Gefallener Krieger",Charlie las und jeder stöhnte.

Dumbledore runzelte die Stirn und dachte an seinen alten Freund. Wenn irgendjemand ein Krieger genannt werden könnte, dann er.

Hagrid?"

Harry rappelte sich mühsam aus dem Durcheinander von Metallteilchen und Lederfetzen hoch, die um ihn herumlagen; als er aufstehen wollte, sanken seine Hände zentimetertief in schlammiges Wasser. Er hatte keine Ahnung, wo Voldemort war, und rechnete damit, dass er jeden Moment aus der Dunkelheit hervorbrechen würde.

„Keine Sorge Harry, du bist nun sicher.", versicherte Sirius ihm nochmals.

„Ähm…Ich versuche mir, dass zu merken", sagte Harry und versuchte seinen Patenonkel anzulächeln, aber schaffte es nicht ganz… Er möchte den Klang von diesem Kapitel überhaupt nicht. Wenn jemand seinetwegen sterben würde…

Etwas Heißes und Nasses tropfte von seinem Kinn und von seiner Stirn. Er kroch aus dem Teich und stolperte auf den großen dunklen Haufen auf dem Boden zu, der Hagrid war.

Hagrid? Sag etwas –"

Aber der dunkle Haufen bewegte sich nicht.

Harry fing an, schwer zu atmen, als er dachte; nicht Hagrid!

Wer ist da? Ist es Potter? Bist du Harry Potter?"

Harry erkannte die Stimme des Mannes nicht. Dann rief eine Frau: „Sie sind abgestürzt, Ted! In den Garten gestürzt!"

„Nun, zumindest hast du es bis zu meinem Zuhause geschafft.", sagte Tonks.

Harry schwirrte der Kopf.

Hagrid", wiederholte er benommen und dann gaben seine Knie nach.

Als er wieder zu sich kam, lag er auf etwas, das sich wie Kissen anfühlte, und spürte ein Brennen in den Rippen und am rechten Arm. Seinen fehlenden Zahn hatte jemand nachwachsen lassen. Die Narbe an seiner Stirn pochte immer noch.

Harry dachte über seine Narbe nach und wie es möglich warum es möglich war, dass die Narbe ihn in zwei Jahren immer noch so belästigen würde, aber er war zu besorgt, um den Gedankengang zu vertiefen.

Hagrid?"

Er schlug die Augen auf und sah, dass er auf einem Sofa in einem fremden Wohnzimmer lag, in dem eine Lampe brannte. Sein Rucksack lag ein wenig entfernt auf dem Fußboden, nass und voller Schlamm. Ein Mann mit hellen Haaren und dickem Bauch sah Harry besorgt an.

„Hm… Ich wundere mich, ob Das sich in der Zukunft noch mehr gehen lässt.", murmelte Tonks.

Hagrid geht es gut, mein Sohn",

Alle Atmeten erleichtert auf.

sagte der Mann, „meine Frau kümmert sich gerade um ihn. Wie geht es dir? Sonst noch etwas gebrochen? Ich habe deine Rippen, deinen Zahn und deinen Arm wieder in Ordnung gebracht. Ich bin übrigens Ted, Ted Tonks – Doras Vater."

„Ah, also du bist Dora", sagte Fred.

„Nein, Ich bin Tonks", sagte sie und funkelte Fred an.

„Nun, dein Vater hat sich gerade Dora genannt…", sagte George.

„Nun, er kann mich ja schlecht Tonks nennen, oder?", sagte Tonks eingeschnappt.

„Ich versteh nicht wo dein Problem ist", sagte Fred.

„Dora ist ein…schöner Name", sagte George pausierend um nachzudenken, bevor ein schön mit einem kichern sagte.

Tonks verengte ihre Augen und zischte: „Wenn mich irgendjemand Dora nennt, nehme ich keine Verantwortung für das was dann passiert."

„Hm… Zu Schade, Ich mag Dora", seufzte Remus und Tonks Kopf wirbelte zu ihm herum. Remus lächelte sie an und zwinkerte mit dem Auge, während sie die Stirn runzelte.

„Du spielst mit mir, oder?", sagte Tonks.

„Nein, tu ich nicht" Remus Augen würde mehr herzlich und Tonks merkte wie ihr Gesicht sich aufheizte.

„Also ok, du kannst mich Dora nennen", sagte Tonks etwas schüchtern.

„Aw…ist das nicht süß…", sagten die Zwillinge zusammen, doch der Blick den Tonks ihnen gab war so tödlich, dass die beiden sofort zulachen aufhörten. Viele andere lachten über diese Intention, am meisten Sirius, aber hörten ebenfalls alle auf, als sie Tonks Blick sahen.

Harry setzte sich zu rasch auf: Lichter blitzten vor seinen Augen, ihm wurde schlecht und schwindelig.

Voldemort –"

Schon gut", sagte Ted Tonks, legte die Hand auf Harrys Schulter und drückte ihn zurück in die Kissen. „Das war ein schlimmer Absturz, den du da eben hattest. Was ist eigentlich passiert? Ist was mit dem Motorrad schiefgegangen? Arthur Weasley hat sich wohl mal wieder übernommen, der mit seinen komischen Muggelgeräten."

„Da war nichts falsch mit dem Motorrad.", schmollte Arthur und Molly starrte ihn an, während seine Kinder kicherten.

Nein", sagte Harry und seine Narbe pochte wie eine offene Wunde. „Todesser, jede Menge – sie haben uns gejagt –"

Todesser?", erwiderte Ted scharf. „Was soll das heißen, Todesser? Ich dachte, sie wüssten nicht, dass man dich heute Abend wegbringt, ich dachte –"

Sie wussten es", sagte Harry.

Ted Tonks blickte zur Decke, als könnte er durch sie hindurch auf den Himmel sehen.

„Cool, das ist ja wie der Himmel in der großen Halle", sagte Sirius.

Tonks sah ihn ungläubig an „Du warst da, Sirius, du weißt das es nicht so ist."

„Dann…", fing Sirius an.

„Er sah nicht durch ihn hindurch", schnaubte Tons und gab Charlie einen Wink weiter zu lesen.

Nun, dann wissen wir, dass unsere Schutzzauber halten, nicht wahr? Sie dürften nicht in der Lage sein, näher als hundert Meter an das Haus heranzukommen, egal aus welcher Richtung."

Jetzt begriff Harry, warum Voldemort verschwunden war; er war genau an der Stelle gewesen, wo das Motorrad die von den Zaubern des Ordens errichtete Barriere durchquert hatte. Er hoffte nur, dass sie auch weiterhin standhielten: Er stellte sich vor, wie Voldemort, während sie hier redeten, hundert Meter über ihnen nach einer Möglichkeit suchte, in das einzudringen, was sich Harry wie eine große, durchsichtige Blase vorstellte.

„Interessante Theorie", sagte Dumbledore und blickte amüsiert.

Er schwang die Beine vom Sofa; er musste Hagrid mit eigenen Augen sehen, um sicherzugehen, dass er lebte. Doch kaum war er aufgestanden, ging die Tür auf, und Hagrid quetschte sich hindurch, das Gesicht voller Schlamm und Blut, leicht humpelnd zwar, aber wunderbarerweise am Leben.

Harry lächelte, er war wirklich ok, aber das machte ihn nur ängstlicher, was mit den anderen passiert sein könnte.

Harry!"

Er durchmaß die Strecke zwischen ihnen mit zwei Schritten, warf unterwegs zwei zierliche Tischchen und eine Schusterpalme um und drückte Harry so fest an sich, dass dessen frisch reparierte Rippen fast wieder zu Bruch gingen.

Mensch, Harry, wie bist'n da rausgekommen? Dacht schon, jetzt wär's aus mit uns beiden."

„Ja nun, du solltest wissen, das Harry mehr leben hat, als eine Katze.", kicherte Fred.

„Ich glaub, das hängt davon ab, was du als lebensgefährliches Ereignis bezeichnest.", sagte George nachdenklich zu seinem Zwilling. „Zählt du die Zeit dazu, als er von seinem Besen gefallen ist oder nur die bedeutenden Sachen…"

„Würdet ihr beide bitte damit aufhören!", sagte Ginny, sie mochte das alles überhaupt nicht, sie war besorgt über ihre Mutter, die sehr blass aussah.

Jaah, ich auch. Unglaublich –"

Harry hielt inne; er hatte gerade die Frau bemerkt, die hinter Hagrid das Zimmer betreten hatte.

Sie!", rief er

„Schrei meine Mutter nicht an", schmollte Tonks.

„Jaah, Andy hat dir gar nichts getan", fügte Sirius hinzu.

„Ähm…sorry.", sagte Harry.

und fuhr mit der Hand in seine Tasche, die jedoch leer war.

Dein Zauberstab ist hier, mein Sohn", sagte Ted und klopfte damit gegen Harrys Arm. „ Er ist direkt neben dir gelandet, ich hab ihn aufgehoben. Und das ist meine Frau, die du da anschreist."

Oh – Ver-Verzeihung."

Während Mrs. Tonks durch das Zimmer kam, wurde ihre Ähnlichkeit mit ihrer Schwester Bellatrix deutlich Schwächer:

„Sie sieht überhaupt nicht so aus wie diese Schlampe!", stöhnte Sirius.

„Sorry", wiederholte Harry, nicht sicher, was er sonst tun könnte.

„Das ist nicht ganz wahr… meine Mum hat mir mal ein Foto von allen Drein gezeigt und sie haben alle sehr ähnlich ausgesehen.", sagte Draco überraschenderweise.

„Ich denke nicht, dass deine Mutter Fotos von mir haben sollte", sagte Tonks. „Ich zeig sie dir mal."

Draco zuckte nur mit den Schultern.

Ihr Haar war von einem hellen, wichen Braun, und ihre Augen waren viel offener und freundlicher. Dennoch wirkte sie nach Harrys Aufschrei etwas pikiert.

„Ich bin mir sicher, dass Mum wusste, was du gedacht hast… und sie mag es überhaupt nicht, daran erinnert zu werden.", kicherte Tonks. „Aber keine Sorge, Harry, Sie ist wirklich nett."

„Solange du nicht ihre Zuckerfederkiele nimmst.", sagte Charlie und Tonks schnaubte und die beiden fingen an zu lachen.

„Ähm… Hab ich was verpasst?", sagte Sirius und sah so aus, als wollte er wirklich wissen über was sie sprachen.

„Sorry, aber du hättest da sein müssen", lachte Tonks.

„Ich hoffe nur, dass ihr nichts getan habt, worüber ich mich schämen müsste.", sagte Molly scharf und Charlie versuchte sein unschuldigstes Gesicht aufgesetzt, allerdings wirkte es durch sein ewiges Grinsen weniger effektiv.

Was ist mit unserer Tochter geschehen?", fragte sie. „Hagrid sagte, ihr seid überfallen worden; wo ist Nymphadora?"

Ich weiß es nicht", erwiderte Harry. „Wir wissen nicht, was mit den übrigen passiert ist."

Sie und Ted tauschten Blicke. Als Harry ihre Gesichter sah, packten ihn Angst und schlechtes Gewissen zugleich; wenn irgendwer von den anderen umgekommen war, dann war es seine schuld, ganz alleine seine Schuld.

„Es ist nicht deine schuld!", zischte Hermine als Ron ihm hinten auf den Kopf schlug.

„Au", sagte Harry und rubbelte seinen Kopf, antwortete dennoch weiterhin stur: „keiner würde in Gefahr sein wegen mir!"

Ron und Hermine waren die einzigen die stöhnten, doch die anderen entschieden nicht zu antworten… Harry war eh zu stur um ihnen zu zuhören.

Er hatte dem Plan zugestimmt, ihnen seine Haare gegeben…

„Wenn das alles ist was du hast, dann bist blöd!", sagte Fred.

„Jaah, es ist ja nicht so, als ob wir dein Haar nicht einfach geschnappt hätten, egal ob du es wolltest oder nicht.", fügte George hinzu.

Der Portschlüssel", sagte er, sich plötzlich erinnernd. „Wir müssen zum Fuchsbau und dort nachfragen – dann könne wir Ihnen eine Nachricht schicken, oder – Tonks wird, sobald sie –"

Dora geht es sicher gut, Dromeda", sagte Ted. „Sie weiß, was sie tut, sie war oft mit den Auroren in brenzligen Situationen. Der Portschlüssel ist dort drüben", fügte er an Harry gewandt hinzu. „Er soll in drei Minuten abgehen, wenn ihr ihn nehmen wollt."

Ja, allerdings", sagte Harry. Er griff nach seinem Rucksack und schwang ihn über die Schultern. „Ich –"

Er sah Mr. Tonks an und wollte sich entschuldigen, weil er sie in großer Angst zurückließ, für die er sich auch noch so schrecklich verantwortlich fühlte, aber es fielen ihm keine Worte ein, die ihm nicht hohl und unaufrichtig schienen.

„Ich denke nicht, dass du ihr im Moment irgendwas sagen könntest", sagte Molly und biss sich auf die Lippe; was sie alles in diesem Kapitel hören würde. Vier von ihren Kindern…Arthur…was mag mit ihnen nur passiert sein. Dann war da Hermine, die sie schon fast als Tochter ansah…Und Tonks und Remus…Kingsley… Sie könnte es nicht ertragen nichts zu erfahren, aber sie hatte Angst davor, was sie erfahren würde.

Ich richte Tonks – Dora – aus, dass sie eine Nachricht schicken soll, wenn sie… Danke, dass Sie uns zusammengeflickt haben, danke für alles. Ich –"

Er war froh, als er das Zimmer verließ und Ted Tonks durch einen kurzen Flur in ein Schlafzimmer folgte. Hagrid kam hinterher, tief gebückt, um sich den Kopf nicht am Türsturz anzuschlagen.

Hier ist er, mein Sohn. Das ist der Portschlüssel."

Mr. Tonks wies auf eine kleine Haarbürste mit silbernem Rücken, die auf der Frisierkommode lag.

Danke", sagte Harry und streckte die Hand aus, um einen Finger auf die Bürste legen, bereit zum Aufbruch.

Moment noch", sagte Hagrid und sah sich um. „Harry, wo ist Hedwig?"

Harry zog eine Miene und Hermine legte eine Hand auf seine, sie wusste wie sehr er seine Eule gemocht hatte.

Sie…sie wurde getroffen", sagte Harry.

Die Wahrheit brach über ihn herein. Er schämte sich, als Tränen ihm in den Augen brannten.

Draco schnaubte und mehrere Leute starrten ihn an, doch Harry sah nicht hoch.

Die Eule war seine Gefährtin gewesen, die einzige wunderbare Verbindung zur magischen Welt, immer wenn er gezwungen war, zu den Dursleys zurückzukehren.

Hagrid streckte seine große Hand aus und tätschelte ihm scherzhaft die Schulter.

Is' ja gut", sagte er mit rauer Stimme. „Is' ja gut. Sie hat'n tolles langes Leben gehabt –"

Hagrid!", sagte Ted Tonks mahnend, als die Bürste hellblau aufglühte, und Hagrid legte gerade noch rechtzeitig den Zeigefinger darauf.

Am Nabel fortgerissen, als ob ein unsichtbarer Angelhaken ihn vorwärtsgezerrt hätte, wurde Harry ins Nichts hinausgezogen, und während sein Finger am Portschlüssel haften blieb, wirbelte er zügellos um sich selbst und wurde zusammen mit Hagrid von Mr. Tonks weggeschleudert: Sekunden später schlug Harry mit den Füßen voran auf harten Boden auf und landete auf Händen und Knien im Hof des Fuchsbaus. Schreie waren zu hören.

„Oh nein… was ist es?", keuchte Molly.

„Das bist wahrscheinlich nur du, Liebes", sagte Arthur beruhigend und sie entspannte sich… ein wenig.

Harry warf die Bürste, die nun nicht mehr glühte, beiseite, erhob sich leicht taumelnd und sah Mrs Weasley und Ginny die Stufen vor der Hintertür hinunterrennen, während Hagrid, der bei der Landung auch zu Boden gegangen war, mühsam auf die Beine kam.

Harry? Du bist der echte Harry? Was ist passiert? Wo sind die anderen?", rief Mrs Weasley.

Was soll das heißen? Sind denn nicht all wieder zurückgekommen?", keuchte Harry.

Nahezu jeder stöhne und die Spannung ihm Raum stieg an.

Die Antwort war deutlich in Mrs Weasleys blassem Gesicht zu lesen.

Die Todesser haben uns aufgelauert", erklärte ihr Harry. „Wir waren umringt, kaum dass wir gestartet waren – sie wussten, dass es heute Abend sein würde – ich weiß nicht, was mit den anderen passiert. Vier von denen haben uns verfolgt, uns blieb nur die Flucht, und dann hat uns Voldemort eingeholt –"

Er konnte den rechtfertigenden Ton in seiner eigenen Stimme hören, seine durchdringende Bitte, sie möge doch verstehen, wieso er nicht wusste, was mit ihren Söhnen geschehen war, aber –

„Oh Harry, ich weiß das", sagte Molly und versuchte beruhigend zu klingen, aber sie war zu besorgt darüber, was passieren würde.

Dem Himmel sei Dank, dass es dir gut geht", sagte sie und zog ihn in eine Umarmung, die er nicht verdient zu haben glaubte.

„Du musst überhaupt nichts tun um dir eine Umarmung von mir zu verdienen, Ich sorge mich fast so sehr um dich wie um meine anderen Kinder", sagte Molly.

Harry sah sie an, wusste nicht genau was er sagen sollte, aber er hoffte, dass das dankende Lächeln ihr sagen würde, wie fiel es ihm bedeutete.

Du hast nich zufällig 'n Schnaps, Molly?", fragte Hagrid

Charlie schnaubte. „Typisch Hagrid."

Die Weasley Jungen und Sirius lachten ebenfalls.

[style type="bold"] ein wenig zittrig. „für medizinische Zwecke?" [/style]

„Jaah… Das wird auch jeder glauben", sagte Fred sarkastisch.

Sie hätte den Schnaps herbeizaubern können, aber als sie zu dem krummen Haus zurückeilte, wusste Harry, dass sie ihr Gesicht verbergen wollte. Er wandte sich Ginny zu, die seine stumme Bitte um Auskunft sofort erfüllte.

Ron und Tonks hätten als Erste wieder da sein sollen,

Hermine keuchte auf und griff reflexartig Rons Hand. Sie errötete, als sie sah, was sie getan hatte… Sie hielt Rons Hand! Dennoch schaffte sie es nicht loszulassen wie sie es normalerweise getan hätte, sie war immer so schüchtern mit Ron den Kontakt zu suchen, er könnte ja herausfinden was sie für ihn empfinden würde. Jedoch, Im Moment, müsste sie seine Hand halten…Freude konnten sich an der Hand halten, wenn sie denken, dass der Freund in Lebensgefahr steckt… oder?

Ron starrte runter auf ihre Hände und sein Herz fing an schneller zu pochen. Sie ist nur besorgt über dich… das meint überhaupt nichts, sagte er sich selbst, aber das hielt seine Ohren nicht davon ab rot zu werden.

Harry versteifte sich augenblicklich, als Rons Name fiel und er fühlte sein Herz in seiner Brust hämmern. So sehr es ihn umbringen würde, wenn eine der Leute verletzt oder getötet werden würde, es würde hundert Mal schlimmer sein, wenn es Ron oder Hermine wären. Ginny stand auf und setzte sich neben Harry und sie nahm seine Hand in ihre eigene. Sie konnte sehen, wie sehr es ihn verletzte dies zuhören, obwohl sie ebenfalls besorgt um ihren Bruder war, über alle Bruder und es half ihr wenn Harry nah war.

Mollys Lippen zitterten und sie lehnte sich gegen Arthur. Remus zog eine Grimasse zum Buch, er fühlte sich mehr besorgt, als er eigentlich sollte… dann fiel ihm wieder ein, dass er das Mädchen in der Zukunft heiraten würde und so hatte er jedes Recht dazu so besorgt zu sein.

aber sie haben ihren Portschlüssel verpasst, er kam ohne sie zurück", sagte sie und deutete auf eine verrostete Ölkanne, die in der Nähe am Boden lag. „Und der da", sie wies auf einen alten Turnschuh, „der war eigentlich für Dad und Fred,

„Nein", stöhnte Molly, nicht noch mehr von ihrer Familie um die sie sich Sorgen machen musste.

George gab Fred nun einen besorgten Blick.

sie sollten die zweiten sein. Du und Hagrid, ihr wart die Dritten, und", sie sah auf die Uhr, „wenn sie es geschafft haben, sollten George und Lupin etwa in einer Minute zurück sein."

Mrs. Weasley tauchte mit einer Flasche Schnaps in der Hand wieder auf, die sie Hagrid reichte. Er entkorkte die Flasche und trank sie in einem Zug leer.

Mum!", rief Ginny

„Es gibt keinen Grund Hagrid zu verpetzen", hänselte Fred. „Ich bin mir sicher, dass Mum es ebenfalls gesehen hat."

„Als würde ich mich darum scheren", sagte Ginny, sie konnte sehen, dass ihr Bruder versuchte die Stimmung etwas zu lockern und sie versuchte ihm zu folgen.

und deutet auf etwas, das ein paar Meter entfernt war.

Ein blaues Licht war in der Dunkelheit sichtbar geworden: Es würde größer und heller, und Lupin und George tauchten auf, drehten sich um sich selbst und stürzten dann zu Boden.

„Gut", seufzte Molly beruhigend, einer ihrer Söhne war in Sicherheit.

Harry war sofort klar, dass etwas nicht stimmte:

Jeder spannte sich noch mehr an.

Lupin stürzte den bewusstlosen George, dessen Gesicht voller Blut war.

Charlies Stimme brach ab, als er das las.

„Nein, Georgie!", stöhnte Molly und sie fühlte wie Arthur sie enger an sich zog.

Nun war es Fred der George einen besorgten Blick zuwarf.

Harry rannte hin und packte George an den Beinen. Er und Lupin trugen ihn gemeinsam ins Haus und durch die Küche ins Wohnzimmer, wo sie ihn aufs Sofa legten. Als das Licht der Lampe auf Georges Kopf fiel, stockte Ginny der Atem, und Harry drehte sich der Magen um:

Charlies Gesicht nahm ein krankes Grün an, als er die nächste Zeile las.

George fehlte ein Ohr.

Mehrere Leute stöhnten und jeder zuckte.

Molly stand auf und schloss George in ihre Arme, als Fred seinen Bruder ansah, weiß im Gesicht.

„Du hast ein Ohr verloren", murmelte Fred ungläubig.

„Sieht so aus", sagte George, seine Stimme klang gedämpft, da seine Mutter ihn so sehr umarmte, dass es schwer für ihn war zu atmen. „Es sieht so aus, als könnten wir unseren Lieblingswitz in Zukunft vergessen…"

Freds Lippen zuckten nach oben, trotzdem brachte er es nicht fertig, irgendwas zu sagen.

Eine Seite seines Kopfes und der Hals trieften von feuchtem, erschreckend scharlachrotem Blut.

Mrs Weasley hatte sich kaum über ihren Sohn gebeugt, als Lupin Harry am Oberarm packte und ihn nicht allzu sanft zurück in die Küche schleifte,

„Was ist dein Problem Remus!", blaffte Sirius seinen Freund an.

„Ähm…", war alles was Remus sagen konnte.

„Ich denke, er will nur sicher gehen, dass es der echte Harry ist", sagte Dumbledore vernünftigerweise.

wo Hagrid immer noch versuchte, seinen massigen Körper durch die Hintertür zu manövrieren.

Hey", sagte Hagrid entrüstet. „Lass ihn los! Lass Harry los!"

Lupin beachtete ihn nicht.

Was für eine Kreatur saß damals in der Ecke, als Harry Potter mich zum ersten Mal in meinem Büro in Hogwarts aufsuchte?", sagte er und schüttelte Harry leicht. „Antworte mir!"

„Musst du denn so grob mit ihm umgehen?", murmelte Molly, sie fühlte sich immer noch taub wegen George, weshalb sie nicht schreien konnte, dennoch wollte sie Harry verteidigen.

„Sorry", sagte Remus. „Ich hab Probleme damit mich unter Kontrolle zuhalten wenn ich besorgt bin, oder wütend…"

Ein – ein Grindeloh in einem Aquarium, oder?"

Lupin ließ Harry los und fiel rückwärts gegen einen Küchenschrank.

Was sollt'n das?", brüllte Hagrid.

Tut mir leid, Harry, aber ich musste es überprüfen", sagte Lupin kurz angebunden. „Man hat uns verraten. Voldemort wusste, dass du heute Abend weggebracht werden würdest, und die Einzigen, die es ihm hätten sagen können, waren direkt am Plan beteiligt. Du hättest ein Betrüger sein können."

Und warum überprüfst du dann nich mich?", schnaufte Hagrid, der sich nach wie vor damit abmühte, durch die Tür zu kommen.

Du bist ein Halbriese", sagte Lupin und blickte zu Hagrid auf. „Der Vielsaft-Trank ist nur für den menschlichen Gebrauch bestimmt."

„Dies ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum er für diese Mission ausgewählt wurde", murmelte Remus.

„Das, und das Hagrid keine Chance auslässt um Harry aus irgendwas heraus zu helfen. So wie hier", sagte Sirius.

„Ja, das auch", sagte Remus statthaft, lächelte fast, konnte es dennoch nicht ganz bewerkstelligen.

Niemand vom Orden hätte Voldemort erzählt, dass wir heute Abend losfliegen", sagte Harry: Es war eine schreckliche Vorstellung für ihn, er traute es einfach keinem von ihnen zu. „Voldemort hat mich erst zum Ende hin eingeholt, anfangs wusste er nicht, welcher ich war. Wenn er den Plan gekannt hätten, dann hätte er von Anfang an gewusst, dass ich der bei Hagrid bin."

„Exzellenter Punkt.", strahlte Dumbledore zu Harry.

Voldemort hat dich eingeholt?", sagte Lupin scharf. „Was ist passiert? Wie seid ihr entkommen?"

Harry erklärte kurz, dass die Todesser, die sie verfolgt hatten, ihn offenbar als den richtigen Harry erkannt hatten, dass sie dann die Jagd abgebrochen und vermutlich Voldemort gerufen hatten, der aufgetaucht war, kurz bevor Harry und Hagrid den sicheren Ort bei Tonks Eltern erreichten.

Sie haben dich erkannt? Aber wie? Was hast du getan?"

Ich…" Harry versuchte sich zu erinnern; der ganze Flug schien ihm verschwommen, panisch und konfus. „Ich habe Stan Shunpike gesehen… weißt du, den Typen, der Schaffner im Fahrenden Ritter war. Und ich wollte ihn eigentlich entwaffnen, statt – na ja, er weiß nicht, was er da tut, oder? Er muss unter einem Imperius stehen!" [/style]

Remus zog eine Grimasse, genauso wie viele andere.

„Mal ganz ehrlich, Potter", sagte Draco. „Das war eine Situation auf Leben und Tod… er hätte keine Sekunde gezögert dich umzubringen."

„Das heißt noch lange nicht, dass ich ihn umbringen muss", blaffte Harry zurück.

„wie du willst, aber das wird am Ende nur dazu führen, dass du getötet wirst.", zuckte Draco mit den Schultern.

„Das werden wir noch sehen", schnaubte Harry.

Lupin schaute entsetzt drein.

Harry, die Zeit des Entwaffnens ist vorbei! Diese Leute wollen dich fangen und töten! Verpass ihnen wenigstens einen Schockzauber, wenn du nicht bereit bist zu töten!"

Wir waren Hunderte Meter weit oben! Stan ist nicht er selbst, und wenn ich ihn geschockt hätte und er abgestürzt wäre, dann wäre er gestorben, genau so, als ob ich Avada Kedavra genommen hätte! Expelliarmus hat mich vor zwei Jahren vor Voldemort gerettet", fügte Harry trotzig hinzu. Lupin erinnerte ihn an den grinsenden Hufflepuff Zacharias Smith, der Harry verhöhnt hatte, weil er Dumbledores Armee beibringen wollte, wie man den Entwaffnungszauber einsetzt.

„Dumbledores Armee?", sagten mehrere Leute und hoben ihre Augenbrauen.

„Was ist das?", fragte Molly, sie war über ihren Schock hinweg, obwohl sie immer noch George festhielt, der ängstlich war, im Moment so nah an seiner Mutter zu sein. Fred, Ron und Ginny versuchten nicht zulachen.

„Ähm…", sagte Harry und hoffte wirklich, dass er das nicht erklären musste.

„Ich denke, dass ist die Verteidigungsgruppe, die Harry in Angriff genommen hat.", sagte Dumbledore und seine Augen funkelten leicht.

„Ich hatte den Eindruck, dass es keine Verteidigungsgruppe gäbe.", sagte Molly und ihre Augen verengten sich zu Schlitzen.

„Sorry Mum, aber wir konnten nicht nur einfach rumsitzen und die Kröte mit allem davon kommen lassen, was sie in Hogwarts anstellt", sagte Ron und fühlte sich merkwürdigerweise sehr mutig im Moment, und er fragte sich ob das etwas mit der Tatsache zu tun hatte, dass Hermine noch immer seine Hand hielt, doch er achtete nicht weiter darauf.

„IHR…IHR HABT…ICH KANN ES NICHT GLAUBEN…", fing Molly an zu schreien und George zuckte zusammen.

„Das Ohr ist noch da, Mum", murrte George und rieb sein Ohr.

„Nun Molly, Ich weiß, dass du von dieser Idee nichts hältst, aber das ist…", sagte Arthur von der Couch aus, aber als seine Frau ihn anfunkelte, war er froh, gerade erst von der großen Schlange angegriffen worden zu sein, denn andererseits hätte sie ihn sofort verhext.

„Harry und die anderen müssen wissen wie sie sich verteidigen können", Sirius ließ sich von Mollys bösem Blick nicht beeinflussen.

„Da stimme ich vollkommen zu", sagte Dumbledore. „Und ich denke, wir wissen nun wie viel das geholfen hat… obwohl ich sagen muss, dass ich mich geehrt fühle, dass ihr eure Gruppe nach mir benannt habt."

„Oh", sagte Harry, der die ganze Zeit, während Molly geschrien hat auf den Boden gesehen hat, sah nun Dumbledore an. „Wir dachten es wäre ein guter Name, da es ja das ist wovor das Ministerium im Moment am meisten Angst hat."

Molly war immer noch wütend, aber nachdem was Dumbledore gesagt hat, hielt sie sich ein wenig zurück.

Ja, Harry", sagte Lupin, sich mühsam beherrschend, „und eine große Zahl von Todesser hat das mit angesehen! Verzeih mir, aber es war damals eine sehr ungewöhnliche Aktion, in unmittelbarer Todesgefahr. Sie heute Nacht vor Todessern zu wiederholen, die beim ersten Mal entweder selbst dabei waren oder davon gehört haben, kommt einem Selbstmord sehr nahe!"

Du meinst also, ich hätte Stan Shunpike töten sollen?", sagte Harry zornig.

Natürlich nicht", erwiderte Lupin, „aber die Todesser – offen gestanden, die meisten Leute! – hätten erwartet, dass du zurückschlägst! Expelliarmus ist ein nützlicher Zauber, Harry, aber Todesser halten ihn offenbar für eine Art Markenzeichen von dir, und ich bitte dich dringend, dass er das nicht wird!"

„Nein Harry, hör nicht auf ihn", sagte Fred.

„Ja, du solltest diesen Spruch ab jetzt immer benutzen.", sagte Fred.

„Hey…Ich wette du kannst den sogar benutzen um Schlangengesicht zu besiegen.", fügte Fred hinzu.

„Wie auch immer" Harry rollte mit den Augen, obwohl er sich sehr getröstet fühlte, dass die Zwillinge immer noch Witze machten, obwohl George ein Ohr verloren hatte.

„Eigentlich, denke ich, dass ich dass ich das selbe getan hätte.", sagte Hermine.

„Was?", fragten mehrere Leute.

„Wisst ihr, Wenn ich in der selben Situation gewesen wäre wie Harry, hätte ich wahrscheinlich auch den Entwaffnungszauber eingesetzt.", sagte Hermine.

„Da wäre ich mir wahrscheinlich nicht so sicher", sagte Harry.

„Ich würde nicht wollen, dass er getötet werden würde.", sagte Hermine hitzig.

„Ich weiß, aber dir wäre wahrscheinlich ein besserer Zauberspruch eingefallen", sagte Harry. „Ich bin mir sicher zu weißt ein Dutzend Zaubersprüche mehr als ich…"
„Vielleicht", sagte Hermine und rollte ihre Augen. „Aber ich denke, Expelliarmus ist einer der besten Zaubersprüche den du einsetzten konntest um dich zu vergewissern, dass er nicht sterben würde, dich aber auch nicht verletzten konnte."

„Ok, wir haben es verstanden", sagte Ron. „Du hattest ihn auch entwaffnet, können wir jetzt bitte weiterlesen…"

„Schön", sagte Hermine, obwohl sie sich wunderte, ob Ron Stan auch entwaffnet hätte oder nicht.

„Ich denke, Ich hätte es auch getan", beantwortete Ron die stumme Frage und lächelte, als Hermine ihn schüchtern ansah, und fragte sich was sie wohl dachte.

Lupin vermittelte Harry das Gefühl, ein Idiot zu sein, und doch regte sich noch ein Funken Trotz in ihm.

Sirius lachte und sagte: „Das Gefühl kenne ich."

„Sicher Harry, dass es nur ein Funken war, das ist doch nicht genug für dich.", hänselte Ron.

„Halt die Klappe.", murrte Harry.

Ich werde nicht einfach Leute aus dem Weg sprengen nur weil sie da sind", sagte Harry. „Das überlasse ich Voldemort."

Lupins Erwiderung ging unter: Hagrid, dem es endlich gelungen war, sich durch die Tür zu quetschen, stolperte zu einem Stuhl und setzte sich; er brach unter ihm zusammen. Hagrid fluchte und entschuldigte sich wild durcheinander, aber Harry beachtete ihn nicht und wandte sich wieder an Lupin.

Wird George wieder auf die Beine kommen?"

Lupins ganze Enttäuschung über Harry schien bei dieser Frage zu verfliegen.

Ich denke schon, allerdings gibt es keine Möglichkeit, sein Ohr zu ersetzten, nicht wenn es durch einen Fluch verloren hat –"

Molly wimmerte und ging zu ihrem Arm zurück um ihn erneut festzuhalten.

Von draußen war ein Schlurfen zu hören. Lupin war mit einem Satz an der Hintertür; Harry sprang über Hagrids Beine und stürmte hinaus auf den Hof.

Zwei Gestalten waren dort aufgetaucht, und als Harry auf sie zurannte, erkannte er Hermine,

„Gut", seufzte Ron Erleichert vor allen anderen und Hermine gab ihm ein schüchternes Lächeln.

Harry sah ebenfalls erleichtert aus, als er das hörte.

die gerade wieder ihre normale Gestalt annahm, und Kingsley; beide umklammerten einen krummen Kleiderbügel. Hermine fiel Harry um den Hals,

Ron zog eine Miene und mehrere Leute versuchten ihr Lachen zu unterdrücken.

aber Kingsley schien sich über den Anblick von keinem von ihnen zu freuen. Harry sah über Hermines Schulter, wie er den Zauberstab hob und damit auf Lupins Brust deutete.

Die letzten Worte, die Albus Dumbledore an uns beide richtete?"

Harry ist unsere größte Hoffnung, Vertraut ihm", sagte Lupin ruhig.

„Müssten sie wirklich so etwas sagen, Sir?", stöhnte Harry.

„Entschuldige Bitte, Harry.", Dumbledore lächelte verständnisvoll, doch der Satz war trotzdem wahr.

Kingsley drehte den Zauberstab nun zu Harry, aber Lupin sagte: „Er ist es, ich hab es überprüft!"
„Na gut, na gut!", sagte Kingsley und steckte seinen Zauberstab in den Umhang zurück. „Aber irgendjemand hat uns verraten! Sie wussten es, sie wussten von heute Abend!"

Sieht ganz so aus", erwiderte Lupin, „Aber offenbar war ihnen nicht klar, dass es sieben Harrys geben würde."
„Schwacher Trost!", fauchte Kingsley. „Wer ist sonst noch zurück?"

Nur Harry, Hagrid, George und ich."

Hermine unterdrückte ein leises Stöhnen hinter vorgehaltener Hand.

Hermine versteifte sich leicht und dachte darüber nach, was Ron möglicherweise passiert sein mag und wusste, dass sie das selbe ihm Buch dachte. Ron gab ihrer Hand, die er die meiste Zeit des Kapitels festgehalten hatte, einen Drücker und sie entspannte sich wesentlich.

Was ist mit euch passiert?", fragte Lupin, zu Kingsley gewandt.

Fünf Verfolger, haben zwei verwundet, vielleicht einen getötet", spulte Kingsley mechanisch herunter, „und wir haben außerdem Du-weißt-schon-wen gesehen,

Mehrere Leute keuchten und sahen vorsichtig zu Hermine.

Ron wurde blass und dieses Mal war es Hermine, die ihm versicherte, dass sie Ok war, in dem sie seine Hand drückte.

er ist mitten in der Jagd dazu gestoßen, aber dann ziemlich schnell verschwunden. Remus, er kann –"

„Das muss dann gewesen sein, als er herausgefunden hat, wer der echte Harry war.", murmelte Hermine.

Harry lächelte fast; er nahm an, dass es gar keine schlechte Sache gewesen war, dass er die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hatte. Er schüttelte sich kurz bei dem Gedanken, was Hermine sonst hätte passieren können.

Fliegen", ergänzte Harry. „Ich hab ihn auch gesehen, er war hinter Hagrid und mir her."

Also deshalb ist er weggeflogen – um euch zu verfolgen!", sagte Kingsley. „Mir war nicht klar warum er verschwunden ist. Aber wodurch hat er sein Ziel geändert?"

Harry war ein bisschen zu nett zu Stan Shunpike", sagte Lupin.

Stan?", wiederholte Hermine. „Aber ich dachte, der ist in Askaban?"

Kingsley stieß ein freudloses Lachen aus.

Hermine, es hat offenbar einen Massenausbruch gegeben, den das Ministerium vertuscht hat. Travers fiel die Kapuze runter, als ich einen Fluch nach ihm schleuderte, der soll auch in Askaban sitzen. Aber was war bei dir Remus? Wo ist George?"

Er hat ein Ohr verloren", sagte Lupin.

Ein was –?", fragte Hermine mit schriller Stimme.

Snapes Handschrift", sagte Lupin.

Jeder sah Snape an. Die Blicke die er bekam, veranlassten ihn sich ängstlich gegen die Wand zu drücken.

„Alle schön ruhig bleiben", sagte Dumbledore, aber das hatte leider nur eine kleine Wirkung für alle Beteiligten im Raum.

„DU MONSTER, WIE KANNST DU NUR SOWAS TUN!", schrie Molly Severus an.

„Ich…" Severus öffnete den Mund, aber kein Word kam ihm über die Lippen. Es war wahr, er mochte keinen der Weasleys (obwohl Bill und Percy nicht ganz schon schlimm gewesen waren) er würde sie nie verhexen wollen.

„Du hast George das Ohr abgeschossen!", blaffte Fred empört. „Du hast unseren Lieblingswitz ruiniert!"

„Du hast wirklich überhaupt keinen Anstand, Schniefelus!", zischte Sirius.

„Das ist genug", sagte Dumbledore mit scharfer Stimme und jeder wurde ruhig, obwohl alle Severus weiterhin anstarrten. „Ich schlage vor, dass wir niemanden verurteilen, bevor wir dieses Buch nicht zu Ende gelesen haben."

„Aber er…", fing Molly empört an, aber verstummte, als sich ihr Blick mit dem von Dumbledore kreuzte.

Snape? ", rief Harry. „Du hat gar nicht erwähnt –"

Er hat bei der Verfolgungsjagd seine Kapuze verloren. Sectumsempra

Severus erbleichte, obwohl er versuchte es nicht ganz so deutlich zu machen, nicht da ihn immer noch alle mörderisch anstarrten.

war immer eine Spezialität von Snape. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich es ihm mit gleicher Münze heimgezahlt habe, aber alles, was ich tun konnte, war, George auf dem Besen zu halten, nachdem er verwundet worden war, er verlor so viel Blut."

„Oh nein", stöhnte Molly und drückte George näher an sich. George war schlau genug nichts zu sagen, aber er wünschte sich das dieses Kapitel schnell enden würde und er so schnell dem Griff seiner Mutter entfliehen konnte.

Die vier verfielen in Schweigen und blickten zum Himmel. Dort regte sich nichts; die Sterne starrten zurück, ohne zu blinzeln, gleichgültig, kein fliegender Freund verdunkelte sie. Wo war Ron? Wo waren Fred und Mr. Weasley? Wo waren Bill, Fleur, Tonks, Mad-Eye und Mundungus?

„Hm…Ich denke wir wissen nun alle welchen Rang wir in Harrys Kopf haben.", sagte Fred, schmunzelnd. „Ich bin ziemliche erschrocken, dass ich so hoch in deiner Liste stehe."

„Ähm…", war alles was Harry sagen konnte.

„Du meinst du magst sie mehr als mich", schmollte Tonks und zeigte auf Fleur.

Fleur sah für ein paar Sekunden beleidigt aus, aber es war klar, dass Tonks es nur als Witz gemeint hatte, also sagte sie: „Nun, ´Arry hat offensischtlich einen guten Geschmack."

Mehrere Leute lachten nun.

Harry, hilf mir mal!", rief Hagrid heiser von der Tür her, in der er wieder feststeckte. Harry zog ihn heraus, froh, dass er etwas tun konnte, und ging dann durch die leere Küche zurück ins Wohnzimmer, wo Mrs Weasley und Ginny sich nach wie vor um George kümmerten. Mrs Weasley hatte jetzt seine Blutung gestillt, und im Schein der Lampe sah Harry dort, wo vorher George Ohr gewesen war, ein glattes klaffendes Loch.

Jeder zuckte und George wurde wieder zerdrückt.

„Au, Mum ernsthaft, ich denke du hast mir gerade was gebrochen", sagte George.

Wie geht es ihm?"

Mrs Weasley schaute sich um und sagte: „Ich kann es nicht nachwachsen lassen, weil es durch schwarze Magie entfernt wurde. Aber es hätte noch viel schlimmer sein können… er ist am Leben."

Ein Schauder ran durch jeden.

Jaah", sagte Harry. „Gott sei Dank."

Hab ich nicht noch jemand im Hof gehört?", fragte Ginny.

Hermine und Kingsley", sagte Harry.

Dem Himmel sei Dank", flüsterte Ginny. Sie sahen einander an; Harry wollte sie umarmen, sie festhalten;

Alle Weasley Jungen verengten ihre Augen zu Schlitzen und Harry rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her.

Ginny andererseits, hatte Schwierigkeiten ihr Lächeln vom Gesicht zubekommen.

es war ihm sogar ziemlich egal, dass Mrs Weasley dabei war, aber ehe er dem Impuls folgen konnte, drang ein gewaltiger Krach von der Küche herein.

Ich beweise, wer ich bin, wenn ich meinen Sohn gesehen habe, Kingsley, und jetzt verzieh dich, oder du wirst es bereuen!"

„Oh Merlin sei Dank", stöhnte Molly, Arthur war Ok, und so wie er redete, war es Fred auch… Nun war alles um das sie sich Sorgen machen musste, Bill und Ron.

Harry hatte Mr. Weasley noch nie so schreien hören. Er platzte ins Wohnzimmer, die kahle Stelle auf seinem Kopf glänzte schweißnass, die Brille saß schief, Fred folgte ihm auf dem Fuß, beide waren blass, aber unverletzt.

Arthur!", schluchzte Mrs Weasley. „Oh, dem Himmel sei Dank!"

Wie geht es ihm?"

Mr. Weasley sank neben George auf die Knie. Zum ersten Mal, seit Harry ihn kannte, schien Fred um Worte verlegen zu sein. Er stierte über die Sofalehne auf die Wunde seines Zwillingsbruders, als könnte er nicht fassen, was er da sah.

Jetzt regte sich George, vielleicht hatte die laute Ankunft von Fred und dem Vater ihn aufgeweckt.

Wie fühlst du sich, Georgie?", flüsterte Mrs Weasley.

George tastete mit den Fingern seitlich an seinen Kopf.

Mehrere Leute schauderten.

Wie ein Schweizer Käse", murmelte er.

„Schweizer Käse?" Fred schüttelte seinen Kopf. „Jämmerlich."

„Ähm… was ist jämmerlich?", fragte Ron.

„Du wirst sehen", sagte Fred, immer noch den Kopf schüttelnd.

Was ist los mit ihm?", krächzte Fred mit erschrockener Miene. „Tickt er jetzt nicht mehr richtig?"

„Ah… Sie mal wie sehr Freddispätzchen besorgt ist.", hänselte Ginny und Fred funkelte sie an.

Wie ein Schweizer Käse", wiederholte George, öffnete sie Augen und blickte zu seinem Bruder auf. „Verstehst du… Schweizer Käse. Löchrig, Fred, kapiert?"

„Arg, das war jämmerlich", stöhnte Sirius.

„Hab ich doch gesagt", sagte Fred und George rollte mit den Augen.

„Ihr beiden… Ihr seid niemals ernst (wieder Anspielung auf Sirius-serious)", stöhnte Molly.

„Nein… aber es ist offensichtlich das sie es versuchen zu sein", sagte Sirius. „Ich bin schließlich immer noch ihr Idol."

„Aber nicht, wenn du weiterhin solche Wortspiele machst.", sagte Fred und Sirius schmollte.

Mrs Weasley schluchzte heftiger denn je. Freds blasses Gesicht nahm schlagartig Farbe an.

Schwache Leistung", sagte er zu George. „Ehrlich! Dir steht das ganze weite Feld der Ohrenwitze offen und du entscheidest dich für Schweizer Käse?"

Tja", sagte George und grinste seiner in Tränen aufgelösten Mutter zu, „jetzt kannst du uns jedenfalls auseinanderhalten, Mum."

„Musstest du das erwähnen?" Fred senkte seinen Kopf.

„Sorry, Lieber Bruder", seufzte George. „Aber es ist zu früh für unsere besten Witze."

„Idioten" Hermine rollte mit den Augen und die Zwillinge gaben ihr ein identisches Grinsen.

Er blickte sich um.

Hi, Harry – du bist doch Harry, oder?"

Jaah, bin ich", sagte Harry und trat näher an das Sofa heran.

Na wenigstens haben wir dich heil wiederkriegt", sagte George. „Warum drängen sich Ron und Bill nicht um mein Krankenlager?"

Molly und Hermine spannten sich an.

„Und warum musstest du das erwähnen?", wiederholte Fred seine Aussage von Vorhin, diesmal allerdings ernsthaft.

Sie sind noch nicht zurück, George", sagte Mrs Weasley. Georges Grinsen verblasste. Harry warf einen schnellen Blick zu Ginny und bedeutete ihr, ihm nach draußen zu folgen. Als sie durch die Küche gingen, sagte sie mit leiser Stimme: „Ron und Tonks sollten schon da sein.

Hermine schauderte; Ron wo bist du?

Sie hatten keine lange Reise; Tantchen Muriel wohnt gar nicht weit von hier."
Harry sagte nichts. Seit sie im Fuchsbau waren, hatte er versucht, die Angst unter Kontrolle zu halten, doch jetzt umhüllte sie ihn, schien über seine Haut zu kriechen, in seiner Brust zu hämmern, seine Kehle zuzuschnüren.

Ja, das ist Richtig, dachte Harry, so fühlte auch er sich gerade.

Als sie die hintere Treppe zum dunklen Hof hinabgingen, nahm Ginny seine Hand.

Kingsley schritt auf und ab, und immer wenn er sich umdrehte, warf er einen Blick zum Himmel empor. Das erinnerte Harry an Onkel Vernon, der vor Millionen Jahren im Wohnzimmer auf und ab gegangen war. Hagrid, Hermine und Lupin standen Schulter an Schulter da und starrten schweigend nach oben. Keiner von ihnen sah sich um, als Harry und Ginny sich ihrer stummen Wache anschlossen.

Die Minuten zogen sich hin, als wären es Jahre. Beim leisesten Windhauch zuckten sie zusammen und schauten zu dem raunenden Busch oder Baum, in der Hoffnung, eines der vermissten Ordensmitglieder könnte unversehrt aus seinen Blätter springen –

Und dann nahm ein Besen direkt über ihnen Gestalt an und raste auf die Erde zu –

Das sind sie!", kreischte Hermine.

Hermine atmete erleichtert aus und drehte sich kurz lächelnd zu Ron, aber sobald sich ihre Augen trafen, wurden ihre Wangen rot und sie musste sich wegdrehen.

Tonks zog bei der Landung eine lange Bremsspur und wirbelte Erde und Kiesel auf.

Remus!", schrie Tonks und wankte vom Besen herunter in Lupins Arme. Sein Gesicht war starr und weiß: Er schien unfähig zu sprechen. Ron stolperte benommen auf Harry und Hermine zu.

Euch ist nichts passiert", murmelte er, ehe Hermine sich auf ihn stürzte und ihn fest umarmte.

Mehrere Leute johlten und pfiffen, das meiste kam von den Zwillingen, aber Charlie, Bill und Ginny stimmten mit ein. Die Erwachsenen blieben ruhig, obwohl sie dennoch ein kleines Grinsen auf den Gesichtern hatten.

Die einzige Reaktion von Ron und Hermine war, dass sie Feuerrot anliefen, sich nicht ansahen und endlich die Hände losließen, die sie die meiste Zeit des Kapitels gehalten hatten.

Ich dachte – ich dachte –"

Alles okay mit mir", sagte Ron und klopfte ihr auf den Rücken. „Geht mir gut."

Ron war großartig", sagte Tonks begeistert und ließ Lupin wieder los. „Wunderbar. Hat einen von den Todessern geschockt, direkt am Kopf, und wenn man von einem fliegenden Besen aus ein bewegliches Ziel anvisiert –"

Das hast du getan?", sagte Hermine und sah mit großes Augen zu Ron auf, die Arme nach wie vor um seinen Hals.

Immer dieser überraschte Unterton", sagte er ein wenig mürrisch und machte sich von ihr los.

„So meinte ich das nicht", murmelte Hermine, sie fand es schwer zureden, da sie zu peinlich berührt war, da alle kicherten. „Ich war beeindruckt…"

„Was heißt, dass du nie erwartest, dass ich sowas tue", sagte Ron eingerastet, und viel sofort wieder in seine gewöhnliche Standartreaktion gegenüber Hermine zurück, vor allem jetzt, da er so nervös war.

„Ich hab keinen Todesser getroffen!", blaffte Hermine, es war viel angenehmer mit Ron zu streiten. „Es war eine Schwierige Sache, wie Tonks schon erklärt hat, also nimm das Kompliment einfach an und hör auf zu murren!"

„Hmph", schnaubte Ron und verschränkte seine Arme, sagte aber nichts weiter. Er konnte sowieso nichts sagen im Moment, da er versuchte sich davon abzuhalten zu stark zu lächeln. Es passiert nichts jeden Tag, dass sie ihm ein Kompliment macht.

Natürlich kicherten alle Leute bei dieser Unterhaltung und Harry rollte nur mit den Augen.

Sind wir die Letzten?"

Nein", sagte Ginny, „wir warten noch auf Bill und Fleur und Mad-Eye und Mundungus. Ich sage Mum und Das Bescheid, dass du okay bist, Ron –"

Sie rannte ins Haus zurück.

Und warum seid ihr so spät dran? Was ist passiert?" Lupin hörte sich fast an, als wäre er wütend auf Tonks.

„Hey Moony, du brauchst nicht wütend zu Tonks zu sein", sagte Sirius und Charlie funkelte Remus an.

Bellatrix", sagte Tonks. „Sie hat es ebenso sehr auf mich abgesehen wie auf Harry, sie hat alles drangesetzt, mich umzubringen, Remus.

„Diese Schlampe!", knurrte Sirius. „Wenn ich sie in die Finger kriege…"

„…werde ich sie zu Tode quetschen", beende Charlie den Satz für ihn.

Remus sagte nichts, aber seine Augen verdunkelten sich und es war klar, dass er genau so sauer war wie die anderen beiden.

Hätt ich sie doch nur erwischt, ich hab noch eine Rechnung mit ihr offen. Aber wir haben ganz sicher Rodolphus verletzt… Dann sind wir zu Rons Tantchen Muriel und haben unseren Portschlüssel verpasst und sie hat uns betüttelt –"

Ein Muskel zuckte an Lupins Kiefer. Lupin nickte, schien aber nicht in der Lage, ein weiteres Wort zusagen.

„Ich denke, den Gesichtsausdruck kenne ich", sagte Sirius und sah seinen Freund an, der genauso aussah, wie eben im Buch beschrieben.

Und was war mit euch?", fragte Tonks, Harry, Hermine und Kingsley.

Sie schilderten erneut, wie es ihnen auf ihren Flügen ergangen war, doch dass Bill, Fleur, Mad-Eye und Mundungus noch immer auf sich warten ließen, lag die ganze Zeit wie Frost über ihnen, dessen beißende Kälte bald kaum mehr zu ignorieren war.

Ich muss zurück in die Downing Street. Hätte schon vor einer Stunde dort sein sollen", sagte Kingsley schließlich nach einem letzten Blick quer über den Himmel. „Lasst es mich wissen, wenn sie da sind."

Lupin nickte. Kingsley winkte den anderen zu und verschwand in der Dunkelheit in Richtung Tor. Harry glaubte ein leises Plopp zu hören, als Kingsley gleich hinter der Grenze des Fuchsbaus disapparierte.

Mr. Und Mrs Weasley kamen die hintere Treppe herunter gestürmt, Ginny folgte ihnen. Die Eltern schlossen Ron in die Arme und wandten sich dann Lupin und Tonks zu.

Danke", sagte Mrs Weasley, „für unsere Söhne."

Sei nicht albern, Molly", erwiderte Tonks rasch.

Wie geht es George?", fragte Lupin.

Was fehlt ihm denn?", legte Ron los.

Er hat ein –"

Aber das Ende von Mrs Weasleys Satz ging in einem allgemeinen Aufschrei unter: Ein Thestral war soeben herbeigeflogen und landete wenige Meter von ihnen entfernt. Bill und Fleur glitten von seinem Rücken, zerzaust, aber unverletzt.

„Oh Merlin sei Dank!", sagte Molly, ihre Familie war in Sicherheit.

Bill! Gott sei Dank, Gott sei Dank –"

Mrs Weasley rannte zu ihnen, aber Bill hatte nur eine flüchtige Umarmung für sie übrig. Er blickte seinem Vater in die Augen und sagte: „Mad-Eye ist tot."

„Nein!", stöhnten mehrere Leute.

Dumbledore senkte den Kopf, obwohl er nicht ganz so schockiert war, war er trotzdem traurig, sein alter Freund hatte so viele Schwarze Zauberer bekämpft. McGonagalls Lippen zitterten leicht, sie hatte einen großen Respekt vor diesem Mann, obwohl er etwas sonderbar gewesen war. Harry ballte seine Hände zu Fäusten und er spürte wie die Schuld in ihm hochkam.

Niemand war für eine lange Zeit in der Lage etwas zusagen, da alle ihre Köpfe in Schweigen gesunken hatten, nach einer halben Ewigkeit, fing Charlie wieder ab zu lesen.

Niemand sprach, niemand rührte sich. Harry kam es vor, als würde etwas in ihm fallen, durch die Erde fallen, und ihn für immer verlassen.

Wir haben es gesehen", sagte Bill; Fleur nickte, im Licht des Küchenfensters glitzerten Tränenspuren auf ihren Wangen. „Es passiert, kurz nachdem wir aus dem Kreis ausgebrochen sind: Mad-Eye und Dung waren dicht bei uns, sie waren auch auf dem Weg nach Norden. Voldemort – er kann fliegen – ging direkt auf sie los. Dung geriet in Panik, ich hörte, wie er aufschrie, Mad-Eye hat versucht ihn aufzuhalten, aber er ist disappariert.

„DUMMER FEIGER MISTKERL!", schrie Tonks, sie stand immer nah zu Moody und nun darüber zu hören, dass dieser Feigling ihn im Stich gelassen hatte…

Charlie biss die Zähne zusammen, bevor er wieder anfing zu lesen.

Voldemorts Fluch traf Mad-Eye mitten ins Gesicht, er fiel rücklings vom Besen und – wir konnten nichts machen, nichts, wir hatten selber ein halbes Dutzend von denen an den Fersen –"

Bills Stimme versagte.

Natürlich hättet ihr nichts tun können", sagte Lupin.

Sie standen da und sahen einander an. Harry konnte es nicht richtig begreifen. Mad-Eye tot; das konnte nicht sein… Mad-Eye, so zäh, so tapfer, der immer seinen Hals aus der Schlinge gezogen hatte…

Schließlich ging es wohl allen auf, dass es sinnlos war, länger im Hof zu warten, auch wenn keiner es sagte, und sie folgten schweigend Mr. Und Mrs Weasley in den Fuchsbau und ins Wohnzimmer zurück, wo Fred und George zusammen lachten.

Was ist los?", sagte Fred, der sie argwöhnisch ansah, als sie hereinkamen. „Was ist passiert? Wer ist –"

Mad-Eye", sagte Mr. Weasley, "Tot."

Aus dem Grinsen der Zwillinge wurden entsetzte Gesichter. Niemand schien zu wissen, was zu tun war. Tonks weinte stumm in ein Taschentuch: Harry wusste, dass sie Mad-Eye nahegestanden hatte, sein Liebling und Schützling gewesen war.

Als Remus das hörte, legte er seine Arme um Tonks und drückte sie gegen seine Brust.

Hagrid, der sich in der Ecke, wo am meisten Platz für ihn war, auf den Boden gesetzt hatte, tupfte sich die Augen mit seinem tischtuchgroßen Taschentuch.

Bill ging hinüber zum Büfett und holte eine Flasche Feuerwhisky und ein paar Gläser heraus.

Hier", sagte er, und mit einem Schlenker seines Zauberstabs ließ er zwölf gefüllte Gläser durch das Zimmer schweben, für jeden eines, während er das dreizehnte erhob.

Bill wollte wie im Buch seinen Arm heben, doch er brachte sich dazu aufzuhören. Er fühlte sich ein wenig merkwürdig für jemanden einen Trost auszusprechen, wenn er hier noch gar nicht tot war und sie es auch definitiv ändern würden.

Mad-Eye. "

Mad-Eye", sagten sie alle und tranken.

Mad-Eye", tönte Hagrid hinterher, ein wenig spät, mit einem Schluckauf.

Der Feuerwhisky brannte Harry in der Kehle: Er schien wieder Empfinden in ihm zu entfachen, die Taubheit und das Gefühl von Unwirklichkeit zu zerstreuen und etwas wie Mut in ihm zu entzünden.

Mundungus ist also verschwunden?", fragte Lupin, der sein Glas in einem Zug geleert hatte.

Die Stimmung änderte sich schlagartig: Alle wirkten nervös; sie hefteten ihre Blicke auf Lupin und wollten, wie es Harry vorkam, dass er fortfuhr, hatten aber gleichzeitig ein wenig Angst vor dem, was sie womöglich hören würden.

„Du denkst…", fing Sirius an, doch Charlie las einfach weiter, er war nicht in der Stimmung um darüber zu reden und danach gleich noch darüber zu lesen, doch dankenderweise verstand Sirius die Situation und so protestierte er mal nicht.

Ich weiß, was ihr denkt", sagte Bill, „das habe ich mich auf dem Weg hierher zurück auch gefragt, denn sie haben uns offenbar schon erwartet, stimmt's? Aber Mundungus kann uns nicht verraten haben. Sie wussten nicht, dass es sieben Harrys geben würde; das hat sie verwirrt, in dem Moment als wir aufgetaucht sind, und falls ihr es vergessen habt, es war Mundungus, der diesen kleinen Rosstäuschtrick vorgeschlagen hat. Warum hat er ihnen dann nicht den entscheidenden Punkt verraten? Ich glaube, Dung ist schlicht und einfach in Panik geraten. Er wollte ursprünglich gar nicht mitkommen, aber Mad-Eye hat ihn gedrängt, und Voldemort ist gleich auf die beiden losgegangen: da hätte jeder Panik bekommen."

„Panik ja, aber dann seinen Partner zurück zulassen, der dann umkommt.", murmelte Tonks dunkel oder so dunkel wie sie nur konnte, denn es hörte sich so an, als wäre sie erkältet.

„Ich weiß nicht, wieso du so überrascht bist, die meisten Leute hätten so reagiert.", sagte Draco, er hatte nie wirklich etwas für Moody übrig gehabt. Das hatte wohl aber auch damit zu tun, dass der ihn in ein Frettchen verzaubert hatte, obwohl er wusste, dass es nicht der echte Moody gewesen war, der das getan hatte, aber trotzdem hat ihm das Moody nicht sehr viel näher gebracht. Trotzdem wollte er nicht, dass der Typ sterben würde, aber die Tatsache war, dass niemand in so einer Situation auf dem Besen bleiben würde.

Du-weißt-schon-wer hat genau so gehandelt, wie Mad-Eye es vorausgesehen hat", sagte Tonks schniefend. „Mad-Eye meinte, er würde glauben, dass der echte Harry bei den tapfersten und fähigsten Auroren wäre. Er hat zunächst Mad-Eye gejagt, und als Mundungus es vergeigt hat, nahm er sich Kingsley vor…"

Ron runzelte die Stirn, warum war Hermine mit Kingsley wenn er so ein großes Ziel war, das hätten sie wissen sollen.

Ja, das ist alles gut und schön", unterbrach Fleur sie barsch, „aber das erklärt immer noch nischt, wo'er sie wussten, dass wir 'Arry 'eute Abend wegbringen würden, nischt wahr? Jemand muss unvorsischtisch gewesen sein. Jemand 'at einem Außenste'enden verse'entlisch das Datum genannt. Das ist die einsige Erklärung, wes'alb sie das Datum, aber nischt den ganzen Plan kannten."

„Oh, wir wissen wer ihm die Informationen gegeben hat", zischte Sirius und funkelte Severus an.

„Die Frage ist nur, wie er davon wusste", sagte Remus vernünftigerweise.

Sie schaute finster in die Runde, immer noch Spuren von Tränen auf ihrem schönen Gesicht, und forderte alle stumm heraus, ihr zu widersprechen. Niemand tat es. Das einzige Geräusch, das die Stille unterbrach, kam von Hagrid, der hinter seinem Taschentuch hickste. Harry blickte rasch zu Hagrid hinüber, der gerade sein Leben riskiert hatte, um das von Harry zu retten – zu Hagrid, den er liebte, dem er vertraute, der einst überlistet worden war, um Voldemort entscheidende Informationen im Tausch gegen ein Drachenei zu liefern…

„Drachen ei!", rief Molly. „Wovon redet ihr?"

„Ähm…", sagte Harry.

„Wann ist das passiert?", fuhr Molly fort.

„Ähm…Redet ihr über Norberta", sagte Charlie lächelnd.

„Norbert ist ein Mädchen!", riefen Harry, Ron und Hermine.

„Ja", kicherte Charlie.

„Wann…ist…das…passiert?", wiederholte Molly langsam.

„Im ersten Jahr", antwortete Malfoy für das Trio.

„Sie meinen da war wirklich ein Drache", sagte McGonagall, und das Trio nickte mit dem Kopf. „Vielleicht war ich etwas zu voreilig zu Mr. Longbottom", murmelte sie gedankenverloren zu sich selbst und sah dann kalt zum Trio, „aber nicht hart genug zu euch dreien."

„Ähm…" Harry versuchte mit einer Idee zukommen, aber nichts kam in seinen Kopf.

„Sie haben nur versucht Hagrid aus der Patsche zu helfen", sagte Charlie verteidigend. „Und es ist nicht so, dass sie den Drachen in Hogwarts reingebracht haben."

„Wieso weißt du eigentlich davon?", blaffte Molly ihren Sohn.

„Ähm…Nun… weißt du, Ich hab ihn irgendwie geholfen Norberta aus Hogwarts rauszuschmuggeln.", sagte Charlie und kratzte sich nervös am Hinterkopf. Es war irgendwie komisch, dass er Drachen standhalten konnte, aber nicht seiner Mum.

„Ich möchte deine Entschuldigungen nicht hören Charlie Weasley!", blaffte Molly ihn an. „Und ihr drei, Ihr solltet doch wissen, dass ihr die Finger von einem Drachen lassen sollte…Ihr hättet du einem Lehrer gehen sollen, als ihr es erfahren habt und…"

Sie schrie noch eine Weile weiter, aber irgendwann langweilte sie sich selbst und Charlie fing wieder an zu lesen.

Nein", sagte Harry laut und alle sahen ihn überrascht an: Der Feuerwhisky hatte seine Stimme offenbar kräftiger werden lassen. „ich meine… wenn jemand einen Fehler begangen hat", fuhr Harry fort, „und ihm etwas rausgerutscht ist, dann weiß ich, dass es nicht mit Absicht war. Das ist nicht seine Schuld", wiederholte er, abermals ein wenig lauter, als er sonst gesprochen hätte. „Wir müssen einander vertrauen. Ich vertraue euch allen, ich glaube nicht, dass irgendjemand in diesem Raum mich jemals an Voldemort verraten würde."

„Gut gesagt, Harry", jubelten Fred, George und Sirius.

Dumbledore sah ihn stolz an.

Remus, wie auch immer sah finster drein und dachte daran, wie sehr ihn das an James erinnerte… und was daraus passiert war, wenn man sein Vertrauen in Freunde setzte.

Diesen Worten folgte ein erneutes Schweigen. Sie sahen ihn alle an; Harry fühlte sich wieder ein wenig erhitzt und trank noch mehr Feuerwhisky, nur um etwa zu tun. Während er trank, dachte er an Mad-Eye. Mad-Eye hatte Dumbledores Bereitschaft, anderen zu vertrauen, immer scharf kritisiert.

„Ja, ihm hätte deine kleine Rede ganz bestimmt nicht gefallen", lächelte Dumbledore liebevoll als auch er an seinen alten Freund dachte.

Gut gesprochen, Harry", sagte Fred unvermutet.

Jaah, wer Ohren hat, der höre…", sagte George,

Die Weasley Kinder und Sirius schnaubten darüber.

[mit einem kurzen Blick auf Fred, dessen Mundwinkel zuckte.

Lupin machte ein merkwürdiges Gesicht, als er Harry ansah: Es lag fast etwas Mitleidiges darin.

„Was ist dein Problem Moony?", fragte Sirius. „Warum bist du nur so anders in diesem Kapitel?"

Remus rollte mit den Augen und gab Charlie einen Wink weiter zu lesen.

Du hältst mich für naiv?", fragte Harry eindringlich.

Nein, ich glaube, du bist wie James", erwiderte Lupin, „er hätte es als Gipfel der Schande betrachtet, seinen Freunden zu misstrauen."

„Ich seh es nicht…Oh", sagte Sirius und realisierte es langsam. „Harry, Remus hat da schon seinen Punkt, aber im Moment liegt er echt falsch…"

„Sirius", fing Remus an, genervt von dem Kommentar.

„Nein", blaffe Sirius ihn an. „Ich möchte nicht, dass mein Patensohn aufhört den Leuten zu vertrauen, nur wegen dem was zwischen uns passiert ist… unseren Freunden. Vertraue deinen Freunden Harry… sein einfach nur nicht blind, wenn sie anfangen sich merkwürdig zu verhalten."

Harry nickte und Remus runzelte die Stirn.

Harry wusste, worauf Lupin hinauswollte: sein Vater war von seinem Freund Peter Pettigrew verraten worden. Er spürte unbändige Wut in sich aufsteigen. Er wollte widersprechen, aber Lupin war von ihm weggegangen, stellte sein Glas auf einen kleinen Tisch und wandte sich an Bill: „Es gibt Arbeit. Ich kann auch Kingsley fragen, ob –"

Nein", sagte Bill sofort, „ich mach es, ich komm mit."

Wo wollt ihr hin?", fragten Tonks und Fleur gleichzeitig.

Mad-Eyes Leichnam", sagte Lupin. „Wir müssen ihn bergen."

Kann das nicht –?", begann Mrs Weasley mit einem flehenden Blick zu Bill.

Warten?", sagte Bill. „Du willst doch nicht, dass ihn stattdessen die Todesser mitnehmen?"

Niemand sprach. Lupin und Bill verabschiedeten sich und gingen.

Molly seufzte, sie fand es überhaupt nicht gut, dass Bill verschwand um eine potenzielle, gefährliche Mission durchzuführen, so kurz nachdem was alles passiert war.

Die Übrigen ließen sich nun alle in Sessel sinken, nur Harry blieb stehen. Der Tod, jäh und unwiderruflich, weilte unter ihnen wie ein unsichtbarer Geist.

Ich muss auch gehen", sagte Harry,

„Was?", sagte jeder im Raum (abgesehen von Harry selbst) und sie alle sahen ihn ungläubig an.

„Du wirst nicht gehen!", sagte Molly so heftig, dass Harry gar nicht erst anfing zu diskutieren.

Zehn verdutzte Augenpaare starrten ihn an.

sei nicht albern, Harry", sagte Mrs Weasley. „Was soll das?"

Ich kann nicht hierbleiben."

Er rieb sich die Stirn: sie schmerzte wieder; sie hatte seit über einem Jahr nicht mehr so wehgetan.

Harry hob eine Augenbraue, hieß das, dass er in Zukunft keine Visionen mehr haben würde?

Ihr seid alle in Gefahr, solange ich hier bin. Ich will nicht –"

„Arg", sagten mehrere Leute stöhnend, obwohl keiner so laut war, wie Ron und Hermine.

Aber sei doch nicht albern!", sagte Mrs Weasley. „Heute Nacht ging es einzig und allein darum, dich wohlbehalten hierherzuholen, und zum Glück hat es geklappt. Außerdem ist Fleur damit einverstanden, hier zu heiraten

„Heiraten?", sagten Molly und Fleur, obwohl sie beide total verschiedene Tonarten hatten.

„Bill, wir werden heiraten!", strahlte Fleur und obwohl sie schon immer schön ausgesehen hatte, sah jetzt dennoch etwas anders aus. Es hatte wahrscheinlich damit zu tun, dass ihr Lächeln mehr natürlich aussah und sie ihre hochmütige Erscheinung für einen Moment gesunken hatte. Bill lächelte sie an und seine Augen funkelten mit Fröhlichkeit.

Molly sah die beiden stirnrunzelnd an, das nur noch größer wurde, dank der Weise wie die zwei sich ansahen. Sie war noch nicht bereit ihren Sohn zu verlieren. Allerdings, und da gab es nichts was sie dagegen tun konnte, waren die beiden offensichtlich glücklich miteinander.

und nicht in Frankreich, wir haben alles vorbereitet, so dass wir alle zusammenbleiben und uns um dich kümmern können."

Sie begriff nicht; sie machte es für ihn nicht, besser sondern nur noch schlimmer.

„Oh, sie versteht", sagten alle Weasley Kinder gleichzeitig.

„Mum, ist die beste, in Schuldgefühl – Trips", erklärte Ron und Molly wiedersprach nicht… es war wahr.

wenn Voldemort rausfindet, dass ich hier bin –"

Aber warum sollte er das?", fragte Mrs Weasley.

Es gibt ein Dutzend Orte, wo du jetzt sein könntest, Harry", sagte Mr. Weasley. „Er hat keine Chance herauszukriegen, in welchem geschützten Haus du bist."

„Abgesehen von der Tatsache, dass alle wissen, dass Potter seine Ferien immer mit den Weasels verbringt", sagte Draco, „aber abgesehen davon, sollten alle in Ordnung sein."

Ich bin nicht meinetwegen in Sorge!", sagte Harry.

Jeder rollte mit den Augen „wissen wir."

Das wissen wir", entgegnete Mr. Weasley ruhig. „Aber unsere ganze Aktion heute Nacht wäre doch ziemlich sinnlos gewesen, wenn du fortgehen würdest."

Du gehst nirgendwohin", knurrte Hagrid. „Mensch, Harry, nach allem, was wir durchgemacht ham, um dich hierherzukrieg'n?"

Jaah, was ist mit meinem blutenden Ohr?", sagte George und stemmte sich auf seinen Kissen hoch.

Harry zuckte. „Sorry."

„Es ist nicht deine Schuld, Mistkerl!", sagte George eigerastet.

Ich weiß ja –"

Mad-Eye würde nicht wollen –"

ICH WEISS!", brüllte Harry.

Er fühlte sich gequält und erpresst: Dachten sie, er wüsste nicht, was sie für ihn getan hatten, begriffen sie nicht, dass genau dies der Grund war, weshalb er gehen wollte, jetzt, bevor sie noch mehr für ihn leiden mussten?

„Harry", seufzte Hermine, als er auf den Boden sah und keinem in die Augen sehen konnte.

Ein langes verlegenes schweigen breitete sich aus, in dem seine Narbe unentwegt stach und pochte und das schließlich von Mrs Weasley unterbrochen wurde.

Wo ist Hedwig, Harry?"

Harry verzog das Gesicht und Molly stöhnte, dass sie das wieder erwähnen musste.

[style type="bold"] sagte sie aufmunternd. „wir können sie bei Pigwidgeon unterbringen und ihr etwas zu fressen geben."

Seine Eingeweide zogen sich wie eine Faust zusammen. Er konnte ihr nicht die Wahrheit sagen. Er trank seinen letzten Schluck Feuerwhisky, um ihr nicht antworten zu müssen.

War nur, bis sich rumspricht, dass du's schon wieder geschafft hast, Harry", sagte Hagrid. „Dass du ihm entkommen bist, ihn abgeschmettert hast, als er direkt über dir war!"

Das war nicht ich", sagte Harry tonlos. „Es war mein Zauberstab. Mein Zauberstab hat aus eigenem Antrieb gehandelt."

„Ist das überhaupt möglich?", fragten Hermine und Remus und sahen beide zu Dumbledore.

„Unter normalen Umständen, würde ich sagen nein", sagte Dumbledore, nachdem er eine Weile nachgedacht hat. „Aber wenn wir über Harry und Voldemort reden ist nichts normal. Nachdem was Harry beschrieben hat, würde ich sagen, dass Harry recht hatte, mit der Tatsache, dass sein Zauberstab von alleine gehandelt hat."

Nach einigen Augenblicken sagte Hermine sanft: „Aber das ist unmöglich, Harry. Du meinst, dass du gezaubert hast, ohne es zu wollen; du hast instinktiv reagiert."

Nein", sagte Harry. „Das Motorrad stürzte nach unten, ich hätte dir nicht sagen können, wo Voldemort war, aber mein Zauberstab drehte sich in meiner Hand und fand ihn und schoss einen Zauber auf ihn ab, einen, den ich nicht mal kannte. Goldene Flammen hab ich noch nie erscheinen lassen."

Wenn man unter Druck steht", sagte Mr. Weasley, „kann man oftmals Zauber bewirken, die man sich nie hätte träumen lassen. Kleine Kinder merken, bevor sie ausgebildet sind, oft –"

So war es nicht", sagte Harry mit zusammengebissenen Zähnen. Seine Narbe brannte: er war wütend und enttäuscht; er hasste den Gedanken, dass sie alle annahmen er hätte eine Macht, die der Voldemorts ebenbürtig war.

Niemand sagte etwas. Er wusste, dass sie ihm nicht glaubten. Wenn er es sich recht überlegte, hatte er noch nie von einem Zauberstab gehört, der von allein zauberte.

Seine Narbe brannte vor Schmerz; mühsam unterdrückte er ein lautes Stöhnen.

Ron verzog das Gesicht, er hoffte, dass Harry nicht mehr mit diesem schmerz leben müsste. Die letzten fünf Monate waren so hart für ihn gewesen, als er seinem Freund zugesehen hat, in was für Schmerzen er die ganze Zeit gewesen war.

Er murmelte etwas von frischer Luft, stellte sein Gas ab und verließ den Raum.

Als er über den dunklen Hof ging, blickte der große skelettartige Thestral auf, raschelte mit seinen gewaltigen Fledermausflügeln und graste dann weiter. Harry blieb am Tor zum Garten stehen, blickte hinaus auf die wuchernden Pflanzen, rieb sich die pochende Stirn und dachte an Dumbledore.

Dumbledore hätte ihm geglaubt, ganz sicher. [/style]

„Ich vermute mal, dass ich da Recht habe", lächelte Harry zu seinem Professor.

Dumbledore hätte gewusst, wie und warum Harrys Zauberstab eigenmächtig gehandelt hatte,

„Wissen sie es?", fragte Harry.

„Ich hab da ein paar Theorien", sagte Dumbledore und Harry seufzte, wohl wissend das das die einzige Antwort ist die er bekommen würde.

weil Dumbledore immer die Antworten hatte; er kannte sich mit Zauberstäben aus, hatte Harry die seltsame Verbindung zwischen seinem Zauberstab und dem von Voldemort erklärt… aber Dumbledore, wie Mad-Eye, wie Sirius, wie seine Eltern, wie seine Arme Eule, sie alle waren dorthin gegangen, wo Harry nicht mehr mit ihnen sprechen konnte. Er spürte ein Brennen in der Kehle, das nichts mit dem Feuerwhisky zu tun hatte…

Und dann, urplötzlich, loderte schmerz in seiner Narbe auf. Als er die Hand auf seine Stirn drückte und die Augen schloss, schrie eine Stimme in seinem Kopf.

Harry erbleichte, er wusste wie schmerzvoll das für ihn werden würde.

Du hast mir gesagt, dass das Problem gelöst wäre, wenn ich den Zauberstab von jemand anderem nehme!"

Und vor ihm tauchte das Bild eines ausgemergelten alten Mannes auf, der in Lumpen auf einem steinernen Boden lag und einen Schrei ausstieß, einen schrecklichen, lang gezogenen schrei, einen Schrei von unerträglicher Qual…

Nein! Nein! Ich bitte Euch, ich bitte Euch…"

Du hast Lord Voldemort belogen, Ollivander!"

Alle keuchten, geschockt darüber, was dem Mann, der ihnen alle ihre Zauberstäbe gemacht hatte, außer den Zauberstab von Fleur, wiederfahren war.

Dumbledore senkte erneut seinen Kopf, noch einer von seinen alten Freunden wurde gefoltert.

Das habe ich nicht… ich schwöre, das habe ich nicht…"

Du hast versucht Potter zu helfen, damit er mir entkommt!"

Ich schwöre, das habe ich nicht…ich glaubte, ein anderer Zauberstab würde funktionieren…"

Dann erkläre, was passiert ist. Lucius' Zauberstab ist zerstört!"

ich kann es nicht begreifen…die Verbindung…besteht nur…zwischen euren beiden Zauberstäben…"

Hermine keuchte, mit dem was Dumbledore gerade gesagt hatte darüber, dass Harrys Zauberstab von alleine handelte un das dieser Satz nun alle Punkte mit einander verband, obwohl es immer noch keinen Sinn machte, als vorher. Sie wusste, dass Harry mit Voldemort verbunden war und irgendwie hatte diese Verbindung geholfen, dass Harrys Zauberstab von alleine handelte.

Lügen!"

Bitte…ich bitte euch…"

Und Harry sah die weiße Hand ihren Zauberstab heben und spürte Voldemort jäh aufwallenden wilden Zorn, ah den gebrechlichen alten Mann sich in Todesqualen am Boden krümmen –

Mehrere Leute zuckten.

Harry?"

Es war so schnell vorüber, wie es gekommen war: Harry stand zitternd in der Dunkelheit, die Hände ans Gartentor geklammert, sein Herz raste, und seine narbe brannte immer noch. Erst einige Augenblicke später fiel ihm auf, dass Ron und Hermine neben ihm waren.

„Ihr habt wahrscheinlich nur versucht darauf zu achten, dass er nicht verschwinden würde", sagte Sirius.

Harry, komm zurück ins Haus", flüsterte Hermine. „Du denkst doch nicht immer noch ans Weggehen?"

Jaah, du musst bleiben, Mann", sagte Ron und klopfte Harry heftig auf den Rücken.

„Siehst du, sag ich doch", sagte Sirius selbstgefällig.

„Niemand argumentiert mit dir" Remus rollte mit den Augen.

Alles in Ordnung mit dir?", fragte Hermine, jetzt so nahe bei ihm, dass sie Harry ins Gesicht schauen konnte. „Du siehst furchtbar aus!"

Harry drehte sich zu ihr um und sah sie schmollen an.

„Ach hör auf, du weißt was ich meine", sagte Hermine und schlug ihm auf den Arm.

„Nun, ich bin nur froh, dass du nicht kotzt… das ist doch schon mal eine Verbesserung.", sagte Ron.

„Ich vermute mal", sagte Harry und zuckte mit den Schultern.

Naja", sagte Harry zitternd, „ich seh wahrscheinlich besser aus als Ollivander…"

Nachdem er ihnen erzählt hatte, was er gesehen hatte, blickte Ron erschrocken, doch Hermine war abgrundtief entsetzt.

Aber es sollte doch vorbei sein! Deine Narbe – sie sollte das eigentlich nicht mehr tun! Du darfst diese Verbindung nicht wieder zulassen – Dumbledore wollte, dass du deinen Geist verschließt!"

„Also lernt Potter endlich wie man seinen Geist verschließt?", sagte Severus und sah zu einem zweifelhaft aus zum anderen aber auch ein wenig beeindruckt.

Dumbledore verzog das Gesicht, er wollte das nicht sage, wo doch Severus Harry fast pries, doch er fühlte, dass er es sagen müsste um den anderen eine Meinung darüber geben zu können, was passieren könnte. „Oder Voldemort hat beschlossen Oklumentik gegen Harry einzusetzen. „

„Warum sollte er das tun?", fragte Severus, obwohl es eher offensichtlich war, dass es das war; der Junge hatte offensichtlich keine Kontrolle über seine Gefühle und so würde es für ihn sehr schwierig sein, seinen Geist zu verschließen.

„Meine Vermutung ist, dass Voldemort herausgefunden hat, dass die Verbindung zwischen den beiden mehr gefährlicher als vorteilhaft ist.

„Aber warum sollte Harry ihn dann noch sehen können?", fragte Remus finster. „Ich meine, Ich bezweifle, dass Voldemort wollte, dass Harry so etwas sehen würde…"

„Nein, dass denke ich nicht." Dumbledore runzelte die Stirn und dann war er nachdenklich, er würde noch mehr darüber nachdenken müssen.

Als er nicht antwortete, packte sie ihn am Arm.

Harry, er übernimmt gerade das Ministerium und die Zeitungen und die halbe Zaubererwelt! Lass ihn nicht auch noch in deinen Kopf!"

Harry zog eine Grimasse, und dachte darüber nach, dass er ja nicht wirklich eine Chance hatte, aber er sagte nichts laut.

„Das war das Ende vom Kapitel", sagte Charlie. „Wer will als nächstes lesen?"

„Ich will", sagte Tonks und nahm das Buch von ihm.