(K)ein Tag wie jeder andere

von Callista Evans

Disclaimer: Siehe Kapitel 1

A/N:Und noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an Nici, die wieder so nett war für mich beta zu lesen. Du bist die Beste! Auf zum letzten Kapitel. Ich habe es endlich geschafft! Noch einmal die Filme auf die ich im letzten Kapitel angespielt habe:
J – Men in Black
Die Abstimmung – Sister Act
James Potter die Vorstellung– James Bond
Losungswort Sophia – Sakrileg (ups, das kam gar nicht im Film sondern im Buch vor)
Das ist wie Magie – Highlander
Zeit, die wie in Zeitlupe weiterläuft Star Trek 9 Der Aufstand
3 x Klopfen und Professor – Big Bang Theory
Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder keine Frage!"- Paulchen Panther

Kapitel 10: My Girl

Seltsam vertraute, schrille Geräusche veranlassten Severus Snape aus dem Schlaf in die Wirklichkeit zurückzukehren. „Babe, I got you Babe", summte Dobby laut und schief wie nur er es konnte. Ein verzweifeltes Stöhnen entfuhr Snape und er sah auf seinen altmodischen Wecker. 6:00 Uhr morgens! Wieder einmal! Und das trotz aller Bemühungen. Höchste Zeit, sich auf die andere Seite zu drehen, um den Hauselfen zum Schweigen zu bringen. "Schhhh, Dobby, lass ihn noch schlafen", flüsterte in diesem Moment zu Severus' Erstaunen eine leise Stimme. Jetzt war er mit einem Mal hellwach, drehte sich herum und schlug die Augen auf.

Sie stand an der Tür und drehte ihm in dem Moment den Rücken zu, weil sie versuchte, den Hauselfen aus dem Zimmer zu drängen. Hermione Granger! Unendliche Erleichterung durchflutete ihn, aber er blieb auf der Hut. Schließlich hatte er schon einmal eine vermeintliche Veränderung erlebt und es hatte sich als Traum, ach was, als Alptraum, herausgestellt. Doch dies hier schien durchaus real zu sein. Und - er konnte sich an alle Details des gestrigen Abends erinnern.

Vielleicht sollte er einfach optimistisch sein und davon ausgehen, dass er es geschafft hatte, sich aus dieser Zeitschleife zu befreien. Mit einem Gefühl gleich doppelt gewonnen zu haben, schaute er zu seiner Kollegin hoch. Ein Glitzern trat in seine Augen und spontan kam ihm in den Sinn: Mein Schatz!

In diesem Moment drehte sich Hermione zu ihm um.
"Oh, du bist wach! Ich hatte gehofft, Dobby rechtzeitig aus dem Raum zu manövrieren, damit du noch ein wenig schlafen kannst." Unbefangen ließ sie sich auf der Bettkante nieder. Sie trug ein weißes Negligee, das bis zum Knie reichte und nur vom Muster her noch an die Bluse erinnerte, die sie gestern anhatte. Sein Blick wanderte anerkennend über ihre wohlgeformte Gestalt. Sie lächelte ihn an. Das lockige Haar war ein wenig verstrubbelt und ein großer Teil davon hing in einem lockeren Zopf nach hinten.

Dann wurde ihr Blick ernst.
„Es tut mir leid wegen gestern, ich wollte nicht..."
"Was? Dafür sorgen, dass Gryffindor die Wette endlich gewinnt oder..."
"Ach, die blöde Wette, die hatte ich schon wieder vergessen, nein, ich meine, dass ich eingeschlafen bin, bevor du zurückgekommen bist."
"Und das in meinem Bett!"
"Ich fand, das war der richtige Platz, um auf dich zu warten." Nun war ihr Gesicht ein einziges großes Grinsen.

Er merkte, wie auch seine Mundwinkel nach oben gingen.
"Ich schau dir in die Augen, Kleines und werde genau erkennen, ob du mir die Wahrheit sagst". Severus zog sie an sich und betrachtete sie genau. Seine Hände umfassten ihr Gesicht, er strich eine widerspenstige Strähne ihres Haares hinter ihr Ohr und küsste sie. Dann sah er sie ernst an. "Tu mir einen Gefallen und kneif mich, bitte!" Hermiones Augenbrauen gingen nach oben, aber sie entsprach seinem Wunsch sofort.

"Au, das tat weh!"
"Aber das sollte es doch auch, oder?" Hermiones Mundwinkel gingen nach oben und in ihren braunen Augen funkelte ein Schalk.
"Ja, und ich bin immer noch hier! Es ist also kein Traum. Und du kannst dich daran erinnern, was gestern passiert ist?"
"Du meinst an deine Feier, wie du Albus ausgetrickst und Harry und Ron verwirrt hast, von allen anderen ganz zu schweigen? Und wie wir deine Feier einfach frühzeitig verlassen haben?" Er nickte zustimmend. „Heißt das, dass die Zeitschleife beendet ist?", fragte Hermione neugierig.

Severus Lächeln war groß und breit. "Ja, ja, das ist sie!"
"Dann, wünsch' ich viel Glück zum Nichtgeburtstag für dich!" Sie drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Jetzt sah er sie fragend an. "Na, ich denke, du bist doch bestimmt total erleichtert, heute einmal nicht Geburtstag zu haben, nachdem, was du mir über diese Feiern erzählt hast."
"Das stimmt allerdings, doch die letzte war es wert, das Ganze durchzustehen." Seine Augen bedachten sie mit einem eindringlichen, intensiven Blick, der deutlich verriet, dass sie der Grund war, welcher die Action wertvoll machte.

„Auch wenn du dir das Ende des Tages anders vorgestellt hattest." Sie schaute verlegen zu Boden.
„Eine hübsche junge Frau in seinem Bett vorzufinden, ist nicht gerade das Schlechteste, was einem Mann passieren kann. Besonders, wenn sie sich sofort an einen kuschelt, sobald man sich zu ihr gesellt. Und immerhin habe ich dich und anscheinend auch diesen Metatron von meinen ernsten Absichten überzeugt, sonst würden wir dieses Gespräch jetzt nicht führen." Erleichterung und auch etwas Stolz lagen in Severus' Stimme.

„Womit haben die Schüler deines Hauses es gestern Abend eigentlich geschafft, dich von mir wegzulocken?"
„Meine Schüler haben die Situation ausgenutzt, dass die meisten Lehrer auf der Geburtstagsfeier waren. Mr. Jekyll musste sich mal wieder in den Vordergrund spielen und einen neuen Trank im Selbsttest erproben, was nicht gerade zu einem Erfolg führte. Wie gut, dass Poppy auf so etwas vorbereitet ist." Er machte eine Pause und fügte dann trocken hinzu:
„Es ist ja nicht das erste Mal, dass Schüler leichtsinnigerweise durch falsch zubereitete Zaubertränke eine Gestalt annehmen, die nicht dem gewünschten Ergebnis entspricht."

„Das habe ich auch schon gehört", kommentierte Hermione scheinbar unbefangen, doch sie schaute ihn nicht dabei an und kratzte abwesend an den Seiten ihrer Nase, wo damals in ihrem zweiten Schuljahr die Katzenschnurrhaare gesessen hatten.

Um ihn vom Thema abzulenken fragte sie: „Woher wusste die Schülerin, wo sie dich findet? Wir hätten ja auch noch auf der Party sein können."

„Sie wusste es, weil sie mich schlauerweise mit einem Ortungszauber gesucht hat. Seine Stimme, die bekannterweise je nach Situation als perfektes Instrument der Kommunikation eingesetzt werden konnte, wurde noch etwas tiefer und so sanft wie ihn wohl kaum jemand zuvor gehört hatte.
„Ich würde mich allerdings anstatt über Schüler zu sprechen, lieber mit anderen Dingen beschäftigen." Hermione erschauerte und schluckte. Ihre braunen Augen blickten in seine schwarzen und schienen sich darin verlieren zu wollen. Von der Kälte, die früher so oft in ihnen zu erkennen war, blieb keine Spur mehr. Im Gegenteil, das was Hermione dort sah, ließ sie schneller atmen und ihre Wangen röteten sich.

„Was für Dinge?", fragte sie dennoch scheinbar unschuldig und blickte ihn erwartungsvoll an. Da griff Severus nach ihr, zog die Hexe spielerisch ins Bett und rollte sich mit ihr herum, bis sie unter ihm lag.
„Da wären zum Beispiel 'diese'", er küsste sie auf den Mund, „und diese", nun gab es ein sanftes Knabbern am Ohrläppchen, „oder diese Dinge", jetzt blies er mit seinem Mund seinen warmen Atmen durch ihr Negligee auf ihre linke Brust. Hermione schloss die Augen und genoss seine kleinen Aufmerksamkeiten. Severus hielt inne und stellte lächelnd fest:
„So kann man dich also auch zum Schweigen bringen!"

„Hmm", antwortete sie zustimmend. „Hör am besten nicht auf mit dem, was du gerade machst. So kannst du testen, welche dieser Methoden am effektivsten ist."

Der Zaubertränkemeister schien diesen Vorschlag akzeptabel zu finden, denn er beugte sich sofort wieder über sie. Ein paar gemurmelte Worte später umgab eine Art blickdichter Schleier das Bett und die beiden dort liegenden Personen.
„Sicher ist sicher", kommentierte Severus, bevor sämtliche Worte überflüssig wurden und nur ab und zu ein Stöhnen ertönte.

-o-o-o-

Eine erstaunlich lange Zeit später löste sich der Schleier wieder auf. Severus erhob sich, griff nach seinem Morgenmantel und ging leise in den Wohnraum. Als ob er hier ebenfalls dem Klischee entsprechen müsste, wogte auch dieser Mantel hinter ihm her, wie bei einer Fledermaus. Einige Minuten später kam er mit einem gut bestückten Frühstückstablett wieder hinein.

Das Geräusch mit dem die Tür ins Schloss fiel, weckte Hermione aus ihrem kurzen Schlummer. Sie richtete sich im Bett auf, wobei sie das Laken geschickt über ihre Blöße deckte. Snape sah sie fragend an. „Sicher ist sicher", wiederholte sie seinen Kommentar von vorhin.

„Oh, Frühstück im Bett, wie aufmerksam! Kaffee und Croissants. Das trifft genau meinen Geschmack." Sie rutschte auf die Seite, um Platz zu schaffen, doch Severus stellte das Tablett auf dem Nachtisch ab. „Wie gut, dass heute der Unterricht erst später beginnt. Eine nette Geste von Albus, die ersten Stunden ausfallen zu lassen. Am liebsten wäre es mir allerdings, wenn heute gar kein Unterricht wäre", gab die ehemalige Musterschülerin zu.

„Mir geht es genauso. Aber wir werden uns wohl der Meute stellen müssen." Severus verzog das Gesicht zu einer Grimasse.
„Meute? Wen meinst du damit, die Schüler, die Kollegen oder erwartest du heute noch andere Leute?"
„Ich denke da an alle Leute, die gestern bei der Feier dabei waren. Die Schüler natürlich sowieso. Es ist lange Zeit her, seit mein Handeln Konsequenzen hatte und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen."

Severus goss zwei Tassen Kaffee ein und reichte eine an Hermione weiter. Sie nahm sie dankbar an, schien aber noch nicht zufrieden, also angelte sie ihren Zauberstab vom Nachttisch. Ein kurzes Zauberstabgefuchtel später schwebte das Tablett sicher, zwischen ihnen, als stände es auf einer festen Fläche. „Das sind die Momente, in denen ich es besonders liebe, zaubern zu können", sprach sie und griff nach einem Croissant.

„Ich hoffe, dass die Konsequenzen deinern Handlungen der letzten Stunden kein Problem für dich darstellen." Sie trank einen Schluck aus ihrer Tasse und beobachtete sein Gesicht, um keine Regung darin zu verpassen. Severus streichelte Hermione sanft über die Wange und beteuerte: „Du bist die Einzige, bei der ich mir sicher bin, dass ich Konsequenzen aus meinen Handlungen ziehen möchte. Aber was ist mit Potter und den anderen? Wenn die anderen ein Problem damit haben, dass wir... zusammen sind. Es wäre bestimmt leichter für dich gewesen, wenn ich ihnen das Ganze nicht gleich unter die Nase gerieben hätte."

„Mach dir um die anderen keine Sorgen." Hermiones Augen hatten einen verdächtigen Glanz bekommen, als er nach dem kurzen Zögern weitergesprochen hatte. Ihre Stimme vibrierte bei ihrer Antwort leicht und die Anspannung ihrer Körperhaltung verschwand sichtlich. Sie hatte doch nicht etwa an der Ernsthaftigkeit seines Interesses gezweifelt. Jetzt lächelte sie zufrieden.
„Wenn ich glücklich bin, werden sie nichts dagegen haben und wenn doch, dann werde ich mich darum kümmern. Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wen ich mir als Partner aussuche", füge sie kämpferisch hinzu.

Gedankenverloren strich sie über das glatte Material des Oberbetts und schaute dann zu Severus auf. „Was ist denn jetzt mit dieser Wette? Ich meine, wenn es eine magische Wette war, mit einem Zauber, der anzeigt, wann die Wette gewonnen oder verloren ist, dann wissen doch jetzt die Schüler das Resultat. Früher oder später wird herauskommen, dass ich die Gryffindor bin, die deine Räume betreten hat."

Weil er nicht sofort antwortete, setzte sie nach einer Weile hinzu: „Und sie werden sich schwarz ärgern, denn der Nebeneffekt dieser Wette war natürlich – zumindest, was die Neugier der Gryffindor angeht – herauszufinden, welche Farbe deine Bettwäsche nun hat."

Auch Severus' Blick blieb am Bettzeug hängen und er seufzte. Seine Antwort kam dann allerdings völlig zusammenhanglos. „Ich hasse Schlangen!"

Hermione sah ihn erstaunt an. „Das überrascht mich jetzt wirklich. Wobei ich gerne wissen würde, welche Schlangen du jetzt meinst, die Schüler deines Hauses oder die echten? Außerdem sehe ich noch keinen Zusammenhang mit deiner Bettwäsche."

Die besagte Bettwäsche war nämlich, wie wohl ganz Gryffindor und noch etliche andere Schüler aus anderen Häusern erwartet hatten, komplett schwarz. Der Rest des Raums enthielt das Standard Mobiliar für die Lehrerzimmer, ein breites Bett, im Gegensatz zu den Schülerbetten aber ohne Himmel und dazu passenden Nachttisch und Kleiderschränke. Selbst der Rahmen des Spiegels, der mit einem weißen Tuch bedeckt war, war schwarz wie Ebenholz. Die Farben in diesem Raum mussten Severus zu der Idee mit der Party gebracht haben, auch hier war fast alles nur schwarz oder weiß.

Noch immer zögerte Severus mit seiner Antwort. „Die meisten Slytherins sind durchaus tolerabel, nachdem sie mit den hausinternen Regeln vertraut gemacht wurden. Was allerdings die Dekoration in unserem Territorium angeht, so übertrifft Salazar Slytherins Dekorationsstil den von Albus Dumbledore zur Weihnachtszeit um Längen. Es ist des Guten einfach zu viel. Überall und nirgends begegnet man diesen Viechern und alles und jedes Objekt ist damit geschmückt. Weißt du, wie dieser Raum in seiner ursprünglichen Dekoration aussieht? Mit den Farben Silber und Grün habe ich ja keine Schwierigkeiten, aber diese Reptilien überall…" Er holte tief Luft, so sehr hatte er sich echauffiert. „Und kein normaler Zauber hält lange genug, um den Raum in dezenten Farben zu halten, außer dem einen, der dieses Ergebnis hier hervorbringt." Mit seiner Hand machte eine Geste, die den ganzen Raum umfasste.

Hermiones Augen glitzerten vor Vergnügen, als sie ihn nun fragte: „Und es war bestimmt eine riesige Überwindung für dich, schwarz als Farbe für dein Schlafzimmer zu akzeptieren. Bist du vielleicht erst dadurch auf den Geschmack gekommen, dich auch in diesen Farben zu kleiden?"

Severus schnaubte. „Ich habe lange an meinem Image gearbeitet. Als ich hier als Lehrer angefangen habe, war ich schließlich nur ein paar Jahre älter, als die Siebtklässler. Und Respekt bekommst du nicht durch das Tragen von bunten Gewändern… es sei denn, du bist der mächtigste Zauberer deiner Zeit", fügte er dann noch hinzu. Hermione kicherte.

„Dafür bist du aber der gefürchtetste Lehrer deiner Zeit. Da hat allerdings nicht nur mit deiner Kleidung zu tun, es ist eher deine Körpersprache vor allem deine Stimme und deine Haltung."

„Zumindest weißt du, mit wem du dich eingelassen hast", kommentierte Severus trocken. „Aber um noch einmal auf die Wette zurückzukommen: Was glaubst du, was die Gewinner wohl sagen werden, wenn sie herausfinden, wer und auf welchem Weg dieser die Wette für sie gewonnen hat?" Snapes Stimme enthielt mehr als eine Spur von Schadenfreude.

„Ganz Gryffindor wird erst froh sein, gewonnen zu haben und dann empört darüber, dass wir zusammen sind. Sie werden denken, dass du mich auf irgendeine Art manipuliert hast, mir womöglich einen Trank eingeflößt hast oder etwas ähnliches. Das wird die Klatsch- und Tratschtanten eine Weile beschäftigen", überlegte Hermione.

„Ehrlich gesagt, meine Liebe, das ist mir egal", sprach Severus aus vollem Herzen. „Die Frage ist wohl jetzt: Lassen wir sie alle zappeln oder schocken wir sie sofort mit der Wahrheit?"

„Du meinst, wir sagen ihnen, dass ich das alles geplant habe, um die Wette zu gewinnen und weil ich dadurch so slytherin gedacht habe, habe ich mich dann gleich in dich verliebt und..."

Bevor sie weiter reden konnte, hatte er sie zu sich herüber gezogen und ihr den Mund mit einem Kuss verschlossen.

Als er sie wieder frei gab, richtete sie sich auf und meinte noch ein wenig atemlos, aber kämpferisch: „Das wird Konsequenzen haben!" Sie stemmte ihre Hände in die Hüften.
„Na, wie sieht es aus? Du kannst jetzt unter Beweis stellen, wie mutig Slytherins sein können. Ich bin nämlich dafür, dass wir uns gleich der Meute stellen. Was hältst du von einem offiziellen Auftritt beim Mittagessen Hand in Hand?"

Jetzt verschüttete Severus fast seinen Kaffee, den er gerade in die Hand nehmen wollte. Im letzten Moment setzte er die Tasse wieder auf das Tablett und schaute Hermione nachdenklich an.

„Ein gar nicht so ungeschickter Versuch, jemanden dazu zu bringen, etwas zu tun, was er unter normalen Umständen nicht tun würde. Allerdings vergisst du, dass ich als Slytherin selber so denke und deine Absicht erkenne." Er lächelte anerkennend.

„Dann sieh es als deine Chance ganz Hogwarts so unter Schock zu versetzen, dass alle sprachlos Chance bekommst du vielleicht nicht wieder." Da war es wieder dieses geheimnisvolle Lächeln in Hermiones Gesicht.

„Gut, du hast Recht, wir sollten das schnell hinter uns bringen. Ich bin tatsächlich auf die Gesichter der Kollegen gespannt, vor allem die von Albus und Minerva. Ich wette, das hat unser allwissender Schulleiter nicht vorausgesehen!"

Hermione trank den letzten Rest Kaffee aus ihrer Tasse und blickte auf ihre Armbanduhr. „Wenn wir beide nicht damit auffallen wollen, dass wir zu spät kommen, muss ich jetzt in mein Quartier zurück."
„Schade, ich wollte dir gerade meine Dusche anbieten. Und wenn du jemanden brauchst, der dir den Rücken wäscht, stelle ich mich gerne zur Verfügung." Mit einer angedeuteten Verbeugung wies Severus mit seinen Armen Richtung Bad.
„Das ist ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann", meinte Hermione trocken. Er griff nach ihrer Hand, half ihr aus dem Bett und führte sie zum Badezimmer.

Als die Tür hinter ihnen zuschlug, hörte man die gedämpfte Stimme des Metatrons unter dem abgedeckten Spiegel hindurch: „Na also, geht doch!"

Ende

A/N: Und hier noch einmal die Filme, die ich im letzten Kapitel untergebracht habe:

Mein Schatz – Herr der Ringe
Ich schau dir in die Augen, Kleines – Casablanca
Ja, ja, das ist sie – Phineas & Ferb
Viel Glück zum Nichtgeburtstag - Alice im Wunderland von Disney
Was für Dinge? - aus dem wenig bekannten Film Dance Academy (Teil 1)
Kaffee und Croissants – Star Trek TNG Folge
Ich hasse Schlangen!" – Indiana Jones
Schwarz wie Ebenholz – Schneewittchen
"Ehrlich gesagt, meine Liebe, das ist mir egal." - Rhett Butler in Vom Winde verweht
Ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann - Der Pate

Ach und ich hätte immer noch gerne euer Feedback ;)