Neunundvierzig
Tag: 1571; Stunde: 14
Hermine steht mitten in der Lobby des Ministeriums in einem Wirbel von Menschen. Es gibt Geschrei, Jubel, Gelächter und Leute, die sich beeilen, um früher Feierabend zu machen. Die Feierlichkeiten haben begonnen, und ein Junge verteilt kostenlose Exemplare des Propheten, auf dem in fetten Lettern das Ende des Krieges verkündet wird. Der Minister steht grinsend auf der Vorderseite und winkt den jubelnden Menschen zu.
Aber Hermine sieht auch die beiden Männer, die mit finsterer Miene an der Wand stehen. Sie sieht, wie die Frau ihren Zauberstab zieht, und spannt sich an, nur um zu sehen, wie sie ihn ihrer Freundin zeigt. Sie sieht, wie der Reporter auf eine Gruppe von Auroren zuläuft, und wartet auf die Verteidigungszauber. Sie hört Schreie und muss sich zurückhalten, um nicht nach ihrem Zauberstab zu greifen. Sie sieht ein kleines Mädchen weinen und erwartet eines orangefarbenen Band zu sehen, als sie in Sicherheit gebracht wird, aber es ist nur ihre Mutter.
„Es fühlt sich nicht so an, als wäre es vorbei, oder?"
Sie blickt zu Dean hinüber, zu der Augenklappe, die sein linkes Auge bedeckt, und schüttelt den Kopf. „Nein."
„Aber es ist vorbei. Sie hätten nicht gesagt, dass es so ist, wenn es nicht so wäre. Du kennst Lupins Paranoia. Wenn er es auch nur für möglich gehalten hätte, hätte er es uns nie gesagt. Diesmal haben wir sie erwischt. Wir haben gewonnen." Er klingt, als wolle er sich selbst mehr überzeugen als sie. „Hast du es schon begriffen?"
Wir haben gewonnen. Gewonnen. Gewonnen? Weil es vorbei ist. Weil sie noch am Leben sind. „Nein."
Dean schiebt eine Hand in seine Tasche. Die linke, damit er mit der rechten nach seinem Zauberstab greifen kann, wenn es sein muss. Und nur, wenn er unbedingt muss, denn er ist dabei gewesen, als sie einen falschen Ron gerettet haben und für nach dem Krieg suspendiert worden sind. Als Seamus für sie gestorben ist, als Seamus und Justin beide bei einer Mission gestorben sind, die umsonst gewesen ist. Als sie geholfen haben, einen Todesser in den Orden zu bringen und alles sabotiert haben.
Aber sie haben trotzdem gewonnen. Oder? Gewonnen. Gewonnen. Das Wort klingt und fühlt sich fremd an. Macht es sie zu einer Gewinnerin? Vorbei. Es ist vorbei.
Sie hält die Bücher und Broschüren näher an ihre Brust, Leben als Überlebender lugt über Warum wir keine Angst haben sollten Hilfe zu suchen hervor. In dem Stapel ist auch eine Liste mit Beerdigungsdiensten und Kontaktinformationen für Übergangspsychiater im St. Mungos. Die Wärme von McGonagalls Umarmung ist aus Hermines Haut gewichen, und sie sagt sich wieder – es ist vorbei.
„Es braucht Zeit."
„Immer."
Tag: 1571; Stunde: 16
Sie ist zurück in dem weißen Haus, eines der wenigen, das noch steht. Lupin hat erwähnt sie über das Flohnetzwerk zum Fuchsbauch zu bringen, und als Hermine geschwiegen hat, hat er ihr einen Portschlüssel und einen prüfenden Blick gegeben, der zwischen ihren Augen hin und her gehuscht ist, als sie seinem Blick ausgewichen ist. Er hat ihr einen weiteren Portschlüssel zum Ministerium gegeben, für den Fall, dass sie sich entscheidet, bereit zu sein. Sie braucht nur ein wenig Zeit, um ihre Gedanken zu ordnen. Um zu versuchen, den Schock loszuwerden, der ihr den Kopf benebelt.
Morgen muss sie auf Mollys Drängen hin zu einem verspäteten Geburtstag in den Fuchsbau gehen. In zwei Tagen wird sie den Fuchsbau verlassen und nach Hause gehen. Lupin hat ihr gesagt, dass ihre Eltern dann zurückgebracht werden, und sie weiß gar nicht, was sie mit sich anfangen soll bei dem Gedanken, sie endlich zu sehen, sie zu umarmen, sie als echte Personen vor sich zu haben. Sobald sie in der Lage ist, ihre Augen von ihnen abzuwenden, wird sie in die Bibliothek gehen und so viele Bücher wie möglich über den Verstand, Kriegsgefangene und Heilungsmöglichkeiten besorgen. Es ist ihr egal, wie lange es dauert – sie wird Ron retten, auch wenn sie es vorher nicht geschafft hat. Es ist ihr egal, ob sie in den nächsten zwanzig Jahren jeden Tag dafür forschen und kämpfen muss. Sie wird ihre besten Freunde nicht verlieren. Sie sind direkt vor ihrer Nase, und niemand kann sie ihr wieder wegnehmen.
Sie hat nichts zu packen. Sie hat ein paar Habseligkeiten bei Harry zu Hause gehabt, aber wenn sie gestorben wäre, wären es nicht mehr als zwei Kisten gewesen. Sie trägt noch einen Schlafanzug aus dem Krankenhaus, ihre eigenen Shorts und Harrys Hemd, sind zu fleckig und ruiniert, um sie noch einmal zu tragen. Den orangefarbenen Streifen vom alten T-Shirt ihres Vaters hat sie jedoch in den unteren Teil des Schlitzes für den Zauberstab in ihrem Holster gesteckt.
Das Buch von ihrem Treffen liegt auf dem Tresen, aufgeschlagen bis zum ersten Kapitel, aber sie ist zu sehr damit beschäftigt, aus dem Fenster zu starren. Sie starrt auf nichts als buntes Blätter und einen alten Laubhaufen. Das Haus ist irgendwie beängstigender, ohne andere Bewohner und ohne die Wucht des Krieges. Alle anderen sind nach Hause gegangen, in ihre eigenen Betten und zu ihrer Familie, und sie ist diejenige, die warten muss. Sie könnte zum Fuchsbau oder zurück in die Muggelwelt gehen, aber sie ist nicht in der Lage, mit beidem umzugehen. Um überhaupt etwas zu schaffen. In ihrem Kopf ist eine Liste mit Namen, und sie glaubt, dass sie heute Abend zusammenbrechen wird.
„Granger?"
Sie holt tief Luft, als würde sie aus einem Traum erwachen. Sie reißt sich aus ihren Gedanken und sieht über ihre Schulter ins Wohnzimmer: „Ja?"
Sie kommt sich ein bisschen blöd vor, weil sie nicht sicher ist, ob sie sich seine Stimme eingebildet hat oder nicht, und sie wird nur mit Schweigen begrüßt. Sie sieht ihn jedoch, wie er aus dem Flur ins Wohnzimmer geht, seine Augen finden die ihren, bevor sie auf den Boden sinken.
„Hi.", flüstert sie.
„Hey."
„Was machst du hier?" Das ist eine dumme Frage, denn sie ist dabei gewesen, als sein Haus niedergebrannt ist, und er kann auch nirgendwo hin.
Sie fragt sich, wie sich das angefühlt hat. Ob er sich auch nur einen Moment hat Zeit nehmen können, um zu erkennen, was genau in den Flammen zerfällt. Sie fragt sich auch, ob er es als ein Denkmal seiner Vergangenheit betrachtet, mit all seinen dunklen und hellen Erinnerungen, oder ob er es als das Letzte, was ihm gehört hat, angesehen hat. Vielleicht ist es so etwas wie ihre Truhe, mit Erinnerungen, die sich in Gedankenfetzen verwandelt haben, die verblassen und an die einen nichts mehr erinnert. Etwas Kostbares, das andere Menschen vielleicht nicht verstehen, aber man selbst schon, und es ist einem egal, was sie darüber denken.
Es tut ihr leid, dass er es verloren hat. Es tut ihr leid, dass sie eine Menge Dinge verloren haben. Mehr, als ihr lieb ist, aber sie fühlt es trotzdem, denn manchmal können leere Räume einen Riesen erschaffen, der auf der Brust sitzt, wenn man die Handflächen öffnet, um zu sehen, was man noch übrig hat.
„Ich muss mich um ein paar Dinge kümmern."
„Oh."
„Ich habe die Broschüren neben der Tür gesehen. Gehst du?", fragt er, nimmt seinen Mantel ab und legt ihn auf den Tisch.
„Nein. Nicht vor morgen."
Er nickt, und sie lässt die Vortäuschung des Lesens fallen und kratzt sich an der Stirn. „Dein Wasser kocht, Granger."
„Was? Oh." Sie steht auf und geht auf den Herd zu. „Bist du glücklich?"
„Glücklich?" Einen Moment lang sieht er durch den Tränenglanz, der ihre Augäpfel bedeckt, gequält aus, bevor sie alles wegblinzelt.
„Ich denke, ich sollte glücklich sein. Aber ich bin es nicht."
Er blickt auf den Boden, als sie ihn wieder anschaut, sein Kiefer spannt sich an und seine Zunge drückt gegen seine Wange. „Warum bist du nicht glücklich?"
„Ich weiß es nicht. Ich versuche es." Keine Stunde vor seiner Ankunft hat sie im Spiegel ein Lächeln geübt, als könnte die Erinnerung an die Bewegung in ihrem Gesicht die Gefühle in ihrer Brust lindern. „Ich weiß einfach nicht, was ich fühlen soll. Und ich weiß auch nicht, wie es jetzt weitergehen soll."
„Keiner weiß das."
„Aber die Tatsache, dass alle anderen genauso empfinden, ändert nichts daran, wie ich mich gerade fühle."
Er nickt und sieht zu ihr auf, nimmt ihr die Teekanne aus der Hand und stellt sie wieder ab. „Vielleicht solltest du aufhören zu versuchen, etwas zu fühlen, und einfach fühlen, was du fühlst.
„Ich weiß. Ich weiß, aber du kennst mich."
„Das tue ich." Er streckt die Hand aus, um den Herd auszuschalten. „Das Leben ist schnell. Alles ist flüchtig. Alles, was wir im Leben haben, sind Augenblicke, Granger. Du musst lernen, wann du festhalten und wann du loslassen musst."
„Weißt du, wann das ist?"
Er zuckt mit einer Schulter und streckt einen Finger unter dem Saum ihres Oberteils, um die Haut ihrer Hüfte zu berühren. „Ich weiß es nicht. Ich tue, was ich für das Beste für mein Leben halte, und ich hoffe, es funktioniert."
„Und wenn es nicht funktioniert?"
„Dann gibt es Konsequenzen. Und das Leben fängt wieder von vorne an – nur auf eine andere Art."
Sie streckt die Hand aus und streicht mit den Fingern über seinen Unterarm. Alles fühlt sich heute Abend seltsam an, aber sie schiebt es auf ihr jetziges Leben. Auf das, was sie durchgemacht haben, und darauf, dass es vorbei ist, obwohl sie sich immer noch wie vor den Kopf gestoßen und im Krieg fühlen.
„Musst du heute Abend irgendwo hin?", fragt er, tritt vor und streckt seine andere Hand aus, um seinen Daumen auf ihre Unterlippe zu drücken.
„Nein.", flüstert sie.
„Gut." Er bewegt seine Hand, um ihren Kopf zu umfassen und sie zu küssen, und sie schämt sich für das Kribbeln in ihrem Magen, als er das tut.
Ich liebe dich, Draco Malfoy. Was hälts du von diesen Konsequenzen? Sie würde gerne fragen, aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür, und sie weiß nicht, wann sich wieder einer ergeben wird.
Er küsst sie, als wolle er ihr die Luft rauben, presst sich gegen sie, während er sie zurückdrängt. Sie ergreift die Seiten seines Halses, erforscht seinen Mund, bevor sie ihre Zunge um seine schlingt. Ihre Hände wandern über seinen ganzen Körper, unter sein Oberteil, über seinen Kopf, seinen Rücken hinunter. Er umfasst ihren Po und zieht sie an sich, wobei er sich an ihrem Bauch reibt.
Er zieht sich ein wenig zurück und lässt ihr gerade genug Platz, um ihr das Oberteil über den Kopf zu ziehen. Sein Mund ist wieder auf ihrem, bevor der Stoff ihre Arme freigibt, und er lässt ihn dort, zu ungeduldig, um stattdessen ihre Haut zu berühren. Sie streckt einen Arm aus, um seine Schulter zu umklammern, und schüttelt ihren anderen heftig, um den Rest ihres Oberteils loszuwerden. Dracos Hände wandern bei dieser Bewegung von ihrem Bauch zu ihren Brüsten, seine Zunge fährt über ihre Unterlippe, bevor er in ihren Mund eintaucht. Sie greift nach unten, um ihre Hände unter sein T-Shirt zu schieben, die Fingerkuppen fühlen die rauen Haare unter seinem Bauchnabel, und sein Bauch spannt sich an, als er sich nach vorne drückt. Sie geht weiter hinunter zu seinem Gürtel, ihre Hände zittern, als sie den Riemen aus der Schnalle zieht.
Sie zieht ihren Kopf zurück und lässt ihn auf seine Schulter sinken, sein Mund findet ihr Ohr, wandert mit Küssen zu ihrem Hals und saugt an der Haut. Ihre Finger arbeiten an seinem Knopf und dann an seinem Reißverschluss, und sie erhascht einen Blick auf seinen angespannten Kiefer und seinen roten Mund, bevor sie seine Hose und Boxershorts bis zu seinen Knien herunterzieht. Er zieht sie hoch und wieder zu sich heran, wackelt, um seine Hose bis zu den Knöcheln zu bekommen, um aus ihr herauszusteigen, steif gegen ihren Bauch.
„Draco."
„Was?" Er klingt genauso atemlos wie sie.
Sie schüttelt den Kopf und umfasst seinen Nacken. „Mir war nur danach, deinen Namen zu sagen."
Seine Lippen verziehen sich zu einem Grinsen, der Hauch eines Lachens liegt auf ihren Lippen, bevor er sie zurückküsst und sie zwischen sich und dem Tresen eingeklemmt hält. Wahrscheinlich wird es einen blauen Fleck geben, so fest drückt sie zu, aber sie weiß nicht mehr, warum sie das kümmern sollte. Sie zieht sein Oberteil hoch und zerrt noch fester, als er seine Arme nicht von ihr wegnimmt, damit sie es ausziehen kann. Er murmelt etwas von zu viel Kleidung, reißt es sich selbst über den Kopf und wirft es irgendwo nach links, bevor er sich wieder um sie schlingt.
Er fährt mit seiner Zunge in ihren Mund und wieder heraus, und sie braucht eine Sekunde, um sich zu fangen und ihm zu folgen, um ihr steigendes Bedürfnis zu befriedigen. Seine Hände drücken sich in ihre Haut und gleiten ihren Rücken hinauf, um ihren BH zu öffnen. Er wandert weiter nach oben, schlingt seine Hände um ihre Schultern und verlässt ihren Mund für ihren Hals. Sie atmet schwer an der Seite seines Kopfes, unterbricht ihre eigene Erkundungstour seines Körpers, um selbst ihren BH zu öffnen, und er senkt seinen Kopf, um ihre Brüste zu küssen.
„Ich brauche ..."
„Was?", flüstert er, tief und verloren irgendwo in ihrem Nacken, während seine Zunge sanft über die kleine Brandnarbe dort fährt. Sie fühlt sich machtlos, aber völlig ihren Gefühlen hingegeben.
„Dich."
Er stöhnt und knabbert an ihrer Kehle, hebt den Kopf und sieht sie an. Sie glaubt nicht, dass sie sich jemals daran gewöhnen wird, wie er aussieht, wenn er erregt ist. Allein sein Anblick hat etwas, das sie nach mehr verlangen lässt, ganz zu schweigen von all den anderen Dingen, die er so gut kann. Ihr ist immer wieder entgangen, wie schön er für sie sein kann, in diesen Momenten.
Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und küsst ihn zwei-, dreimal. Dann ist er wieder da, wo er gerade gewesen ist, und nimmt sich, was er von ihr will. Seine stumpfen Fingernägel kratzen über ihren Rücken bis zu ihrem Hintern, heben sie hoch, und sie schlingt ihre Beine fest um seine Taille. Seine Länge drückt gegen die Stelle, an der sie ihn am meisten braucht, aber ihr Pyjama verhindert jeden Erfolg. Sein Mund bahnt sich einen Weg über ihre Wange, die Haare in seinem Gesicht scheuern an ihrer Haut. Sie greift nach oben und reibt mit ihren Handflächen über die Stoppeln, die während seines Krankenhausaufenthalts gewachsen sind.
„Du kannst es später rasieren."
„Wenn wir Zeit dafür haben.", keucht sie, und er kneift ihr in die Rückseite des Beins, bevor er sie wieder küsst.
Sie drückt ihre Beine fester um seine Hüften, als er zu gehen beginnt, und er schlingt seine Arme um sie, um sie noch mehr zu stützen. Sie lässt ihre Hände über seine Schultern und seinen Nacken gleiten und vergräbt sie in seinen Haaren. Er stöhnt auf, als sie ihre Finger zur Fäusten ballt, und fest zieht, und er küsst sie noch intensiver. Sie stößt einen Aufschrei aus, als ihre Schulter schmerzhaft gegen den Türrahmen stößt.
„Shit. Sorry." Er entschuldigt sich überstürzt, hält seinen Kopf jetzt nach vorne gerichtet, und sie nutzt die Gelegenheit, die empfindlichen Stellen seines Halses neu zu entdecken.
„Blitze."
„Was?"
„Bing...nun, ich schätze, sie sind nicht wirklich bi –"
„Halt die Klappe, Granger." Er stöhnt nur, als sie ihm zur Erwiderung in den Nacken beißt, und sie lächelt über das Brummen unter ihren Lippen.
Er setzt sie im nächstgelegenen Schlafzimmer ab, löst sich von ihr und setzt sich auf den Rand des Bettes. Er streckt ihr seine Hand entgegen, wackelt mit den Fingern und zieht sie zwischen seine Beine, als sie sie nimmt. Langsam zieht er ihr die Pyjamahose herunter und hat dann die Frechheit, damit aufzuhören, als sie so weit unten ist, dass er weiß, dass sie keinen Schlüpfer trägt.
Draco sieht auf und schenkt ihr ein verruchtes Lächeln, das ihr Herz auf eine sehr ungesunde Art und Weise klopfen lässt, und beugt sich vor, um seinen Mund auf ihren Bauch zu drücken. Er ergreift ihre Hüften und hält sie fest, als sie sich zu winden beginnt, küsst sie und lässt seine Zunge über ihre Haut gleiten. Er streift mit seinen Zähnen den Bund ihrer Hose und saugt am Rand, während er seine Hände nach unten gleiten lässt, um seine Finger im Bund einzuhaken. Sie fährt mit den Fingern durch seine Haare, schaut auf ihn herab und fühlt sich seltsam zärtlich. Der Moment fühlt sich für sie persönlicher an, als sie glaubt, dass er es überhaupt realisieren kann, obwohl sie nicht weiß, warum.
Er zieht sie herunter, sein Mund folgt dem Weg über ihr Becken und ihre Oberschenkel, bis er sich nicht mehr weiter bücken kann und er es ihr überlässt sie ganz auszuziehen. Er lässt seine Hände wieder auf ihre Schenkel gleiten, drückt einen Finger in sie, und sie holt tief Luft und drückt sich nach vorne. Sie blickt auf ihn herab, auf die Dunkelheit seiner Augen, während er seinen Finger in den Mund saugt.
„Gott.", flüstert sie und greift nach seinen Haaren, um sein Gesicht zu umfassen und ihn zu küssen.
Er packt ihre Oberschenkel von hinten, zieht sie nach vorne auf seinen Schoß und reißt sich von ihrem Mund los, um sich ihren Brüsten zu widmen. Sie würde ihm gerne sagen, dass sie bitte kein Vorspiel mehr braucht, bitte, aber es fühlt sich zu gut an, um zu widerstehen, seine Hände kneten und sein Mund ist heiß. Sie reibt sich an ihm und fragt sich, wie sie ihn in sie hineinbekommen soll, aber das scheint ihm Initiative genug zu sein.
Er lässt sich zurück auf das Bett fallen, zieht sie mit sich und sie sucht seinen Mund. Sie fährt mit ihrer Hand über seinen Oberkörper, aber er dreht sie um, bevor sie findet, was sie will.
„Ungeduldig heute Abend?"
„Ja.", gibt sie zu. „Ich kann später geduldig sein."
Er lacht heiser, und es ist eines der besten Geräusche, die sie je gehört hat. Er nickt mit dem Kinn in Richtung Kopfteil, und sie stützt sich auf ihre Ellbogen, um wieder unter ihn zu rutschen. Sie küsst seine Schulter und beobachtet, wie sich sein Rücken mit seinen Bewegungen beugt und wie sie seinen Hintern über seinen Rücken sehen kann.
Er stoppt sie mit einer Hand an ihren Rippen und beugt sich herunter, um sie zu küssen. Sie liebt das. Ihn zu küssen und mit ihm zusammen zu sein – selbst wenn sie wütend auf ihn ist, liebt sie es. Ganz gleich, was passiert oder wie es endet, sie weiß, dass sie es nicht bereuen wird, das mit ihm angefangen zu haben. Er hat sie Dinge fühlen lassen, von denen sie nicht wusste, dass sie dazu in der Lage ist, körperlich und emotional, und sie könnte es niemals in sich finden, auch nur eine Sekunde zu verlangen, dass es nicht passiert wäre. Er ist ihre Festung, ihr Kampf, ihr Verbündeter. Er ist der Moment, an dem sie sich festhält, selbst nachdem sie ihn losgelassen hat. Jeder eingebildete, grüblerische, nervige, wütende, sarkastische Zentimeter von ihm.
Er dreht sie wieder um, seine Hand tastet blind nach dem Kopfteil, bevor er es ergreift und sie hochzieht. Er lehnt sich dagegen, zieht ihren Mund zu seinem, eine Hand unter ihren Arm, um sie für einen Moment von seinem Schoß zu ziehen, und die andere umfasst ihn selbst, um in sie zu gleiten. Sie schließt die Augen und stöhnt mit ihm, als er ihre Hüfte ergreift und sie nach unten sinkt, um sich ganz auf ihn zu setzen.
Ein rauer Atemzug gegen ihr Gesicht lässt sie die Augen öffnen und den Atem, den sie angehalten hatte, ebenfalls ausstoßen. Er gibt seine Kontrolle auf, lässt ihre Hüfte los und hebt die offenen Hände. Sie verschränkt ihre Finger mit seinen, spürt die Kraft unter seinen Handflächen, während sie sich hebt und dann wieder auf ihn sinkt. Sie beginnt langsam, weil sie in diesem Moment zu viel fühlt, was sie nicht ausdrücken kann, es ihm aber irgendwie zeigen will.
Er lehnt seinen Kopf nach vorne, als sie wieder nach unten kommt, und sie legt ihre Stirn an seine und starrt in das tiefe Grau, bis sie nichts anderes mehr sehen kann. Sie tauschen einen Atemzug aus, und als sie ihre Hände fester auf seine legt, zieht er sie genauso fest an sich und kommt ihr mit seinen Hüften entgegen.
„Ich liebe dich, nur damit –" Und in diesem Moment hebt er sein Kinn an und küsst ihr die Worte von den Lippen.
Tag: 1572; Stunde: 11
Die Sonne scheint rot auf ihre Augenlider, aber sie will sie nicht öffnen, weil sie Angst hat, sich tatsächlich aus dem Bett zu bewegen. Draco hatte sie die ganze Nacht wachgehalten, nur ein paar gestohlene Stunden Schlaf, bevor einer von ihnen den anderen wieder aufgeweckt hatte. Ihr Körper ist so erschöpft, dass es ihr vorkommt, als wäre es erst zehn Minuten her, dass sie ihn das letzte Mal geweckt hat, während er in einem wahnsinnig langsamen Tempo all die Dinge getan hat, die ihr gefallen. Er hat ihr einen langen, langsamen, tiefen Kuss gegeben, der sie alles außer ihm vergessen hat lassen, und dann ‚Happy Birthday' gesagt, und er hat über die Weite ihrer Augen und ihr Grinsen gelacht.
Schließlich öffnet sie die Augen und blickt stirnrunzelnd auf die leere Seite des Bettes. Sie kann den Abdruck seines Körper immer noch in den Laken und im Kissen sehen. Es riecht auch nach ihm, stellt sie fest, als sie ihren Kopf an der Stelle vergräbt, an der seiner gelegen hat. Draußen vor der Tür gibt es einen lauten Knall, eine Reihe von Flüchen und dann noch mehrere Geräusche. Hermine springt auf, wirft sich aus dem Bett und wickelt die Decke um sich. Sie schnappt sich ihren Zauberstab vom Nachttisch, der nutzlos ist, und sucht beide Seiten des Flurs ab, bevor sie in die Küche rennt.
Draco steht mit rotem Gesicht und finsterem Blick an einem der Schränke, einen Topf in der Hand und seinen Zauberstab in der anderen. „Draco?"
Sie versucht, ihre Atmung und ihr Herz unter Kontrolle zu bringen, und senkt ihren Zauberstab.
„Da ist eine Ratte."
Sie starrt ihn an und beißt sich auf die Lippen, aber sie kann sich das Lachen nicht verkneifen. „Habt ihr nicht in den Kerkern gelebt?"
„Wir hatten nie Ratten." Er grinst sie an und senkt langsam seine Rattenvernichtungswaffen. Er lässt den Topf zurück auf den Tresen fallen, hebt die Hand zu seinem nun stoppeligem Gesicht und reibt sich die Wange.
„Lass gut sein. Wir –"
„Ich will keine Ratten in meinem Haus haben, Granger. Ich habe mich mit deinen Hauselfen-Tiraden abgefunden, aber bei Ratten ziehe ich die Grenze."
Hermine wirft einen Blick auf den Schrank und dann wieder auf seine wandernden Augen. Sie schaut ihn an und zieht das Laken fester um sich. „Dein Haus?"
„Ja. Lupin hat beschlossen... mir dieses spektakuläre Drecksloch zu schenken, weil er mein Haus in einen Trümmerhaufen verwandelt hat. Zum Glück habe ich ein anderes Zuhause. Leider wohnt dort auch meine Mutter. Zwischen den Ratten und übermäßigem Bemuttern, kann ich mich kaum entscheiden."
Sie speichert diese Information für später ab und hat das seltsame Gefühl, einen kleinen Schatz entdeckt zu haben, den sie stolz und vor den Blicken der anderen verborgen hält. Dort bewahrt sie all die Dinge auf, die er ihr vertrauensvoll erzählt hat, und auch die Dinge, von denen er nicht weiß, dass er sie ihr erzählt, wie zum Beispiel, dass seine Stimme bei Mutter sanfter geworden ist.
Hermine lacht, zuckt mit den Schultern, und seine Augen erfassen ihre Schultern. „Es ist nicht schlecht. Aber du musst es herrichten."
Es braucht Farbe. Die einzige Farbe ist der Stoff auf den Möbeln und die Aquarelle, die noch im Wohnzimmer hängen. Auch die Überreste von Schmutz und Staub und die Stellen, an denen Blut den Boden befleckt. Er müsste Löcher flicken, Dinge ersetzen und vielleicht eine Woche lang alle Fenster offen lassen, um die Luft zu vertreiben, die stickig zu sein scheint.
„Ich habe mich damit begnügt, es verrotten zu sehen." Er geht vorsichtig um die Teepfütze auf dem Boden herum und zögert mit seinem Zauberstab über dem Tisch, bevor er ihn ablegt.
Sie beobachtet den raubtierhaften Ausdruck in seinen Augen und seinen vorsichtigen Schritt, aber sie lehnt sich trotzdem an ihn, als er ihre Arme ergreift. „Es hat Potenzial."
„Du siehst in allem Potenzial."
„Ich denke, es könnte wunderschön sein."
Er schnaubt und beugt sich vor, um mit seinen Lippen die Kurve ihrer Schulter zu bearbeiten. „Das ist eine Menge Arbeit, Granger."
„Na und? Das Dach reparieren, vielleicht ein paar neue Teppiche, ein paar Möbel. Du musst auf jeden Fall streichen. Das hat mich schon immer gestört, diese Leere." Seit sie das erste Mal mit Lupin in dieses Haus gekommen ist. Als sie den Flur entlanggegangen und Draco außerhalb seiner Gefängniszelle und in ihrer Welt gesehen hat, auf ihrer Seite des Krieges.
„Es würde Jahre dauern, um –"
„Ich kann helfen."
Seine Lippen halten inne, die Hitze seines Atems. Seine Finger krallen sich fester in ihre Arme, aber sie glaubt nicht, dass er es bemerkt. Bum, bum, bum, bum, bum. „Kein Gelb." Ba-dumb, ba-dumb.
Sie lächelt und streicht mit den Fingern über die Haare an seinem Hinterkopf. „Was, grün?"
„Na klar."
„Rot."
„Dann muss ich mir Elfen besorgen, damit ich den ganzen Weihnachtslook komplettieren kann." Sie zupft ihn wegen des Sarkasmus an den Haaren, und er beißt ihr als Antwort ins Ohr.
„Ich mag Weihnachten. Rot und grün. Das macht mich glücklich. Vielleicht werde ich dein Zimmer rosa streichen..." Sie verstummt, als er den Kopf hebt und sie anschaut. „Nein? Nicht rosa?"
„Ich glaube, ich nehme Blau." Sie errötet, und er lächelt bei den Küssen, die er ihr auf den Kiefer drückt, bevor er sich aufrichtet und sie ansieht.
„Ich gehe zum Fuchsbau." Das sagt sie mehr zu seinen suchenden Händen als zu ihm.
„Jetzt gleich?"
„Bald. Molly will diese ganze... verspätete Geburtstagssache machen." Sie wackelt mit den Füßen und denkt, dass die Unbehaglichkeit von ihrem Blut durch seine Hände in sein Wissen übergehen muss.
„Oh."
„Ich muss mit dem Portschlüssel zum Ministerium, und dann mit dem Flohnetzwerk... Wenn du schon mal dort gewesen wärst, würde ich dich bitten zu apparieren –"
„Ich bringe dich hin."
„Du warst schon mal dort?"
„Nein, ich wollte uns nur mitten in den Ozean bringen, dich dort absetzen und zurück apparieren, bevor ich selbst hineinfalle."
Sie schürzt die Lippen, und er greift nach dem Deckenwirrwarr in ihrer Faust. Er zerrt daran, und sie umklammert es fester. Seine Augenbraue hebt sich, seine Augen treffen ihre, als er fester zieht. „Wir haben bereits besprochen, was ich tun würde, wenn du mich umbringst."
„Richtig. Pantoffeln." Die Decke gibt nach, und seine Augen wandern an ihrem Körper hinunter, während sie ihre Hände verschränkt. Er blickt über ihre Schulter zum Esstisch.
„Wirst du bleiben?"
„Hier?"
„Wenn du mich zum Fuchsbau bringst... Wirst du bleiben?"
Seine Augen richten sich wieder auf die ihren, und die Intensität, die sie dort findet, lässt sie nervös werden. Sie streckt einen Finger hoch und fährt damit über seine Nase, und seine Finger krallen sich um ihre Hüften. Er zuckt mit einer Schulter und zieht sie an sich. „Ja. Ja, ich werde bleiben."
Tag: 1572; Stunde: 12
„Ich glaube, ich werde den Finnigans jedes Jahr einen Brief schreiben. Nur um ihnen mitzuteilen, was ich mit meinem Leben anfange. Meinst du, das wird ihnen gefallen?"
Sie starrt ihn an, als er die Schachtel mit den Keksen zwischen seine Seite und die Armlehne schiebt. „Wenn sie mit mehreren Verhexungen auf dem Pergament antworten, nein. Woher zum Teufel soll ich das wissen, Granger?"
Sie runzelt die Stirn und lässt sich neben ihn auf die hässliche Couch plumpsen, wobei sie sich das Handtuch um den Kopf wickelt. „Ich dachte nur, dass es ihnen vielleicht... eine Art Trost spendet. Zu wissen, dass ein Teil von ihm weiterlebt. Durch jemand anderen lebt."
„Und was passiert, wenn du ein Jahr lang nichts tust? Wenn du zu beschäftigt bist, die Welt zu retten. Was wirst du ihnen dann sagen?"
„Ich –"
„Du stellst dich selbst aufs Scheitern ein, Granger. Denn egal, was du tust oder wie toll du dein Leben gestaltest, du wirst nie das Gefühl haben, dass es gut genug ist, um sein Leben auszugleichen. Oder irgendeines ihrer Leben."
„Das ist nicht –"
„Doch, so ist es. Du wirst nie das Gefühl haben, dass es sich für dich gelohnt hat, Granger. Deine Freunde sind immer noch tot und das musst du akzeptieren. Es geht nicht um das Leben, das sie hätten haben können, es geht um das Leben, das du hast. Wir sind schon genug am Arsch. Es gibt einen Grund, warum das Ministerium Briefe an die Familien geschickt hat, wie sie mit uns umgehen sollen. Keine lauten Geräusche, kein Anschleichen, keine schnellen Bewegungen. Wir sind alle am Arsch. Wir sind jetzt alle im Kopf verkorkst und jeder weiß das. Das ist das mindeste, was wir –"
„Ich versuche, glücklich zu sein.", flüstert sie, und da ist wieder etwas Schweres auf ihrer Brust. Er starrt sie lange genug an, dass sie sich unbehaglich fühlt.
„Und an manchen Tagen wirst du wütend sein, und an anderen Tagen wirst du einen deiner Zusammenbrüche haben. Du wirst Dinge hören und sehen, die nicht da sind, du wirst Bäume verfluchen, und du wirst immer noch Angst haben. Du wirst jetzt vor noch mehr Scheiße Angst haben. Das wird nicht verschwinden. Wir können danach nie wieder normal sein, und du wirst kein tolles Leben haben, wenn du morgen aufwachst. Aber das heißt nicht, dass du es verschwendest. Es bedeutet nicht, dass ihre Opfer weniger wert sind."
„Ich weiß." Ihre Stimme bricht, und sie räuspert sich. Er lehnt sich in der Couch zurück, seine Schulter drückt gegen ihre. „Ich weiß. Nichts ist... Aber ich muss dafür sorgen, dass es sich für mich lohnt. Ich... akzeptiere, dass es nie gut genug sein wird, um ihre Abwesenheit zu kompensieren. Aber ich werde nie aufhören zu versuchen, es gut genug für mich zu machen. Das ist es, was ich meine. Und das gilt auch für sie. Das ist alles, was ich ihnen geben kann."
Es gibt verschiedene Arten von Verlusten. Manche kann man hinnehmen wie einen Aufprall, der einen umwirft, und nach einer Weile steht man auf und macht einen Schritt, noch einen, noch einen. Man lässt sie hinter sich, etwas in einem hat isch verändert, und es ist etwas, auf das man mit Traurigkeit zurückblickt, aber einen sanft und freundlicher erreicht, je weiter man geht. Eine Dunkelheit, die man immer wieder in dem Wahnsinn sucht, der hinter einem liegt, aber wo die Trauer durch die Jahre gemildert wird und zu etwas Wehmut, Nostalgie und Bedauern wird.
Manchmal gibt es keinen Verlust, den man akzeptieren und hinter sich lassen kann. Manchmal ist der Verlust nur eine unzureichende Ansammlung von Buchstaben, um zu beschreiben, was einem entrissen und gestohlen worden ist. Manchmal ist es etwas, mit dem man lebt, wie ein Messer in der Brust, das man nicht herausziehen kann, ohne daran zu sterben. Man geht, man atmet, man lebt, und man trägt es mit sich herum: einen Schmerz in der Brust, ein Loch, das mit scharfen, harten Dingen gefüllt ist, und eine Leere, die das Herz aushöhlt.
Aber man lebt. Und wenn man sich wirklich anstrengt, kann man Frieden finden, und man kann auch die schönen Dinge mit sich herumtragen.
Sie hebt ihr Kinn an. „Was ist mit dir?"
„Was ist mit mir?"
„Die Zukunft. Glüc –"
„Heute werde ich die Weasleys ertragen. Vielleicht kaufe ich einen Fernseher. Morgen werde ich meine Mutter besuchen. Irgendwann werde ich anfangen, das Haus zu reparieren. Vielleicht lade ich sogar Potter ein, mir zu helfen, vorausgesetzt, es gibt reichlich Alkohol. In Anbetracht der Ereignisse von letztem Mal werde ich dich wohl nackt in verschiedenen Farben sehen und dich in jedem Zimmer vögeln. Eines Morgens wache ich vielleicht auf und werde von Pantoffeln erstickt werden. Eines Tages könnte ich in einen Flashback bekommen und dich töten, während du in meinem Garten Marihuana anpflanzt –"
„Wie oft muss ich dir noch sagen, dass es nicht –"
„Vielleicht kaufe ich mir ein paar Klamotten. Irgendwann –"
„Ich meinte die wirkliche Zukunft. Mehr als die nächsten paar Wochen."
„Es gibt so etwas wie Pläne, aber darüber weiß ich ungefähr so viel wie du, Granger. Nichts."
„Und das ist für dich in Ordnung?"
„Es ist verdammt herrlich."
Sie beißt sich in die Wange und wickelt achselzuckend das Handtuch von ihren Haaren. „Ich schätze, wir werden es herausfinden."
„Irgendwann." Der Keks hält auf dem Weg zu seinem Mund inne, und sie blickt auf, um ihm in die Augen zu sehen, und stellt fest, dass sie ihn ziemlich intensiv angestarrt hat.
Seine Augen verengen sich, und er steckt ihn sich in den Mund und kaut langsam. Sie lächelt ihn sanft an, und seine Augen schielen noch mehr. „Weißt du, was mich jetzt glücklich machen würde?"
„Das musst du dir erst verdienen." Sie wirft ihm einen Blick zu, und er liest ihn deutlich. „Himmel, nicht das. Versuchst du schon, mich umzubringen? So unwiderstehlich ich auch sein muss, Granger, die letzten vierundzwanzig Stun –"
„Unwiderstehlich? Ich hatte sowieso nicht die Absicht, das zu tun. Ich dachte nur –"
„Mhm. Wie ich sehe, ist deine immer noch nicht benannte ‚Blutdruckkrankheit' wieder in vollem Gange."
„Das liegt daran, dass du mich wütend machst."
„Soll das etwas Neues sein?"
„Gib mir die Kekse, Malfoy."
„Du musst sie dir verdienen, habe ich gesagt. Du musst für dein Glück arbeiten."
Sie wirft sich auf ihn, um an die Kekse zu kommen.
Stunde: Eins
Sie kann seine Schritte hinter sich hören und dann... sieht sie seine Schuhe neben ihren. Sie kann sich nicht daran erinnern, dass er jemals andere Schuhe als seine Stiefel getragen hat. Die Glastür schiebt sich weiter auf, und er nimmt den Platz ein, den sie frei gelassen hat, und lässt seine Beine mit ihren aus der Tür baumeln. Sie schaut zu seinem Gesicht hoch, seine Augen starren in die Bäume. Sie kann es fast nicht glauben. Dass der Krieg vorbei ist und dass er immer noch hier ist.
Sie hört noch immer den Nachhall seiner Stimme in ihrem Ohr, angespannt und erstickt, und wie er praktisch um mehr gebettelt hat, als der Augenblick ihnen geben hat können. Er hat es als Abschieds gesagt, aber es hat sie nur noch mehr angespornt. Wie ein zweites Herz, das sich vor über einem Jahr hinter ihrem eigenen gebildet hat und diese Gefühle mit jedem verzweifelten Schlag in ihr Blut pumpt.
Sie hat versucht, dagegen anzukämpfen, es zu ignorieren, hat gespürt, wie er versucht hat, es selbst aus ihr herauszureißen. Manchmal fühlt es sich an wie eine Niederlage, und manchmal ist sie sicher, dass sie gewonnen haben. Sie weiß nicht, wie sie heißen, was sie sind, oder wie es passiert ist, oder wohin sie gehen werden. Sie hat keinen blassen Schimmer, aber sie denkt, dass das vielleicht in Ordnung ist, weil sie ihn hat. Irgendwie hat dieses Kriegsmonster, das ihr so viel gestohlen hat, ihr das zurückgegeben. Das Einzige, von dem sie gedacht hat, dass es das nie könnte.
Sie sieht zu ihm hinüber, zu diesem Funken von Grau, und grinst wild. Es ist das verrückte Grinsen, das zufriedene Grinsen, das ihn ausflippen lässt und das er nicht mag. Aber sie denkt, dass es ihm vielleicht trotzdem gefällt, denn er schüttelt den Kopf und wendet sein Gesicht ab, aber sie kann sehen, wie sich seine Mundwinkel verziehen und sich dann heben, heben.
Sie schaut hinunter auf ihre Stiefel, auf ihre Knie, und dann hinauf zu den Bäumen. Auf die Farben, die sich durch den Himmel ziehen, die vor dem kalten Wind zittern, der den Winter ankündigt. Sie würde lügen, wenn sie sagen würde, dass sie keine Angst mehr hat. Sie würde lügen, wenn sie sagen würde, dass sie weiß, was sie mit sich anfangen soll. Wir haben alle Angst, Granger.
„Wohin gehen wir jetzt?"
Er wartet schweigend, denn er weiß, dass sie nicht das eigentliche Ziel meint. Sie meint nicht den Fuchsbau, das Geburtstagsessen, den verrückten Esstisch voller Rothaariger. Sie meint die Liste der Opfer, ihre toten Freunde, ihr Bedürfnis, ihren Zauberstab bei einem Flackern der Schatten zu ziehen. Sie meint, weiterzumachen, sich zu heilen und zu lernen, wie man ohne den Krieg lebt. Sie meint ihn, und sie und den Stein in ihrer Rinde. Sie meint die Überlebenden, ihre Eltern und die ganze Welt. Sie meint die Zukunft. Den großen, rauschenden, offenen Raum der Zeit, der Wunden und der Möglichkeiten. Sie meint, dass man es nicht vergeuden darf, dass es um das Leben, um Entscheidungen und um Freiheit geht. Sie meint die Zeit nach den negativen Konsequenzen.
Er zuckt mit den Schultern, schnieft und stellt sich wieder auf die Füße. Der Wind erfasst seine Haare und bläst es zu tanzenden Strähnen auf. Der Himmel ist hellrosa und orange über seinen Schultern, er steckt in diesem Moment fest, in dem es ein Sonnenaufgang oder ein Sonnenuntergang sein könnte, aber es ist trotzdem schön und perfekt. Er ergreift ihre Hüften, und seine Augen sind wieder wie die Steine unter dem fließenden Wasser in ihrem Garten. Für eine Sekunde ist sie ein Kind; durchnässt in ihrem Sonntagskleid, wirbelnd, wirbelnd, wirbelnd, während die Welt weitergeht und sie lacht, die Wangen der Sonne entgegengestreckt.
„Wohin auch immer wir wollen."
Sie ergreift seine Schultern, und er zerrt sie von der Kante auf die Füße, wobei er grunzt, als ob es ihn viel Kraft kostet. Sie starrt ihn an, und er lächelt, sein Körper entspannt sich, als er sie an sich zieht und ihre kalten Lippen mit seinen eigenen wärmt. Sein Daumen streicht über ihren Wangenknochen, immer der mit der Narbe, und sein Lächeln ist schief, als sie ihn angrinst.
Wann fängt das Leben wieder an?
Nach den negativen Konsequenzen, wenn man aufwacht, wenn merkt, dass man noch am Leben bist. Schüttelt man seine Knochen aus, merkt man sich den Pulsschlag seines Blutes? Hört man jemals auf, dich so zu fühlen, als wäre man noch drin, als würde man nie wieder rauskommen?
Vielleicht versteckt man sich davor. Vielleicht versteckt man es unter seiner Haut, weil es einfacher ist, als sich dem zu stellen, denn sich dem zu stellen bedeutet, anzuerkennen, was man verloren hat, um dorthin zu gelangen. Vielleicht wirft man es weg, weil man Angst hat, und es könnte einen töten oder einen retten, aber man weiß es nicht. Man kann es nicht wissen.
Vielleicht fängt es an, wenn sich der Rauch einer Schlacht lichtet, wenn die Morgendämmerung die Gesichter erhellt. Vielleicht ist es, wenn Draco in einem Krankenhausbett aufwacht, anstatt überhaupt nicht mehr aufzuwachen. Wenn Ron endlich begreift, dass sie wirklich da ist, und wenn Harry merkt, dass er nicht länger ein Held sein muss, weil er das vollendet hat, wozu er geboren worden ist. Wenn George das Schild im Laden von ihm und seinem Bruder auf „Offen" dreht, wenn Dean ein Gesicht von jemandem malt, den er liebt, der nicht tot ist, wenn Lavender ihren Berg in Asien besteigt.
Das Leben ist ein Kreislauf. Es ist ein Krieg. Es baut sich auf, erreicht seinen Höhepunkt, verebbt in den Konsequenzen und baut sich dann wieder auf. Jede Nacht geht jemand schlafen, um das Ende der Welt zu sehen, aber wachen eines Morgens wieder auf. Sie schütteln ihre Knochen aus, sie erkennen, dass sie überlebt haben. Sie fangen wieder von vorne an, dieser menschliche Kampf um Frieden, dieses verzweifelte Streben nach Glück.
Hermine glaubt, dass es jetzt beginnt. Dracos Finger haben sich in den Stoff ihres Oberteils eingehackt, und sie stehen da wie das letzte feste Gebilde auf der ganzen Welt. Sie weiß, dass die Welt niemals ein Ort sein kann, an dem sie wahren Frieden findet – aber sie kann es, sie können es. Der Krieg ist vorbei, und sie haben gewonnen. Das Leben dehnt sich vor ihnen aus und wartet darauf, dass sie es wert sind. Ein schwer fassbares Glück, das sie überwältigen wird.
Und Hermine weiß, während der Fuchsbau auf sie wartet, Dracos kalte Nase an ihrer Wange liegt und sein warmer Atem ihren Hals kitzelt, dass dies der Anfang ist.
Ende.
Vielen, vielen Dank an alle meine Leser, für euer Durchhaltevermögen und eure Geduld. Vielen Dank an alle Reads, Favorites und Follows. Ihr schafft es immer wieder mich zu motivieren und weiter für euch zu Übersetzten!
Falls ihr die Übersetzung als PDF haben wollt, könnt ihr sie euch einfach auf AO3 runterladen oder ich kann sie euch schicken. Schreibt mir einfach auf Wattpad oder Instagram (Annelina97) dort bin ich am Besten erreichbar, aber es kann manchmal etwas dauern, bis ich antworte, aber ich versuche so schnell wie möglich jedem zu schreiben.
Ich habe momentan keine weiteren Übersetzungen geplant und werde auf unbestimmte Zeit eine Pause einlegen, da ich schwanger bin und in zwei Wochen Geburtstermin habe. Deshalb werde ich erstmal keine Zeit zum Übersetzen haben, aber ich hoffe, dass wenn sich alles eingespielt hat, ich wieder für euch Übersetzungen schreiben kann.
Ich versuche noch meine andere laufende Übersetzung Wanderer fertig zu bringen und ihr könnt gerne Vorschläge für nächste Projekte dalassen, aber wie gesagt kann es etwas dauern, bis ich dann dafür die Zeit finde :)
Annelina
