Blut tropfte von dem Steintisch. Es war kalt und die Fackeln waren aus. Es war still und kein Wind wehte durch die Höhle. Plötzlich kamen Schritte auf ihn zu. Sie wurden immer lauter und kamen immer näher. Die Fackeln wurden angezündet und wen Jake vor sich sah, war sein Vater Tullius und Connor. Tullius befahl Connor, Jake loszubinden und ihn festzuhalten. Connor hielt ihn fest und Tullius schlug mit aller Kraft in Jakes Rippen. Immer wieder schlug er auf ihn ein, bis man ein Knacken bei seinen Rippen hörte. Jake schrie immer wieder vor Schmerz auf. Ihm kamen schon die Tränen in die Augen. Er hätte sich am liebsten in einen Werwolf verwandelt und die beiden zerfetzt, doch die Metallstangen blockierten immer noch seine Kräfte. Dann wechselten Tullius und Connor sich ab. Connor nahm eine Peitsche und peitschte ihn aus. So ging das mit ein paar Pausen, den ganzen Tag weiter.
Nimueh wurde immer besorgter, denn sie hatte bereits alle abgelegenen Dörfer abgesucht und immer noch keine Spur von ihrem Sohn. Sie fing nun an die Wälder und Lichtungen rund um Camelot abzusuchen. Plötzlich waren der Pegasus Puffy und das Einhorn Flaffi vor ihr. Aber auch zwei andere Pegasusse waren da. Ein schwarzes und ein weißes mit einem kleinen schwarzen Fleck auf dem Kopf. „Hast du den jungen Jake schon gefunden?" fragte Puffy. „Nein, leider noch nicht." antwortete Nimueh enttäuscht. „Keine Sorge. Wir vier werden dir bei der Suche helfen. Jake ist schließlich ein wichtiger Teil in der Prophezeiung." sagte Piffy. „Danke, das ist echt nett von euch." bedankte sich Nimueh. Piffy lächelte freundlich und damit flogen die Pegasusse weg, um von der Luft aus zu suchen. Außer Flaffi suchte am Boden weiter, da sie keine Flügel hatte.
Als Nimueh in den Wäldern nach drei Tagen immer noch nichts gefunden hatte, blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als direkt in Camelot nach Hinweisen zu suchen. Doch vorher suchte sie gerade noch eine Lichtung ab. Es war die Lichtung, wo Jake immer war, dies wusste sie aber nicht. Sie war auf der Lichtung nicht alleine, dort waren Merlin, Arthur, Morgana, Gwen und Freya ebenfalls. „Was macht ihr hier?" fragte Nimueh. Die Fünf drehten sich um und antworteten: „Wir suchen Hinweise, weil ein Freund von uns verschwunden ist." „Ihr meint bestimmt den jungen Jake oder?" „Ja, kennt ihr ihn?" fragte Morgana. „Ja, ich bin seine Mutter." entgegnete Nimueh. Alle waren etwas schockiert, denn sie dachten, dass seine Mutter tot wäre. „Ich denke seine ist tot." sagte Merlin. „Ja, er weiß nicht dass ich seine Mutter bin. Ich hatte Angst, dass Uther ihn bei der großen Säuberung töten wird, deshalb habe ich ihn in eine Pflegefamilie nach Himmelsrand gegeben." erklärte Nimueh. „Warum sollte mein Vater ihn töten?" fragte Arthur. „Weil ich eine Hohepriesterin bin, also eine Zauberin." Nun waren alle noch geschockter als vorher. „Ihr werdet mich doch jetzt nicht zu Uther bringen oder?" „Nein, ihr habt ja nichts Schlimmes getan. Wir behalten das mit der Magie für uns." entgegnete Arthur. Nimueh nickte dankend und fragte: „Habt ihr schon irgendeinen Hinweis?" „Wir haben etwas gefunden. Aber wir wissen nicht, ob es etwas mit Jake zu tun haben könnte." antwortete Gwen. „Was ist es?" Die Fünf zeigten auf eine Blutlache im Gras. Schwarzes Fell war lag dort ebenfalls. „Das hier lag daneben." sagte Freya und gab Nimueh eine Halskette. An der Kette war ein spitzer Zahn. Man konnte sofort erkennen, dass der von einem Tier war. Der Zahn hatte ungefähr die Länge und die Breite eines Daumes. Sie wusste das, dass ein Werwolfszahn ist. „Die gehört mit Sicherheit ihm." Sie bekam nun Tränen in die Augen, weil sie sich große Sorgen um ihren Sohn machte. Morgana sah dies sofort und nahm die Mutter in den Arm. Sie selbst machte sich schließlich auch große Sorgen um ihn. „Keine Sorge, wir finden ihn." flüsterte Morgana, Nimueh zu, um sie zu trösten. „Es wäre besser, wenn ich mit Merlin alleine weiter suche. Ihr Frauen solltet zurück nach Camelot gehen." sagte Arthur. Sie stimmten dem zu und gingen nach Camelot.
Eins, zwei, drei… immer mehr Peitschenhiebe schlugen auf ihn ein. Irgendwann wurde aus einer Peitsche, ein Morgenstern. Anfangs hatte er sich versucht zu wehren, doch dafür fehlte ihm mittlerweile die Kraft…
Piffy, Paffy und Puffy flogen über ein Feld. Sie landeten und Piffy verwandelte sich in eine wunderschöne Prinzessin. Zur selben Zeit geschah mit Puffy dasselbe. Ihre Augen strahlten in einem wunderschönen blau. Piffy war Prinzessin Sandra von Caerleon und Puffy war Prinzessin Katherina von Mercia. Sandra und Katherina hatten beide blondes Haar und blaue Augen. „WO kann er nur sein?" fragte Sandra. „Keine Ahnung. Wir waren schon in ganz Camelot. Wir sollten in Nemeth weitersuchen." entgegnete Katherina. „Gute Idee." sagte Paffy. Damit verwandelten sich Sandra und Katherina zurück und flogen mit Paffy nach Nemeth.
