„ Seine saphirblauen Augen sind so wunderschön und dann noch seine muskulösen Arme." dachte sich Morgana. „ Morgana, jetzt reiß dich zusammen, er ist nur ein weiterer Untertan von Uther. Dich interessieren die anderen doch auch nicht. Du solltest dir lieber Gedanken machen, was du heute auf dem Fest anziehen wirst!" befahl sie sich selbst. Damit trat ihre Zofe Gwen in ihre Gemächer ein. Sie half ihrer Herrin dabei sich ein Kleid für das Fest auszusuchen. Morgana entschied sich für ein violettes Kleid, mit einer Art goldenen Gürtel der um ihre Taille ging. Nun machte Gwen noch schnell ihre Haare fertig und das Fest konnte aus Morganas Sicht beginnen. Damit ging sie aus ihren Gemächer in Richtung Festsaal, gefolgt von Gwen.
Im Festsaal:
Es war sehr viel los im Saal. Sehr viele Adelige Gäste, die Ritter von Camelot, die ganzen Diener und Zofen und natürlich auch der Prinz, der König und Lady Morgana seine Schutzbefohlene. Alle staunten über Morganas Aussehen. Doch wie immer wurde sie von den Rittern bewundert. Also von Sir Juan der schlaue, von Sir Leon, von Sir Owain und natürlich von Prinz Arthur. Aber auch er mit seinen tollen blauen Augen starrte sie an. Als er ihren auf ihn gerichteten Blick bemerkte, wich er ihrem Blick aus und schaute aus Charme weg. Sie sah auch wie sich seine Wangen leicht erröteten. Morgana verdrehte die Augen und seufzte. In dem Moment stand der König auf und bekam so alle Aufmerksamkeit und fing eine Rede an. Währenddessen unterhielten sich Merlin und Jake, denn auch Gaius und Merlin kamen auf das Fest. „ Morgana ist wunderhübsch." fing Jake schon wieder an sie zu bewundern. „ Ja das ist sie in der Tat." stimmte Merlin ihm zu. „ Ich muss sie besser kennenlernen!" sagte Jake. „ Hey, ich glaube du vergisst dass sie das Mündel des Königs ist! Außerdem warum sollte sie sich mit dir abgeben? Wir sind nicht adelig und selbst wenn Uther würde das niemals zulassen!" entgegnete Merlin. „ Du klingst wie mein Onkel Merlin. Ich weiß ihr habt Recht aber einen Versuch ist es Wert finde ich." „ Hm…" machte Merlin. Der König beendete gerade seine Rede: „ Nun lasst uns den Gesang unserer besten Sängerin zuhören, Lady Helene. Daraufhin setzte sich der König wieder und gab der Lady ein Zeichen. Diese reagierte sofort und fing an zu singen. Jake und Merlin fanden den Gesang von Anfang an merkwürdig, dies bestätigte sich als alle Leute im Saal plötzlich einschliefen. Merlin und Jake konnten sich noch rechtzeitig die Ohren zuhalten. Die Lady sang immer weiter und holte zwei Dolche aus ihrem Ärmel, sie trat immer näher an Arthur und Morgana heran und wollte gerade die Dolche auf sie werfen, als Jake sich plötzlich in einen Werwolf verwandelte und die Lady niederschlug. Kaum war der Gesang beendet wurden die anderen langsam wieder wach. Jake verwandelte sich schnell wieder zurück, bevor die anderen ihn als Wolf sehen konnten. Alle guckten verwirrt auf die Lady und auf Jake. Doch bevor jemand etwas sagen konnte stand die Lady auf und verwandelte sich immer mehr in ihre wahre Gestalt zurück. Alle erkannten sofort dass das die alte Frau ist, die dem König bei der Hinrichtung gedroht hatte. Sie warf die zwei Dolche, einen auf Arthur der andere auf Morgana. Doch bevor die Dolche sie umbringen konnten, wurde Arthur von Merlin und Morgana von Jake gerettet. Der König ging als erstes zu Merlin und sprach: „ Du hast das Leben meines Sohnes gerettet, dafür werde ich dich belohnen. Du wirst der persönliche Diener von Prinz Arthur." Dann ging Uther auf Jake zu und sprach: „ Und du hast das Leben, meines Mündels gerettet, dafür wirst du ebenfalls belohnt. Du siehst kräftig aus und nach deinem Schwert zu Urteilen sieht es so aus als ob du kämpfen kannst, deshalb mache ich dich zur persönlichen Wache von Morgana. Du wirst sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bewachen!" Nach dem der König fertig mit Sprechen war, applaudierten alle Gäste im Saal für die beiden, denn Arbeit am Königshof wurde gut bezahlt und natürlich sind sie alle froh das niemand verletzt wurde. Die Hexe dagegen ist tot umgefallen, denn der Schlag von Jake hatte schwere Kopfverletzungen hervorgerufen.
Am späten Abend in Morganas Gemächer:
„ Na my Lady, scheint so als könntet ihr jetzt mehr Zeit mit Jake verbringen." grinste Gwen. Morgana verdrehte die Augen und entgegnete: „ Ich habe dir letztens schon gesagt, ich kenne ihn kaum und er ist nur ein Bauernjunge." Gwen half Morgana sich Bettfertig zumachen und ging dann selbst zu Bett.
Bei Jake und Merlin:
Sie waren in Gaius Gemächer, da Merlin mit Jake reden wollte. „ Was war das vorhin im Saal?" fragte Merlin. „ Was war was?" entgegnete Jake. „ Tu nicht so, ich stand daneben als du dich verwandelt hast!" konterte Merlin. „ Achso, das meinst du." seufzte Jake. „ Ok ich erzähle dir alles, wenn ihr versprecht niemandem etwas zu erzählen." forderte Jake. „ Wir werden niemanden etwas sagen, versprochen!" versprach Merlin mit ernster Stimme. „ Ok, ich kann mich seit meiner Geburt in einen Wolf verwandeln. Mein Onkel das ich ein Werwolf sein. Ich bin nach Camelot gekommen um zu lernen die Kräfte komplett zu kontrollieren, denn ich kann nicht kontrollieren wann ich mich verwandle. Das einzige was ich kontrolliere ist meine Magie und die Wolfsgestalt. Nur nicht wie ich mich verwandle eben." beendete Jake seine Erklärung. „ Du kannst zaubern?" fragte Merlin. Jake nickte. Merlin fing an zu grinsen und sagte „ Ich auch, aber du darfst es ebenfalls niemanden sagen!" „ Werde ich nicht, versprochen!" Gaius fragte dann „ Du bist wirklich ein Werwolf?" Er bekam ein nicken als Antwort. „ Hm… ich denke Merlin und ich werden dir zur Hilfe beistehen. Ihr könntet zum Beispiel zusammen lernen eure Kräfte zu trainieren. Aber nur wenn ihr unentdeckt bleiben könnt!" antwortete Gaius. „ Gemeinsames Training? Klingt gut findest du nicht auch Merlin?" „ Ja, wir können ja gleich morgen nach Feierabend anfangen." „ Gut, ich gehe jetzt zurück zu meinem Onkel bis morgen dann." Damit ging Jake nach Hause und legte sich sofort in Bett, genauso Merlin der ebenfalls sehr müde vom Tag war.
