Wäre es mir, wäre es auf jeden Fall ein großes Stück anders.

Die Meisten von euch denken jetzt wahrscheinlich auch: "Nicht schon wieder eine WBWL Story. Ich zwinge euch nicht sie zu lesen, aber jeder möchte doch seine eigene Art, oder? Und im späteren Verlauf soll dies nicht mehr im Mittelpunkt stehen. :-)

(Außerdem gibts die Geschichte von mir auch auf die Deutsche Seite hier zu, aber ich möchte langsam nur noch auf dieses Seite hier gehen.)

30. Oktober 1981

In einem dunklen, fensterlosen Raum saß ein Mann hinter seinem Schreibtisch versunken tief in seine Gedanken. Die Wände waren geschmückt mit Regalen voller Bücher. Verbotene Magie, verlorene Stücke…

Dieses Thema… Ich kann es nicht fassen, dass ich wirklich diesen Entschluss gefasst habe. Es kann… Es wird mein Untergang sein, aber ich kann einfach nicht anders. Ein reinblütiges Kind darf nicht einfach getötet werden…

‚Klopf, Klopf'

„Komm herein, LeStrange."

„Sie wollten mich sprechen, mein Lord?", klang ihre ruhige aber zugleich auch herausfordernde Stimme.

Sie war die Einzige, die keine Angst vor ihm hatte und so genoss er auch ihre Gegenwart, obwohl sie ihn dadurch eigentlich hinterfragte. Das sich so seine Zeiten änderten. Puppen wurden einfach irgendwann zu langweilig.

„Ja, setze dich. Wir haben wichtige Sachen zu entscheiden." Aber mit wir meinte er eindeutig sich selbst.

„Jawohl, mein Lord."

Wie befohlen ließ sie sich auf den Stuhl ihm gegenüber nieder. Sofort herrschte absolute Stille. Seine finsteren, blutroten Augen starten direkt in ihre.

„Morgen ist der Tag gekommen, an welchem ich die Prophezeiung entmachten werde. Im Morgengrauen werde ich Godric's Hollow angreifen. Die Kinder sind inzwischen ein Jahr alt, also dürfte ihre Magie spürbar sein. So werde ich die Gefahr gezielt entfernen. Und anschließend werde ich verschwinden… für Jahre. Die Schwächeren werde ich markieren, falls ich auf Plan B umschlagen muss. Dir sind deine Pflichten dann bewusst?"

„Ja, mein Lord. Aber wollen Sie wirklich das alleine durchziehen?"

„Du bist jetzt entlassen.", antwortete er schroff und ignorierte ihre Frage komplett.

Unschlüssig, ob sie es wagen durfte zu widersprechen, erhob sich die Frau und verließ das Büro. Sie fühlte, dass eine ereignisreiche Zeit bevorstand.

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31. Oktober 1981

Ein in dunklen Roben gekleideter Mann lief mit gesenktem Kopf eine gepflasterte Straße entlang. Godric's Hollows Straße. Seine Haltung entsprach die eines Königs, eines Lords. Seine Aura strahlte reine Macht aus. Die wenigen Menschen, die im Morgengrauen die Straße wanderten, wichen ihm unbewusst aus. Keiner beachtete ihn und doch war jedem bewusst, welche enorme Gefahr von ihm ausging. Plötzlich blieb er vor einem schimmernden Haus stehen.

Ja, hier bin ich richtig! Mein Diener hat diese Informationen abgesegnet. Wie dumm kann man sein, meinen Wurm als Keeper zu benutzen? Weshalb vertrauen sie so sehr auf diese Technik? Nicht einmal weitere Schutzrunen haben sie verwendet… Diese Dummheit… da kann man ihnen auch nicht mehr helfen.

Der Mann näherte sich der Fronttür durch den kargen Garten und klopfte.

Weshalb sollte man unhöflich sein, wenn man freundlich alles regeln kann? Und außerdem, wer würde seinen eigenen Weg mit Fallen bestecken?

Ein verschlafener Mann in jungen Jahren öffnete die Tür. „Sirius! Was machst du de-?" „Studefy!", flüsterte Voldemort ruhig mit erhobenem Zauberstab. Plötzlich verstummte James Potter komplett. Seine Augen wurden gläsern, als wäre er in seinen Träumen versunken und fiel mit einem Knall auf den steinernen Flur. Unbeeindruckt schritt Voldemort über ihn hinweg voran und folgte den gestickten Schreien eines Kindes ins Obergeschoss.

Und dieser Trottel hat mich so lange aufgehalten? Vielleicht bin ich doch erbärmlicher, als ich dachte… Und jetzt darf ich ihn nicht einmal töten… Warum verspreche ich nur, dass ich Lily Potter am Leben lasse... Meine Dummheit musste wohl bestraft werden. Aber dies hat mich ja auch zu diesem grandiosen und extrem dummen Plan geführt.

Zwischenzeitlich erreichte Voldemort den Gang im Obergeschoss. An den Wänden hingen verschiedene Bilder auf rotem Hintergrund. Hinter der zweiten Tür von Links drangen die gestickten Schreie nach draußen, als würde jemand seinem Kind den Mund zu halten. Er öffnete diese und schritt mit erhobenem Zauberstab hinein.

Vor drei kleinen gereihten Betten stand eine dunkelrothaarige Frau mit zerzausten Haaren. „Bitte lass meine Kinder am Leben! Es sind meine… meine Kinder! Tö- töte mich lieber!"

Erwartet sie wirklich, dass das Leben von einer gewöhnlichen Hexe genauso viel wert ist, wie das Leben meines Zerstörers? Warum zur Hölle habe ich mich nur von Severus überreden lassen? Ach, ich würde sie so gerne töten… so gerne. Ich bin der verdammte dunkle Lord und dieser Zipfellutscher hat mich überredet… Aber jetzt zum Plan…

„Trete auf Seite, Potter! Ich bin nicht hier, um dich zu töten! Jedoch wenn du mir keine andere Wahl lässt, werde ich keine Sekunde zögern."

Diese Schuld wäre großartig… würde sie ihre Kinder mir freiwillig übergeben. Das wären Schuldgefühle, die ihr Leben lang fressen würden. Grandiööös!

„Bi-t-te… lass sie mir! Bitte! Ich tue alles!", flehte Lily weinend.

„Dann kommen wir wohl zum geschäftlichen Teil. Lass mich deine drei Kinder sehen. Anschließend entscheide ich, welcher von ihnen mir gefährlich wird, und werde die Gefahr freundlich beseitigen. Oder ich töte einfach euch alle vier!"

Schluchzend ließ Lily ihn vorbei und ließ sich an der Wand zu Boden gleiten. Sie wusste, sie konnte Dumbledore vertrauen und er behauptete, die Prophezeiung könne nicht so früh entschieden werden. Sie war wirklich zu Frieden mit ihrem Schauspiel, aber es fehlte noch der Zuckerguss.

Wie kann man nur so schwach sein, seine eigenen Reinblut Kindern zu opfern? Na ja, es werden ja sowieso alle überleben. Aber trotzdem, es sind die POTTERs und sie haben nicht einen einzigen Zauber zustande gebracht, überhaupt keinen Widerstand. Als wäre etwas faul…

Der dunkle Lord näherte sich den kleinen Kindern in den Grippen. Das erste kniff seine Augen zusammen und schrie aus Leibes Kräften, als wolle es aus einem nicht endeten Albtraum aufwachen. Das zweite schlief ahnungslos mit einem unbeteiligten Lächeln.

Ob sie es überhaupt verstehen, was hier vor sich geht? Solche Jämmerlinge sind niemals mein Zerstörer.

Das dritte Kind jedoch schaute aus großen, grünen Augen ihm direkt in die Augen. Rot traf grün und grün traf rot. Kein Ton entstand im Morgengrauen, bis auf das Echo der Schreie der Mutter und der Tochter.

Diese wilde Magie, ungebunden. Wie können überhaupt diese drei so unterschiedlich mächtigen Zauberer Geschwister sein, vor allem Drillinge? Vielleicht wäre er in der Lage mich mit dem richtigen Training zu besiegen. Aber er ist und bleibt ein Reinblut… Verdammt, ich möchte ihn nicht töten, wie erwartet… Zum Glück habe ich mich ja für den anderen Plan entschieden. Mal hoffen, dass meine Schauspielkünste und magische Künste heutzutage noch ausreichen.

„Ich schulde dir nichts, dass sollte gesagt sein, Potter. Die hier werde ich töten, die anderen verschone ich als Zeichen eures Versagens."

Plötzlich bewegte sich hinter ihm ein Schatten. Mit einer plötzlichen Bewegung seines Zauberstabes schoss er ohne ein Wort zu sagen einen Stunner auf diesen.

Woa, wer hätte gedacht, dass sie sich von hinten an mich heranschleicht? Wollte sie mir eins auf Muggelstyle überbraten?

„Avada Kedavra!"

Mit diesen ach so gewöhnten Worten für den dunklen Lord bildete sich eine Narbe auf der Stirn der Rose und des Adams Potter, während sich der Herr im Mandel in Rauch auflöste.

Ich habe mich in ihrer Dummheit geirrt, jetzt lass mich bloß nicht in meinem Plan irren.

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Dieser Vollidiot von dunklen Lord! Was wagt er sich, mir aufzutragen, dieses Kind zu ERZIEHEN! Ich bin eine Kriegerin, seine Kriegerin! Und doch verlangt er von mir diesen Unsinn! Ja, und die Freuden-Nachricht darf ich auch noch überbringen… und anschließend muss ich noch alles vorbereiten…

Sie schritt hinaus durch eine ältere Holztür und gelangte in einen weiten Saal. Überall standen Leute in dreier und vierer Grüppchen mit weißen Masken um kleine Tische. Man könnte diesen schönen Treff fast für ein Maskenfestival halten, wäre nicht diese bedrückende Stimmung vorhanden. Langsam schritt Miss LeStrange hinauf aufs Podest und eröffnete hoch erhoben ihre Rede.

„Danke, dass ihr alle kommen konntet.

Um es euch direkt und einfach zu fassen, er ist gefallen.

Jedoch wird er zurückkehren, aber erst in Jahren.

Zieht euch zurück!

Und wartet!

Entfernt eure schlimmsten Taten aus eurem Gedächtnis!

Löscht die Namen euer Mittäter aus eurem Gedächtnis!

Wartet! Aber vergesst niemals, wer ihr wart!

Die Gejagten sind nun wir!

Doch wir bleiben die Schatten!

Doch wir bleiben der Schrecken!"

Und damit apparierte Miss LeStrange in ihre Manor und ließ den Saal in Panik zurück.

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31. Juli 1982

In einem riesigen Herrenhaus in Scotland saß eine glückliche Familie zusammen mit ihren engsten Freunden am Tisch. Denn dies war ein ganz besonderer Tag. Das Mädchen und der Junge, die überlebt hatten, hatten Geburtstag! Eine pink gefärbte, dreistöckige Torte mit zwei brennenden Kerzen stand am oberen Ende vor der kleinen Rose. Die erste Etage war mit kleinen Besen bestückt um zu zeigen, wie sehr beide doch ihrem Vater entsprachen. Die zweite Etage war mit weißen und farbigen Rosen geschmückt. Die Letzte und Oberste erfasste gerade nur acht Buchstaben „R" „O" „S" „E" "&" „A" „D" „A" M".

„Aus-pus-ten! Aus-pus-ten! Aus-pus-ten!", feierten alle Anwesenden die Kinder im Chor, alle bis auf Remus Lupin, der nur halbherzig dem Gesang beiwohnte. Niemand fiel auf, dass ein weiteres Kind fehlte. Niemand bemerkte die großen, traurigen Augen, die von der Treppe grün entgegen schimmernden. Niemand näherte sich ihnen. Niemand außer Remus Lupin.

Mit einem kräftigen Pusten, was aus mehr Flüssigkeit als Luft bestand, erloschen beide Flammen und die Menge brach in Jubel aus! Jeder feierte das Können des Mädchens, die überlebte, welches fröhlich „Data!" ausrief und die Hände hoch in die Höhe hinausstreckte als würde ihr die ganze Welt zu jubeln, was irgendwie ja auch stimmte. In diesem Moment tauchte ihr älterer Bruder seinen Finger in den Kuchen und begann zu essen. Ein Wunder, das sie keinen Orden des Merlins dafür bekommen hat…

Remus entschuldigte sich kurz darauf, da er sich diesen albernen Prahlereien leide war, und ging Richtung Terrasse.

Was für ein Vorteil es doch war, dass das Herrenhaus Potter Hogwarts von der Größe ähnelte. Richtung Terrasse konnte genauso gut Richtung Küche, Schlafzimmer, Bibliothek und vieles mehr sein.

Jetzt muss ich nur irgendwie Harry zu verstehen geben, dass er mir folgen soll. Einfach hoffen, dass eine Mugglehandbewegung ihm dafür reicht.

Zehn Minuten später saßen Harry und Remus sich in zwei Lesesesseln in der Bibliothek gegenüber. Die Wände waren gereiht mit Regalen voller Bücher, Standards wie Verwandlung, Quidditch, Zauberkunst, Astronomie, aber auch Blut-Magie, Verteidigung gegen die dunklen Künste und Runen.

„Danke Harry, dass du mir gefolgt bist.", eröffnete Remus langsam das Gespräch, unbewusst, was er sagen sollte. Er hatte nicht einmal einen Grund mit ihm zu reden. Außerdem war er auch nicht gewöhnt mit kleinen Kindern alleine zu reden. Ja, er kam manchmal zu Besuch, aber dann redete er eher mit Lily oder Sirius über die neusten Geschehnisse. Schließlich herrschte immer noch Nachkriegszeit.

„Hast du die ganzen Geschenke gesehen, die meine Schwester und Bruder erhalten haben?", fragte die zarte Stimme eines Zweijährigen mit Wehmut.

Wie unterschiedlich die drei Geschwister doch waren. Zwei berühmt wie Voldemort, der Andere vergessen selbst von seinen Eltern. Zwei im Alter von nur zwei mit mächtiger Magie, aber nur fähig einzelne Worte zu sagen, der andere jedoch mit keinerlei Zeichen von Magie, aber dafür Gewand in Wort und Seele.

„Meine Eltern haben mir ein Spielzeug-Besen geschenkt. Ich weiß nicht einmal, warum sie es getan haben. Weshalb bin ich überhaupt noch hier in diesem Anwesen?"

„Mein Kleiner, ich habe ein Geschenk für dich dabei. Deshalb wollte ich dich ja sprechen.", durch diese Worte wurden die Augen des kleinen Jungens groß, wobei sie ihren Zweck nicht verfehlten. Der Junge vergaß sofort, auch wenn nur für wenige Momente, seine Trauer.

VERDAMMT NOCHMAL, wo reite ich mich gerade hier hinein? Ich habe kein Geschenk für ihn dabei, das weiß ich doch genau.

In Panik verfallend durchstöberte Remus seine Hose. Was für ein Glück, dass er seine Taschen erweitern ließ und so ein altes Buch fand. Ohne direkt auf den Titel zu achten, erhaschte er nur einen Blick auf „Lykan- " und übergab ihm das Buch. Die Augen des Jungens wurden noch größer als zuvor, wenn das überhaupt möglich war.

„Dieses Buch habe ich in meinen frühen Jahren als Werwolf erhalten. Es hat mir sehr geholfen. Wenn du denkst, warum ich dir ein Buch schenke, obwohl du nicht lesen kannst, dann halte nur deinen Finger über jedes Wort. Das Buch ist verzaubert und wird dir jedes Wort in deinen Gedanken vorlesen, über welches du dein Finger hältst. Also sehe es als ein Lehrbuch für dich. Ich möchte Fortschritte in deiner Lesefähigkeit sehen.", erklärte Remus ihm väterlich. Wie gut es doch war ein Rumtreiber gewesen zu sein. Ob man es glaubte oder nicht, lügen konnte er inzwischen spitzen mäßig.

Der Zweijährige grinste zuerst Remus wegen der Challenge an und sprang plötzlich auf und umarmte ihn mit einem Lächeln. „Danke, Mr. Lupin!"

Immer noch leicht in Panik umarmte Remus ihn auch, während er leise seinen Zauberstab zog und heimlich und wortlos den nötigen Zauber castete.

Zum Glück kann ich noch so einen Erstklassezauber wortlos zaubern, auch wenn mein Letzter ein bisschen her ist.

Ach, der Junge, er tut mir leid, und jetzt habe ich ihn auch noch angelogen… Nein Remus, du hast ihn nicht angelogen, wenn dieses Buch so tief verstaut war, kann es nicht besonders neu sein. Also hast du es schon lange, beschwichtigte er sich selbst.

Leider oder zum Glück bemerkte der junge Potter nichts von all dem und freute sich über sein erstes richtiges Geschenk in diesem Jahr und konnte so erneut einen glücklichen Geburtstag feiern. Hätte Remus jedoch nur einen einzigen Blick hinein ins Buch geworfen, hätte er sein Geschenk zurückgezogen.

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Wenige Tage später

In der Küche des zwölften Hauses des Grimmauldplatzes sammelten sich die engsten Mitglieder des Ordens des Phönix unter dem Befehl von Dumbledore zusammen. Alle saßen in Grüppchen und redeten fröhlich über die neusten Dummheiten des Ministeriums. Nur Severus Snape stand wie zu erwarten alleine in der Tür. Er hielt sich fern von jedem und redete nur, um Bericht zu erstatten, was er meistens zudem Privat tat. Niemand außer Zwei haben zu diesem Zeitpunkt gewusst, was nun geschehen möge.

„Danke und willkommen, dass ihr euch alle so kurzfristig zum zweiten Treffen seit dem Ereignis zusammenfinden konntet.", eröffnete Dumbledore mit seiner typisch großväterlichen, freundlichen Stimme das Gespräch.

„Wir sind heute hier um ein wichtiges Thema zu diskutieren, Harry Potter, der Bruder des Mädchens und des Jungens, die überlebten! Die Sache sieht so aus. Wie wir alle wissen, wird Voldemort zurückkehren, und deshalb brauchen Rose und Adam Potter, die Kinder der Prophezeiung, Training, welches sie auf alle möglichen Geschehnisse vorbereitet. Aber darüber werden wir in unserem nächsten Treffen reden."

Mit einer wohlgesetzten Pause erlangte er sich mit dem Schock, dass er den Namen des ehemaligen und zukünftigen dunklen Lords genannt hatte, die komplette Aufmerksamkeit.

„Das Problem ist der sogenannte Bruder. Derzeit lebt er zwar glücklich und zufrieden mit der Familie Potter zusammen, aber in wenigen Jahren wird er beginnen Sachen zu hinterfragen. Weshalb werden nur seine Schwester und sein Bruder so hart trainiert? Weshalb wird mehr Zeit mit ihnen verbracht? Weshalb können sie so tolle Sachen?", versuchte Dumbledore die Stimme eines Kindes nachzuahmen. „Er wird in den Schatten des Mädchens und des Jungens, die überlebten, aufwachsen und die Schatten werden ihn verschlingen in seinem Neid! Wollen wir wirklich unsere Helden unnötigen Gefahren aussetzen? Deshalb wollen wir den wahrscheinlichen ‚Squip' in einer anderen Familie aufwachsen lassen. Gibt es freiwillige?"

Seiner Rede folgte bittere Stille. Alles lief, wie Dumbledore es geplant hatte. Welche magische Familie möchte denn einen Squip aufziehen, außer vielleicht Lupin? Aber es gibt ja auch einen Grund, warum er nicht informiert wurde. Und später, wenn er von den Dursleys nach Hogwarts kommt, wird er sich mir, seinem Retter vor dem ewigen Leid, in die Arme werfen! Ein weiteres Püppchen für Dumbledore.

Nach einer weiteren stille Minute eröffnete Dumbledore wieder das Gespräch.

„Dann ist dies entschieden. Wir werden in zu den Verwandten der Potters schicken."

„Aber ist dies wirklich notwendig? So viel wie ich weiß, sind die Verwandten doch Muggels. Wenn dies so ist, kann er nicht zumindest zu einer Magier-Familie?", wand Frank Longbottom ein. „Wir würden ihn ja gerne aufnehmen, aber wir haben bereits zwei zweijährige, kleine Kinder zuhause. Und ganz ehrlich, mehr Gekreische brauchen wir nicht und außerdem, wäre er ein Squip, würde es die Arbeit nur noch verdreifachen.", fügte seine Frau Alice Longbottom hinzu.

Warum zur Hölle wissen sie, dass es Muggels sind. Na ja, wer hätte es sonst sein sollen. Die Potters haben ja offiziell hier keine Verwandten. Verdammt… und weshalb wagen sie es überhaupt mir zu wiedersprechen?

„Ihr wisst doch ganz genau, wie die meisten Muggels zu Zauberern stehen. Sie verachten alles, was sie nicht verstehen. Tut dies und ich versagt in ihm.", zischte Severus Snape-Prinz, der sich selbst an seine Kindheit erinnerte, drohend.

„Schniefelus! Halt dich raus aus meinen Angelegenheiten! Mein Sohn wird zu den Verwandten meiner Frau gebracht! Ende aus! Ich brauche keinen neidischen Saboteur in meiner Familie!"

„Hiermit ist es beschlossen. Verabschiedet euch heute von ihm, morgen werde ich ihn dann zu euren Verwandten bringen.", beendete Dumbledore die Sitzung

Ich kann mein Glück kaum fassen. Mein Spielzeug, Snape, bringt DAS Argument auf, welches alles zerstört hätte. Er hätte einem Potter geholfen… unglaublich. Aus dem Mund eines Longbottoms wäre es tödlich gewesen. Aber so, die alte Feindschaft in James rettet mich vor meiner eigenen Dummheit. Ich hätte es besser planen müssen. Aber es ging ja alles nochmal gut…

Und so verließen alle den Raum hinaus zur Straße um zu apparieren oder durch den Kamin. Niemand bemerkte die zwei großen, runden Augen unter Spüle.

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Ein weiterer Tag später

‚Klopf, Klopf'

Durch das ganze Haus hallte das Geräusch des magischen Klopfens der Tür und so öffnete Tillo die Tür.

Zum Glück hat Meister Tillo gewarnt, dass heute ein wichtiger Gast kommt. Wir konnten alles gerade so noch herrichten… Ach, es ist schon toll zu arbeiten.

„Bitte folgen Sie mir, Mister Dumbledore. Meister Potter erwartet sie in seinem Speisesaal."

Ohne eine Antwort zu erwarten, lief Tillo fröhlich los. Dumbledore folgte wohl oder übel und gab, wie es von einem großen und mächtigen Zauberer zu erwarten war, keine Antwort. Zusammen erreichten sie im Gänsemarsch den großen Saal und Tillo wies Dumbledore an zu warten vor der Tür.

Großer weißer Mann mag es nicht von Tillo herum kommandiert zu werden. Tillo muss wieder gut machen. Mist! Tillo darf Meister Potter nicht warten lassen!

„Meister Potter! Ihr Gast ist angekommen."

„Sehr gut, Tillo. Serviere die Speisen, aber bitte ihn davor herein."

„Jawohl, Meister.", und so öffnete er die Tür erneut, sodass Dumbledore hereintreten konnte.

„Ah, schön dich wieder zu sehen, James. Leider sind die Umstände nicht die besten.", begrüßte er ihn, als hätte sie sich seit Jahren nicht mehr gesehen.

„Ah, Dumbledore. Bringen Sie ihn so schnell wie möglich fort! Meine Frau dreht sonst durch! Die Beiden hatten zwar nie ein besonders gutes Verhältnis, aber seitdem sie es gestern erfahren hat, kann ich nicht mehr mit ihr reden!", brauste James auf, währenddessen Tillo und zwei seiner Artgenossen das Gericht servierten.

„Keine Sorge, James. Das wird sich schnell legen. Es sind bloß die Gefühle einer liebenden Mutter. Ich habe Hagrid beauftragt ihn bei mir in einer Stunde abzuholen und ihn zu Familie Dursley zu bringen. Hier, lese dir diesen Brief durch. Planungsmäßig möchte ich nämlich keine Konversation mit ihnen führen, sondern in einfach abgeben."

„Bringen. Sie. Ihn. Einfach. Fort. Er hat genug Ärger zwischen mir und meiner Frau angestellt!"

Ich wollte gerade Frage, ob die beiden Herren irgendetwas Bestimmtes trinken wollen. Doch diese Heimtücke und Genugtuung in den Augen des großen, weißen Mannes. Warum lud Meister bösen Mann ein? Jetzt müssen sie mich halt im Notfall rufen, wenn sie sich nicht mit diesem Wein zu Frieden geben. Aber warum ist Meister nur so aufgebraust?

„Dann lass uns mit unserem Mahl der Besiegelung beginnen!"

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Am Abend zuvor

Ich kann es kaum glauben! Endlich ist es so weit! Ich darf meine Herrin wiedersehen!

Mit einem leisen Plop verschwand Kreacher und erschien im Gesellschaftsraum der LeStrange Manor. Im Sessel saß eine junge Frau und starrte ins Feuer.

„Herrin! Herrin!", rief er aufgeregt.

„Was ist, Kreacher? Habe ich dir nicht befohlen erst wieder zu erscheinen, wenn du wichtige Informationen hast?"

„Herrin, sie wollen den Bengel zu den Muggels schicken! Morgen Abend wollen sie ihn dorthin bringen.", berichtete Kreacher aufgeregt.

Ich kann es immer noch nicht glauben. Es ist endlich soweit! Endlich darf ich wieder meiner Herrin dienen! Zurückkehren!

„Richte das Kinderzimmer vor!"

Mit einem freudigen Lächeln huschte Kreacher den langen Gängen der LeStrange Manor entlang, um die Befehle zu erfüllen.

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Am nächsten Abend

In der schönen, kleinen Stadt Little Whinging in einer kleinen Einfamilienhaussiedlung saß ein schwarzer Rabe neben einem Eisvogel auf dem Dach des Hauses gegenüber dem Ligusterweg 4. Alle Häuser sahen genau gleich aus und die Gärten waren alle verziert, um den anderen das Licht zu rauben. Durch das Fenster erkannte man eine glückliche, kleine Familie, die aus einem kleinen Daumenlutscher, einer liebreizend schauenden Pferdedame und einer zu sehr gereiften Fleischtomate bestand.

Mit einem leisen Pop erschien eine schwarze Katze mit leuchtenden Augen, die sich auf der Mauer zwischen den Ligusterweg 4 und 6 niederließ. Ihre Haltung entsprach aber nicht der einer Katze, sondern der einer steifen Großmutter.

Wenige Minuten später hörte man lautes Knallen und ein fliegendes Motorrad rollte über die Landebahn. Von diesem stieg ein Mann so groß wie ein Riese hinab mit einem kleinen Knäuel mit grünen Augen in seinen Armen.

„Tut mir leid, mein Kleiner. Ich möchte dich wirklich nicht zu denen stecken, aber sie lassen mir keine Wahl.", schluchzte Hagrid, als von beiden Augen ihm Tränen entflossen und sein übergroßer Finger die Backe des Jungens streichelte.

„Hagrid, du weißt, dies ist das Beste für ihn und für uns.", sprach die schwarze Katze, welche plötzlich neben ihm in der Form einer ernst schauenden Frau stand.

Und so legten die beiden Zauberer das junge Kind mit einem Brief vor die Tür, klingelten und verschwanden. Und schon hörte man das Brüllen eines Mannes, als hätte jemand mitten in der Nacht einen Klingelstreich gespielt. Denn der Rabe, der Eisvogel und das Kind waren verschwunden.

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Erst einmal sorry für die viele Jumps, es wird bald besser, versprochen! R&R!