„Andy, was ist mit Ihnen, wollen Sie auch eine Erdbeere?"
Sharon versucht ernst zu bleiben, aber ein lächeln kann sie nicht unterdrücken, als sie Andy beobachtet.
Es war ihr bewusst, was sie da tat und ist ihr immer noch eine freude, zu wissen, dass sie es einfach noch drauf hat, einen Mann völlig aus der Fassung zu bringen.
Als Andy von Sharon aus seiner Trance holt, antwortet er nur kurz und knapp und immer noch bewegungsunfähig.
„Ja, gern".
Sie holt eine Erdbeere aus der Schüssel. Und es sah so aus, als würde Sharon sie ihm zum Mund führen wollen.
Aber als Andy nach ihr beißen wollte, zog sie den Arm wieder weg und legt die Erdbeere zwischen ihren Lippen.
Sharon sieht Andy mit einem sinnlichen Blick an.
Er verstand sofort und beugt sich zu ihr rüber. Immer näher kommen ihre Lippen. Andy verzerrte sich nicht nur nach der Erdbeere. Als die beiden, nur wenige Millimeter von einander entfernt waren, knallt es ganz fürchterlich. Vor Schreck, hatte sich Sharon fast an der Erdbeere verschluckt und Andy riss den Korb mit dem Fuß um.
„Was in Gottes Namen war das?" schrie Andy, der sichtlich sehr aufgebracht ist.
Er steht auf und sieht sich um. Sharon hingegen, ist alles auf einmal so peinlich und packt schnell alles in den Korb.
„Oh verdammt!" Andy ist immer noch sauer darüber, dass man ihn gestört hatte.
„Da bahnt sich ein Gewitter an. Wir sollten schnell wieder auf …" Andy konnte den Satz nicht beenden, da es wieder gedonnert hatte.
„Kommen Sie Sharon!" und packt sie an die Hand. Doch dann fängt es noch an zu regnen. Das Wetter ist dort so unberechenbar. Erst war alles Wolkenlos und ohne das man sich versieht, ist alles zugezogen.
Da beide schon durchnässt vom Regen sind, störte es Sharon auch nicht mehr, durchs Wasser zulaufen.
Als beide nun an Bord sind und Andy das Seil gelöst hatte, eilt er zum Cockpit und fährt los. Sharon sucht sich Schutz im unteren Deck.
„Na, das ist ja prima gelaufen und wie ich jetzt aussehe, wie ein nasser Pudel." Dachte Sharon, als sie in den Spiegel, der Nasszelle, blickt und mit einem Handtuch, sich die Haare trocken rubbelt.
Aber so schnell das Unwetter auch gekommen ist, so schnell verschwand es auch wieder und die Sonne bahnte sich einen weg durch die Wolken.
Andy stoppt und schaltet die Motoren aus. „Gibs doch nicht! Und das alles wegen ein bisschen Donnern und Regen. Ich werd nicht mehr." Andy kann man die Wut förmlich ansehen. „Fast! Fast hätte ich sie küssen können. Verdammt nochmal." Und gab dem Korb, der in der nähe steht, einen dritt. „Ich muss zu ihr!" denkt sich Andy und geht.
Sharon ist ebenso enttäuscht, über das was nicht passiert war. „Ich hatte mich wirklich fallen gelassen. Das ist mir schon lang nicht mehr passiert und Andy hätte in diesem Moment alles mit mir machen können, aber es soll irgendwie nicht sein….puh"! Bei diesem Gedanken, ließ sie sich in das Kabinenbett fallen und atmet tief aus.
„Sharon, sind Sie im Bad?" Doch bevor Andy weiter rief, entdeckt er sie im Bett. Völlig regungslos und durchnässt, liegt sie dort und setzt sich langsam wieder auf, als sie Andy gehört hatte.
„Ach, da sind Sie….Ich wollte nur sagen, dass das Unwetter wieder vorbei ist und…." Verlegen sieht er auf den Boden.
„Ich geh aber nicht zurück zu dem Strand! Ins Hotel will ich, und zwar sofort!" Andy merkt an ihrer Stimme, dass sie genau so sauer ist und enttäuscht. Er blickt auf und geht zu ihr hin.
„Sharon, es tut mir leid, dass war so nicht geplant gewesen."
Er setzt sich zu ihr auf das Bett und sieht sie nur an.
„Ach Andy, dass weiß ich doch. Aber trotzdem hätten Sie ruhig vorher mal den Wetterbericht, in ihrer morgen Zeitung, lesen sollen. Dann wäre mir einiges erspart geblieben. Ganz zu schweigen, von den nassen Haaren die ich jetzt habe."
Andy schmunzelt nur.
„Ich finde, Sie sehen toll aus mit den nassen Haaren. Aber wissen Sie, was mir am besten gefällt?" Er beugt sich leicht zu ihr rüber und flüstert ihr ins Ohr…."Ihre durchnässte, weiße Bluse!"
„Oh mein Gott!…." Andy konnte nicht so schnell reagieren, da fing er sich schon eine Ohrfeige ein. Völlig Fassungslos sieht er sie an.
„Warum haben Sie mir das nicht schon früher gesagt….Sie Flegel" Dabei hält Sie sich verschränkt, beide Arme vor die Brust.
„Sharon ganz ruhig, dass war ein Witz…Sie tragen doch ein schwarzes Top darunter, wissen Sie das nicht mehr."
Völlig irritiert, sieht sie an sich herunter und tatsächlich, sie trägt ein schwarzes Oberteil. Das hatte sie ganz vergessen.
„Oh Andy, es tut mir so leid….ich wollte sie nicht Ohrfeigen…es war nur so…!"
Andy gab ihr mit einem lächeln, die Gewissheit, dass er verstand.
„Ich nehme es ihnen nicht übel, bin ja selbst schuld. Und zudem, hat es auch gar nicht weh getan. Nur der laute Knall hatte mich irritiert." Bei dem letzten Satz, konnte Sharon sich ein lachen nicht verkneifen.
„Ohje Andy. Ich wollte gar nicht so fest zuschlagen. Es tut mir wirklich sehr leid. Wie kann ich das wieder gut machen?"
Andy überlegt nicht lang und fragt, „Wollen Sie wirklich schon zurück ins Hotel? Wir könnten es uns noch etwas gemütlich machen und später den Sonnenuntergang genießen. Was halten Sie davon?"
Sharon fiel es sichtlich schwer.
„Nein Andy, für Heute habe ich wirklich genug."
„Aber Sie fragten mich doch, wie Sie es wieder gut machen könnten. Bitte Sharon, ich möchte nicht, dass der Tag schon vorbei ist."
Sharon beugt sich seinem Willen, aber nur weil sie ihm was schuldig ist. Aber vielleicht auch, weil sie selber den Wunsch hegt, bei ihm zu bleiben.
Fortsetzung folgt…..
Wie immer, freue ich mich auf eure Kommentare ;)
