THE GHOUL IN PAJAMAS
„Der Ghul im Schlafanzug",las Tonks.
In den folgenden Tagen lastete der Schock, Mad-Eye verloren zu haben, auf dem Haus;
„Das sagst du uns", murmelte Tonks, sie fand es schwierig zu lesen, doch sie versuchte ihr bestes.
Harry dachte ständig, dass er gleich mit polternden Schritten durch die Hintertür kommen würde, wie die anderen Ordensmittglieder, die ein und aus gingen, um Neuigkeiten zu bringen. Harry spürte, dass er sein Schuldgefühl und seinen Kummer nur durch Taten lindern konnte und dass er so bald wie möglich zu seiner Mission aufbrechen sollte, Horkruxe zu finden und zu zerstören.
„Horkruxe?", sagten mehrere Leute. Die meisten Leute waren verwirrt und hatten keine Ahnung was ein Horkrux war oder warum Harry es zerstören wollte. Allerdings erbleichte eine Person und keuchte auf.
„So hat er es geschafft! Deshalb hat er das erste Mal überlebt!" Sirius sah Dumbledore an.
„Ja ich habe den Beweis gefunden, dass Voldemort in der Tat mindestens einen Horkrux gemacht hat, und ich fürchte, dass er mehr geschaffen hat", sagte Dumbledore schwer und sah Sirius neugierig in die Augen. „Ich bin allerdings überrascht, dass du über sie weißt."
„Es wurde in einem von Vaters Büchern erwähnt.", Sirius schüttelte sich kurz. „Er hat mir und Regulus gesagt nie hinein zusehen…"
„Also hast du rein gesehen", sagte Snape entsetzt.
„Richtig" Sirius schmitzte, obwohl seine Augen sich verdunkelten und er den Mann mit den fettigen Haaren ansah.
„Professor, ich verstehe immer noch nicht so ganz was ein Horkrux ist?", sagte Hermine und sah Dumbledore an.
Dumbledore sah für einen Moment nachdenklich aus, dann sagte er: „Ich denke wir sollten weiter lesen und wenn der Begriff in diesem Kapitel nicht mehr erklärt wird oder ihr noch weitere Fragen haben solltet, dann versuchte ich mein bestes um sie zu beantworten."
Hermine nickte und Tonks nahm das als Bestätigung, dass sie wieder anfangen sollten zu lesen.
„Jedenfalls kannst du nichts tun gegen diese –", Ron formte mit den Lippen das Wort Horkruxe,
Dumbledore hob eine Augenbraue und nahm an, dass Ron und Hermine alles wissen musste, was er Harry erzählt hatte. Aber so wirklich wohl fühlte er sich nicht bei dem Gedanken, dass mehr Leute darüber Bescheid wussten (und deshalb fühlte er sich auch so unwohl bei dem Gedanken, dass alle Leute in diesem Raum es rausfinden würden). Allerdings wusste er, dass Harry seine Freunde brauchen würde, um das alles zu überstehen, wenn er ihm nicht helfen konnte.
Dies war eine Interessante Theorie und er schien auch zu bemerken, dass er nicht da sein würde um Harry zu helfen. Wenn das stimmt, und er starrte Snape an, wäre das eine gute Erklärung, weshalb Snape ihn töten würde. Gibt es einen besseren Weg Voldemort davon zu überzeugen, dass Snape sein Mann ist, als seinen größten Gegner zu besiegen (abgesehen von Harry natürlich)?
„bevor du siebzehn bist. Du hast immer noch die Spur auf dir. Und wir können hier genauso gut planen wie anderswo auch, stimmt's? Oder meinst du etwa", er senkte die Stimme und flüsterte, „du weißt bereits, wo diese Du-weißt-schon-welche sind?"
„Ehrlich mal Ron, kannst du das Wort überhaupt sagen?", sagte Hermine und schüttelte ihren Kopf und seine Brüder kicherten alle.
„Ich wollte anscheinend nicht überhört werden", schnaubte Ron zurück.
„Nein", gab Harry zu.
„Ich glaube, Hermine hat in letzter Zeit 'n bisschen nachgeforscht", sagte Ron.
„Was für eine Überraschung", hänselte Fred und Hermine funkelte ihn an.
„Sie wollte aber nichts davon erzählen, bevor du hier angekommen bist."
Sie saßen am Frühstückstisch; Mr. Weasley und Bill hatten sich gerade auf den Weg zur Arbeit gemacht, Mrs Weasley war nach oben gegangen, um Hermine und Ginny zu wecken, während Fleur entschwebt war, um ein Bad zu nehmen.
„Die Spur löst sich am Einunddreißigsten", sagte Harry. „Das heißt, ich muss nur noch vier Tage hierbleiben. Dann kann ich –"
„Fünf Tage", korrigierte ihn Ron energisch. „Wir müssen bis zur Hochzeit bleiben. Die bringen uns um, wenn wir sie versäumen."
„Denke ich auch", sagte Molly. „Eine Hochzeit ist für eine Familie und ihr müsst dortbleiben!"
„Ja, ich denke ich würde mich freuen, wenn du kommst 'Arry" Fleur lächelte ihn an und er lächelte zurück, was Ginny dazu brachte, dass Gesicht zu verziehen.
Harry vermutete, dass mit „sie" Fleur und Mrs Weasley gemeint waren.
„Nun, offensichtlich hattest du darüber recht", kicherte Sirius, als beide Frauen ihn anfunkelten aber ihn kümmerte es nicht sehr. Es fühlte sich einfach nett an, so viele Menschen um sich zu haben.
„Es ist ein zusätzlicher Tag", sagte Ron, als Harry rebellisch dreinblickte.
„Kapieren die nicht, wie wichtig –?"
„'Türlich nicht", sagte Ron. „Die haben keinen Schimmer.
„Und warum haben wir keinen Schimmer!", sagte Molly scharf, doch ihr Blick galt nicht direkt ihrem Sohn oder Harry, sondern Albus Dumbledore.
Dumbledore hielt sich immer für einen tapferen Mann, aber es war sehr schwer der grimmig dreinblickenden Hexe in Auge zu sehen. „Ich denke, Ich habe ihnen gesagt, dass sie es niemandem erzählen sollten…"
„Ja, dass hab ich schon verstanden", sagte Molly heiß. „Aber warum?"
„Ich war schon immer misstrauisch, was passieren könnte, wenn zu viele Leute über Voldemorts Geheimnis Bescheid wissen könnten. Das würde ihn geschützter machen und es wäre viel schwerer ihn zu zerstören.", sagte Dumbledore.
Molly öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch Arthur legte eine Hand auf ihre Schulter und sagte ihr so leise, dass nur sie es hören konnte: „Das ist genug Molly." Sie schnaubte und sah immer noch sauer aus, aber sie sagte nichts mehr.
Und wo du gerade davon sprichst – ich wollte mit dir darüber reden."
Ron warf einen kurzen Blick auf die Tür zum Flur, um sicherzugehen, dass Mrs Weasley noch nicht zurückkam, dann beugte er sich näher zu Harry.
„Mum hat versucht, es aus Hermine und mir rauszukriegen. Was wir vorhaben. Sie wird es als Nächstes bei dir probieren, also pass auf. Dad und Lupin haben auch beide gefragt, aber als wir meinten, dass Dumbledore zu dir gesagt hat, dass du es keinem außer uns erzählen sollst, haben sie damit aufgehört. Mum aber nicht. Die ist hartnäckig."
„Sollte ich auch", murmelte Molly, sie sah immer noch sehr eingeschnappt aus.
[Rons Voraussage bestätigte sich innerhalb weniger Stunden.
„Keine Überraschung", sagte alle Weasley Jungen.
Kurz vor dem Mittagessen nahm Mrs Weasley Harry beiseite mit der Bitte, sich eine einzelne Männersocke anzusehen, die, wie sie glaubte, aus seinem Rucksack stammen könnte. Kaum hatte sie ihn in der kleinen Waschküche neben der Küche in die Enge getrieben, fing sie auch schon an.
„Du solltest niemals auf den einzelnen Socken Trick hereinfallen, Harry" Fred schüttelte seinen Kopf in Enttäuschung.
„Den benutzt sie schon seit Jahren", fügte George hinzu.
„Mal Ehrlich, ich denke wir sind alle schon mal auf diesen Trick hereingefallen", kicherte Charlie. „Er war kein freudiges Gespräch, das kann ich euch sagen."
„Und worüber ging es, Charlie Bär", hänselte ihn Tonks.
„Würdest du nicht wissen wollen", sagte Charlie und versuchte lässig auszusehen, aber seine Ohren nahmen eine rote Farbe an, obwohl die Farbe auch davon hätte kommen können, dass Tonks seinen alten Spitznamen aus der Schule benutzt hatte (sie wusste, dass er den Namen hasste, doch er nannte sie immer Nymphy, deshalb hatte sie sich auch etwas ausgedacht).
Tonks schmollte einen Augenblick, sie wollte ihn weiter hänseln, aber sie entschloss sich dazu weiterzulesen.
„Ron und Hermine denken anscheinend, ihr drei würdet jetzt Hogwarts sausen lassen", begann sie in einem heiteren, beiläufigen Ton.
Hermine schauderte und Harry senkte seinen Kopf. Sie ging von Hogwarts wegen ihm… um ihm zu helfen, wie konnte er sie das… „Au!"
„Geschieht dir Recht, hör auf so einen Blödsinn zu denken", schnaubte Hermine.
„Ich wusste nicht, dass du Gedankenlesen kannst", murrte Harry und rubbelte sich seinen Arm, dort wo Hermine ihn geschlagen hatte.
„Kann ich auch nicht, aber es war offensichtlich was du gedacht hast", sagte Hermine und rollte mit den Augen.
„Oh", sagte Harry. „Nun, Jaah. Tun wir auch."
In einer Ecke drehte sich die Wäschemangel von ganz allein und wrang offenbar eines von Mr. Weasleys Unterhemden aus.
„Darf ich fragen, warum ihr eure Ausbildung abbrecht?", sagte Mrs Weasley.
„Also, Dumbledore hat mir vor seinem Tod aufgetragen… was zu tun", murmelte Harry. „Ron und Hermine wissen davon und die wollen mitkommen."
„Was denn zu tun?"
„Tut mir leid, ich kann nicht –"
„Nun, offen gestanden glaube ich, dass Arthur und ich ein Recht haben, es zu erfahren, und ich bin sicher, Mr. und Mrs Granger würden das auch so sehen!", sagte Mrs Weasley.
Harry hatte die „besorgte Eltern" – Attacke befürchtet.
„Und was meinst du damit?", fragte Molly und sah Harry scharf an.
„Ich…" Harry öffnete seinen Mund, fand aber keine Erklärung, als sagt er nur: „Es tut mir leid."
Er zwang sich, ihr direkt in die Augen zu sehen, wobei ihm auffiel, dass sie genau denselben Braunton hatten wie sie von Ginny.
„Wirklich!", sagten Molly und Ginny beide.
„Ja sind sie", sagte Arthur, der schon so oft in ihre Augen gesehen hatte. Dann sah er Harry neugierig an, wieso kannte er Ginnys Blick so genau?
Während Arthur neugierig guckte, sahen alle Weasley Jungen Harry misstrauisch an, sie freuten sich über diese Nachricht gar nicht.
Das half nicht.
„Dumbledore wollte nicht, dass sonst noch jemand davon erfährt, Mrs Weasley. Es tut mir leid. Ron und Hermine müssen nicht mitkommen, es ist deren Entscheidung –"
„Als ob wir eine Wahl hätten", spotteten Ron und Hermine zur selben Zeit und Harry konnte nichts anders, als ein wenig freudiger zu gucken, sie würden immer für ihn da sein.
„Ich verstehe auch nicht, warum du gehen musst!", schnappte sie, nun ohne jedes Versteckspiel.
Alle Weasley Kinder lachten, sie kannten diese Taktik genau. Arthur hätte auch gelacht, wenn er nicht genau gewusst hätte, was Molly mit ihm angestellt hätte.
Ihr seid gerade mal volljährig, alle drei! Das ist völliger Blödsinn;
„Natürlich, Mum", sagte Fred.
„Jaah, was für ein Blödsinn ist das…Harry ist noch nicht mal Volljährig!", fügte George hinzu.
„Ach, haltet die Klappe", sagte Molly und funkelte die beiden an.
„wenn Dumbledore einen Auftrag gehabt hätte, dann hätte er den ganzen Orden zur Verfügung gehabt! Harry, du musst ihn falsch verstanden haben. Wahrscheinlich hat er dir von etwas erzählt, das getan werden musste, und du hast gedacht, dass du es –"
Alle Blicke gingen wieder zu Dumbledore, der unbequem drein sah.
„Ich habe es nicht falsch verstanden", sagte Harry entschieden. „Ich muss es tun." Er gab ihr die einzelne Socke zurück, die er sich anschauen sollte und die ein goldenes Binsenmuster trug. „Und die gehört nicht mir, ich bin kein Fan von Puddlemere United."
„Du solltest, sie sind der Wahnsinn", erzählte ihm Bill.
„Sind sind nicht so schlecht", sagte Fred. „Wir verfolgen sie so ein bisschen, seit Oliver in dem Team ist…"
„Im letzten Spiel hat er sogar mitgespielt…", sagte George.
„Er war gar nicht so schlecht", fügte Fred hinzu. „obwohl, ich würde sie immer noch nicht Wahnsinn nennen…"
„Wie auch immer" Tonks rollte mit den Augen, sie mochte gutes Quidditch Gerede genauso gerne wie die anderen, aber diesem Gespräch war einfach vergeudete Zeit.
„Oh, natürlich nicht", sagte Mrs Weasley, indem sie jäh und ziemlich entnervend ihren üblichen Ton wieder anschlug. „Das hätte ich wissen müssen. Nun, Harry, solange wir dich noch hier haben, hast du doch nichts dagegen, bei den Vorbereitungen für Bills und Fleurs Hochzeit zu helfen, oder? Es gibt immer noch so viel zu tun."
„Stimm nicht zu, Mann… das ist eine Falle", rief Ron.
„Hmph" Molly funkelte ihn an und er schrumpfte in seinem Stuhl zusammen.
„Ich denke nicht, dass das es darauf ankommt, es ist doch nur richtig zu helfen, oder" Harry zuckte mit den Schultern und Molly lächelte ihn an. Was für ein rücksichtsvoller Junge er doch ist.
„Weißt du Harry, manchmal kann ich dich überhaupt nicht verstehen." Sagte Sirius und schüttelte den Kopf.
„Nein – ich – natürlich nicht", sagte Harry, durch diesen plötzlichen Themenwechsel irritiert.
„Nett von dir", erwiderte sie, und als sie die Waschküche verließ, lächelte sie.
Von diesem Moment an hielt Mrs Weasley Harry, Ron und Hermine so sehr mit den Hochzeitsvorbereitungen auf Trab, dass sie kaum Zeit zum Nachdenken hatten. Die netteste Erklärung für dieses Verhalten wäre gewesen, dass Mrs Weasley sie alle von den Gedanken an Mad-Eye und die Schrecken ablenken wollte, die sie auf ihrem Flug vor kurzem durchlitten hatten.
„Jaah, das ist zu nett für unsere liebe alte Mum", sagten Fred und George.
„Oh, nennt sie nicht so!", sagte Sirius überraschenderweise und als alle ihm einen neugierigen Blick zuwarfen, zuckte er nur mit den Schultern und sagte: „So hab ich meine Mutter genannt… Und ich sehe wirklich überhaupt keinen Vergleich."
„Da hast du Recht, Sirius gutes alten Haus", sagte Fred.
„Ich denke nicht, dass wir es wagen Mummy noch mal so zu nennen", fügte George hinzu.
Molly zog eine Grimasse, sie mochte es überhaupt nicht Mummy genannt zu werden.
Nach zwei Tagen, an denen sie unentwegt Besteck geputzt, Hochzeitsgeschenke, Schleifen und Blumen farblich aufeinander abgestimmt, den Garten entgnomt und Mrs Weasley geholfen hatten, gewaltige Mengen an Kanapees zuzubereiten, vermutete Harry jedoch allmählich einen anderen Beweggrund bei ihr. Alle Aufgaben, die sie verteilte, schienen ihn, Ron und Hermine voneinander fernzuhalten; er hatte seit dem ersten Abend, als er ihnen erzählt hatte, wie Voldemort Ollivander folterte, keine Gelegenheit gehabt, mit den beiden allein zu sprechen.
„Du bist ein wenig offensichtlich, Liebling", kicherte Arthur.
„Ehrlich, Arthur, Ich glaube ich hätte sie genauso hart drangenommen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie etwas planen würden", sagte Molly. „Weißt du wie viel Arbeit wir zu tun haben, bei einer Hochzeit im Fuchsbau?"
„Nein, aber ich bin mir sicher, du kannst mich erleuchten", sagte Arthur und sah leicht amüsiert aus. „Aber erst später."
[style type="bold"] „Ich glaubte, Mum denkt, dass sie eure Abreise hinauszögern kann, wenn sie es schafft, zu verhindern, dass ihr drei zusammenkommt und Pläne schmiedet", erklärte Ginny Harry mit gedämpfter Stimme, als sie am dritten Tag seines Aufenthalts den Tisch zum Abendessen deckten.
Molly errötete und alle Weasleys lachten.
„Und was soll ihrer Meinung nach dann passieren?", murmelte Harry. Vielleicht bringt jemand anders Voldemort um, während sie uns hier aufhält und Blätterteigpasteten machen lässt?"
„Mann… Ich glaub nicht, dass du das gesagt hast!", keuchte Ron und sah geschockt aus.
„Was?", fing Harry an und errötete. „Ich muss nicht nachgedacht haben…"
„Nun, dass ist offensichtlich", sagte Hermine. „Aber normalerweise bist du…"
„Verschlossen…", sagte Fred.
„Man bekommt kein Wort aus dir heraus…", sagte George.
„Nicht, wenn es so etwas wie das ist", ging Fred weiter ein.
„Warum redest du so mit Gin-Gin", fragte George und Ginny hisste ihn an, weil er sie so nannte.
„Ehrlich, ich hab keine Idee", sagte Harry, was nicht ganz der Wahrheit entsprach, er wusste wohin das alles führen würde, genauso wie die meisten Leute im Raum. Es entsprach dennoch ein wenig der Wahrheit, er hatte keine Ahnung warum er so offen zu Ginny sprach.
Es war wahr, er hatte einige Unterschiede bei ihr dieses Jahr festgestellt, es war als würde er sie das erste Mal sehen und sie wäre nicht Rons kleine Schwester, die jedes Mal errötete, wenn er den Raum betrat. Allerding hatte er keine solche Gefühle für sie… okay, sie war schon irgendwie süß… ach halt die Klappe oder willst du, dass dir sechs wütende Brüder in den Arsch treten, Harry zischte über den Gedanken. Außerdem, er ging praktischerweise mit Cho im Moment und er hatte definitiv Gefühle für sie. Plus, Ginny hatte einen Freund… sie mag ihn doch gar nicht mehr, richtig? Er muss sich doch also keine Sorgen mehr machen, oder?
„Tonks, ich denke du solltest weiter lesen, bevor mein Patensohn einen Nervenzusammenbruch erleidet.", kicherte Sirius.
Er hatte, ohne nachzudenken, gesprochen und sah Ginnys Gesicht erbleichen.
„Also stimmt es?", sagte sie. „Das wollt ihr versuchen?"
„Ich – nicht – das war nur ein Witz", sagte Harry ausweichend.
„Jaah, richtig Harry, du weißt dass ich dir das nicht glauben werde." Ginny rollte mit den Augen. Sie mochte diese Anzeichen die zeigten, dass sie und Harry so eine Art Beziehung hatten… gerade erst waren sie so etwas wie Freunde geworden und nun… nein, hör auf. Du hast so hart daran gearbeitet über ihn hinweg zukommen, dachte sie, obwohl sie nie wusste, ob sie wirklich ganz über ihn hinweg gekommen war, egal wie sehr sie Micheal mochte, Harry würde immer mehr für sie bedeuten.
Sie starrten einander unverwandt an, und es war nicht nur Entsetzten, das sich auf Ginnys Gesicht abzeichnete. Plötzlich wurde Harry bewusst, dass er seit jenen heimlichen Treffen in abgelegenen Winkeln auf dem Hogwarts-Gelände zum ersten Mal allein mit ihr war.
„Heimlichen Treffen?" Charlie war derjenige der rief, aber alle anderen Weasleys Brüder sahen genauso wütend aus wie er. Alle außer Ron, der wütend, ein wenig verletzt und sichtlich krank aussah. „Was hast du mit Ginny gemacht!"
„Ich hab keine Ahnung…Ehrlich!"; sagte Harry und sah geschockt aus.
„Lasst ihn in Ruhe", schnappte Ginny zu ihrem zweiältesten Bruder, der ein wenig zuckte bei ihrem Blick, aber er blieb standhaft. „Erst mal, es gibt keinen Grund jemanden anzuschreien für etwas, das noch nicht passiert ist! Und zweitens… Und das ist etwas was ihr euch dringend merken solltet. Es ist nicht eure Angelegenheit, von keinem von euch!"
„Merlin, ich dachte Harry hätte den Verstand verloren mit einem Mädchen auszugehen, dass sechs ältere Brüder hat, aber das ist ja gar nichts im Gegensatz zu ihr selber.", flüsterte Sirius zu Remus. Der Werwolf sah unbequem aus, da er wusste, dass alle zugehört hatten, aber Tonks schnaubte und Hermine versuchte ernsthaft nicht zu lachen. Sie dachte immer das Ginny eine gute Partie für Harry war.
„Gut Ginny, aber wenn er dir weh…", sagte Charlie und seine Ohren waren genauso rot wie Backsteine und er hatte seine Hände zu Fäusten geballt.
„Ihr werden gar nichts tun! Du hast mich gehört, Charlie! Alle!", sagte Ginny und gab allen ein Funkeln, selbst zu Percy, zum ersten Mal seit er den Raum betreten hatte. „Du kannst nun weiter lesen, Tonks."
„Okay", sagte Tonks fröhlich, sie wusste, dass es immer einen Grund gab, warum sie Ginny so sehr mochte.
Er war sicher, dass sie auch daran dachte. Beide zuckten zusammen, als die Tür aufging und Mr. Weasley, Kingsley und Bill hereinkamen.
Es waren nun häufig andere Ordensmitglieder zum Abendessen bei ihnen zu Gast, weil der Fuchsbau den Grimmauldplatz Nummer zwölf als Hauptquartier ersetzt hatte. Mr. Weasley hatte erklärt, dass nach dem Tod von Dumbledore, ihrem Geheimniswahrer, jeder, dem Dumbledore den Standort des Hauses am Grimmauldplatz anvertraut hatte, selbst ein Geheimniswahrer geworden sei.
„Das heißt, dass der Ort nicht länger sicher ist, irgendjemand könnte versehendlich etwas herausrutschen.", sagte Molly.
„Stimme ich vollkommen zu", sagte Dumbledore und Molly verengte seine Augen zu Schlitzen. Sie hatte das Gefühl, dass er sich damit zu rechtfertigen versuchte, dass er ihnen nicht alles erzählte… was auch immer es war, was er Harry aufgetragen hatte.
„Und da wir etwa zwanzig Leute sind, wird die Kraft des Fidelius-Zaubers beträchtlich abgeschwächt. Zwanzig Mal mehr Möglichkeiten für die Todesser, das Geheimnis aus jemandem rauszukriegen. Wir können nicht davon ausgehen, dass er noch lange hält.
„Aber Snape hat ihnen bestimmt inzwischen die Adresse verraten, oder?", fragte Harry.
„Ja das ist wahr", sagte Remus und sah Severus nachdenklich an. Severus sah stattdessen das Buch an, und Remus konnte nicht anders als einzugestehen, dass dies ein Argument dafür war, dass Dumbledore Recht haben könnte, dass Severus auf ihrer Seite war.
„Nun, Mad-Eye hat ein paar Flüche gegen Snape eingerichtet, für den Fall, dass er wieder dort auftaucht. Wir hoffen, dass sie stark genug sind, ihn fernzuhalten, und ihm auch die Zunge zu lähmen, wenn er versucht, über das Haus zu reden, aber wir können nicht sicher sein. Es wäre verrückt gewesen, das Haus weiterhin als Hauptquartier zu verwenden, jetzt, wo sein Schutz so brüchig geworden ist."
In der Küche war es an diesem Abend so voll, dass man nur schwer mit Messer und Gabel hantieren konnte. Harry fand sich dicht an Ginny gedrängt; bei all dem Unausgesprochenen, das gerade zwischen ihnen passiert war, wäre es ihm lieber gewesen, sie hätten ein paar Leute zwischen sich gehabt.
Harry rutschte unbehaglich hin und her, er hat gut geschätzt was Ginny gerade vor einer Minute gesagt hatte, aber er war sich nicht sicher was passiert wäre, wenn er etwas getan hätte, was sie verletzt hätte. Offensichtlich, war die Beziehung, die er mit ihr hatte, sehr angespannt. Er war überrascht, wie sehr es ihn bedrückte.
Er war so angestrengt darauf bedacht, ihren Arm nicht zu streifen, dass er kaum sein Hühnchen schneiden konnte.
„Keine Neuigkeiten über Mad-Eye?", fragte Harry Bill.
„Nichts", erwiderte Bill.
Sie hatten Moody kein Begräbnis bereiten können, weil es Bill und Lupin nicht gelungen war, seinen Leichnam zu bergen. Es war während des Kampfes dunkel gewesen und nach all dem Getümmel schwierig, den Ort zu finden, wo er abgestürzt war.
„Armer Moody", seufzte Tonks.
„Der Tagesprophet hat mit keinem Wort erwähnt, dass er gestorben ist oder dass man seinen Leichnam gefunden hätte", fuhr Bill fort. „Aber das will nicht viel heißen. Der hält zurzeit einiges unter der Decke."
„Das kannst du laut sagen", murrte Harry.
„Ich habe das Gefühl, dass die Dinge in dieser Hinsicht für eine Weile besser zu werden scheinen.", sagte Remus. „Es hat halt gerade erst begonnen."
„Das beruhigt mich so gar nicht", murmelte Harry.
„Und sie haben immer noch keine Anhörung einberufen wegen all der Magie, die ich als Minderjähriger eingesetzt habe, um den Todessern zu entkommen?", rief Harry quer über den Tisch Mr. Weasley zu, der den Kopf schüttelte. „Weil sie wissen, dass ich keine Wahl hatte, oder weil sie nicht wollen, dass ich der ganzen Welt sage, dass Voldemort mich angegriffen hat.
„Letzteres, glaube ich", sagte Remus, „obwohl, wenn alles gesagt und getan wurde, dann wäre es vielleicht gut gewesen allen davon zu erzählen."
„Was meinst du?", fragte Harry. „Würden sie nicht Angst haben, wenn sie wüssten, dass Voldemort Leute angreift."
„Ja, denke ich auch", sagte Remus. „aber es würde sie auch ermutigen, zu wissen, dass du gegen ihn gekämpft hast… und wieder überlebt hat!" Harry zog eine Grimasse. . „Ich weiß, dass dir das nicht gefällt, aber du bist eine öffentliche Persönlichkeit und ein Symbol der Hoffnung für die meisten Leute, vor allem jetzt, da Dumbledore weg ist…ähm…sorry Sir."
„Keine Ursache, ich stimme dir voll und ganz zu", lächelte Dumbledore.
„Wie auch immer", murrte Harry, die ganze Sache erschien ihm immer noch blöd.
Severus sah Harry neugierig an, es sah so aus, als ob der Junge seinen Namen in der Zeitung nicht gerne sah… das konnte nicht sein, oder?
„Letzteres, glaube ich. Scrimgeour will nicht zugeben, dass Du-weißt-schon-wer so mächtig ist, wie er ist, und auch nicht, dass es in Askaban einen Massenausbruch gegeben hat."
„Jaah, warum der Öffentlichkeit die Wahrheit mitteilen?", sagte Harry und schloss seine Hand so fest um sein Messer, dass sie blassen Narben auf seinem rechten Handrücken sich weiß von der Haut abhoben: Ich soll keine Lügen erzählen.
„Was ist das?", sagten Molly und Sirius beide und sahen Harry beide in Sorge an und er reib sich unbewusst den Hinterkopf.
„Hast du das immer noch?", fragte Sirius, stand auf und nahm Harrys Hand und tatsächlich sah er die rote Narbe auf seinem Handrücken. „Wann ist das passiert?"
„Es ist gar nichts", sagte Harry und entriss ihm seine Hand.
„Sei nicht dumm, Harry, das muss durch eine Blutfeder verursacht worden sein, so fein wie das geschrieben worden is, kann es nichts anderes sein und es ist offensichtlich deine eigene Handschrift…", sagte Sirius. „Obwohl, Ich habe noch nie von eine Blutfeder gehört, die solch tiefe Narben hinterlässt…"
„Nun, dass passiert, wenn jemand dich immer und immer wieder das selbe schreiben lässt, bis die Nachricht sich verinnerlicht!", zischte Ron.
„Du wusstest davon!", keuchte Molly. „Warum hast du es keinem erzählt? Das ist keine akzeptable Form der Bestrafung in Hogwarts!"
„Ich versichere dir, dass ist es definitiv nicht!", sagte McGonagall und sah entsetzt drein über diese Vorstellung, obwohl sie Harry auch traurig ansah. „Potter, die hätten zu mir kommen sollen, ich hätte…"
„Ehrlich Professor, Ich bin mir nicht sicher was sie dieser Kröte antun können", murmelte Harry. „Und ich wollte ihr diese Genugtuung nicht lassen."
„Ich hab das nie verstanden", sagte Hermine und schüttelte den Kopf.
„Und trotzdem habt ihr uns nichts erzählt!", rief Molly erneut.
„Harry hat es uns verboten", sagte Ron und zuckte mit den Schultern.
„Wir wollten sein Vertrauen nicht missbrauchen, obwohl wir wussten, dass es falsch war.", sagte Hermine.
„Schaut mal, dass spielt jetzt auch keine Rolle, als können wir bitte wieder anfangen zu lesen.", sagte Harry scharf.
„Ist keiner im Ministerium bereit, ihm die Stirn zu bieten", fragte Ron zornig.
„Natürlich, Ron, aber die Leute haben Angst", antwortete Mr. Weasley, „Angst, dass sie die Nächsten sein werden, die verschwinden, dass ihre Kinder die Nächsten sind, die überfallen werden! Es gehen schlimme Gerüchte um; ich glaube zum Beispiel nicht, dass die Mugglekundelehrerin von Hogwarts zurückgetreten ist.
Alle senkten ihren Kopf, sie ist nicht zurückgetreten.
Sie wurde schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Unterdessen schließt sich Scrimgeour den ganzen Tag in seinem Büro ein. Ich kann nur hoffen, dass er an einem Plan arbeitet."
Es folgte eine Pause, in der Mrs Weasley die leeren Teller beiseite zauberte und Apfelkuchen servierte.
„Wir müssen entscheiden, wie wir disch tarnen 'Arry", sagte Fleur, als alle ihren Nachtisch hatten.
„Tarnen…wofür?", sagte Harry.
„Auf der 'Ochzeit", fügte sie hinzu, als er verwirrt dreinblickte.
„Oh", sagte Harry und die meisten fingen an zu kichern.
„Natürlisch ist keiner von unseren Gästen ein Todesser, aber wir können nischt garantieren, dass keinem etwas rausrutscht, wenn alle Champagner getrunken 'aben."
Harry schloss aus ihren Worten, dass sie immer noch Hagrid im Verdacht hatte.
Mehrere Leute funkelten Fleur an, aber sie bemerkte es nicht.
„Ja, ganz richtig", sagte Mrs Weasley am Kopfende der Tafel, wo sie mit der Brille auf der Nasenspitze saß und eine riesige Liste von Aufgaben überflog, die sie auf ein sehr langes Stück Pergament gekritzelt hatte. „Wie steht's Ron, hast du schon dein Zimmer geputzt?"
Ron stöhnte und Molly funkelte sie an.
„Wieso?", rief Ron, knallte seinen Löffel hin und sah seine Mutter wütend an. „Wieso muss mein Zimmer geputzt werden? Harry und ich sind ganz zufrieden, so, wie es ist!"
„Eigentlich, wenn es so ist, wie es das letzte Mal war, als ich bei dir war, dann könnte es schon etwas Reinigung gebrauchen.", sagte Harry, obwohl er sich ehrlich nicht darum scherte, wie das Zimmer aussah.
„Verräter", sagte Ron mit Abscheu und Harry lachte einfach.
„Wir feiern hier in ein paar Tagen die Hochzeit deines Bruders, junger Mann –"
„Und heiraten die in meinem Schlafzimmer?", fragte Ron aufgebracht. „Nein! Also warum im Namen von Merlins linkem Hänge–"
„RONALD!", tadelten Hermine und Molly ihn.
„Sprich nicht so mit deiner Mutter", erwiderte Mr. Weasley bestimmt. „Und tu, was man dir sagt."
Ron warf beiden Eltern finstere Blicke zu, dann nahm er seinen Löffel und machte sich über sie letzten Bissen seines Apfelkuchens her.
„Ich kann dir helfen, da ist einiges von meinem Kram dabei", sagte Harry zu Ron gewandt, aber Mrs Weasley schnitt ihm das Wort ab.
„Keine Chance Harry", fing Fred an.
"Mum macht es dir nicht so leicht", beendete George.
„Nein, Harry, Schatz, mir wäre es lieber, du würdest Arthur helfen, den Hühnerstall auszumisten, und, Hermine, ich wär dir sehr dankbar, wenn du die Betten für Monsieur und Madame Delacour frisch beziehen könntest, du weißt, sie kommen morgen früh um elf an."
„Na super, alles was wir brauchen sind noch mehr Leute im Fuchsbau", murmelte Ron.
„Ronald, sei nicht so unhöflich", zischte Hermine ihn an.
„Was? Ich hab nichts gegen sie, ich sag ja nur, dass wir auch ohne sie schon viel zu viele sind", schnappte Ron zurück.
„Tonks, lies einfach weiter, bitte", sagte Harry, die aufgehört hatte zu lesen, um sie reden zu lassen, aber Harry wusste das ein Streit daraus folgen würde und hoffentlich würden sie aufhören, wenn sie einfach weiter lesen würden.
Doch wie sich herausstellte, gab es bei den Hühnern sehr wenig zu tun.
„Es ist nicht nötig, das, ähm, Molly gegenüber zu erwähnen", sagte Mr. Weasley zu Harry,
Arthur gluckste nervös umher und Molly funkelte ihn an.
„Was ist es jetzt schon wieder?", zischte Molly und Arthur zuckte nur mit den Schultern und zuckte leicht zusammen, seine Wunde tat ihm weh.
indem er ihm den Weg zum Hühnerstall versperrte, „aber, ähm, Ted Tonks hat mir fast alles geschickt, was von Sirius' Motorrad übrig war, und ich, ähm, verstecke – das heißt, ich verstaue – es hier drin.
„Ich denke es zu versteckten war genau das richtige", lachte Sirius und Molly funkelte ihn scharf an. Alle Weasley Kinder lachten, während Harry, Hermine, Tonks und Remus versuchten ihr Lachen zu unterdrücken.
„Ich glaub es nicht, Arthur!", rief Molly. „Was hast du dir dabei gedacht?"
„Ähm…Ich…Öhm… Ich…weiß nicht", stotterte Arthur.
Sagenhafte Sachen: Da ist eine Auspuffdichtung dabei oder wie das Ding heißt, eine prächtige Batterie, und es wird eine großartige Gelegenheit sein herauszufinden, wie Bremsen funktionieren. Ich wird mal versuchen, alles wieder zusammenzubauen, wenn Molly nicht – ich meine, wenn ich Zeit habe."
Dieses Kommentar, erntete Arthur nur ein weiteres Funkeln von seiner Frau und alle fingen an zu kichern.
Als sie ins Haus zurückkamen, war Mrs Weasley nirgends zu sehen, und so stahl sich Harry nach oben in Rons Schlafzimmer unter dem Dach.
„Siehst du was du getan hast, Arthur!", schnappte Molly.
„Ehrlich Molly, Liebling, Ich denke, es ist das beste, wenn die drei Mal die Möglichkeit haben zu reden", sagte Arthur vernünftig. „Sie würden es niemals zulassen, dass jemand sie abhält, dafür sind sie zu stur und es ist besser, wenn sie einige Vorbereitungszeit haben."
„Ich mach's schon, ich bin ja dabei –! Oh, du bist es", sagte Ron erleichtert, als Harry das Zimmer betrat. Ron legte sich wieder aufs Bett, von dem er offensichtlich gerade aufgestanden war.
Molly starrte ihren jüngsten Sohn an, der ein wenig zu selbstgefällig für ihren Geschmack aussah.
Im Zimmer war es genauso unordentlich wie schon die ganze Woche, nur dass Hermine jetzt hinten in der Ecke saß, mit ihrem flauschigen orangeroten Kater Krummbein zu ihren Füßen, und Bücher auf zwei riesige Stapel sortierte, unter denen Harry einige seiner eigenen erkannte.
„Hi, Harry", sagte sie, als er sich auf sein Feldbett setzte.
„Und wie hast du es geschafft, dich loszueisen?"
„Oh, Rons Mum hat vergessen, dass sie Ginny und mich schon gestern gebeten hat, die Bettwäsche zu wechseln"; sagte Hermine.
„Ich kann nicht glauben, dass du sie nicht daran erinnert hast", sagte Fred.
„Ich dachte du wärst immer die Ehrliche von euch!", fügte George hinzu.
„Oh, dass ist sie, aber offensichtlich wollte sie ein wenig wertvolle Zeit mit Ron verbringen", sagte Ginny und wackelte mit den Augenbrauen. Hermine und Ron erröteten zu selben Zeit und alle anderen Lachten.
Sie warf Nummerologie und Grammatica auf den einen Stapel und Aufstieg und Niedergang der dunklen Künste auf den anderen.
„Wir haben gerade über Mad-Eye gesprochen", sagte Ron zu Harry. „Ich denke, dass er überlebt haben könnte."
Tonks Stimme zitterte Leicht, als sie das las und obwohl sie ernsthaft bezweifelte, dass das was Ron gesagt hatte wahr war, kam sie nicht herum, dass zu hoffen.
„Aber Bill hat gesehen, wie ihn der Todesfluch getroffen hat", entgegnete Harry.
„Jaah, aber Bill war auch unter Beschuss", sagte Ron. „Wie kann er sicher sein bei dem, was er gesehen hat?"
„Selbst wenn ihn der Todesfluch verfehlt hat, ist Mad-Eye immer noch etwa dreihundert Meter in die Tiefe gestürzt", sagte Hermine, die jetzt Quidditch-Mannschaften Britanniens und Irlands in der Hand wog.
„Er hätte einen Schildzauber einsetzten können –"
„Fleur meinte, dass es ihm den Zauberstab aus der Hand gerissen hat", sagte Harry.
„Also gut, wenn ihr unbedingt wollt, dass er tot ist", sagte Ron mürrisch und klopfte sein Kissen etwas bequemer zurecht.
„Ronald, natürlich wollen wir das nicht", schnappte Hermine. „Aber es gibt keinen Grund auf etwas zu hoffen, dass nicht möglich sein kann."
„Wie auch immer, Mine", sagte Ron und rollte mit den Augen.
„Mine?", fragte Hermine und Ron errötete sofort.
„Äh…ähm… Ich wollte das nicht sagen", stotterte Ron und seine Ohren wurden mit jedem Wort noch röter.
„Nein, ist okay…Du kannst mich gerne so nennen", sagte Hermine sanft und errötete selber. Sie hatte noch nie einen Spitznamen… jedenfalls noch nie so einen schmeichelhaften.
„Wirklich… du magst ihn?", sagte Ron, mit mehr Begeisterung, als eigentlich nötig.
„Ich weiß nicht so recht, aber es ist nicht schlimmer, als mein voller Name", sagte Hermine.
„Was redest du denn da, Hermine, dein Name ist wunderschön", sagte Ron bevor er richtig denken konnte und wurde noch röter und starrte auf den Boden. Hätte er nicht weggesehen, hätte er gesehen, dass Hermine selber sehr aufgeregt aussah und vergnügt. Natürlich war das kichern, dass durch den gesamten Raum ging, nicht gerade hilfreich.
„Arg, es ist schon schlimm genug, dass ich hier sein muss und über Potters Leben lesen muss, aber ist es jetzt wirklich nötig, dass ich jetzt auch noch zusehen muss, wie Weasel und das S… Lockenköpfen flirten?", stöhnte Molly.
„Halt die Klappe Malfoy!", schnappten mehrere Leute, obwohl das kichern in dem Raum noch mehr anstieß, bei dem Anblick von Ron und Hermines peinlich berührten Gesichtern.
„Natürlich wollen wir nicht, dass er tot ist!", sagte Hermine mit entsetztem Blick. „Es ist furchtbar, dass er tot ist! Aber wir sind eben realistisch."
Harry stellte sich zum ersten Mal Mad-Eyes Leiche vor, mit gebrochenen Gliedmaßen wie sie von Dumbledore, doch mit diesem einen Auge, das nach wie vor in seiner Höhle umher huschte. Er verspürte plötzlich Ekel und zugleich eine absurde Lust zu lachen.
„Lachen? Ernsthaft, Harry, was ist los mit dir?", fragte Ginny und schüttelte ihren Kopf.
„Ähm… Keine Ahnung" Harry zuckte mit den Schultern.
„Die Todesser haben vermutlich hinter sich aufgeräumt, deshalb hat ihn niemand gefunden", sagte Ron weise.
„Jaah", antwortete Harry. „Wie Barty Crouch – in einen Knochen verwandelt und im Garten vor Hagrids Hütte vergraben. Sie haben Moody wahrscheinlich verwandelt und irgendwo hin gestopft –"
„Okay… Wir brauchen keine Details", sagte Molly und schüttelte sich bei dem Gedanken.
„Hört auf damit!", kreischte Hermine. Erschrocken schaute Harry hinüber, gerade als sie über ihrem Exemplar von Zaubermanns Silbentabelle in Tränen ausbrach.
„Komm schon, Mine, du musst schon etwas mehr abkönnen, als das", sagte Fred.
Hermine funkelte ihn an, obwohl das mehr mit dem Fakt zu tun hatte, dass er sie Mine nannte. Sie mochte die Vorstellung, dass Ron der einzige war, der sie so nannte. Natürlich würde sie das jetzt nicht sagen, nicht jetzt, es würden nur wieder alle anfangen sie und Ron zu hänseln.
„Oh nein", sagte Harry und stand mühsam von dem alten Feldbett auf. „Hermine, ich wollte dich nicht aufre –"
Doch Ron sprang aus dem Bett, dass die rostigen Federn laut knarrten, und war als Erster da.
Mehrere Leute lachten und Ron knurrte: „Haltet die Klappe!"
Einen Arm um Hermine gelegt, kramte er in seiner Jeanstasche und zog ein widerlich aussehendes Taschentuch heraus, mit dem er vorher den Backofen geputzt hatte. Hastig zückte er seinen Zauberstab, richtete ihn auf den Fetzten und sagte: „Tergeo."
Der Zauberstab saugte das meiste von der Fettschmiere weg. Mit ziemlich selbstzufriedener Miene reichte Ron Hermine das leicht qualmende Taschentuch.
„Ehrlich Ron, gibt einer Lady ein Taschentuch, mit dem du den Ofen gesäubert hast", sagte Bill und schüttelte den Kopf.
„Halt die Klappe!", murmelte Ron.
„Ja, zumindest hat er versucht ein Gentlemen zu sein", sagte Ginny und versuchte nicht zu lachen. „Dafür musst du ihm was gutschreiben."
„Trotzdem, es wäre besser gewesen, wenn er einfach ein neues Taschentuch gezaubert hätte.", kicherte Bill. „Aber immerhin lernt er dazu."
Alle lachten und Ron und Hermine erröteten erneut, sie hatten das Gefühl, dass dies ein immer wiederkehrendes Thema in diesem Buch werden würde.
Percy, der ebenfalls lachte, sah dennoch etwas traurig aus. Er wusste nicht was über ihn kam, aber er wollte seinen Bruder fast auch hänseln. Das alles hatte wahrscheinlich damit zu tun, dass Ron Hermine schon so lange mochte und er dennoch niemand war, der gerne jemanden hänselte. Vielleicht würde er Ron einige Ratschläge geben… oder zumindest hätte er dies gerne getan, aber es war klar, dass Ron, zusammen mit dem Rest seiner Geschwister nichts mit ihm zu tun haben wollten und das verletzte ihn mehr, als er zugeben wollte.
„Oh…danke, Ron…tut mir leid…" Sie schnäuzte sich die Nase und hickste. „Es ist so schreck-lich, nicht wahr? G-gleich nach Dumbledore… I-irgendwie hat ich mir n-nie vorstellen können, dass Mad-Eye stirbt, er wirkte so zäh!"
„Jaah, ich weiß", sagte Ron und drückte sie kurz an sich. „Aber weißt du, was er zu uns sagen würde, wenn er hier wäre?"
„IMMER WACHSAM!", rief Ginny und ahmte Moody so gut nach, dass mehrere Leute lachten, obwohl sie einen Blick ihrer Mutter einkassieren musste, genauso wie von Harry, aber das lag wohl daran, dass sie ihm genau ins Ohr geschrien hatte.
„JA, ich denke, dass hätte er gesagt.", kicherte Tonks und las weiter.
„I-immer wachsam", sagte Hermine und wischte sich die Augen.
„Genau", erwiderte Ron mit einem Nicken. „Er würde zu uns sagen, dass wir das dem, was mit ihm passiert ist, lernen sollen. Und ich habe daraus gelernt, diesem feigen kleinen Mistkerl Mundungus nicht zu vertrauen."
Hermine lachte zittrig auf, beugte sich vor und nahm zwei weitere Bücher zur Hand. Eine Sekunde später hatte Ron seinen Arm schon wieder von ihren Schultern weggerissen; sie hatte ihm das Monsterbuch der Monster auf den Fuß fallen lassen. Das Buch hatte sich von seinem Zaumgurt befreit und schnappte wild nach Rons Knöchel.
„Das passiert, wenn du versuchst deinen Arm um unsere lieben Mine zu legen", sagte George und alle lachten noch mehr.
Hermine verzog das Gesicht.
„'Tschuldigung, 'Tschuldigung!", rief Hermine, als Harry das Buch von Rons Bein zerrte und es wieder zuband.
„Was willst du eigentlich mit diesen ganzen Büchern?", fragte Ron und humpelte zu seinem Bett zurück.
„Ich versuche nur zu entscheiden, welche wir mitnehmen", sagte Hermine. „Wenn wir nach den Horkruxen suchen."
„Oh, natürlich", sagte Ron und schlug sich mit der Hand auf die Stirn. „Ich hab ganz vergessen, dass wir Voldemort aus einer fahrenden Bibliothek heraus zur Strecke bringen."
Mehrere Leute lachten.
„Und du hast so gut angefangen", sagte Charlie und schüttelte den Kopf.
„Nun, ein Ronniespätzchen, der nicht zu viel sagt, ist kein Ronniespätzchen", lachte Fred als Ron ihn anfunkelte.
„Ehrlich mal Hermine, wie sollen wir alle diese Bücher mit uns nehmen?", fragte Harry. „Ich meine Bücher sind dick und schwer… das ist nicht so praktisch."
„Ich bin mir nicht sicher", sagte Hermine und runzelte die Stirn. „Vielleicht schrumpfe ich sie oder so etwas in der Art."
„Haha", sagte Hermine und schaute auf Zaubermanns Silbentabelle. „Ich frag mich…ob wir wohl Runen übersetzten müssen? Möglich…ich glaube, wir nehmen es besser mit, nur um sicherzugehen."
Sie ließ die Silbentabelle auf den größeren der beiden Stapel fallen und nahm Eine Geschichte von Hogwarts zur Hand.
„Nun, dieses Buch kommt mit uns, egal ob es sinnvoll ist oder nicht", grinste Ron zu Hermine.
„Ach, sei still", schnaubte Hermine.
„Hört zu", sagte Harry.
Er hatte sich aufgerichtet. Ron und Hermine sahen ihn mit der gleichen Mischung aus Resignation und Trotz an.
„Oh Scheiße… du versuchst uns zu entmutigen oder?", stöhnte Ron. „Kümmer dich nicht drum Harry, es wird eh nicht funktionieren."
„Ich weiß, dass ihr nach Dumbledores Begräbnis gesagt habt, dass ihr mit mir kommen wollt", begann Harry.
„Jetzt fängt er damit an"; sagte Ron zu Hermine und verdrehte die Augen.
„War doch zu erwarten", seufzte sie
„Oh, Entschuldigung, dass ich so vorhersehbar bin", schmollte Harry und Ron und Hermine rolltet ihre Augen und fingen an zu kichern.
und wandte sich wieder ihren Büchern zu. „Wisst ihr was, ich glaub, ich nehme Eine Geschichte von Hogwarts trotzdem mit. Auch wenn wir nicht dorthin zurückkehren, ich glaube nicht, dass ich mich wohl fühlen würde, wenn ich es nicht dabei –"
„Sag ich doch", sagte Ron süffisant und Hermine zog eine Mine und mehrere Leute lachten.
„Hört zu!", sagte Harry erneut.
„Nein, Harry, hör du zu", sagte Hermine.
„Oh Harry, du hast sie sauer gemacht", sagte Ron. „Es ist wohl besser, wenn du dich einfach zurücklehnst un es akzeptierst, andererseits sie wird mit dir stundenlang diskutieren."
„Ich werde es berücksichtigen", sagte Harry knapp und versuchte sein Lächeln zu verbergen, es wurde nur schwieriger, da Hermine ihre Arme verschränkt hatte und ein wenig zu beleidigt wegen Rons Kommentar aussah. „Du bist nach wie vor immer noch der Experte, wenn es um Streitereien mit Hermine geht."
„Wir kommen mit dir. Das wurde schon vor Monaten entschieden – eigentlich vor Jahren."
„Aber –"
„Halt die Klappe", riet ihm Ron.
„– seid ihr sicher, dass ihr euch das gut überlegt habt?", fuhr Harry unbeirrt fort.
„Warte", sagte Hermine und knallte Trips mit Trollen mit ziemlich grimmiger Miene auf den Stapel der ausgemusterten Bücher.
„Ich hab versucht dich zu warnen", seufzte Ron.
„Ich bin seit Tagen am Packen, das heißt, wir sind jetzt jederzeit zum Aufbruch bereit, und nur damit du's weißt, da war manchmal ganz schön schwierige Zauberei nötig, abgesehen davon, dass ich Mad-Eyes gesamten Vorrat an Vielsaft Trank direkt an der Nase von Rons Mum vorbeischmuggeln musste.
„Hmph", schnaubte Molly empört.
Außerdem habe ich die Gedächtnisse meiner Eltern verändert,
Hermine keuchte und alle anderen sahen sie fassungslos an.
„Warum sollte ich das tun?", murmelte Hermine, ihre Lippen zitterten leicht. Sie konnte sich nicht vorstellen warum sie so etwas tun sollte, gerade jetzt.
„Alles in Ordnung, Mine", sagte Ron und legte ihr einen Arm um die Schulter und war überrascht als sie ihren Kopf auf seine Schulter legte.
„Ich könnte mir vorstellen, dass du es getan hast, damit deine Eltern in Sicherheit sind", sagte Dumbledore. „Jeder weiß, wie nahe du zu Harry stehst, und es ist klar, dass sie dann deine Eltern aufsuchen würden um herauszufinden was sie alles über Harry wissen oder ihnen in anderer Weise helfen können…"
„Nein", Hermine bekam Tränen in die Augen und Ron legte seinen anderen Arm um sie und funkelte Dumbledore an, dass hätte er nicht sagen müssen. Das war nicht gut. Es hat Hermine nur mehr verstört.
„Es tut mir leid…", fing Harry an.
„Nicht Harry…Bitte", sagte Hermine und wand sich aus Rons Armen, wischte sich die Tränen weg und funkelte ihn schwach an, dass war das beste was sie im Moment zustande brachte. „Es ist nicht deine Schuld…"
„Wenn es…", fing Harry an, aber brachte nicht mehr zu Stande, da Hermine ihn umarmte.
„Halt einfach die Klappe, Harry", sagte Hermine.
weshalb sie jetzt davon überzeugt sind, dass sie eigentlich Wendell und Monika Wilkins heißen und dass es ihr größter Wunsch ist, nach Australien auszuwandern, was sie inzwischen getan haben. Das macht es für Voldemort schwieriger sie aufzuspüren und über mich auszufragen – oder über sich, weil ich ihnen unglücklicherweise einiges von dir erzählt habe.
Angenommen, ich überlebe unsere Jagd nach den Horkruxen, dann werde ich Mum und Dad finden und den Zauberbann lösen. Wenn nicht – naja, dann war mein Zauber so gut, dass sie auch weiterhin sicher und zufrieden sein werden. Wendell und Monika Wilkins wissen nämlich nicht, dass sie eine Tochter haben."
Hermine schauderte und ergriff Harrys und Rons Hand.
Hermines Augen schwammen erneut in Tränen. Ron kam wieder von seinem Bett herüber, legte noch einmal den Arm um sie und sah Harry finster an, als ob er ihm mangelndes Taktgefühl vorwerfen würde. Harry fiel nichts dazu ein, nicht zuletzt, weil es höchst ungewöhnlich war, dass Ron irgendjemanden Taktgefühl beibringen wollte.
Mehrere Leute schnaubten, es war so wahr. Als auch Hermine anfing zu kichern, schnaubte Ron, löste sich von ihr und verschränkte seine Arme. Obwohl es nett anzusehen war, dass sie nicht mehr so traurig war, wie eine Sekunde zuvor.
„Ich – Hermine, tut mir leid – ich hab nicht –"
„– kapiert, dass Ron und ich ganz genau wissen, was passieren könnte, wenn wir mit dir kommen? Also, das wissen wir. Ron, zeig Harry, was du gemacht hast."
„Nö, er hat gerade gegessen", sagte Ron.
„Oh nein, was hast du getan?", stöhnte Molly."
„Mach schon, er muss es wissen!"
„Na, von mir aus. Harry, komm mit."
Zum zweiten Mal löste Ron seinen Arm von Hermine und stapfte hinüber zur Tür.
„Komm."
„Warum?", fragte Harry und folgte Ron aus dem Zimmer auf den kleinen Treppenabsatz.
„Decendo", murmelte Ron, indem er seinen Zauberstab auf die niedrige Decke richtete. Direkt über ihren Köpfen öffnete sich eine Luke, und eine Leiter glitt bis zu ihren Füßen hinab. Ein schreckliches Geräusch, halb Schlürfen, halb Stöhnen, kam aus dem quadratischen Loch, und dazu ein übler Geruch wie aus einem offenen Gully.
„Das ist euer Ghul, stimmt's?", fragte Harry, der diesem Geschöpf, das manchmal die nächtliche Stille unterbrach, nie wirklich begegnet war.
„Jaah, genau", sagte Ron und stieg die Leiter hoch. „Komm und schau ihn dir an."
Harry folgte Ron die wenigen kurzen Sprossen hinauf auf den winzigen Dachboden. Er war bereits mit Kopf und Schultern oben, als er das Geschöpf erblicktem, das ein, zwei Meter von ihm entfernt zusammengerollt und tief schlafend in der Finsternis lag, das große Maul weit geöffnet.
„Aber er…sieht aus…tragen Ghule immer Schlafanzüge?"
„Nein, tun sie nicht", sagte Sirius lachend. „Ich denke, ich weiß wohin das alles geht…guter Plan."
„Was?", sagte Ron, der nicht so ganz verstand was gerade passierte, aber andere Leute lachten nur, sie verstanden den Plan langsam auch. Sie alle sahen so aus, als ob sie mit Sirius einer Meinung wären.
„Nein", sagte Ron. „Und normalerweise haben sie auch keine roten Haare oder so viele Pusteln."
Harry betrachtete das Wesen leicht angewidert. Er hatte Gestalt und Größe eines Menschen, und es trug, wie Harry jetzt erkannte, da seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, eindeutig einen alten Schlafanzug von Ron. Er war auch sicher, dass Ghule im Allgemeinen eher glitschig und kahl waren als auffällig behaart und mit entzündeten roten Bläschen übersät.
„Er ist ich, verstehst du?", sagte Ron.
„Ah ja, die Ähnlichkeiten sind verblüffend", kicherte Fred und Ron funkelte ihn an.
„Nein", sagte Harry. „Tu ich nicht."
„Ich erklär's dir unten in meinem Zimmer, den Gestank hier halt ich nicht länger aus", sagte Ron. Sie kletterten die Leiter hinunter, und Ron ließ sie wieder in der Decke verschwinden, dann kehrten sie zu Hermine zurück, die immer noch Bücher sortierte.
„Sobald wir weg sind, wird der Ghul nach unten kommen und hier in meinem Zimmer wohnen", sagte Ron. „Ich glaub, er freut sich richtig drauf – na gut, das ist schwer zu sagen, weil er ja nur stöhnen und sabbern kann – aber er nickt ordentlich mit dem Kopf, wenn ich es erwähne. Jedenfalls wird er dann ich sein, ich mit Griselkrätze. Gut, was?"
„Komm schon Harry, das ist doch nicht so schwer zu verstehen", sagte Hermine. „Das ist eine ganz gute Idee."
Harry schaute wie ein Fragezeichen.
„Es ist wirklich gut!", sagte Ron, sichtlich enttäuscht, dass Harry die Genialität seines Plans nicht erfasst hatte. „Sieh mal, wenn wir drei nicht wieder in Hogwarts auftauchen, denken alle, dass Hermine und ich bei dir sein müssten, oder?
„Offensichtlich", sagten alle.
Was bedeutet, dass Todesser schnurstracks auf unsere Familien losgehen, um rauszufinden, ob sie was darüber wissen, wo du bist."
„Wie wahr", sagte Dumbledore.
„Ähm… würden sie nicht auch meine Eltern jagen, genauso wie…", fing Ron an zu fragen und sah Hermine an, er wollte nicht weiter reden. „Wird das genug sein, um sie zu beschützen?"
Molly sah ihren jüngsten Sohn traurig an, sie war diejenige die ihn beschützen sollte und nicht anderes herum.
„Ich denke, es sollte ausreichen"; sagte Dumbledore.
„Niemanden kümmert es, wenn man Muggel über das ausfragt", sagte Draco. „Ich meine sie sind nur Muggel…"
„Hakt dein Maul, Frettchen", schnappte Ron.
„Und Obwohl die Weasleys Blutsverräter sind, sind sie zumindest Zauberer", setzte Draco fort, über all die bösen Blicke spöttisch hinwegsehend.
„Das ist ein Argument", sagte Dumbledore. „Und er spricht wie jeder Zauberer, der Voldemorts Ideologie glaubt."
„Aber dann sieht es hoffentlich so aus, als ob ich mit Mum und Dad fortgegangen wäre; viele Muggelstämmige reden im Augenblick davon, unterzutauchen", sagte Hermine.
„Wir können nicht meine ganze Familie untertauchen lassen, das seht zu verdächtig aus, und sie können nicht alle ihren Job aufgeben", sagte Ron. „Deshalb verbreiten wir die Geschichte, dass ich schwer an Griselkrätze erkrankt bin, weshalb ich nicht zurück zur Schule kann. Wenn jemand kommt und nachforschen will, können Mum und Dad ihm den Ghul in meinem Bett zeigen, voller Pusteln. Griselkrätze ist richtig ansteckend, also werden die sich lieber von ihm fernhalten. Dass er nichts sagen kann, wird auch nichts ausmachen, denn offenbar kann man das nicht, sobald der Pilz das Zäpfchen befallen hat."
„Nun, dass sollte… einfach nur Brillant funktionieren.", lächelte Sirius.
„Und deine Mum und dien Dad wissen von diesem Plan?", fragte Harry.
„Das schon. Er hat Fred und George geholfen, den Ghul zu verwandeln. Mum…na ja, du hast doch gesehen, wie sie drauf ist. Sie wird sich nicht damit abfinden, dass wir weggehen, bis wir endlich weg sind."
Noch mehr böse Blicke von Molly.
Im Zimmer wurde es still, nur manchmal war ein leises Klatschen zu hören, wenn Hermine wieder ein Buch auf den einen oder den anderen Stapel warf. Ron saß da und schaute ihr zu, während Harry die beiden abwechselnd ansah, unfähig, irgendetwas zu sagen. Die Maßnahmen, die sie getroffen hatten, um ihre Familien zu schützen, führten ihn deutlicher als alles andere vor die Augen, dass sie wirklich mit ihm kommen würden und genau wussten, wie gefährlich es sein würde. Er wollte ihnen sagen, was es ihm bedeutete, aber es fielen ihm einfach keine Worte ein, die gewichtig genug waren.
Durch die Stille drang das gedämpfte Geräusch von Mrs Weasleys Stimme, die vier Stockwerke tiefer schrie.
„Ihr könnt mich doch nicht wirklich aus der Entfernung hören, oder?", sagte Molly.
Alle ihre Kinder sahen sie ungläubig an, dann sagten sie: „Doch!"
„Wahrscheinlich hat Ginny ein Stäubchen auf einem dämlichen Serviettenring übersehen", sagte Ron.
Molly funkelte ihren Sohn erneut an, der nur mit den Schultern zuckte, das sah nach einer fairen Beobachtung aus.
„Ich weiß nicht, weshalb die Delacours unbedingt zwei Tage vor der Hochzeit kommen müssen."
„Fleur Schwester ist Brautjungfer, sie muss zur Probe hier sein, und sie ist zu jung, um alleine zu kommen", sagte Hermine, während sie unentschlossen über Tanz mit einer Todesfee brütete.
„Also, Gäste sind eher ein zusätzlicher Stressfaktor für Mum", sagte Ron.
„Hmph", schnaubte Molly wieder.
„Ich mach mir nur Sorgen um dich, ist das so schlimm?", sagte Ron mit einem unschuldigen Ausdruck im Gesicht.
„Guck mich nicht so an", sagte Molly scharf, aber die beruhigte sich wieder leicht.
„Eins müssen wir wirklich mal entscheiden"; sagte Hermine, warf Theorie magischer Verteidigung ohne einen zweiten Blick in den Papierkorb
„Mal ne Frage, wieso hast du diesen Schrott nicht schon vor Jahren weggeschmissen?", sagte George und verzog das Gesicht.
„Keine Ahnung", sagte Hermine.
„Ehrlich Mal, schmeiß es jetzt sofort weg", fügte Fred hinzu.
„Aber wir benutzen sie immer noch für unseren…nett ausgedrückten…Verteidigungsunterricht, Ich kann es doch nicht jetzt wegwerfen!", sagte Hermine und sah entsetzt drein.
„Hermine, du hast bereits das ganze Buch gelesen und auswendig gelernt", sagte Harry und Hermine rollte mit den Augen. „Ich denke nicht, dass du es noch brauchst."
„Warte, du hast das Buch tatsächlich gelesen!", sagte Fred und verzog das Gesicht.
„Was machst du denn dann im Unterricht, wenn du das Buch schon gelesen hast?", fügte George hinzu.
„Was meinen sie denn damit?", fragte McGonagall und verengte ihre Augen.
„Nun, dass ist alles was sie uns im Unterricht tun lässt, dieses bescheuerte Buch lesen und darüber dann Teste zu schreiben.", stöhnte Ron, es war das langweiligste was man tun konnte, einfach nur dort zu sitzen und diesen Schrott zu lesen.
„Ich hab schon immer befürchtet, dass ihre 'Unterrichtungsmethoden' so aussehen würden.", sagte McGonagall und sah entsetzt drein. „Aber wirklich, diese Bücher lesen… arg!"
„Ich weiß", seufzte Dumbledore schwer. „Ich wünschte, dass da noch jemand anderes wäre, der sich bereiterklären würde, diesen Job anzunehmen, aber es ist so ungewöhnlich schwer dieses Jahr. Ich könnte mir denken, dass sogar ein Schüler aus dem fünften Jahrgang einen besseren Lehrer als sie abgeben würde." Er sah nun Harry an und seine Augen zwinkerten amüsiert.
Harry zappelte nervös und Molly funkelte ihn an, während alle Weasley Kinder, Hermine, Sirius, Remus und Tonks lachten.
und hob das Handbuch der europäischen Magierausbildung auf. „Wo gehen wir hin, wenn wir von hier weggehen? Ich weiß, Harry, du hast gesagt, dass du zuerst nach Godric's Hollow willst,
„Warum willst du denn da hingehen?", fragte George.
„Es ist, wo…", fing Harry an und überlegte wie er es sagen sollte. „Ich hab dort mit meinen Eltern gelebt…"
„Es war ein schönes kleines Häuschen", lächelte Sirius. „James ist ein wenig wahnsinnig geworden, dass er dort die ganze Zeit gefangen war, aber zumindest hat er in einer lieblichen Stadt gelebt."
„Nun, am Haus gibt es nun nicht mehr viel zu sehen.", sagte Remus, er war nur einmal noch dort gewesen, als die Statue von seinen Freunden aufgestellt worden war. Er hatte beschlossen, sich das Haus nochmal anzusehen, aber alles was er sehen musste, was das Loch im Dach und er wusste, dass er nie wieder dorthin zurück kehren würde. „Man hat es so stehenlassen…"
Es war klar, dass Remus nichts mehr herausbrachte, als er seine Hände zu Fäusten ballte und Tonks fügte hinzu: „Es ist nun so etwas wie ein Gedenkstätte."
„Wirklich?", sagte Harry wenig fasziniert und mehr genervt.
und ich verstehe, warum aber, …nun ja…sollten wir uns nicht zunächst um die Horkruxe kümmern?"
„Wenn wir wüssten, wo die Horkruxe sind, dass würd ich dir zustimmen", sagte Harry, der nicht glaubte, dass Hermine seinen Wunsch, nach Godric's Hollow zurückzugehen, wirklich verstand. Die Gräber seiner Eltern waren nicht alles, was ihn dorthin lockte: er hatte ein starkes, wenn auch unerklärliches Gefühl, dass der Ort Antworten für ihn bereithielt. Vielleicht lag es einfach daran, dass er dort Voldemorts Todesfluch überlebt hatte; nun, da er sich der Herausforderung stellte, diese Tat zu wiederholen,
Alle schüttelten sich, als sie das hörten.
„Glaubt du wirklich, dass du das kannst?", fragte Tonks.
„Du meinst wie beim ersten Mal… Ich denke nicht", sagte Harry. „Voldemort hat einen Weg gefunden, um an dem Schutz meiner Mutter vorbeizukommen…"
„Den Schutz deiner Mutter?", fragten einige Leute verwirrt.
„Ähm…", sagte Harry, rutschte hin und her und sah Dumbledore an, um sich zu vergewissern, ob er es ihnen wirklich erzählen sollte.
Dumbledore nickte und Harry fing an zu erzählen, was seine Mutter getan hatte um ihn zu schützen, als er noch ein Baby war. Allerdings, dachte Dumbledore nicht daran, sondern daran, was Voldemort getan hatte um seinen Körper zurück zu erlangen und er konnte nicht anders, aber er wiedersprach Harry da vollkommen. Er war sich sicher, dass die Blutverbindung nun stärker war als je zuvor. Genug, er war sich sicher, dass er Harry vor dem Schicksal bewahren konnte, dass Dumbledore Angst vor dem Jungen hatte, und das nun schon seit einer Weile. Harry war fertig mit erzählen und Tonks fing wieder zu lesen an.
zog es Harry an den Ort des Geschehens zurück, um es zu verstehen.
„Meinst du nicht, dass Voldemort Godric's Hollow möglicherweise bewachen lässt?", fragte Hermine.
„Es ist sehr wahrscheinlich", sagte Remus.
„Der Dunkle Lord weiß, dass dies ein Ort ist, wo Potter höchstwahrscheinlich auftauchen würde.", stimmt Snape zu.
„Er erwartet vielleicht, dass du zurückkehrst und die Gräber deiner Eltern besuchst, sobald du gehen darfst, wohin du willst?"
Daran hatte Harry nicht gedacht.
„Natürlich nicht", sagte Ron. „Ehrlich Mal Harry, wie stellst du dir vor, dass alles zu schaffen, ohne die Hilfe von Mine?"
„Keine Ahnung was ich mir da gedacht habe", kicherte Harry. „Ich brauche euch beide wirklich."
„Trotzdem, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob du das alles schaffst.", sagte Fred.
„Jaah, ich bin mir sicher, dass Ron und Hermine sich in einer ihrer Kämpfen umbringen werden.", fügte George hinzu.
„Oder sie werden Harry zu Tode nerven", fügte Charlie hinzu.
„Sie haben da so ihre Argumente, Harry", kicherte Ron. „Vielleicht sollten wir doch nicht mit dir mitkommen."
„Es ist nicht…", fing Harry an, bis er Ron ansah. Er sah so aus, als würde er nur Witz machen, aber Harry kam nicht um das Gefühl herum, dass sein Freund ein wenig ernster war, als er eigentlich sein sollte. „Ron…"
„Komm schon Harry, es war ein Witz" Ron rollte mit den Augen, er fühlte sich nicht wohl. „Es gibt keinen Ort wo ich lieber wäre."
„Jaah", sagte Harry und sah, dass sein Freund die Wahrheit sagte, Harry wiederfragte das nicht, dennoch war da irgendetwas das Ron ihm nicht erzählte und Harry kam nicht darauf, was es sein könnte.
Während er sich bemühte, ein Gegenargument zu finden, meldete sich Ron zu Wort, der offenbar seinen eigenen Gedanken nachhing.
„Dieser R.A.B.", sagte er.
Sirius schüttelte sich leicht und fragte sich erneut, ob es sein Bruder sein könnte.
„Ihr wisst schon, der das echte Medaillon gestohlen hat?"
Hermine nickte.
„Er meinte in seiner Notiz, dass er es zerstören würde, oder?"
Harry zog seinen Rucksack zu sich heran und nahm den falschen Horkrux heraus, in dem nach wie vor die zusammengefaltete Notiz von R.A.B. steckte.
„Ich habe den echten Horkrux gestohlen und ich will ihn zerstören, sobald ich kann"; las Harry vor.
„Das wäre gut, oder?", fragte Sirius Dumbledore, der nickte. „Und wer würde schon so eine Nachricht schreiben."
„Hm…", sagte Dumbledore nachdenklich. „Ich denke, dass es mehrere verschiedene Leute hätten sein können, natürlich hätten sie in irgendeiner Art und Weise mit Voldemort verbunden sein müssen."
„Wie mein Bruder?", fragte Sirius.
Dumbledore machte eine lange Pause und dachte immer und immer wieder darüber nach und endlich sagte er: „JA, ich denke, einer von Voldemorts Anhänger, der in der Stellung zurückgegangen ist, hätte etwas wie dieses tun können. Allerdings hätte er schon einen großen Sinneswandel haben müssen, um so etwas Großes gegen Voldemort zu unternehmen. Regulus war schon immer mutiger, als die meisten und er erschien mir nie als jemand, der in alle von Voldemorts Idealen glauben würde… er könnte…"
„Richtig", sagte Sirius. „Ich denke wir warten einfach und sehen, ob er es ist."
„Was ist eigentlich, wenn er den Horkrux tatsächlich erledigt hat?", sagte Ron.
„Oder sie", warf Hermine ein.
„Wer auch immer", sagte Ron, „dann hätten wir einen weniger zu beseitigen."
„Leider, Mr. Weasley ist es nicht ganz so simpel.", sagte Dumbledore. „Es ist wichtig, dass ihr wisst, dass alle Horkruxe zerstört worden sind."
„Ja, aber wir müssen trotzdem versuchen, das echte Medaillon aufzuspüren, oder?", sagte Hermine. „Um herauszufinden, ob es zerstört ist oder nicht."
„Und wenn man ihn mal hat, wie zerstört man dann eigentlich einen Horkrux?", fragte Ron.
Dumbledore zog eine Mine, dies war etwas, was sie wissen sollten. Er war sich nicht bewusst gewesen, dass er sterben würde.
„Also", sagte Hermine, „darüber habe ich schon nachgeforscht."
„Wirklich?", sagte Dumbledore und hob eine Augenbraue und fragte sich, ob sie das Buch mit den Horkruxen bekommen hatte.
„Warum seid ihr so überrascht? Mine forscht doch alles nach!", sagte Ron und Hermine funkelte ihn an und errötete ein wenig. Bevor noch jemand etwas sagen konnte, las Tonks weiter.
„Wie denn?", fragte Harry. „Ich dachte, es gab keine Bücher über Horkruxe in der Bibliothek?"
„Ich denke, deshalb war Dumbledore so überrascht", lächelte Tonks.
„Ja, das macht Sinn"; kicherte Ron.
[ „Gab es auch nicht", sagte Hermine, die rosa angelaufen war.
„Ah, das wird gut", sagte Fred.
„Ja, vielleicht hat Hermine etwas getan, worauf wir stolz sein können", kicherte George.
„Dumbledore hat sie alle entfernt, aber er – er hat sie nicht zerstört."
Ron riss die Augen auf und setzte sich kerzengerade hin.
Dumbledore seufzte, vieleicht hätte er die Bücher doch zerstören sollen, doch dann fiel ihm ein, dass diese Bücher Harry helfen würden bei seiner Aufgabe, also war es doch nicht so schlecht. Harry, Ron und Hermine würden schließlich nie auf die Idee kommen einen Horkrux selbst herzustellen.
„Wie im Namen von Merlins Unterhose hast du es geschafft, diese Horkrux-Bücher in die Finger zu bekommen.?"
„Ws – es war kein Diebstahl!", sagte sie
Alle lachten.
„Das heißt sie glaubt wirklich es ist Diebstahl", kicherte Ginny.
„Ach, halt die Klappe", sagte Hermine und errötete.
und sah ein wenig verzweifelt von Harry zu Ron. „Es waren immer noch Bibliotheksbücher, auch wenn Dumbledore sie aus den Regalen genommen hatte. Jedenfalls, wenn er wirklich nicht wollte, dass irgendjemand an sie rankommt, dass hätte er es bestimmt viel schwerer gemacht, sie zu –"
„Mach's kurz!", sagte Ron.
„Also…es war leicht", sagte Hermine mit schwacher Stimme. „Ich hab einfach einen Aufrufe zauber verwendet. Ihr wisst schon – accio. Und – sie kamen durch Dumbledores Bürofenster direkt in den Mädchenschlafsaal geflogen."
„Dumbledore, also wirklich, ich hätte wirklich gedacht, dass sie die Bücher besser verstecken würden, wenn sie so gefährlich sind, wie es klingt.", sagte McGonagall scharf.
„Da haben sie natürlich recht", stimmt Dumbledore zu.
„Aber wann hast du das getan?", fragte Harry und betrachtete Hermine bewundernd und ungläubig zugleich.
„Bleib bei der Bewunderung!", sagte Fred. „Ich bin immer noch sehr beeindruckt."
„Kurz nach seiner – Dumbledores – Beerdigung"; sagte Hermine noch kleinlauter. „Gleich nachdem wir abgemacht hatten, dass wir die Schule verlassen und nach den Horkruxen suchen würden. Als ich nach oben zurückging, um meine Sachen zu holen, da – da kam mir einfach der Gedanke, dass es gut wäre, wenn wir möglichst viel darüber wüssten…
„Du hast es für alles eine Theorie", murmelte Ron.
„Nun, liege ich denn so falsch?", fragte Hermine und als Ron keine Antwort fand, grinste er einfach.
und ich war allein dadrin…also hab ich es versucht…und es hat geklappt. Sie folgen geradewegs durch das offene Fenster herein und ich – ich hab sie eingepackt."
Sie schluckte und sagte dann flehentlich: „Ich glaube nicht, dass Dumbledore wütend gewesen wäre, wir verwenden doch das Wissen schließlich nicht, um einen Horkrux herzustellen, oder?"
„Nein, unter diesen Umständen hab ich voll und ganz nichts dagegen.", sagte Dumbledore schwer. „trotzdem fände ich es besser, wenn ihr nichts darüber erfahren müsstet."
Hermine nickte und erneut brannte ihr die Frage auf der Zunge was Horkruxe jetzt sind, aber sie wusste, dass Dumbledore die Frage am Ende des Kapitels beantworten würde.
„Macht dir hier irgendjemand Vorwürfe?", sagte Ron. „Wo sind diese Bücher eigentlich?"
Hermine stöhnte kurz herum und zog dann einen großen Band in ausgeblichenem schwarzem Leder aus dem Stapel. Sie wirkte ein wenig angeekelt und hielt ihn mit spitzen Fingern wie etwas, das gerade gestorben war.
„Dieses hier beschreibt ausführlich, wie man einen Horkrux herstellt. Geheimnisse der dunkelsten Kunst – es ist ein schreckliches Buch, wirklich furchtbar, voll böser Magie. Ich frage mich, wann Dumbledore es aus der Bibliothek entfernt hat… wenn er es erst getan hat, als er Schulleiter war, dann wette ich, dass Voldemort alle Angaben, die er brauchte, daraus hat."
„Ja, dass glaube ich auch", sagte Dumbledore.
„Warum musste er dann Slughorn fragen, wie man einen Horkrux macht, wenn er das hier schon gelesen hat?", fragte Ron.
„Er hat sich nur an Slughorn gewandt, um herauszufinden, was passieren würde, wenn man seine Seele in sieben Stücke teilt", sagte Harry.
Dumbledore lächelte und Sirius machte ein entsetztes Gesicht. Wie konnte man sieben Horkruxe erstellen?
„Was ist denn, Sir?", fragte Harry, der das Lächeln bemerkte.
„Ich hab mich halt schon immer gefragt, wie viele Horkruxe Voldemort erschaffen hat und es ist einfach toll es nun endlich zu wissen", erklärte Dumbledore.
„Dumbledore war sicher, dass Riddle bereits wusste, wie man einen Horkrux herstellt, als er Slughorn danach fragte. Ich glaube, du hast Recht, Hermine, das könnte wirklich das Buch sein, aus dem er sein Wissen hat."
„Und je mehr ich über sie gelesen habe", sagte Hermine, „desto schrecklicher kommen sie mir vor und desto weniger kann ich glauben, dass er tatsächlich sechs geschaffen hat.
„Ernsthaft, das ist beunruhigend", sagte Sirius und zog eine Mine.
„Das ist es in der Tat", sagte Dumbledore und zeigte dieses Mal seinen Unmut darüber.
„Könntet ihr einfach aufhören sowas zu sagen, wenn ihr nicht bereit seid uns zu erzählen, was ein Horkrux ist", sagte Remus genervt, diese Kommentare machten ihn nur noch neugieriger.
„Ich versuche es", sagte Dumbledore und sah amüsiert aus, Sirius fing an zu kichern und alle wussten, dass er genau das Gegenteil tun würde.
In diesem Buch wird warnend darauf hingewiesen, wie instabil man den Rest seiner Seele macht, wenn man sie auseinanderreißt, und das schon, wenn man nur einen Horkrux erzeugt!"
„Die Seele auseinander reißen", sagte Remus und sah angeekelt aus, genau wie die meisten Leute.
„Ja", sagte Dumbledore. „Ein Horkrux ist ein Teil der Seele der in einen Objekt eingeschlossen und in Sicherheit gehalten wird. Die Theorie dahinter ist, dass man nicht getötet werden kann solange der Teil der Seele überlebt."
„Also hat er seine Seele in kleine Stücke zerrissen…", sagte Remus und sah entsetzter aus denn je.
„Nun, offensichtlich hat es funktioniert", sagte Draco.
„Ja, es hat funktioniert, aber um welchen Preis?", sagte Dumbledore und sah den blondhaarigen Jungen an. „Nur noch wenig ist von dem Mann übrig gewesen, der er einst war… Er hat alles verloren, dass ihn menschlich gemacht hat."
Harry erinnerte sich, dass Dumbledore gesagt hatte, Voldemort sei über da „gewöhnliche Böse" hinausgegangen.
„Gibt es denn keine Möglichkeit, sich wieder zusammenzubauen?", fragte Ron.
„Doch", sagte Hermine mit einem leeren Lächeln, „aber das wäre unerträglich schmerzhaft."
„Warum? Wie macht man es?", fragte Harry.
„Reue", sagte Hermine.
„Ha!", alle schnaubten vor Unglauben.
„Das wird niemals passieren", sagte Draco und sagte was alle dachten.
„Du musst richtig spüren, was du getan hast. Dazu gibt es eine Fußnote. Offenbar kann einen der Schmerz dabei töten. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Voldemort es versucht, ihr etwa?"
„Nein", sagte Ron, ehe Harry antworten konnte. „Und steht in diesem Buch auch, wie man Horkruxe zerstört?"
„Ja", sagte Hermine und blätterte nun die brüchigen Seiten um, als würde sie vermodernde Eingeweide untersuchen, „denn es ermahnt schwarze Magier ja auch, die Horkruxe mit sehr starken Zauberbannen zu belegen. Nach allem, was ich gelesen habe, war das, was Harry mit Riddles Tagebuch gemacht hat,
Ginny keuchte und erbleichte wesentlich.
„D-dass war ein H-Horkrux?", wimmerte Ginny.
Bill und Charlie sahen ihre kleine Schwester merkwürdig an, besorgt über ihr Verhalten, sie hatte nie so viel Furcht gezeigt. Sie wussten natürlich über die Geschichte, die ihrer Schwester in ihrem ersten Jahr passiert war, allerdings wussten sie nicht jedes Detail. Tatsächlich wussten Fred, George und Percy auch nicht wirklich etwas über das Tagebuch, aber sie hatten eine bessere Idee wieso dies auf ihre kleine Schwester so eine Wirkung hatte. Ron andererseits wusste genau was passiert war und er war wütend darüber, dass er ihr in ihrem ersten Jahr nicht mehr geholfen hat.
„Ja", bestätigte Dumbledore und wünschte sich inständig, dass dieses Mädchen nichts darüber zu erfahren brauchte. Es war schlimm genug, dass sie diesen ganzen Horror in ihrem ersten Schuljahr durchleben musste, aber nun würde es nur schlimmer für sie sein.
Harry wusste nicht, warum er dies tat, aber er legte seine Hand in ihre in der Hoffnung, dass sie wissen würde, dass er für sie da war. Sie sah zu ihm auf, genau in seine Augen und sie wusste nicht warum, aber sie fühlte sich besser…etwas zumindest. Sie wollte sich gegen ihn lehnen, wollte ihren Kopf auf seine Schulter legen, aber sie konnte es nicht. Sie musste stark bleiben, so wie sie es sich selbst versprochen hatte, sie würde es immer noch sein….auch nachdem was passiert war. Dennoch war es schön, dass Harry ihre Hand hielt.
eine der wenigen wirklich narrensicheren Methoden, einen Horkrux zu zerstören."
„Was – ihn mit einem Basiliskenzahn durchstechen?", fragte Harry.
„Oh, schön, wie gut, dass wir so einen großen Vorrat an Basiliskenzähnen haben", sagte Ron. „Ich hab mich schon gefragt, was wir mit denen anfangen sollen."
Hermine rollte mit den Augen, wird er immer so ein Mistkerl sein?
„Es muss kein Basiliskenzahn sein", sagte Hermine geduldig. „Es muss etwas so Zerstörerisches sein, dass der Horkrux sich nicht selbst reparieren kann. Für Basiliskengift gibt es nur ein einziges Gegenmittel und das ist unglaublich selten –"
„Phönix Tränen", sagte Harry.
„Ähm…warum weißt du das?", sagte Sirius und sah Harry schockiert an, es klang so als sprach er aus Erfahrung.
„Ähm…du hast keine Ahnung, oder?", sagte Harry nervös.
„Was weiß ich nicht?", fragte Sirius.
„Ähm…Ich hab so einen Basilisken getötet, in meinem zweiten Schuljahr…", sagte Harry.
„Was?", keuchten Sirius, Remus, Tonks, Bill, Charlie und Fleur.
„Kein Wunder das du so gut in dem Turnier warst", murmelte Fleur zu sich selbst.
„Bei Merlins Bart Harry, wieso bist du noch am Leben?", fragte Charlie.
„Warum würdest du gegen einen Basilisken kämpfen?", fragte Remus und sah erschrocken aus.
„Um mich zu retten", antwortete Ginny und alle sahen sie an, doch sie versuchte es aufzuschieben und es half nicht gerade, dass Harry ihr ein ermutigendes Armdrücken gab. „Ich wurde in die Kammer des Schreckens verschleppt…nein, es war schlimmer als das…"
„Ist in Ordnung Ginny, ich kann von hier aus weiter machen.", Harry lächelte schwach und sie nickte, während ihre Mutter aufstand und sich zu ihr setzte. Sie wollte so stark bleiben, aber es war schön ihre Mutter bei sich zu haben…und andersrum machte sie ihre Mum wieder etwas ruhiger, daran war ja auch nichts falsch.
„Als Ron und ich hörten, dass sie von dem Erben von Slytherin verschleppt worden war…", fing Harry an.
„Ist denn nicht der Erbe von Slytherin Voldemort…Oh", sagte Remus, deshalb hatte sie so reagiert, als das Tagebuch erwähnt worden ist… Es muss irgendwie in diese ganze Sache verwickelt gewesen worden sein und das war auch der Grund warum Ginny so niedergeschlagen war. Nun zu wissen, was ein Horkrux war, konnte sich Remus vorstellen was für ein Horror das Tagebuch für das Mädchen gewesen sein musste.
„Ja", antwortete Harry. „Jedenfalls sind Ron und ich runter in die Kanalisation gegangen um Ginny zu retten, Ich meine wir hatten ja keine andere Wahl, oder?"
„Richtig", sagte Sirius und schluckte, er dachte darüber nach, was die letzten zwei Jahre so passiert ist und wie gefährlich das alles gewesen war, aber er hätte nie gedacht, dass Harrys andere Schuljahre auch so gefährlich waren. „Ich verstehe es schon, es ist nur…"
„Wusstet ihr, dass ihr einem Basilisken begegnen würdet?", fragte Bill.
„Ja, wussten wir", sagte Remus. „Dank Mine."
„Ja, sie hat es sogar geschafft uns zu helfen, obwohl sie versteinert war", kicherte Harry.
„DU warst versteinert?", keuchte Remus. „Das heißt du musst den Basilisken gesehen haben…nun, nicht direkt natürlich, dann wärst du gestorben, du hättest nur das Spiegelbild sehen müssen."
„Ja, ein Spiegel, kurz nachdem ich rausgefunden hatte, was das Slytherin Monster war", antwortete Hermine ihm.
„Ich fass es nicht" Remus schüttelte den Kopf. „Harry wie hast du es geschafft…"
„Ich hatte Hilfe", sagte Harry und Ron und Hermine rollten mit den Augen, sie kannten diese Ausrede ja schon. „Fawkes kam mit dem Sprechenden Hut…."
„Der Sprechende Hut! Wie hat das denn geholfen?", fragte Sirius.
„Nun, ich hab das Schwert von Gryffindore herausgezogen.", sagte Harry und Sirius Augen sprangen fast aus den Höhlen.
„Cool!", sagte Sirius.
„Merlin, das ist echt beeindruckend!", sagte Charlie. „Du bist auf jeden Fall ein wahrer Gryffindore, so viel ist sicher!"
„Okay", sagte Harry unbehaglich, ihm gefiel dieses ganze Lob nicht. „wie auch immer, Ich hab den Basilisken mit dem Schwert getötet, aber ich hab einen seiner vergifteten Zähne abbekommen. Keine Angst, Fawkes hat mich in einer Sekunde geheilt und dann hab ich das Tagebuch mit den Basiliskenzahn zerstochen und Tom Riddle ist irgendwie verschwunden…"
„Was? Was war überhaupt mit diesem Tom Riddle?", fragte Remus verwirrt.
„Oh, Ähm…", sagte Harry.
„Tom Riddle ist Voldemorts richtiger Name", sagte Dumbledore. „Und durch die Macht des Tagebuches war es ihm irgendwie möglich… nun sagen wir es so, Gestalt anzunehmen."
„Okay", Remus sah bleich aus. „Ich denke wir sollten Mal weiter lesen."
„ – Phönix Tränen", sagte Harry und nickte.
„Ganz genau", sagte Hermine. „Unser Problem ist, dass es sehr wenige Substanzen gibt, die so zerstörerisch sind wie Basiliskengift, und es ist allemal gefährlich, sie mit sich herumzutragen. Aber das ist ein Problem, das wir lösen müssen, denn wenn man einen Horkrux zerreißt, zertrümmert oder zerquetscht, bringt das gar nichts. Man muss dafür sorgen, dass er mit Magie nicht mehr wiederherzustellen ist."
„Aber selbst wenn wir das Ding vernichten, in dem es lebt"; sagte Ron, „warum kann das Stück Seele darin nicht einfach verschwinden und in was anderem leben?"
„Weil ein Horkrux das genaue Gegenteil von einem menschlichen Wesen ist."
„Ok…ich bin raus", sagte Ron.
„Etwas, da bin ich mir sicher, hast du schon eine Million Mal zuvor gehört", kicherte George.
„Halt die Klappe!", zischte Ron.
Hermine sah, dass Harry und Ron völlig verwirrt dreinblickten, und fuhr rasch fort: „Sie mal, wenn ich jetzt ein Schwert nehmen würde, Ron, und dich damit erstechen würde, dann würde das deine Seele überhaupt nicht beschädigen."
„Denkst du öfters daran, dass zu tun?", fragte Fred.
Hermine rollte mit den Augen.
„Was mir sicher ein großer Trost wäre", gab Ron zurück.
Harry lachte.
„Das sollte es auch sein, wirklich! Aber was ich eigentlich sagen will, ist, was auch immer deinem Körper zustößt, deine Seele wird es überleben, unversehrt", sagte Hermine. „Aber bei einem Horkrux ist es andersherum. Das Seelenbruchstück daran ist auf seinen Behälter angewiesen, auf seinen verzauberten Körper, um zu überleben. Es kann nicht ohne ihn existieren."
„Dieses Tagebuch ist sozusagen gestorben, als ich es durchbohrt habe", sagte Harry, und erinnerte sich daran, dass Tinte aus den durchstochenen Seiten herausgeströmt war wie Blut und das Bruchstück von Voldemorts Seele geschrien hatte, während es verendete.
Ginny schüttelte sich unkontrollierbar.
„Und sobald das Tagebuch richtig zerstört war, konnte das Stück Seele, das darin gefangen war, nicht mehr existieren. Ginny hat schon vor dir versucht, das Tagebuch loszuwerden, sie hat es ins Klo gespült, aber natürlich kam es wie neu zurück."
„Warte mal", sagte Ron stirnrunzelnd. „Das Stück Seele in diesem Tagebuch hat von Ginny Besitz ergriffen, oder?
„Mistkerl", zischte Ginny ihn an.
„Sorry", sagte Ron und senkte den Kopf. „Aber eigentlich, hab ich nicht wirklich zu dir gesprochen."
„Auch wahr", seufzte Ginny. „Ich habe nur…"
„Ich verstehe."
Wie funktioniert das denn?"
„Solange der magische Behälter noch intakt ist, kann das Stück Seele darin in jemanden rein – und wieder raus schlüpfen, wenn er dem Gegenstand zu nahe kommt. Ich meine damit nicht, wenn er ihn zu lange in der Hand hält, mit Berührung hat das nichts zu tun", fügte sie hinzu, ehe Ron etwas sagen konnte. „Ich meine emotionale Nähe. Ginny hat diesem Tagebuch ihr Herz ausgeschüttet, sie hat sich unglaublich angreifbar gemacht.
„Tut mir leid.", stöhnte Hermine, sie fühlte Ginnys Funkeln förmlich. Sie wusste, dass Ginny nicht wollte, dass sie ihnen allen erzählte wie verletzlich sie war.
Wenn du von einem Horkrux abhängig bist oder ihn zu sehr magst, hast du ein Problem."
„Wie Dumbledore wohl den Ring zerstört hat?", sagte Harry. „Warum hab ich ihn nicht danach gefragt? Ich hab nie wirklich…"
Seien Stimme verlor sich: Er dachte an all die Dinge, die er Dumbledore hätte fragen sollen, und daran, dass es ihm seit dem Tod des Schulleiters vorkam, als hätte er so viele Gelegenheiten versäumt, zu Dumbledore Lebzeiten mehr herauszufinden…alles herauszufinden…
„Ich weiß nicht alles", sagte Dumbledore.
„Nein, aber du weißt so gut wie alles", sagte Sirius.
„Vielleicht, gib Hermine einfach noch ein paar Jahre und sie überholt sogar Dumbledore", hänselte Ron und Hermine rollte mit den Augen.
Die Stille wurde jäh zerrissen, als die Schlafzimmertür mit einem Schlag aufflog, der die Wände zum Wackeln brachte. Hermine ließ kreischend die Geheimnisse der dunkelsten Kunst fallen; Krummbein flitzte unters Bett und fauchte empört; Ron sprang vom Bett hoch, rutschte auf einem weggeworfenen Schokofroschpapier aus und schlug mit dem Kopf an die Wand gegenüber, und Harry hechtete instinktiv nach seinem Zauberstab, ehe ihm bewusst wurde, dass er zu Mrs Weasley aufblickte, einer zerzausten Mrs Weasley mit wutverzerrtem Gesicht.
„Erwischt!", sagten Fred und George und sahen beide amüsiert aus.
„Es tut mir ja so leid, dieses gemütliche, nette Beisammensein zu unterbrechen", sagte sie und ihre Stimme zitterte. „Ich bin sicher, ihr alle braucht mal eine Ruhepause…aber in meinem Zimmer stapeln sich Hochzeitgeschenke, um die sich jemand kümmern muss, und ich dachte eigentlich, dass ihr helfen wolltet."
„Oh, ja", sagte Hermine erschrocken und sprang so heftig auf, dass Bücher in alle Richtungen flogen, „das machen wir…tut uns leid…"
„Nun, soviel zu deinem Bücher sortieren, na Mine?", kicherte Ron.
Mit einem gequälten Blick zu Harry und Ron eilte Hermine Mrs Weasley hinterher aus dem Zimmer.
„Das ist, als wäre man ein Hauself", klagte Ron mit gedämpfter Stimme; er rieb sich immer noch den Kopf, während er und Harry ihnen folgten. „Nur die Jobzufriedenheit fehlt. Je eher die Hochzeit vorbei ist, desto glücklicher bin ich."
„Du bist so bescheuert!" Hermine funkelte Ron an, dafür dass er das gesagt hat und er rollte einfach nur mit den Augen.
„Jaah", sagte Harry, „dann haben wir nichts mehr zu tun, außer Horkruxe zu finden…das ist dann sicher wie Ferien, oder?"
„Mach darüber keine Witze!", schnappte Molly zu Harry, genauso wie sie es zu ihren anderen Söhnen sagen würde.
„Sorry", seufzte Harry.
Ron fing an zu lachen, doch beim Anblick des gewaltigen Berg von Hochzeitgeschenken, der sie in Mrs Weasleys Zimmer erwartete, hörte er schlagartig auf.
Die Delacours kamen am nächsten Morgen um elf Uhr an. Harry, Ron, Hermine und Ginny hegten inzwischen schon einigen Groll auf Fleurs Familie,
„Hmph", schnaubte Fleur.
„Ich denke, es geht nur um die ganze Arbeit die wir alle tun müssen", versicherte Harry ihr und ihr Ausdruck wurde wieder weicher.
und nur wiederwillig stampfte Ron noch einmal nach oben, um zwei gleiche Socken anzuziehen, während Harry sich missgelaunt bemühte, sein Haar zu glätten.
„Das wird nicht funktionieren, du solltest aufgeben" Sirius und Remus lachten beide auf und Severus machte ein angewidertes Gesicht.
Sobald sie alle für schick genug befunden worden waren, marschierten sie hinaus auf den sonnigen Hinterhof, um die Besucher zu empfangen.
Harry hatte diesen Ort noch nie so ordentlich erlebt. Die rostigen Kessel und alten Gummistiefel, die sonst immer auf der Treppe zur Hintertür herumlagen, waren verschwunden, stattdessen standen zwei neue Zitterginsterbüsche in großen Töpfen zu beiden Seiten der Tür; obwohl kein Wind wehte, wogten ihr Blätter träge, was den schönen Eindruck von plätschernden Wellen vermittelte. Die Hühner waren weggesperrt worden, der Hof war gefegt und der nahe Garten beschnitten, gejätet und von Grund auf herausgeputzt worden, obwohl Harry, der ihn in seinem überwucherten Zustand mochte, fand, dass er eher einsam aussah ohne die dazugehörende Truppe herumtollender Gnomen.
„Nun, das sieht doch hübsch aus.", sagte Molly verträumt, sie wünschte, dass es immer in diesem Zustand sein würde.
Er hatte inzwischen den Überblick verloren, wie viele Sicherheitszauber vom Orden und vom Ministerium über den Fuchsbau gelegt worden waren; er wusste nur, dass es niemandem mehr möglich war, mit magischen Mitteln direkt hineinzugelangen. Mr. Weasley war deshalb auf einen nahen Hügel gegangen, um die Delacours zu empfangen, die mit einem Portschlüssel dort ankommen sollten. Als sie sich dem Haus näherten, war als Ersten ein ungewöhnliches schrilles Lachen von Mrs. Weasley zu hören,
Mollys Augen verengten sich und sie wunderte sich warum er über so etwas lachen würde.
der kurz darauf mit Gepäck beladen am Tor erschien, an seiner Seite eine hübsche blonde Frau in einem langen blattgrünen Umhang, die nur Fleurs Mutter sein konnte.
„Maman!", rief Fleur, stürmte los und umarmte sie. „Papa!" Monsieur Delacour war bei weitem nicht so attraktiv wie seine Frau; er war einen Kopf kleiner und äußert korpulent und trug einen kleinen schwarzen Spitzbart.
„Wirklich", sagte mehrere Leute überrascht und Fleur sah sie alle beleidigt an.
„Mein Vater ist ein guter Mann, es ist egal, wie er aussieht", sagte Fleur hochmütig. „Wir sorgen uns nicht so sehr um unser Aussehen!"
Bill seufzte und legte seine Arme um seine Freundin, er hoffte, dass seine Familie aufhören würde so überrascht über solche Sachen zu sein, er wusste, dass Fleur viel mehr Mitgefühl hatte, als sie eigentlich vorgab.
Doch er sah liebenswürdig aus. Auf hochhackigen Stiefeln hüpfte er Mrs Weasley entgegen du küsste sie zweimal auf jede Wange, was sie verwirrte.
„Sie 'aben sisch so viele Umstände gemacht", sagte er mit tiefer Stimme. „Fleur meint, sie 'aben sehr 'art gearbeitet."
„Oh, nicht der Rede wert, wirklich nicht!", trällerte Mrs Weasley. „Gar keine Umstände!"
Alle Weasleys sahen ihre Mutter ungläubig an.
Ron machte seinen Gefühlen Luft, indem er nach einem Gnomen trat, der hinter einem der neuen Zitterginsterbüsche hervorlugte.
„Werte Dame!", sagte Monsieur Delacour, der immer noch Mrs Weasleys Hand mit seinen beiden dicken Händen umschlossen hielt und strahlte. „Wir fühlen uns 'öchst geehrt dursch die baldige Vereinigung unserer beiden Familien! Darf isch Ihnen meine Frau vorstellen, Apolline."
Madame Delacour schwebte herbei und beugte sich vor um Mrs Weasley ebenfalls zu küssen.
„Enchantée", sagte sie. „Ihr Gatte 'at uns so amüsante Geschischten ersählt!"
Mr. Weasley gab ein überdrehtes Lachen von sich; Mrs Weasley warf ihm einen Blick zu, bei dem er sofort verstummte und eine Miene aufsetzte, die am Krankenlager eines engen Freundes angemessen gewesen wäre.
Alle lachten darüber, außer der die ältesten Weasleys.
„Und, natürlisch, Sie kennen schon meine kleine Tochter, Gabrielle!", sagte Monsieur Delacour. Gabrielle war Fleur im Kleinformat, elf Jahre alt, mit hüftlangen Haaren von reinem Silberblond. Sie schenke Mrs Weasley ein strahlendes Lächeln und umarmte sie, dann warf sie Harry einen glühenden Blick zu und klimperte mit ihren Wimpern. Ginny räusperte sich vernehmlich.
„Ah, ich denke, dass die kleine Gin-Gin vielleicht eifersüchtig sein könnte.", lächelte Fred.
„Du solltest aufpassen, du bekommst Konkurrenz und zwar gute", fügte George hinzu.
„Sie redet oft über 'Arry", lächelte Fleur. „Ich denke du bist auch für sie ein Held."
Alle lachten über Harrys nervösen Ausdruck und das böse Funkeln das Ginny ihren Brüdern und Fleur gab.
„Na, dann kommen sie doch herein!", sagte Mrs Weasley munter und begleitete die Delacours mit viel Nein-bittes und Nach-Ihnens und Gern-Geschehens ins Haus.
Die Delacours waren, wie sich bald herausstellte, hilfsbereite und angenehme Gäste. Sie freuten sich über alles und waren erpicht darauf, bei den Hochzeitsvorbereitungen zur Hand zu gehen. Monsieur Delacour bezeichnete alles von der Tischordnung bis zu den Schuhen der Brautjungfern als „charmant!", Madame Delacour war in Haushaltszaubern äußerst bewandert und bekam den Ofen im Nu einwandfrei sauber; Gabrielle lief ihrer älteren Schwester überall hinterher, versuchte zu helfen, wo sie konnte, und plapperte in schnellem Französisch vor sich hin.
Fleur seufzte, sie vermisste ihre Familie, aber es war nett wenigstens über sie zu hören.
Die Kehrseite war, dass der Fuchsbau nicht dafür angelegt war, so viele Leute zu beherbergen. Mr. und Mrs Weasley schliefen jetzt im Wohnzimmer, nachdem sie Monsieur und Madame Delacours Proteste lautstark niedergerungen und darauf bestanden hatten, dass sie ihr Schlafzimmer nahmen. Gabrielle schlief zusammen mit Fleur in Percys altem Zimmer, und Bill würde sich seines mit Charlie, seinem Trauzeugen, teilen,
„Ich fühle mich geehrt", lächelte Charlie zu Bill.
„Ich denke mal, du bist die beste Wahl unter all den Idioten" Bill zuckte mit den Schultern und alle seine Brüder funkelten ihn an.
sobald er aus Rumänien kam. Es gab praktisch keine Gelegenheiten mehr, gemeinsam Pläne zu schmieden, und so nahmen es Harry, Ron und Hermine aus reiner Verzweiflung auf sich, freiwillig die Hühner zu füttern, nur um dem überfüllten Haus zu entkommen.
„Und sie lässt und immer noch nicht in Ruhe!", knurrte Ron, als ihr zweiter Versuch eines Treffens im Hof vereitelt wurde, weil Mrs Weasley mit einem großen Wäschekorb in den Armen auftauchte.
„Nun, natürlich nicht, ihr dachtet doch nicht, dass es so einfach sein würde.", schmollte Molly.
„Oh, gut, ihr habt die Hühner gefüttert", rief sie, während sie näher kam. „Wir sperren sie besser wieder weg, ehe die Männer morgen kommen… um das Zelt für die Hochzeit aufzubauen", erklärte sie und lehnte sich zu einer kurzen Verschnaufpause an den Hühnerstall. Sie wirkte erschöpft. „Millamants Magische Markisen…die sind sehr gut…Bill begleitet sie… ihr bleibt besser drin, während sie hier sind, Harry. Ich muss sagen, es ist schon komplizierter, eine Hochzeit zu organisieren, wenn man diese ganzen Sicherheitszauber rund ums Haus hat."
Molly biss sich auf die Lippen, wie konnte sie so rücksichtslos vor Harry sein?
„Tut mir leid", sagte Harry kleinlaut.
„Oh, sei nicht albern, Schatz", sagte Mrs Weasley sofort. „ich meinte nicht – also, deine Sicherheit ist viel wichtiger! Eigentlich will ich dich schon die ganze Zeit fragen, wie du deinen Geburtstag feiern möchtest, Harry. Siebzehn, schließlich ist das ein wichtiger Tag…"
„Ich will keine Wirbel", sagte Harry rasch und dachte dabei an die zusätzliche Belastung für sie alle.
„Oh Harry Liebling, darüber musst du dir doch keine Sorgen machen", sagte Molly traurig.
„Ist in Ordnung, Mrs Weasley, wirklich", sagte Harry. „Einfach nur im Fuchsbau zu sein würde es zum Besten Geburtstag überhaupt machen. Nun, abgesehen von meinem elften, als ich erfahren habe, dass ich ein Zauberer bin."
„Du meinst du wusstest nicht, dass du ein Zauberer warst bis zu elf geworden bist!", sagte Draco ungläubig.
„Warum bist du so überrascht?", sagte Harry und sah ihn merkwürdig an. „Du bist doch derjenige der sich die ganze Zeit darüber lustig macht, dass ich keine Ahnung von der Zaubererwelt habe."
„Ja, aber ich dachte, zumindest hättest du gewusst, dass du ein Zauberer bist.", sagte Draco.
„Wirklich, Mrs Weasley, nur ein ganz gewöhnliches Abendessen, das wär schön… Es ist der Tag vor der Hochzeit…"
„Oh, na gut, wenn du sicher bist, mein Lieber. Ich lade Remus und Tonks ein, soll ich? Und wie wär's mit Hagrid?"
„Ja, das würde mir gefallen", lächelte Harry, das würde bedeuten, dass alle die ihm etwas bedeuten da sein würden.
„Das wär großartig", sagte Harry. „Aber machen sie sich bitte keine großen Umstände."
„Gar nicht, gar nicht…das sind doch keine Umstände…"
Sie sah ihn mit einem langen, forschenden Blick an, dann lächelte sie ein wenig traurig, richtete sich auf und ging davon. Harry schaute zu, wie sie an der Wäscheleine ihren Zauberstab schwang, worauf die feuchten Wäschestücke in die Luft stiegen und sich selbst aufhängten, und plötzlich überkam ihn eine Flut von Gewissensbissen wegen der Unannehmlichkeiten und des Kummers, den er ihr bereitete.
„Harry!", sagte Molly und rollte mit den Augen und sah ihn traurig an.
„Keine Sorger Mum, nichts was du sagt, könnte seine Meinung ändern, glaub mir, wir haben es versucht", sagte Ron.
„Das war das Ende vom Kapitel, wer möchte als nächstes lesen?", fragte Tonks.
„Ich möchte gerne", saget Sirius und nahm lächelt das Buch, „Ich hab ein gutes Gefühl wegen des nächsten Kapitels."
