„Du bist betrunken." Severus klappte sein Buch zu und seufzte theatralisch.

Hermine taumelte bei der Haustür herein, nachdem sie etwa 20 Minuten gebraucht hatte um diese überhaupt zu öffnen. Hinter Hermine stand Ginny, deren glasige Augen und schiefes Grinsen sie verriet.

„Bis zum nächsten mal Hermine! Severus!" Sie nickte ihm zu und verschwand.

Die Tür fiel ins Schloss und Hermine drehte sich um.

„Ginny?"

„Hermine."

„Severus?"

Severus rollte entnervt die Augen. Er stand seufzend auf und bugsierte sie in die Küche. Hermine klammerte sich an ihn und ließ sich kichernd mitschleifen. Severus versteckte sein Grinsen vor ihr und sagte nichts. Als sie in der Küche waren setzte er sie sanft auf einen Stuhl und schob diesen zum Tisch. „Hast du Hunger?"

„Ich?"

„Wer so- Ja, du." Severus bemühte sich ruhig zu bleiben. Es war im unbegreiflich wie ein so brillianter Verstand wie Hermines sich zu so einem Blödsinn hinreißen ließ.

„Nein nein, wir haben schon gegessen."

Severus kramte in einigen Schubladen und holte zwei Tränke hervor. Hermine würde sie morgen brauchen, dessen war er sich sicher.

„Hier trink das."

Hermine nahm die Phiole aus Severus Hand, stürzte sie auf einmal hinunter und knallte sie auf den Tisch. „Noch einen!"

Severus zog beide Brauen überrascht hoch. Nach all der Zeit dachte er, er kannte Hermine. Aber die Hexe überraschte ihn immer wieder aufs neue.

„Komm, wir gehen jetzt schlafen."

„NEIN!"

Hermine wehrte sich mit allen Mitteln, wurde schließlich über Severus Schulter geworfen und zum Schlafzimmer getragen. Nach mehreren Fluchtversuchen lagen schließlich beide im Bett. Severus spürte selbst die Müdigkeit und freute sich auf den ersehnten Schlaf, doch Hermine dachte gar nicht daran und redete unentwegt.

„Glaubst du war schon einmal ein Zauberer auf dem Mond?"

„Ich weiß es nicht."

„Warum fliegen manche Besen schneller als andere, und andere wiederum überhaupt nicht."

„Keine Ahnung, ist mir auch eg-"

„Ist der Dalai Lama magisch?"

„HERMINE!"

„Ja?"

„Schlaf bitte."

„Ich bin aber nicht müde!"

„Jedesmal dasselbe, Nein Severus, ich komme nicht zu spät Severus, ich werde dich dann nicht stören Severus, ich trinke nur ein Glas Severus- und ich falle jedesmal drauf-"

Severus wurde von Hermines schnarchen unterbrochen. Er blickte vorsichtig zu ihr rüber. Hermine schlief tief und fest. Severus seufzte und verdrehte die Augen. Früher oder später würde sie sein Untergang sein. Mit einem letzten Gedanken an den Dalai Lama schlief Severus schließlich ein.