Lokis Tränen
Kapitel 5
Die Jahre danach
Einige Jahre nach den Ereignissen mit Loki, Thor und Haruka, geschah etwas sonderbares. In einer tiefen Höhle, weit unter der Zivilisation von Midgard, gab es eine Kette mit einem roten Kristall. In diesem Kristall schlummerte etwas und es war drauf und dran, erweckt zu werden. Doch jemand schnappte sich jene Kette, die auch ''die Kette der weißen Rose" genannt wurde...
Währenddessen wurde aus dem kleinen Mädchen, Haruka, eine starke Frau. Mit dem jungen Alter von dreiundzwanzig Jahren, war sie schon eine Agentin von S.H.I.E.L.D. und traf auch schon den ein oder anderen Superhelden. Darunter waren Captain America, oder auch ''Cap-Cap", Bruce Banner, Iron Man und Hawkeye. Nervosität war bei ihr an der Tagesordnung, denn sie wurde mit immer härteren Missionen los geschickt. Glücklicherweise hatte sie mittlerweile ihre eigenen Kräfte entwickelt. Sie konnte Kreaturen aus Eis, Schatten und Feuer heraufbeschwören und für sich kämpfen lassen.
Die Kreaturen sahen meist aus wie Wölfe, Füchse, Löwen und Leoparden. Doch auch sie blieb nicht ohne Misserfolge. Sie sorgte beispielsweise für eine Explosion, als sie versuchte, Bruce bei einigen Experimenten zu helfen. Daraufhin war der Hulk einen Monat lang pink... Trotzdem sollte man ihn nicht auslachen, man weiß ja warum, nicht wahr?
Zum Glück nahm es Bruce ihr nicht übel und lachte eher darüber. Bis heute hin ist das Haruka noch peinlich...
Doch nun finden wir uns an dem Anfang einer neuen Mission wieder. Vielleicht sollte diese Mission einiges an ihrem Leben ändern... Schon wieder. Mit starkem Herzklopfen stand sie aufgeregt vor Nick Fury und ließ sich ihre Aufgabe erklären. „Agent Demoson, dieser Auftrag hat höchste Priorität! Unsere Bauarbeiter sind auf etwas Eigenartiges gestoßen. Eine Ruine hat sich direkt unter Manhattan aufgetan. Offensichtlich wurde sie nicht bemerkt. Sie ist nicht am Rand der Stadt sondern direkt in der Mitte. Offensichtlich wollte man das verheimlichen, denn es klaffte ein großes Loch in jener Ruine. Der Schmutz war auf dem Boden verteilt, also muss schon mal jemand dort gewesen sein, der diese Ruine letztendlich für sich behielt und nie ein Wort darüber verlor. Wir haben bereits die Regierung darüber ausgefragt, doch auch sie wissen nichts. ...Natürlich sollte man nie jemandem einfach glauben, aber jedenfalls haben wir die Erlaubnis bekommen, diese antik-scheinende Ruine untersuchen und erforschen zu dürfen. Zuerst müssen wir jedoch sicherstellen, dass sie nicht einsturzgefährdet ist. Und da kommen Sie ins Spiel, Agent Demoson." Haruka schluckte und zupfte sich nervös an ihrer Agentenkleidung herum.
„I-ich soll mich also in L-lebensgefahr bringen, nicht wahr?" fragte sie leicht stotternd.
Nick sah sie eindringlich an. „Natürlich. Wenn nicht Sie, wer dann? ...Außerdem haben Sie doch schon vor Jahren unserem Vertrag zugestimmt. Darunter war auch, dass sie unter Einsatz Ihres Lebens Ihre Missionsziele erreichen, komme was wolle. So war es doch, oder Agent Demoson?" Er lächelte leicht. Haruka nickte nur leicht. „Dann wäre das ja geklärt. Agent Coulson wird Sie zu jener Baustelle bringen. Machen Sie sich bereit!"
Phil wartete schon auf den Landebahnen des Helicarriers auf Haruka. Rasch stiegen beide in einen Helikopter ein und begaben sich nach Manhattan. In Harukas Gesicht konnte man ganz genau sehen, wie unruhig sie war. „Geht es Ihnen gut, Agent Demoson?
Wenn Sie ohnmächtig werden, sagen Sie bitte diesmal Bescheid! ...Ich möchte Sie nicht nochmal in das Krankenzimmer tragen müssen. ...Ich will jetzt nicht damit sagen, dass sie schwer wären, nein nein! Ich -" Haruka sah ihn nur ungläubig an. „Phil, ist gut. Ich hab es ja verstanden. Mir geht es gut. Ich bin nur ein wenig... nervös." Phil atmete erleichtert aus und sah aus dem Fenster. „Ah, wir sind gleich da. Nur noch ein paar Minuten..."
Auch Haruka sah aus dem Fenster des Helikopters und ließ die Gedanken ein wenig streifen. „...Was mich da wohl erwartet? Ich war noch nie in einer Ruine! Ich freue mich ja sehr darauf, aber irgendwie ist das schon seltsam. Niemand hat diese Ruine gefunden. Wurde den Bauarbeitern von damals eine Schweigepflicht erteilt oder wurden sie bestochen? ...Wirklich eigenartig..." Sie lehnte sich leicht an ihren Sitz und sah gen Himmel. Ihr Blick war kurz traurig, doch dann schüttelte sie den Kopf. „Nein, ich habe mir geschworen, diese Gedanken los zu werden! Es sind mittlerweile sieben Jahre vergangen!" schimpfte sie in ihren Gedanken sich selbst aus. Offensichtlich vermisste sie jemanden. War es Loki?
Als der Helikopter letztendlich landete, gingen Phil und Haruka rasch zu der Baustelle. Dort klaffte ein kleineres Loch, als sie erwartet hatten. Haruka passte gerade mal durch.
„...Jetzt weiß ich, warum Mr. Fury diesen Auftrag nicht selbst in die Hand nimmt. Er würde ja nicht mal hindurch passen." sprach sie lächelnd zu Phil. Dieser musste leicht lachen.
Leider hatten sie vergessen, dass das Walki-Talki noch an war und Nick alles hören konnte. „He, ihr beiden! Ich kann euch durchaus hören, verstanden?!" Haruka und Phil sahen sich gegenseitig beschämt an. „...'Tschuldigung." kam es nur von den beiden.
Haruka konzentrierte sich nun auf ihren Auftrag und stieg durch das Loch hindurch.
Nur mit einer Taschenlampe und einer kleinen Pistole ausgestattet, machte sie sich auf den Weg durch diese Ruine. Sie suchte jede Ecke nach etwas Interessantem ab.
„Und... Ist da Etwas?" kam es durch ihr Walki-Talki. Phil sprach mit ihr. „Nun... Hier sind einige Zeichen an den Wänden. Darüber hinaus ranken sich einige tropische Pflanzen um Felsen und an den Wänden entlang. ...Sonst ist eigentlich alles in Ordnung." antwortete sie und sah überrascht umher. Eigentlich hatte sie mit einer unglaublichen, abenteuerlichen Erkundung gerechnet, aber da wurde sie wohl etwas enttäuscht.
Nach wenigen Schritten brach jedoch der Kontakt zwischen Phil und Haruka ab. „...Phil? Phil? Kannst du mich hören? Hallo, Midgard an Coulson? Sohn des Coul? Ist da jemand?" Ihre Worte schallten durch die Ruine, doch niemand antwortete. „Okay, langsam wird's unheimlich..." Mit vorsichtigen Schritten tastete sie sich langsam voran.
Vor Haruka lag auf einmal eine Treppe. Woran sie das merkte? Nun ja, sie fiel fast die extrem steile Treppe hinab! Sie steckte das Walki-Talki an ihren Gürtel und versuchte sich an den Wänden fest zu halten, damit sie nicht hinab fiel. Die ganze Sache war ihr nicht ganz geheuer.
Als sie am Ende der Treppe angelangt war, konnte sie nicht glauben, was sie da sah!
Einige Skelette lagen in den Ecken... In den Augenhöhlen der Schädel waren Diamanten und andere wunderschöne Edelsteine! Rubine, Smaragde, Saphire... Durch das Licht der Taschenlampe glitzerte es überall. Haruka wollte ja einige Edelsteine mitnehmen, aber sie witterte eine Falle. Sie musste sich arg beherrschen. An den Wänden waren überall Malereien und noch mehr unlesbare Zeichen. Man sah Figuren, die aussahen wie Menschen. Sie beteten eine weiße Rose an. Auf späteren Zeichnungen sah man, wie ein Feuer Dörfer und Wälder zerstörte. Man sperrte die angebetete weiße Rose in einen kleinen Kristall ein, der an ein Band befestigt wurde. Somit konnte man ihn als Kette tragen. „...Warum sollte man eine Blume anbeten?" kam es nur verwundert von Haruka, als sie die Zeichnungen betrachtete. Neugierig ging sie weiter und versuchte, die schönen Schätze nicht weiter zu beachten. „...Ich glaube, ich bin nicht mehr Agent Demoson, sondern Indiana Jones! Das ist doch total verrückt!" Ihre stimme schallte durch die Ruine.
Nun war Haruka an einer Sackgasse angelangt. Seufzend lehnte sie sich gegen eine Wand, die ausnahmsweise nicht von Spinnen heimgesucht wurde und ruhte sich kurz aus.
Unglücklicherweise hielt dieser Zustand nicht lange an, denn sie fiel nach hinten.
Die Wand hatte sich einfach umgedreht! Nun befand sie sich in einem beleuchteten Teil der Ruine. Das Licht der Sonne kam durch einige Löcher in der Decke. ...Wie auch immer das möglich war! Ranken hingen an den Wänden. Ein blauer See plätscherte leise vor sich hin. Der See lag um einen schmalen Weg, welcher zu einem kleinen Podest führte. Darauf lag ein violettes Kissen. „...Offensichtlich befinde ich mich hier unter einem Dschungel... Aber was lag mal auf diesem Kissen?" murmelte sie neugierig und sah umher. Hinter dem Podest war nichts. Die Ranken hinaufklettern konnte sie schlecht, also sah sie das Wasser genauer an. Neben den herab gefallenen Blättern schwammen auch Pfeile im Wasser umher. Doch es waren keine modernen Pfeile, so wie die, die Hawkeye benutzte. Nein, es waren hölzerne Pfeile. Diese mussten schon mehrere Jahre alt gewesen sein.
Als sie sich diese Pfeile genauer ansah, fand sie einen Körper! Es war der Körper eines älteren Mannes. Einige dieser Pfeile hingen in seinem Körper. Seine toten Augen machten diesen Anblick nicht gerade besser. Haruka schrie kurz auf vor Schock und plumpste auf ihren Hintern. Sie wurde kreidebleich. Der Mann sah nach einem Abenteurer aus. Doch das war wohl sein letztes Abenteuer gewesen.
Haruka betrachtete den Körper etwas genauer. Da funkelte sie auf einmal etwas um dessen Hals an...
