Angel of Darkness
Das Ritual
Er folgte Ray ins Badezimmer und sah dass dieser an der Duschwand gelehnt stand. Langsam ging er auf ihn zu „Komm Chibi." Seine sanfte Stimme war wie eine Liebkosung. Er steckte seine Hand durch die Duschkabine und stellte das Wasser ab, bevor er Ray sanft am Handgelenk herauszog und ihn in ein Handtuch einwickelte. Sanft rubbelte er ihn trocken. Ray wrang seine langen Haare aus und versuchte bei Kais zärtlicher Behandlung nicht zu erröten. Obwohl er im Badezimmer nochmals seine Vorsätze durchgegangen war und sie auch mit Argumenten bekräftigt hatte, konnte er nicht anders als Kais Berührungen zu genießen. Er sehnte sich nach ihnen, obwohl er sich dies nur ungern eingestand. Kai schien sich seiner Nacktheit nicht zu schämen, so wie er stark und majestätisch in seiner ganzen Pracht vor Ray stand. Er weckte in ihm das Gefühl in zu berühren, zu streicheln.
„Komm wieder ins Schlafzimmer zurück Chibi. Hab dich schon vermisst." Klang Kais sanfte, verführerische Stimme in seinem Ohr. „Ich könnte dich die ganze Nacht lang ununterbrochen lieben, Chibi."
„Kai, das hast du auch getan. Die Sonne geht gleich auf", flüsterte Ray mit einem neckischen Unterton.
„Ich kann nicht genug von dir kriegen. Du bist mein Licht, bringst mich zum Leben, vertreibst die Finsternis aus meiner Seele."
„Kai, ist das jetzt Liebe oder Wahnsinn", fragte Ray und ließ sich bereitwillig von Kai hochheben und ins Schlafzimmer zurückbringen. Hier ließ Kai ihn sanft an sich herunter bis Ray mit seinem Unterleib genau über Kais Männlichkeit schwebte. Dies entflammte von neuem in Ray eine nie gekannte Begierde nach Kai.
Diesem ging es nicht anders. Er hatte einen unglaublichen Hunger nach Ray und verführte diesen nach allen Regeln der Kunst.
„Antworte mir Kai", forderte Ray ihn auf und fuhr mit seiner Zunge dessen Brust entlang. Obwohl keine Wunde zurückgeblieben war, folgt er genau dem Verlauf von Kais Öffnung auf der Brust als er Ray dazu gezwungen hatte zu trinken. Er küsste und leckte über Kais Brustkorb, bis er zu dessen Brustwarzen ankam. Ray hatte nur noch einen Wunsch, Kai zu verwöhnen, ihn glücklich zu machen. Zärtlich leckte er über die Spitzen, küsste und reizte sie. Als sie sich hart aufrichteten nahm er die Nippel in den Mund und saugte daran.
Er war zwar immer noch ein wenig unsicher und schüchtern aber als er dann den Beweis für Kais Verlangen spürte, warf er alle Scheu über Bord. Wild und leidenschaftlich brachte er Kai in Höhen die dieser schon lange nicht mehr erlebt hatte. Ray erforschte Kais ganzen Körper, kein Millimeter blieb unberührt. Immer weiter arbeitete er sich nach unten fuhr mit der Zunge sanft über die Spitze von Kais Penis, umfasste den harten Schaft. Er steigerte Kais Verlangen ins unermessliche und spielte mit dem Feuer. Doch Kai hatte nicht die Kraft um ihn aufzuhalten und er wollte es auch gar nicht. Im Gegenteil er wollte mehr von Rays Berührungen, Küssen. Er lies sich von Ray verwöhnen.
„Beides Chibi, beides," antwortet Kai keuchend als er sich dunkel erinnerte, dass Ray ja auf eine Antwort wartete. Er war schon geistig gar nicht mehr da, alle seine Sinne waren auf Ray fixiert. Nur Ray und seine Liebkosungen zählten noch.
Das Haus hätte über ihnen einstürzen können und Kai hätte es nicht im geringsten interessiert. Sanft lies Ray von ihm ab und fuhr mit der Zunge über Kais flachen muskulösen Bauch, hinterließ heiße und feuchte Spuren auf Kais Körper. Kai schloss die Augen und gab sich ganz seinen Gefühlen hin, zog Ray noch fester an sich und ihn sanft wieder an seinem Körper hinunter. Rays Mund war heiß und feucht und brachte Kai um den Verstand. Ein leises und tiefes Knurren verließ seine Kehle. Es klang gefährlich und deutete darauf hin, dass seine animalische Seite nach Befriedigung verlangte.
Ray ging es nicht anders, er war nur noch von Leidenschaft, Verlangen und dem Wunsch alle erotischen Fantasien Kais zu erfüllen, getrieben. Er war mit Kai verbunden, las dessen Gedanken und Wünsche. Und alles was ihn selber erfüllte war das Verlangen Kais Wünsche mit seinen eigenen zu koppeln und diese wahr werden zu lassen. Sie waren beide nur noch füreinander empfänglich, lebten in ihrer eigenen Welt aus Leidenschaft, Lust und Verlangen.
Mit festem Griff zog Kai Ray wieder zu sich herauf und küsste ihn wild und leidenschaftlich. Ray erwiderte den Kuss mit gleicher Heftigkeit.
„Chibi, sag dass du mich willst", flüsterte Kai heiser und versuchte sich zu beherrschen. Jedoch war dies schwierig, seine animalische Seite verlangte nach Befriedigung.
„Das weißt du doch Kai. Du weißt, dass ich dich will." Damit presste sich Ray noch näher an Kai. Er wollte ebenfalls mehr und konnte nicht mehr warten. Er wollte von Kai endlich genommen werden, damit diese Begierde, dieser Hunger der sich in seinem Körper angestaut hatte endlich gestillt wurde.
„Vereinige dich mit mir auf meine Weise, Ray", flüsterte Kai sehnsüchtig. Rays von dem Wunsch erfüllt endlich eins mit ihm zu werden, seine Seele mit ihm zu verbinden hatte ganz und gar nichts dagegen. Er reagierte instinktiv als er ein:
„Ja, Kai", flüsterte. Er sehnte sich nach Erfüllung. Aber er wollte, dass Kai sie auch fand. Kai ließ sich dies nicht zweimal sagen, er erfüllte Ray seinen Wunsch und drang in ihn ein. Ihre Leidenschaft steigerte sich ins unerlässliche. Kai befand sich schon nicht mehr im Diesseits. Er befand sich an einem Ort jenseits von Lust und Leidenschaft. Ein Ort der Himmel und Hölle zugleich zu sein schien.
Mit verschleiertem Blick sah Kai Ray an und ohne es zu wollen oder steuern zu können sagte er die Worte, welche aus der Tiefe seiner Seele zu kommen schienen.
„Ich, Kai, nehme dich zu meinem Gefährten. Ich werde immer zu dir gehören, werde mein Leben für dich geben. Ich schenke dir meinen Schutz meine Treue, mein Herz, meine Seele und meinen Körper. Dafür will ich bewahren was du mir gibst: dein Leben, dein Glück, dein Wohlergehen. All dies will ich bewahren und über meines stellen. Du bist mein Gefährte, mit mir verbunden bis in alle Ewigkeit und stehst für immer unter meinem Schutz."
Nun hatte es Kai getan, es war nicht seine Absicht gewesen. Aber nun war es geschehen und Kai würde dazu stehen mit allen Konsequenzen die folgen würden. Ray war für immer an ihn gebunden. Mit diesen Worten gingen Karpatianer den Bund ein, der sie unzertrennlich machte.
Ray hingegen empfand bei Kais Worten einen tiefen inneren Frieden. Er wusste, er war Kais zweite Hälfte und für ihn selber würde es sein Leben lang keinen anderen Mann geben als Kai. Er wollte bei ihm bleiben, ihn glücklich machen. Immer schneller und heftiger bewegte sich Kai in Ray um diesem auch die ersehnte Erfüllung zu schenken. Kai spürte wie sein Liebster erschauerte, wie Welle um Welle seinen Körper erfasste bis Ray glaubte es nicht mehr ertragen zu können.
Langsam senkte Kai den Kopf um Ray Gelegenheit zu geben sich zurückzuziehen. Dieser jedoch hatte nicht die Absicht ihn zu stoppen. Er hob Kai seine Brust entgegen, bedeutet ihm damit seinen Hunger zu stillen. Während sie sich immer weiter Gefühle der Ekstase schenkten und sich Kais Stöhnen steigerte Rays Erregung, während Kai sich noch leidenschaftlicher bewegte, Rays schmale Hüften umfasste um ihn noch näher an sich heranzuziehen. Ray fühlte Kais Lippen an seiner Brust welche heiße Pfeile durch seinen Körper schossen. Ray schrie auf, fasste nach Kais Kopf und presste ihn noch stärker an seine Brust. Eine solche Leidenschaft und Lust hatte Ray noch nie empfunden. Er hörte wie Kai seine Namen rief und grub seine Finger in Kais Schultern fest. Er verspürte das unbändige Verlangen seinen Mund fest auf Kais Brust zu pressen.
Gemeinsam fanden sie die gewünschte Erfüllung und schienen bis zu den Sternen hinauf katapultiert zu werden. Noch einmal legte Kai seinen Kopf an Rays Brust um seinen Hunger zu stillen, bevor er seinen Orgasmus hinausschrie.
Jedoch hatte er die Kontrolle nicht verloren und nur so viel getrunken um den Austausch zu vollziehen. Er schloss die Wunde sorgfältig, so das keine Spuren zurückblieben und betrachtete Rays Gesicht. Sanft sprach er einen Befehl aus und verspürte neues Verlangen in sich aufsteigen bei dem Gedanken an das was nun geschehen würde.
Rays Körper bebte immer noch vor Lust und bog sich Kai wieder entgegen. Kai öffnete seine Brust und presste Rays Lippen an seine Haut. Bei dieser Berührung spürte er wie reine Ekstase seinen Körper durchflutete. Er begann sich wieder in Ray zu bewegen, seine animalische Seite übernahm von neuem die Oberhand und sie kamen beide zu einem neuen Höhepunkt. Kai stieß einen Triumphschrei aus. Endlich, endlich war sein Hunger gestillt.
Zärtlich betrachtete er Ray, streichelte seinen Hals entlang und genoss den Moment. Als Kai sich sicher war dass Ray genug getrunken hatte um den Austausch zu vollziehen und auszugleichen was er ihm genommen hatte, sprach er wieder zögerlich einen Befehl aus.
Misstrauisch blickte Ray ihn an.
„Du hast es schon wieder getan. Entweder das oder ich habe die Angewohnheit in jeder Liebesnacht in Ohnmacht zu fallen." Erschöpft ließ er seinen Kopf auf das Kissen sinken. Er nahm einen metallischen Geschmack in seinem Mund wahr. Jedoch bevor er sich näher damit beschäftigen konnte wurde er leidenschaftlich von Kai geküsst. Vorsichtig zog sich Kai aus Ray zurück und legte sich zu ihm aufs Bett, umarmte ihn zärtlich.
„Ich kann mich nicht mehr bewegen", kam es lächelnd von Ray.
„Wir werden uns jetzt etwas ausruhen", kam es von Kai, der sie auch gleich beide zudeckte. Er brauchte ebenfalls seinen Schlaf. Am Abend würde viel auf ihn warten. Er musste Jagd auf die Mörder seiner Schwester machen. Er sicherte das Schlafzimmer und das Haus. Ein letzter sanfter Kuss, dann sprach er den Befehl für tiefen Schlaf aus und folgte Ray ins Land der Träume.
