Es war schon früh hell geworden. Sharon hatte die Nacht so gut wie gar nicht geschlafen. Lag es vielleicht daran, dass es sie stört, das Andy hier ist? Naja, möglich, da sie doch eigentlich von dem Alltag, wenigstens eine Woche, abstand nehmen wollte. Es wäre niemand hier, den sie kennt und könnte einfach mal so sein wie sie ist und sich einfach gehen lassen. Aber da Andy hier ist, wird das nicht möglich sein. Sie würde sich schämen, wenn etwas peinliches passieren würde. Das wird sich fortsetzten, sobald sie wieder auf der Arbeit ist. Aber dann schaut sie aus dem Fenster. Da erinnert sie sich, was sie gestern noch zu sich gesagt hatte, als sie den Hof erblickt hatte. „Nichts wird mir den Urlaub vermiesen." Und das sollte dann auch so bleiben, nicht einmal Andys Anwesenheit kann was dagegen anrichten.
Es ist 7 Uhr. Sharon geht aus ihrem Zimmer und wollte ihre Kleidung noch etwas besser zurecht rücken, als plötzlich „Einen wunderschönen Guten Morgen Sharon!" hinter ihr ertönt. Es ist Andy, der mit einer besten Laune nur so da stand und Sharon anlächelt. Sie dreht sich etwas erschrocken um. „Ah sie sinds! Guten Morgen. Was machen sie hier auf meiner Etage" Sharon konnte sich die frage nicht verkneifen, denn so schnell Andy wieder zusehen, damit hatte sie nicht gerechnet. Andy lächelt immer noch. „Mein Zimmer ist auch hier auf der Etage und mir ist aufgefallen, dass es sorgar fast gegenüber von Ihrem liegt. Welch ein schöner Zufall, denken Sie nicht auch!" Andy war gestern schon in bester Laune, aber schlafen konnte er auch nicht. Er freute sich wie ein kleiner Junge, dass brewilegt zu haben, mit Sharon Urlaub machen zu dürfen. So hat er die Chance, die private Sharon kennen zulernen. Oft ist es ihm auch gelungen, aber es war nur von kurzer Dauer gewesen, bis sie wieder auf Captain umschaltete.
„Ja Zufälle gibt's, und dann noch Soviele auf einmal." Sharon ist jetzt schon ein bisschen genervt. Gerade verstand sie, was Rusty gemeint hatte, als er sagte, dass es ihn nervt, nur gutgelaunte Menschen um sich zu haben. Andy konnte überhaupt gar nicht mehr aufhören zu strahlen. „Ich habe uns schon einen Tisch freihalten lassen, wollen wir?" Und gab ihr mit einer Handbewegung, die Aufforderung, ihn zu begleiten. Und hält ihr anschließend den Arm hin. Sie hakt sich etwas zöglich bei ihm ein. Andy merkte das. „Keine sorgen Sharon, der Tag wird Ihnen heute gefallen. Ich habe auch schon einiges vorbereiet." Sharon zog direkt wieder ihren arm zu sich und schaut irritiert. „Sie haben was?….Moment! Wir wollten nur zusammen Frühstücken….Von einem ganzen Tag war nie die Rede gewesen. Entschuldigen Sie Andy, aber meinen Urlaub gestalte ich selbst.!" Sie bemerkt, dass Andys lächen sich zu einer traurigen Maske entwickelte. „Oh…mmh.. Ja natürlich, tut mir leid. Aber es ist so, ich habe alles schon gebucht und bezahlt. Es sollte eine Überraschung sein und wollte sie damit erfreuen und nicht sie damit wütend machen." Ganz bedrübt steht er da und ist ein bisschen verzweifelt.
„Ich kann das nicht, wenn Andy mich so ansieht. Der mit seinem Hundeblick, dass lässt mich immer wieder erweichen."
„Also gut,…Ausnahmsweise, da ich für heute noch keinen Plan habe, werde ich mit Ihnen gehen. Aber nur weil sie auch schon alles organiesiert haben." Und rollt ein bisschen mit den Augen. Nachgeben war noch nie Ihre stärke.
Andy strahlt wie ein Honigkuchen, als er das hört.
„Oh wie wundervoll, danke Sharon. Das wird wirklich schön, denn das Programm ist sehr Vielfältig, ich verspreche es Ihnen."
Erst jetzt bemerkt sie, auf was sie sich da eingelassen hat. Denn der Blick von Andy war anders als sonst. Sie hakt sich wieder zögernd ein und beiden sind nun auf den Weg zum Speisesaal. Dort angekommen, verhält sich Andy wie ein Gentleman. Er begleitet sie zum Platz und schob ihr den Stuhl zurecht. Er fragte sie was sie möchte und geht dür sie ans Buffet. Sie wird von Andy Bedient und jeder Wunsch wird erfüllt, Irgendwie gefälll ihr das. Denn das hat schon lang keiner mehr für sie gemacht.
Als beide am Tisch saßen und das Genussvolle Frühstück genießen, brennt es Sharon quasi auf der Zunge. Sie musste unbedingt was wissen.
„Andy!"
„Ja Sharon, schmeckt es Ihnen nicht?" Er bemerkt, dass sie aufhört zu essen.
„Doch, doch…schmeckt wirklich gut. Das ist es nicht. Ich würde gerne etwas wissen. Es betrifft den gestrigen Abend!"
„Klar schießen Sie los"
„Dann schieß ich mal los…" sie runzelt etwas die Stirn und fährt fort „Was genau war mit Ihnen los? Sie verhielten sich sehr seltsam am Handy. Sie haben doch nicht etwa etwas…." Sie stockt kurz.
„Getrunken?…..Nein Sharon, niemals wieder. Aber wie kommen Sie darauf?"
„Nun, wie Sie mit mir geredet haben, fand ich schon unverschämt, so haben Sie nie mit mir geredet!"
„Mhh…ahso das meinen Sie….Ja ich wollte mich auch noch dafür entschuldigen…ich weiss nicht, was über mich kam." Andy ist verlegen. Das sie sich noch daran erinnert. Er hoffte sie hätte es vergessen.
„OK, vergessen und vergeben, aber sollten Sie nochmal so mit mir reden, können Sie sich auf was gefasst machen."
„Oh ja, niemals wieder, versprochen!" und Andy strahlt wieder und ein leichtes Schmunzel verriet, dass er schon etwas neugierig ist, auf was er sich gefasst machen könnte, wenn er es doch wieder machen würde.
„Ich meine es Ernst….Sie würden es bereuen…Auch wenn ich privat mit Ihnen hier bin, schwöre ich, dass es in Zukunft für Sie nicht einfach wird."
Da war die Captain-Maske wieder.
„Ich habe verstanden, Captain!" aber sein Schmunzel verschwindet trotzdem nicht. Sharon wollte nicht diese Karte ausspielen, aber sonst versteht er es nie. Trotzdem, ein ganz leichtes schmunzel konnte sie sich auch nicht verkneifen, welches Andy jedoch bemerkt hatte.
Als beide den Tisch verlassen und in die Aula gehen, schaut Andy auf die Uhr,
„Sie sollten sich etwas wärmeres Anziehen, eine Strickjacke oder so etwas" Sharon schaut ihn an. „Was, wieso?"
„Ich hab doch gesagt, dass ich etwas vorbereitet habe und es wird etwas kühl. Sind Sie seekrank?"
„Oh Sie wollen mit mir auf ein Schiff? Naja, es geht, eigentlich nicht. Gut ich hole mir noch eine Jacke."
„Ich bin hier und warte auf Sie" Andy sieht ihr nach, als
Sharon schließlich in wenigen Sekunden im Aufzug verschwindet. Ein kleines lächeln schenkte er ihr noch, bis die Türen sich schliessen.
Als Sharon wieder mit der Jacke zurück kommt, legt er direkt eine Hand auf ihren Rücken, um Ihr die Richtung zu zeigen.
Sie verlassen das Hotel und bleiben davor stehen.
„Wo ist das Taxi? Oder waren wir mit diesem Bus?" Sharon zeigt auf einen stehenden Bus, der voll besetzt war mit Touristen. Es würde ihr nicht wirklich gefallen, dass zeigt sie Andy mit einer runzelnden Stirn.
„Nein Captain! Unser Gefährt kommt noch." Sharon sieht Andy irritiert an.
"Hab ich Sie so eingeschüchtert, dass Sie mich jetzt nur noch mit meinen Rang ansprechen." Sie schmunzelt ihn an.
„Nein, wo denken Sie hin….." Eine kurze pause kommt auf.
„Doch schon ein bisschen, ich möchte Sie nicht nochmal verärgern."Sharon lacht auf. Sie war überrascht, welchen Respekt er doch vor ihr hat.
„Sie sind mir Einer…Sie können beruhigt Sharon zu mir sagen" Und lächelt ihn an.
„In Ordnung….Darf ich bitten, unser eigenes Gefährt, inklusive Fahrer, der uns den ganzen Tag kutschiert."
Sharon staunt nicht schlecht, als eine Limosine vorfährt.
„Wie, die ist für uns?"
„Ist doch besser wie der Bus, oder?"
Sharon staunt immer noch, als Andy die Tür aufhält und Ihr, mit einen kleinen Berührung, in den Wagen hilft,
Im Wagen färhrt sie fort.
„Oh mein Gott, dass wird Ihnen ein Vermögen kosten, wenn Sie diese Limosiene den ganzen Tag gemietet haben."
Sharon kann es nicht fassen. Die letzte Limosiene wo sie mit führ, war auf Ihrer Hochzeit mit Jack. Solang ist es schon her.
„Machen Sie sich deswegen keine Gedanken. Sie sind heute mein Gast. Aber eine Bedingung habe ich." Andy sieht Sharon an, welche plötzlich erstarrt. „Oh nein, keine Bedingungen. Was hat Andy nur vor. Oh Himmel, hoffentlich nichts Unangenehmes oder Unanständiges." In diesem Moment fiel ihr der Film * Ein unmoralisches Angebot * ein und muss schlucken.
„Meine Bedingung ist, dass Sie heute sich mal einfach gehen lassen und Geniessen. Und den Captain einfach mal beiseite schieben. Können Sie das?"
„Oh….Ja ich versuchs, Ok"
„Nein Sie müssen es Versprechen" Andy schüttelt leicht mit dem Kopf.
„Ok….Versprochen" und Sharon konnte man ansehen, dass sie wirklich erleichtert war.
„Also wirklich Sharon. Wie kannst du nur an sowas denken." Sagt sie im Gedanken zu sich. Dennoch, es wurde ihr heiß und kalt, als sie nochmal daran dachte. Aber nicht vor Abscheu. Auch wenn sie es nicht zugeben mag, es hatte schon etwas reizvolles gehabt, so ein unmoralisches Angebot. Ein kleines Lächeln huschte über Ihr Gesicht.
Fortsetzung folgt…..
Ich hoffe, es hat euch bis jetzt gefallen?
Über Komentare freue ich mich natürlich immer!
