Mitten in der Nacht hörten Merlin und Jake plötzlich eine Stimme, die ihren Namen rief: „ Merlin, Jake." Rief sie immer wieder. Es klang wie eine sehr alte und weise Stimme. So machten sich beide auf den Weg, der Stimme zu folgen. Sie trafen sich, dann beim Kerker. „ Merlin, hast du die Stimme auch gehört?" fragte Jake. „ Ja habe ich, komm lass uns ihre Quelle herausfinden." antwortete Merlin. Jake nickte und die beiden folgten der Stimme. Sie kamen an eine Treppe, die noch tiefer runterging. Jake nahm sich eine Fackel und dann gingen sie zusammen die Treppe hinunter. Nach kurzer Zeit kamen sie in einer riesigen Höhle an, die tief unter Camelot war. „ Hallo?" rief Merlin und er bekam auch sofort eine Antwort von der Stimme. Plötzlich flog ein großes Wesen zu ihnen und setzte sich auf einen Felsen gegenüber von ihnen. Zwischen den Jungs und dem Wesen ging es sehr weit in die Tiefe. „ Wer bist du und warum hast du uns hergerufen?" fragte Jake. „ Ich bin Kilgarah, der letzte große Drache. Ich habe euch gerufen um von euerm Schicksal zu erzählen." antwortete er. „ Was für ein Schicksal?" fragte Merlin etwas verwirrt. „ Ohne euch wird Arthur es nie schaffen die fünf Reiche von Albion zu vereinen! Merlin, es ist deine Aufgabe Arthur zu beschützen und Jake, du musst Lady Morgana von der dunklen Seite fernhalten. Aber auch Gwen spielt dabei eine große Rolle. Arthur ist der einstige und künftige König und Gwen wird an seiner Seite regieren." erzählte der Drache. Oh nein, es muss noch einen anderen Arthur geben, denn der hier ist ein Idiot!" entgegnete Merlin. „ Vielleicht ist es dein Schicksal, das zu ändern." konterte der Drache. Plötzlich erhob sich der Drache, flog in einen tieferen Teil der Höhle und ließ die beiden nun alleine. „ Und was nun?" fragte Jake. „ Keine Ahnung, aber wir sollten erst mal zurückgehen bevor man uns noch sucht." antwortete Merlin. Damit ging Jake zu Morgana und Merlin zu Arthur, denn es war bereits morgens.
Bei Merlin und Arthur:
In Camelot war sehr viel los, denn König Bayard wird in am nächsten Tag zu Besuch kommen um einen Friedensvertrag zu unterzeichnen. Alle bereiteten sich schon darauf vor. Merlin betrat Arthurs Gemächer, zog die Vorhänge auf und rief mit einem Grinsen im Gesicht: „ Aufstehen Arthur, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und ihr müsst heute bei den Vorbereitungen für König Bayard mithelfen der morgen kommen wird." Doch der Prinz ignorierte dies und kuschelte sich noch weiter in seine Decke ein. Daraufhin ging Merlin auf das Bett zu, zog ihm die Decke weg und sagte: „ Dumpf Schädel." Damit setzte sich Arthur auf und sagte: „ Das Wort gibt es nicht Merlin." „ Doch ihr solltet mal öfters durch die Stadt gehen und den Leuten zuhören." antwortete Merlin. „ Definiere mir dieses Wort ´´Dumpf Schädel``." „ Mit zwei Wörtern?" „ Ja." „ Prinz Arthur." antwortete Merlin wieder mit seinem Grinsen. Dafür bekam er von Arthur ein Kissen ins Gesicht und nun fingen beide an zu lachen.
Zur selben Zeit bei Morgana:
Als Jake ihre Gemächer betrat war sie, wie immer schon angezogen und stand am Fenster. „ Guten Morgen, My Lady." grüßte er sie. „ Guten Morgen, aber wie oft muss ich dir eigentlich noch sagen dass du mich einfach nur Morgana nennen kannst, es sei denn Uther ist in der Nähe." antwortete sie. In dem Moment kam auch Gwen in ihre Gemächer und grüßte die beiden. Jake setzte sich wieder an den Tisch, während Gwen das Bett macht und dann die Wäsche in einen Korb legt um sie zu wachsen. Sie stellte Morganas Frühstück auf den Tisch und ging mit dem Wäschekorb auch schon wieder weg. Morgana setzte sich zu Jake an den Tisch und fing an ihr Frühstück zu essen. „ Wie habt ihr geschlafen?" fragte Jake. „ Naja, es ging einigermaßen. Ich hatte nur einen Alptraum." antwortete sie leicht traurig. Jake sah sie mitleidig an und fragte: „ Habt ihr öfters Alpträume? Das würde zu mindestens die Schlafmittel erklären." Morgana überlegte ob sie ihm, über ihre Träume erzählen sollte. Die einzigen die Bescheid wissen sind Gwen und Gaius. Sie überlegte kurz und entschied sich es ihm zu sagen. „ Ja ich habe seit meiner Kindheit Alpträume. Mir kommt es manchmal so vor als ob einige von ihnen Realität werden. Manchmal denke ich auch das ich…" Morgana brach ab denn sie wusste nicht ob sie ihm vertrauen kann. „ Du musst es nicht erzählen wenn du nicht willst." sagte er voller Mitgefühl. „ Doch ich möchte es dir erzählen, aber nur wenn du mir versprichst, niemandem etwas darüber zu erzählen!" antwortete sie. „ Ich verspreche es dir, ich schwöre es bei meinem Leben." entgegnete er. „ Ok,… ich glaube ich habe Magie!" beendete sie ihren Satz nun. Doch sie war verwundert das Jake sie anlächelte. Sie hatte erwartet dass er sie wie Gwen und Gaius verrückt hielt oder dass er geschockt ist, aber dies war nicht der Fall. Stattdessen legte er ihr eine Hand auf die Schulter und antwortete: „ Ich verstehe, ich werde es niemanden sagen. Versprochen." Sie nickte ihn dankend für das Verständnis an und half bei den Vorbereitungen für Bayard ebenfalls mit.
Am späten Abend:
Morgana machte sich Bettfertig während Jake wie immer langsam Feierabend machte. Doch bevor er gehen konnte fragte sie: „ Würde es dir was ausmachen, noch eine Weile hier zu bleiben?" Jake war ganz verwundert aber nickte und blieb. „ Danke, für alles. Ich dachte schon das du zu Uther gehen würdest." sagte Morgana. „ Was nein, das würde ich nie tun. Ich weiß wie du dich fühlst. Aber wie kommst du auf die Magie?" fragte er. „ Als ich mal eine Kerze angeschaut habe, ist sie einfach angegangen. Ich hatte Glück das niemand in meiner Nähe war. Ich habe Angst das es mal einfach so in Uthers Nähe passiert." Jake nickte und überlegte ob er ihr von seinen Kräften erzählen sollte, er könnte ihr helfen das zu kontrollieren. „ Ich kann dir helfen es zu kontrollieren." sagte er. „ Wie kannst du mir schon helfen?" fragte sie leicht erstaunt über seine Antwort. Er kontrollierte ob sie auch wirklich alleine waren, als er sich sicher war und bildete mit seiner Hand eine Faust. Jake sprach unverständliche Wörter und als er seine Hand öffnete flogen zwei kleine Schmetterlinge heraus. Sie war geschockt und glücklich zugleich. „ Du hast Magie." hauchte sie. Er nickte und sagte: „ Ich habe nicht nur Magie, ich bin auch ein Werwolf." „ Ein Werwolf? Ich dachte das sind nur Legenden." entgegnete sie. „ Nein, ich bin einer. Seit meiner Geburt." antwortete er traurig. „ Ich hatte noch nie Freunde gehabt, alle hassten mich wegen meinen Kräften. Sogar mein Vater. Nur meine Mutter hatte zu mir gehalten, aber um sie nicht in Gefahr zu bringen habe ich mich entschlossen zu meinem Onkel zu gehen. Er hilft mir meine Kräfte zu kontrollieren." fügte er nun mit einer Träne im Auge hinzu, die Morgana sanft wegwischte. „ Das war bestimmt nicht leicht." sagte sie mitfühlend und tröstete ihn mit einer Umarmung die er auch sofort erwiderte….
