Kapitel 20

Gefahr …. Harry … Lebensgefahr - Hermine Grangers Geist raste, als sie das kleine Krankenhaus von Forks verlassen hatte und die Hauptstraße des Ortes entlang rannte. Gerade eben, vor nicht einmal einer Minute hatte sie erfahren, dass ihr bester Freund noch lebte, oder vielleicht noch lebte. An seinen Tod wollte sie gar nicht denken, sondern nur daran, was sie tun konnte, um Harry vor seinem Schicksal zu bewahren. Hoffentlich kam sie nicht zu spät und konnte den Vampir noch davon abhalten ihren Freund zu töten und sich an seinem Blut zu laben.

Denn eines war gewiss, dieser Doktor Cullen war ein Vampir. Sein Bildnis zeigte es ganz deutlich. Er war geradezu ein Paradebeispiel aus dem Lehrbuch für Verteidigung des dritten Schuljahres, auch wenn die Augenfarbe etwas irritierte. Doch das konnten ja auch Kontaktlinsen sein, sagte sich Hermine, die er zur Tarnung trug, um unter den ganzen Muggeln hier ein Opfer zu finden.

Hastig lief die Gryffindor die Straße entlang, vorbei an einem Streifenwagen und zwei Pickups auf deren Ladefläche mehrere Jugendliche standen und so taten, als wären sie Leonardo DiCaprio auf der Bugspitze der Titanic. Offenbar schien den Polizisten dieses Verhalten nicht einmal zu stören.

Schließlich fand Hermine nach kurzer Suche dann auch das was sie suchte … einen Stadtplan. Hastig zog sie einen Zettel aus ihrer Hosentasche und entknüllte ihn. Sie suchte den Straßennamen, der im Telefonbuch hinter dem Namen Carlisle Cullen gestanden hatte und fand ihn schließlich. „Na klasse", entfuhr es Hermine, da es sich dabei um die Hauptstraße handelte, die aus dem Ort hinaus führte. Blieb also als nächstes die Nummer und auch hier machte sie nicht unbedingt ein glückliches Gesicht, zeigte die Karte doch klar und deutlich, dass es sich bei dieser Adresse um ein Anwesen handelte, welches etwas abseits vom Ort und mitten im Wald zu finden war. `War ja klar´, dachte Hermine leicht ärgerlich und griff nach ihrem Zauberstab.

Es war wohl eine gute Stunde gewesen, die sie nun schon die vereinsamte Straße entlang lief. Nicht einer Menschenseele war sie begegnet, seit Hermine Forks verlassen hatte. `Ich bin hier wirklich am Arsch der Welt`, dachte sie und verbesserte sich zugleich. `Nein am Arsch der Welt gibt's wenigstens Licht am Ende des Tunnels.` Allerdings machte ihr das Wetter nichts aus. Ein Stück London fand man halt überall. Dann wiederum schallte sich die Gryffindor, warum sie nicht doch den Mercedes vorhin angehalten hatte, der an ihr vorbei gefahren war.

Kurz darauf fand die Gryffindor dann aber wonach sie gesucht hatte … einen Abzweig und einen unter all dem Grün kaum zu findenden Briefkasten. Rasch lief sie zu ihm hin und las den Namen Cullen. „Hab dich", entfuhr es ihr und fühlte sich wie ein Postbote, der neu angefangen hatte. Jetzt hieß es also nur noch vorsichtig sein und Harry finden. Das Haus zumindest konnte man, wenn man erst einmal dem Schotterweg in den Wald folgte, nicht verpassen. Modern und anmutig stand es da und Hermine schmunzelte. „Was denn keine Gruft? Kein Schloss? Ich bin enttäuscht."

Bevor sie aber weiter darüber nachdenken konnte, hörte sie auch schon ihren besten Freund vor Schmerzen schreien. Und er schien nicht allein gefangen worden zu sein, denn es erklang auch eine weibliche Stimme, die von enormen Schmerzen zeugte. „Verdammte Blutsauger." Blitzschnell ergriff Hermine ihren Zauberstab, ignorierte das Heulen, welches von weiter weg aus dem Wald kam und rannte in Richtung Haustür.

„Bombada!"

Es war dieser äußerst effektive Zauberspruch, der Hermines schon einmal geholfen hatte, ein Menschenleben zu retten und den sie auch ohne jedweden Zweifel ausführen konnte. Rasch duckte sie sich und wich den Holzsplittern aus, bevor sie ins Haus stürmte und ihre Gedanken zusammennahm für das, was sie als nächstes vorhatte … zum ersten Male apparieren und dann auch noch mit Harry im Schlepptau.

Okay, Hermine durfte es noch nicht, geschweige denn, dass die Gryffindor es schon einmal praktiziert hatte. Doch was sollte sie machen, die Theorie war klar und es musste halt so gehen. Hermine war alles recht, um ihren besten Freund zu retten. Allerdings war das was die nächsten Minuten folgte jenseits ihrer Vorstellung gewesen. Nicht nur, dass Harry gar nicht wollte, dass man ihn rettete. Nein, jetzt stand sie plötzlich auch noch vor einem ganz anderen Problem. Einem, das es nicht in fünffacher Ausführung gab und sich nicht von Blut ernährte. Nein es war ein Einzelstück, dessen riesiger Körper sich über ihr aufbaute. Denn vor ihr stand plötzlich ein gigantischer brauner Wolf.

Fassungslos stand Hermine da und zitterte. Sie starrte den Wolf an und er zurück, schnüffeln und grollend, so als würde er sich jeden Moment auf sie stürzen. Immer fester umfasste die Gryffindor ihren Zauberstab und man musste befürchten, dass das sensible Stück Holz jeden Moment zerbrechen könnte. Remus Lupin war ja schon riesig gewesen. Doch dieses braune Ungetüm stellte ihren alten Professor Meilenweit in den Schatten.

Dann aber mit einem Mal überkam die Gryffindor ein ganz anderes Gefühl. Ein Gefühl der Wärme und des Schutzes strömte durch sie hindurch und es schien von diesen braunen, magisch funkelnden Augen des Wolfes auszugehen. Es war so, als hätte Hermine etwas gefunden, was sie schon ewig suchte. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und fast wäre sie soweit gewesen, etwas zu sagen, oder gar den Wolf zu berühren. Doch da verwandelte sich das Tier plötzlich und keine fünf Sekunden später stand vor ihr ein Junge, ein Indianerjunge mit dunklem Haar, sonnengebräunter Haut und einem Körperbau, an den keiner ihrer Freunde in Hogwarts heran kam.

Bevor es Hermine jedoch schaffte, überhaupt wieder klar zu denken, erklang von rechts da plötzlich diese abfällige, bösartige, weibliche Stimme und wie sie etwas von „das sei ja ekelhaft" sagte. Hermine wurde aus ihrer Trance gerissen und schaute suchend über den Körper des Jungen nach unten. Entsetzt blieb ihr Blick an diesem riesigen Unterschied zur ihrer eigenen Anatomie hängen. Noch nie hatte sie einen Jungen in diesem Zustand gesehen und als die Erektion dann auch noch auf und ab wippte, bemächtigte sich Hermines Geist ein ganz und gar schrecklicher Gedanke.

`Oh bitte nicht', schrie Hermines Verstand, gepaart mit der Erinnerung an ihren Urlaub vor zwei Wochen, wo doch am Strand unweit ihres Hotels ein Mädchen vergewaltigt wurden war. Und alles was Hermine dann noch wollte, war raus hier. Sie ließ ihren Zauberstab fallen und rannte panisch weg. Sie rannte in den Wald anstatt auf die Straße und Zweige und Äste peitschten ihr Gesicht und die Arme. Vergessen war Harry und vergessen war ihre eigentliche Mission, für die sie doch so weit gereist war.

Wie lange Hermine gelaufen war, konnte sie später nicht mehr sagen. Allerdings wurde ihre Flucht mehr oder weniger dadurch gebremst, dass sie fast eine kleine Klippe hinab gestürzt wäre. Irgendwie hatte die Gryffindor die Orientierung verloren und war eine kleine Anhöhe hinauf gestürzt, nur um dann plötzlich vor dem Abgrund zu stehen und von zwei kräftigen Armen zurück gehalten zu werden.

Aahh! Neeeiiin! … Hilfe! Bitte nicht …", schrie Hermine und wirbelte herum, in der Erwartung von ihrem Verfolger, von diesem Indianerjungen, überwältigt zu werden. Allerdings war sie umso geschockter, als sie die Person erkannte, die sie mehr oder weniger gerettet hatte. Denn es war nicht der Indianerjunge, sondern einer der Vampire, der bullige, immer grinsende, der Harry gefangen gehalten hatten. Wild um sich schlagend versuchte sich die Gryffindor aus seinem kalten Griff zu befreien. Doch es klappte nicht und so tat Hermine das, was ihr am besten erschien, um sich aus den Fängen eines Mannes zu lösen … sie hob voller Wucht ihr Knie und rammte es dem Vampir in den Schritt.

Was folgte war ein Schmerzensschrei, der wohl sämtliche Vögel der Umgebung aufschreckte und bestimmt auch noch in Forks zu hören war. Allerdings stammte er nicht von Emmett Cullen, der nebenbei leicht geschockt war, sondern es war Hermine die vor Schmerzen aufschrie. Man rammte seine Kniescheibe ja nicht jeden Tag gegen eine Betonwand. Die Zähne zusammenbeißend und die Überraschung bei Emmett ausnutzend, drückte Hermine diesen von sich und rannte, nein humpelte vielmehr los.

Weit kam sie jedoch nicht, denn der Vampir huschte mit Hilfe seiner übermenschlichen Geschwindigkeit einfach an ihr vorbei und stellte sich ihr in den Weg. Dass er dabei lachte machte die ganze Sache nicht leichter für Hermine und die Furcht in ihrem Herzen überstieg sogar den Schmerz in ihrem Bein. Schließlich aber schien der Vampir genug zu haben und rief: „Jetzt lass gut sein, Mädel. Keiner will dir was tun."

Die Gryffindor bemerkte, dass sie in der Falle saß und wie als wäre es ein Reflex, griff sie in ihre Jacke, um ihrem Zauberstab heraus zu holen. Doch da musste sie feststellen, dass sie diesen gar nicht mehr hatte. Aber was noch schlimmer war und was ihre Augen im nächsten Moment auch wiederspiegelten, sie erkannte, dass sie ihren wertvollsten Besitz nicht nur verloren hatte. Nein, er lag in diesem Moment auch noch in den Händen ihres Feindes.

Emmett folgte Hermines Blick und grinste. Irgendwie kam doch der kleine Junge in ihm durch und er versuchte ein wenig seinen Spaß zu haben. Zumal er ja auch ein wenig Rache wollte, für den Tritt in seine Heiligtümer des Todes. „Ich glaub du hast da was verloren, oder?" Raunte er und dann betrachtete er das Stück hölzerner Kunst in seiner rechten Hand und wirbelte es wie einen Trommelstock herum.

„Gib ihn her, du … du …", Hermine überlegte, ob sie den Vampir einschüchtern konnte, „… du darfst keinen Zauberstab benutzen. Es ist euch Vampiren verboten." Allein schon wie ihr Gegenüber seine Augenbraue hoch zog, sagte Hermine, wie komisch sie gerade geklungen haben musste. Doch war ihr in diesem Moment ja jedes Mittel recht. Es hätte ja klappen können. Also blieb nur weiter nach einem Ausweg zu finden.

Und an einen letzten Strohhalm sich klammernd, sagte Hermine flehend: „Du … nein … du darfst mich nicht beißen. Du willst mich gar nicht beißen. Mein Blut ist magisch, ich bin eine Hexe und … und es wird dir nicht bekommen. Es wird dir nicht schmecken … ich werde nicht schmecken …" Die letzten Worte waren schon fast resignierend gewesen und der Kampfgeist aus ihnen verschwunden.

Emmett begann nun lauthals zu lachen und trat näher an die sich ihrem Schicksal ergebende Gryffindor heran. „Also genau das liebe Hermine Granger, beste Freundin von Harry Potter, wage ich besonders zu diesem Zeitpunkt zu bezweifeln. Denn gerade dein Blut, dein Duft ist allgegenwärtig und süßer als du denkst. Lass mich raten. Dein Herz pumpt wie verrückt und du bist grade in der Phase des Monats, wo ein Pariser zur Verhütung unabdingbar wäre, wenn man keinen Stress mit deinem Vater will, oder? Kein Wunder dass der Köter bei deinem Anblick ein Horn gekriegt hat. Du musst, mit Verlaub, für ihn riechen wie eine läufige Hündin."

Hermine starrte Emmett an als hätte er zwei Köpfe und schien sich nicht entscheiden zu können, ob sie sauer, ängstlich oder peinlich berührt sein sollte. Schließlich aber sprach Emmett weiter und sagte erklärend. „Andererseits bin ich dir nicht gefolgt, um meine Jahrzehnte lange Tierblutdiät aufzugeben. Sondern vielmehr soll ich dich zurück ins Haus bringen, damit …"

„Vergiss es", rief Hermine. „Ich komme nicht mit zurück, nur damit ihr noch ein Opfer ha…"

Emmett schien langsam etwas ungeduldig zu werden und hob seine Hand, um Hermine zum Schweigen zu bringen. Dann grinste er so, wie es die Gryffindor nur von den Weasleyzwillingen her kannte und erwiderte: „Also Erstens, trinken wir alle, meine ganze Familie, kein Menschenblut und dann sehe ich es so, dass du durch deinen kleinen Zusammenstoß mit meinem nicht ganz so kleinen Gemächt zwei Möglichkeiten hast."

„Ach ja?", fragte Hermine leicht schnippisch und versuchte sich wieder etwas aufrecht hin zu stellen. Das Knien tat immer noch höllisch weg, auch wenn es bestimmt nicht gebrochen war.

„Jepp, hast du. Möglichkeit eins wäre, du bist weiter bockig, ich schnappe dich, lege dich über meine Schulter und es geht zurück zu unserem Haus. Oder aber, du bist lieb, ich gebe dir deinen Zauberstab und nachdem du auf meinen Rücken geklettert bist, bringe ich dich zurück. Also egal wie du dich auch entscheidest, doch ich habe Harry versprochen, dich zurück zu bringen. Und das werde ich auch tun."

Im nächsten Moment schien in Hermines Geist ein Blitz eingeschlagen zu haben und sie erinnerte sich wieder an den eigentlichen Zweck ihrer abenteuerlichen Reise hierher zu diesem Orte … Harry Potter. „Oh Harry … bei Merlin was habt ihr mit ihm gemacht?", fragte sie entsetzt und funkelte den Vampir an. Zurück war der Kampfgeist und der Wille ihren Freund zu retten.

Emmett war beeindruckt von solch einem Verhalten, zeigte dies aber nicht. Nein, der bullige Vampir grinste nur schmutzig und erwiderte: „Also ich weiß ja nicht was Alice nachts so alles mit Harry macht, aber der Rest der Familie versucht unser kleinen Bruder wieder auf die Bein zu kriegen und ihm bei seiner Genesung zu helfen."

„Genesung?", fragte sie skeptisch und noch viel unsicherer kam das Wort „Bruder?" über ihre Lippen. Sie hatte Harry doch nicht etwa …?

„Jepp, Carlisle hat es dem alten Mann versprochen. Und glaub mir, wenn Carlisle ein Versprechen gibt, dann hält er es auch." In Emmetts Stimme schwang so etwas wie Stolz mit und er streckte danach seine Hand in Richtung Hermine. „Komm lass und gehen."

Hermine zögert und versuchte zu erkennen, ob es nicht doch eine Falle für sie war. Ihr Blick ging von Emmetts Gesicht zu seiner angebotenen Hand und wieder zurück. Schließlich aber wollte sie ihm glauben und erinnerte sich daran, dass er auch versprochen hatte ihr ihren den Zauberstab wieder zurück zu geben. Vorsichtig schaute Hermine ihren wertvollsten Besitz an und Emmett bemerkte dies.

„Ach ja, dein Zauberstab", sagte er und wirbelte ihn wieder wie einen Trommelstab. „Also ich bin wirklich gespannt, was man alles damit machen kann. Du hast ja keine Ahnung wie faszinierend ich das Thema Zauberei finde und will auf alle Fälle mehr erfahren."

Bevor Emmett allerdings so weit ging Hermine den Zauberstab zu übergeben, schlich sich plötzlich ein Grinsen in sein Gesicht. „Weißt du Hermine, Harry hat besonders mich in den letzten Tagen schon mit der Magie bekannt gemacht. Vorzugsweise wurde ich dabei nass oder hing Kopf über. Und das alles soll man mit so einem Stückchen Holz können. Also ich kann das nicht glauben. Also was meinst du Hermine … aquamenti."

Zum zweiten Male innerhalb weniger Minuten durchschnitt den Wald ein lauter Schrei. Diesmal aber nicht vor Schmerz, sondern weil Hermine ein riesiger Schwall eiskalten Wassers traf. Triefend nass stand das Mädchen mit der sonst so üppigen Haarpracht da und versuchte diese sich nun aus dem Gesicht zu wischen. Dabei spukte sie immer wieder das Wasser aus und funkelte dann Emmett zornig an.

„Du … du …"

Emmett schaffte es nicht, etwas zu erwidern, sondern starrte nur geradeaus. Er schien geschockt zu sein darüber, was er eben getan hatte. Dann aber kam wieder Leben in seine Glieder und wie als hätte ihn ein Stromschlag getroffen warf er den Zauberstab von sich. „Oh shit, das habe ich nicht gewollt", stammelte er und überlegte krampfhaft was da eben passiert war.

„Ach ja? Hast du nicht? Nun wenn du etwas nicht willst, dann solltest du keine Beschwörung sprechen", fauchte Hermine und versuchte immer noch ihre zerstörte Frisur aus dem Gesicht zu bekommen.

„Ja aber … aber … ich habe gezaubert", stammelte Emmett und durfte danach erleben, was es hieß, wenn Hermine in den Lehrermodus wechselte. Sie baute sich vor dem Vampir auf und sagte: „Natürlich hast gezaubert. Du bist ein Vampir, ein magisches Wesen. Jetzt sag nicht, du hast nicht gewusst, dass du das kannst."

Emmett stand da und schüttelte den Kopf, worauf die Gryffindor in skeptisch anschaute. Kurz darauf hatte sie ihre Haare im Griff und beugte sich leicht vor. Ihr Zauberstab lag keinen Meter weit von ihr und während sie ihn mit zusammen gebissenen Zähnen und einiger Mühe aufhob und dabei Emmett nicht aus dem Auge ließ, bemerkte sie, dass der bullige Vampir irgendwie unsicher wurde. `Hatte er plötzlich Angst?', fragte sich Hermine und schnappte sich schließlich ihr Eigentum.

Allerdings ließ Hermine diese Frage vorerst im Raum stehen, denn sie hatte jetzt ein ganz anderes Problem. Forks, seine Wälder und das für das kleine Städtchen bekannte Klima zeigte sich zunehmend … ihr wurde kalt und dass ihre Klamotten bis auf die letzte Faser durchnässt waren, half da auch nicht weiter.

Emmett bemerkte das beginnende Zittern und wie er nun einmal war, mit all seiner Lockerheit, sagte er: „Vielleicht solltest du die nassen Klamotten erst einmal ausziehen." Auch meinte er dies im Hinblick auf die Geschwindigkeit, mit der er für gewohnt rannte und dass es dem Mädchen dann noch kälter wurde. Bevor er aber weiter kam und Hermine seine Jacke anbieten konnte, funkelte sie ihn auch schon an.

„Sag mal geht's noch? Hast du an 'nem Junkie genippt? Ich mache doch hier keinen Strip vor dir. Das kannst du abhaken, du kleiner Perverser."

Wenn Emmett es noch vermocht hätte, dann wäre er rot geworden. Verlegen stammelte er, dass er das so nicht gemeint hatte und zog dann schnell seine Joggingjacke aus, um sie Hermine zu geben. Und einen verlegenen Emmett zu sehen, das war schon etwas. Allerdings nahm Harrys beste Freundin die angebotene Jacke erst einmal an und zog sie auch rasch über. Danach gab sie sich auch einen Ruck und kletterte mehr oder weniger unter Schmerzen auf Emmetts Rücken. Der Rückweg konnte also beginnen und erneut durchschnitt ein Schrei den Wald. Für Hermine kam der Ritt auf dem Vampir dem eines Besens gleich und es war ja hinlänglich bekannt, wie sich die Gryffindor immer darauf freute, ihre Beine vom festen Boden zu nehmen.