„Nenn mir einen plausiblen Grund warum der Troll uns einen Brief schreibt?"
„Erstens hat er MIR einen Brief geschrieben, nicht uns und zweitens ist er mein Freund und er macht gerade-"
„-Einiges durch. Ja ich weiß, der arme macht ja so viel durch."
„Lavender und er haben Schluss gemacht-"
„schon wieder! Dieses grässliche Gespann trennt sich jede zweite Woche!"
„Trotzdem geht es ihm schlecht."
„Ach komm schon, es geht ihm IMMER schlecht. Er weiß genau, dass du sofort an seine Seite eilst und ihn aufbaust. Und wenn er dir dann genug vor geweint hat versucht er dich zu überreden mit ihm durchzubrennen!"
„Das war einmal!"
„Auf unsrer Hochzeit!"
„Er war betrunken!"
„Er ist ein Idiot."
Hermine schüttelte den Kopf. Sie verstand Severus aber dennoch, Ron war ihr ältester Freund. Sie konnte ihn nicht einfach im Stich lassen.
„Du bist nur eifersüchtig."
„Ich und eifersüchtig. Genau. Dann bitte, brenn mit ihm durch!"
Severus verschränkte trotzig die Arme.
„Ja vielleicht mach ich das."
„Ja bitte, tu dir keinen Zwang an. Nimm den Besen den du Katze nennst mit."
„Gut mach ich, Ron mag Katzen sehr gerne." Lüge. Ron hasste Krummbein. Aber das musste Severus nicht wissen.
„OH wie perfekt. Dann werdet ihr eine große glückliche Familie. Du, der Trottel und der Besen."
Hermine verdrehte die Augen. Es war zwecklos, Severus war in seinem Trotz bereits gefangen. Egal was sie sagte, solange sie nicht nachgab und Ron links liegen ließ war Severus unversöhnlich. Insgeheim ärgerte sie sich genauso über Ron wie Severus. Jedesmal verursachte er einen Streit und endlose Diskussionen. Und seine Aktion bei ihrer Hochzeit vor zwei Jahren war auch nicht die feine Art. Severus wurde damals von Remus und Arthus zurückgehalten als er auf den betrunkenen lallenden Rothaarigen losgehen wollte, der überschwänglich seine Liebe für die Braut bekunden hatte und „sich sicher war , er war der Richtige für sie.".
Als Hermine sich fertig machte sah sie sich noch einmal im Haus um. Severus war nirgends zu finden. Wahrscheinlich hatte er sich beleidigt in den Keller verzogen.
„Severus! Ich gehe, bin in einer Stunde wieder hier!" Hermine schrie durchs Haus.
„Ich bin nicht taub, Frau."
Hermine erschrak. Severus stand neben der Haustür, angezogen und bereit.
„Ich komme mit."
„Danke Severus."
Hermine stellte sich auf Zehenspitzen und küsste ihn auf die Wange.
„Wenn er dich angreift, bring ich ihn um."
„SEVERUS!"
