A/N: Endlich ein 20. Kapitel. Ich weiß, es hat lange gedauert, aber irgendwie schaffte es tatsächliche eine Blockade sich einzuschleichen.

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Kapitel 20

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Nacktheit war für Lisbon immer ein heikles Thema gewesen und nur weil sie nackt mit ihm ein Bett teilte, hieß das für sie nicht, dass sie damit einverstanden war, dass Lanie bei ihnen im Bett lag, während sie nicht angezogen war. So hatte sie es von zuhause mitbekommen und bis heute zog sie sich ungerne vor Menschen aus, duschte ungerne in Großraumduschen mit anderen Frauen und selbst beim Arzt hatte sie ein ungutes Gefühl. Man konnte seine Erziehung nicht verleumden.

Jane war das genaue Gegenteil. Für ihn war Nacktheit nichts Schlechtes, sondern etwas Natürliches. Irgendwann hatte er Teresa erzählt, dass er oftmals nackt durch sein Haus in Malibu gelaufen war, ohne sich viel dazu zu denken.

Dieses Mal kam Jane mit Lanie auf Lisbon zu und setzte das Kind auf ihr Bett. Lanie war nun beinahe ein Jahr alt und krabbelte brav und flott, wenn sie es wollte. Sie war stets dabei, die Welt zu erkunden und selten konnte man sie aufhalten, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte – wie ihre Mutter. Und dieses Mal war Teresa ihr Ziel. Innerhalb weniger Augenblicke war sie an ihrer Seite, umarmte sie und brabbelte etwas. Lanie setzte sich auf ihren Schoß, lehnte ihren Körper an die Wölbung ihres Bauches und ihren Kopf an ihre Brust.

Hätte Jane eine Kamera oder sein Handy bei der Hand gehabt, hätte er ein Foto für die Ewigkeit gemacht, doch so blieb ihm nur die Möglichkeit, sich dieses Bild einzuprägen und tief in seinem Herzen zu verwahren.

„Guten Morgen", wiederholte Jane und wollte sie küssen.

„Lanie", stoppte Lisbon ihn.

„Und? Sie stört es nicht, wenn ich meine Lippen auf die deinen lege", sagte er und tat dies. „Oder dich berühre. Es ist nichts Unerlaubtes, was wir hier machen."

„Aber ich meine …"

„Wieso müssen wir vor Lanie etwas verbergen? Du bekommst ein Baby von mir, Lanie gehört dir und ich möchte, dass sie ebenso die meine ist. Ich möchte alles. Jede einzelne entzückende Sommersprosse auf deiner Brust, deiner Schulter … jede einzelne möchte ich küssen."

Sie entgegnete ihm nichts sondern beugte sich mit einem Lächeln zu ihm und küsste ihn leicht auf den Mund.

„Wieso hast du letzte Nacht nicht mit mir geschlafen?"

„Das habe ich doch …"

„Du weißt, was ich meine."

„Ich möchte von einem Arzt hören, dass ich dich und das Baby nicht gefährde, davor werde ich nicht …"

„Oh …", sagte sie und nickte zustimmend. Ihr waren viele Gründe durch den Kopf gegangen, aber dieser war ihr nie gekommen. „Ich kann meinen Arzt anrufen und ihn um einen Termin bitte."

„Ist es dir denn so wichtig?", fragte er und grinste frech. „Du hast in zwei Tagen so und so einen Kontrolltermin."

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Der Termin bei ihrem Arzt verlief gut und man wies Teresa darauf hin, dass sie es langsam angehen und auf ihren Körper hören sollte. Im Grunde war es ein Freibrief, den ihr der Arzt unterschrieb und sie lächelnd entgegennahm. Inständig hoffte sie, dass Jane dies reichen würde, leicht zu überzeugen war er nämlich nicht immer, nicht wenn es um ihre Gesundheit ging.

Auf ihrem Weg nachhause kaufte sie erwartungsvoll noch ein neues Negligee ein. Lisbon wollte Jane überraschen. Es war das erste Mal seit Jahren, dass sie in solch erotisches Hilfsmittel investierte. Es war schwarz, ging ihr bis knapp über den Po und betonte im Empire-Stil ihre Brust. Sie wollte nicht nur, dass er wieder mit ihr schlief, nein, sie wollte ihm gefallen.

Das Abendessen köchelte bereits am Herd, als sie das Haus betrat und Lanie ihr bereits entgegen gekrabbelt kam. Lisbon bückte sich und hob sie hoch. Sie konnte sich bereits hochziehen und stehen, das Gehen hatte sie noch nicht recht versucht. Teresa wirbelte Lanie durch die Luft und das Kleinkind freute sich offensichtlich über die Anwesenheit ihrer Mutter.

Jane empfing sie in der Küche mit einem Kuss. Manchmal bekam die Polizistin den Eindruck, dass sie vielleicht doch in der Lage sein würden, eine normale Beziehung zu führen. War es denn tatsächlich möglich? Das Baby in ihrem Bauch bewegte sich in letzter Zeit immer mehr, laut ihres Arztes ein gutes Zeichen.

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An diesem Abend verhielten sie sich, nachdem sie Lanie zu Bett gebracht hatten, wie nervöse Teenager.

„Teresa?"

„Hm …"

„Möchtest du ein Bad nehmen?", fragte Jane vorsichtig und war bereits dabei, sie in den Keller zu führen, wo das neue Whirlpool stand. Die Räumlichkeiten waren ganz anders geworden, als sie es sich anfänglich vorgestellt hatte, im positiven Sinne. Patrick legte eine CD ein und begann das Becken einzulassen, während Teresa nervös von einem Bein auf das andere stieg.

Letzte Nacht waren sie sich zwar nahe gekommen, doch es war weniger intensiv gewesen, weniger intensiv als damals, als sie das Baby gezeugt hatten.

Als Jane der Ansicht war, dass genügend Wasser im Pool war, begann er Teresa feinsäuberlich zu entkleiden, nahm sich Zeit für jedes Kleidungsstück.

Immer und immer wieder beteuerte Jane, wie schön sie wäre und als er sie schließlich bat, ins Wasser zu steigen, entkleidete er sich rasch und glitt neben ihr ins warme Wasser, das wenige Augenblicke später zu sprudeln begann.

Janes Erregung war offensichtlich, bereits als er sich zu ihr setzte und sie berührte ihn, als wäre es das Natürlichste. In einem Moment wie diesen, fragte sich Patrick, wieso er so viele Jahre nicht bereit gewesen war, das Offensichtliche zu akzeptieren und eine neue Beziehung einzugehen.

„Nicht im Wasser", ließ Teresa ihn schließlich, ohne einen Grund zu nennen, wissen. Sie lehnte sich zurück und genoss das Sprudeln einfach.

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Irgendwann hatten sie es schließlich in den ersten Stock geschafft, nachdem Jane sie abgetrocknet hatte, Zentimeter für Zentimeter. Der blonde Mann hatte ihr alle nur Gott erdenkliche Aufmerksamkeit geschenkt und Lisbon hat es ihm gedankt. Es war ihr schon beinahe unangenehm gewesen, als er sie immer wieder davon abhielt, ihn zu berühren. Niemals hatte sich ein Mann so um sie bemüht.

Bevor er schließlich in sie eindrang, bekräftigte er seine Liebe und erklärte Teresa, dass es nie eine Frau gegeben hätte, die ihn so unglaublich hatte erregen könne und gestand ihr, dass er sich manchmal selbst helfen musste, in ihrer Gegenwart, weil er es einfach nicht mehr aushielt. Im selben Moment fuhr er in sie, „weil ich mich nicht beherrschen kann, wenn ich in deiner Nähe bin."

Lisbon hatte all dies so erregt, sie in neue Höhe getrieben, dass sie nicht in der Lage gewesen war, einen klaren Satz zu formulieren, stattdessen gab sie sich den Gefühlen und Emotionen hin. Am Höhepunkt angekommen, schrie sie noch, dass sie ihn unendlich liebe, sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen könne.

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Die Sonnenstrahlen des späten Frühlings tanzten über die Wiesen und Felder Kaliforniens. Es war Mitte Mai und im Laufe der Zeit hatte das ungleiche Paar einen Rhythmus entwickelt. Zudem hatte das CBI sie in der 37. Schwangerschaftswoche in den Mutterschutz geschickt, sie war zunehmend unruhiger in ihrem Job geworden – proportional mit dem Umfang ihres Bauches, hatte Jane einmal angemerkt.

Dieser Maitag war warm und Jane hatte sich bereits nach Ostern um den Garten gekümmert – nun zierte eine Schaukel und eine Sandkiste die Grünanlage nahe der Terrasse. Lanie sollte all das haben, was ihm als Kind verwehrt gewesen war.

Lanie war ein Sonnenschein und nannte sie nun Mama und Dada, wenn sie durch das Haus lief, mit ihrem Teddybären, den sie immer hinter sich her schleifte. Immer mehr glich sie optisch Lisbon, sie wurde ihr Ebenbild. In der Sonne hatte sie ihre ersten Sommersprossen bekommen und ihre dunklen Locken glichen Lisbons. Auch wenn Teresa niemals über ihre Brüder sprach, wusste Jane, dass Lanie sie täglich an sie erinnerte, ständig an sie denken musste – war Lanie doch genauso ein Wirbelwind, wie die drei es gewesen waren.

Doch war Lisbon in den letzten Tagen unruhiger geworden. Sie schlief keine Nacht mehr durch, klagte das erste Mal über Rückenschmerzen. Jane versuchte sein Bestes, ging ihr ab und an aus dem Weg, wissend, dass es bald so weit wäre.

Als Patrick mit Lanie aus dem Supermarkt nachhause kam, ging Teresa im Garten auf und ab, die Arme in den Rücken gestemmt. Es hatte bereits über 20 Grad und sie trug einen dünnen Sommerrock und ein Trägertop – beides in Pastellfarben, so untypisch für Lisbon.

Jane setzte Lanie in ihre Gehschule auf der Terrasse im Schatten, gab ihr etwas zu spielen.

„Teresa", sagte er sanft und berührte sie an der Schulter.

„Jane", ein Lächeln strahlte ihm entgegen.

In den letzten Wochen hatte ihr Bauchumfang bemerkenswert zugenommen und sie kämpfte mit der Verlagerung ihres Schwerpunkts, dem dazugekommenen Gewicht. , obwohl sie nie etwas sagte, sich nie beklagte. Zudem nahm der Druck immer mehr zu, auf ihre Hüften, ihr Becken, alles.

„Wie geht es dir?"

„Gut. Sie ist nicht mehr sehr aktiv, ich könnte trotzdem wieder alle 10 Minuten auf die Toilette gehen."

„Sie hat einfach keinen Platz mehr."

„Sie muss genügend haben, schau dir an, wie groß ich geworden bin."

„Wunderschön bist du auf alle Fälle." Teresa ließ sich von ihm halten, als seine Hände von hinten um sie glitten und auf ihrem Bauch rasteten. „So schön." Dann hob er das Top an, ließ die Sonnenstrahlen auf den kugelrunden Bauch fallen, die Haut erwärmen. Zärtlich strich er darüber, wog ihre Brüste in seinen Händen und Lisbon genoss die Zärtlichkeiten, die Aufmerksamkeit, die er ihr zukommen ließ.

„Lass mich Lanie für ihr Mittagsschläfchen hinlegen und dann kümmere ich mich um dich."

Mit dieser Aussage zauberte er ein Lächeln auf die Lippen der Schwangeren. Sie wusste genau, was dies zu bedeuten hatte und jedes Mal konnte das letzte Mal für längere Zeit sein. Zudem hatte Teresa gelesen, dass Sex auch die Wehen einleiten können würde und ihr errechneter Geburtstermin stand vor der Türe – zwei Tage noch, dann würden sie ihr Baby in den Armen halten können.

So sehr sie Janes Gegenwart in den letzten Wochen genossen hatte, sie verstand nicht, wie man das seinem Körper viermal antun konnte, so wie es ihre Mutter gemacht hatte – vier Kinder, vier Schwangerschaften.

Rasch war Jane wieder im Garten und griff nach Teresas Hand, zog sie an sich und küsste sie leidenschaftlich.

„Du weißt, dass ich dich jeden Tag mehr liebe."

Gemeinsam schafften sie es noch bis in Janes altes Schlafzimmer. Teresas Top lag auf der Terrasse, Janes Hemd war auf dem Weg ins Schlafzimmer verloren gegangen. Patrick liebte den Glanz ihrer Haut, die Ausstrahlung, ihr allgemeines Strahlen, das in den letzten Monaten zugenommen hatte. Bevor er aber auch nur damit begann, sie um ihre Bedürfnisse zu kümmern, griff er zu der alten Polaroid-Kamera, die seit vielen Tagen hier neben dem Bett lag.

Nach langem Überrede hatte Teresa eingewilligt, dass er Fotos machen durfte. Jane hatte ihr die Chance gegeben, ich in die Rolle einzufügen. Anfänglich hatte er ihr schöne Unterwäsche mitgebracht, eine die ihrem veränderten Körper schmeichelte. Mittelbraun. Spitze Natürlich war es der Polizistin am Anfang unangenehm gewesen, doch seine wiederholte Bestätigung, wie wunderbar sie aussehe und die ersten ästhetisch gelungenen Bilder ließen sie lockerer werden. Niemals hatte Jane sich denken lassen, dass sie sich so öffnen würde.

Irgendwann hatte sie schließlich den Büstenhalter entfernt und gab ihm schließlich die Möglichkeit, sexy oben ohne Fotos zu machen. Bilder ihres Bauches, ihres geschwollenen Körpers, in all seiner Pracht und Glorie.

„Ich brauche dich jetzt", flüsterte sie ihm zu und versuchte sich möglichst lasziv, sofern dies möglich war, zu drapieren.

Janes Finger tanzten über die geschwollenen Hügel ihrer Brüste, die so empfindlich waren, wie noch nie zuvor.

„Ich werde diese Ruhe vermissen, sobald sie da ist", sagte Jane.

„Du bist dir so sicher, dass es ein Mädchen wird."

„Ein Bauchgefühl. Es wird ein Mädchen. Eine Felicity."

„Felicity, ein schöner Name."

„Glück. Ich weiß, du wolltest sie wahrscheinlich nach deiner Mutter …"

„Nein. Man benennt Kinder nicht nach geliebten, verstorbenen Familienmitgliedern."

Jane nickte zustimmend und begann sie zu küssen, ließ seine Hände über ihren Körper gleiten, Zentimeter für Zentimeter. Ihre Brustwarzenhöfe zirkelte er mit seinen Fingern, bis sie sich komplett zusammengezogen hatten und Teresa aufstöhnte. Bald würde er diesen Teil ihres Körpers teilen müssen, ob es ihm gefiel oder nicht.

„Wie möchtest du es?", fragte Patrick vorsichtig. ES war in der letzten Wochen komplexer geworden, sie sexuell zu befriedigend, nicht nur war sie fordernder geworden sondern auch noch aktiver. Trotzdem war es nicht einfach, die passende Position zu finden. Noch bevor sie antworten konnte, drehte sie sich um, und präsentierte ihm ihr Hinterteil auf allen vieren. Er öffnete den Rock, streifte Rock und Slip ab und seine Finger tanzten über ihren übersensiblen Rücken.

Jane drang behutsam in sie ein und es kamen so viele Emotionen in ihm hoch das Glück, das er hatte, noch einmal lieben zu dürfen, noch einmal Vater werden zu dürfen. Patricks Bewegungen waren sanft, alles andere als was Lisbon von ihm gerade forderte.

Er hatte gelernt, auf ihre Kommandos zu hören. Diese Position hatte Teresa von Beginn an geschätzt, ließ ihn wissen, dass sie ihn so tiefer und intensiver spüre und er war mächtig ausgestattet, besonders im Vergleich zu ihrem zarten Körperbau.

Sie kam zweimal bevor sie das Spiel der Liebenden ergab und er endlich kam. Vollkommen erschöpft schlief sie danach ein, auf der Seite liegend, eine Hand schützend um ihren Bauch gelegt.

Nachdem Jane sie einige Augenblicke beobachtet hatte, deckte er sie mit einem Laken zu und ging duschen, kümmerte sich danach um Lanie, die bereits wieder wach war.

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Es war später Nachmittag, als die Wehen schließlich einsetzen, anfänglich alle 30 Minuten eine. Auf der einen Seite kam Angst in Theres hoch, auf der anderen unbeschreibbare Vorfreude.

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Ende Kapitel 20

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A/N: Zwanzig Kapitel! Wow … ;)