Angel of Darkness
Die Entscheidung
Mit einem verzweifelten Wimmern wachte Ray nach Stunden des erholsamen Schlafes wieder auf. Kai nahm ihn beschützend in die Arme, tröstete ihn so gut er konnte.
„Es wird zwar einige Zeit dauern, Chibi, aber ich bitte dich: Gib unserer Lebensweise eine Chance. Es gibt so viel wunderbare Dinge die nur darauf warten von dir entdeckt zu werden. Aber keine Angst. Ich würde dich niemals allein diese neuen Dinge erforschen lassen. Du kannst dich auf mich verlassen."
Erstarrt sah Ray ihn an. Ein Laut, der wie eine Art hysterisches Lachen klang, verließ seine Lippen. „Kai, du hast keine Ahnung was genau du mir angetan hast. Du hast mir meine Identität genommen." Kai wollte protestieren aber Ray brachte ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen.
„Sag mir Kai, was würdest du tun, wenn du eines Morgens aufwachen würdest und feststellst, deine ganzen Fähigkeiten währen weg? Du wärst nur ein normaler Sterblicher der sich von Obst, Gemüse und Fleisch ernährt?"
Als Kai das Wort ´Fleisch´ hörte verzog er angewidert das Gesicht.
„Siehst du. Du reagierst genau so. Ich habe Angst Kai. Alle die Dinge und Grundsätze, meine Prinzipien gelten nicht mehr. Ich habe ein schärferes Gehör, meine Instinkte haben sich ebenfalls verändert. Ich schaffe das nicht, nicht einmal dir zuliebe."
„Ray du weist erst einen Tag von dem Ganzen. Du gibst uns ja gar keine Chance. Du verschließt dich von vornherein jeglicher Möglichkeit.", erklärte Kai sanft. „Es bringt nichts es zu leugnen Ray. Ich kann deine Gedanken lesen." Ernst sah Kai Ray an.
„Willst du das wir die ewige Ruhe suchen sollen?"
Aufgebracht sah Ray ihn an.
„Nicht ´wir´ Kai, sondern ich. Ich ganz allein."
„Aber es gibt kein ´ich´ und kein ´du´ mehr. Es gibt nur noch ein ´uns´."
„Sag mal Kai, kann ich ohne Blut zu trinken überleben? Nur mit Saft und Brot", fragte Ray zaghaft.
„Ich wünschte es, dir zuliebe, aber es ist nicht möglich. Du brauchst Blut um überleben zu können." Kai konnte ganz deutlich fühlen wie sich Ray, bei dem Gedanken Blut trinken zu müssen, alles vor Abscheu zusammenzog. Übelkeit stieg in ihm hoch. Um ihn von diesem Gedanken abzulenken streifte Kai das Bettlacken, welches er vor ein paar Stunden über Rays makellosen Körper gelegt hatte, beiseite. Er begann die Wunden zu untersuchen, strich zärtlich über jede einzelne Narbe. Ihm entging auch nicht wie Ray unter seinen Berührungen errötete.
„Hm. Deine Wunden sind fast vollständig geheilt", flüsterte er leise.
„Waaasss", fragte Ray vollkommen schockiert und fassungslos. „Das kann unmöglich sein." Schnell sah er selber seinen Körper entlang. Davon musste er sich selbst überzeugen. Kai hingegen war vollkommen damit beschäftigt Rays nackten Körper verlangend zu mustern. Als dieser das merkte errötete er noch mehr und sah verlegen zur Seite. Zärtlich fasste Kai unter Rays Kinn.
„Du hast gar keinen Grund verlegen zu sein, Chibi. Ich kenne schon jeden Millimeter deines herrlichen Körpers und jede einzelne Ecke deiner Seele", flüsterte er verführerisch.
„Kai", begann Ray leise „du wirst meine Meinung nicht ändern indem du mich verführst. Ich kann so eine Art Leben nicht führen."
„Ray, du vergisst immer wieder, dass ich deine Gedanken lesen kann. Du hast dich allen Möglichkeiten verschlossen", sagte Kai ernst. „Aber, ich werde dir deinen Wunsch erfüllen, denn wenn ich eins nicht ertragen kann, dann ist es dich unglücklich zu sehen."
Langsam öffnete er eine Vene über seinem Herzen. Erschrocken sah Ray ihn an und als er den Geruch von Blut wahrnahm geriet er in Panik.
„Kai", schrie er in Panik. „Hör auf damit."
Panisch legte er seine Hände auf die blutende Öffnung in der Hoffnung die Blutfluss zu stoppen.
„Kai! Sag mir was ich tun muss um dich zu retten", schrie er schon fast hysterisch.
„Du kannst es stoppen, Ray."
„Nein, ich kann nicht. Kai du machst mir Angst. Hör auf damit bitte."
Immer fester drückte er auf die Wunde, aber das Blut hörte nicht auf zu fließen.
„Ray, dein Speichel sowie deine Zunge haben eine große Heilkraft. Jedoch überleg es dir gut. Tue es nur wenn du dich auch dafür entscheidest dieses Leben anzunehmen. Ich will nicht mehr in die Dunkelheit und Einsamkeit zurück."
Verzweifelt rang Ray mit sich. Was sollte er denn nur tun? Nach kurzem überlegen, beugte er sich zu Kais Brust und fuhr mit der Zungenspitze darüber. Die Wunde schloss sich als wäre sie nie da gewesen. Sein Verstand sprühte nur so vor Widerwillen, jedoch nicht sein Körper.
In Ray erwachte plötzlich eine seltsame Wildheit. Das Verlangen nach Kai. Die Leidenschaft nahm seinen Körper gefangen. Er wollte Kai und die Ekstase spüren, die nur dieser ihm geben konnte. Zärtlich strich Kai über Rays Gesicht.
„Bist du dir sicher? Ich möchte, dass du dir über deine Entscheidung ganz sicher bist."
„Doch, Kai. Ich bin mir sicher."
„Du gibst dich mir freiwillig hin", fragte Kai noch mal nach.
„Ja."
Mit der Zunge strich Kai über Rays Hals bis zu seiner Brust. Elektrische Stromstöße jagten durch Rays Körper. Oh Gott! Er brauchte Kai und zwar bald. Stöhnend presste er sich an Kai. Dieser streichelte sanft über Rays Körper entlang. Mit seiner Zunge bearbeitete er Rays Brustspitzen. Stöhnend und keuchend beugte sich Ray den Liebkosungen entgegen. Er fühlte wie die neu erwachte animalische Seite in ihm nach Kais animalischer Seite rief. Mühelos wurde er von Kai in die Arme geschlossen. Ray fühlte sich als würde er schweben und er schien vor Lust und Verlangen zu vibrieren.
Ganz plötzlich spürte er frische Luft, welche zart und sanft über seine erhitzte Haut strich. Er öffnete die, vor ein paar Minuten geschlossenen, Augen und sah sich um. Sein Gefühl hatte ihn nicht getäuscht. Sie schwebten tatsächlich, draußen unter freiem Himmel. Ray konnte die verführerischen Laute der Nacht wahrnehmen.
„Schau dich um Ray. Das ist unsere Welt", flüsterte Kai ihm verführerisch mir rauer Stimme ins Ohr. Über ihnen, die sich im Wind bewegenden Baumwipfel, die glänzenden Sterne sowie der Mond, welche den Himmel bereicherten. Unter ihnen die Bäume des Waldes mit seinen verschiedenartigsten Lebewesen.
Dazwischen sie beide, mit dem Nebel durch die Nacht schwebend. Der Wind, der zart mit Rays Haaren spielte, seine Haut sanft streichelte. Kai legte den Kopf in seinen Nacken und schrie sein Glück in die Nacht hinaus. Seine Wölfe antworteten ihm und Ray konnte spüren, dass sie sich für Kai freuten.
„Lausche Ray", flüsterte er „die Erde, sie singt für dich."
Ray konzentrierte sich und tatsächlich. Sie waren in den Bergen vor einer Höhle angekommen und Ray konnte die Erz- sowie Eisenadern in den Höhlenwänden leuchten sehen. Er konnte aber auch das rauschen von Wasser sowie die Rufe von Fledermäusen hören.
Kai trug seinen Gefährten bis tief in die Erde wo sie an einer Grotte ankamen. Die Wände der Grotte waren mit glitzernden Kristallen besetzt, mehrere Teiche waren zu sehen. Ein Wasserfall in der Nähe diente als Quelle für die kleinen Seen. Kai wählte den See der am weitesten von dem Wasserfall entfernt war und legte Ray sanft hinein. Das Wasser war warm und es bildeten sich kleine Luftbläschen, die an die Oberfläche stiegen und auf Rays Haut prickelten. Es war wie ein natürlicher Whirlpool. Dann stieg Kai ebenfalls ins Wasser und begann langsam und genüsslich Ray zu waschen. Zuerst waren dessen Füße dran. Dann wanderten Kais sanfte Hände über Rays Waden hoch zu seinen Schenkeln, seiner Brust sowie seinem Rücken. Kais Berührungen waren so sanft wie noch nie. Trotzdem entfachten sie in Ray ein ungeahntes Feuer. Die Verbände aus Erde, welche Rays Wunden noch an manchen Stellen bedeckten, wurden mit sanften und zärtlichen Berührungen weg gewaschen. Danach nahm sich Kai Rays schöne, lange und schwarze Haare vor. Mit größter Sorgfalt wurden diese gewaschen und Rays Kopfhaut sanft massiert.
Obwohl Kai keine von Rays intimen Stellen berührt hatte, zitterte der junge Chinese vor Leidenschaft. Ein wilder und animalischer Teil in seiner Seele verlangte mit einer Wildheit nach Kai, dass Ray selber überrascht war zu solchen Empfindungen fähig zu sein. Sein ganzer Körper, jede einzelne Zelle zitterte und vibrierte unter Kais Berührungen. Ray stellte fest, dass er Kai wollte, ihn tief in sich spüren wollte. Er wollte Kais Wildheit, Leidenschaft, seinen Körper, seine Seele und sein BLUT. Und das erstaunlichste daran war, Ray ekelte sich überhaupt nicht davor. Ganz im Gegenteil, er erzitterte bei der Vorstellung, seine Erregung und Lust wurde dadurch noch mehr angestachelt. Um auch zu bekommen was er wollte, entschied er nicht länger passiv zu bleiben. Langsam begann er nun seinerseits Kai zu berühren, seinen Körper zu reinigen. Jedoch war er nicht so zurückhaltend mit seinen Berührungen wie Kai. Gezielt streichelte er Kais empfindliche Stellen, dessen Brust und fuhr dann runter zu seinen Schenkeln. Sanft rieb er sich an Kais Körper, lehnte sich über Kai und verwickelte ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. Seine Hände streichelten derweil weiter über den betörenden und muskulösen Körper seines Geliebten. Er wollte Kai stöhnend und keuchend unter sich, er wollte, dass dieser seinen Verstand vor lauter Lust und Leidenschaft verlor. Sanft fuhr Ray mit seiner Zunge über Kais Hals, seinen Puls lang, bis er an dessen Brust halt machte.
Kai stand in Flammen. Die Gefühle, die Ray in ihm auslöste waren unbeschreiblich.
„Ray", keuchte er „nimm dir was du brauchst."
Er konnte Rays Gefühle nachvollziehen. Als dieser jedoch mit einer Hand Kais Erektion umschloss durchfuhr es diesen wie ein Blitz. Er kam aus dem Stöhnen und Keuchen nicht mehr raus. Sein Atem ging schwer und stoßweise. Ab und zu verließ ein animalisches Knurren seine Kehle. Ray reagierte instinktiv aus diese Laute, sie machten ihn an.
Kai entschied, dass es an der Zeit war die Führung wieder zu übernehmen. Mit langsamen Bewegungen strich er über Rays Körper. Seine Zunge fuhr über Rays Ohrmuschel, knabberte sanft daran und dann fuhr er weiter zu Rays Brust. Er leckte sanft an den Nippel und begann danach abwechselnd daran zu saugen und zu knabbern.
Ray dachte er würde zerfließen. So etwas hatte er noch nie in seinem ganzen Leben gefühlt. Seine Sehnsucht nach Kai stieg ins Unermessliche. Sanft hob Kai ihn hoch und trug ihn aus dem Wasser, legte ihn auf den kalten, glatten Stein am Ufer des Sees ab. Das Gefühl gefangen zu sein zwischen dem kühlen Stein und Kais heißem Körper brachte Ray schier um den Verstand. Sanft begann Kai Rays Erektion zu massieren. Ray wünschte sich nichts sehnlicher als mit Kai zu verschmelzen, eins mit ihm zu werden. Als er Kais Geist berührte konnte er es spüren, die wilde, animalische Lust eines Karpatianers, den Instinkt und den Wunsch Kais seinen Gefährten rückhaltlos und vollkommen zu besitzen. Aber er konnte auch eine tiefe Liebe spüren, ein Gefühl welches über den menschlichen Verstand hinausging, sowie die Zärtlichkeit und Bewunderung eines Karpatianers dem einzigen Lebewesen gegenüber, dass er je begehren würde.
Sanft schob Kai Rays Beine auseinander und hob ihn an. Er musste seinen Liebsten dieses Mal nicht vorbereiten, da dieser durch ihr Vorspiel und das Wasser ziemlich feucht war. Sanft drang er in ihn ein, lies sich von Rays wärme umfangen. Rays süßer Duft kombiniert mit Kais herben Duft erzeugten eine für beide erregende Mischung. Kais Lippen fuhren über Rays Hals bis zu dessen Brust, liebkosten diesen während er begann sich in Ray zu bewegen. Stöhnend hob sich dieser den Bewegungen entgegen. Das Feuer in seinem Innern nahm zu. Mit seinem entgegenkommenden Bewegungen signalisierte er Kai, dass dieser tiefer und fester stoßen sollte. Der Wunsch würde ihm prompt erfüllt. Jedoch war dies Ray noch nicht genug. Er wollte mehr.
„Kai", keuchte er flehend. Er wollte mit Kai noch einmal das Ritual vollziehen. Er wollte für alle Ewigkeit Kais Gefährte sein.
„Ray, ich gehöre dir. Nimm dir was du benötigst, so wie auch ich mir von dir nehmen was ich brauche."
Sanft fuhr Rays Zunge Kais Hals entlang bis hin zu dessen Brust. Zuerst leckte er nur zart darüber, dann öffnete er mit der Zungenspitze eine Vene und legte seinen Mund darauf um zu trinken. Kai wurde dabei von einer beinahe schmerzhaften Lust durchzuckt. Er legte ekstatisch seinen Kopf in den Nacken und schrie seine Lust heraus. Ray wurde noch enger an den Felsen gepresst und Kai drang immer und immer wieder in ihn ein. Die Stöße wurden mit jedem Mal wilder und leidenschaftlicher. Er brachte Ray dadurch wieder und wieder zum Höhepunkt. Dabei bemühte er sich nicht die Kontrolle über seine Gefühle zu verlieren. Er tauchte seine Hand in Rays volles Haar und wiederholte die traditionellen Worte des Rituals.
„Ich, Kai, nehme dich zu meinem Gefährten. Ich werde immer zu dir gehören, werde mein Leben für dich geben. Ich schenke dir meinen Schutz meine Treue, mein Herz, meine Seele und meinen Körper. Dafür will ich bewahren was du mir gibst: dein Leben, dein Glück, dein Wohlergehen. All dies will ich bewahren und über meines stellen. Du bist mein Gefährte, mit mir verbunden bis in alle Ewigkeit und stehst für immer unter meinem Schutz."
Sanft drängte er danach Ray von ihm abzulassen und bemächtigte sich des Halses seines Liebsten. Er fuhr mit der Zunge über die Stelle, an der Rays Puls zu spüren war.
„Ich gebe dir was du brauchst, Kai. Nimm es dir", flüsterte Ray keuchend. Kraftvoll drang Kai noch mal in ihn ein und trank an Rays weichem Hals. Diese unbekannten Gefühle, welche Ray zum ersten Mal voll miterlebte, entlockten ihm einen Aufschrei. Lustvoll drängte er sich Kai entgegen. Dies brachte Kai dazu, die Kontrolle endgültig zu verlieren. Er ließ seinen Gefühlen und seiner Lust freien Lauf, brachte sie beide an den Rand des Wahnsinns. Mit einem Aufschrei kamen beide zu ihrem Höhepunkt und blieben erschöpft liegen.
Eine ganze Weile benötigten beide um sich zu erholen und wieder zu Atem zu kommen. Langsam aber sicher wurde es ein wenig kühl, also, zog Kai sich vorsichtig aus Ray zurück, hob ihn hoch und stieg mit ihm in seinen Armen wieder in den Teich. Aneinander gekuschelt saßen sie im warmen Wasser des kleinen Sees.
„Du Kai, was genau hab ich jetzt gemacht", erklang Rays immer noch leicht rauchige Stimme.
„Du hast mir gerade dein Leben anvertraut", flüsterte Kai an Rays Ohr. Kleine Schauer rieselten diesem den Rücken runter.
„Aber, keine Angst, ich werde dich mit meinem Leben beschützen." Noch eine Minute lag Ray an Kais Brust gekuschelt, dann begann er im See ein wenig zu schwimmen.
„Kai, ich hätte da mal eine Frage. Wenn ich die Gruppe nicht verfolgt hätte und verletzt worden wäre, wäre ich dann jetzt immer noch sterblich?"
Kai stieg aus dem Wasser und Ray hielt die Luft an. Ihm stockte jedes Mal der Atem, wenn er Kais prächtigen und so männlichen Körper vor sich hatte. Dann drehte sich Kai um und sprang mit einem perfekten Sprung wieder zu Ray ins Wasser. Diesem klopfte das Herz bis zum Halse.
„Ja, Ray, dann wärst du immer noch ein Sterblicher", antwortete er sanft.
„Und wie wäre es möglich gewesen ein Gefährte zu sein, wenn ich ein Mensch geblieben wäre?"
„Ich hätte mich dazu entschieden mit dir zu altern. Dein letzter Atemzug wäre auch meiner gewesen."
Ray war sprachlos und er war mehr als gerührt. Einen solchen Liebesbeweis hätte er nie erwartet.
„Das hättest du für mich getan", fragte er und hatte Tränen in de Augen.
„Du bist mein Leben, Ray."
Sie kuschelten noch eine Weile bis sie dann entschieden wieder nach Hause zu gehen, schließlich war es schon nach Mitternacht. Im Haus angekommen, waren sie allein und Kai setzte seine Liebsten im Wohnzimmer ab.
„Kai ich brauche Klamotten", erklärte Ray plötzlich. Perplex sah Kai ihn an, aber er hatte sich bald gefangen. Es war nicht der Zeitpunkt um Ray zu erklären, dass ein Karpatianer keine Kleidung der Sterblichen benötigte. [1]
Vielleicht machten seine vertrauten Anziehsachen ihm den Übergang leichter.
„Ich werde Mrs. Hategan anrufen und sie bitten deine Koffer hierher zu schicken. Ich bin sicher es macht ihr nichts aus", erklärte Kai.
„Wenn du meinst. Und was machen wir jetzt?"
„Du mein Kleiner bist noch nicht fit. Sechs Tage und Nächte Schlaf waren noch nicht ausreichend. Also ruh dich aus. Ich muss noch mal kurz weg. Hab noch was wichtiges zu erledigen."
„Sechs Tage", rief Ray. Das hatte er gar nicht mitbekommen.
„Ich bin fit genug und werde dich begleiten", erklärte er bestimmt.
„Nein Ray, es ist zu gefährlich."
„Kai. Ich wäre fast gestorben. Ich konnte dich nicht erreichen und du konntest mir nicht helfen. Ich habe Angst allein zu bleiben."
„Ray. Es tut mir leid. Es war meine Schuld. Yury hatte mich in Tiefschlaf versetzt. Deswegen konntest du mich nicht erreichen. Er wusste nichts von dir und niemand erwacht aus Yurys Tiefschlaf, wenn er es nicht will."
„Es war nicht deine Schuld Kai. Es war meine eigene Entscheidung der Gruppe zu folgen."
„Ja. Aber, ich bitte dich trotzdem hier zu bleiben. Du kannst mich ja jetzt jederzeit erreichen. Ich werde nicht schlafen", erklärte Kai. „Weißt du als ich aufwachte und hilflos in der Erde deine Hilfeschreie hörte, dachte ich, ich werde Wahnsinnig. Ich spürte jeden einzelnen Messerstich. Der Sturm entstand aus meiner Wut und gab mir die Möglichkeit dir zu helfen. Bitte Ray, ich brauche noch etwas Zeit dieses Erlebnis zu verarbeiten und es würde mir helfen, wenn ich dich in Sicherheit weiß."
Bittend sah der gefürchtete Anführer der Karpatianer den kleinen Chinesen an.
„In Ordnung Kai. Ich schätze wir werden beide lernen müssen Kompromisse zu schließen", erklärte Ray.
„Aber jetzt was anderes, was soll ich heute anziehen", fragte er verführerisch. Schließlich war er ja immer noch nackt.
„Am liebsten wäre mir, wenn du nackt im Bett auf mich warten würdest", antwortete Kai nicht minder verführerisch und ging auf Ray zu. Dieser wurde auch gleich sanft gepackt und in Kais Arme gezogen. Ein leidenschaftlicher Kuss entwickelte sich zwischen ihnen, während Kai Ray hoch hob und mit dem Rücken zur Wand anlehnte. Ray schloss seine Beine um Kais Taille und presste sich schon wieder, in höchstem Maße erregt, an Kai. Ein Glück, dass Kai seine Kleider nicht angezogen hatte. So brauchten sie keine wertvolle Zeit damit verschwenden diese auszuziehen.
„Kai, bist du dir sicher, dass wir wissen wie es in einem Bett geht", fragte Ray keuchend. Auffordernd presste und rieb er sich an Kai.
„Ich glaub wir schaffen das schon", keuchte Kai und fuhr fort seinen Liebsten zu stimulieren. Er würde nie genug von ihm bekommen.
„Wolltest du nicht weg", keuchte Ray seine nächste, aber auch für eine ganze Weile letzte, Frage.
„Das kann warten, habe jetzt wichtigeres zu tun", stöhnte Kai und drang in Ray ein.
