Es war bereits Nachmittag und niemand wusste wo Frederik, Ludwig oder Jake war. Arthur, Merlin, Gwen und sogar Freya hatten das gesamte Schloss abgesucht. Aber sie waren nirgends zu finden. Morgana machte sich wie immer Sorgen um Jake und Uther war genervt, weil die Hochzeit dadurch abgesagt werden musste. „Wo könnten sie noch sein?" fragte Merlin. „Keine Ahnung, Wir sollten nachsehen ob ihre Pferde noch da sind." schlug Arthur vor. Die anderen nickten und sie machten sich auf den Weg zu den Ställen. Wie der Zufall es so will, waren die Pferde von Ludwig und Frederik nicht mehr da. Das hieß das sie entweder einen Ausritt machten und dabei die Zeit vergessen haben oder das sie sich um entschieden haben und Camelot einfach verlassen haben. Natürlich hofften sie, dass sie Camelot verlassen haben, denn auch sie wollten nicht das Morgana, Frederik heiratet. Arthur ging mit den Neuigkeiten zu Uther, dieser war etwas gereizt deshalb, aber hatte sich damit abgefunden. Doch um Jake machten sie sich immer noch Sorgen. Wo ist er? fragten sie sich immer wieder. Sie hofften jetzt erst mal dass er von selbst wiederkommt.
Einen Monat später und Jake war immer noch verschwunden. Uther machte keine Anstalten einen Suchtrupp loszuschicken. Egal wie oft Morgana bettelte und Arthur versuchte ihn zu überreden. Nichts konnte ihn umstimmen.
Die Dienerin von damals, die den Kelch von Arthur vergiftet hatte, beobachtete mit Magie die Ereignisse in Camelot. Sie war schockiert das Jake verschwunden, denn sie war Jakes leibliche Mutter. Sie hatte Angst, dass Uther ihn bei der großen Säuberung töten wird, deshalb gab sie ihn in eine Pflegefamilie nach Himmelsrand. Ihr Name war Nimueh, sie ist eine Hohepriesterin, dass erklärte auch Jakes Magie. Nimueh wünschte, sie hätte mit ihrem Sohn einmal reden können, ihm alles sagen können. Als sie sich als Dienerin in Camelot eingeschlichen hatte, wusste sie nicht, dass Jake auch in Camelot war. Es tat ihr unendlich leid, als er das Gift trank. Das wollte sie nicht und um das wieder gut zu machen, beschloss sie sich auf die Suche nach ihn zu machen. Er muss einfach am Leben sein, er kann nicht tot sein. Er darf es einfach nicht, es würde ihr das Herz brechen. Nimueh ging durch die Dunklen Wälder, bis plötzlich ein Einhorn und ein Pegasus vor ihr standen. Natürlich weiß sie auch, dass diese Wesen sprechen können. „Hallo, habt ihr einen jungen Mann hier in der Nähe gesehen?" fragte Nimueh. „Hallo, ich bin Puffy und das ist Flaffi. Du meinst bestimmt den jungen Jake oder? Nein, wir haben ihn nicht gesehen. Aber ich habe von seinem Verschwinden gehört." antwortete der Pegasus Puffy. Nimueh nickte traurig, bedankte sich und ging weiter. Sie hatte vor in der Nähe von Camelot zu suchen. Also in Wäldern, Dörfern und so weiter, die in Camelots Nähe liegen. Nach einer Weile des Gehens kam sie auch schon im ersten Dorf an.
Alles schmerzte, es war ein Wunder, dass er noch am Leben war. Das hatte er wahrscheinlich seiner Magie zu verdanken. Trotzdem konnte er nichts mehr um sich herum wahrnehmen. Jake konnte nichts hören, nichts fühlen, nichts riechen und nichts sehen. Es ist so als wenn man in einem schwarzen Loch voller Leere festsitzen würde. Doch plötzlich konnte er etwas Nasses spüren. Es war eisig und nass. „Wasser!" dachte sich Jake. Er bekam auch seine Augen wieder auf. Jake lag auf einer Art Steintisch, seine Arme und Beine waren angekettet und in seinem Körper wurden so komische Metallstangen reingesteckt. Diese Stangen blockierten seine Kräfte, er konnte es ganz deutlich spüren. Dort wo die Stangen steckten lief Blut raus. Ab und zu kam ihm auch Blut aus dem Mund. Kleine Wassertropfen tropften von der Decke. Das Ganze war in einer Höhle, die von ein paar Fackeln erhellt wurde. Das Licht war weder hell noch wirklich dunkel. Man hörte aus einem anderen Teil der Höhle Stimmen, sie waren nicht leise aber auch nicht laut. Man konnte nicht verstehen, was sie sagten. Aber man konnte hören, dass noch jemand da war. Jake schaffte es nicht sich aufzurichten, er hatte kaum noch Kraft und zu große Schmerzen. Dann schlief er plötzlich wieder ein…
