Nach langer langer Zeit endlich mal wieder ein Update...
Das Übliche: Nix mir, keine Kohle, nur das Vergnügen, meine Idee in Worte kleiden zu können.
Ein riesiges Dankeschön an meine Beta Lapislazuli, die es irgendwie geschafft hat, sich Zeit zum Lesen freizuschaufeln. *Knuddel*
Kapitel 12
Der Rest ist Schweigen
Mitten in der Nacht schreckte Minerva aus dem Schlaf hoch, als die Tür zu ihren Räumen geöffnet wurde.
„Pscht, ganz ruhig", beruhigte Septima sie und strich ihr sanft über das Haar.
Im Türrahmen stand Severus, noch etwas bleicher als gewöhnlich, aber mit einem unverkennbar erleichtertem Gesicht – nun, unverkennbar nur für jemanden, der ihn gut kannte.
Hastig richtete Minerva sich auf und glättete ihr Haar.
„Nun? Ich denke doch, dass Sie etwas gefunden haben, Severus?", drängte sie.
Severus nickte.
„Ich konnte den Fluch eindämmen, damit er nicht zuviel Schaden anrichtet, bis die Heiler im St. Mungo sich darum kümmern können."
Minerva nickte nun auch.
„Ich dachte mir schon, dass diese Sache Poppys Fähigkeiten übersteigen würde. Miss Bell ist schon fort?"
„Nein, sie holen sie in den nächsten paar Stunden ab. Aber Albus ist zurück."
„Weiß er es schon?"
„Natürlich, ich habe ihm alles erzählt. Er ist jetzt im Krankenflügel."
Minerva schleuderte die Wolldecke von sich und schwang die Beine vom Sofa.
„Dann werde ich sofort auch dorthin gehen."
„Es reicht, wenn Sie morgen früh – respektive heute früh mit ihm sprechen", widersprach Severus.
„Reden Sie keinen Unsinn, Severus. Es ist meine verdammte Pflicht, dem Schulleiter Bericht zu erstatten!"
„Legen Sie sich wieder hin, Minerva. Sie können jetzt sowieso nichts tun und Albus meinte auch, Sie sollten sich lieber ins Bett legen und später mit ihm sprechen. Bis dahin wissen wir mit Sicherheit auch mehr, was Miss Bell betrifft." Snape ließ seine Mundwinkel eine Winzigkeit nach oben rutschen.
„Und außerdem sind Sie nicht mehr die Jüngste, Minerva, Sie brauchen Ihren Schlaf."
„Machen Sie bloß, dass Sie hier rauskommen, Sie unverschämter Kerl!", knurrte Minerva wütend und sprang nun auf.
„Weißt du, Minerva, Severus hat da nicht ganz Unrecht", merkte Septima vorsichtig an, „du kannst jetzt nichts ausrichten und du brauchst wirklich deine Ruhe."
Nun funkelte Minerva auch Septima wütend an, wurde aber etwa milder gestimmt, als sie die besorgte Miene ihrer Freundin sah.
„Na schön, verbündet ihr euch nur ruhig gegen mich!", murrte sie, ließ sich aber geschlagen wieder auf ihr Sofa sinken.
Severus neigte nur leicht den Kopf, bevor er ihr eine gute Nacht wünschte und die Tür hinter sich zuzog.
„Er hat wieder geschafft, was er sich vorgenommen hat", meinte Minerva schließlich.
„Inwiefern?", erkundigte sich Septima.
„Er hat erreicht, dass ich hauptsächlich wütend werde auf ihn und mir nicht mehr primär Sorgen mache, dieser Mistkerl!" Aus ihrem Mund klang diese Bezeichnung nun beinahe zärtlich.
„Deine kleinen Duelle mit Snape erfüllen meistens diesen Zweck", meinte Septima gähnend. „Immer, wenn du dich über ihn aufregst, steift es dir den Nacken. Von daher bin ich mitunter regelrecht dankbar, dass er so eine Mistkröte ist. Auch wenn seine sozialen Fähigkeiten mitunter schwer zu wünschen übrige lassen." Sie sah auf Minerva hinab, die noch immer auf dem Sofa saß.
„Kommst du freiwillig ins Bett oder muss ich dich rübertragen?"
„Ich komme schon."
Minerva erhob sich, faltete die Wolldecke ordentlich zusammen und löschte das Licht, bevor sie ihrer Freundin ins Schlafzimmer folgte.
* * *
Am nächsten Morgen wachte Minerva trotz der eher kurzen Nacht noch früher auf als es ihre Gewohnheit war. Für einen kurzen Moment musste sie sich besinnen, doch dann fielen ihr die Geschehnisse des gestrigen Abends wieder ein und mit einem Ruck saß sie aufrecht im Bett. Damit weckte sie nun auch Septima, die mit einem Gähnen nach dem Wecker
griff und einen verschlafenen Blick darauf warf.
„Minerva, es ist erst halb fünf. Leg dich wieder hin."
„Ich muss mit Albus sprechen", entgegnete diese und machte Anstalten, die Beine aus dem Bett zu schwingen.
„Um diese Uhrzeit? Und dann am besten noch im Nachthemd? Warte zumindest bis nach dem Frühstück. Albus wird auch noch schlafen, wer weiß, wann er gestern ins Bett gekommen ist und immerhin ist er doppelt so alt wie du."
„Vielleicht hast du Recht", gab Minerva zu und glitt wieder unter die Decke.
„Nicht nur vielleicht, sondern sogar ganz bestimmt", murmelte Septima und legte den Arm um Minerva. „Ruh dich noch ein bisschen aus, du brauchst deine Kraft. Und mach das Licht wieder aus, ja?"
Minerva runzelte die Stirn, löschte dann aber das Licht und schmiegte sich an Septima. Mit weit geöffneten Augen starrte sie in die Dunkelheit, während ihr Gehirn Theorien über diesen Anschlag auf ihre Schülerin entwickelte, eine abstruser und unmöglicher als die nächste.
„Weißt du, ich frage mich….", begann sie, doch der ruhige leise Atem Septimas verriet ihr, dass diese bereits wieder eingeschlafen war.
„Beneidenswert", flüsterte sie und lehnte ihren Kopf an Septimas Schulter.
Als schließlich der Wecker klingelte, war Minerva tatsächlich noch einmal eingeschlafen und fühlte sich nun wie gerädert.
Zu ihrer Verwunderung verzichtete Septima auf ihr übliches morgendliches Ritual und stand auch sofort auf, um mit Minerva frühstücken zu gehen.
„Was denn? Kein ‚Nur noch fünf Minuten' heute früh? Kein nochmaliges Herumdrehen und auf die letzte Sekunde aufstehen? Was ist los?", fragte Minerva entgeistert.
„Was los ist? Glaubst du etwa, ich lasse dich nach einer solchen Nacht alleine im Schloss herumlaufen und frühstücken? Ich schätze einfach mal, dass du jemanden an deiner Seite gebrauchen kannst."
„Um mich vor Albus Zorn zu schützen?"
„Quatsch. Du kannst doch gar nichts dafür. Nein, um dich vor den neugierigen Fragen unserer Kollegen ein wenig abzuschirmen, meine Süße", erklärte Septima, während sie Ausschau nach ihrer zweiten Socke hielt.
„Hast Du meinen anderen Schuh gesehen?", fragte sie dann.
Minerva zuckte mit den Schultern.
„Schau mal unterm Bett nach, da wirfst du sie meistens hin."
„Da ist sie nicht", murrte Septima und hob den Zauberstab. „Accio Schuh. Na also!"
Sie schlüpfte in den nun aufgefundenen Schuh, richtete sich auf und musterte ihre Partnerin.
„Wir können dann gehen. Komm, Liebes."
Mit einer entschiedenen Geste hakte sie sich bei Minerva unter und zusammen gingen sie in die große Halle, in der es bereits brodelte und gärte. Die Geschichte von dem Anschlag auf Katie Bell hatte bereits – wie nicht anders erwartet – die Runde gemacht und merkwürdige Auswüchse getrieben. Wut und Angst lagen gleichermaßen in der Luft und schwirrten wie ein unsichtbarer Insektenschwarm durch die Luft.
Septima sah Minerva bedeutungsvoll an und mit einem schiefen Lächeln ließ Minerva es zu, dass Septima sie durch den Raum zu ihren Plätzen führte.
Ihre Kollegen hatten sich schon beinahe vollzählig am Tisch versammelt und sahen Minerva entgegen, Besorgnis und Neugierde gleichermaßen deutlich in die Gesichter geschrieben. Ein weiterer Blick auf Minervas verschlossenen Gesichtsausdruck aber hinderte sie daran, sie mit Fragen zu belästigen, dazu kannten sie ihre Kollegin zu gut.
„Albus ist noch nicht hier", wisperte Septima Minerva zu und diese zuckte mit den Schultern.
„Ich hatte ihn auch nicht am Frühstückstisch erwartet, wenn ich ehrlich bin. Und Severus auch nicht", fügte sie dann hinzu und goss sich geistesabwesend eine Tasse Tee ein.
„Severus erfreut uns zwar nicht jeden Morgen mit seiner Anwesenheit, heute morgen hätte ich aber doch mit ihm gerechnet. Sieht ihm gar nicht ähnlich, sich die Gelegenheit zu bösen Blicken und sarkastischen Kommentaren entgehen zu lassen!", lästerte Septima.
Minerva schenkte ihr einen strafenden Blick.
„Septima, lass das. Ohne ihn wäre diese Sache weitaus schlimmer ausgegangen."
„Aber nur, weil er sich so gut mit den dunklen Künsten auskennt", grummelte Septima.
„Ja, glücklicherweise", konterte Minerva. „Ich hätte nicht gewusst, wie ich diesen Fluch hätte eindämmen können und Poppy auch nicht. Wir sollten ihm dankbar sein. Wir sollten ihm für vieles dankbar sein."
„Für vieles? Für was denn?"
„Das kann ich jetzt und hier schlecht erläutern", raunte Minerva zurück und zerkrümelte unkonzentriert ihren Toast.
„Ich kann es nicht ausstehen, wenn du so kryptisch bist", erwiderte Septima halblaut.
„Tut mir leid, aber das ist wirklich ein Thema, das nicht an den Frühstückstisch gehört. Vielleicht ein anderes Mal."
„Ich nehme dich beim Wort!" Septima warf einen Blick auf Minervas vom Krümeln übersäten Teller.
„Möchtest Du deinen Toast nicht lieber essen, anstatt ihn zu zerbröseln? Oder möchtest du Enten füttern gehen?"
„Was?"
„Nicht weiter wichtig", murmelte Septima und ließ ihren Blick aufmerksam durch die Große Halle schweifen, um Minerva dann überrascht anzusehen, als diese plötzlich den Teller mit dem zerkrümelten Brot von sich schob.
„Was hast du vor? Willst du jetzt schon zu Albus?"
„Natürlich", erwiderte Minerva schob den Stuhl zurück und erhob sich.
„Wir sehen uns dann später."
Septima nickte und verfolgte Minerva mit den Augen, wie diese sich den Weg aus der Großen Halle heraus bahnte. Dann wurde sie von Professor Burbage abgelenkt, die sich eingehend nach der Geschichte mit Katie erkundigte.
„Wieso fragst du ausgerechnet mich und nicht Minerva?", fragte Septima.
„Scherzkeks", gab Burbage zurück, „du weißt genau, dass man Minerva darauf besser nicht ansprechen sollte. Aber ihr seid befreundet, du müsstest doch etwas gehört haben."
„Charity, ich kann dir nichts dazu sagen. Warum fragst du nicht einfach Severus?", gab Septima nicht unfreundlich zurück und erhob sich. „Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, ich muss noch etwas für den Unterricht vorbereiten."
„Und? Werden Sie Severus fragen?", erkundigte sich Sprout grinsend bei Burbage als Septima gegangen war.
„Haha", machte Burbage gelangweilt. „Ich hänge an meinem Kopf, so, wie er ist und ich werde diesen Zustand ganz sicher nicht gefährden, indem ich Severus am frühen Morgen behellige. Fragen Sie ihn doch! Immerhin haben Sie mich bei Septima vorgeschickt."
„Ich wüsste nicht, dass wir uns dabei abwechseln würden", konterte Sprout und biss herzhaft in ihren Toast. „Wir könnten allerdings Sibyll fragen, ob sie etwas in ihrer Kristallkugel gesehen hat", artikulierte sie um ihrem Mundvoll Toast herum.
„Selten so gelacht", kommentierte Burbage trocken, „ich habe keine Lust, mir ihr unausgegorenes Geschwätz anzuhören. Aber wir können versuchen, etwas von Poppy zu hören."
„Dann fragen Sie sie mal", mischte sich Flitwick ein. „Mich würde der genaue Sachverhalt auch interessieren."
***
Zielstrebig schritt Minerva durch die Gänge von Hogwarts, bis sie endlich die Wasserspeicher erreichte, die den Eingang zu Albus Büro flankierten.
Sie atmete tief durch, nannte das Passwort und kurz darauf vor Albus Bürotüre wieder, wo sie sich mit einem Klopfen bemerkbar machte.
„Komm herein, Minerva!", antwortete Albus von innen, was sie dazu bewog, die Augenbrauen emporzuziehen und einzutreten.
„Woher wusstest du, dass ich es bin?"
„Wer sonst würde mich um diese Zeit sprechen wollen?" erwiderte er und deutete mit der Hand auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch, auf dem Minerva dann auch gehorsam Platz nahm.
Sie fand, dass Albus ungewöhnlich müde wirkte, seine Hand, die immer noch schwarz, welk und verbrannt aussah, nur halb unter dem Ärmel seiner Robe verborgen.
„Du weißt, was passiert ist?"
„Natürlich. Severus hat mich bereits umfassend informiert und das St. Mungos schickt mir stündlich Berichte über Miss Bell's Zustand. Sie erwarten eine vollständige Genesung. Es scheint, dass sie ein winziges Loch in ihrem Handschuh hatte und die Halskette mit diesem kleinen Stück unbedeckter Haut berührt hat. Zum Glück, hätte sie die Halskette in der bloßen Hand gehalten oder sich gar umgelegt, wäre sie gestorben, möglicherweise auf der Stelle. Und hättest du nicht sofort nach Severus geschickt, hätte die Sache einen weitaus schlimmeren Verlauf nehmen können."
„Harry Potter ist der Ansicht, dass Draco Malfoy hinter dieser Sache steckt. Er meinte, Draco wäre in den Ferien bei Borgin und Burkes gewesen, wo die Kette zum Verkauf auslag."
Sie berichtete Dumbledore kurz von Harrys Verdächtigungen und dem weiteren Gespräch in ihrem Büro.
Dumbledore schüttelte den Kopf.
„Wenn Mr. Malfoy bei Dir Strafarbeit absitzen musste, dann sehe ich keine Möglichkeit für ihn, wie er in die Drei Besen gelangen und Katie die Kette hätte geben können. Dennoch interessiert mich, was er bei Borgin und Burkes tatsächlich gewollt hat", murmelte er.
Minerva runzelte die Stirn.
„Mehr hast du dazu nicht zu sagen?"
„Was soll ich denn noch sagen? Ich habe keinen Schuldigen, den ich, wie auch immer, bestrafen könnte und Katie wird im Nu wieder gesund sein.
Du hast dir nichts vorzuwerfen, Minerva."
„Nein, das habe ich nicht", erwiderte sie frostig. „Aber ich habe dir etwas vorzuwerfen, Albus. Wo warst du? Warum warst du nicht hier, als es passiert ist? Warum in aller Welt gibt es keine Möglichkeit, dich in einem Notfall zu erreichen? Ich hätte dich gebraucht, Albus, hier, an deiner - an unserer Schule."
Dumbledore wollte zu einer Entgegnung ansetzen, doch Minerva schnitt ihm das Wort ab.
„Ich weiß, du hast mich um mein Vertrauen und meine Loyalität gebeten und ich habe dir beides garantiert. Du bist mein ältester Freund, mein Mentor, und ich liebe dich, wie man einen Freund nur lieben kann.
Aber du machst es mir im Moment verdammt schwer, dir den Rücken für deine Geheimoperationen freizuhalten. Dieses Mal ist alles noch glimpflich abgegangen, aber was ist beim nächsten Mal? Was ist, wenn noch ein Anschlag auf einen der Schüler unternommen wird? Was ist, wenn dieser Anschlag tödlich endet? Ich habe Angst, Albus."
Düster sah sie ihn an.
Albus nickte.
„Ich habe keine andere Reaktion von dir erwartet, Minerva. Ich weiß, dass ich dir viel aufbürde und dass ich dir womöglich noch mehr aufbürden muss, aber ich brauche dich, ich brauche dich unbedingt. Es werden noch viel schlimmere und dunklere Zeiten anbrechen, Minerva, das weißt du ebenso gut wie ich und wir müssen gewappnet sein. Deshalb verlasse ich die Schule und deshalb kann ich dir nicht sagen, wohin. Wenn die Zeit reif ist, dann wirst du alles erfahren."
„Das reicht mir nicht, Albus."
„Das muss es aber. Mehr kann ich dir nicht sagen."
„Und was sagst du Mr. und Mrs. Bell? Wirst du ihnen sagen, dass du leider aus geheimnisvollen Gründen abwesend warst, als ihre Tochter diesen Unfall hatte?"
„Ich werde ihnen sagen, was ich sagen kann. Ich werde ihnen sagen, dass die Schule während meiner Abwesenheit in fähigen Händen ist und ich absolutes Vertrauen in meine Stellvertreterin habe."
„Schönes Vertrauen, das!", bemerkte sie, „wenn du mir mit kryptischen Antworten und Ausflüchten kommst."
„Du bist wütend", stellte Albus fest.
„Allerdings bin ich wütend!", fuhr sie auf und wischte hastig eine Träne fort. „Mehr als das, ich koche! Ich fühle mich von dir alleine gelassen und mit hohlen Ausreden abgespeist. Wärst du in diesem Fall denn nicht zornig? Und hilflos?"
„Doch, das wäre ich und ich verstehe, wie du dich fühlst. Versuche aber auch, mich zu verstehen, Minerva. Wenn ich dich im Dunkeln tappen lasse, dann nicht zuletzt, um dich zu schützen."
Er stand auf, ging um den Schreibtisch herum und stellte sich vor Minerva. Albus legte seine gesunde Hand auf ihre Schulter und sah ihr fest in die Augen.
„Ich muss tun, was ich tun muss. Und wenn ich dich im Unklaren lassen muss, dann fällt mir das nicht leicht. Aber ich weiß, dass ich mich auf dich verlassen kann, wie ich mich all diese Jahre auf dich verlassen konnte. Du bist eine großartige Frau, Minerva, und ich liebe dich ebenso sehr wie du mich liebst. Und jetzt geh und unterrichte deine Klasse."
Minerva fasste nach seiner Hand und drückte sie kurz, dann nickte sie und stand auf.
„Na schön", sagte sie und suchte ihre übrig gebliebene Würde zusammen, „aber wenn das alles vorüber ist, hätte ich gerne eine Erklärung!"
Sie wandte sich zum Gehen. Albus lächelte sie an und hielt ihr die Tür auf.
„Die wirst du bekommen. Früher oder später."
Minerva warf ihm einen Blick von nahezu tödlicher Intensität zu und widerstand mühevoll der Versuchung, die Tür hinter sich zuzuknallen.
Immer noch zornig rauschte sie in ihren Unterricht, wo ihre Klasse an diesem Tag nichts zu lachen hatte.
TBC...
