պաշտպան [pashtpan] Beschützer
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Kapitel 9

Vaterliebe

Spencer war nicht besonders überrascht als Morgan darauf bestand nach dem grillen bei ihm zu übernachten. Als auch alle anderen sofort anboten zu bleiben war er ebenso wenig überrascht. „Okay. Wenn ich das nochmals zusammenfassen sollte. Ich habe ein Garcia-zertifiziertes Alarmsystem das sofort die Polizei alarmiert sollte eingebrochen werden, eine zugelassene FBI K9-Einheit die ich auf jeden Eindringling loslassen darf und, da ich kaum glaube das Morgan jemals weiter als bis zum Bürgersteig gehen würde, auch noch einen total nervigen Kollegen der jeden von euch im Hand-zu-Hand schlagen würde während er berechtigt ist eine Schusswaffe zu tragen und diese zu nutzen. Ich kann es gerne nochmals sagen, ich bin nicht schutzlos. Egal ob es nun mein Vater oder ein psychopathischer Serienmörder, beide würden vermutlich niemals bis in den oberen Stock kommen bevor sie bewegungsunfähig oder tot auf dem Boden liegen würden. Könntet ihr euch also bitte wieder beruhigen? Hotch nimm Jack, geht nach Hause und genießt euer Wochenende, JJ für dich gilt das gleiche nimm deine beiden Männer und geh dich entspannen. Für euch andere gilt das auch, ich will nicht wie ein rohes Ei behandelt werden. Es ist nicht das erste Ma,l dass William mir gedroht hat, auch nicht das erste Mal seit ich beim FBI angefangen habe. Und bisher ist auch absolut nichts Schlimmeres als eine verkürzte Nacht und einmal eine geprellte Rippe daraus geworden. Also bitte ich euch geht jetzt und lasst euch von ihm nicht euer Wochenende versauen" sagte Spencer fordernd. Er hatte keine Lust mehr wie ein Invalide behandelt zu werden immerhin war er ebenfalls ein FBI Agent und hatte zusammen mit պաշտպան sogar eine Freigabe für den Außeneinsatz. Langsam gingen seine Freunde bis nur noch Morgan und John übrig waren. „John du solltest auch gehen" sagte Spencer mit einem sanften Lächeln, er erinnerte sich nur zu gut an die Nächte in denen er John geweckt hatte als er plötzlich bei ihm vor der Tür stand und es hat John nie gestört auch wenn seine Nacht dann ebenfalls meistens vorbei war. „Du hast Recht, aber ich werde dir trotzdem sagen das ich jemanden vorbei schicke der euch ein wenig im Auge behält" sagte John und legte seine Hand auf die Schulter des Jüngeren. „Denkst du nicht dass jeder FBI Agent was Besseres zu tun hat als Babysitter zu spielen?" fragte Spencer irritiert doch Morgan war nur amüsiert. „Pass auf sonst stellt er noch eine ganze Einheit ab und postiert sie so das niemand sie übersehen kann damit dein Vater weiß das du dem FBI nicht egal bist" scherzte Morgan, was ihm einen drohenden Blick von Spencer einfing. „Keine Sorge nur zwei Agents die in einem absolut unauffälligen Wagen sitzen werden" beteuerte John und Spencer schüttelte nur den Kopf. „Hab ein gutes Wochenende John" sagte er und zeigte damit, dass für ihn das Thema beendet war. Nachdem John verschwunden war dauerte es nicht einmal eine halbe Stunde bevor ein schwarzer Kombi in die Straße einbog und einige Häuser entfernt stehen blieb.

Es war gerade einmal 22 Uhr als Spencer sagte er würde sich hinlegen und Moran eine gute Nacht wünschte. Und auch Morgan legte sich nicht allzu lange danach ebenfalls in das gemütliche Bett im Gästezimmer. Nur պաշտպան war noch auf und wanderte durch sein neues Heim, und die beiden FBI Agenten die John abgestellt hatte beobachteten entspannt wie die Lichter in den Häusern um sie herum langsam ausgingen. Was keiner von ihnen wusste war das noch jemand das Haus beobachtete. William Reid hatte nicht aufgegeben seinen Sohn zu überzeugen weshalb er nachdem die meisten gegangen waren sein Auto unauffällig in der Nähe parkte. Nur noch ein Auto war vor Spencers Haus geparkt, und auch dieses fuhr wenig später weg, also wartete William darauf dass die Lichter ausgingen.

Es war kurz vor Mitternacht als er die Tür seines Autos öffnete und mit langen schritten den Weg zu Spencers Haus lang ging. Doch er hatte das automatische Licht in seinem Auto nicht deaktiviert, was Agent McNeil natürlich nicht entging. Sofort weckte er seinen Teamleiter der auf den Beifahrersitz eingenickt war und deutete auf das Auto dessen Licht gerade wieder erlosch und dann auf den dunklen Umriss der sich durch die Schatten der Häuser bewegte. Ruhig beobachteten die beiden Agents wie William sich immer weiter dem Haus seines Sohnes näherte während sie nochmals prüften, dass ihre Waffen einsatzbereit waren. William schob sich leise an der Tür vorbei und zu einem Seitenfenster das von der Straße aus halb verdeckt war, was er dabei nicht bemerkte war das Geräusch von Autotüren die geöffnet wurden als McNeil und Summers ihren Kombi verließen um ihren Verdächtigen besser im Blick zu behalten. Leise versuchte William das Fenster aufzuhebeln und als das nicht ging wickelte er sich seine Jacke um die Hand und schlug kurzerhand das Fenster ein. Worauf keiner der drei Männer gefasst war, war das պաշտպան kaum das die Scheibe aufgebrochen war erschien und knurrend den Eindringling fixierte. „FBI, ich will ihre Hände sehen" sagte Summers laut genug das William ihn deutlich hören konnte und als dieser in die andere Richtung abhauen wollte musste er feststellen das auch dieser Weg abgeschnitten war als Morgan mit erhobener Waffe aus dem Schatten des Hauses trat. Nachdem McNeil William Reid Handschellen angelegt hatte und die drei auf den Streifenwagen der Polizei warteten fragte Summers seit wann Morgan im Schatten des Hauses gestanden hatte. „Ein Fenster aufzuhebeln ist vielleicht leise genug das ein Mensch davon nicht aufwacht aber Hunde haben einfach ein viel feineres Gehör. Und mal ehrlich wer kann bitte Schlafen wenn eine kalte und feuchte Nase einen auffordert aufzuwachen, besonders wenn es sich dabei um պաշտպան handelt?" erwiderte Morgan grinsend und tätschelte den Kopf des Hundes. „Ich hoffe nur es versucht nicht so schnell wieder jemand bei mir einzusteigen, das ist echt nicht lustig wenn man ne weile braucht bis man mobil ist" murrte Spencer als er sich neben seinen Freund rollen ließ. „Bist ja doch noch rausgekommen" sagte William mit einem Seitenblick auf seinen Sohn. Doch weniger als die Aussage beunruhigte Spencer der Schadenfreudige Ausdruck seines Vaters. Mit einem kurzen Blick in die Umgebung begann er den Rollstuhl zu drehen als ein Schuss ertönte. Die erfahrenen Agenten reagierten sofort und zogen erneut ihre Waffen und blickten sich um während William und Spencer in das Haus gezogen wurden und McNeil den Schuss meldete. Was Morgan besorgte war das Spencer in seinem Rollstuhl zusammen gesackt war und nicht mehr reagierte. „Spencer, rede mit mir!" sagte er flehend als sie in die Sicherheit des Hausflures gekommen waren. Während McNeil William Reid absicherte kniete sich Summers vor Spencer und richtete seinen Oberkörper auf. „Scheiße" fluchte er und gab den Funkspruch raus den Morgan gefürchtet hatte, „Agent verletzt, wiederhole Agent verletzt brauchen sofort Unterstützung", bevor er Morgan überhaupt losschicken konnte für einen Erst-Hilfe Kasten schrie McNeil „Wir müssen hier weg, sofort!" und Summers musste ihm zustimmen als erneut ein Schuss durch die Nacht hallte. „Die Garage!" schrie Morgan und sofort setzten sich die Agents als ein schwarzer SUV vor der Tür hielt und Tarō und Muedos hinter ihm in Deckung gingen. „Muedos!" schrie Summers als er seine Teamkollegen sah und signalisierte ihm dass sie William nehmen sollten während hinter ihm Morgan und McNeil Spencer eine Schutzweste anlegten und ihn hinter das Sofa auf den Boden setzten. „Wir müssen den Fahrstuhl öffnen um durch zu kommen. Es gibt einen Notfall Modus für das Tor damit es sofort vollständig aufspringt und nicht eine gefühlte Ewigkeit braucht" sagte Morgan und deutete auf die Bedienfläche des Fahrstuhl. Summers und McNeil griffen die Schulterpolster von Spencers Weste und Morgan ließ die Fahrstuhltüren aufgleiten. Kaum waren alle vier Männer durch den Fahrstuhl in die Garage als ein Schuss an der gerade schließenden Fahrstuhltür abprallte. „Schlüssel?" fragte Summers und Morgan warf ihm den Schlüsselbund zu, nachdem er den Knopf für die Hunderampe gedrückt hatte. Die Rampe war noch nicht einmal vollständig unten als der Rüde bereits in seinem Zwinger saß. Morgan half McNeil Spencer auf den Sitz, der gekürzten Rücksitzbank, zu setzen und anzuschnallen bevor McNeil sich auf den Beifahrersitz schob. Kaum das alle Türen geschlossen waren ließ Summers den Motor aufheulen, Morgan griff kurz über die Mittelleiste und drückte einen Knopf an der Konsole woraufhin das Blaulicht anging. „Sirene ist der Knopf links daneben" sagte er und drückte dann den Garagen Notfallknopf. Kaum war das Tor mit einem lauten Rattern geöffnet als Summers Gas gab. Geübt manövrierte er den SUV mit Blaulicht und heulender Sirene durch die Nacht. „Die anderen sind bei dem Idioten der das Fenster eingeschlagen hat" sagte McNeil und Morgan brummte nur etwas unverständliches. Er wollte nicht über William nachdenken während er versuchte die Blutung in Spencers Brust zu stoppen damit sein Freund nicht starb.


Hotch und die anderen trafen nur wenige Sekunden nach Morgan ein und waren schockiert. Nicht nur das William Reid tatsächlich versucht hatte einzubrechen, sondern auch das er tatsächlich einen Scharfschützen als Sicherheit engagiert hatte aber vor allem die Menge an Blut die Morgans Oberteil, Arme und Hände beschmierte. „Morgan was ist passiert?" fragte Hotch, alle wollten wissen was so schief gelaufen ist das Spencer schon wieder im Krankenhaus sein musste, doch keiner wollte wirklich fragen den die Menge an Blut lässt keinen von ihnen besonders hoffen. „Agent Hotchner. Es tut mir wirklich leid, ich habe keine Entschuldigung dafür, dass Agent Reid unter meinem Schutz verwundet wurde. Aber ich kann sie jedenfalls darüber informieren das nicht nur William Reid sondern auch der Schütze in FBI Gewahrsam sind" Summers wusste das es nicht viel brachte zu wissen das die Verantwortlichen ihre Strafe erhalten würden. Nicht wenn man noch um das Überleben eines Kollegen, eines Freundes, bangte. Zu ihrem Glück kam bereits wenige Minuten später ein Arzt. Nun zuerst dachten die Agents das es zu schnell ging und das der einzige Ausgang der noch möglich war nicht gut war, doch die Haltung des Arztes, sein lockerer Gang und die fröhliche Miene, sorgte für Zweifel an der allgemeinen Wahrscheinlichkeit. „FBI?" fragte der Arzt nur vergnügt und als alle ihre Ausweise beinahe Zeitgleich vorzeigten winkte er wieder ab. „Schon gut die brauch ich nicht wirklich sehen. Ihr Freund wird gerade auf sein Zimmer gebracht, und nur als Warnung seine Laune ist mit einem Vulkan zu vergleichen. Einem der kurz vor einem Ausbruch steht. Die Kugel ist an einer Rippe abgeprallt und hat Herz und Lunge um einen Hauch verfehlt. Leider hat sie sein Schultergelenk getroffen und es leicht beschädigt. Wir haben die Kugel entfernt und es sind keine bleibenden Schäden zu erwarten wenn alles gut verheilt. Damit es gut verheilen kann darf er seinen Arm die nächsten acht Wochen nicht bewegen, was ihn natürlich stark einschränkt. Die nächsten 24 Stunden muss er auf jeden Fall noch hier verbringen damit wir sicher sind das er den Schock, den Blutverlust und die OP gut überstanden hat. Danach empfehle ich dass er weiterhin bleibt damit er seinen Arm nicht unnötig belasten muss" erklärte der Arzt im Plauderton. „Er wird also wieder gesund?" Morgan schaute den Arzt verblüfft an, er hatte Spencer dabei beobachtet wie er langsam ausblutete und seine Lebenszeichen immer schlechter wurden bevor er direkt bei Erreichen des Krankenhauses den Puls nicht mehr finden konnte. „Agent ihr Freund wird wieder vollständig gesund wenn er sich an das hält was wir ihm sagen. Sein Körper ist in einen Schockzustand gegangen nachdem die Kugel eintraf was seine Bewusstlosigkeit zur Folge hatte. Und die Menge an Blut die er verloren hat war zwar stark bedenklich und zu viel als das er sie hätte selber wieder aufbauen können doch mit hilfe von Transfusionen nicht Lebensbedrohlich. Unser größtes Problem war es ein Narkosemittel für ihn zu finden das nicht nur kein Narkotika ist sondern auch nicht mit seinen anderen Medikamenten unerwünschte Effekte erzeugt" erklärte der Arzt mit einem aufmunternden Lächeln bevor er davon eilte als sein Pager klingelte. „Andere Medikamente?" fragte JJ die anderen zurückgebliebenen. Doch keiner wusste etwas davon dass Spencer Medikamente nahm.

In diesem Moment kam John in den Wartebereich, jeder konnte sehen das er alles andere als gerne hier war. Summers und McNeil sahen sich besorgt an, es war nicht besonders oft der Fall das der Direktor persönlich zu einem Verletzten FBI Agenten fuhr, und da es gerade passierte wenn ihnen der Schutz dieses Agenten aufgetragen wurde ließ sie nichts gutes ahnen. „Wie geht es ihm?" fragte John und Hotch wiederholte für ihn was der Arzt gesagt hatte. Erleichtert ließ sich John in einen der harten Stühle sinken. „Wir wollten gerade zu ihm" sagte Morgan halb fragend doch John winkte ab, „ich werde in einem Moment nachkommen" sagte er. Also gingen die BAU Agents alleine zu ihrem Freund.

Der Arzt hatte nicht gelogen als er sagte das Spencer wirklich schlechte Laune hatte. „wer hat denn euch gerufen?" fragte er mit einem missbilligenden Blick auf sein altes Team. „Spencer!" Morgan war entsetzt über Spencers Reaktion, ebenso wie JJ und Garcia die wie erstarrt an der Tür standen. „Was, Morgan? Ich kann mich nicht erinnern das ich wollte das die anderen informiert werden. Warte, vielleicht liegt das daran das ich euch nicht sehen will" gab Spencer sarkastisch zurück. Hotch hatte Spencer noch nie so gesehen, es kam ihm vor als hätte jemand eine völlig andere Persönlichkeit in seinen Freund gepflanzt. „So redet man nicht mit seinen Freunden" rügte plötzlich eine andere Stimme vom Flur aus, und die FBI Agenten wirbelten herum, Morgan zog sogar seine Waffe. Doch sie sahen nur Dr. Holden der mit halb erhobenen Händen da stand. „Ich möchte ihnen ja wirklich nichts vorschreiben, aber ich denke es wäre besser wenn sie alle zu den normalen Besuchszeiten wiederkommen würden" sagte der Psychologe mit einem kurzen Blick auf die Uhr, die gerade einmal 2:30 Uhr morgens anzeigt. „Oder noch besser ihr kommt gar nicht mehr" sagte Spencer von seinem Bett aus. „Das reicht jetzt ernsthaft" sagte Dr. Holden bestimmt und warf Spencer ein kleines Säckchen in die Magengrube. Spencer keuchte einmal kurz, „Steht das in ihrer Jobbeschreibung das sie verletzte Patienten noch weiter verletzen sollen?" fragte Spencer zerknirscht. „Nein in meiner Jobbeschreibung steht das ich meinen Patienten helfe. Also würde ich dir raten du bist solange leise bis du wieder meinst was du sagst" gab Holden zurück ohne auf Spencers schlechte Laune weiter einzugehen. Das Team blickte kurz verunsichert von Spencer zu seinem Psychologen und zurück, bevor Hotch ihnen bedeutete aus dem Raum zu gehen. Morgan schaute noch einen Moment zu seinem Freund, gerade rechtzeitig um zu sehen das Spencer einige Pillen schluckte.

„Dr. Holden, können sie uns sagen was gerade passiert ist?" fragte Hotch den Psychologen in kühlem Ton, er hatte in diesem Moment wirklich keine Lust auf den normalen Rechtlichen Tanz um die Schweigepflicht des Arztes sondern wollte nur wissen wieso Spencer reagierte wie er es getan hatte. „Ich habe ihm seine Medikamente gebracht und ihm erspart das er sich noch tiefer in die Probleme stürzt" erwiderte Craig und als er Morgans und Hotchs Gesichter sah seufzte er. „Wie wäre es wenn wir in die Cafeteria gehen und einen Kaffee trinken während ich ihnen sage was ich sagen kann" lenkte er ein und bevor das Team widersprechen konnte ging Craig voran. Sie waren gerade ein paar Schritte gegangen als John, zusammen mit den Agents Summers und McNeil sowie mit etwas Abstand noch zwei weiteren Agenten die das Team nicht kannte, um die Ecke bog. „Wie gut ist seine Laune?" fragte John an Craig gewandt und der Arzt zuckte nur die Schultern, „Ich würde ihm gerade nichts geben das Verletzungen hervorrufen kann" sagte er nur und John nickte stumm. „Ihr wartet alle hier" orderte der FBI Direktor seinen Begleitern bevor er, zur Verwunderung von allen außer den beiden Unbekannten Agenten seine Waffe aus dem Holster nahm und sie an einen seiner Bodyguards abgab.


Wenige Minuten später erreichte das Team zusammen mit Dr. Holden die Cafeteria und Morgan ging mit JJ zusammen an den Kaffeeautomaten um allen ihr benötigtes Koffein zu besorgen. „Spencer ist aktuell, sagen wir leicht reizbar. Vor allen Dingen weil er sich selber aktuell nicht mehr als vollwertigen Agenten ansieht. Daher versucht er sich selber zu beweisen, etwas das ihn wie ich vermute hier her gebracht hat, was scheinbar schief gelaufen ist. Sicherlich sehen die meisten nur einen jungen Mann der im Rollstuhl sitzt und bemitleidet ihn und wollen ihm helfen. Beides möchte Spencer nicht. Was er aktuell noch nicht für sich selber erkannt hat ist, dass nicht jeder der ihm helfen möchte ihn bemitleidet. Ich vermute seine ablehnende Reaktion gerade hat damit zu tun, dass er zum einen das Gefühl hat das sie ihn bemitleiden und ihm nicht zutrauen das er für sich selber sorgen kann. Aber auch weil sein Plan sich zu beweisen eindeutig gegen ihn gearbeitet hat und er selber weiß das er ohne Hilfe sicherlich ein extremes Problem gehabt hätte" erklärte Craig als alle wieder zusammen saßen. „Von welchen Medikamenten hat der Arzt vorhin geredet?" fragte Morgan besorgt. Einen Moment herrschte Stille, während Craig überlegte ob er diese Information teilen sollte oder nicht. „Nichts worüber sie sich sorgen machen müssten. Ich denke ich sollte nun wieder gehen. Am besten kommen sie alle wieder sobald die normalen Besuchszeiten sind" verabschiedete sich der Psychologe und stand dabei bereits auf um weiteren Fragen aus dem Weg zu gehen.


John hatte sich nachdem er alleine in Spencers Zimmer gegangen war ruhig auf die Kante von Spencers Bett gesetzt. „In drei Wochen bin ich zu einem Essen eingeladen. Begleitest du mich?" fragte er ruhig und wartete dann geduldig auf Spencers Antwort. „Sollte ich denn wirklich mitkommen? Ich bin ja scheinbar nicht einmal in der Lage auf meine eigene Sicherheit zu achten" gab Spencer nach einigen Momenten kleinlaut zurück. „Und Morgan war auch dort und zwei Agents die speziell für den Personenschutz ausgebildet sind. Sind die drei jetzt nicht mehr qualifiziert ihren Job zu machen?" fragte John neugierig, Spencer schaute ihn erschrocken an „Natürlich sind sie noch qualifiziert! Und wenn ich mich entscheiden könnte würde ich Agent Summers und sein Team wieder wählen wenn ich noch einmal Personenschutz bräuchte". „Also wieso solltest du dann nicht mehr in der Lage sein deinen neuen Job zu machen?" fragte John ruhig, er kannte diese Gespräche inzwischen und wusste das Spencer am schnellsten wieder in Form zu bringen war wenn man es ihn durch Fragen selbst erklären lässt. „Weil… Oh…" Spencer erkannte worauf John hinaus wollte, „Ich würde gerne mitkommen" sagte er dann. „Das freut mich. Meintest du das mit Summers Team wie du es gesagt hattest?" John schaute Spencer an und als Spencer nickte rief er Summers in den Raum. „Sir, Agent Reid" sagte Summers ruhig als er den Raum betrat. Der Teamleiter versuchte sich seine Besorgnis nicht anmerken zu lassen doch für Spencers geübten blick war sie erkennbar. „Agent Reid wird ab sofort Personenschutz benötigen. Mindestens zwei Agents in direkter Umgebung, bei 24 Stunden Schutz. Die Agents müssen unauffällig und diskret arbeiten können" sagte John, und Summers nickte „Ich würde das Team von Petersen empfehlen" sagte er nachdem er kurz überlegt hatte. „Sie haben mich falsch verstanden. Ihr Team wird Agent Reids persönliches Schutzteam. Sie werden keine weiteren Einsätze mehr haben, ihr einziges Ziel ab sofort ist der vollständige Schutz von Agent Reid und seinem Assistenzhund. Sie werden ihn überallhin begleiten. Die elektronische Absicherung seines Hauses ist bereits installiert und funktionsbereit. Das Haus neben Agent Spencer ist bereits im Besitz des FBI und eingerichtet, sie werden es ab sofort für die Agenten der Nachtschicht nutzen. Rufen sie ihr Team an und sagen sie ihnen dass ich alle um 10Uhr in meinem Büro erwarte. Bis sie wieder zu ihrem Dienst antreten wird Agent Petersens Team den Schutz von Agent Reid übernehmen" sagte John, in seiner FBI Direktor Stimme, und machte deutlich dass er keinen Widerspruch duldete. „Jawohl Sir" antwortete Summers überrascht aber auch erleichtert. Als John ihm bedeutete dass er wieder gehen konnte drehte er sich um und machte sich daran sein Team über ihren Exklusiv Einsatz zu informieren. „Ist das wirklich nötig?" fragte Spencer, es gefiel ihm nicht das John ihm eine persönliche Schutzmannschaft zuteilte. Nun er musste zugeben dass er froh war wenigstens entschieden zu haben welches Team er haben wollte aber das machte die Situation nicht viel besser. „Spencer, ich vertraue dir und auch պաշտպան das ihr für eure eigene Sicherheit sorgen könnt. Aber ich weiß auch dass du ein Magnet für Ärger bist. Sobald du wieder zum Dienst kommst, und wie ich dich kenne ist das sobald sie dich hier rauslassen und spätestens wenn du deinen Rollstuhl wieder vernünftig steuern kannst, wirst du nicht mehr in der BAU sein. Du wirst kein Team mehr haben das dir den Rücken frei hält, also sorge ich dafür das jemand dir den Rücken deckt. Außerdem solltest du dich daran gewöhnen für den Fall das unser Treffen in ein paar Wochen so verläuft wie ich es hoffe, denn dann wird das zum Standard" John versuchte ihn aufzumuntern und als Spencer nicht mehr so unzufrieden aussah verabschiedete er sich und sagte seinem jungen Freund er solle noch ein wenig schlafen. Vor der Tür traf er bereits Petersen, der gerade von Summers auf den Stand gebracht wurde. „Er sollte jetzt schlafen. Lassen Sie niemanden in sein Zimmer. Keinen Arzt, keine Schwester, keinen Polizisten und nicht einmal einen FBI Agenten. Haben Sie verstanden?" John wollte nichts riskieren und erst als Petersen bestätigte ging er.


Es dauerte bis zur Mittagspause bis das BAU Team zurück ins Krankenhaus kam. Als sie zwei FBI Agenten vor Spencers Zimmer stehen sahen beunruhigte sie etwas, und Morgan verlängerte seine Schritte um schneller zu seinem Freund zu kommen. Doch womit das Team nicht gerechnet hatte war das die beiden Agents die Tür blockierten. Selbst als sie alle ihre Ausweise vorzeigten wurde ihnen der Einlass versperrt. Doch das wollte Morgan absolut nicht einsehen und als er einen der Agenten zur Seite schieben wollte drehte der sich und fixierte Morgan neben der Tür. „Ich rate ihnen dringend sich zu beruhigen Agent Morgan" sagte der Agent und entfernte Morgans Dienstwaffe aus ihrem Holster. Sein Kollege klopfte nur dreimal kurz gegen die Tür, ohne den Rest des Teams aus den Augen zu lassen oder die andere Hand von seiner Waffe zu heben. Nur ein paar Sekunden später trat Petersen aus dem Zimmer, die Waffe bereits in der Hand, und schaute sich einen Moment um. „Was ist los?" fragte er, noch immer ohne die Waffe zu holstern wie Hotch bemerkte, und der Agent der Morgan an der Wand fixierte drehte den Kopf zu ihm. Ein Fehler wie er sofort bemerkte als Morgan seine Unaufmerksamkeit ausnutzte und ihn mit einem gezielten Tritt dazu brachte den Griff für den Bruchteil einer Sekunde zu lockern. Sofort wirbelte Morgan herum und versuchte dem Agent ins Gesicht zu schlagen als Petersen seine Waffe in Morgans Genick drückte. „Morgan, hör auf" sagte Hotch mit seiner Teamchef Stimme. Einen Moment herrschte Stille auf dem Flur, bevor sie von Schritten unterbrochen wurde. „Shit" war McNeils Kommentar als er kurz vor dem Rest des Teams um die Ecke bog. Summers stockte kurz bevor er zustimmte, „Kein so guter Zeitpunkt zur Ablösung?" fragte er dann scherzhaft an Petersen gewendet der ihn genervt ansah. „Perfekter Zeitpunkt, dann können wir Agent Morgan persönlich in eine Zelle werfen" erwiderte Petersen und Summers schaute sich nochmals kurz um. „Komm schon, sei ein bisschen locker und sieh es als Übung an, is' doch niemand verletzt oder?" versuchte Summers es. „Nein, ich pass drauf auf das keiner meiner Männer oder gar die zu schützende Person verletzt wird" gab Petersen kühl zurück. „Okay dann eine Info als Tausch" schlug Summers vor. Er wusste, dass Petersen sich freuen würde wenn er hörte das Summers Team keine Einsätze mehr bekam, immerhin waren beide Teams schon seit Generationen Rivalen wenn es um den Titel des besten Personenschutz Teams des FBI ging. „Wenn die Info gut ist" erwiderte Petersen ruhig ohne die Waffe zu bewegen. „Mein Team ist für unbegrenzte Zeit vom Direktor gesperrt worden" sagte Summers und Petersen steckte seine Waffe weg. „Kommt davon wenn man seinen Job nicht vernünftig macht" sagte der nun schadenfreudige Agent. Morgan ging vorsichtig zurück zu seinem Team, er wollte nicht wirklich nochmal eine Waffe auf sich gerichtet haben, und zu seiner Überraschung wurde ihm seine Waffe zurück gereicht. „Ja wir wurden dazu verdonnert Agent Reid zu beschützen, hier im Krankenhaus und danach wenn er seinen Dienst in der Cyber Unit antritt" gab Summers trocken zurück, während er Petersen den schriftlichen Befehl übergab der Spencer wieder unter den Schutz von Summers Team stellte. „Dann passt mal gut auf nicht das er vor zu viel tippen einen Krampf bekommt" Petersen amüsierte sich darüber, immerhin war sein Team jetzt offiziell das beste Schutz Team des FBI. Dann verabschiedete er sich und verschwand mit seinem Team. „Sie wurden geblockt?" fragte Morgan ungläubig, einen Scharfschützen hatte immerhin niemand erwartet und er konnte nicht glauben, dass John das Team bestrafte. „So in der Art. Ich muss noch einmal kurz mit Agent Reid reden, dann können Sie alle zu ihm" sagte er und McNeil und Tarō postierten sich entspannte neben der Tür als ihr Chef die Tür von innen wieder schloss. Es dauerte auch nur ein paar Momente bevor Summers wieder aus dem Zimmer trat und das Team zu ihrem Freund lies.

~Fortsetzung folgt~