AN: Bitte wundert Euch nicht zu sehr über die vielen hübschen Rechtschreibfehler. Ich habe leider keinen Betaleser *schäm*.

The promise we made to kill the days between
They live in the heartbeat and sleep til the light is gone

Mrs Bolton betrachtete das Traum-Denkarium von Miss Granger. Kopfschüttelnd schenkte sie sich eine Tasse Tee ein und nippte daran.

Auf die Frage, warum die junge Professorin nicht eher dieses Denkarium an sie weiter gegeben hatte, hatte sie schluchzend und mit hochrotem Gesicht gestammelt:

"Es.. es ist... viel zu per... persönlich..."

Sicher, Greta Bolton verstand das Schamgefühl ihrer Patientin. Doch die gesundheitliche Situation von Professor Doktor (für die Therapeutin blieb sie Miss - sie war so jung...) Granger war derartig verfahren und kompliziert, dass alle Möglichkeiten der Diagnostik wichtig waren. So auch dieses Traum-Denkarium.

Da zu der täglichen Medikation ein starker Beruhigungstrank gehörte, waren die regelmäßigen Gespräche sehr schwer zu führen. Deswegen hatte die junge Hexe ihr das Denkarium wohl ausgehändigt.

Schnaufend beugte sich Mrs Bolton über die Schale und glitt hinein. Es galt eine Lösung für die brillanteste Zaubertränkemeisterin von Groß Britannien zu finden...

Sie saßen beieinander an seinem Wohnzimmertisch. Vor Severus Snape und Hermine Granger lag ein Pergament auf dem die Zutatenliste für einen Trank stand, der ihr völlig unbekannt war.

"Ich bin wie immer Zuschauer in diesem Traum", hörte die Therapeutin die Stimme ihrer Patientin.

"Ich denke, wir sollten diesen Trank als Basis nehmen. Diese Situation ist unnatürlich...," begann Severus Snape kalt.

"Severus," seufzte sie, "ich weiß." Bittend sah sie in seine schwarzen Augen, die ihren Blick einen Moment länger festhielten als nötig.

"Lass uns anfangen," schnappte er.

Der nächste Traum folgte kurz darauf.

Im Labor stand Hermine vor einem kleinen silbernen Kessel in dem eine Basis vor sich hin schimmerte. Anders konnte sie es nicht beschreiben, denn es war kein kochen zu erkennen.

Sie nahm seinen Duft vor seiner Körperwärme wahr, als er hinter sie trat, um in den Kessel zu schauen. Genussvoll sog sie seinen Geruch ein und schloss dabei die Augen. Als sie diese kurz darauf öffnete, schwebte sein Gesicht dicht vor ihrem.

Seine schwarzen Augen hielten ihren Blick, während sein Gesicht ausdruckslos schien.

Es war ihr, als würde er sich erst nach einer Ewigkeit von ihr abwenden.

"Die Basis sieht gut aus," raspelte er rau. " Wir sollten sie in Stasis setzen."

Hermine räusperte sich und nickte. "Gute Idee. Ich werde versuchen die andere Hälfte von mir dazu zu bringen, sich ebenfalls mit Überleitungstränken zu beschäftigen."

Mrs Bolton machte sich eine Notiz.

"Tu das Hermine. Je eher beide Teile von dir zueinander driften, desto besser ist es."

Er sprach den Stasis - Zauber und fragte dann: "Weiß die andere Hälfe überhaupt nichts von dem was hier geschieht?"

Die junge Professorin lächelte: "Oh doch. Sie ist dabei. Sie kann es kaum glauben und hadert sehr mit sich, ihren Gefühlen... Sie tut, als hätte sie keine. " Sie zuckte mit den Schultern.

"Das hat mich sehr getroffen mich dies im Traum sagen zu hören, Mrs Bolton. Denn mein Traum-Ich hat Recht," vernahm die Therapeutin die Stimme der Professorin aus dem Raum heraus. Miss Granger hatte also Notizen hinterlassen zu den ihren Träumen.

Severus zog die Brauen hoch. "So?"

"Ich bin dir nicht unähnlich." Hermine blickte ihn ernst an.

"Ich fürchte auch," murmelte er, als er sich abwandte.

Übergangslos begann der nächste Traum.

Severus Snape legte einen kleinen unscheinbaren Pilz in den Korb den Miss Granger in der Hand hielt.

"Das müsste reichen." brummte er und sah sie um Zustimmung heischend an.

"Nimm lieber zwei mehr mit. Ich hatte schon das Pech, dass sie mit Würmern befallen waren. Es kommt zwar nicht oft vor, aber so müssten wir nochmal losziehen."

Er nickte nur und legte zwei weitere Pilze dazu.

Nebeneinander schritten sie weiter in Richtung des alten Gemäuers, das wohl einmal eine kleine Festung gewesen war.

Die Sonne schien und Vögel sangen in den Bäumen des kleinen Waldes in dem sie sich aufhielten. Hermine spürte seinen Blick, denn sie sah in sanft lächelnd an.

Seine Lippen zuckten kurz einer Andeutung eines Lächelns. Dann schritt er schneller aus.

Hinter einer Schonung aus wildem Wacholder kam ein kleiner Unterstand in Sicht. Dort lag in einer dicken Decke ausgebreitet trockenes Mitternachtsmoos. Hermine legte die Pilze darauf.

"Hast du das Moos getrocknet?" wollte der große Mann wissen.

Sie nickte.

"Ja. Ich trockne alles, was ich als Trockenstoff benutze, in der ersten Phase auf Mitternachtsmoos, was ich vorher in der Sonne getrocknet habe. Das habe ich in meiner Prüfungsphase herausgefunden. Die Zutaten werden durch diese Behandlung sehr viel stabiler und ergiebiger."

Anerkennend sah er ihr auf ihre Arbeit.

Plötzlich griff er nach ihrer Hand und drückte sie sanft. Hermine empfand stille Freude und eine sanfte, aufbrandende Zärtlichkeit, die sich in ihrem Gesicht widerspiegelte.

"Du bist eine erstaunliche Zaubertränkemeisterin."

Überrascht hob sie den Blick von ihrer Arbeit und forschte in seinem Gesicht nach irgendwelchen Anzeichen von Ironie. Als sie keine fand, formte ihr Mund ein erstauntes O. Ihre Augen wurden groß und plötzlich rannen Tränen über ihre Wangen.

"Danke Severus, es bedeutet mir viel das von dir zu hören," hauchte sie,

Er schnaubte. "Du hast mir erklärt, du hättest einige Auszeichnungen bekommen und jede Menge Anerkennung..."

Sie lächelte zittrig: "... aber nur eine gewollt."

Sie blickte ihm offen und ernst in die Augen. "Deine."

Kurz wurde sein Ausdruck weich und seine Finger strichen liebkosend über ihren Handrücken.

Once a night my bedroom light
Bleeds out from inside my window

"Hermine!" Harry und Ginny saßen schockiert am Bett ihrer Freundin. Wie abwesend sie wirkte.

Ginny traten die Tränen in die Augen.

"Es geht mir gut Ginny," hauchte Hermine. "Das Beruhigungsmittel hält mich stabil."

Heiler Muller hatte vorher mit beiden Potters gesprochen. Schon seid Jahren hatte Hermine die beiden als ihre nächsten Angehörigen angegeben die im Notfall informiert werden sollten.

"Sie müssen sich mit dem Gedanken anfreunden, dass ihre Freundin nie wieder die selbe werden wird," schloss der Heiler seine Erklärungen.

Bitter lachte Harry auf und Ginny begann leise zu weinen.

"Heiler Muller," begann sie leise, "Hermine ist schon seid Ende des Krieges eine andere."

Nun standen sie an Hermines Bett.

"Können...," Harry räusperte sich. Die Emotionen nahmen ihn gefangen und er atmete tief durch. "Können wir etwas für dich tun?"

Hermine starrte blicklos durch ihn hindurch.

Dann befeuchtete sie ihre Lippen und sprach ganz leise: "Bitte braue mir einen Trank."

Harry riss die Augen auf und sah seine Frau an.

Ginny nickte.

"W.. welchen?"

Hermine suchte seinen Blick.

"Das Rezept ist in meiner Schmuckschatulle," hauchte sie eindringlich. "Bitte. Bitte braue ihn für mich. Es ist wichtig, Harry!"

Er fuhr sich durch sein schwarzes Haar und nickte hektisch.

"Ich gebe mein Bestes."

Sie war schon wieder abwesend.

Dennoch blieben Harry und Ginny bei ihr. Ginny las ihr den Tagespropheten vor und erzählte ihr von den Kindern.

Doch keiner von Beiden hatte das Gefühl sie zu erreichen. Hermines blieb blank und unbewegt. So verabschiedeten sie sich. Ginny drückte ihre Freundin kurz und Harry küsste ihre kalte Wange.

Kurz bevor sie die Tür erreichten vernahmen sie Hermines schwache Stimme:

"Ihr wisst doch, dass ich euch liebe?"

"Sicher Mine..." gab Harry mit mehr Kraft in der Stimme zurück als er fühlte.

"Wir dich auch," ergänzte Ginny tränenerstickt.