Am nächsten Morgen zog Merlin sich an, er trug wie immer eine Tunika mit einer braunen Jacke darüber die er nie zu machte, zu dem trug er noch sein rotes Halstuch, das bereits zu seinem Markenzeichen geworden ist. Nach dem er sich angezogen hatte ging er aus dem Zimmer und sah das Gaius schon das Frühstück zubereitete. „ Guten Morgen, ich habe Wasser für dich geholt, da du dich gestern Abend nicht mehr gewaschen hast." Grüßte Gaius ihn. „ Entschuldigung" antwortete Merlin. „ Und hier ist dein Frühstück." Gaius gab Merlin eine Schüssel mit Haferbrei. Merlin schaute sich den Haferbrei angewidert an und rührte mit einem Holzlöffel darin herum. Plötzlich stieß Gaius den Wassereimer heimlich mit Absicht um. In dem Moment sprang Merlin auf, schaute den Eimer an und er blieb wie von Zauberhand in der Luft kleben. Merlin guckte kurz zu Gaius und der Eimer fiel nun doch auf den Boden. „ Wie hast du das gemacht?" fragte Gaius. „ Keine Ahnung, es passiert einfach!" „ Das ist unglaublich, Zauberei erfordert ein Jahrelanges Studium und bei dir ist es so elementar … instinktiv." antwortete Gaius erstaunt. „ Hier bring das zu Friedrich, er ist blind wie ein Maulwurf, also ermahne ihn, nicht alles auf einmal zu trinken! Und das hier bringst du zu Lady Helene, sie braucht es für ihre Stimme, wenn sie heute Abend auf dem Fest singt." Bat Gaius ihn und gab ihm die gefüllten Phiolen mit einem belegten Brot, denn der Arzt hatte bemerkt das Merlin von dem Brei nicht begeistert war. Bevor Merlin losgehen konnte sagte Gaius noch: „ Ach Merlin ich brauche dich ja wohl nicht darauf hinzuweisen, dass jegliche Zauberei dein Leben kosten kann." Merlin nickte und ging als erstes zu Friedrich. „ Hier das ist von Gaius." Merlin gab ihm eine Phiole in die Hand, doch bevor er ihn noch ermahnen konnte, trank Friedrich schon alles auf einmal aus. Merlin zuckte mit den Schultern und ging dann zu Lady Helene. Als er bei ihren Gemächern ankam, merkte er dass die Tür offen stand. Er ging hinein und fand auf ihrem Tisch eine seltsame Puppe aus Stroh mit einem Buch. Doch bevor er sich das genauer ansehen konnte, hörte er plötzlich Schritte die auf ihn zukamen. Er legte schnell alles wieder zurück und drehte sich um. Da stand eine Frau hinter ihm und fragte „ Was machst du hier?" „ … ich soll euch das hier von Gaius geben." Merlin gab ihr die Phiole und ging zügig aus ihren Gemächern. Auf dem Markt war wieder sehr viel los und die Händler waren auch wieder an ihren Ständen. Merlin guckte sich alles an bis er von einem Mann in ungefähr seinem Alter angesprochen wurde. „ Hallo, weißt du wo die Schmiede ist? fragte der Mann. Der Mann hatte schwarzes, kurzes Haar und hatte saphirblaue Augen und ein ungewöhnlich schwarzes Schwert, zu dem sah er noch etwas muskulös aus. In seiner rechten Hand hielt er die Zügel seines Pferdes fest. Es war so schwarz wie die Nacht und hatte einen weißen Streifen auf dem Kopf. „ Ja du musst geradeaus weiter gehen bis zum Hauptplatz, dann sieht man sie schon." antwortete Merlin. „ Danke,… ich bin Jake." Sagte der Mann und reichte mir seine Hand zur Begrüßung. „ Ich bin Merlin." antwortete Merlin und schüttelte seine Hand. „ Cool, ich gehe dann mal weiter. Vielleicht sieht man sich nochmal irgendwann." sagte Jake freundlich. „ Bestimmt." antwortete Merlin. Damit ging Jake zu der Schmiede. Als er dort ankam wurde er gleich von seinem Onkel Ulfric in Empfang genommen. „ Hallo Neffe, wie war deine Reise?" „ Ganz ok, kann mich nicht beklagen." „ Das ist schön zu hören, bring dein Pferd doch in meinen Stall und ruh dich ein wenig aus." sagte Ulfric. „ Ja mach ich Onkel." antwortete Jake. Als Jake sich genug ausgeruht hatte, bereitete er mit seinem Onkel das Abendbrot zu. Es gab eine Fischsuppe. Während des Essens fragte Ulfric: „ Du hast also magische Kräfte in dir?" „ Ja habe ich, wenn ich sehr wütend werde oder bei Vollmond draußen bin verwandle ich mich in einen Wolf und zaubern kann ich dadurch auch. Das kann ich seit meiner Geburt." antwortete Jake. „ Und ich soll dir helfen diese Kräfte zu kontrollieren." „ Ja, ich will mich nicht mehr bei einem Wutausbruch in eine wilde Bestie verwandeln und bei Vollmond will ich mich nicht im Wald verstecken, nur damit ich niemanden verletze!" sagte Jake leicht traurig. „ Warum bin ich so?" fügte er noch hinzu. „ Ich weiß zwar nicht warum du so bist, aber ich werde dir helfen. Kannst du denn schon irgendetwas kontrollieren?" fragte sein Onkel. „ Meine Magie kann ich kontrollieren, nur meine Werwolfs Gestalt kann ich nicht kontrollieren." antwortete Jake. „ Okay, das bekommen wir mit Sicherheit irgendwie hin." heiterte Ulfric seinen Neffen auf. „ Glaubst du ich bin ein Monster?" fragte Jake nun fast mit Tränen in den Augen. „ Das darfst du auf keinen Fall denken!" sagte Ulfric. „ Aber was bin ich dann? Alle in meinem Dorf nannten mich Monstern oder Dämon. Der Dorfälteste hasste mich und hätte mich am liebsten aus Flusswald geworfen. Sogar Vater hat mich verachtet. Nur Mutter hat immer zu mir gehalten, bis ich beschlossen hatte Flusswald zu verlassen." „ Ach Jake, mein Bruder hat noch nie Mitgefühl gezeigt und ich kann es nicht mit Sicherheit sagen aber ich glaube du bist ein Werwolf." antwortete sein Onkel. „ Ein Werwolf?" „ Ja ein magisches Wesen, mit sehr viel Macht." „ Du hast ja keine Ahnung, wie es ist ohne Freunde zu leben." sagte Jake nun noch mit Tränen in den Augen. „ Das war bestimmt nicht leicht, aber vielleicht findest du hier in Camelot welche. Es darf eh keiner wissen was du bist also kann dich niemand als Monster bezeichnen." antwortete Ulfric mitfühlend. „ Du solltest jetzt zu Bett gehen es ist schon spät, morgen sehen wir weiter." fügte er noch hinzu. Jake nickte und ging zu Bett.

Am nächsten Morgen:

Merlin ging wie jeden Morgen durch die Stadt. Er traf Jake bei der Schmiede und begrüßte ihn: „ Guten Morgen Jake, wie geht es dir heute so?" „ Ganz gut und dir?" antwortete dieser. „ Schön, hast du Lust mit mir durch die Stadt zu gehen? Ich könnte dir alles zeigen." bot Merlin ihm an. „ Ja klar, warum nicht." antwortete Jake. „ Ok, dann lasst uns gehen." sagte Merlin und sie gingen zusammen durch die Stadt. Nach einer Weile sahen sie, wie ein blonder Mann sich über einen anderen lustig machte. „ Na los! Ich brauche ein bewegliches Ziel." sagte der blonde Mann zu den anderen Mann und warf mit Dolchen auf die Zielscheibe die der andere Mann tragen sollte. Nach paar würfen, fiel dem Mann die Zielscheibe runter. Das war Merlins und Jakes Moment einzugreifen. „ Komm schon das reicht, du hast deinen Spaß gehabt mein Freund." sagte Merlin zu den blonden Jungen. „ Sag mal, kennen wir uns?" „ Ich bin Merlin und das ist Jake" antwortete Merlin. „ Dann kenn ich dich nicht." „ Ähm … Nein." sagte Merlin. „ Und dennoch nanntest du mich einen Freund." „ Das war ein Fehler, tut mir Leid, denn ich hatte noch nie einen Freund der so ein Arsch ist." sagte Merlin frech. „ Komm Merlin das reicht…" flüsterte Jake, wurde aber durch den blonden Jungen unterbrochen. „ Sag Merlin kannst du auf Knien gehen?" „ Nein, kann ich nicht." sagte Merlin. Der Mann provozierte Merlin bis dieser es nicht mehr aushielt. Merlin wollte gerade zuschlagen, doch sein Angriff wurde mit einem gekonnten Griff abgewehrt. „ Dafür kommt ihr in den Kerker!" sagte der blonde. „ Für wen hältst du dich? Für den König!?" antwortete Merlin wütend. „ Nein, ich bin sein Sohn, Arthur. Als Merlin und Jake das hörten bekamen sie ein unwohles Gefühl. Die Wachen warfen die beiden Jungs in den Kerker. „ Sieh nur, was du uns eingebrockt hast!" sagte Jake leicht genervt. „ Konnte ich wissen dass das der Prinz ist?" entgegnete Merlin. „ Nein, da hast du wohl Recht, aber wie kommen wir jetzt wieder hieraus?" fragte Jake. „ Keine Ahnung, wir sollten erst mal warten und in Ruhe warten." schlug Merlin vor. Nach ungefähr 3 Stunden des Wartens, ging endlich die Kerkertür auf und Gaius trat mit Ulfric herein. „ Was hast du angestellt und wer ist das?" fragte Gaius und zeigte auf Jake. „ Das ist Jake mein Neffe, alter Freund." antwortete Ulfric zu seinem besten Freund Gaius. „ Ihr kennt euch?" fragte Merlin nun. „ Ja wir haben uns vor 20 Jahren kennengelernt." antwortete Gaius. „ Wir konnten eure Freilassung gewährleisten." antwortete Ulfric. „ Wirklich, das ist ja großartig." riefen die beiden Jungs im Chor. „ Freut euch nicht zu früh ihr musst noch einen Preis zahlen." sagte Gaius. „ Was für einen Preis?"

Sie wurden an einen Pranger gestellt und die Dorfbewohner durften sie mit vergammeltem Obst und Gemüse bewerfen. Nach einer Weile gingen die Dorfbewohner weg um sich Nachschub zu holen. In dem Moment kamen zwei hübsche Frauen auf sie zu. Die eine hatte dunklere Haut, mit dunklen braunen Augen und braunem Haar. Ihrer Kleidung nach musste sie eine Dienerin sein. Die andere hatte eine fast schneeweiße Haut, Haare so schwarz wie die Nacht und smaragdgrüne Augen. Nach ihrer Kleidung nach musste sie die Herrin der Dienerin sein, also eine Adelige. „ Hallo, ich bin Guineviere, aber die meisten nennen mich Gwen und das ist Lady Morgana, das Mündel des Königs." sagte die Dienerin. „ Ich bin Jake und das ist Merlin." antwortete Jake. „…aber die meisten nennen mich Idiot." fügte Merlin noch hinzu. „ Oh nein, wir haben gesehen was ihr getan habt. Das war sehr mutig." antwortete Gwen. „ Irgendwann muss jemand Arthur mal die Meinung sagen!" fügte Morgana noch hinzu. Ohne es zu bemerken verlor Jake sich in Morganas smaragdgrüne Augen." Sie ist so hübsch, ich muss sie besser kennenlernen. Obwohl sie ist das Mündel des Königs. Aber ihre Augen sie sind so wunderschön. Sie ist so perfekt, so vollkommen. Egal einen Versuch ist es wert. …" dachte sich Jake bis er von Morgana unterbrochen wurde: „ Warum starrst du mich so an? fragte sie. „ Ach ich äh…" brachte Jake nur noch vor Bewunderung hervor. Merlin verdrehte die Augen und sagte: „ Wenn ihr uns entschuldigen würdet, unsere Fans warten." Während die Dorfbewohner mit neuem Obst und Gemüse wiederkamen. Damit gingen die Frauen weiter und ließen sie wieder alleine am Pranger stehen.

Bei Morgana:

„Was meinst du, warum dieser Jake mich so angestarrt hat?" fragte Morgana ihre Zofe. „Ich wette er hat euch nur wie jeder andere Mann nur bewundert." antwortete Gwen. „Meinst du?" „Ja klar, warum denkt ihr eigentlich so darüber nach? Wenn euch die Ritter anstarren interessiert es euch ja auch nicht wirklich?" fragte Gwen. „ Ich habe keine Ahnung Gwen." „ Kann es sein das ihr euch in ihn verguckt habt?" fragte Gwen. Daraufhin bekam sie einen ernsten Blick von ihrer Herrin „ Wie kommst du denn darauf? Ich kenne ihn nicht einmal und außerdem ist er nur ein Bauernjunge und nicht adelig!" entgegnete Morgana. „ Naja, aber für einen ``Bauernjungen`` ist er ziemlich gutaussehend." konterte Gwen. „ Hm…" machte Morgana nur und ging in ihre Gemächer. Sie dachte noch eine Weile über das Gespräch nach und schlief, dann ein.

Bei Jake:

„ Na, wie war dein Tag mit Merlin? Sieht so aus als ob du deinen ersten Freund schon gefunden hast." stellte Ulfric, sein Onkel fest. Doch Jake hatte es nur halb mitbekommen, da er mit seinen Gedanken schon wieder bei Morgana war. „ Neffe? Bekomme ich auch mal eine Antwort?" „ Hm… was?" reagierte Jake nun doch. „ Ich fragte, wie dein Tag mit Merlin heute war." wiederholte sein Onkel die Frage nochmal. „ Achso, bis auf den Preis den wir zahlen mussten war es ganz ok." antwortete Jake verträumt. „ Bist du dir auch sicher dass alles in Ordnung ist?" fragte Ulfric. „ Ja, ganz sicher!" entgegnete Jake nun etwas genervt von der Fragerei. Ulfric zog misstrauisch die Augenbraue hoch und fragte: „ Also, wo liegt das Problem? Ich weiß das da was ist, sonst würdest du nicht so vor dich hin träumen." „ Also gut, ich muss die ganze Zeit an Lady Morgana denken. Sie ist so hübsch." Du willst mir doch nicht erzählen dass du dich in sie verliebt hast? Sie ist das Mündel des Königs, Uther würde jeden töten der ihr zu nahe kommt!" ermahnte Ulfric ihn. „ Das weiß ich ja, aber ich würde sie trotzdem gerne kennenlernen." antwortete Jake. Ulfric seufzte und sagte: „ Tu bitte nichts was dir dein Leben kosten wird." bat sein Onkel ihn. „ Du solltest jetzt schlafen gehen, es ist schon spät." Fügte Ulfric noch hinzu. Damit nickte Jake und ging auch sofort ins Bett und schlief mit den Gedanken bei Morgana ein.