Anmerkung: Ich weiß, das scheint noch alles ein wenig Sherlock-lastig zu sein, doch das wird auf keinen Fall so bleiben^^ Und weil ich es im ersten Kapitel vergessen hatte: Außer Eliza und den später folgenden Figuren gehört nichts mir!

~Der Klotz am Bein~

Ich erschrak nicht einmal, als wie aus dem Nichts heraus eine schwere Hand in einem Lederhandschuh auf meiner Schulter landete. Zaghaft schaute ich mich nach dem Besitzer dessen um und mein Herz pochte unangenehm schnell, als ich Sherlock Holmes erblickte, der mit ernsten Blick hinter mir stand. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Am liebsten wäre ich einfach davon gerannt, doch mir war bewusst, das der Mann mich mit seinen langen Beinen in wenigen Schritten wieder eingeholt hätte. Ich war relativ überrascht darüber, dass ich zumindest so weit klar denken konnte um mir Chancen zur Flucht auszurechnen. Ob das wohl ein Urinstinkt war? Wahrscheinlich konnte ich meinem Verstand einfach in jeglicher Hinsicht nicht mehr trauen, das erschien mir an diesem seltsamen Tag sehr plausibel.

Mir fuhr ein eiskalter Schauer über den Rücken, als sich Sherlock kräftig hinter mir räusperte, als wollte er eine wichtige Ansprache halten. Automatisch drehte ich mich langsam und bedächtig zu ihm um. Der Verkehr um uns herum wurde nicht weniger und die Anzahl an wütender Autofahrer stieg, doch das schien den Detektiv egal zu sein. Er nahm sich etwas zu lange Zeit, um mir fest und intensiv in die Augen zu schauen. Ich schwöre, das ich bis zum heutigen Tage keine schöneren Augen gesehen habe, als die des großen Mannes mit dem fein geschnittenen Anzug. Ich merkte es fast nicht, als Sherlock zum reden ansetzte. Ich musste sehr dumm ausgesehen haben, wie ich mitten auf der dicht befahreren Straße stand und den Mann angaffte, als sei er ein seltsames und seltenes Objekt. Das war er auch irgendwo für mich, weil es einfach nicht sein konnte, dass der verdammte Sherlock Holmes vor mir stand!

"Ich weiß wie du dich fühlst und was du denken musst, doch Flucht ist keine Option. Komm."

Die tiefe Stimme ging mir durch Mark und Bein und veranlasste mich dem Mann auf Schritt und Tritt zu folgen. Im Nachhinein ärgerte ich mich über mich selbst, weil ich nicht wiederstandsfähiger gewesen war. Doch was für andere Möglichkeiten hatte ich schon? Ich konnte doch nicht mitten in der Öffentlichkeit ein Theater aufführen, das sowieso im Nichts verlaufen währe. Ich wusste, wozu dieser Mann im Stande war und ich wollte ganz sicher keinen Kampf anfangen den ich nicht gewinnen konnte. Wer war ich denn schon? Eine Fremde in einer durchgeknallten Welt voller Romanfiguren die in den Jungbrunnen gefallen sind.

Wie dem auch sein, wenige Minuten später befand ich mich in einem der gemütlichen Sessel, die in dem Wohnzimmer der 221b Baker Street standen. Ich kann einfach nur immer wieder erwähnen in welcher Wohnung ich mich befand, weil ich es selbst nicht glauben konnte. Und teilweise auch immer noch nicht kann, weil sich mein Gedächnis nie komplett verändern konnte.

Sherlock selbst, geschmeidig und mit einer Körpersprache die von purer Selbstbeherschung nur so trotzte, nahm auf dem anderen Sessel platz, der gegenüber von meinem stand. Mit dem Blick stets wachsam auf mich gerichtet, verschränkte er seine Arme und schlug die Beine übereinander. Gerade so gelangweilt, als sei ich einer seiner typischen Klienten, die eine langweilige Geschichte vorzutragen hatten. Die Stille, die sich zwischen uns ausgebreitet hatte wie ein mottenzerfressener Schleier, ließ mich fast platzen vor Wut und Ungeduld. Wieso saß ich hier? Warum schlief ich noch immer? Und warum um Gottes Willen grinste mich Sherlock in meinem Traum so einseitig an, als sei ich ein spannendes Experiment?

"Was geht hier vor sich?", platzte ich heraus, als es unerträglich für mich wurde.

"Keine andere Frage habe ich von die erwartet."

Wirklich? Das hätte ich ja nie gedacht.

"Was denn auch sonst! Ist doch klar das ich-"

"Nein ist es nicht!"

Sherlock unterbrach mich so scharf, das ich automatisch kerzengerade im Sessel saß.

"Und wenn du mir nicht dumm dazwischen redest kann ich auch versuchen dir zumindest grob zu erklären was hier passiert ist und warum du mit dem Gesicht nach unten auf den Boden aufgeschlagen bist wie ein Zementsack. Ich kann dir nur so viel erzählen wie ich bisher selbst heraus gefunden habe. Auch ich bin mir über diese ganze Sache nicht sicher, doch wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag. Es passiert alle paar Jahre in verschiedenen Abständen, das ein Kind oder ein Jugendlicher dazu ausgewählt wird um des eigenen Wohlergehen willen die Realität zu wechseln, die es sich im Unterbewusstsein selbst erschaffen hat. So ändert sich einfach über Nacht ein ganzes Leben, ohne das irgendjemand davon etwas mitbekommt, außer man ist ganz besonders scharfsinnig und in den Genuss gekommen so etwas mit eigenen Augen gesehen haben so wie ich, aber dazu später mehr. Im Normalfall kann sich die betroffene Person von der Sekunde an nicht mehr an sein altes Leben erinnern, all seine Erinnerungen werden durch neue, ihnen natürlich vertraute ersetzt, sodass die Wandlung in keinster Weise bemerkt wird. Auch die äußerlichen Merkmale ändern sich, wie du schon selbst an dir festgestellt hast, wie ich bemerkt hatte. Nur zur Information, die Sachen sind dir ein wenig zu groß. Die Personen, die in dem Umfeld der betroffenen Person exsistieren, sind natürlich auch davon betroffen und realisieren nicht, das sich eine völlig fremde Person bei ihnen eingenistet hat. Und um deine Frage gleich zu beantworten, nein, mir passt es gar nicht in den Kragen, das du jetzt hier bist. Die zukünftigen Verwandten und Bekannten werden gleichermaßen mit Informationen und Erinnerungen von Dingen vollgepumpt, die eigentlich gar nicht geschehen sind. So wird ein nahtloser Übergang zwischen beiden Welten erzeugt, der eigentlichen und der neuen. Jeder mit schwachen Geist fällt darauf herein, doch wie schon gesagt, ich sah dich hier unzeremoniell auf den Boden knallen und deinen Reaktionen zu urteilen hat es auch bei dir nicht funktioniert. Ich gratuliere dir dazu zu einer Gewissheit gelangt zu sein, die du niemandem erzählen kannst, weil dir eh keiner glauben wird. Ich habe es aus diesem Grund nicht einmal probiert. Und glaub mir, es ist verdammt schwierig solch eine Information für sich zu behalten, wenn du ständig Menschen um dich herum siehst, die gar nicht hier her gehören. Oder früh mit den Gedanken auf zu wachst, das es dort jemanden gibt, mit dem du etwas zu tun hast obwohl du sein Gesicht noch nie gesehen hast. Erst vor zwei Jahren gab es in Manchester einen Fall, wo plötzlich ein Mädchen aus heiteren Himmel in den Vorgarten eines kleinen Hauses gefallen ist. Ich hatte beruflich dort zu tun, deshalb war ich selbst mit dabei als es geschah. Dort lief alles wie geplant, nicht so wie bei uns, nicht wahr?"

Sprachlosigkeit war das erste, was mich nach dieser Welle an neuen Informationen überfiel. Danach folge Unglauben und zum Schluss wieder die altbekannte Wut, weil ich einfach nicht glauben konnte was mir Sherlock soeben mitgeteilt hatte. Was für eine verrückte Geschichte. Daran sollte ich glauben? Alles schien sich auf den Kopf zu stellen und dann wieder zurück, nur um mich zu verwirren. Wieder überkam mich das Gefühl in eine Angelegenheit gerutscht zu sein, die sich nicht steuern lassen konnte. Sherlocks Augen funkelten mich von der kurzen Distanz aus geheimnisvoll an. Ein dicker Klos bildete sich in meinem Hals. Was wusste der Mann über mich, was ich nicht einmal selbst wusste? So musste es sich wohl anfühlen Amnesie zu haben.

"Haben Sie denn Erinnerungen an mich?" Diese Frage brannte mir auf der Zunge wie ein glühendes Stück Kohle.

"Oh ja, du bist ein echtes Balg, kannst nie die Klappe halten und machst ständig Ärger."

Irgendwie hatte ich erwartet, dass sich Sherlock einen Scherz erlaubt hatte, doch der Mann vor mir blieb stockernst. Beinahe hätte ich ihn gefragt ob er sich noch sah, schließlich war Sherlock selbst die Unausstehlichkeit in Person. Trotzdem hielt ich lieber meine Klappe. Ich hatte so ein Gefühl dafür, dass diese Diskussion unendlich lang geworden wäre.

"Also wissen nur wir beide darüber Bescheid was..hier passiert und wie es wirklich ist?"

Der Detektiv schnaufte amüsiert.

"Gut aufgepasst. Die Frage jedoch ist, wie viel weißt du?"

Das war in der Tat eine sehr ungeschickte Frage. Ich hatte keine Ahnung wie ich am besten darauf antworten sollte, ohne dabei als Idiot dazustehen. Wie sollte ich es erklären, dass Eliza meine eigene Figur war?

"Viel, mein jetziges Ich ist mir nicht unbekannt. Ich besitze zwar keine richtigen Erinnerungen, doch ich kenne...Eliza."

Dieser Name, MEIN Name ging mir unglaublich schwer über die Lippen.

Sherlock legte seine Fingerspitzen aufeinander, so wie er es immer tat, wenn er sich konzentrierte.

"Das dachte ich mir. Und wie viel weißt du über diese Welt? Es muss schließlich einen Grund dafür geben weshalb du ausgerechnet in mein Wohnzimmer gefallen bist."

Noch so eine blöde Frage, auf die ich keine gute Antwort wusste. Ich konnte Sherlock doch nicht erzählen, dass ich ihn vorher schon einmal im Fernsehen gesehen habe! Oder doch? Schließlich beschäftigte er sich ja schon hier mit unnatürlichen Dingen.

"Ich weiß sehr viel. Ich habe keine Ahnung wie ich das erklären soll, aber das alles hier exsitiert da, wo ich herkomme, in Form von Büchern, Serien-"

Ich hätte in diesem Moment mit jeder Reaktion gerechnet, doch bestimmt nicht mit der, die ich bekam.

"Sind sie erfolgreich?"

"Ja, schon. Aber-"

"Interessant. Aber warum bist du ausgerechnet hier her gekommen? Bestimmt nicht, weil dir das englische Wetter so gut gefällt."

"Nein, ja..äh das nicht aber hören Sie, ich habe wirklich keine Ahnung-"

"Warum Sie und nicht Sherlock? Du wirst doch wohl auch wissen in welcher Beziehung wir zueinander stehen. Oder Miss Holmes?"

Dieser Mann trieb mich auf die Spitze meiner Verzweiflung. Die Situation war so schon so schwer, warum musste es dieser Kerl ausgerechnet noch schlimmer machen? Es fiel mir immer schwerer, nicht auf seine Sticheleien einzugehen.

"Und was mache wir jetzt?"

Ein schmales Grinsen schlich sich auf das blasse Gesicht des Detektivs.

"Uns bleibt nicht anderes übrig als es hinzunehmen. Sei froh, das ich intelligent genug bin um die Lage durchschauen zu können. Du musst ins Bett. Wenn John dich um diese Zeit hier sitzen sieht kracht es. Für ihn wirst du kein neuer Anblick sein. Bei meinem Freund wird es funktioniert haben, er ist zwar nicht dumm, doch sein Geist ist geschwächt. Du kennst seine Geschichte?"

Ich antwortete ganz automatisch.

"Ich weiß alles."

Sherlock verdrehte die Augen wie ein genervter Teenager.

"Wie sich das anhört, kindisch."

Fast hätte ich laut los gelacht.

"Das musst du gerade sagen."

Fasst bereute ich meine Antwort wieder, als ich Sherlocks bösen Blick sah, der Steine hätte schmelzen können. Doch so einfach gab ich mich nicht geschlagen. Ich wurde in meine Geschichte gezogen, also lag es auch vorher in meiner Hand, was geschehen würde oder nicht. Gut, ganz so stimmte das auch wieder nicht. So wie die Lage war, erschuf ich lediglich die Figur der Eliza. Der Rest war den Umständen entsprechend normal. Aber das musste er ja nicht wissen.

"In meiner Version dieser Welt bist du noch kindischer als sonst schon", blöffte ich mit einem Zwinkern.

"Das ist ja schön für dich, nur leider normalisieren sich die Dinge langsam wieder, wenn die Autorin eine gewisse Zeit nicht weiter schreibt. Außerdem war die Lüge schlecht und das Zwinkern furchtbar."

Hitze stieg mir ins Gesicht, sodass ich mir sicher war, dass meine Wangen rot leuchte mussten. Ich wurde immer so schnell rot, dass es eine Plage war.

"Sei lieber froh, dass ich dich und John nicht als Liebespärchen geschrieben habe."

Sherlocks Augen verengten sich zu Schlitzen. Leicht beugte er sich nach vorn, um mir besser ins Gesicht schauen zu können. Das gefiel mir ganz und gar nicht. Mein Puls spielte komplett verrückt.

"Ich an deiner Stelle würde nicht so vorlaut sein, es sei denn du willst, dass ich von meinen Rechten als dein Erziehungsberechtigter Gebrauch mache."

Natürlich wollte ich das. Genau so, wie ich schon immer einen Kaktus oder einen Tinnitus wollte.

"Du hast gewonnen", kam knapp meine Antwort. Mein Blick durchstreifte das Zimmer, das in dämmriges Licht getaucht war. Der Anblick der Möbel, der Bücher und der sonstigen Einrichtungsgegenständen verursachte ein seltsames, kribbelndes Gefühl in meiner Magengegend.

"Ich kann noch immer nicht glauben, dass das alles echt ist", sagt ich flach, um meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

"Du wirst dich schnell daran gewöhnen müssen. Jeder andere wird dich hier sonst als verrückt erklären."

"Damit müsstest du dich ja auskennen."

Entsetzt schlug ich mir die Hände vor den Mund. Wie kam ich überhaut dazu so schnippisch zu antworten? Das war überhaupt nicht meine Art! Vorsichtig blickte ich hinauf zu Sherlock, um seine Reaktion zu sehen. Er nickte jedoch nur.

"Du fängst schon an dich zu verändern. Nicht mehr lang und du wirst dich an nichts mehr aus deinem alten Leben erinnern können."

Das war nicht gerade das was ich hören wollte. Zwar sprach sich ein Teil in mir dafür aus, dass das, auf auf mich zukommen würde nur besser sein konnte als das, was ich in der Vergangenheit durchmachen musste, doch ich wollte dennoch nicht vergessen wo ich herkam. Als Sherlock meinen zerknirschten Gesichtsausdruck sah, tat er etwas das aussah, als wollte er aufmunternt lächeln. Doch jeder der Sherlock Holmes kannte, wusste, dass das nur schief gehen konnte. Wahrscheinlich verfluchte er mich in Gedanken schon dafür, dass ich noch immer nicht aufgehört hatte zu reden.

"Es ist unvermeidlich. Aber wenn du mir nicht glauben willst. Wie war dein ursprünglicher Name doch gleich?"

Das musste ich wissen, es lag mir auf der Zunge, doch in meinen Kopf formten sich nur wilde Gedanken und der Mund gehorchte mir nicht mehr. Ein paar mal schnappte ich nach Luft wie ein Fisch im trockenen, bis ich ungeduldig unterbrochen wurde.

"Du kannst es mir nicht sagen? Schade, dabei weißt du doch alles!"

Mit diesen Worten erhob sich der Detektiv schwungvoll aus seinem Sessel, um das Gespräch zu beenden. Er schob sich den linke Hemdärmel nach oben, um flüchtig auf seine Armbanduhr schauen zu können. Danach starrte er mich in Grund und Boden.

"Jetzt geh endlich ins Bett. Ich habe keine Lust darauf John morgen deine Augenringe erklären zu müssen", sprach er voller Ungeduld.

Ich stand ebenfalls auf, doch der enorme Größenunterschied zwischen uns ließ mich fast wieder sitzen.

"Das soll es gewesen sein? Ja eh, du wurdest dann mal in eine andere Welt gezogen und musst nun das Leben einer fiktiven Figur leben. Komm damit klar und viel Spaß! Ach und vergiss nicht morgen Milch zu kaufen, damit mich John nicht mehr nervt!"

Die gesamte Wut, die sich in mir gesammelt hatte, platzte heraus wie heiße Lava aus einem brodelnden Vulkan. Ich war laut, das gebe ich zu, doch meiner Meinung nach hätte ich noch viel mehr sagen sollen als das.

Sherlock kam mir nun gefährlich nah. So nah, das ich das schwitzen anfing. Ich wusste nicht wohin mit mir und meinen Blick, als sein Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem entfernt war.

"Jetzt pass mal gut auf!", fing er mit drohend leiser Stimme an. "Keiner kann etwas für diesen Umstand, und am allerwenigsten ich! Denkst du etwa ICH hätte es mir ausgesucht eine Rotzgöre wie dich hier im Haus zu haben? Ganz sicher nicht! Und soll ich dir noch etwas sagen? Bisher ging es John und mir recht gut hier, wir brauchen keinen Klotz am Bein wie dich."

Sherlock atmete geräuschvoll aus und blickte nach oben an die Decke, als würden dort die Lösungen für seine Probleme stehen.

"Ich weiß was du bist. Du bist meine Strafe dafür, dass ich sie damals alle im Stich gelassen hatte."

Das traf, und wie. Schneller als gewollt musste ich gegen die Tränen kämpfen. Mehrmals musste ich blinzeln, um meine feuchten Augen kaschieren zu können. Ich durfte nicht vor diesem Eckel weinen, das schwor ich mir. Er sollte nicht noch einmal meine Schwäche zu Gesicht bekommen.

"Ich bin eine Strafe?" Meine Stimme war nicht mehr als ein schwaches Flüstern.

Als sich Sherlocks Blick wieder auf mich richtete, wich ich unwillkürlich ein paar Schritte zurück. Ich wollte nicht mehr hier sein. Ich wollte wieder in meine Welt. Was hatte sich denn verbessert? Nichts! Egal wo ich war, jeder betrachtete mich als Bürde.

Ohne ein weiteres Wort zu sagen drehte Sherlock sich um und verschwand mit großen Schritten aus dem Zimmer.

Das Knallen seiner Schlafzimmertür hallte in meinen Ohren, als ich mir mit zittrigen Händen die Tränen aus den Augen wischte.