A/N1: Knapp über 12.000 Zugriffe vor Kapitel 30 und nun sind wir bei über 14.000 – ihr seid der Wahnsinn! Unglaublich!

Dieses Kapitel sei all den braven Lesern gewidmet, besonders denen, die sich stets die Mühe machen, ein paar nette Worte zu hinterlassen.

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Kapitel 32

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Rick wachte auf, als die Sonne das erste Mal seit Tagen durch die dichte Wolkendecke des verschneiten New Yorks blinzelte. Als er die Augen öffnete, merkte er, dass jemand in seinen Armen lag, ein Kopf auf seiner Brust, eine Hand über seinem Herzen. Er sah von seinem Winkel aus in ihren Ausschnitt, die gewölbte Brust war ihm so nahe. Ihr Bauch berührte ihn an der Seite, ihr rechtes Bein war über die seinen gelegt.

Castle war sich sicher, dass er alleine zu Bett gegangen war, alleine eingeschlafen war. Vollkommen sicher, weil er sie mehr oder weniger sogar abgewiesen hatte. Und jetzt lag sie nehmen ihm in einem Trägershirt und Pyjamahosen, Hosen, die ihr einst gepasst hatten und jetzt mit ihrem breiten Bund unter der Rundung ihres Bauches rasteten.

Er lag ruhig da und beobachtete die schlafende Frau in seinen Armen. Sie war schön, aber das wusste er schon lange. Bildschön. Ihre langen Wimpern. Ihre dunkelbraune Mähne, die seit wenigen Tagen hellere Strähnchen aufwies, zu denen Lanie sie überredet hatte. Und sie trug nun die Kette, die Kette, mit beiden Ringen. Am Abend zuvor hatte sie sich nicht an ihrem Hals befunden und nun rastete sie in ihrem Ausschnitt.

Vorgenommen hatte er sich, nichts zu ihr über diesen nächtlichen Besuch zu sagen. Das Gegenteil war der Fall, er schloss die Augen wieder, zog den Rest ihres noch vorhandenen Parfums auf und versuchte es zu genießen. Es erfreute ihn und gab ihm Hoffnung, dass sie sich doch noch näherkommen würden. Hoffnung, dass sie eine Lösung finden würden.

„Dad, Dad ...", durchbrach es die morgendliche Stille und Alexis stürmte schreiend in Ricks Schlafzimmer in ihrem Pyjama und einem Buch in der Hand. „Ich weiß, wer der Mörder ist!" Dies verlautbarte sie noch bevor sie sah, dass Kate in seinem Bett gelegen hatte und sich gerade vollkommen überrascht aufsetzte, so erschrocken war sie. „Und ich bin erst auf Seite 20", erklärte sie und wurde leiser, studierte ihren Vater, dann schwenkten ihre Augen zu Kate, die versuchte ihr Trägerleibchen gerade zu rücken.

Kate fuhr sich durch ihre wilde, unruhige Mähne und schließlich auch noch durchs Gesicht, bevor sie die Beine über die Kante der Matratze schwang und aufstand. „Du kannst ihm alles erzählen. Ich gehe duschen", erklärte sie und ging, innerlich fluchend, weil sie dermaßen erschreckt war. Sie hatte schon gedacht, dass etwas Furchtbares passiert war.

In Ricks Innerem sah es nicht anders aus. Er verfluchte seine Tochter, das erste Mal in seinem Leben. Noch nie hatte er sich so gestört gefühlt. Niemals und das ließ ihn sich selbst schlecht fühlen.

„Kate", versuchte Rick sie aufzuhalten, erkannte aber rasch, dass ihr die Situation missfiel und ließ sie gehen, fügte aber noch hinzu: „Du kannst dann gleich deine Tasche packen, wir fahren heute noch in die Hamptons. Ruf Montgomery an, wegen Montag."

„Montag habe ich frei", sagte sie und drehte sich ein letztes Mal um. „Die Jungs haben ihre jährliche Fitness-Prüfung und da ich an dieser nicht teilnehmen kann, dachte ich mir …"

Rick nickte nur und Kate verschwand in den ersten Stock. Sie hatte gut geschlafen, sehr gut, viel besser als alleine. An was es lag, wusste sie nicht.

Und sobald die dunkelhaarige Polizistin aus Alexis Blickfeld war, begann sie schon wie ein Wasserfall zu sprechen. Sie las gerade einen Kathy Reichs Krimi, der Hauptcharakter war, wie immer, Temperance Brennan. Und dieses Mal vermutete das rothaarige Mädchen, dass sie den Mord schon lange vor allen anderen Lesern gelöst habe – bereits auf Seite 20. Sie las die Konkurrenz. Natürlich. Jeder las Kathy Reichs Bücher, sie waren sich zwar alle ähnlich aber man lebte mit Temperance mit, seit vielen Bänden. Allerdings musste seine Tochter aufklären, dass sie vollkommen falsch liege, sie erst in den letzten 30 Seiten erkennen würde, wer es wirklich war.

Beckett hatte sich für die Situation geschämt, in der Alexis sie entdeckt hatte. Sie hatte sie überrascht. Allerdings musste sich Kate eingestehen, dass sie in Zukunft, sofern diese Beziehung von Erfolg gekrönt sein sollte, öfter in Situationen, wie dieser, aufwachen oder in solch eine geraten würde. Sie war früher oft in die Sauna gegangen, aber niemals mit Leuten, die sie kannte, dafür war sie dann doch etwas zu unser. Sie würde das Baby stillen, sich somit über kurz oder lang auch vor Alexis entblößen. Kate gestand sich ein, dass sie sich einfach an den Gedanken gewöhnen musste, dass sich vieles verändert. Verändern würde.

Nach der Dusche packte sie eine kleine Reisetasche – Jeans, Sweatshirt, T-Shirts, Wäsche, Pyjama und Toilettenartikel. Sie entschied sich für Jeans, ein weißes T-Shirt mit kurzen Ärmeln und ein kariertes Hemd, darüber zog sie ihre warme Lederjacke, die sie kaum noch schließen konnte, zog sich ein neues Paar flache Stiefel an.

Es war schließlich kurz nach 11 Uhr am Vormittag, als sie abfuhren. Am Weg aßen sie eine Kleinigkeit und kamen schließlich am frühen Nachmittag vor einem Strandhaus an. Es war auf Stelzen gelegen, auf einer Sanddüne errichtet. Sie hatte sich das Haus anders vorgestellt, vielleicht monumentaler, aber dieses hier sah eher aus wie eines der Strandhäuser, das man in Fernsehserien sehen würde, nahe dem Meer gelegen, viel Holz. Wahrscheinlich war es ein Vermögen wert, denn das Grundstück rundherum war nicht zu klein geraten, hinten lag ein grüner Garten mit Pool, an dem sie vorbeigefahren waren, einer Doppelgarage und spektakulären Blumenbeeten, die im Sommer sicherlich ein schönes Muster abgaben.

Als Rick sie durch das Haus führte, sah sie vier Schlafzimmer – mehr als sie von draußen erwartet hatte. Das Haus hatte zwei Stockwerke, eine große Wohnküche im unteren Geschoß und ein buntes Schlafzimmer, welches sie Martha zuordnete. Oben befanden sich drei weitere großzügig geschnittene Schlafzimmer und ein kleines Büro. Unten wie auch oben gab es jeweils ein großes Badezimmer und zwei der kleineren Schlafzimmer teilten sich ein Dusch-Bad.

Wenn man vorne auf der Terrasse stand, konnte man auf den Strand und das Meer sehen, es war so nahe. Vielleicht waren es fünfzehn Meter, die sie nun von den tobenden Wassermassen trennten, vielleicht zwanzig. Schnee lag auch am Strand nur nicht in den Massen, wie am Strand. Es war eher dünenhaft. Verweht musste es den Schnee haben. Auf der Terrasse war es eisig kalt, der Wind pfiff und die Kälte kroch einem in die Knochen.

Seit Wochen war das Haus unbewohnt, doch hatte Rick eine Putzfrau, die sich um die Reinigung und Instandhaltung des Anwesens kümmerte. Immer wieder bekam er von Nachbarn Anfragen, ob er Haus und Grundstück nicht verkaufen wolle. Stets verneinte er.

Rick versprach Kate, sofort wieder zurück zu sein, er wollte nur kurz bei seinen direkten Nachbarn vorbeisehen, um ihnen ein frohes neues Jahr zu wünschen. Rasch war er mit einer Flasche Wein in der Hand verschwunden. Kate hingegen begann Tee zu kochen und legte einige der dicken Decken, die man hergerichtet hatte, auf den Boden vor dem Kamin, in dem sie ein Feuer entzündet hatte, das nun den gesamten Wohnraum illuminierte. Zudem hatte sie einen Jazz-Radiosender gefunden, der nun leise im Hintergrund spielte. Einige der Kerzen, die sie gefunden hatte, hatte sie angezündet. Obwohl es draußen stürmte und schneite, wirkte der Raum nun warm, einladend.

Als Castle wieder das Haus betrat, hörte sie sofort die Musik, vernahm sofort diesen Geruch nach einem offenen Kaminfeuer und Früchtetee. Es war mittlerweile ein Duft, den er mit Kate in Verbindung brachte, da sie zuhause auch oftmals Tee kochte und den Kamin nutzte.

Vorsichtig ging er ins Wohnzimmer und sah die Decken, die am Boden lagen, die Kissen von Sofa und Bett, die am Boden verteilt waren, den Tee und Kekse, die auf der Unterlage standen. Und dann saß da Kate. Ihr Haar war locker in einen Pferdeschwanz gebunden.

„Kate?", fragte er vorsichtig. Sie lächelte, gab ihm dann zu verstehen, dass er sich zu ihr setzen sollte. So streifte er seine Jacke ab, schlüpfte aus seinen Schuhen und setzte sich hinter Kate, lehnte sich an die Polster an, die an die Couch gelehnt waren und hatte direkten Blick aufs Feuer. Kate tat es ihm quasi gleich, nur setzte sie sich zwischen seine Beine. Seine Brust diente ihr als Rückenlehne.

Einige Augenblicke verharrten sie in dieser Position. Das Feuer knisterte, krachte von Zeit zu Zeit. Die Flammen spielten ein Spiel mit dem Schatten. Tanzten.

Dann griff Kate nach seinen Händen. Eine führte sie unter ihr Shirt und legte sie auf ihren nackten Bauch, die andere unterhalb ihrer Brust. Es war keine unschuldige Berührung, nein keines Falls, aber auch nicht anzüglich. Es war ein Resultat der letzten Tage, Wochen. Sie waren sich näher gekommen, viel näher und trotzdem hatten sie den einen Schritt noch nicht gewagt.

Rick wollte ihr sagen, dass er ihre üppigeren Formen, sofern man das bei Kate überhaupt sagen konnte, schätzte, doch war dies denn in irgendeiner Art und Weise charmant?

In den folgenden Minuten ließ Kate es zu, dass seine Hand sich bewegte, wanderte, über ihren Bauch strich und die an der Brust liegende konnte der Bewegung nicht widerstehen. Rick ging den nächsten Schritt, der für ihn dem Tanzabend folgte. Er strich über ihre Brust, die sie in ein unattraktives Sport-Top verpackt hatte – das wusste er, aber so war Kate. So fühlte sie sich wohler und er würde es nicht bemäkeln. Aber es war so dünn, das Bustier, dass er ihre Brustwarzen spüren konnte, wie sie sich aufrichteten und nur zwei Schichten trennten ihn an dieser Stelle von ihrer Haut – das Bustier und das weiße Shirt, das sie unter dem bereits aufgeknöpften Hemd trug.

Beckett sagte kein Wort, ließ alles zu. Alles. Genoss es auf ihre Weise. Auch als die Hand, die die gesamte Zeit auf ihrem Bauch gelegen hatte, unter dem Shirt nach oben glitt und das Sportbustier hochschob, ihre Brust freilegte, damit er sie endlich berühren konnte.

„Oh Kate", stöhnte er auf, als sie sich stärker an Rick presste, seine Erektion an ihrem Rücken spürte und kein Wort dazu sagte. Abermals bestätigte er ihr somit, dass er ihren Körper doch anziehend fand, samt aller Veränderungen, die sie gerade erlebte, durchmachte. Kate schmunzelte, als sie die Erregung spürte. Doch Ricks Reaktion war eine bittersüße, als er ihr Schmunzeln hörte, er drückte ihre Brustwarzen zusammen, ließ sie lauf aufstöhnen. Es gefiel ihr.

Es dauerte nicht lange und sie hatte sich umgedreht und Rick begann sie, nachdem er ihr lange in die Augen gesehen hatte, zu küssen. Am Anfang waren es nur seine Lippen auf den ihren gewesen. Unschuldig, beinahe geschwisterlich. Erst allmählich wurde der Kuss intensiver und Kates Position war nun mäßig bequem, aber sie sah darüber hinweg. Ihr Becken war zwischen seinen Beinen, die ihren waren über seine abgewinkelt und die Größe seines Körpers schien sie zu dominieren. Er war so viel muskulöser und größer als sie, besonders in einer Situation wie dieser.

Rasch war das Hemd ausgezogen, ihr weißes Shirt folgte kurz danach. Dann da Bustier.

„So schön", sagte Rick leise und fuhr mit den Fingern die Rundungen ihrer Brüste nach.

„Sie sind sehr empfindlich", wies sie ihn hin, wollte aber nicht, dass er von ihr abließ.

„Ja?", fragte er vorsichtig nach.

„Hm…", war ihre Antwort und ein sanftes Nicken.

„Sie haben ordentlich an Volumen zugewonnen", merkte Rick an und strich noch einmal über diese, bis sie scharf einatmete. Dann wog er sie mit seinen Händen. Sie musste ihm zustimmen, aus ihrem spärlichen B-Körbchen war sie schon vor Wochen hinausgewachsen und daran musste sie sich erst gewöhnen. Früher hatte sie die Mädchen beneidet um ihren größeren Busen, nun gehörte auch sie dazu. Ab und an ließ sie dies in Jugenderinnerungen schwelgen, Erinnerungen an ihre Mutter.

„Dein Bauch ist auch sehr schön", erklärte er ihr und strich darüber. Sie hatte stets zu den gut trainierten Polizistinnen gehört und nun war ihr der meiste Sport untersagt, so auch das Kickboxen. Sie hatte es reduziert auf Yoga und Pilates und hier nur Übungen, die kein Gewicht auf ihren Bauch ausübten. Und nun war dieser Bauch vorhanden. Er war früher erkennbar gewesen als geplant, aber Lanie hatte se beruhigt, es auf ihr Gewicht und ihre Figur zurückgeführt. Das Kind würde Platz brauchen, hatte Lanie ihr erklärt, und dass sie sich glücklich schätzen sollte, dass Rick sich so gut um sie kümmere, täglich für sie Essen koche.

Ihr Bauch war fest, beinahe hart und er ließ abermals seine Hände darauf rasten, während er mit seinen Lippen die ihren liebkoste. Ihre Hände waren in seinem Haar und sobald seine Hand weg war, nun nicht mehr auf ihrem Bauch rastete, presste sie ihren Körper mehr an den seinen, ließ ihn alles fühlen. Und sie küssten sich, brauchten scheinbar keinen Sauerstoff.

Im Hintergrund spielte immer noch leise Jazz-Musik. Der Sturm außerhalb des Hauses tobte und trieb den Schnee in den Ecken der Terrasse zusammen. Es waren keine Vögel unterwegs, keine Tiere. Das Meer preschte an die Küste, die Gischt und der Schnee vermischten sich zu einem unendlichen Weiß, das den Strand nun verzauberte.

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Ende Kapitel 32

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A/N2: Tja, was soll ich nun sagen? Sie kommen sich scheinbar näher ….

THX fürs Lesen …