So Hey erstmal,
sry, dass es soooo lange gedauert hat, aber ich hatte viel Schulisch zu tun und so. IN nächster Zeit leider auch wieder, also wird in den nächsten drei Wochen auch erstmal nichts kommen.
Ich hab auch noch eine kleine Bitte an euch: lest euch doch bitte mal diese Story hier durch: .de/s/4f90444e0001afd00c907530
DAs ist meine erste Story auf englisch und ich brauche mal ein wenig Kritik. Sie ist leider auf der anderen fanfic Seite veröffentlich, aber ich hoffe ihr schreibt trotzdem KOmmis.
UNd nun zum neuen Kapi ;P
THE WILL OF ALBUS DUMBLEDORE
Das Testament von Albus Dumbledore, las Sirius.
Er ging im kühlen blauen Licht der Morgendämmerung eine Gebirgsstraße entlang. Tief unten lagen im Nebel die dunklen Umrisse eines kleinen Dorfes. War der Mann, den er suchte, dort unten? Der Mann, den er so dringend brauchte, dass er kaum an etwas anderes denken konnte, der Mann, der die Lösung bereithielt, die Lösung für sein Problem…
„Hey, wach auf."
Harry zog eine Grimasse, er träumte und er hatte das Gefühl, dass es nicht sein Traum war. Es war zwar nicht einer seiner schlimmsten Träume, dennoch grauste es ihm beim Gedanken, dass er immer noch von Voldemort träumten durfte.
Harry öffnete die Augen. Er lag wieder auf dem vertrauten Feldbett in Rons schlichtem Zimmer unter dem Dach. Die Sonne war noch nicht aufgegangen und der Raum noch düster. Pigwidgeon schlief mit dem Kopf unter seinem kleinen Flügel. Die Narbe auf Harrys Stirn kribbelte.
„Du hast im Schlaf gemurmelt."
Nun zog Ron eine Grimasse, Harry hatte noch nie sehr oft in seinen Träumen geredet mit Ausnahme der vergangen Jahre.
„Wirklich?"
„Jaah. Gregorovitch. Du hast dauernd Gregorovitch gesagt."
„Der Zauberstabmacher", sagte Hermine. „Warum hast du denn über ihn einen Traum?"
„Die viel wichtigere Frage wäre, warum Voldemort ihn sucht?", sagte Remus.
„Jaah, man könnte denken, dass Ollivander nicht genug für ihn wäre", fügte Sirius hinzu. „Denkt ihr, dass hat irgendwas mit der Verbindung zwischen Voldemorts und Harrys Zauberstab zu tun?"
„Vielleicht", sagte Dumbledore in einer Art und Weise nicht verdeutlichte, dass er gerade das nicht dachte.
„Was für einen anderen Grund sollte Voldemort haben, Gregorovitch aufzusuchen?", fragte Arthur.
„Ich denke, dass werdet ihr noch erfahren", sagte Dumbledore und drehte seinen Zauberstab in der Hand. Es war sehr wahrscheinlich, dass Voldemort den Elderstab suchte.
Harry hatte seine Brille nicht auf; Rons Gesicht sah leicht verschwommen aus.
„Wer ist Gregorovitch?"
„Ich weiß nicht, woher auch? Du hast es doch gesagt."
„Ehrlich Mal, lest ihr überhaupt nie?" Hermine rollte mit den Augen.
„Nein", sagten Beide und Ron fügte hinzu: „Wieso sollten wir, wenn wir einfach dich fragen können?"
„Obwohl, der Name mir bekannt vorkommt", sagte Harry gedankenverloren.
„Wenn ich mich nicht irre, ist das der Zauberstabmacher von Viktor", sagte Fleur.
„"Ja, das ist es", lächelte Harry und Ron zog eine Grimasse bei der Erwähnung von Viktors Namen.
Harry rieb sich nachdenklich die Stirn. Er hatte das vage Gefühl, den Namen schon einmal gehört zu haben, aber er wusste nicht mehr wo.
„Immerhin bist du noch immer so wie heute", kicherte Sirius.
„Ich glaube, Voldemort ist auf der Suche nach ihm."
„Armer Kerl", sagte Ron mitleidig.
Harry setzte sich auf, inzwischen hellwach, und rieb sich weiterhin seine Narbe. Er versuchte sich genau in Erinnerung zu rufen, was er im Traum gesehen hatte, doch alles, was ihm wieder einfiel, war eine Bergkette am Horizont und die Silhouette des kleinen Dorfes, das in ein tiefes Tal gebettet war.
„Ich glaube er ist im Ausland."
„Wer Gregorovitch?"
„Voldemort. Ich glaube, er ist irgendwo im Ausland, auf der Suche nach Gregorovitch. Es sah nicht so aus, als ob es irgendwo in Großbritannien wäre."
„Nun, das sind immerhin mal ein paar gute Neuigkeiten", sagte Molly.
„Leider, wird er nicht allzu lange brauchen, um wieder zurückzukommen.", sagte Dumbledore, obwohl er dachte, dass es eine gute Sache war, dass Voldemort so viel Zeit in die Suche des Elderstabes steckte, wenn er ihn am Ende dann doch nicht besitzen konnte. Es würde Harrys Aufgabe so viel einfacher gestalten, wenn Voldemorts Aufmerksamkeit so zersplittert sein würde.
„Meinst du, dass du wieder in seinen Kopf geschaut hast?"
Ron klang besorgt.
„Natürlich bin ich besorgt", sagte Ron und rollte mit den Augen. „Denkst du wirklich, ich will die Gedanken von dem Verrückten in deinem Kopf haben?"
„Tu mir einen Gefallen und erzähl Hermine nicht davon", sagte Harry
Hermine runzelte die Stirn und sah etwas verletzt drein.
„Tut mir leid", seufzte Harry, etwas peinlich berührt bei der Tatsache sich für etwas zu entschuldigen, was noch nicht passiert war. „Ich will wohl einfach nicht, dass du dir Sorgen machst."
„Oder er will nicht, dass du ihn wieder nervst", fügte Ron mit einem Kichern hinzu und Hermine funkelte ihn an.
„Dennoch war dies nicht die beste Lösung, ich meine wenn ihr rausfinden wollt wer Gregorovitch ist…", wies Sirius darauf hin.
„Obwohl, erwartet sie denn, dass ich verhindern kann, Dinge im Schlaf zu sehen…?"
„Seht ihr… er wollte nur nicht, dass sie ihn nervt…", schnaubte Ron nun.
„Ach sei Still", schmollte Hermine.
Er starrte hoch zum Käfig des kleinen Pigwidgeon und dachte nach… Warum kam ihm der Name Gregorovitch bekannt vor?
„Ich glaube", sagte er langsam, „er hat etwas mit Quidditch zu tun. Da gibt es irgendeine Verbindung, aber mir – mir fällt nicht ein, welche."
„Quidditch?", sagte Ron. „Bist du sicher, dass du nicht Gorgowitsch meinst?"
„Arg", stöhnte Ron, er wollte garantiert nicht von dem hören.
Seien Brüder kicherten alle an der Erinnerung wie aufgeregt Ron gewesen war, als Gorgowitsch eingewechselt wurde und wie seine Stimmung schlagartig umschlug, als er ihn spielen gesehen hatte.
„Wer ist er?", fragte Harry amüsiert.
„Es steht hier drin, du musst es nicht erklären", sagte Sirius mit einem Stirnrunzeln, Er möchte die Cannons ebenfalls, und er konnte schlechte Nachrichten ebenfalls nicht ertragen.
„Wen?"
„Dragomir Gorgowitsch, Jäger, vor zwei Jahren für eine Rekordablösesumme zu den Chudley Cannons gewechselt. Hält den Rekord für die meisten Quaffelfehlschüsse in einer Saison."
„Super", stöhnte Ron, es sah so aus, als ob sich Gorgowitsch kein Bisschen verbessert hatte… Um ehrlich zu sein, klang es eher so, als ob er sich verschlimmert hatte.
„Nein", sagte Harry. „Ich denke ganz bestimmt nicht an Gorgowitsch."
„Das versuche ich auch", sagte Ron. „Na ja, alles Gute zum Geburtstag übrigens."
„Jaah, Herzlichen Glückwunsch Harry!", sagte Sirius fröhlich.
„Ich hätte gedacht, dass sogar du bemerken würdest, dass es eigentlich nicht Potters Geburtstag ist, Black, aber du schenkst dem wohl zu viel Glaube"; schnaubte Severus.
„Ich weiß, dass Harry nicht Geburtstag hat", sagte Sirius kalt zu Severus und drehte sich dann mit einem traurigen lächeln zu Harry um. „Es ist nur, dass ich nie eine Chance hatte einen Geburtstag mit Harry zu feiern und es ist zumindest nett, mal über einen zu lesen."
„Wir müssen hat einfach sicher gehen, dass du an meinem nächsten Geburtstag dabei bist", sagte Harry lächelnd. Er möchte die Vorstellung… nun, gab es etwas worüber er sich freute etwas zu verändern. Es lag auch eine Entschlossenheit in seiner Stimme, denn obwohl er nicht wusste wann genau sein Patenonkel in den Büchern sterben würde, war er fest davon überzeugt es zu ändern…Er hatte nicht vor seinen Patenonkel zu verlieren und er wird viele Geburtstage mit ihm verbringen.
„Nun, so rührend das auch ist, würdet ihr jetzt bitte weiterlesen, umso schneller beenden wir dieses dumme Buch und ich komm hier weg", sagte Draco mit langweiliger Stimme.
„Hey – stimmt, hab ich ganz vergessen! Ich bin siebzehn!"
„Harry, wir müssen dringend an deiner Erinnerung arbeiten", sagte George.
„Jaah, erinnere dich mal an unsere erste Begegnung, du wusstest nicht mal mehr deinen Namen", fügte Fred hinzu und alle im Raum kicherten.
„Sorry, ich hatte es einfach nicht erwartet, dass mich irgendjemand kennen würde" Harry rollte mit den Augen und verschwieg die Tatsache, dass er es wirklich nicht gewohnt war, dass Leute seinen Namen sagten.
Harry nahm seinen Zauberstab, der neben seinem Feldbett lag, richtete ihn auf den überladenen Schreibtisch, wo er seine Brille abgelegt hatte, und sagte: „Accio Brille!"
Remus und Sirius kicherten.
„Das hat dein Dad auch gemacht, als er siebzehn wurde", erklärte Remus, dem verwirrten Harry.
Obwohl sie kaum einen halben Meter entfernt war, empfand er es als höchst befriedigend, zu sehen, wie sie auf ihn zugeflogen kam, zumindest bis sie ihm ins Auge stach.
Alle lachten.
„Und das ist dann auch passiert", fügte Sirius hinzu, der stärker lachte als alle anderen.
„Raffiniert", prustete Ron.
Harry kostete es von Herzen aus, dass er die Spur los war, und ließ Rons Sachen durchs Zimmer fliegen, womit er Pigwidgeon weckte, der aufgeregt in seinem Käfig umherflatterte. Er versuchte auch die Schnürsenkel seiner Turnschuhe mit Magie zuzubinden (es dauerte Minuten, bis er den dadurch entstandenen Knoten wieder von Hand gelöst hatte) und verwandelte nur so zum Spaß die orangeroten Umhänge der Chudley Cannons auf Rons Postern in hellblaue.
Ron funkelte Harry böse an. „Du hast was getan?"
„Sorry", sagte Harry kichernd.
„Den Hosenschlitz würd ich mir aber von Hand zumachen", riet ihm Ron und kicherte los, als Harry sofort hinsah.
Mehrere Leute lachten, und Harry sah peinlich berührt zu Boden.
„Hier ist dein Geschenk. Pack es hier oben aus, das ist nichts für meine Mutter."
Molly funkelte Ron an, sie sparte sich das schimpfen auf, bis sie gehört hatte was es war.
Ron wurde in seinem Stuhl immer kleiner, er hoffte nur, es war nichts was ihn in Ärger bringen würde.
„Ein Buch?", fragte Harry, als er das rechteckige Päckchen entgegennahm. „Mal ganz was anderes, oder?"
„Na, was ist das für ein Buch?", sagte Sirius amüsiert und wackelte mit den Augenbrauen.
„Ich glaub ich weiß es", sagte Bill und alle anderen Weasley-Jungs lachten.
Sirius hob bei Bills Kommentar eine Augenbraue und Harry sah sie neugierig an, doch als keiner antwortete, fing Sirius wieder zu lesen an.
„Das ist nicht irgendein Buch", sagte Ron. „Es ist reines Gold wert: Zwölf narrensichere Methoden Hexen zu bezaubern.
Hermine schnaubte und Ron funkelte sie an.
„Ah, das könnte nützlich sein", sagte Sirius und nickte mit dem Kopf.
„Sieht aus als hätte ich Recht gehabt", lächelte Bill. „Dad hat mir das Buch gegeben, als ich siebzehn wurde und ich hab es dann Charlie gegeben… und so weiter."
„Wirklich", lächelte Harry.
„Ich glaube mal, du bist nun ein richtiger Weasley, Harry", kicherte Sirius.
Harry lächelte breit und errötete. „Danke."
„Natürlich werdet ihr wissen, dass er das Buch bei Ginny anwenden wird, richtig", wies Sirius darauf hin und alle Weasley Jungen funkelten Harry an.
Harry starrte nur seinen Patenonkel böse an, es war wirklich nicht nötig von ihm gewesen, dass zu sagen. Sirius lachte nur zusammen mit Remus, Tonks, Ginny und Hermine. Draco fand das alles ebenfalls sehr amüsant, allerdings wollte er keine Freude zeigen während er dieses Buch las.
Erklärt alles, was du über Mädchen wissen musst. Wenn ich das nur schon letztes Jahr gehabt hätte, dann hätte ich genau gewusst, wie ich Lavender loswerde…
„Du warst mit Lavender zusammen!", sagte Hermine geschockt, und sah zu Ron. Sie war enttäuscht – ganz zu schweigen verletzt – als sie sah, dass Ron überrascht aussah, aber auch selbstzufrieden.
„Sieht so aus", lächelte Ron. „Frag mich wie das passiert ist."
„Aber offensichtlich wollte er sie verlassen", sagte Ginny zu Hermine, die deprimiert aussah. Etwas das Alle im Raum bemerkten, mit Ausnahme von Ron.
Hermine gab ihr einen Blick, der offensichtlich sagen sollte, dass ihr das alles egal war, aber keiner kaufte ihr das ab.
Sirius, der auf ein wenig mehr Drama gehofft hatte, begann mit einem Schmollen weiterzulesen.
und ich hätte gewusst, wie ich die Sache mit…also,
Jeder hoffte, Ron hätte gesagt wen er meinte, auch wenn sie schon wussten wer es war und das es die Atmosphäre in diesem Raum um ein vielfachen aufhellen würde, aber leider war dies nicht der Fall. Tatsächlich, war alles was dieser Satz erreicht, eine noch traurigere Hermine, da sie dachte, dass da noch jemand war, den Ron mochte.
Ron allerdings sah geschockt zu Hermine und hoffte, dass sie nicht wusste, wen sein Buch-selbst meinte, er selber war sich sicher, wer es war. Andererseits hoffte er dass sie es wusste und dass er seine Frage, die er seit Jahren stellte, beantworten könnte. Er hatte keine Ahnung was sie dachte, allerdings mochte er es gar nicht, dass sie so deprimiert aussah… Sie mag mich höchstwahrscheinlich nicht, dachte Ron mit einem Seufzen.
Fred und George haben mir eins Geschenk und ich hab eine Menge daraus gelernt. Lass dich überraschen, es geht auch nicht nur um Arbeit mit dem Zauberstab."
„Natürlich nicht", sagte Bill und rollte mit den Augen.
„Ich denke mal, dass erklärt warum du so fürsorglich im letzten Kapitel warst…", kicherte Charlie. „Bietet Hermine ein schmutziges Taschentuch an und so."
Hermine sah Charlie an. Das klang beinah so, als wäre sie das Mädchen, über das Ron gesprochen hatte. Charlie lächelte sie warm an und sie errötete und sah weg.
Ron gab seinem Bruder allerdings nur einen bösen Blick, der klar sagte, dass er die Klappe halten sollte.
„Ich wusste, dass etwas drastisches passiert sein musste, wenn Ronniespätzchen so empfindsam reagiert", fügte Fred lachend hinzu.
Als sie in die Küche kamen, lag schon ein Stapel Geschenke auf dem Tisch. Bill und Monsieur Delacour waren gerade mit dem Frühstück fertig, und Mrs Weasley und sah ihn strahlend an.
„Ich soll dir von Arthur alles Gute zu deinem Siebzehnten wünschen, Harry", sagte Mrs Weasley und sah ihn strahlend an. „Er musste früh raus zur Arbeit, aber zum Abendessen ist er wieder da. Das oberste ist unser Geschenk."
Harry setzte sich, nahm das quadratische Päckchen, auf das sie gedeutet hatte, und packte es aus. Es war eine Uhr darin, die fast genauso aussah wie die, die Mr. und Mrs Weasley Ron zum siebzehnten Geburtstag geschenkt hatten; sie war golden und hatte statt Zeigern Sterne, die sich um das Zifferblatt drehten.
„Danke Molly", sagte Sirius und lächelte die Hexe mit einem traurigen Blick an. James und Lily hätten ihm diese Uhr geben sollen…er hätte sie Harry geben sollen. Aber sie alle waren nicht mehr. Dennoch war es gut zu wissen, dass jemand Harry in seine Familie aufgenommen hatte.
„Nichts zu danken, Sirius, Du weißt das ich Harry liebe" auch Mollys Blick war traurig.
„Worüber redet ihr?", sagte Harry und sah verwirrt zwischen den beiden hin und her.
„Ehrlich Potter, du weißt wirklich nichts, oder" Draco rollte mit den Augen und Harry funkelte ihn an. „Es ist Tradition eine Uhr zu bekommen wenn man siebzehn wird. Eigentlich sollte es ja von der Familie kommen, aber offensichtlich musst du es wohl von den Weasels bekommen…"
„Wenn du denkst, dass das eine Beleidigung war, liegst du falsch", sagte Harry und sah Draco kalt an. Dann sah er Molly an, die immer noch auf der anderen Seite von Ginny saß. „Danke."
„Ist mir ein Vergnügen", sagte Molly und tätschelte Harrys Wange liebevoll, Tränen in den Augen.
„Es hat Tradition, dass man einem Zauberer eine Uhr schenkt, wenn er volljährig wird", sagte Mrs Weasley und beobachtete ihn gespannt von ihrem Platz am Herd aus. „Die hier ist leider nicht neu wie die von Ron, sie gehörte eigentlich meinem Bruder Fabian, und er ging nicht besonders pfleglich mit seinen Sachen um, auf der Rückseite hat sie ein paar Macken, aber –"
Molly biss sich auf die Lippe, bei der Erwähnung ihres Bruders, es war immer noch schwer für sie, daran zu denke, wie sie ihre Brüder im Krieg verloren hatte. Ginny umarmte ihre Mutter fest, sie wusste, dass ihre Mutter sehr emotional werden konnte, wenn jemand dieses Thema aufbrachte. Alle Weasley Jungen sahen gedankenverloren über diese Situation. Bill, Charlie und Percy sahen ebenfalls sehr niedergeschlagen aus, sie hatten klare Erinnerungen an ihre Onkels, während die anderen nur wage Erinnerungen an sie hatten.
Der Rest ihrer Worte war nicht mehr zu hören; Harry war aufgesprungen und hatte sie in die Arme geschlossen. Er versuchte eine Menge nie ausgesprochener Dinge in die Umarmung zu legen, und vielleicht verstand sie es, denn als er sie losließ, tätschelte sie ihm unbeholfen die Wange und fuchtelte dann etwas ziellos mit dem Zauberstab herum, worauf eine halbe Packung Schinkenspeck aus der Pfanne sprang und auf den Boden klatschte.
„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Harry!", sagte Hermine, als sie in die Küche stürmte und ihr Geschenk oben auf den Stapel legte. „Es ist nur eine Kleinigkeit, aber ich hoffe, es gefällt dir. Was hat er von dir bekommen?", fügte sie an Ron gewandt hinzu, der sie nicht zu hören schien.
„Na komm schon, mach das von Hermine auf!", sagte Ron.
Jeder lachte über Rons offensichtlichen Versuch das Thema zu wechseln.
Sie hatte ihm ein neues Spickoskop gekauft.
„Das wird sehr nützlich sein für unsere Reise", sagte Harry gedankenverloren.
Die anderen Päckchen enthielten einen magischen Rasierapparat von Bill und Fleur (Mais oui, der macht Ihnen die sauberste Rasür, die Sie über'aupt bekommen können", versicherte ihm Monsieur Delacour, „aber Sie müssen ihm deutlisch sagen, was Sie wollen…sonst kann es passieren, dass Sie am Ende ein bieschen weniger 'aare 'aben, als Ihnen lieb ist…"),
Fleur kicherte.
„Was ist passiert?", fragte Bill und sah amüsiert aus.
„Nun, am Ende 'atte er überhaupt keine 'aare mehr, als er dem Rasierer Gesagt 'at, er solle alles abrasieren", sagte Fleur. „Nischt einmal mehr Augenbrauen…"
„Nett", lachte Sirius, wie die meisten im Raum.
Pralinen von den Delacours und eine riesige Schachtel mit der neuesten Ware aus Weasleys Zauberhafte Zauberscherze von Fred und George.
Harry, Ron und Hermine blieben nicht lange am Tisch, denn als Madame Delacour, Fleur und Gabrielle erschienen, wurde es in der Küche ungemütlich voll.
„Ich pack die Sachen für dich ein", sagte Hermine munter, während die drei wieder nach oben gingen, und nahm Harry die Geschenke aus den Armen. „Ich bin fast fertig, ich wart nur noch, bis deine restlichen Hosen aus der Wäsche kommen, Ron –"
Ron errötete, als alle anfingen zu lachen.
„Du hättest das nicht sagen müssen", murmelte Ron.
„Sorry", sagte Hermine und sah amüsiert drein. Ron war froh, dass sie nicht mehr so deprimiert war.
Ron begann zu stottern, wurde jedoch jäh unterbrochen, als im ersten Stock eine Tür aufging.
„Harry, kommst du bitte mal kurz rein?"
Es war Ginny.
Alle Weasley Jungen funkelten Harry böse an, der unruhig auf seinem Stuhl hin und her rutschte.
Ron blieb abrupt stehen, aber Hermine packte ihn am Ellenbogen und zog ihn weiter die Treppe hinauf.
Nun funkelten alle Hermine an, wie konnte sie die beiden einfach so alleine lassen. Hermine rollte allerdings nur mit den Augen, ihr war es alles andere als unangenehm.
Nervös folgte Harry Ginny in ihr Zimmer.
Er war noch nie hier drin gewesen. Es war klein, aber hell. Ein großes Poster der magischen Musikband Schicksalsschwestern hing an der einen Wand, an der anderen ein Bild von Gwenog Jones, Kapitänin der Holyhead Harpies, des Quidditch-Teams, in dem ausschließlich Hexen spielten. Ein Schreibtisch stand vor dem offenen Fenster, das nach dem Obstgarten ging, wo er und Ginny einst mit Ron und Hermine zwei gegen zwei Quidditch gespielt hatten und wo nun ein großes, perlweißes Zelt stand.
„Du hast Quidditch gespielt, ernsthaft!"; sagten Ron, Harry und Ginny alle zu Hermine, als alle anderen kicherten.
„Sieht so aus", sagte Hermine, die so aussah, als würde sie sich nicht allzu sehr darauf freuen.
Die goldene Fahne an seiner Spitze war auf gleicher Höhe mit Ginnys Fenster.
Ginny blickte zu Harrys Gesicht auf, holte tief Luft und sagte: „Alles Gute zum siebzehnten Geburtstag."
„Jaah…danke."
Sie sah ihn unverwandt an; ihm jedoch fiel es schwer, ihren Blick zu erwidern; es war, als ob er in ein strahlendes Licht sehen würde.
Sirius war so amüsiert, dass man dies deutlich in seiner Stimme hören konnte und alle Blicke der Weasley Jungen verschärften sich je länger er las.
„Hübsche Aussicht", sagte er matt und wies zum Fenster, Sie ging nicht darauf ein. Er konnte es ihr nicht verdenken.
„Ich wusste nicht, was ich dir schenken soll", sagte sie.
„Du musst mir nichts schenken."
Sie überging auch das.
„Ich wusste nicht, was du brauchen könntest. Nichts allzu großes, weil du das nicht mitnehmen kannst."
Er wagte einen Blick zu ihr hin. Sie hatte keine Tränen in den Augen;
„Warum sollte sie Tränen in den Augen haben?", fragte Bill, und kämpfte mit sich seine Stimme ruhig zu halten, was Ginny allerdings nicht davon abhielt in anzustarren.
Harry schüttelte mit dem Kopf, er hatte keine Ahnung, aber er hoffte, dass er nicht daran schuld war.
das war einer der vielen wunderbaren Züge an Ginny, sie war selten weinerlich. Er hatte manchmal überlegt, dass ihre sechs Brüder sie wohl abgehärtet hatten.
„Hat es wahrscheinlich auch", bestätigte Ginny.
Sie machte einen Schritt auf ihn zu.
„Deshalb hab ich mir dann gedacht, dass ich dir gerne was geben würde, das dich an mich erinnert, weißt du, falls du vielleicht eine von diesen Veela triffst, wenn du weg bist und machst, was auch immer du machst."
Ginny gab Fleur einen scharfen Blick und die anderen Mädchen rollten nur mit den Augen.
„Ich glaube ehrlich gesagt, zu irgendwelchen Verabredungen wird es unterwegs wohl kaum Gelegenheit geben."
„Das ist der Silberstreif, auf den ich gehofft habe", flüsterte sie, und dann küsste sie ihn,
Alle Weasley-Jungs stöhnten, und zogen eine Grimasse, bevor sie wieder Harry anfunkelten. Ron allerdings funkelte Harry nicht richtig an, er wirkte er bedrückt und peinlich berührt.
Harry wurde rot, es war schlimm genug zu wissen, dass er das Mädchen neben ihm in ein paar Jahren küssen würde, aber es auch noch vor ihrer gesamten Familie zu lesen…
Ginny lächelte. Sie war wirklich mit ihm zusammen! Sie fragte sich wann und wie es passiert war und hoffte, dass es früher passieren würde als später.
„Los Harry!", jubelte Sirius und alle Reaktionen verschärften sich.
wie sie ihn nie zuvor geküsst hatte, und Harry erwiderte ihren Kuss, und es war glückseliges Versinken, besser als Feuerwhisky ; sie war das einzig Wirkliche auf der Welt, Ginny, wie er sie jetzt spürte, die eine Hand auf ihrem Rücken und die andere in ihrem langen, süß duftenden Haar –
Die bösen Blicke wurden schlimmer, je länger Sirius las und seine fröhliche Stimme machte es auch nicht besser. Sogar Ron funkelte Harry nun an, der in seinem Sitz immer kleiner wurde.
„Du wirst sie niemals so anfassen…", sagte Charlie.
„Was hab ich euch gesagt!", sagte Ginny scharf zu ihrem Bruder. „Das geht euch nichts an!"
„Gin, er ist…", sagte Ginny und sah sie ungläubig an.
„Er empfindet anscheinend viel für dich" Molly kreischte fast, nichts wäre ihr lieber, als Harry offiziell in ihrer Familie zu haben. Sie wusste, dass ihre Tochter die Vorstellung genau so lieben würde, allerding war sie sich nie so sicher was Harry fühlte.
„Arg", stöhnten Charlie, Percy und Fred. Wenn ihre Mutter auf seiner Seite war, war es unmöglich etwas dagegen zu unternehmen.
„Warum stöhnst du nicht auch?", fragte Fred seinen Zwilling.
„Ich dachte gerade daran, dass es gar nicht so schlimm ist, dass es Harry ist.", sagte George mit einer etwas steifen Stimme. „Es könnte schlimmer kommen als dieser Kerl hier, und Harry weiß was er machen muss, denn er weiß was wir ihm antun, wenn er unsere kleine Schwester verletzt."
Ginny zischte ihn bitter an.
„Sorry Gin, aber wir müssen etwas tun, auch wenn er uns danach verhext im Gegenzug", sagte George und zuckte mit den Schultern.
Ginny stöhnte, sie hätte wissen sollen, dass ihre Drohung die Zwillinge nicht stoppen würde, die beiden waren zu furchtlos.
„Das ist ein Argument", seufzte Fred, aber sein Funkeln lies nicht nach.
Hinter ihnen knallte die Tür auf und sie schreckten auseinander.
„Oh", sagte Ron spitz. „Verzeihung."
„Gutes Timing", kicherte Tonks und alle Jungs nickten mit den Köpfen, sie wollten nicht noch mehr hören. „Aber irgendwas sagt mir das dir das alles andere als Leid tut."
„Ron!" Hermine stand direkt hinter ihm, leicht außer Atem. Ein unnatürliches Schweigen trat ein, bis Ginny mit dünner, leiser Stimme sagte: „Dann mal alles Gute, Harry."
Ron hatte puterrote Ohren; Hermine wirkte nervös. Harry hätte ihnen am liebsten die Tür vor der Nase zugeknallt,
Sirius, Remus, Tonks und Hermine lachten.
aber es war, als ob ein kalter Luftzug ins Zimmer gefegt wäre, als die Tür aufging, und als ob sein strahlender Augenblick geplatzt wäre wie eine Seifenblase. Alle Gründe, warum er seine Beziehung mit Ginny beendet hatte,
„Du hast mit ihr Schluss gemacht", sagte George mit einer Grimasse. „Ich denke du weißt was das jetzt für dich heißt."
Harry schluckte als Fred, George und Charlie ihn mit einem schmunzeln ansahen.
„Wagt es ja nicht ihm etwas anzutun.", sagte Ginny, allerdings war ihre Stimme nicht mehr so stark wie vorhin, sie fragte sich warum Harry Schluss gemacht hatte.
„Sorry Gin, es liegt nicht mehr in unseren Händen", sagte Fred. „Sirius könntest du bitte weiterlesen?"
warum er einigen Abstand von ihr hielt, schienen sich mit Ron in ihr Zimmer geschlichen zuhaben, und das ganze glückliche Vergessen hatte ein Ende.
Er sah Ginny an, wollte etwas sagen, obwohl er nicht recht wusste, was, doch sie hatte ihm den Rücken zugewandt. Vielleicht hatte sie dieses eine Mal doch den Tränen nachgegeben. In Rons Gegenwart konnte er nichts tun, um sie zu trösten.
Die Weasley-Jungs zogen alle eine Miene, sie wollten ihre Schwester nicht so sehen und das alles machte sie nur wütender auf Harry.
„Wir sehen und später", sagte er und folgte den beiden anderen aus dem Zimmer.
Ron marschierte nach unten, durch die immer noch übervölkerte Küche hinaus auf den Hof, Harry hielt die ganze Zeit mit ihm Schritt, und Hermine trottete ihnen mit ängstlichem Gesicht hinterher.
Hermine seufzte, sie musste wohl Angst haben, dass Ron irgendetwas Voreiliges tun könnte.
Sobald Ron etwas abseits auf dem frisch gemähten Rasen war, fiel er auch schon über Harry her.
„Du hast mit ihr Schluss gemacht. Was tust du da gerade, spielst du ein bisschen mit ihr?"
„Eigentlich, Ron, war ich diejenige…", fing Ginny an.
„Das ist nicht von Bedeutung", informierte Charlie sie.
„Ich spiel nicht mit ihr", sagte Harry, in dem Moment als Hermine dazukam.
„Ron – "
Aber Ron hob die Hand, um sie zum Schweigen zu bringen.
„Sie war wirklich total fertig, als du die Sache beendet hast –"
Harry runzelte die Stirn, er mochte die Vorstellung nicht, dass er sich verletzte.
Ginny sah weder ihn noch ihren Bruder an, sie konnte sich vorstellen wie hart es für sie war, mit ihm für eine kurze Zeit zusammenzukommen und dass er dann mit ihr Schluss macht. Molly drückte ihre Schulter, sie fand es nicht gut zu wissen, dass ihrer Tochter weh getan wurde. Dennoch wusste sie, dass es einen Grund geben musste für all dies, für sie war es jedenfalls klar, dass Harry viel für Ginny empfand.
„Ich auch. Du weißt, warum ich sie beendet habe, es war nicht, weil ich es wollte."
„Jaah, aber jetzt gehst du hin und knutscht mit ihr rum, und sie macht sich nur wieder Hoffnungen –"
„Sie ist nicht dumm, sie weiß doch, dass es nicht geht, sie rechnet nicht damit, dass wir – irgendwann heiraten oder –"
Noch während Harry das sagte, tauchte ein lebhaftes Bild vor ihm auf, von Ginny in einem weißen Kleid, die einen großen, gesichtslosen und unsympathischen fremden Mann heiratete.
„Warum sollte mein Mann unsympathisch sein?", sagte Ginny und versuchte einen Witz machen, was Tonks und Hermine zum Lachen brachte.
„Ich denke er wäre nur unfreundlich für Harry", sagte Remus und kicherte ebenfalls.
Die Erkenntnis traf ihn wie ein Schwindel erregender Schlag: Ihre Zukunft war frei und unbelastet, während seine eigene… Auf dem Weg, der vor ihm lag, konnte er nur Voldemort sehen.
„Es ist wegen irgendeinem edlen Grund, oder?", fragte Ginny weich.
„Ähm… Weiß ich nicht", antwortete Harry.
Ginny rollte mit den Augen „Sei Ehrlich Harry und ich versichere dir, dass meine Brüder dir nichts antun."
Harry lächelte reflexartig „Ich weiß es immer noch nicht, aber ich denke mal. Es ist sicher, dass ich jetzt Voldemort jagen gehe, Ich denk mal ich hab eh keine Zukunft mehr…"
„Harry", sagte Ginny wieder weich, nahm seine Hand und bis sich auf die Unterlippe. „Ich möchte dich gar nicht erst so reden hören."
„Ich versuche es", sagte Harry und senkte seinen Kopf, aber es war schwer zu glauben, dass er den mächtigsten schwarzmagischen Zauberer Allerzeiten besiegen würde und das alles überleben würde. Harry schüttelte den Kopf und versuchte diesen Gedanken aus seinem Kopf zu verbannen, dann redete er weiter: „dann ist da noch die Tatsache, dass Voldemort hinter allen Leuten her ist, die mir was bedeuten. Ich denke mal, ich wollte einfach nicht, dass er weiß, wie viel du mir bedeutest…"
Ginny rollte mit den Augen. „Ich wusste es…ein edler Grund."
Harry zuckte nur mit den Schultern.
Ginny sah nun all ihre Brüder scharf an. Fred und George sahen sich einander an, offensichtlich versuchten sie herauszufinden, was sie tun sollten. Charlie sah unberührt aus, Bill teilnahmslos (er machte keinen großen Ärger) und Ron sah so peinlich berührt aus wie selten, er murmelte etwas, von wegen, dass er nicht in der Mitte von all dem sein sollte.
Sie bemerkte, dass Percy ihm einen berechnenden Blich zuwarf, der finstere Blick war anders als bei den anderen, sogar als Charlies, der definitiv der zweitwütendste war. Sie erinnerte sich daran, dass es egal war was Percy dachte, er versuchte nicht sein bestes, kein Teil dieser Familie zu sein, also warum sollte es sie interessieren, allerdings waren seine Blicke immer noch verletzend.
Percy konnte nicht glauben, was hier gerade passierte, konnten sie nicht sehen, dass Harry labil und sehr gefährlich war. Auch wenn Harry wahnsinnig war, wie er sich immer davon überzeugte, er war definitiv eine Gefahr für seine Familie. Ron war wohl das größte Ziel der Todesser, wegen seiner Freundschaft zu Harry, sein Leben war ständig in Gefahr und dennoch empfingen ihn seine Eltern immer mit offenen Armen. Nun, hatte er Ginnys Sicherheit ebenfalls riskiert, als er ihr näher gekommen war. Was machte es für einen Unterschied, wenn sie nicht mehr zusammen waren nur damit er 'sie beschützen' konnte, wenn das der Fall war, dann er hätte er sich niemals mit ihr verabreden dürfen. Er war rücksichtslos und leichtsinnig und doch umarmte ihn, Percy, seine ganze Familie so, als wäre er nie umarmt worden.
„Ich wiederhole, keiner tut etwas", funkelte Ginny, vor allem zu Charlie, vernachlässigte den bedrohenden Blick in Percys Augen, weil das gerade nicht wichtig war.
„Natürlich Gin-Gin", sagte Fred.
„Das war doch nur schon mal eine Probelzeit für Harry", fügte George hinzu und Ginny rollte mit ihren Augen.
„Wenn du weiter bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, an ihr rumfummelst –"
„Das kommt nicht noch mal vor", sagte Harry schroff. Es war ein wolkenloser Tag, aber ihm war, als ob die Sonne sich versteckt hätte. „Okay?"
„Ah…er vermisst seine Gin-Gin", hänselte Sirius mit einer Baby Stimme, dass dem sehr erröteten Harry ein Funkeln in die Augen brachte und alle Weasley Jungen lächelten dunkel.
Ron blickte halb zornig, halb verlegen drein; er wippte kurz auf seine Füßen vor und zurück, dann sagte er: „Also dann, in Ordnung, das ist – Jaah."
Ginny suchte an diesem Tag kein weiteres Treffen mit Harry, und sie verriet weder durch Blicke noch durch Gesten, dass in ihrem Zimmer mehr zwischen ihnen vorgefallen war als eine höfliche Unterhaltung. Trotzdem war Harry erleichtert, als Charlie ankam.
„Nun, es sieht nicht so aus, als ob Charlies Anwesenheit nun eine Erleichterung für dich ist, Harry", sagte Tonks mit einem kichern.
Es lenkte ihn an, Mrs Weasley dabei zuzusehen, wie sie Charlie nötigte, auf einem Stuhl Platz zu nehmen, drohend ihren Zauberstab erhob und verkündete, dass sie ihm auf der Stelle einen ordentlichen Haarschnitt verpassen würde.
Charlie schüttelte sich und alle anderen Weasleys kicherten.
Weil das abendliche Geburtstagsessen für Harry die Küche des Fuchsbaues gesprengt hätte, bereits ohne Charlie, Lupin, Tonks und Hagrid, die noch gar nicht angekommen waren, wurden im Garten mehrere Tische nebeneinander aufgestellt. Fred und George verzauberten einige lila Laternen, auf denen die Zahl „17" prangte, so dass sie frei über den Gästen schwebten. Mrs Weasleys Fürsorge war es zu verdanken, dass Georges Wunde gepflegt und sauber war, allerdings hatte Harry sich nich nicht an das dunkle Loch seitlich an seinem Kopf gewöhnt, auch wenn die Zwillinge viele Witze darüber rissen.
Alle verzogen die Gesichter und Molly stöhnte.
Hermine ließ violette und goldene Papierschlangen aus ihrem Zauberstab hervorschießen, die sich kunstvoll über Bäume und Büsche drapierten.
„Warum lila…warum nicht rot? Wir sind alle Gryffindore", fragte Ron und ignorierte Tonks' empörtes Schnauben.
Hermine rollte mit den Augen „Ich verstehe einfach nicht warum wir immer alles in den Hausfarben dekorieren müssen."
„Hübsch", sagte Ron, als Hermine mit einem letzten Schwung ihres Zauberstabes die Blätter des Holzapfelbaums golden färbte. „Du hast wirklich ein Händchen für solche Sachen."
„Ah, das Buch hilft dir also schon", lachte Bill und der Rest der Menschen im Raum kicherte über Rons verschiedene Reaktionen.
„Hey, es sieht so aus, als ob Ron in ein paar Jahren nicht mehr so ein großer Mistkerle sein wird wie jetzt, das ist doch etwas worauf man sich freuen kann, oder Hermine?", fügte Ginny schmunzelnd hinzu.
Hermine errötete, sah allerdings zufrieden aus.
„Danke Ron!", sagte Hermine, offensichtlich erfreut und zugleich ein wenig verwirrt. Harry wandte sich mit einem verstohlenen Lächeln ab. Er hatte das komische Gefühl, dass er ein Kapitel über Komplimente finden würde, wenn er einmal dazu kam, sein Exemplar von Zwölf narrensicheren Methoden Hexen zu bezaubern durchzublättern;
Mehr fingen an zu kichern und Ron warf Harry einen bösen Blick zu für diesen Gedanken.
„Sorry Kumpel", sagte Harry lachend.
Ginnys Blick traf ihn, und er grinste ihr zu, bis ihm sein Versprechen Ron gegenüber einfiel und er hastig ein Gespräch mit Monsieur Delacour begann.
„Aus dem Weg, aus dem Weg!", flötete Mrs Weasley, während sie mit etwas, das wie ein riesiger, wasserballgroßer Schnatz aussah und vor ihr herschwebte, durch das Tor kam. Es dauerte einige Sekunden, bis Harry begriff, dass es seine Geburtstagstorte war, die Mrs Weasley mit ihrem Zauberstab in der Luft hielt, weil sie es nicht riskieren wollte, sie über den unebenen Boden zu tragen. Als die Torte schließlich mitten auf dem Tisch landete, sagte Harry: „Die sieht ja wunderbar aus, Mrs Weasley."
„Oh, nur eine Kleinigkeit, Schatz", sagte sie liebevoll. Hinter ihrer Schulter hielt Ron den Daumen für Harry nach oben und formte mit den Lippen die Worte: Gut gemacht.
Molly rollte mit den Augen, Harry brauchte kein Buch um höflich zu sein, er war immer sehr rücksichtsvoll.
Gegen sieben Uhr waren alle Gäste da, Fred und George hatten sie am Ender der Zufahrt abgeholt und ins Haus geführt. Hagrid hatte sich zur Feier des Tages in seinen besten, fürchterlichen Anzug aus braunem Fellhaar geworfen. Lupin lächelte zwar, als er Harry die Hand schüttelte, kam Harry aber recht unglücklich vor. Das war äußerst merkwürdig; Tonks neben ihm sah einfach glänzend aus.
Molly zog die Augenbrauen zusammen, das war eine merkwürdige Art sie zu beschreiben, man könnte denken…oh!
Sirius, allerdings, sah zwischen Remus und Tonks hin und her und kicherte: „Was, schon die erste Kriese in Sicht?"
„Halte die Klappe", stöhnte Remus und Tonks kicherte, sicher, was auch immer es war, sie war glücklich, als konnte es nichts ernsthaftes sein.
„Alles Gute zum Geburtstag, Harry", sagte sie und schloss ihn fest in die Arme.
„Siebzehn, ey!", sagte Hagrid und ließ sich von Fred ein eimergroßes Glas Wein reichen. „Vor haargenau sechs Jahr'n ham wir uns zum ersten Mal getroffen, Harry, erinnerst du dich noch?"
„Verschwommen", sagte Harry und grinste zu ihm hoch. „Hast du nicht die Haustür eingeschlagen, Dudley ein Schweineschwänzchen verpasst und mir gesagt, dass ich ein Zauberer bin?"
Harry kicherte „Ah, die guten alten Zeiten."
„Die Einzelheit'n hab ich vergessen", gluckste Hagrid. „Wie geht's euch. Ron, Hermine?"
„Uns geht's gut", sagte Hermine. „Und dir?"
„Hmph, wer hat gesagt, dass du für mich antworten kannst", grummelte Ron.
Hermine antwortete nicht, man konnte an seinem Ton deutlich hören, dass er nicht wirklich ärgerlich darüber war.
„Äh, nich schlecht. Hatte viel Arbeit, wir ham'n paar neugeborene Einhörner, die zeig ich euch, wenn ihr zurückkommt –" Harry mied Rons und Hermines Blicke, während Hagrid in seiner Tasche wühlte. „Hier, Harry – wusst einfach nich, was ich dir schenken soll, aber dann is' mir das eingefallen." Er zog einen kleinen, etwas pelzigen Beutel an einer langen Kordel heraus, der offensichtlich um den Hals zu tragen war. „Eselsfell. Versteck irgendwas darin und keiner außer'm Besitzer kriegt es wieder raus. Sind selten, die Dinger."
„Und sehr kostbar", sagte Draco, ein wenig überrascht. „Ich frag mich, wie der Trottel an so etwas herangekommen ist."
„Nenn Hagrid nicht so!", sagte Harry, als die meisten Leute im Raum ihn anfunkelten. Draco zuckte nur mit den Schultern, seine Wangen wurden allerdings pink und es war offensichtlich, dass er Angst hatte.
„Danke, Hagrid!"
„Nich der Rede wert", sagte Hagrid mit einem Schlenker seiner mülleimerdeckelgroßen Hand. „Da is' ja Charlie! Hab ich immer gemocht – hey! Charlie!"
Charlie kicherte, er hat Hagrid auch schon immer gemocht.
Charlie kam näher und strich sich dabei mit der Hand ein bisschen wehmütig über seine neue, gnadenlos kurze Frisur. Er war kleiner als Ron, stämmig und hatte etliche brandnarben und Kratzer an seinen muskulösen Armen.
„Hi, Hagrid, wie steht's?"
„Will dir schon seit 'ner Ewigkeit schreiben. Wie geht's Norbert?"
„Norbert?" Charlie lachte. „Dem Norwegischen Stachelbuckel? Wir nennen sie jetzt Norberta."
„Was – Norbert ist ein Mädchen?"
„O Jaah", sagte Charlie.
„Woher weißt du das?", fragte Hermine.
„Die sind viel bissiger", sagte Charlie.
„Dann ja, Norbert ist definitiv ein Mädchen", sagte Ron und verzog das Gesicht, er rubbelte sich seine Hand, dort wo Norbert ihn unbewusst einmal gebissen hatte.
Er blickte über seine Schulter und senkte die Stimme. „Wär schön, wenn Dad sich beeilen und endlich kommen würde. Mum wird langsam nervös."
Alle sahen zu Mrs Weasley hinüber. Sie versuchte ein Gespräch mit Madame Delacour zu führen und warf dabei immer wieder kurze Blicke zum Tor.
„Ich glaube, wir fangen am besten ohne Arthur an", rief sie nach einer Weile in die Gartenrunde. „Er ist sicher aufgehalten worden im – oh!"
Sie sahen es alle gleichzeitig: Ein Lichtstrahl kam mitten durch den Hof bis zum Tisch geflogen, wo er die Gestalt eines leuchtend silbernen Wiesels annahm, das auf den Hinterbeinen stand und mit Mr. Weasleys Stimme sprach.
„Was? Ich wusste nicht, dass ein Patronus sprechen kann!", sagte Harry.
„Ah, dass liegt daran, dass sie es zum Teil auch nicht können", erklärte Dumbledore. „Allerdings habe ich einen Weg gefunden wie sie es doch können. So sendet sich der Orden Nachrichten gegenseitig, wenn es nötig ist."
„Das ist ziemlich cool, Sir.", lächelte Harry ihn an. Es fühlte sich merkwürdig an, dass er nicht mehr diesen Groll gegen seinen Schulleiter verspürte, die er die meiste Zeit dieses Schuljahres gegen ihn hatte.
„Zaubereiminister begleitet mich."
„Arg, dass wird die Party sicher ruinieren", stöhnte Ron.
Harry zuckte mit den Schultern, „Es wird trotzdem immer noch besser sein, als jeder Geburtstag bei den Dursleys."
Der Patronus löste sich in nichts auf, und Fleurs Familie starrte verdutzt auf die Stelle, wo er verschwunden war.
„Wir gehen dann mal besser", sagte Lupin sofort. „Harry – tut mir leid – ich erklär's dir ein andermal –"
Remus verzog das Gesicht, er wusste ganz genau warum er verschwand.
„Diese verdammten vorurteilenden Mistkerle", grummelte Sirius, sich ebenfalls deutlich bewusst, was dies zu bedeuten hatte.
Er packte Tonks am Handgelenk und zog sie fort;
Nun sah Remus traurig zu Tonks. Seinetwegen mussten sie gehen…sie war nun ebenfalls eine Ausgeschlossenen und das alles wegen ihm.
Tonks rollte mit den Augen, sie kümmerte sich nicht um solche Dinge, solange sie mit Remus zusammen war und das war alles was zählte.
sie gingen bis zum Zaun, kletterten darüber und verschwanden. Mrs Weasley sah verwirrt aus.
„Der Minister – aber warum –? Ich verstehen nicht –"
Doch es blieb keine Zeit, diese Frage zu erörtern; eine Sekunde später war Mr. Weasley aus dem Nichts am Tor erschienen, in Begleitung von Rufus Scrimgeour, den man gleich an seiner grauen Haarmähne erkennen konnte.
Die beiden Neuankömmlinge gingen mit zügigen Schritten über den Hof auf den Garten und den laternenbeleuchteten Tisch zu, wo die ganze Gesellschaft schweigend dasaß und beobachtete, wie sie näher kamen. Als Scrimgeour ins Licht der Laternen trat, bemerkte Harry, dass er viel älter aussah als bei ihrer letzten Begegnung, hager und grimmig.
„Ein Minister zu sein neigt wohl dazu schnell zu altern.", sagte Dumbledore, der vielen früheren Ministern sehr nahe gestanden hatte. „Vor allem die, die das Amt während solchen Zeiten ausüben."
„Verzeihen Sie, dass ich störe", sagte Scrimgeour, indem er humpelnd an den Tisch trat und davor stehen blieb. „Besonders, da ich sehe, dass ich hier ungeladen in eine Festlichkeit hineinplatze."
Seine Augen verharrten für einen Moment auf der riesigen Schnatztorte.
„Herzlichen Glückwunsch."
„Danke", sagte Harry.
„ich muss sie um eine persönliche Unterredung bitten", fuhr Scrimgeour fort. „Ebenso Mr. Ronald Weasley und Miss Hermine Granger."
„Mit uns allen?", sagte Ron überrascht.
„Ihr denkt doch nicht, dass er weiß was wir planen", sagte Harry nervös, „und versucht uns davon abzuhalten."
„Nein", sagte Hermine nachdenklich.
„Was ist los?", fragte Harry sie.
„Ich dachte nur gerade an den Titel des Kapitels", sagte Hermine.
„Das Testament von Albus Dumbledore", Remus nickte mit dem Kopf. „Daran dachte ich auch."
„Ich versteh aber immer noch nicht, warum er uns alle drei sehen möchte", sagte Ron.
Uns?", sagte Ron, offenbar überrascht. „Warum uns?"
„das werde ich Ihnen mitteilen, wenn wir uns irgendwohin zurückgezogen heben", erwiderte Scrimgeour. Gibt es hier einen entsprechenden Ort?", fragte er, an Mr. Weasley gewandt.
„Ja, natürlich", sagte Mr. Weasley, der nervös wirkte. „Das, ähm, Wohnzimmer, warum nehmen Sie nicht das?"
„Wenn Sie vorausgehen würden", sagte Scrimgeour zu Ron. „Es ist nicht nötig, dass Sie uns begleiten, Arthur."
Harry bemerkte, wie Mr. Weasley einen besorgten Blick mit seiner Frau wechselte, während Harry, Ron und Hermine aufstanden. Als sie schweigend in Richtung Haus vorangingen, war Harry sicher, dass sie anderen beiden das Gleiche dachten wie er: Scrimgeour musste erfahren haben, dass sie alle drei vorhatten, Hogwarts abzubrechen.
Scrimgeour sagte kein Wort, während sie durch die unordentliche Küche ins Wohnzimmer des Fuchsbaues gingen. Obwohl der Garten noch in weichem goldenem Abendlicht lag, war es hier drin schon dunkel: Als er eintrat, schnippte Harry mit seinem Zauberstab zu den Öllampen hin, und sie erhellten den schäbigen, aber behaglichen Raum. Scrimgeour ließ sich in dem ausgeleierten Sessel nieder, in dem sonst Mr. Weasley saß, so dass Harry, Ron und Hermine sich Schulter an Schulter auf das Sofa quetschen mussten.
„Hermine, du hättest dich einfach auf Rons Schoß setzen sollen, dass wäre wahrscheinlich ein besserer Platz gewesen", kicherte Fred und Hermine und Ron erröteten.
Sie hatten kaum Platz genommen, als Scrimgeour das Wort ergriff.
„Ich habe einige Fragen an Sie drei, und ich denke, es wird das Beste sein, wenn wir das jeweils unter vier Augen erledigen. Würden Sie beide", er wies Harry und Hermine, „bitte oben warten, ich möchte mit Ronald anfangen."
„Wir gehen nirgendwohin", sagte Harry, während Hermine lebhaft nickte. „Sie können mit uns allen zusammen reden oder gar nicht."
„Harry, du solltest wirklich nicht so mit dem Minister reden", rügte Molly.
„Sorry Mrs Weasley", sagte Harry.
Scrimgeour warf Harry einen kalten, abschätzenden Blick zu. Harry hatte das Gefühl, dass der Minister überlegte, ob es sich lohnte, so früh Feindseligkeiten zu eröffnen.
„Nun gut, dann alle zusammen", sagte er achselzuckend. Er räusperte sich. „Ich bin, wie Sie sicher wissen, wegen des Testaments von Albus Dumbledore hierhergekommen."
Harry, Ron und Hermine sahen einander an.
„Das überrascht Sie offenbar! Sie waren also nicht davon unterrichtet, dass Dumbledore Ihnen etwas vererbt hat?"
„Was hast du erwartet, dass Dumbledore mit ihnen darüber reden würde, dass er sie in sein Testament aufnimmt" Sirius rollte mit den Augen. „Das klingt nach einer toten, deprimierenden Unterhaltung für mich."
„U-uns allen?", sagte Ron. „Mir und Hermine auch?"
„Ja, Ihnen all –"
Aber Harry unterbrach ihn.
„Dumbledore ist vor über einem Monat gestorben. Warum hat es so lange gedauert, bis man uns gibt, was er uns hinterlassen hat?"
Remus und McGonagall verengten die Augen, aber Dumbledore schien das nicht im Geringsten zu beirren, er hatte vom Ministerium nichts anderes erwartet in seinem gegenwärtigen Zustand.
„Ist das nicht offensichtlich?", sagte Hermine, ehe Scrimgeour antworten konnte. „Was auch immer er uns vererbt hat, sie wollten es zuerst untersuchen. Dazu hatten sie kein Recht!", sagte sie mit leicht zitternder Stimme.
„Ich hatte durchaus das Recht dazu", erwiderte Scrimgeour von oben herab. „Der Erlass zu Befugten Beschlagnahme verleiht dem Ministerium die Macht, den Gegenstand eines Testaments einzubehalten –"
„Das ist ja lächerlich", spuckte Remus. „Diese Verordnung kann unmöglich…
Von diesem Punkt an las Sirius sehr lauter weiter, zum Teil weil er wusste dass Hermine dasselbe sagen würde um andererseits um den Werwolf zu nerven.
„Dieses Gesetz wurde geschaffen, um Zauberer daran zu hindern, schwarzmagische Artefakte weiterzuvererben", sagte Hermine, „und das Ministerium muss stichhaltige Beweise dafür haben, dass die Besitztümer des Verstorbenen illegal sind, bevor man sie beschlagnahmt! Wollen Sie mir sagen, dass Sie dachten, Dumbledore hätte versucht, und irgendetwas zu vererben, auf dem ein Fluch liegt?"
„Natürlich, dass ist es was er meint, traut niemals Dumbledore", sagte Fred.
„Er ist schließlich immer noch ein hinterhältiger Mann", fügte George hinzu.
„Fred! George!", schreit Molly und funkelte die Zwillinge an und gab Dumbledore einen entschuldigenden Blick. Dumbledore, allerdings, kicherte darüber was die Zwillinge gerade gesagt haben.
„Haben Sie vor, sich später beruflich mit magischem Recht zu befassen, Miss Granger?", fragte Scrimgeour.
„Nein, das habe ich nicht", entgegnete Hermine.
Hermine blinzelte
„Was ist denn?" Ron sah sie fragend an.
„Ich hab nur… Ich hab schon darüber nachgedacht", sagte Hermine und runzelte die Stirn, sie wunderte sich warum sie ihre Meinung zum Thema Beruf geändert hatte.
„Du lügt wahrscheinlich nur", sagte Ron und zuckte mit den Schultern.
„Da hast du vielleicht Recht", sagte Hermine und nickte mit dem Kopf.
„Ich hoffe, dass ich etwas Gutes in der Welt bewirken kann!"
Ron rollte mit den Augen. „Lass mich raten, du möchtest irgendwas mit Belfer machen."
„Es ist .R!", stöhnte Hermine ihm zu. „Und was ist wenn?"
„Hermine, beruflich mit magischem Recht zu arbeiten hilft für etwas Gutes in der Welt.", sagte Tonks. „meine Mum arbeitet in der Abteilung und sie hat schon eine Menge Dinge getan die unserer Gesellschaft geholfen haben.
Hermine nickte, sie hatte schließlich noch Zeit über alles nachzudenken.
Ron lachte. Scrimgeours Augen flackerten zu Ron hinüber und wieder weg, als Harry zu sprechen begann.
„Und was hat Sie bewogen, uns unsere Sachen jetzt zu geben? Fällt Ihnen etwa keine Ausrede dafür ein, sie zu behalten?"
„Nein, es liegt sicher daran, dass die einunddreißig Tage abgelaufen sind", warf Hermine sofort ein. „Sie dürfen die Gegenstände nicht länger behalten, es sei denn, sie können beweisen, dass sie gefährlich sin. Stimmt's?"
„Du weißt wohl eine Menge darüber", pfiff Sirius.
„Sie ist Hermine, sie weiß alles", informierte Ron ihn und grinste als Hermine in anfunkelte.
„Würden Sie sagen, dass sie Dumbledore nahestanden, Ronald?", fragte Scrimgeour, ohne auf Hermine einzugehen.
Ron blickte verdutzt.
„Ich? Nicht – nicht so richtig…es war immer Harry, der…"
Hermine stöhnte.
„Was?", sagte Ron.
„Das ist doch genau was er hören will", sagte Hermine und schüttelte den Kopf. „Es macht wirklich überhaupt keinen Sinn, dass Dumbledore uns etwas hinterlässt" Sie errötete als sie zu Dumbledore sah. „Ähm… warum haben sie uns Dinge hinterlassen, Sir?"
„Ich kann nicht sicher sein, solange ich nicht weiß was die Gegenstände sind, aber ich bin mir sicher, dass ich meine Gründe dafür hatte, dass ich euch diese Dinge hinterlassen habe", versicherte Dumbledore.
„Denken sie es wird Harry helfen?", sagte Hermine.
„Ja", lächelte Dumbledore, sagte allerdings nicht mehr und Hermine spürte, dass die Konversation zu Ende war.
Ron wandte sich zu Harry und Hermine, die ihm einen Blick zuwarf, der wohl Hör auf zu quatschen! Bedeuten sollte,
Alle lachten.
doch es war schon zu spät: Scrimgeour machte den Eindruck, als ob er genau das gehört hätte, was er erwartet hatte und hören wollte. Wie ein Raubvogel stürzte er sich auf Rons Antwort.
„Wenn Sie Dumbledore nicht sonderlich nahestanden, wie erklären Sie sich die Tatsache, dass er Sie in seinem Testament berücksichtigt hat? Er hat außerordentlich wenige Personen bedacht. Der weitaus überwiegende Teil seiner Besitztümer – seine Privatbibliothek, die magischen Instrumente und andere persönliche Dinge – gingen an Hogwarts. Warum, glauben Sie, wurden Sie ausgewählt?"
„Ich…hab keine Ahnung", sagte Ron. „Ich…als ich sagte, dass wir uns nicht so nahestanden…Ich meine, ich glaube, er mochte mich…"
„Du untertreibst, Ron", sagte Hermine. „Dumbledore hat dich sehr geschätzt."
„Obwohl wir nie eine Chance hatten so viel mit einander zu reden, muss ich ihr zustimmen", sagte Dumbledore. „Ich bewundere deine Loyalität und die Unterstützung deiner Freunde angesichts der extremen Gefahr."
„Danke", murmelte Ron, als seine Ohren sich rotfärbten und er auf den Boden sah, nicht in der Lage seinem Schulleiter in die Augen zusehen.
Damit hatte sie die Wahrheit mehr als strapaziert; soweit Harry wusste, hatten sich Ron und Dumbledore nie unter vier Augen gesehen, und sie hatten kaum nennenswerten persönlichen Kontakt gehabt. Doch Scrimgeour hörte offenbar gar nicht zu. Er streckte die Hand unter seinen Umhang und holte einen Zugbeutel hervor, einen viel größeren als den, den Hagrid Harry geschenkt hatte. Er nahm eine Pergamentrolle heraus, rollte sie auf und las laut vor.
„Letzer Wille und Testament von Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore…ja, hier steht es…Ronald Bilius Weasley hinterlasse ich meinen Deluminator in der Hoffnung, dass er an mich denkt, wenn er ihn benutzt."
Dumbledores Mund war trocken, dies war genau das, was er dachte, dass er es Ron vererben würde, obwohl er hoffte, dass der Junge es nie benutzen müsste.
Scrimgeour zog etwas aus dem Beutel, das Harry bekannt vorkam: es sah aus wie ein silbernes Feuerzeugt, aber er wusste, dass es die Kraft hatte, mit einem einfachen Klick sämtliches Licht von einem Ort aufzusaugen und es auch wieder zurückzugeben. Scrimgeour beugte sich vor und reichte den Deluminator Ron, der ihn mit verdutzter Miene entgegennahm und zwischen den Fingern drehte.
„Cool, ich wünschte ich hätte den jetzt schon", lächelte Ron und dann weiteten sich seine Augen und er sah Dumbledore an. „Ähm… Sorry ich wollte nicht…"
„Ist schon in Ordnung, Mr. Weasley, Ich verstehe was sie meinen", kicherte Dumbledore.
„Dies ist ein wertvolles Objekt", sagte Scrimgeour, den Blick auf Ron geheftet. „Es ist vielleicht sogar ein Unikat. Mit Sicherheit wurde es von Dumbledore selbst entworfen. Weshalb sollte er Ihnen einen so seltenen Gegenstand hinterlassen?"
Ron schüttelte ratlos den Kopf.
Alle sahen Dumbledore an, der nur friedlich das Buch anstarrte.
„Sie werden diese Frage nicht beantworten, oder?", fragte Harry und runzelte die Stirn.
„Nein, ich denke es ist besser wenn ihr alles zu richtigen Zeit und am richtigen Ort herausfindet. Es würde die Geschichte so viel unterhaltsamer machen", lächelte Dumbledore, obwohl er dachte, dass es nur Ärger geben würde wenn er ihnen erklären würde was es war.
„Dumbledore muss Tausende von Schülern unterrichtet haben", fuhr Scrimgeour unbeirrt fort. „Doch die einigen, die er in seinem Testament bedacht hat, sind Sie drei.
„Heißt das, dass sie nicht mal mir etwas hinterlassen?" McGonagall sah ihn scharf an.
„Ich glaube nicht, dass Scrimgeour sie so sieht wie einer meiner Schüler, mal abgesehen davon, dass wir schon so lange Kollegen sind.", sagte Dumbledore zu ihr gewandt.
„Besser wäre es", informierte ihn McGonagall, obwohl sie eigentlich gar nichts von ihm wollte, es wäre einfach nur schon, wenn sie etwas von ihm hätte, dass sie an ihn erinnern würde.
Was ist der Grund dafür? Für welchen Zweck, glaubte er, würden Sie seinen Deluminator verwenden, Mr. Weasley?"
„Ich denk mal, um Lichter auszumachen", murmelte Ron. „Was könnte ich sonst damit anfangen?"
Severus sah nachdenklich zu Dumbledore, wohl wissend, dass es etwas anderes sein musste, aber er hatte keine Idee was es sein könnte.
Offenbar hatte Scrimgeour keine Vorschläge parat. Er sah Ron kurz mit zusammengekniffenen Augen an, dann widmete er sich wieder Dumbledores Testament.
„Miss Hermine Jean Granger hinterlasse ich mein Exemplar der Märchen von Beedle dem Barden , in der Hoffnung, sie möge sie unterhaltsam und lehrreicht finden."
„Was?" Sirius sah Dumbledore merkwürdig an, genauso wie die meisten anderen Leute im Raum. Eigentlich waren die einzigen die ihn nicht merkwürdig ansahen, Hermine und Harry, denn keiner der beiden hatte eine Ahnung was die Märchen von Beedle dem Barden waren.
Wieder einmal sah Dumbledore nur zu dem Buch und wartete darauf, dass Sirius weiter las. Allerdings kämpfte er mit sich ruhig zu bleiben, als er darüber nachdachte, warum er Hermine dieses Buch gegeben hatte. Er wusste offensichtlich, dass sie Heiligtümer des Todes eine Rolle hier spielen würden, da es der Buchtitel war, allerdings hatte er nicht erwartet, dass er derjenige war, der alles anfing.
Warum musste Harry über die Heiligtümer des Todes Bescheid wissen? Er realisierte schnell, dass Voldemort den Elderstab suchte, seinen Zauberstab, und er fragte sich erneut, wie das alles enden würde.
Scrimgeour zog ein kleines Buch aus dem Beutel, das so alt aussah wie die Geheimnisse der dunkelsten Kunst oben in Rons Zimmer. Sein fleckiger Einband löste sich an manchen Stellen. Hermine nahm es wortlos von Scrimgeour entgegen, Sie legte das Buch in ihren Schoß und starrte es an. Harry sah, dass der Titel in Runen geschrieben war; er hatte nie gelernt sie zu lesen. Während er hinschaute tropfte eine Träne auf die geprägten Zeichen.
„Warum, glauben Sie, hat Dumbledore Ihnen dies Buch hinterlassen, Miss Granger?", fragte Scrimgeour.
„Er…er wusste, dass ich Bücher mag", sagte Hermine mit belegter Stimme und wischte sich mit dem Ärmel über die Augen.
Alle Jungen im Raum lachten über Hermines Aussage.
„Aber warum ausgerechnet dieses Buch?"
„Ich weiß es nicht. Sicher hat er gedacht, es würde mit gefallen."
„Allerdings, dass hätte ich", bestätigte Dumbledore und versuchte fröhlich zu klingen, das sein Kopf immer noch mit beunruhigenden Gedanken gefüllt war. „Ich glaube sie hatten nie die Chance die Märchen zu lesen mit denen Zauberkinder aufgewachsen sind."
„Nein", sagte Hermine und sah fasziniert drein. „ist es das was es ist?"
„Natürlich ist es das", sagte Ron und sah sie ungläubig an, „Du meinst du hast noch nie von Beedle dem Barden gehört!"
Hermine rollte nur mit den Augen über diese Frage, aber sagte nicht mehr.
„Haben Sie mit Dumbledore jemals über Geheimcodes gesprochen oder über irgendwelche Verfahren, geheime Botschaften weiterzuleiten?"
„Nein, hab ich nicht", sagte Hermine, die sich nach wie vor mit dem Ärmel die Augen rieb. „Und wenn das Ministerium in einunddreißig Tagen keine versteckten Codes in diesem Buch gefunden hat, dann bezweifle ich, dass ich sie finde."
„Ich bezweifle, dass das stimmt", schnaubte Ron. „Du wirst was immer er dir versucht zu sagen in Sekundenschnelle herausfinden."
Sie unterdrückte ein Schluchzen. Sie saßen so dicht eingezwängt, dass Ron nur mit Mühe seinen Arm befreien und ihn um Hermines Schultern legen konnte.
Mehrere lachten und Ron war ziemlich genervt von seinen Brüdern, allerdings hielt das seine Ohren nicht vom rotwerden ab.
Scrimgeour widmete sich wieder dem Testament.
„Harry James Potter", las er und Harrys Magen zog sich in jäher Aufregung zusammen, „hinterlasse ich den Schnatz, den er bei seinem ersten Quidditch-Spiel in Hogwarts gefangen hat, als Erinnerung an das, was Beharrlichkeit und Geschick zustande bringen können."
Harry legte den Kopf zur Seite und schaute das Buch seltsam an.
„Wisst ihr, ich hab erwartet, dass Harry irgendwas bekommt das ein bisschen mehr auffälliger ist als das", sagte Sirius und sah enttäuscht aus.
Als Scrimgeour den kleinen, walnussgroßen goldenen Ball hervorzog, flatterten dessen Silberflügel ziemlich lahm, und Harry konnte nicht umhin, heftig enttäuscht zu sein.
„Ja, das ist genau das was ich fühle", kicherte Sirius.
„Warum hat Dumbledore Ihnen diesen Schnatz hinterlassen?", fragte Scrimgeour.
„Keine Ahnung", sagte Harry. „Aus den Gründen, die Sie gerade vorgelesen haben, vermute ich…um mich an das zu erinnern, was man schaffen kann, wenn man…beharrlich ist und so weiter."
„Sie glauben also, dies sei ein rein symbolisches Erinnerungsstück?"
„Ich nehme es an", sagte Harry. „Was könnte es sonst sein?"
„Ich stelle hier die Fragen", sagte Scrimgeour
„Das lässt ihn sogar noch kindlicher klingen als Black", höhnte Severus.
und rückte mit seinem Sessel ein wenig näher an das Sofa heran. Draußen brach nun wirklich die Abenddämmerung an; das Zelt vor den Fenstern ragte gespenstisch weiß über der Hecke auf.
„Ich stelle fest, dass Ihre Geburtstagstorte die Gestalt eines Schnatzes hat", sagte Scrimgeour zu Harry. „Weshalb?"
Hermine lachte spöttisch.
„Oh, das kann ja keine Anspielung auf die Tatsache sein, dass Harry ein großartiger Sucher ist, das wäre viel zu offensichtlich", sagte sie. „Da muss eine geheime Botschaft von Dumbledore im Zuckerguss versteckt sein!"
Alle kicherten.
„Der war gut, Mine", lachte Ron und Hermine lächelte.
„Ich glaube nicht, dass irgendwas im Zuckerguss versteckt ist", sagte Scrimgeour, „aber ein Schnatz wäre ein sehr gutes Versteck für einen kleinen Gegenstand. Sie wissen sicher, warum?"
Harry zuckte die Achseln. Doch Hermine antwortete. Harry dachte, dass es ihr schon so in Fleisch und Blut übergangen war, Fragen richtig zu beantworten, dass sie den Impuls nicht unterdrücken konnte.
„Arg", stöhnte Hermine und sah Harry mit einem verletzten Gesichtsausdruck an.
„Er hat da ein Argument", kicherte Ron.
„Weil Schnatze Körperspeicher haben", sagte sie.
„Was?", sagten mehrere Leute zusammen.
„Ach kommt schon."
„Was?", sagten Harry und Ron gleichzeitig; die beiden hielten Hermines Quidditch-Kenntnisse für kümmerlich.
Hermine funkelte die Jungs nun an.
„Sorry Mine, wir hätten wissen sollen, dass selbst so etwas dich nicht davon abhalten könnte etwas zu wissen", kicherte Ron und Hermines Funkeln verstärkte sich.
„Richtig", bestätigte Scrimgeour. „Ein Schnatz kommt nicht in Kontakt mit bloßer Haut, ehe er freigegeben wird, nicht einmal mit der des Herstellers, der Handschuhe trägt. Ein Zauber liegt auf ihm, durch den er den ersten Menschen identifizieren kann, der ihn in die Hände bekam, falls es umstritten sein sollte, wer ihn gefangen hat. Dieser Schnatz", er hielt den kleinen goldenen Ball empor, „wird sich immer an Ihre Berührung erinnern, Potter. Ich könnte mir vorstellen, dass Dumbledore, der, einmal abgesehen von seinen sonstigen Fehlern, gewaltige magische Fähigkeiten besaß,
„Er hört sich wie die Todesser an, wenn er das sagt", sagte Sirius finster.
„Ich fürchte es sind nicht nur die Todesser die mich nicht mögen", sagte Dumbledore in einer fast fröhlichen Stimme. „Viele Leute im Ministerium mögen es auch nicht wie ich manche Dinge mache."
Percy zog eine Miene, obwohl Dumbledore ihn nicht ansah, fühlte er dennoch, dass sich das Gewicht sich auf seinen Schultern erschwerte.
diesen Schnatz vielleicht verzaubert hat, damit er sich nur für Sie öffnet."
Harrys Herz schlug ziemlich schnell. Er war überzeugt, dass Scrimgeour Recht hatte. Wie konnte er es vermeiden, den Schnatz vor den Augen des Ministers in seine bloße Hand zu nehmen?
„Du brauchst dir darüber keine Sorgen zu machen, Harry", lächelte Dumbledore.
„Warum nicht Sir", sagte Harry. „Denken sie nicht, dass sie mir darin etwas vermacht haben."
„Das ist nicht das was ich meinte", lächelte Dumbledore und seine Augen zwinkerten vergnügt.
„Er spielt wohl auf die Tatsache hin, dass du in deinem ersten Spiel eine dicke Lippe riskierst hast", schnaubte Draco. „Ich denke mal den Schnatz zu berühren würde nichts bringen."
Mehrere Leute kicherten und noch mehr sahen Harry neugierig an.
„Was meint er damit Harry?", fragte Sirius.
„Ähm…ist eine lange Geschichte, kann ich sie dir später erzählen?", sagte Harry und Sirius nickte.
„Sie schweigen", sagte Scrimgeour. „Womöglich wissen Sie bereits, was der Schnatz enthält?"
„Nein", sagte Harry, der immer noch überlegte, wie er vortäuschen konnte, den Schnatz anzufassen, ohne es tatsächlich zu tun. Wenn er nur Legilimentik beherrschen würde, und zwar richtig, dann könnte er jetzt Hermines Gedanken lesen; er konnte ihr Gehirn praktisch neben sich rattern hören.
„Nehmen Sie ihn", sagte Scrimgeour ruhig.
Harry sah in Scrimgeours gelbe Augen, und er wusste, dass er keine andere Wahl hatte, als zu gehorchen. Er streckte die Hand aus, und Scrimgeour beugte sich erneut vor und legte den Schnatz langsam und bedächtig in Harrys Handfläche.
Nichts geschah. Als Harrys Finger sich um den Schnatz schlossen, flatterten dessen Flügel müde und regten sich dann nicht mehr. Scrimgeour, Ron und Hermine starrten nach wie vor begierig auf den nun teilweise verdeckten Ball, als hofften sie immer noch, er würde sich irgendwie verwandeln.
„Das war spannend", sagte Harry kühl. Ron und Hermine lachten.
Genauso wie viele andere im Raum.
„Das wär's dann, nicht wahr?", fragte Hermine und wollte sich schon vom Sofa hochstemmen.
„Nicht ganz", sagte Scrimgeour, der jetzt missgelaunt dreinblickte. „Dumbledore hat Ihnen noch etwas anderes hinterlassen, Potter."
„Was denn?", fragte Harry, erneut aufgeregt.
Scrimgeour machte sich diesmal nicht die Mühe, aus dem Testament vorzulesen.
„Das Schwert von Godric Gryffindor", sagte er.
„Cool", sagten mehrere Leute, Sirius am lautesten.
„Aber warum sollte Harry das brauchen?", fragte Arthur.
„Ich weiß nicht", sagte Remus. „Natürlich ist das Schwert immer sinnvoll, aber ich verstehe den eigentlichen…"
„Es ist Kobold gefertigt!", unterbrach Bill Remus, er war ungewöhnlich aufgeregt über etwas und alle sahen ihn merkwürdig an, aber er erinnerte sich noch genau daran, was Harry in noch vor weniger als einer Stunde erzählt hatte. „Harry hat den Basilisken mit diesem Schwert getötet!"
„Natürlich!", sagte Remus, nun genauso aufgeregt. „Koboldgearbeitete Dinge nehmen auf was immer mit ihnen in Kontakt kommt…"
„Und nun ist das Schwert mit Basiliskenblut getränkt", sagte Severus und nickte mit dem Kopf. „Und das ist wiederum ein der wenigen Dinge die Horkruxe zerstören können."
Hermine und Ron erstarrten. Harry schaute sich um, ob er den rubinbesetzten Griff irgendwo sehen konnte, aber Scrimgeour zog das Schwert nicht aus dem Lederbeutel, der sowieso viel zu klein dafür wirkte.
„Und wo ist es?", fragte Harry argwöhnisch.
„Leider", sagte Scrimgeour, „stand es Dumbledore nicht zu, dieses Schwert zu verschenken. Das Schwert von Godric Gryffindor ist ein bedeutendes historisches Artefakt und als solches gehört es –"
„Du Idiot!", rief Sirius. „Harry braucht das!"
„Warum mischt der sich da so verdammt stark ein?", rief Remus undgewöhnlich dunkel. „Versteht der nicht wie wichtig das ist? Erkennt der nicht, dass wenn Dumbledore es Harry vererbt, es wichtig sein muss?"
„Anscheinend nicht", sagte Bill und zog eine Grimasse.
„Er hat es immer Übel genommen, wenn er nicht die Verantwortung übertragen bekommen hat", murmelte Tonks. „Und er war nie gut darin, seinen Groll zu verstecken."
„Ich hab nicht erwartet, dass das Ministerium Harry das Schwert geben würde", sagte Dumbledore ruhig in den Raum und die Empörung im Raum verblasste und verwandelte sich in Neugierde zu Dumbledore.
„Ist das also nicht so schlimm?", fragte Dumbledore.
„Nein", sagte Dumbledore. „Der Grund warum ich Harry das Schwert vererbt habe ist, dass er realisiert, dass er es braucht."
„Es gehört Harry!", sagte Hermine erzürnt. „Es hat ihn auserwählt, er war derjenige, der es gefunden hat, es kam zu ihm aus dem Sprechenden Hut heraus –"
„Verlässlichen historischen Quellen zufolge kann sich das Schwert in den Dienst eines jeden würdigen Gryffindors stellen", sagte Scrimgeour. „Das macht es nicht zum alleinigen Eigentum von Mr. Potter, was auch immer Dumbledore beschlossen haben mag.", Scrimgeour kratzte sich an seiner schlecht rasierten Wange und musterte Harry. „Warum, glauben sie –?"
„ – wollte Dumbledore mir das Schwert geben?", sagte Harry, der nur mühsam seine Wut zügelte. „Vielleicht dacht er, es würde sich hübsch an meiner Wand machen."
„Das ist kein Witz, Potter!", knurrte Scrimgeour. „War es, weil Dumbledore glaubte, dass nur das Schwert von Gryffindor den Erben Slytherin besiegen kann? Wollte er Ihnen das Schwert geben, Potter, weil er wie viele andere glaubte, dass Sie der Ausersehene sind, der Ihn, dessen Name nicht genannt werden darf, vernichten wird?"
„Interessante Theorie", sagte Harry. „Hat irgendjemand schon mal versucht, ein Schwert in Voldemort hineinzustechen? Vielleicht sollte das Ministerium ein paar Leute darauf ansetzten, statt seine Zeit damit zu verschwenden, irgendwelche Deluminatoren auseinanderzunehmen oder Ausbrüche aus Askaban zu vertuschen. War es also das, womit sie beschäftigt waren, Minister, als Sie sich in Ihrem Büro eingeschlossen hatten, haben Sie versucht, einen Schnatz aufzubrechen? Menschen sterben, um ein Haar wäre ich auch tot gewesen, Voldemort hat mich quer über drei Grafschaften verfolgt, er hat Mad-Eye Moody getötet, aber das Ministerium hat kein Wort dazu verlauten lassen, richtig? Und Sie glauben immer noch, wir würden mit Ihnen zusammenarbeiten!"
„Harry! Das hättest du nicht zum Minister sagen sollen", stöhnte Molly, versuchte allerdings ein Lachen zu unterdrücken.
„Sorry" Harry zuckte mit den Schultern. „Ich dachte einfach, dass ihm mal jemand die Meinung sagen sollte."
„Sie gehen zu weit!", rief Scrimgeour und erhob sich; auch Harry sprang auf. Scrimgeour humpelte auf Harry zu und stach ihm mit der Spitze seines Zauberstabes fest in die Brust: Sie brannte ein Loch in Harrys T-Shirt wie eine brennende Zigarette.
„HEY!", rief Sirius.
„Wag es ja nicht ihn so anzufassen!", schrie Molly.
„Hey!", sagte Ron, sprang auf und hob nun ebenfalls den Zauberstab, aber Harry rief: „Nein! Willst du ihm einen Vorwand liefern, uns zu verhaften?"
„Ihnen ist wohl eingefallen, dass Sie nicht in der Schule sind, was?", sagte Scrimgeour und atmete schwer in Harrys Gesicht. „Eingefallen, dass ich nicht Dumbledore bin, der Ihnen Ihre Anmaßung und Ihre Aufsässigkeit nachsah? Sie tragen diese Narbe vielleicht wie eine Krone, Potter, aber es steht einem siebzehnjährigen Jungen nicht zu, mir zu sagen, wie ich meine Arbeit zu erledigen habe! Es ist an der Zeit, dass Sie etwas Respekt lernen!"
Draco schnaubte und alle funkelten ihn an.
„Es ist an der Zeit, dass Sie sich welchen verdienen", sagte Harry.
Severus sah Harry kalt an, es war selbstverständlich, dass Potter arrogant war, der Zaubereriminister musste sich von keinem siebzehn Jahre alten Jungen Respekt verdienen. Doch warum fühlte er sich so merkwürdig deswegen, als ob er seinen eigenen Gedanken nicht glauben würde. Es lag vielleicht auch daran, dass Scrimgeour sich in einer Art und Weise aufführte, die einfach keinen Respekt verdiente.
Der Boden bebte; schnelle Schritte waren zu hören, dann krachte die Wohnzimmertür auf, und Mr. und Mrs Weasley stürmten herein.
„Wir – wir dachten, wie hätten –", begann Mr. Weasley mit äußerst besorgter Miene, als er Harry und den Minister sah, die sich praktisch Nase an Nase gegenüberstanden.
„ – laute Stimmen gehört", keuchte Mrs Weasley.
Scrimgeour trat einige Schritte von Harry zurück und schaute kurz auf das Loch, das er in Harrys T-Shirt gebrannt hatte. Er schien es zu bereuen, dass er die Beherrschung verloren hatte.
„Es – es war nichts", knurrte er. „Ihre…Haltung ist bedauerlich", sagte er und blickte Harry erneut offen ins Gesicht. „Sie scheinen zu denken, dass das Ministerium nicht will, was Sie – was Dumbledore – wollte. Wir sollten zusammenarbeiten."
„Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht passieren würde", murmelte Harry, nicht nach all dem was das Ministerium ihm in all den Jahren angetan hatte.
„Ich mag Ihre Methoden nicht, Minister", sagte Harry. „Schon vergessen?"
Zum zweiten Mal hob er seine rechte Faust und zeigte Scrimgeour die Narben, die sich immer noch weiß auf seinem Handrücken abzeichneten und die Worte Ich soll keine Lügen erzählen bildeten.
Sirius funkelte das Buch böse an, als er das las.
Scrimgeours Miene verhärtete sich. Er wandte sich ohne ein weiteres Wort ab und humpelte aus dem Zimmer. Mrs Weasley hastete hinter ihm her; Harry hörte, wie sie an der Hintertür stehen blieb. Etwa eine Minute später rief sie: „Er ist fort!"
„Was wollte er?", fragte Mr. Weasley und sah Harry, Ron und Hermine an, als Mrs Weasley zurückgeeilt kam.
„Uns gegeben, was Dumbledore uns vererbt hat", sagte Harry. „Sie haben gerade erst seinen Nachlass freigegeben."
Im Garten draußen wurden die drei Gegenstände, die Scrimgeour ihnen überbracht hatte, an den Esstischen von Hand zu Hand gereicht. Der Deluminator und die Märchen von Beedle dem Barden riefen allseits Begeisterung hervor, wohingegen die Tatsache bedauert wurde, dass Scrimgeour sich geweigert hatte, das Schwert herauszugeben, doch niemand hatte irgendeine Erklärung parat, weshalb Dumbledore Harry einen alten Schnatz vermacht haben sollte. Als Mr. Weasley den Deluminator zum dritten oder vierten Mal in Augenschein nahm, sagte Mrs Weasley zaghaft: „Harry, Schatz, alle sind furchtbar hungrig, wir wollten nicht ohne dich anfangen…soll ich jetzt das Abendessen servieren?"
Sie aßen ziemlich schnell, dann gab es einen hastigen „Happy Birthday"-Chor, und es wurde viel Torte verdrückt, und schließlich löste sich die Party auf. Hagrid, der zur Hochzeit am nächsten Tag eingeladen war, mit seiner hünenhaften Gestalt jedoch unmöglich im überanspruchten Fuchsbau schlafen konnte, brach auf, um sich im benachbarten Feld ein Zelt aufzubauen.
„Wir treffen uns oben", flüsterte Harry Hermine zu, während sie Mrs Weasley halfen, den Garten wieder in seinen Normalzustand zu versetzen. „Wenn all zu Bett gegangen sind."
„Hä?", sagte Ron nachdenklich. „Ist das alles was wir hätten tun müssen um miteinander zu reden? Wir hätten uns gar nichts Weiteres überlegen müssen um uns alleine zu unterhalten."
Oben im Dachzimmer untersuchte Ron seinen Deluminator, und Harry füllte Hagrids Eselsfellbeutel, nicht mit Gold, sondern mit seinen liebsten Habseligkeiten, auch wenn manche davon scheinbar wertlos waren: die Karte des Rumtreibers, die Scherbe des verzauberten Spiegels von Sirius und das Medaillon von R.A.B.
„Alles hat irgendeine Verbindung zu mir", sagte Sirius süffisant, er war sich sicher, das R.A.B. sein Bruder war.
Er zog das Band fest und hängte sich den Beutel um den Hals, dann setzte er sich, nahm den alten Schnatz in die Hand und sah zu, wie seine Flügel kraftlos flatterten. Schließlich klopfte Hermine an die Tür und kam auf Zehenspitzen herein.
Molly zog eine Grimasse, sie mochte es nicht, dass sich Hermine in das Zimmer der Jungs schlich, aber zum Glück war Harry auch noch da, also sollte es in Ordnung sein.
„Wenn du dir Sorgen machst, stell dir vor wie das wird, wenn alle drei alleine unter sich sind, Mum", sagte Fred kichernd und Molly erbleichte.
„Muffliato", flüsterte sie und schwang ihren Zauberstab in Richtung Treppe.
Severus Mund öffnete sich weit, als er das hörte. Woher kannte sie diesen Zauberspruch? Im Gegensatz zu den anderen Sprüchen die er geschaffen hatte, hatte dieser nie so seine Runde gemacht. Soweit er wusste, war er, Severus, der einzige, der wusste wie man den Zauberspruch benutzte.
„Was ist das für eine Art von Zauberspruch?" fragte Harry.
„Keine Ahnung", sagte Hermine und verengte ihre Augen. „Ich hab noch nie davon gehört."
„Dachte, du hältst nichts von diesem Zauber?", sagte Ron.
„Warum sollte sie nichts von einem Zauberspruch halten?", fragte Harry.
„Ich weiß es wirklich nicht", sagte Hermine, mehr denn je verwirrt.
„Die Zeiten ändern sich", erwiderte Hermine. „Jetzt zeig uns mal diesen Deluminator."
Ron gehorchte sofort. Er hielt ihn vor sich hoch und ließ ihn klicken. Die einige Lampe, die sie eingeschaltet hatten, erlosch augenblicklich.
„Die Sache ist nur", flüsterte Hermine im Dunkeln, „wir hätten das auch mit peruanischem Instant-Finsternispulver machen können."
„Ich frag mich was das ist?", wunderte sich Hermine.
„Ich hab keine Ahnung, aber es klingt ziemlich cool", sagte Fred. „Wir sollten das vielleicht für unseren S…", er brach abrupt ab, als er gerade rechtzeitig den bösen Blick von seiner Mutter bemerkte. „unseren nächsten Streich benutzen."
„Wenn ich das noch einmal von dir höre Frederick Weasley, wirst du das bitter bereuen!", sagte Molly kalt.
Ein leises Klicken war zu hören, die Lichtkugel der Lampe flog an die Decke, und alles war wieder erleuchtet.
„Er ist trotzdem cool", sagte Ron ein wenig defensiv. „Und angeblich hat Dumbledore ihn selber erfunden!"
„Ich weiß, aber er hat dich sicher nicht in sein Testament aufgenommen, damit du uns nur dabei helfen kannst, das Licht auszumachen!"
„Meinst du, er wusste, dass das Ministerium sein Testament beschlagnahmen und alles untersuchen würde, was er uns hinterlässt?"
„Bestimmt", sagte Hermine. „Er konnte uns im Testament nicht verraten, warum er uns diese Sachen vererbt, aber das erklärt immer noch nicht…"
„…warum er uns keinen Wink hätte geben können, als er noch am Leben war?", fraget Ron.
„Ähm…vielleicht weil er nicht wusste, dass er sterben würde", schlug George vor.
„Vielleicht hat er gedacht, dass er mehr Zeit hätte", fügte Remus hinzu und sah Dumbledore an, es war merkwürdig, dass sie seinen Tod so diskutierten, wenn er so neben ihnen saß.
„Ja, genau", sagte Hermine, die unterdessen die Märchen von Beedle dem Barden durchblätterte. „Wenn diese Sachen so wichtig sind, dass sie direkt vor der Nase des Ministeriums weitergeben werden mussten, dann hätte man doch meinen können, dass er uns mitteilt, warum…außer er dachte, es wäre offensichtlich?"
„Nein, nicht offensichtlich", kicherte Dumbledore, er hätte schon gewollt, dass sie es selber rausfinden würden.
„Da lag er falsch, oder?", sagte Ron. „Ich hab immer gesagt, dass er nicht richtig tickt.
„Sorry Sir", sagte Ron und errötete.
„Keine Sorge", sagte Dumbledore und zuckte mit den Schultern. „Ich habe das schon oft zuvor gehört."
Genial und alles, aber durchgeknallt. Harry einen alten Schnatz vererben – was zum Teufel sollte denn das?"
„Ich hab keine Ahnung", sagte Hermine. „Als Scrimgeour ihn dir in die Hand gedrückt hat, Harry, war ich absolut sicher, dass etwas passieren würde!"
„Tja, schon", sagte Harry, und als er den Schnatz in seiner Hand hochhob, ging sein Puls schneller. „Aber ich hab mich vor Scrimgeour ja auch nicht besonders angestrengt, oder?" „Was soll das heißen?", fragte Hermine.
„Und du sollst die Schlaue von denen sein.", spottete Draco.
„Der Schnatz, den ich bei meinem allerersten Quidditch-Spiel gefangen habe?", sagte Harry. „Erinnerst du dich nicht?"
Hermine schaute nur verwirrt drein. Ron jedoch hielt den Atem an und wies hektisch von Harry zum Schnatz und wieder zurück, bis er seine Stimme wiederfand.
„Das war der, den du fast verschluckt hast!"
„Warum hast du beinahe einen Schnatz verschluckt?", fragte Sirius erneut.
„Ich erzähle es dir nach dem Kapitel."; sagte Harry.
„Wir sollten sowieso mal eine Essenspause nach diesem Kapitel einlegen, habt ihr mal bemerkt wie spät es ist?", sagte Molly und sah auf ihre Uhr.
„Das klingt gut", lächelte Sirius und es schien, dass alle ihm zustimmten.
„Aber das nächste Kapitel müsste die Hochzeit sein!", grummelte Fleur, „Ich möchte darüber hören."
„Das Buch wird nach dem Essen immer noch da sein", informierte Tonks sie.
„Genau", sagte Harry und drückte mit wild klopfendem Herzen seinen Mund auf den Schnatz.
Der Schnatz öffnete sich nicht. Ärger und bittere Enttäuschung steigen in ihm hoch: Er ließ die goldene Kugel sinken, doch dann schrie Hermine auf.
„da steht was! Da steht was drauf, schnell, sieh nur!"
Er hätte den Schnatz beinahe fallen lassen, so überrascht und aufgeregt war er. Hermine hatte vollkommen Recht. In die glatte goldene Oberfläche waren, wo Sekunden zuvor nichts gewesen war, fünf Wörter eingraviert, in der feinen schrägen Schrift, die Harry als Dumbledores Handschrift erkannte:
Ich öffne mich zum Schluss.
„Was zum Teufel bedeutet denn das schon wieder?", fragte Sirius. Er war ungeduldig und mochte es nicht, wenn Dumbledore eine Miene verzog oder den Kopf schüttelte. Dumbledore konnte nur raten was darin war und dennoch war er sich sicher, dass er recht hatte. Er sehnte sich danach herauszufinden, wie er es bekommen, das eine, nachdem er schon suchte, seit er ein Junge war. Etwas so verlockendes zu besitzen, veranlagte ihn mehrere Details darüber herauszufinden, wo er es gefunden hatte, so dass er es benutzen konnte, nur einmal.
Aber er gab es an Harry weiter, der Junge wird diesen Gegenstand sicherlich genauso verlockend finden wie er selber und auch, dass er wusste, dass Harry es besser benutzen würde als er selber. Dies gilt vor allem für die Nachricht, Ich öffne mich zum Schluss…Offensichtlich würde es Harry benutzen können, nur einmal.
Er hatte die Wörter kaum gelesen, als sie wieder verschwanden.
„Ich öffne mich zum Schluss…Was soll das heißen?"
Hermine und Ron schüttelten ratlos die Köpfe.
„Ich öffne mich zum Schluss…zum Schluss…Ich öffne mich zum Schluss…Ich öffne mich zum Schluss…"
Doch wie oft sie die Wörter auch mit ganz unterschiedlichem Tonfall wiederholten, sie konnten keine weitere Bedeutungen aus ihnen herauspressten.
„Und das Schwert", sagte Ron schließlich, als sie ihre Versuche aufgegeben hatten, in der Schnatzinschrift irgendeinen Sonn zu erkennen. „Warum wollte er, dass Harry das Schwert besitzt?"
„Und warum konnte er es mir nicht einfach sagen?", fragte Harry leise. „Es war da, es hing direkt an der Wand seines Büros, während all unserer Gespräche letztes Jahr! Wenn er wollte, dass ich es besitze, warum hat er es mir damals nicht einfach gegeben?"
Er fühlte sich, als ob er in einer Prüfung sitzen würde, mit einer Frage vor sich, deren Antwort er eigentlich wissen müsste, doch sein Kopf war lahm und reagierte nicht. Gab es irgendetwas, das ihm in den langen Gesprächen mit Dumbledore im letzten Jahr entgangen war? Sollte er eigentlich wissen, was das alles zu bedeuteten hatte? Hatte Dumbledore erwartet, dass er es verstehen würde?
„So wie ich Dumbledore kenne, würde er sagen, dass er möchte, dass sie es selbst herausfinden sollen", sagte McGonagall und betrachtete ihren Kollegen näher, bemerkte, dass er mit etwas beschäftigt war, was nach ihrer Meinung nur der Schnatz sein konnte. „Und ich bin mir sicher, dass sie es herausfinden werden, Potter."
„Und was dieses Buch angeht", sagte Hermine. „Die Märchen von Beedle dem Barden…von denen hab ich noch nie was gehört!"
„Du hast noch nie was von den Märchen von Beedle dem Barden gehört?", sagte Ron ungläubig. „Das meinst du doch nicht im Ernst, oder?"
„Doch ehrlich!", sagte Hermine überrascht. „Du kennst sie also?"
„ja, klar!"
Harry hob aufhorchend den Blick. Dass Ron ein Buch gelesen hatte, das Hermine nicht kannte, war noch nie da gewesen.
Alle im Raum lachten, Ron und Hermine eingeschlossen.
Ron jedoch schien angesichts ihrer Überraschung verwirrte.
„Jetzt komm schon! Die ganzen alten Kindergeschichten sollen doch von Beedle sein, oder? Der Brunnen vom ewigen Reichtum…Der Zauberer und der Hoppetopf…Babbelhäschen und sein schnatternder Stummelschwanz…"
Hermine schnaubte.
„Das ist eigentlich eine ziemlich gute Geschichte", kicherte Ginny.
„Wie bitte?", sagte Hermine kichernd. „Wie hieß das Letzte noch mal?"
„Nun hör aber auf!", sagte Ron und sah ungläubig von Harry zu Hermine. „Ihr müsst doch von Babbelhäschen "
„Ron, du weißt genau, dass Harry und ich bei Muggeln aufgewachsen sind!", sagte Hermine. „Wir haben keine von diesen Geschichten gehört, als wir klein waren, sondern Schneewittchen und die sieben Zwerge und Aschenputtel –"
„Was ist das, eine Krankheit?", warf Ron ein.
Hermine rollte mit den Augen. „Das ist ein Mädchen Name…"
„Wirklich…Ich denke das klingt wirklich eher wie eine Krankheit", sagte Ron und zuckte mit den Schultern und Hermine stöhnte.
„Das sind also Kindergeschichten?", fragte Hermine und beugte sich wieder über die Runen.
„Jaah", sagte Ron verunsichert. „Ich meine, so hab ich's eben erzählt bekommen, verstehst du, dass diese ganzen alten Geschichten von Beedle stammen. Ich weiß nicht, wie sie in der Originalfassung sind."
„Warum Dumbledore wohl meinte, dass ich sie lesen soll?"
Von unten war ein Knarren zu hören.
„Wahrscheinlich nur Charlie, jetzt wo Mum schläft, schleicht er weg, um sich seine Haare nach wachsen zu lassen", sagte Ron nervös.
„Ja, bin ich wahrscheinlich", stimmte Charlie zu und rubbelte seine Haare.
„Wie auch immer, wir sollten zu Bett gehen", flüsterte Hermine. „Es wäre keine gute Idee, morgen zu verschlafen."
„Nein", stimmte Ron ihr zu. „Ein brutaler Dreifachmord durch die Mutter des Bräutigams würde der Hochzeit einen kleinen Dämpfer verpassen. Ich mach das Licht aus."
Und er ließ noch einmal den Deluminator klicken, als Hermine das Zimmer verließ.
„Das ist das Ende vom Kapitel", sagte Sirius und legte das Buch zur Seite. „Essenszeit!"
UNd? Ging doch eigentlich wieder, oder ;)
LG JJ
