Passend zum Sonntag, ein Kapitel fürs Lesen auf dem Balkon oder auf dem Sofa.

Danke LucySkywalker für das liebe Kommentar. Das motiviert mich zum Weiterschreiben.


Bewerbungsgespräche

Erst am Abend konnten sich die Rebels treffen. Al hatte das südliche Seeufer vorgeschlagen, da der Raum der Wünsche aktuell anderweitig besetzt wurde und sie Ted nicht stören wollten.

Mäxym war vom Treffpunkt nicht begeistert. Das Ufer war zu offen, einsichtig und man konnte sie leicht belauschen. Katelyn beruhigte sie. »Wir gehen einfach zehn Minuten eher dahin und wirken einige Zauber. So kann uns niemand sehen oder belauschen.«

Das beruhigte ihre Freundin. Es war zwar nicht hundertprozentig sicher, wie im Raum der Wünsche, doch für jetzt würde es reichen.

Katelyn und Mäxym gingen wie besprochen einige Minuten früher zum See und begannen mit den Schutzzaubern. Nach und nach kamen auch die anderen Rebels dazu. James und Al waren die Letzten.

James fing sofort an. »Danke, dass ihr alle so schnell und kurzfristig hierhergekommen seid. Wie ihr schon mitbekommen habt, ist der Raum der Wünsche aktuell Sperrzone für uns. Die Rumtreiber konnten Ted aus Askaban befreien, aber er braucht noch Ruhe und Zeit, um sich zu erholen. Da helfen wir ihm bei unseren Besprechungen nicht.«

Alle nickten und waren froh, zu hören, dass wenigstens ein Unschuldiger Askaban entfliehen konnte.

»Während der freien Zeit, haben einige von euch nach den Langziehohren gesucht. Wir haben welche in der Bibliothek, in der großen Halle und in einigen Unterrichtsräumen gefunden«, fasste James weiter zusammen. Mäxym wunderte sich, warum er das alles schon wusste. Katelyn hatte es ihr doch erst heute Mittag erzählt.

»In den Gemeinschaftsräumen haben wir keine gefunden«, ergänzte Al.

»Ist schwierig für die Inspektoren eine Ausrede für Professor Longbottom zu finden, warum sie sich in den Räumen der Häuser aufhalten«, mutmaßte Dominique.

James nickte. »Wir können uns dort also unterhalten. Ansonsten gilt für das gesamte Schloss erst einmal Funkstille. Wir wollen nicht, dass jemand bemerkt, was wir alles wissen und vor allem, was wir vorhaben.«

»Und was haben wir vor?«, fragte Magenta ungeduldig.

»Bis jetzt nichts. Wir bleiben ruhig und halten unsere Ohren und Augen offen. Bis sich Ted erholt hat, tun wir nichts Unüberlegtes.« James sah jeden durchdringend an und alle nickten wieder.

»Dann helfen uns bestimmt noch weitere Ohren und Augen?«, gab Colin zu bedenken.

»Wie meinst du das?«, fragte Mäxym.

»Es sind einige auf mich zugekommen, die bemerkt haben, dass sich einige Schüler wehren und wollen mitmachen.«

Scorp war sogleich euphorisch. »Je mehr, umso stärker sind wieder.«

Doch seine Schwester bremste ihn schnell. »Einfach so? Das kommt mir sehr komisch vor. Wer weiß, wem wir noch trauen können. Wie haben sie das mitbekommen? Wer sind sie?« Mäxym gefiel diese Aufmerksamkeit nicht und war skeptisch.

»Mäx hat recht. Wir sollen nicht gleich jeden in unseren Club lassen. Colin, mach ein Treffen aus. Wir haben einige Fragen, bevor wir sie ins Vertrauen ziehen«, James sah wie immer alles pragmatisch. Wer helfen will, gut, aber davor soll er überprüft werden. Seine Partnerin war noch nicht überzeugt, behielt ihre Zweifel aber für sich. Sie vertraute James und Colin. Die beiden würden die richtigen Fragen stellen.

»Gibt es von jemanden noch etwas Neues?«, fragte James in die Runde und da sich niemand mehr zu Wort meldete, beendete er das Treffen.

Katelyn und Mäxym lösten die Schutzzauber und die kleine Gruppe zerstreute sich.

James wartete auf Mäxym und begleitete sie zurück ins Schloss. Katelyn, die bemerkt hatte, dass das junge Paar allein sein wollte, lief mit den anderen Slytherins vor ihnen.

»Ich habe kein gutes Gefühl mit den Neuen«, fing Mäxym an.

James griff nach ihrer Hand. »Das habe ich bemerkt und ich sehe es genauso wie du. Kommt ziemlich plötzlich. Aber wir bleiben nicht unbeobachtet. Gryffindor und Slytherins, die zusammen abhängen? Das erregt die Aufmerksamkeit einiger. Und vielleicht wollen sie tatsächlich helfen. Vielleicht sind ihre Eltern auch betroffen und sie wollen sie nur befreien.«

»Das sind aber viele vielleichts«, wandte Mäxym ein.

James drückte leicht ihre Hand. »Und um diese in sichere Antworten umzuwandeln, werden wir erst eine Befragung durchführen. Fühlst du dich besser, wenn du dabei wärst? Du hast eine gute Menschenkenntnis und vor dir haben viele der Schüler Respekt.«

»Das ist lieb. Aber ich glaube, dein Respekt ist weitaus größer. Nein, ich überlasse die Gespräche euch. Ich muss einiges nachholen und will mich auf die Prüfungen vorbereiten. Das sind meine Ersten in Hogwarts und ich will mein Bestes geben.«

James nickte. »Natürlich. Ich gebe dir dann danach ein Update und erzähl dir, wie es war. Ich glaube, ich werde Colin fragen, ob er dabei sein will. Er hat sich gut geschlagen in letzter Zeit und hatte die Idee, in der Bibliothek nach den Ohren zu suchen. Ziemlich beeindruckend.«

Mäxym blieb stehen, was auch James veranlasst, in der Bewegung innezuhalten. »Wenn Colin dabei ist, dann nutze direkt mal die Gelegenheit und beobachte ihn.«

»Colin? Hast du einen Verdacht?« James war ganz Ohr.

Doch Mäxym schüttelte den Kopf. »Nein, Colin ist treu und würde unsere Sache nicht verraten, aber er ist oft mit Katelyn zusammen und ich glaube, dass die beiden ...«, sie wurde von James unterbrochen.

»Und du glaubst, die beiden haben etwas miteinander?« Er lachte auf und zog sie mit sich. »Natürlich haben die was. Al und Scorp haben sie gestern in einer Ecke gesehen und ich sag mal so, er hat ihr da nicht die schöne Architektur von Hogwarts gezeigt. Aber wir sollten da nicht zu Größe Töne spucken. Wir sind doch nicht besser.« Mit einem Grinsen zog er sie eng an sich, legte seine Arme um ihre schmale Taille und raubte ihr einen kleinen Kuss.

»Hey, wir sollten zu unseren Schlafräumen gehen, sonst erwischt uns noch jemand.« Spielerisch schlug sie mit ihrer Faust ihm auf den Arm. Doch ihr Lachen verriet sie.

»Das weiß ich doch. Ich hole mir nur einen Gute-Nacht Kuss.« Damit küsste er sie inniger und seine Hände wanderten tiefer.

Nachdem sich beide wieder voneinander trennen konnten, sehr zu James Unmut, liefen sie weiter zum Schloss hinauf.

»Aber ihm ernst, kannst du ein Auge auf Colin haben? Ich will nur nicht, dass er Katelyn weh tut. Vielleicht kannst du ihn nach seinen Absichten fragen?«

»Nach seinen Absichten? Mäxym, wir sind doch nicht mehr im zwanzigsten Jahrhundert?« James schüttelte den Kopf.

»Na und? Ich pass nur auf meine Freunde auf«, rechtfertigte sich Mäxym.

»Und wer hat mich nach meinen Absichten gefragt?«, fragte James und legte seinen Arm um ihre Schultern.

»Niemand, alle haben zu viel Respekt der Angst vor dir. Aber ich bin auch schon groß und kann auf mich selbst aufpassen.«

»Und Katelyn nicht?«

Mäxym kuschelte sich an ihn. Die Sonne war untergegangen und es wurde frisch »Natürlich, aber doppelte Vorsicht schadet nicht.«

Am nächsten Abend hatte sich James mit Colin verabredet. Sie wollten zusammen die Gespräche mit den neuen Anwärtern führen. Colin hatte dafür durch seine enge Freundschaft mit einem Schüler aus Hufflepuff die Hauselfen überreden können, ihnen die Küche für zwei Stunden zu überlassen.

Nachdem sie den Raum nach Langziehohren abgesucht haben, nahmen sie drei Stühle und einen Tisch und stellten sie in die Mitte.

»Der Erste ist Neal Fosse. Er ist aus Ravenclaw«, las Colin vor. Er hat sich selbst und James eine Liste erstellt. Langsam verlor man den Überblick. »Heute wollen sich acht Schüler vorstellen.«

James, der gerade ein Schluck Tee getrunken hatte, verschluckte sich und hustete. »Acht? So viele?«

»Ich hatte dir doch gesagt, dass sich viele gemeldet haben.«

»Aber wie sollen wir denn mit allen reden?« Doch bevor Colin die Frage beantworten konnte, kam Neal herein.

»Hallo, oh der große James Potter ist mit dabei. Was eine Ehre.« Neal kam sofort locker und entspannt rüber, gab beiden die Hand und setzte sich ihnen gegenüber.

»Warum willst du bei uns mitmachen?« James kam gleich zur Sache. Sie mussten einen Zahn zulegen, wenn sie heute mit allen acht sprechen wollten.

»Ich habe mitbekommen, dass ihr helfen wollt und will dabei ein Teil davon sein. Ich bewundere unsere Eltern, dass sie bei Dumbledores Armee dabei waren und möchte in ihre Fußstapfen treten.«

»Deine Eltern waren bei James Vater im Training?«, fragte Colin und machte sich nebenbei Notizen.

Neal nickte. »Genau. Ich will es ihnen gleichtun.«

James erhob sich. »Alles klar, danke dir. Wir wollen noch mit den anderen sprechen. Colin wird dir dann Bescheid geben.« Damit entließ er den Ravenclaw Schüler, der eine Klasse über ihnen war. »Kannst du den nächsten rein schicken?« Neal nickte und ging hinaus.

»Ich soll ihm Bescheid geben?« Colin sah James verwundert an.

Dieser klopfte ihn aufmunternd auf die Schulter. »Ja, du bist unser Mann für das Rekrutieren geworden. Wir sehen und hören uns alle an und entscheiden dann. Du wirst es ihnen dann mitteilen und sie bei uns einführen. Dabei behältst du sie aber erst einmal im Auge.«

»Eh, ja klar.« Colin war verwundert über so viel Vertrauen. Er hätte die nie gedacht, dass jemand aus dem Potter-Weasley Clan einen von außerhalb mit einbezog.

»Hallo, ich bin Izidor Devine.« Ein junges Mädchen, vielleicht in Lilys Alter, kam zu ihnen. James hatte sofort beschlossen, dass sie viel zu jung für ihre Unternehmungen war, doch er wollte ihr eine Chance geben. Das würde er sich auch für seine Schwester wünschen.

»Hallo Izidor, warum willst du denn bei uns mitmachen?« James lehnte sich nach vorn und wartete auf ihre Antwort.

»Mein Bruder, er war ein Auror und wurde in den Hausarrest gesteckt. Ich habe gehört, dass ihr dafür kämpft, dass sie freikommen. Ich will, dass mein Bruder auch frei kommt.« Sie hielt eisern die Tränen zurück.

»Danke Dir fürs Kommen. Wir werden erst alle Bewerber anhören und später komme ich zu dir und teile dir unsere Entscheidung mit.« Colin sah es ähnlich wie James. Sie war noch zu jung.

Izidor nickte und ging. Die nächsten beiden, Conrad Vinter und Nils Tomowka waren in als und Scorps Klasse. James kannte sich nicht gut, doch im kurzen Gespräch machten sie einen guten Eindruck.

Nachdem Nils gegangen war, kam Gustav Mascone herein. »Hi, ihr seid Colin und James?« Etwas schüchtern setzte er sich an den Tisch.

»Ja genau und du musst Gustav sein. Hufflepuff, richtig?« Gustav nickte. Colin kannte ihn nicht, doch Magenta hatte in Zaubertränke immer wieder kleine Hausarbeiten mit ihm gemacht und lobte seine Arbeit in den höchsten Tönen.

»Warum möchtest du denn ein Teil der Rebels sein?«, wunderte sich James. Auf den ersten Blick konnte er weder Mut noch Waghalsigkeit erkennen. Zwei Eigenschaften, die das Unterfangen der Rebels voraussetzte.

»Ich will gar kein Teil sein, ich will nur helfen. Magenta hat mich über einige Rezepte ausgefragt und sie ist, wie soll ich es sagen. Sie ist nicht sonderlich begabt beim Brauen. Ich will euch unterstützen und Tränke brauen. Auch die Schwierigen. Das liegt mir. Das macht mir Spaß. Ich mach das doch schon in meiner Freizeit, so können die Tränke wenigstens angewendet werden.«

»Auf jeden Fall nützliche Fähigkeiten. Wobei wir lieber Magenta verschweigen, dass sie ihre Tränke nicht so gut sein«, kommentierte James mit einem Zwinkern.

Gustav, der leicht rot wurde, räusperte sich. »Ja, das wäre mir lieber. Aber aus den Kämpfen«, er wurde wieder ernst. »Aus den Kämpfen will ich rausgehalten werden.«

»Danke dir Gustav. Wir werden das auf jeden Fall besprechen«, beendete Colin das Gespräch.

Als sich Gustav erheben und gehen wollte, wurde die Tür aufgeschlagen und ein angetrunkener Sunjay Masque kam herein. James kannte ihn. Ein Trunkenbold, der es immer wieder hinbekam, Alkohol nach Hogwarts zu schmuggeln und viele der jüngeren Schüler zu Schulverstößen anstachelte. Von Professor McGonagall wurde er etliche Male gemaßregelt, doch bis jetzt verhinderten seine Eltern mit ihrem Einfluss, dass er von Hogwarts verwiesen wurde. Einer der seltenen Fälle in Gryffindor, über den man sich schämen konnte.

»Na, was macht ihr hier? Kann ich bei euren Mistverein mitmachen? So jemanden wie mich braucht ihr doch!« Sunjay sah James provozierend an. Dieser jedoch ging nicht weiter darauf ein, sondern zeigte Gustav an, zu gehen. Dieser, sichtlich unwohl, nahm diese Gelegenheit dankbar an und verschwand schnell durch die offene Tür.

»Sunjay, du bist noch nicht dran.« Colin hatte ihn zwar auf der Liste stehen, wusste aber gleich, dass James dagegen Einwände hätte. Nur der Fairness wegen hatte er ihn aufgeschrieben.

»Tze, wisst ihr, welchen Einfluss ich habe?«

»Welchen denn? Soweit ich mich erinnern kann, haben diesen Einfluss deine Eltern und nur deine Eltern.« James ließ ihn nicht zu Wort kommen. Er hatte es satt. Die Gespräche hatten ihn geschlaucht und er wollte nur noch ins Bett. Eine Auseinandersetzung mit Sunjay war zu viel des Guten.

»Oh der große Potter. Glaubt, er ist mächtiger als ich. Aber wo ist deine ach so tolle Familie jetzt? Wo sind die Potters und Weasleys. Selbst deine begabte Freundin steht mit einem Bein in Askaban. So wie ihr lieber Bruder.« Sunjay sah James mit brennenden Augen an.

Mäxym zu erwähnen war zu viel. James konnte sich nicht mehr beherrschen. In wenigen Schritten hatte er die Distanz zu Sunjay überbrückt, ihn am Kragen gefasst und über seine Schulter rücklings auf den Tisch geworfen. Dort drückte er ihn fest auf die Tischplatte. Sunjay wurde die Luft aus den Lungen gepresst und wusste einige Sekunden nicht, was geschah. Bis jetzt hatte es niemand gewagt, so mit ihm umzuspringen.

Colin, der ebenfalls überrascht war, hatte sich schneller gefasst und griff nach James Handgelenk. »Komm schon Mann. Alles gut. Sunjay hier hat eine blöde Bemerkung gemacht und wird sich dafür entschuldigen. Lass ihn«, versuchte er seinen Freund zu beruhigen.

»Sich entschuldigen? Wohl kaum. James wird sich noch wünschen, sich vor mir in den Staub fallen lassen zu dürfen. Ich werde das meinen Eltern berichten«, keuchte Sunjay. Noch immer presste James ihn auf den Tisch und er kam nur langsam wieder zu Atem.

»Pah, dass ich nicht lache. Die Zeit wird kommen, da fallen auch deine Eltern in Ungnade oder sie bekommen ihre gerechte Strafe. Wir alle wissen, dass sie die Augen verschlossen haben, als gute, rechtschaffene Zauberer und Hexen verhaftet wurden«, sprach James zornig.

»Komm, lass ihn los. Das führt doch zu nichts.« Colin schaffte es, James Griff zu lockern und zog ihn von Sunjay weg.

Dieser rieb sich den Hals und atmete schwer. »Das wirst du büßen, Potter«, murmelte er und zog mit der linken Hand seinen Zauberstab.

»Expelliarmus!«, rief Ashwin, der gerade durch die Tür kam. Sunjays Zauberstab viel in hohem Bogen durch den Raum und landete in Ashwins Hand.

Colin und James sahen erst zu Sunjay und dann zu Ashwin.

»Brauchst wieder meine Hilfe, Jamie Boy.« Ashwin, ebenfalls aus Gryffindor, war ein guter Freund von James. Dieser hatte ihn jedoch nie gefragt, ob er zu den Rebels wollte, da seine Eltern unter Hausarrest standen und er keine unnötige Aufmerksamkeit erregen wollte. »Sunjay, verpiss dich hier und niemand wird erfahren, dass du einem Zauberer in den Rücken schießen wolltest. Komm, raus hier.« Ashwin zeigte zur Tür.

Sunjay erhob sich mühselig und trottete zur Tür an Ashwin vorbei. »Mein Zauberstab?« Sunjay streckte die Hand aus.

Sein Gegenüber schüttelte den Kopf. »Den bekommst du erst, wenn wir uns im Gemeinschaftsraum in einer Stunde treffen. Dann wissen wir wenigstens, dass du nichts Dummes anstellst.«

Mit einem Schnauben und dem Wissen, gegen drei zu verlieren, verzog sich Sunjay und die Stimmung wurde blitzschnell locker und entspannt.

»Ashwin, was machst du denn hier.« James kam auf ihn zugelaufen und umarmte seinen Freund.

»Dir wie immer den Arsch retten. Hab von eurem kleinen Rekrutierungstreffen gehört und will mich in die Liste eintragen.«

»In die Liste? Aber du wolltest dich doch bedeckt halten.« James bot ihm den Stuhl ihnen gegenüber an und die drei setzten sich an den Tisch.

»Ja schon, aber als ich heute Mittag erfahren habe, dass Mum vor Gericht steht und Dad ohne Prozess nach Askaban kam, habe ich keinen Grund mehr, mich zurückzuhalten. Und wie man sieht, kann Colin dich wohl nicht allein bändigen.« Dabei grinste er Colin an.

»Ist auch verdammt schwer«, erwiderte dieser.

»Man, scheiße das zu hören. Tut mir leid.« James kannte Ashwins Eltern gut. Sie waren beide herzensgute Menschen. Wenn jemand unschuldig war, dann sie.

»Ach, komm. Wir alle haben jemanden in Askaban, Eltern in Hausarrest und vor Gericht. Und darf ich dabei sein?« Ashwin sah beide erwartungsvoll an.

»Ich glaub, da musst du nicht lange warten?« Colin wusste sofort, was James dachte und dieser nickte.

»Du bist dabei. Aber häng es nicht an die große Glocke. Die anderen bekommen erst heut Abend und morgen früh Bescheid.«

»Alles klar. Dann schicke ich mal den Letzten rein?« Ashwin hatte sich erhoben und ging.

»Na wenigstens habe ich jetzt Unterstützung«, sagte Colin schmunzelnd und auch James grinste. Vergessen war der kurze Schlagabtausch mit Sunjay.

Der letzte Bewerber, Ivan Terzi, gab sich im Gespräch als mutig und gefiel den beiden. Sie hatten sich schnell entschieden und beendeten die Gespräche.

Auf dem Rückweg holte Colin die Liste heraus. »Also wir nehmen Neal, Conrad und Nils von Ravenclaw sowie Gustav und Ivan von Hufflepuff. Ich gebe ihnen morgen beim Frühstück die guten Nachrichten weiter.«

James nickte. »Ja, und sag Izidor, dass wir alles tun werden, damit ihr Bruder aus dem Hausarrest befreit wird. Sie soll nichts allein unternehmen.«


Ich freue mich sehr, wenn ihr mir ein Kommentar hinterlasst. Wünsche und Anregungen für den dritten Teil nehme ich sehr gern entgegen. Vielleicht wollt ihr ja eine bestimmte Szene sehen, ein Paar für ein Kapitel im Vordergrund oder etwas anderes. Lasst es mich gern wissen.