Am nächsten Morgen:
Merlin hatte heute etwas Besonderes für Freya geplant. Er möchte mit ihr ein Picknick machen. Als Gaius aus seinen Gemächern ging kam Merlins Gelegenheit zu fragen. „Möchtest du mit mir heute etwas unternehmen?" fragte er sie leicht nervös. „Gerne, aber musst du nicht für Arthur arbeiten?" „Doch, aber der muss heute auch mal ohne mich auskommen." grinste Merlin. „Ok und was schlägst du vor?" „Wie wäre es mit einem Picknick?" schlug Merlin vor. „Klingt gut und wann wollen wie los?" „Am besten wäre zur Mittagszeit, vorher sollte ich wirklich nochmal zu Arthur gehen." Freya nickte und Merlin machte sich auf dem Weg zu Arthur.
Wie jeden Morgen zog Merlin die Vorhänge ganz weit auf und summte einen fröhlichen Ton um den Prinzen zu wecken. Dieser war wie immer davon genervt und bewarf Merlin mit einem Kissen. Doch meistens konnte Merlin dem ausweichen und gab dem Prinzen sein dämlich breites Grinsen.
Merlin brachte Arthur das Mittagessen und schlich sich mit Freya aus der Burg raus. Er führte sie auf eine Lichtung an einem See im Wald. Die Stelle hatte er mal, beim Kräuter suchen für Gaius, entdeckt. „Der Platz ist wunderschön." hauchte Freya. „Es freut mich, dass er dir gefällt. Hier komme ich immer her wenn ich in Ruhe nachdenken muss oder wenn ich mal ein wenig Zeit für mich brauche." entgegnete er. Merlin legte eine Decke auf dem Boden und stellte den Korb mit den belegten Broten ab. Sie setzten sich hin und aßen ihre Brote zum Mittag. „Wollen wir schwimmen gehen?" fragte Freya nach einer Weile. „Klar gern." lächelte er sie an. Als sie begann sich auszuziehen drehte er sich mit geröteten Wangen um und hielt sich dabei die Augen zu. Sie rief ihm zu: „Du kannst dich wieder umdrehen." Er drehte sich um und sah dass sie schon im Wasser war. Bevor er sich ebenfalls auszog, bat er Freya sich umzudrehen. „Das wäre einfach nur faire." entgegnete sie und drehte sich um. Merlin zog sich nun auch aus und ging ins Wasser. Plötzlich umarmte er sie von hinten und erschreckte sie. „Hey das bekommst du zurück." sagte sie. „Ach ja, dazu musst du mich erst mal fangen." entgegnete er und schwamm los. Freya schwamm ihm hinterher und versuchte ihn zu fangen. Das gelang ihr auch nach einer Weile und kitzelte ihn ab. Merlin war sehr kitzelig, deshalb fiel ihr das nicht sehr schwer. Sie hatten sehr viel Spaß und lachten miteinander. Als sie aus dem Wasser rausgingen zogen sie sich wieder an und setzten sich noch für eine Weile auf die Decke. „Das war ein sehr schöner Tag, Merlin." „Ja, wir hatten lange nicht mehr so viel Spaß." „Stimmt." Als es etwas dunkler wurde erinnerte sich Freya wieder an den Fluch den der betrunkene Zauberer ihr aufgelegt hatte. „Ist alles in Ordnung bei dir?" fragte er sie. Merlin konnte sehen, dass sie etwas bedrückt. „Nein, als ich auf dem Weg nach Camelot war, kam mir ein betrunkener Zauberer in den Weg. Er hat mir irgendeinen Fluch aufgelegt." „Einen Fluch? Was für eine Art von Fluch?" fragte Merlin. „Ich verwandle mich nachts in eine Menschenfressende Bestie." antwortete Freya. „Also bist du jetzt ein Werwolf?" fragte er und dachte dabei an Jake. „Nein, ich hatte Flügel und sah aus wie eine riesige schwarze Katze." entgegnete sie. „Vielleicht sollten wir es Gaius sagen, er weiß vielleicht was das zu bedeuten hat." sagte Merlin. Freya nickte und schaute ihm dabei tief in die Augen. Sie verlor sich in ihnen. „Ich bin ein Monster oder?" „Nein, das darfst du auf keinen Fall denken!" entgegnete er und nahm sie in den Arm. Freya erwiderte die Umarmung sofort. „Merlin, ich muss dir was sagen." „Ok und das wäre?" Sie war gerade dabei ihm ihre Liebe zu gestehen und wusste nicht genau wie, deshalb beugte sie sich zu ihm und küsste ihn. Merlin war überrascht, erwiderte den Kuss jedoch. Als sie sich lösten hauchte sie ihm „Ich liebe dich." zu und küsste ihn nochmal. Nun lächelte er und flüsterte „Ich dich auch." Es war schon sehr früh am Abend und es fing langsam an zu dämmern, deshalb gingen sie Händchenhaltend zurück.
„Merlin, wo wart ihr solange? Ich habe mir Sorgen um euch gemacht!" begrüßte Gaius die beiden, als sie in seine Gemächer kamen. „Wir haben ein Picknick gemacht." antwortete Merlin. „Arthur hat nach dir gesucht, ich habe ihm gesagt, dass du in der Taverne bist." „Was? Alles nur nicht die Taverne." entgegnete Merlin. „Gaius, kennt ihr euch mit Flüchen aus?" fügte er noch hinzu. „Wie meinst du das?" „Ich wurde von einem betrunkenen Zauberer verflucht." beantwortete Freya die Frage. „Ich verwandle mich nachts in eine riesige schwarze Katze mit Flügeln." fügte sie noch hinzu. „Ich fürchte, da kann ich dir nicht helfen. Es gibt aber jemanden der so ein ähnliches Schicksal erleiden muss." antwortete Gaius. Merlin wusste das Gaius, Jake meinte. „Ok, aber ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass du dich nur bei Vollmond verwandelst. Wir sollten morgen alles Weitere besprechen." sagte Merlin nun und damit gingen alle, nach dem sie noch Abendbrot gegessen haben, ins Bett.
