Für Miss Damon Salvatore, laura, Bones1012, Enti18, Applefreak, PenelopeBlum, OneWriterGirl, Brombeere, Sunnylovely – die treuen Review-Schreiber.

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Kapitel 13

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Eigentlich hätte es dabei bleiben sollen, doch keine der beiden hatten diesen Gedanken zu Ende gedacht. Jane zog sie zu sich hoch, küsste sie hart und innerhalb weniger Augenblicke war er wieder vollständig erigiert.

Es war nicht so, als würde sie seine Küsse nicht erwidern. Doch überrumpelte er sie, so schnell konnte sie gar nicht reagieren, war Teresa auch schon unter ihm. Er spreizte ihre Beine, positionierte sich. Jane wartete nicht auf ein Zeichen von ihr, wartete nicht auf eine Reaktion – er sah ihre Erregung. Die Gänsehaut, die ihren gesamten Körper bedeckte, ihre aufgerichteten Brustwarzen, ihr leicht geöffneter Mund und ihre beinahe schwarzen Augen – so geweitet waren ihre Pupillen.

Mit einer Hand zog er ihr rasch das Schlafshirt über den Kopf und bevor ihr Körper wieder vollkommen auf der Matratze lag, rieb er seien Phallus auch schon an ihrer sensibelsten Stelle. Sein Eindringen war weder vorsichtig noch sanft. Kurz schrie Lisbon auf und das ließ ihn verharren. Innehalten.

Jane lehnte sich zu ihr hinunter, legte seine Unterarme neben ihrem Brustkorb ab und blickte ihr tief in die Augen. Er wollte ihr etwas Zeit geben, deswegen beschäftigte er sich nun mit ihren Brüsten, die üppiger waren als das, was man nach den konservativen Blusen erwartete. Bereits am Strand hatte er sie genau studiert. Jeden Zentimeters ihres Körpers in sein bildhaftes Gedächtnis eingeprägt.

Nun waren Teresas Augen geschlossen. Sie versuchte sich zu entspannen, tat alles, um ihre Muskeln zu lockern, den Schmerz vergehen zu lassen. Wann hatte es sich das letzte Mal so angefühlt? Wann hatte es sich jemals so angefühlt? Es war überwältigende Erregung, die sie verspürte, und Schmerz, der mit jedem Atemzug wieder zu existieren begann. Sie brauchte Zeit. Niemals zuvor war sie mit einem Mann seines Ausmaßes zusammen gewesen.

Jane stellte fest, dass ihr gesamter Körper nach Vanille duftete. Egal wohin er seinen Mund und seine Nase bewegte, überall dieser leicht süßliche Duft. Patrick grinste. Vorsichtig saugte er an ihrer Brust, biss sie in die Brustwarze und ihr süßer Aufschrei ließ ihn langsam weiter in sie eindringen.

Zentimeter für Zentimeter.

Sie war so eng, dass er sich konzentrieren musste, nicht im selben Moment zu explodieren. Teresa umschloss ihn so fest. Janes Augen waren fest geschlossen, zusammengepresst.

„Jane", stöhnte Teresa laut, als er sie schließlich komplett ausfüllte. Es war ein erwartungsvolles Stöhnen, eines das ihn wissen ließ, dass er es ihr recht machte.

„Patrick", korrigierte er sie.

„Patrick … bitte … bitte", sagte sie immer und immer wieder.

Schließlich begann der blonde Mann sich langsam zu bewegen, anfänglich zögerlich und vorsichtig. Doch legte er rasch an Tempo zu, ohne weiter Rücksicht zu nehmen. Er konnte nicht anders. Er hatte jegliche Kontrolle über seinen Körper verloren.

Mit einer Bewegung hatte er ihre Beine an seine Schultern gelegt und drang tiefer in sie ein. Diese Positionsveränderung brachte Lisbon mehr Freude. Ihre Stimme war höher, ihr Stöhnen lauter. Jane dachte an ihre Sportlichkeit und welche Positionen durch ihre Gelenkigkeit und die Dehnbarkeit ihrer Sehnen und Muskeln zulassen würden. Und stieß schließlich härter zu. Fester.

Schließlich hielt Lisbon ihre Beine an den Knöcheln fest, er drückte die Rückseite ihrer Oberschenkel noch tiefer in die Matratze. Er küsste sie, während er sie nahm, hart zustieß. Und als er schließlich mit einer Hand ihre Brust berührte, zudrückte, kam sie. Laut. Stark. Sie nahm sich nicht zurück.

Rasch drehte er sie auf den Bauch, ohne ihr einen Moment zum Protestieren zu geben, zog ihr Gesäß in die Höhe, bis sie auf allen Vieren vor ihm stand und er abermals in sie eindrang. Jahre aufgestauter sexueller Energie begannen sich zu entladen. Und sie ließ ihn wissen, was sie wollte. Sie war nicht auf sanft und langsam aus, nein, sie ließ ihn wissen, wie sie es wollte. Zum ersten Mal in ihrem Leben artikulierte sie ihr Verlangen. Und er folgte ihren Anweisungen, brachte sie wiederholt zum Höhepunkt. Bevor sie sich von einem neuen Orgasmus erholen konnte, ließ Jane sie wissen, dass er nun an der Reihe war, nahe war. Dafür drehte er sie ein letztes Mal um, wieder auf den Rücken, da er ihr tief in die Augen sehen wollte. Patrick umfasste ihr Gesicht mit seinen Händen, blickte in ihre großen grünen Augen und ließ sein Becken den Rest erledigen. Erratisch.

Danach und währenddessen wurde nicht weiter gesprochen. Es wurden keine Gefühle offenbart.

Nur was hatte all dies zu bedeuten? Heftig atmend lagen sie nun nebeneinander. Das Laken lag schlampig über ihnen, beide starrten an die Decke.

Lisbon schlief nicht mit jedermann, setzte Sex nicht als Waffe ein. Oder doch? Versuchte sie so Jane an sich zu binden, ihn von sich abhängig zu machen? Oder befriedigte sie lediglich ihre eigenen Bedürfnisse? Hatte sie jemals Bedürfnisse sexueller Art gehabt? Für Teresa war es das erste Mal gewesen, dass sie wirklich befriedigt worden war, jemand auf das eingegangen war, was sie brauchte, verlangte, erwartete. Dies hier schien emotionslos. Doch war das genug? Oder würde sie sich in ihn verlieben? Gegenseitig in einander verlieben? Für sie selbst schien dies die realistischere Option im Moment, die Falle, in die sie sich begeben würde. Liebe als Falle? Liebe bedeutete, nicht mehr klar denken zu können.

Für Jane war all das absolut unerwartet gekommen. Er hatte sich selbst nicht berühren wollen, doch war es nicht anders gegangen. Und jetzt? Jetzt lag er neben einer nackten Frau und die gesamte Situation war verzwickter als jemals zuvor. Irgendwie fühlte er sich, als würde er gerade mit beiden Beinen in ein Abhängigkeitsverhältnis hineinrutschen, denn wie könnte Jane jemals wieder auf all das verzichten? Das unglaubliche Gefühl in ihr zu sein? Sie stöhnen zu hören? Ihre Anweisungen vernehmen? Einmal machte also süchtig, wie Meth. Trotzdem verstand er es nicht, war es ihm noch nie ergangen. Nie.

Und so kannte er Lisbon nicht. Die Frau, die er kannte, verhielt sich anders. Nicht leidenschaftlich. War nicht so mitteilsam.

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Jane richtete das Frühstück, während Teresa Lanie anzog. Sie war wieder eingeschlafen und als sie abermals aufwachte, war er nicht mehr neben ihr gelegen. Lisbon war sich nicht sicher, wie sie sich nun verhalten sollte. Waren sie nun in einer Beziehung oder würde er abermals, wenn er Lust hatte, einfach verschwinden?

Mit Lanie am Arm ging sie in die Küche, setzte sie in den Hochstuhl. Man aß in Stille. Lisbon blätterte die Zeitung durch und aß ihr Brötchen.

Als sie schließlich dabei war, den Abwasch zu erledigen, presste er seinen Körper an den ihren und Lisbon konnte eindeutig seine Erregung wahrnehmen.

„Jetzt nicht", murmelte laut genug, dass Jane es wahrnehmen musste.

„Wieso? Lanie ist beschäftigt."

„Jane …?", wiederholte sie. Um was ging es ihm eigentlich? Rein um seine eigene Befriedigung?

Abermals presste er seine Erektion in sie und griff nach ihrer Brust, umfasste sie und knetete sie. Die gesamte Zeit hindurch versuchte Teresa weiterhin das Geschirr abzuwaschen. Erst als seine Hand unter ihr Top glitt, ließ sie den Schwamm in die Spüle fallen und stützte sich mit beiden Händen auf der Arbeitsplatte ab. Seine Hände auf ihrer nackten Haut, zwischen ihren Beinen machten eine Weiterarbeit unmöglich.

Es war schmutzig, zumindest fühlte es sich für sie so an, als ihre Jogginghose zu Boden glitt und er innerhalb weniger Augenblicke in ihr war. Und abermals verlief es rasch, hart und ohne viele Worte.

Niemals hatte Teresa sexuelle Abenteuer außerhalb eines Schlafzimmers gehabt und nun war Lanie auch noch im Nebenraum. Jane hingegen hatte eine faire Mischung aus vielem erlebt, doch selten hatte er eine Frau so willig erlebt, ihn in sich aufzunehmen. Ohne Vorspiel. Ohne viele Worte. Seine Größe war für manch eine ein Problem gewesen, manch eine hatte die anfänglichen Unannehmlichkeiten nicht ertragen wollen.

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Irgendwann würden sie über alles reden müssen, das war Teresa klar, doch als sie gemütlich mit Lanie auf der Couch saßen und sich einen alten Doris Day Film ansahen, wollte sie diese Idylle nicht zerstören. Die 50er und 60er Jahre hatten Filme über die perfekte Familie herausgebracht, die perfekte Hausfrau und Mutter, der berufstätige und perfekte Vater. Kaum bis keine Probleme. Harmonie.

Nach dem Abspann stellte Jane ihr plötzlich eine vollkommen unerwartete Frage: „Nimmst du die Pille?"

Sie schüttelte den Kopf und verneinte.

„Etwas anderes?"

„Nein."

„Teresa … wir haben die letzten Male nicht verhütet … Ich meine, es wäre möglich …"

„Mein Zyklus ist nicht an dem Punkt, an dem Fruchtbarkeit zur Diskussion steht", sagte sie trocken und stich dem schlafendem Kind über den Kopf.

„Wie kannst du das so locker sehen?"

„Jane, ich sehe das nicht locker. Kondome musst du kaufen. Ich bin kein Fan davon, sehe aber ein …"

„Ich kann sie nicht leiden", sagte er leise, beinahe nervös, „zu eng und der Geruch …"

Teresa lachte. Es gab tausend unterschiedliche Präservative, wenn man wollte, fand man das Passende, das wusste sie.

„Nach Zyklus verhüten …", warf Jane ein und starrte auf seine Hände, den Kopf gesenkt.

„Du bist dir schon im Klaren, wie unsicher das alles ist?"

„Ich …"

„Und was ist das hier überhaupt? Wir haben Sex, leben in einem Haus wie eine Familie und trotzdem sagst du mir letzte Nacht, dass ich mich auf dich nicht verlassen darf? Wie stellst du dir das vor?" Teresas Verärgerung war im Gesicht abzulesen.

Das weiße Shirt das sie trug, streifte sie glatt. Ihr Haar war luftgetrocknet und somit leicht gewellt, den Kopf hatte sie nun zur Seite geneigt und blickte ihn ernst an.

„So ist es auch", erklärte Patrick.

„Dann brauchen wir über Verhütung auch nicht mehr zu diskutieren, es wird nämlich nicht ehr vorkommen."

Das Baby am Arm ging sie ohne ihm die Chance auf eine Antwort zu geben in Richtung Schlafzimmer. Während Lanie am Boden saß, riss sie de Bettwäsche hinunter und überzog alles frisch, Tränen standen ihr in den Augen. Wut auf sich selbst stieg in ihr auf. Wie hatte sie all dies nur passieren lassen können? Wie hatte sie sich von dem Bild, das sich ihr geboten hatte, nur so verzaubern lassen können?

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Ende Kapitel 13

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