Sorry dass es wieder einmal so lange gedauert hat, aber ich hatte wirklich einigen Stress mit der Schule und so war es schwierig an meinen Laptop zu kommen :(
Leider gibt es noch eine schlechte Nachricht, keine Angst ich lösche diese Story nicht und geb sie auch nicht auf, aber die Originalstory von ChoicesHP wurde gemeldet und es dauert leider eine Weile bis sie wieder aktiv irgendwo zu finden ist.
ich habe im Moment noch 3 Kapis im Voraus, die ich auch nach wie vor posten werde, halt nur nach einander in längeren Abschnitten, da es sonst eine Zeit geben könnte, wo dann erstmal eine ganze Weile nichts mehr kommt.
Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis. Ich werde euch natürlich alle informieren, wenn sich die Sache mit der Originalstory geklärt hat...
Jetzt erstmal viel Spaß beim Lesen
...
THE WEDDING
„…also, ich hab mich auf dem Besen gehalten und hab versucht nicht abzustürzen, da hab ich den Schnatz gesehen und bevor ich es überhaupt realisiert hatte, war er auch schon in meinem Mund", sagte Harry, der sein tödliches erstes Spiel erklärte.
„Merlin, Harry, ich versteh nicht, warum du immer noch Quidditch spielst nach all deinen knappen Entkommen", sagte Sirius, der das Spiel aus Harrys drittem Jahr noch stark in Erinnerung hatte, da Harry ungefähr fünfzehn Meter tief gefallen war.
„Ich kann nicht glauben, dass ich das aus deinem Mund höre", sagte Tonks und schüttelte den Kopf. „Du warst die leichtsinnigste Person, die ich je spielen gesehen habe…"
„Shhh… Ich versuche mich hier wie ein Erwachsener aufzuführen."; schmollte Sirius.
„Da machst du aber irgendetwas falsch", kicherte Remus.
„Was meinst du mit Entkommen?", sagte Molly, die der Wiedergabe von Harrys Spiel mit einem panischen Ausdruck verfolgt hatte. „Wurdest du in anderen Spielen auch verletzt?"
„Ähm…", sagte Harry.
„Was mich interessiert ist, wie Miss Granger es geschafft hat, Quirrel zu stoppen!", sagte Severus kalt, als er Hermine anfunkelte.
„Ähm…", sagte Hermine, die Feuerrot angelaufen war und sie wusste, dass er sich denken konnte, was sie ihm angetan hatte.
„Oh…Sie…", fing Ron an, aber Harry hielt ihm den Mund zu, es gab keinen Grund das hier noch schlimmer zu machen, als es ohnehin schon war.
„Snape wird sie umbringen, wenn du es ihm erzählst", zischte Harry, so dass nur er ihn hören konnte und Ron stimmte ihm zu. Sirius würde nur lachen und das würde den ehe schon verärgerten Tränkemeister nur noch wütender machen.
„Ich hab ihm auf den Hinterkopf gehauen.", sagte Hermine nach einer langen Pause, als alle Ron und Harry fragend ansahen.
„Ich denke wir sind alle fertig mit essen", forderte McGonagall auf und versuchte die Spannung zu lindern. Sie erinnerte sich daran, dass Severus' Umhang diesen Tag unter mysteriösen Umständen Feuer gefangen hatte und sie wollte ihrer Lieblingsschülerinn helfen. Abgesehen davon, fand sie dieses ganze Ereignis sehr amüsant, auch wenn sie das niemals zugeben würde.
„Ich lese", meldete sich Fleur freiwillig sobald sie in den Raum kamen, indem sie lasen. Niemand überaschte dies, und Remus hatte schon das Buch in ihre Richtung gehalten, bevor sie überhaupt gesprochen hatte. „Die Hochzeit."
Fleur strahlte, als sie das las und Bill kicherte. Molly lächelte, es war klar, dass dieses Mädchen ihren Sohn wirklich über alles liebte, und obwohl sie nicht glücklich darüber war, einen Sohn zu verlieren (da es viel zu schnell ging), war sie immerhin froh, dass die beiden glücklich miteinander waren.
Am folgenden Nachmittag standen Harry, Ron, Fred und George um drei Uhr vor dem großen weißen Festzelt im Obstgarten und warteten auf die Ankunft der Hochzeitsgäste. Harry hatte eine große Portion Vielsaft-Trank eingenommen
„Es ist egal wie groß die Dosis ist, der Trank hält nur für eine Stunde.", spottete Severus darüber.
und war jetzt das Ebenbild eines rothaarigen Muggeljungen aus dem nahe gelegenen Dorf Ottery St. Catchpole, dem Fred mit einem Aufrufezauber Haare gestohlen hatte. Sie hatten ausgemacht, Harry als „Cousin Barny" vorzustellen und darauf zu bauen, dass er in der großen Verwandtschaft der Weasleys nicht weiter auffallen würde.
Alle Weasleys kicherten darüber.
„Das sollte funktionieren", sagte Arthur, sehr amüsiert.
Alle vier hatten Sitzpläne in den Händen, um den Gästen behilflich zu sein und ihnen ihre Plätze zeigen zu können. Eine Stunde zuvor war ein Heer von Kellnern in weißen Umhängen eingetroffen, zusammen mit einer Band in goldenen Jacketts, und all diese Zauberer saßen jetzt nicht weit entfernt unter einem Baum; Harry sah einen blauen Dunst von Pfeifenrauch dort aufsteigen.
„Hmph", schnaufte Molly, sie sollten nicht rauchen. Sie wünschte sich, dass das Buch den Namen der Band genannt hätte, dann hätte sie die Band in der Zukunft bestimmt nicht engagiert.
Hinter Harry konnte man durch den Zelteingang Reihe um Reihe zierlicher goldener Stühle erkennen, die zu beiden Seiten eines langen lila Teppichs aufgestellt waren. An den Stützstangen rankten sich weiße und goldene Blumen empor. Fred und George hatten einen riesigen Bund goldener Ballons genau über der Stelle angebracht, wo Bill und Fleur in Kürze Mann und Frau werden würden.
Fleur quietschte förmlich als sie das las.
Draußen schwebten Schmetterlinge und Bienen gemächlich über das Gras und die Hecke. Harry war ziemlich unwohl in seiner Haut. Der Muggeljunge, dessen Äußeres er angenommen hatte, war ein wenig dicker als
„Natürlich ist er dicker als du" Fred rollte mit den Augen.
„Sogar mein Arm ist dicker als du", fügte Charlie hinzu, er versuchte Harry aufzuziehen, da er immer noch sauer über die ganze Ginny Sache war.
er, und Harrys Festumhang war ihm in der grellen Sonne des Sommertages zu heiß und zu eng.
„Wenn ich mal heirate", sagte Fred und zupfte am Kragen seines Umhangs,
„Du meinst wohl wenn…du musst erst mal ein Mädchen finden, dass verrückt genug ist dich zu heiratest", zog Bill seinen Bruder auf.
„Wahr", kicherte Fred.
„Vielleicht bekommt du Loony dazu dich zu heiraten", kicherte Ron.
„Nenn sie nicht so!", zischte Ginny. „Ihr Name ist Luna!"
„Sie ist vielleicht ein wenig zu verrückt für mich", kicherte Fred wieder.
„dann halte ich mich gar nicht erst mit dem ganzen Quatsch auf. Ihr könnt alle anziehen, was ihr wollt, und Mum verpasse ich eine komplette Ganzkörperklammer, bis alles vorbei ist."
„Das möchte ich gerne Mal sehen", sagte Molly und funkelte Fred, der über den Blick, den er von seiner Mutter bekam, schlucken musste.
„Sie war heute Morgen gar nicht so übel drauf, den Umständen entsprechend", sagte George. „Hat ein bisschen geweint, weil Percy nicht da ist,
Molly stöhnte und sah ihren drittältesten Sohn traurig an.
Percy sah sie nicht an, er versuchte es nicht mal, er wollte im Moment überhaupt nicht wissen wie seine Familie aussah. Er war sich nicht sicher, was schlimmer wäre, wenn sie ihn alle anfunkeln würden oder ihn alle gleichgültig betrachten würden, aber er wusste er könnte keines von beiden ertragen.
aber wer will ihn schon haben? Oh, verdammt, reißt euch zusammen – da kommen sie, seht mal."
Am äußersten Ende des Hofes erschienen Gestalten in leuchtenden Farben der Reihe nach aus dem Nichts. Innerhalb von wenigen Minuten hatte sich ein Umzug gebildet, der sich durch den Garten auf das Zelt zu schlängelte. Auf den Hüten der Hexen flatterten exotische Blumen und verzauberte Vögel, und an den Krawatten vieler der Zauberer funkelten wertvolle Edelsteine; als die Menge sich dem Zelt näherte, wurde das aufgeregte Summen vieler Stimmen immer lauter und übertönte allmählich das Geräusch der Bienen.
„Bestens, ich glaub, da sind ein paar Veela-Cousinen dabei", sagte George
„Ja!", sagten die Zwillinge mit einem identischen Grinsen.
Fleur rollte mit den Augen bevor sie wieder anfing zu lesen.
und reckte den Hals, um besser zu sehen. „Die brauchen sicher Hilfe, damit sie unsere englischen Sitten und Gebräuche verstehen, ich kümmer mich um sie …"
„Nicht so hastig, du Löffelloser", sagte Fred und sauste pfeilschnell an der schnatternden Schar Hexen mittleren Alters vorbei, die den Umzug anführte. „Bitte sehr – permettez-moi zu assister vous", sagte er zu zwei hübschen französischen Mädchen, die ihm kichernd erlaubten, sie nach drinnen zu geleiten.
„Verdammter Idiot", zischte George zu seinem Zwilling, der nur lächelte."Damit lass ich dich nicht davon kommen."
George musste sich mit den Hexen mittleren Alters abgeben, und Ron kümmerte sich um Perkins, Mr. Weasleys alten Kollegen aus dem Ministerium, während Harry ein ziemlich taubes altes Ehepaar abbekam.
„Tag auch", sagte eine vertraute
„Ich bin nicht alt oder taub", schmollte Tonks.
„Ich denke nicht, dass wir gemeint sind.", kicherte Remus.
„Das weiß ich" Tonks rollte mit den Augen.
Stimme, als er wieder vor das Zelt trat und Tonks und Lupin am Anfang der Schlange bemerkte. Tonks hatte sich zur Feier des Tages blond werden lassen.
„Mum sagt immer, dass ich mit blonden Haaren am anständigsten aussehe", erklärte Tonks zu niemandem besonderen.
„Arthur hat uns gesagt, dass du der mit den Locken bist. Entschuldige wegen gestern Abend", fügte sie flüsternd hinzu, während Harry die beiden zwischen den Stuhlreihen entlangführte. „Das Ministerium ist im Moment ziemlich Werwolf feindlich, und wir dachten, dass unsere Anwesenheit dir nicht gerade helfen würde."
„Seit wann ist das Ministerium gegen Werwölfe", murmelte Remus bitter.
„Schon gut, versteh ich", sagte Harry, mehr zu Lupin gewandt als zu Tonks.
„Warum willst du nicht mehr mit mir reden, Harry?", schmollte Tonks.
„Sorry", kicherte Harry. „Ich fühl mich mit L…ähm…Remus einfach mehr verbunden."
„Jaah, deshalb sagt du seinen Namen auch so stotter frei, ich seh schon, ihr seid wirklich end miteinander verbunden.", lachte Sirius, aber Remus lächelte Harry an.
Lupin lächelte ihm flüchtig zu, doch während sie sich umdrehten, sah Harry, wie in Lupins Gesicht erneut Sorgenfalten traten.
„Ich mein es ernst, was ist verkehrt mit dir?", sagte Sirius. (Anspielung auf Sirius-serious)
„Bist du nicht immer Sirius (Wieder Anspielung)?", antwortete Remus geistesabwesend, er mochte sein Verhalten im Buch überhaupt nicht und es war klar, dass er etwas bereute. Es hatte wahrscheinlich etwas mit Tonks zu tun und wie er durch ihre Beziehung ihr ganzes Leben ins Negative beeinflusste.
Sirius runzelte nur die Stirn über den Wortspielstreich. Remus musste über etwas wirklich besorgt sein.
Harry begriff es nicht, hatte jedoch keine Zeit, darüber nachzugrübeln: Hagrid verursachte gerade einigen Tumult. Er hatte Freds Anweisungen falsch verstanden und sich nicht auf den magisch vergrößerten und verstärkten Sitz gesetzt, den man eigens für ihn in der hinteren Reihe aufgestellt hatte, sondern auf fünf Stühle, die jetzt an einen großen Haufen goldener Streichhölzer erinnerten.
Die Ärgerlichkeit war klar in Fleurs Stimme zu hören als sie das las und es half nicht wirklich, dass alle anderen darüber lachten.
Während Mr. Weasley den Schaden beseitigte und Hagrid jedem, der es hören wollte, Entschuldigungen zurief, kehrte Harry rasch zum Eingang zurück und sah Ron einem höchst exzentrisch wirkenden Zauberer gegenüberstehen. Er schielte leicht, hatte schulterlanges weißes Haar wie aus Zuckerwatte, trug eine Mütze, deren Quaste vor seiner Nase baumelte, und einen Umhang in einem Dottergelb, das einem die Tränen in die Augen trieb. An einer Goldkette um seinen Hals glitzerte ein merkwürdiges Symbol, etwas wie ein dreieckiges Auge.
Dumbledore hob eine Augenbraue. Dies hörte sich ganz nach dem Zeichen der Heiligtümer des Todes an, aber er konnte nicht sicher sein, obwohl er sich sicher sein konnte das Xenophilius an so etwas definitiv glauben würde.
„Xenophilius Lovegood", sagte er und streckte Harry die Hand entgegen, „meine Tochter und ich leben gleich hinter dem Hügel, sehr nett von den guten Weasleys, uns einzuladen.
„Ich glaube nicht dass die guten Weasleys sie eingeladen haben…das muss mein böser Zwilling gewesen sein", sagte Fred.
„Ich bin nicht böse", schnaufte George empört und beide fingen an zu lachen.
Aber ich glaube, Sie kennen meine Luna?", fügte er an Ron gewandt hinzu.
„Ah, also lernen wir das Mädchen kennen, das zu verrückt ist, sogar für Fred", kicherte Sirius. „Das sollte interessant werden."
„Milde ausgedrückt.", kicherte Ron.
„Ja", sagte Ron. „Ist sie nicht mitgekommen?"
„Sie verweilt in diesem reizenden kleinen Garten, um den Gnomen guten Tag zu sagen was für eine herrliche Heimsuchung!
„Arg!", stöhnte Molly, konnten sie nicht mal einen Tag von denen fernbleiben, was denn den zu viel verlangt?"
Nur wenige Zauberer erkennen, wie viel wir im Grunde von den weisen kleinen Gnomen lernen können – oder um sie bei ihrem richtigen Namen zu nennen, den Gernumblies Gardensi."
„Unsere kennen eine Menge fabelhafter Schimpfwörter", sagte Ron, „aber die haben wohl Fred und George ihnen beigebracht."
Molly funkelte die Zwillinge an, aber die beiden zuckten nur mit den Schultern.
Er führte eine Gruppe von Hexen in das Zelt, als Luna herbeigeeilt kam.
„Hallo, Harry!", sagte sie.
„Ähm – mein Name ist Barny", sagte Harry fassungslos.
„Wow, du hast doch Vielsafttrank genommen", sagte Hermine. „Wie hat sie herausgefunden, dass du das bist?"
„Luna hatte schon immer ein Talent Dinge ein bisschen anders zu sehen", sagte Ginny.
„Hab ich bemerkt", sagte Hermine und rollte mit den Augen.
Ginny runzelte die Stirn, die dachte, dass Luna und Hermine eine gute Freundschaft führen könnten, wenn sie sich besser verstehen würden.
„Oh, den hast du also auch geändert?", fragte sie munter.
Sirius kicherte, „Ich mag sie."
„Nun, verrückte Leute müssen doch zusammenhalten", hänselte Tonks.
„Du lachst also, Tonksy", sagte Sirius „Man konnte eigentlich sagen, dass das auch auf dich zutrifft."
Tonks zuckte nur.
„Woher wusstest du –?"
„Oh, allein der Gesichtsausdruck.", sagte sie.
Luna trug wie ihr Vater einen leuchtend gelben Umhang und hatte als passenden Schmuck eine große Sonnenblume im Haar. Wenn man einmal an die Helligkeit des Ganzen gewöhnt war, war der Gesamteindruck recht angenehm.
Ginny gab Harry einen scharfen Blick und Harry guckte nur perplex über diesen Kommentar.
Wenigstens baumelten keine Radieschen von ihren Ohren.
Dieses Mal lachten Harry – und alle anderen die Luna kannten – über das.
Xenophilius war in ein Gespräch mit einem Bekannten vertieft und hatte den Wortwechsel zwischen Luna und Harry nicht mitbekommen. Er verabschiedete sich von dem Zauberer und wandte sich seiner Tochter zu, die einen Finger hochhielt und sagte: „Daddy, schau mal – einer von den Gnomen hat mich doch tatsächlich gebissen!"
„Oh nein, sie sollte das lieber untersuchen lassen", sagte Molly halb besorgt und halb genervt, so etwas wie das sollte an einem Tag wie diesem nicht passieren.
„Wie wunderbar! Gnomenspeichel ist enorm förderlich!", sagte Mr. Lovegood, ergriff Lunas ausgestreckten Finger und untersuchte die blutenden Bisslöcher. „Luna, meine Liebe, falls du heute irgendein aufkeimendes Talent verspüren solltest – vielleicht das unerwartete Bedürfnis, eine Arie zu singen oder etwas auf Meerisch zu rezitieren –, unterdrücke es nicht! Es könnte ein Geschenk der Gernumblies sein!"
Alle kicherten.
„Ich verstehe woher sie den Sinn des Lebens hat", kicherte Ron.
Hermine rollte mit den Augen und schüttelte den Kopf, es war so lächerlich.
Ron, der gerade aus der anderen Richtung an ihnen vorbei kam, lachte schnaubend auf.
„Ron soll nur lachen", sagte Luna gelassen, während Harry sie und Xenophilius zu ihren Plätzen führte, „aber mein Vater hat viel über die Magie der Gernumblies geforscht."
„Tatsächlich?", sagte Harry, der schon vor langem beschlossen hatte, die eigentümlichen Ansichten von Luna oder ihrem Vater nicht in Frage zu stellen.
„Hm…das klingt als würde ich Luna näher kommen", sagte Harry nachdenklich.
„Nicht unbedingt", sagte Hermine. „Ich meine du weißt doch auch jetzt schon, dass du kein Kommentar zu so etwas abgeben solltest, du weißt das da nur eine verrückte Antwort kommt."
„Hast wohl Recht", sagte Harry und zuckte mit den Schultern. „Aber es sieht immer noch so aus, als wären wir jetzt Freunde."
„Aber bist du dir sicher, dass du nichts auf diesen Biss tun willst?"
„Oh, ist schon gut", sagte Luna, lutschte träumerisch an ihrem Finger und musterte Harry von Kopf bis Fuß. „Du siehst schick aus. Ich hab Daddy gesagt, dass die meisten Leute wahrscheinlich in Festumhängen kommen würden, aber er glaubt, dass man bei einer Hochzeit Sonnenfarben tragen sollte, das bringt Glück, weißt du?"
„Ich denke ich hätte es besser gefunden, wenn ihr Abendgarderobe getragen hättet", murmelte Fleur, obwohl es ihr eigentlich egal war ob sie solche hässlich klingenden Kleider trugen.
Als sie hinter ihrem Vater her entschwebte, tauchte Ron mit einer älteren Hexe am Arm auf. Mit ihrem Zinken von einer Nase, den rot geränderten Augen und dem federbesetzten rosa Hut sah sie aus wie ein angriffslustiger Flamingo.
„Tantchen Muriel", stöhnten alle Weasley Kinder.
„Seid nett", funkelte Molly halbherzig.
„… und dein Haar ist viel zu lang, Ronald, einen Moment dachte ich, du wärst Ginevra.
„Du hat dir dein Haar auch so lang wachsen lassen", stöhnte Molly und sah Ron finster an. Mussten alle ihre Jungs sich ihre Haare so lächerlich lang wachsen lassen?
Beim Barte des Merlin, was trägt denn Xenophilius Lovegood? Er sieht aus wie ein Omelette. Und wer bist du?", blaffte sie Harry an.
Alle lachten über das Omelette Kommentar.
„Ach ja, Tantchen Muriel, das ist unser Cousin Barny."
„Noch ein Weasley? Ihr vermehrt euch ja wie die Gnomen. Ist Harry Potter nicht hier? Ich hatte gehofft, ihn zu treffen. Ich dachte, er wäre ein Freund von dir, Ronald, oder hast du nur angegeben?"
„Nein – er konnte nicht kommen –"
„Hm… Hat sich eine Ausrede einfallen lassen, stimmt's? Ist wohl gar nicht so doof, wie er auf den Pressefotos aussieht.
„Seh ich wirklich dämlich aus auf Fotos.", murmelte Harry.
„Nein", sagten die meisten Leute und ein „Ja" von Draco das von vielem Gekicher begleitet wurde.
Ich hab gerade der Braut gezeigt, wie sie mein Diadem am besten trägt", rief sie Harry zu.
„Sorry deswegen, Liebes", seufzte Bill zu Fleur die nur zuckte. „Ich hatte nicht vor meine Tante auf dich anzusetzen."
„Von Kobolden gefertigt, musst du wissen, und seit Jahrhunderten in meiner Familie. Sie ist ein gut aussehendes Mädchen, aber trotzdem – Französin.
„Es ist nicht schlimmes daran Französin zu sein", sagte Fleur hochmütig und sah alle im Raum an und vergewisserte sich, dass keiner mit ihr argumentierte.
Also dann, gib mir einen guten Platz, Ronald, ich bin hundertsieben und sollte nicht zu lange stehen."
„Jaah, Ron, finde einen Sitz für sie, damit wir ihr nicht weiter zuhören müssen", fügte Fred hinzu.
„Fred!", schallte Molly reflexartig.
Ron warf Harry im Vorbeigehen einen bedeutungsvollen Blick zu und blieb eine ganze Zeit lang verschwunden: Als sie sich wieder am Eingang trafen, hatte Harry schon ein Dutzend weitere Gäste zu ihren Plätzen geführt. Das Zelt war jetzt fast voll und zum ersten Mal stand draußen niemand Schlange.
„Ein Albtraum, diese Muriel", sagte Ron und wischte sich mit dem Ärmel über die Stirn. „Früher ist sie jedes Jahr an Weihnachten gekommen, aber dann war sie Gott sei Dank beleidigt, weil Fred und George beim Abendessen eine Stinkbombe unter ihrem Stuhl hochgehen ließen.
„Bestes Weihnachten aller Zeiten", sagten Fred und George gleichzeitig und alle Weasleys kicherten. Molly funkelte sie wieder an, sagte aber nichts weiter.
Dad sagt immer, dass sie die beiden enterbt hat – als ob die das kümmern würde, die sind am Ende reicher als sonst jemand in der Familie, so wie's bei denen gerade läuft … wow", fügte er hinzu und blinzelte ziemlich schnell, als Hermine auf sie zugeeilt kam. „Du siehst großartig aus!"
„Aw…Ist Ronniespätzchen sprachlos?", hänselte Ron.
„Ach sei still" Ron sah auf den Boden, seine Ohren waren rot. Hermine sah Ron aus ihren Augenwinkeln an und ein Lächeln huschte ihr über die Lippen.
„Immer diese überraschte Unterton", sagte Hermine, lächelte aber. Sie trug ein luftiges, lilafarbenes Kleid mit dazu passenden Stöckelschuhen; ihr Haar war glatt und glänzte. „Deine Großtante Muriel findet das nicht, ich hab sie gerade oben getroffen, als sie Fleur das Diadem gab. Sie meinte: Oje, ist das die Muggelstämmige? und dann: Schlechte Haltung und magere Fesseln. "
„Nun wie du sehen kannst, sagt Tante Muriel zu keinem etwas nettes, also mach dir nichts draus.", sagte Ginny ihrer Freundin, die gar nicht bemerkt hatte, was in dem Buch vorkam, sie sah Ron nur mit einem hoffnungsvollen Ausdruck an.
„Nimm's nicht persönlich, sie ist zu allen unverschämt", sagte Ron.
„Redet ihr über Muriel?", wollte George wissen, der gerade wieder mit Fred aus dem Zelt kam. „Tja, sie hat eben zu mir gesagt, dass meine Ohren nicht zueinander passen.
„Arg", sagte Molly nun und funkelte das Buch an und fletschte die Zähne. Sie hatte kein Recht das zu ihrem Baby zu sagen…der arme Junge hatte gerade erst ein Ohr verloren
Alte Schreckschraube. Wenn doch nur Onkel Bilius noch unter uns wäre; der war bei Hochzeiten immer der Brüller."
„War das nicht der, der einen Grimm gesehen hat uns vierundzwanzig Stunden später starb?", fragte Hermine.
„Nun ja, am Ende wurde er dann ein bisschen merkwürdig", gab George zu.
„Aber bevor er meschugge wurde, brachte er Schwung in jede Party", sagte Fred. „Er kippte immer eine ganze Flasche Feuerwhiskey, rannte dann auf die Tanzfläche, raffte seinen Umhang und fing an, sich Blumen aus dem –".
Obwohl Fleur das mit Abscheu las, brachte es Sirius und einige andere nicht vom lachen ab.
„Brillant!", sagte Sirius. „Ich glaub ich hätte den gemocht."
„Klingt ja nach einem richtigen Charmeur", sagte Hermine, während Harry vor Lachen brüllte.
„Er hat nie geheiratet, warum auch immer", sagte Ron.
„Was für eine Überraschung" Hermine rollte mit den Augen.
„Das überrascht mich jetzt", erwiderte Hermine.
Sie lachten alle so heftig, dass keiner von ihnen den späten Gast bemerkte, einen dunkelhaarigen jungen Mann mit einer langen, krummen Nase und dichten schwarzen Augenbrauen, bis er Ron seine Einladung hinstreckte und mit Blick auf Hermine sagte: „Du siehst wunderbar aus."
Ron funkelte das Buch an, seine Ohren waren rot vor Wut. Warum musste er gerade dann auftauchen, wenn die Dinge mit Hermine so gut liefen.
„Warum ist Viktor hier?", fragte Hermine und Ron blickte finster.
„Er ist mein Freund, ich hab ich eingeladen", erklärte Fleur bevor Ron seinen Mund öffnen konnte und einen Streit mit Hermine beginnen konnte, dann fing sie wieder an zu lesen.
„Viktor!", kreischte sie und ließ ihre kleine, perlenverzierte Handtasche fallen, die mit einem lauten, dumpfen Schlag aufprallte, der gar nicht zu ihrer Größe passte.
Remus, McGonagall und Arthur hoben alle eine Augenbraue darüber, wunderten sich warum das so war und dass sie eine gute Idee hatten was das sein könnte.
Hermine bückte sich errötend, um sie aufzuheben, und sagte: „Ich wusste nicht, dass du – Himmel – schön, dich zu – wie geht es dir?"
Ron fing an Klick-Geräusche mit seiner Zunge zu machen und verschränkte seine Arme. Er hätte es besser wissen sollen, dass Hermine sich nie für ihn interessieren würde, wenn sie einen internationalen Quidditchstar haben kann.
Rons Ohren waren wieder leuchtend rot geworden. Nachdem er kurz auf Krums Einladung geschaut hatte, so als würde er kein Wort davon glauben, sagte er viel zu laut: „Wie kommst du denn hierher?"
Rons Geschwister lachten alle los, was ihn nur noch mürrischer machte.
„Ronald, du hast bessere Manieren als das", rügte Molly ihn.
„Er ist nur mein Freund, Ron", flüsterte Hermine so leise, dass nur Ron sie hören konnte, aber da er sich nicht rührte, war sie sich nicht sicher, ob er sie überhaupt gehört hatte.
„Flör hat mich eingeladen", antwortete Krum mit hochgezogenen Brauen.
Harry, der keinen Groll gegen Krum hegte, schüttelte ihm die Hand; da er spürte, dass es am klügsten wäre, Krum aus Rons Umgebung zu entfernen, bot er dann an, ihm seinen Platz zu zeigen.
„Danke 'Arry", sagte Fleur, sie wollte nicht, dass irgendetwas passieren würde, das ihr den Tag ruinieren könnte.
„Ich wünschte du hättest das nicht getan", schmollte Sirius.
„Deine Freund ist nicht froh, mich zu sehen", sagte Krum, als sie das nun brechend volle Zelt betraten. „Oder ist er ein Verwandter?", fügte er mit einem kurzen Blick auf Harrys rote Locken hinzu.
„Cousin", murmelte Harry, aber Krum hörte nicht richtig hin. Sein Erscheinen verursachte Aufruhr, besonders unter den Veela-Cousinen:
Die Zwillinge sahen finster drein, sie wollten die Veela Cousinen für sich selbst.
Er war immerhin ein berühmter Quidditch-Spieler.
Harry gab Ron einen entschuldigenden Blick, aber sein Freund bemerkte es nicht.
Während manche sich nach wie vor die Hälse verrenkten, um ihn besser sehen zu können, eilten Ron, Hermine, Fred und George den Gang zwischen den Stühlen entlang.
„Höchste Zeit, dass wir uns setzen", sagte Fred zu Harry, „sonst werden wir noch von der Braut umgerannt."
Harry, Ron und Hermine nahmen ihre Plätze in der zweiten Reihe hinter Fred uns George ein. Hermine war ziemlich rosa im Gesicht und Rons Ohren waren immer noch scharlachrot. Ein wenig später murmelte er Harry zu: „Hast du gesehen, er hat sich einen bescheuerten kleinen Bart wachsen lassen!"
Alle kicherten über Rons offensichtliche Eifersucht.
Harry antwortete mit einem unverbindlichen Grunzen.
In dem warmen Zelt waren inzwischen alle in gespannter Erwartung, gelegentlich unterbrach kurzes aufgeregtes Gelächter das allgemeine Gemurmel. Mr. und Mrs Weasley spazierten den Mittelgang entlang und winkten lächelnd ihren Verwandten zu; Mrs Weasley trug einen brandneuen amethystfarbenen Festumhang mit einem dazu passenden Hut.
Einen Moment erhoben sich Bill und Charlie vorne im Zelt, beide in Festgewändern, mit großen weißen Rosen in ihren Knopflöchern; Fred stieß einen bewunderten Pfiff aus und die Veela-Cousinen fingen an zu kichern.
Fleur las wieder mit Aufregung, obwohl sie Fred einen missbilligenden Blick zu warf (der nichts im Gegensatz zu dem Blick war, den seine Mutter ihm gab).
„Frederic Weasley du benimmst dich lieber", zischte Molly ihn an.
Dann schwoll Musik an, und es war, als würde sie von den goldenen Ballons herrühren, und die Menge verstummte.
„Ooooh!", sagte Hermine, wirbelte auf ihrem Platz herum und blickte zum Eingang.
Ein einziger lauter Seufzer entfuhr den versammelten Hexen und Zauberern, als Monsieur Delacour und Fleur den Mittelgang entlang kamen, Fleur glitt dahin, Monsieur Delacour hüpfte und strahlte. Fleur trug ein ganz schlichtes weißes Kleid und es schien ein kräftiges silbriges Leuchten von ihr auszugehen. Während ihr Glanz für gewöhnlich alle anderen im Umkreis verblassen ließ, machte er heute alle schöner, auf die er fiel.
„Wow, Ich glaube sie fängt gerade jetzt an so zu leuchten", wisperte Sirius laut zu Remus.
Fleur sah ihn an und errötete leicht bevor sie wieder anfing zu lesen.
Ginny und Gabrielle, die beide goldene Kleider trugen, sahen sogar noch hübscher aus als sonst, und sobald Fleur Bill erreicht hatte, schien es, als wäre er niemals Fenrir Greyback begegnet.
„Greyback!", keuchten mehrere Leute und Remus zischte bitter.
„Mein armes Baby", sagte Molly und sah Bill an, dann stand sie auf um sich neben ihn zu setzen. Sie fing an, dieses Buch richtig zu hassen… es brachte einfach zu viele schlechte Neuigkeiten.
„Ich bin Ok, Mum", sagte Bill ungeduldig, erlaubte es allerdings, dass seine Mum ihn umarmte, da er wusste, dass sie es brauchte. „Es ist noch nicht passiert."
„Du denkst doch nicht, dass du…er war…ein Werwolf…", spuckte Arthur aus, er sah bleich aus als er seinen ältesten Sohn ansah und schlang seine Arme um Molly.
„Ich denke, Harry hätte, wenn es so wäre, schon irgendwann vorher was erwähnt", sagte Dumbledore ruhig.
„Wer ist Greyback?", fragte Harry sie und fragte sich wer dieser Typ sein konnte, wenn alle vor ihm solche Angst hatten.
„Er ist ein Werwolf, ein bösartiger, wenn die Hälfte von dem Ich gelesen hab wahr ist…"; fing Hermine an zu erklären, ihre Stimme war angespannt und sie versuchte nicht zu laut zu reden.
„Es ist wahr", sagte Remus mit kalter Stimme, die die meisten Leute im Raum nicht gewohnt waren. „Er verängstigt die Leute damit, dass er ihre Kinder attackieren wird, wenn sie nicht das tun was er will…und das mit der Drohung mach er definitiv wahr."
„Das ist fürchterlich", flüsterte Hermine. Sie erblasste er sie verstand, warum Remus das alles wusste. Er musste das Monster gewesen sein, dass ihn als Junge gebissen hatte.
„Meine Damen und Herren", sagte eine leicht leiernde Stimme, und Harry bemerkte mit einem leisen Schrecken, dass derselbe kleine Zauberer mit den büscheligen Haaren, der Dumbledores Begräbniszeremonie geleitet hatte, jetzt vor Bill und Fleur stand. „Wir sind heute hier versammelt, um die Verbindung zweier treuer Seelen festlich zu begehen …"
„Ja, mein Diadem bringt die ganze Sache doch hübsch zur Geltung", flüsterte Tantchen Muriel recht deutlich vernehmbar.
Fleur funkelte als sie das las, sie wollt etwas über die Trauung hören und nicht was Bills schreckliche Tante darüber zu sagen hatte…oder über etwas anderes.
„Aber ich muss sagen, Ginevras Kleid ist viel zu tief ausgeschnitten."
Ginny spähte nach hinten, grinste, zwinkerte Harry zu und wandte sich dann rasch wieder nach vorn. Harrys Gedanken schweiften weit weg von dem Zelt, zu den Nachmittagen zurück, die er mit Ginny allein an lauschigen Plätzen des Schulgeländes verbracht hatte.
„Wie viele Stunden hast du mit ihr verbracht?", fragte Charlie, seine Stimme war wieder genervt.
„Keine"; sagte Harry, und das war die Wahrheit soweit er wusste.
„Richtig, und so bleibt es auch", lächelte Charlie und wurde von einem Kissen getroffen, das Ginny geworfen hatte. Für so einen weichen Gegenstand, war Charlie überrascht wie sehr es weh tat…Ginny hatte wirklich eine Hand für so etwas.
„Halt die Klappe!", zischte Ginny.
Sie schienen so weit zurück zu liegen; sie waren ihm immer zu schön vorgekommen, um wahr zu sein, als hätte er einem gewöhnlichen Menschen glanzvolle Stunden seines Lebens gestohlen, einem Menschen ohne Blitznarbe auf der Stirn …
Harry stöhnte und bekam mehrere sympathische Blicke von den Frauen im Raum.
„Du verdienst Glücklichkeit, Harry", wisperte Hermine und drückte seine Hand sanft.
„William Arthur, willst du Fleur Isabelle …?"
In der vordersten Reihe
Fleurs Stimme ging von aufgeregtem Quietschen in einen genervten Ton über. „Kannst du nicht der Hochzeit ein wenig mehr Beachtung schenken 'Arry!"
„Sorry", sagte Harry automatisch.
schluchzten Mrs Weasley und Madame Delacour leise in ihre Spitzentaschentücher. Trompetenatrige Geräusche vom hinteren Teil des Zeltes verrieten allen, dass Hagrid eines von seinen tischtuchgroßen Taschentüchern hervorgeholt hatte. Hermine drehte sich zur Seite und strahlte Harry an; auch ihre Augen waren voller Tränen.
„Was ist das immer mit Mädchen und Hochzeiten", murmelte Ron und rollte die Augen. Er wurde dafür geschlagen. „Au…Mine wofür war das denn?"
„… dann seit ihr hiermit im Leben vereint."
Der Zauberer mit den büscheligen Haaren hob seinen Zauberstab hoch über die Köpfe von Bill und Fleur, und ein silberner Sternenschauer überrieselte sie und wand sich spiralförmig um ihre jetzt eng umschlungenen Gestalten. Fred und George klatschten als Erste los, und stürmischer Beifall folgte, während die goldenen Ballons über den Köpfen platzten: Paradiesvögel und goldene Glöckchen flogen und schwebten daraus hervor und stimmten zwitschernd und bimmelnd in den lauten Trubel ein.
„Meine Damen und Herren!", rief der Zauberer mit den büscheligen Haaren. „Würden Sie sich bitte erheben!"
Alle erhoben sich, Tantchen Muriel hörbar murrend; er schwang seinen Zauberstab. Sie Stühle, auf denen sie gesessen hatten, stiegen elegant in die Höhe, und die seitlichen Leinwände des Zeltes verschwanden, so dass sie nun unter einem Baldachin standen, der von goldenen Pfosten getragen wurde, mit einem herrlichen Blick über den sonnenbeschienenen Obstgarten und das umliegende Land. Gleich darauf verbreitete sich von der Zeltmitte her eine Lache aus flüssigem Gold und bildete eine schimmernde Tanzfläche; die schwebenden Stühle gruppierten sich um kleine, weiß gedeckte Tische, alles sank elegant wieder zu Boden, rund um die Tanzfläche herum, und die Band mit den goldenen Jacketts marschierte zu einem Podium.
„Scharf", sagte Ron beifällig, als nun von allen Seiten her die Kellner auftauchten, manche mit Silbertabletts voller Kürbissaft, Butterbier und Feuerwhisky, andere mit schwankenden Bergen von Törtchen und Sandwiches.
„Wir sollten hingehen und ihnen Glück wünschen!", sagte Hermine, die auf Zehenspitzen stand und zu der Stelle hinüber spähte, so Bill und Fleur in einer Traube von Gratulanten verschwunden waren.
„Jaah, das kling so spaßig", grummelte Ron zu sich selbst.
„Dazu haben wir später noch Zeit", erwiderte Ron achselzuckend, griff sich drei Butterbiere von einem vorbeischwebenden Tablett und gab eines Harry.
„Hermine, los, schnappen wie uns einen Tisch … nicht da! Möglichst weit weg von Muriel –"
„Immer eine gute Entscheidung…bleibt weg von Muriel", kicherte Fred.
Ron führte sie über die Tanzfläche, wobei er immer wieder nach links und rechts sah: Harry war sicher, dass er nach Krum Ausschau hielt.
„Ich dachte du hättest das jetzt endlich überwunden" Hermine rollte mit den Augen, er hatte am Ende vom vierten Schuljahr Viktor dennoch um ein Autogramm gefragt…ok, er war total genervt als sie den Brief an Viktor vor ein paar Nächten geschrieben hatte (und das hinterließ immer ein schönes Gefühl in ihrem Bauch).
Als sie die andere Seite des Zeltes erreicht hatten, waren die meisten Tische besetzt. Der leerste war der, an dem Luna allein saß.
„Was dagegen, wenn wir und zu dir setzen?", fragte Ron.
„Überhaupt nicht", sagte sie erfreut. „Daddy ist gerade weggegangen, um Bill und Fleur unser Geschenk zu geben."
„Was ist es denn, ein Gutschein für Spulenwurzeln auf Lebenszeit?", fragte Ron.
„Was ist sind Spulenwurzeln?", fragte Harry.
„Keine Ahnung", sagte Ron. „Aber so wie ich Luna kenne, ist es etwas, das du gar nicht wissen willst."
Hermine trat unter dem Tisch nach ihm, erwischte aber stattdessen Harry.
„Sorry Harry", sagte Hermine als die meisten Leute kicherten.
„Alles in Ordnung", antwortete Harry und fügte hinzu: „Es klang so, als hättest du Luna gerade verteidigt."
„Ich weiß", stimmte Hermine zu. „Ich denke du hast Recht, wir sind Freunde geworden…Ich frag mich wie das passiert ist."
Der Schmer trieb Harry Tränen in die Augen, so dass er kurz der Unterhaltung nicht folgen konnte.
Die Band hatte zu spielen begonnen. Bill und Fleur betraten unter großem Beifall als Erste die Tanzfläche; wenig später führte Mr. Weasley Madame Delacour zum Tanz, ihnen folgten Mrs Weasley und Fleurs Vater.
„Ich mag dieses Lied", sagte Luna und wiegte sich im Takt der walzerartigen Melodie und nach ein paar Sekunden stand sie auf und schwebte über die Tanzfläche, wo sie sich auf der Stelle drehte, ganz allein, mit geschlossenen Augen und schwingenden Armen.
„Ich glaube sie nimmt die Gernumblies ein wenig zu ernst", sagte Fred. „Gut für sie."
„Sie ist großartig, nicht?", sagte Ron bewundernd. „Echt 'ne Nummer."
„Ja das stimmt", sagte Ron nachdenklich, allerdings fand er das Mädchen immer noch etwas merkwürdig.
Doch mit einem Schlag verschwand das Lächeln aus seinem Gesicht: Viktor Krum hatte sich auf Lunas leeren Stuhl fallen lassen. Hermine schien auf angenehme Weise verwirrt, doch diesmal war Krum nicht gekommen, um ihr Komplimente zu machen. Mit finsterer Miene sagte er: „Wer ist diese Mann in dem Gelb?"
„Das ist Xenophilius Lovegood, er ist der Vater einer Freundin von uns", sagte Ron. Sein bissiger Ton gab zu verstehen, dass sie nicht über Xenophilius lachen würden, obwohl er deutlich provozierend wirkte. „Komm tanzen", fügte Ron abrupt an Hermine gewandt hinzu.
„Hast du mich gerade gefragt, ob ich mit dir tanze?", fragte Hermine ungläubig.
Ron wusste nicht, was er sagen sollte, also nickte er einfach.
Hermine lächelte, sie wusste das Ron nicht sehr gerne tanzte, es musste etwas bedeuten wenn er sie so fragte…trotzdem wünschte sie sich, dass er es nicht getan hätte wegen Viktor, er könnte auch einfach nur den oberbeschützenden Idioten spielen und sie eigentlich gar nicht mögen…
Sie sah überrascht aus, aber auch erfreut,
„Ja, genauso sieht sie aus", sagte George und sah Hermine durch dringlich an.
„Ach sei still", zischte Hermine ihn an und alle anderen im Raum kicherten.
und erhob sich: Gemeinsam verschwanden sie in dem wachsenden Gedränge auf der Tanzfläche.
„Ah, die sind jetzt zusammen?", fragte Krum, kurz abgelenkt.
Ron und Hermine sahen das Buch hoffnungsvoll an, dann sagten sie gleichzeitig: „Natürlich nicht", und dann sahen sie in Enttäuschung weg.
„Ähm – irgendwie schon", sagte Harry.
„Was soll das denn bedeuten?", fraget Ron mit einem Stöhnen, er wollte entweder ein ja oder ein nein als Antwort nicht ein „So in der Art".
Hermine sah ihn an, sie konnte an seinem Ton nicht feststellen, ob er abgeneigt war von der Idee oder sie mochte. Sie wollte ihn darüber fragen…ihn fragen was er dachte, aber die Tatsache, dass der ganze Raum voller Leute war machte es nicht einfacher, sie schaffte es schon kaum ohne Publikum mit Ron zu reden.
„Das ihre zwei euch immer noch wie Idioten benehmt", grummelte Ginny und verdrehte die Augen.
„Wer bist du?", fragte Krum.
„Barny Weasley."
Sie schüttelten sich die Hände.
„Du, Barny – kennst du diese Lovegood-Mann gutt?"
„Nein, ich sehe ihn heute zum ersten Mal. Warum?"
Krum blickte düster über seinen Drink hinweg und beobachtete Xenophilius, der auf der anderen Seite der Tanzfläche mit mehreren Hexen plauderte.
„Weil", sagte Krum, „wenn er nicht eine Gast von Flör wäre, dann würde ich ihn duellieren, auf der Stelle, dafür, dass er diese dreckige Zeichen auf der Brust trägt."
Dumbledore seufzte, er hatte recht und er wusste was als nächstes kam.
Alle sahen Dumbledore an, nicht gewöhnt, dass Dumbledore so reagierte und es war schon relativ offensichtlich, da niemand anders eine Idee hatte, was das bedeuten könnte.
„Zeichen?", sagte Harry und sah nun auch zu Xenophilius hinüber. Das seltsame dreieckige Auge schimmerte auf seiner Brust. „Warum? Was stimmt damit nicht?"
„Grindelwald. Das ist das Zeichen von Grindelwald."
„Oh", sagten mehrere Leute, und verstanden warum Dumbledore so reagierte, offensichtlich kannte er das Zeichen.
Allerdings machte das Keuchen von jedermann, Dumbledore nur noch unruhiger. Er wusste, dass sie zu einer falschen Schlussfolgerung kommen würden, aber er hatte keine Zeit sich über sie Sorgen zu machen, da seine Gedanken in schmerzhafte Erinnerungen zurück reisten und er hatte Müßigkeiten diese Erinnerungen aufzuhalten.
„Grindelwald … der schwarze Magier, den Dumbledore besiegt hat?"
„Genau."
Krums Kiefermuskeln arbeiteten, als würden sie etwas zermalmen, dann sagte er: „Grindelwald hat viele Menschen umgebracht, meine Großvater zum Beispiel. Natürlich war er nie mächtig in diese Land, es heißt, er fürchtete Dumbledore –
Dumbledore wunderte sich, warum Grindelwald dann nie hierhergekommen war, war es wirklich die Angst vor ihm oder war es wegen einem andern Grund. Er würde gerne glauben, dass ein Part von Grindelwald dachte, dass was zwischen ihnen passiert war, der Grund dafür war, aber er war sich nicht sicher, ob er das glauben konnte.
und zu Recht, wenn man bedenkt, wie er erledigt wurde. Aber das -" Er deutete mit dem Finger auf Xenophilius. „Das ist sein Symbol, ich habe es sofort erkannt: Grindelwald hat es in eine Wand von Durmstrang gemeißelt, als er dort Schüler war. Ein paar Trottel haben es in ihre Bücher und auf ihre Kleider kopiert, sie wollten schockieren, sich wichtigmachen – bis die von uns, denen Grindelwald Familienmitglieder genommen hat, sie eines Besseren belehrten."
„Das klingt aber nicht nach etwas was Xenophilius tragen würde", sagte Dumbledore. „Er war zwar ein wenig sonderbar, aber er hat nie die dunklen Künste unterstützt."
„Ich glaube, dass Mr. Krum da etwas missversteht", sagte Dumbledore. „Das Symbol wurde nicht von Grindelwald gemacht…" Es war schwer seine Stimme ruhig zu halten, auch wenn er von einem seiner alten Freunde redete, aber es schien, dass keinem außer McGonagall etwas aufgefallen war. „Das Symbol gab es schon lange bevor er überhaupt geboren wurde."
Krum knackte drohend mit den Knöcheln und schaute finster zu Xenophilius hinüber. Harry war verblüfft. Es kam ihm höchst unwahrscheinlich vor, dass Lunas Vater ein Anhänger der dunklen Künste sein sollte, und offenbar hatte niemand sonst im Zelt die dreieckige, runenartige Form wiedererkannt.
„Bist du – ähm – ganz sicher, dass es Grindelwalds –?"
„Ich irre mich nicht", sagte Krum kühl. „Ich bin mehrere Jahre lang an diese Zeichen vorbeigegangen, ich kenne es gutt."
„Also wurde das Symbol nicht von Grindelwald kreiert, aber es war anscheinend etwas, was ihn interessiert hat", sagte Severus. „Ich frag mich was das bedeutet."
„Wen kümmert's? Es wahrscheinlich etwas um Macht zu erlangen, das klingt nach etwas, was ihn interessieren könnte", stöhnte Sirius ungeduldig und bemerkte den dunklen Ausdruck in Dumbledores Augen nicht.
„Nun ja, es wäre möglich", sagte Harry, „dass Xenophilius gar nicht wirklich weiß, was das Symbol bedeutet. Die Lovegoods sind ziemlich … ungewöhnlich. Er könnte einfach irgendwo darauf gestoßen sein und glauben, dass es der Querschnitt vom Kopf eines Schrumpfhörnigen Schnarchkacklers oder irgend so was ist."
Mehrere Leute schnaubten bei der Erwähnung dieses Wortes.
„Was ist ein Schrumpfhörniger Schnarchkakler?", fragte Sirius.
„Es ist eine Kreatur, die Luna und ihr Dad während Expeditionen versuchen zu finden", zuckte Ginny. „Ich glaub ja nicht, dass sie existieren…aber Luna ist überzeugt dass es sie gibt."
„Nun, nur weil sie bis jetzt noch niemand entdeckt hat, heißt das nicht, dass sie nicht existieren"; kicherte Remus über Ginny Antwort. „Obwohl ich bezweifle, dass diese Kreaturen existieren, andere Kreaturen die sie erwähnt hat haben sogar einige Beweise, dass es sie sogar real sein könnten.
„Wirklich?", fragte Hermine geschockt über diese Nachricht.
Remus nickte.
„Ich wusste nicht, dass du sie kanntest?", fragte Harry.
„Du weißt schon, dass deine Klasse nicht die einige war, die ich unterrichtet habe, als ich Professor war, oder?", hänselte Remus leicht.
„Oh, richtig", sagte Harry verlegen.
„Der Querschnitt von was?"
„Also, ich weiß auch nicht, was das ist, aber anscheinend geht er mit seiner Tochter in den Ferien nach ihnen suchen …"
Harry hatte das Gefühl, dass er nicht gerade besonders gut erklärte, was es mit Luna und ihrem Vater auf sich hatte.
„Nun, es ist schwer sie zu beschreiben, also ist es ok, Harry", kicherte Ginny, sie hatte damit auch immer Probleme.
„Das ist sie", sagte er und zeigte auf Luna, die immer noch alleine tanzte und dabei mit den Armen um den Kopf wedelte wie jemand, der versucht Steckmücken abzuwehren.
Alle fingen an zu schnauben.
„Was tut sie da?", fragte Ron während er lachte.
„Ich hab keine Ahnung", kicherte Harry.
„Warum tutt sie das?", fragte Krum.
„Wahrscheinlich, um einen Schlickschlupf loszuwerden", sagte Harry, der die Symptome erkannte.
„Es sieht aber so aus, als würdest du es in der Zukunft wissen, ist das nicht einfach großartig, Harry", lachte Fred.
Krum schien nicht im Klaren, ob ihn Harry veralbern sollte oder nicht. Er zog seinen Zauberstab aus dem Umhang und klopfte damit drohend auf seinen Oberschenkel; Funken stoben aus der Spitze des Stabs.
„Gregorovitch!", sagte Harry laut,
„Ah…das ist also der wahre Grund warum Krum da ist, damit Harry das mit dem Zauberstab herausfindet.", sagte George. „Siehst du, Ronnie…nichts worüber du dir Sorgen machen musst, er ist nur Mittel zum Zweck."
„Wie auch immer", sagte Ron und rollte mit den Augen.
und Krum zuckte zusammen, doch Harry war viel zu erregt, als dass es ihn gekümmert hätte. Beim Anblick von Krums Zauberstab hatte er sich wieder erinnert: Ollivander hatte ihn vor dem Trimagischen Turnier an sich genommen und sorgfältig geprüft.
„Was ist mit dem?", fragte Krum argwöhnisch.
„Er ist ein Zauberstabmacher!"
„Das weiß ich", sagte Krum.
„Er hat deinen Zauberstab gemacht! Deshalb dachte ich – Quidditch …"
„Und nun hast du dich gerade selbst dargestellt wie eine verrückte Person", sagte Sirius und schüttelte den Kopf.
„Als ob er das nicht schon gewesen wäre, als er über Schnarchkakler und Schlickschlupfe geredet hat", sagte Hermine und rollte mit den Augen.
Krum blickte immer argwöhnischer.
„Woher weißt du, dass Gregorovitch meine Zauberstab gemacht hat?"
„Ich … ich hab es irgendwo gelesen, glaub ich", sagte Harry. „In einem – einem Fan-Magazin", fabulierte er wild und Krum schien besänftigt.
„Ich wusste nicht, dass du Fanmagazine liest"; sagte Ron.
„Ich wusste nicht, dass du anderer Fanmagazine liest, ich hab gedacht, du hättest genug deine eigene zu lesen", höhnte Draco.
„Ah, sieht aus, als ob der kleine Draky eifersüchtig auf Harryspätzchen wäre", sagte Fred in einer Babystimme.
„Ist das nicht einfach bezaubernd", fügte George hinzu und Draco funkelte beide an.
„Ich wusste nicht, dass ich jemals mit Fans über meine Zauberstab gesprochen habe", sagte er.
„Also … ähm … wo steckt eigentlich Gregorovitch zurzeit?"
Krum sah verwirrt aus.
„Er hat sich vor einigen Jahren zur Ruhe gesetzt. Ich war einer der Letzten, die einen Zauberstab von Gregorovitch gekauft haben. Es sind die besten –
„Jaah, natürlich, Ollivanders Zauberstäbe stinken zum Himmel", sagte Charlie.
„Charlie, pass auf was du sagst", schnappte Molly.
„Ich denke, dass der Beste Zauberstabmacher davon abhängig, von wo du kommst.", sagte Fleur vernünftig.
„Gibt es irgendeinen guten Zauberstabmacher in Frankreich, Fleur?", fragte Harry, der wusste, dass der Kern ihres Zauberstabes aus dem Haar von ihrer Veela-Großmutter war.
„Oh ja, da sind einige Gute zauberstabmacher in Frankreich, obwohl keiner so berühmt ist wie Ollivander oder Gregorovitch, aber sie sind bereit …ungewöhnliche Kerne in ihren Zauberstäben…zu benutzen und das passt mir ziemlich gut."
obwohl ich natürlich weiß, dass ihre Briten viel von Ollivander haltet."
Harry antwortete nicht. Er tat so, als würde er wie Krum den Tanzenden zusehen, doch er dachte scharf nach. Voldemort suchte also nach einem berühmten Zauberstabmacher, und Harry musste sich nicht lange den Kopf zerbrechen, warum: Der Grund dafür war sicher das, was Harrys Zauberstab in jener Nacht getan hatte, als Voldemort ihn quer über den Himmel gejagt hatte.
Harry sah zu Dumbledore um zu sehen, ob diese Theorie Sinn ergab und war überrascht als er eine Falte auf Dumbledores Stirn sah. Hm… irgendwas anderes scheint noch passiert zu sein, mehr als er gedacht hatte, dachte Harry.
Der Zauberstab aus Stechpalme und Phönixfeder hatte den geborgten Zauberstab besiegt, was Ollivander weder vorausgesehen noch verstanden hatte. Würde es Gregorovitch besser wissen? War er tatsächlich fähiger als Ollivander, kannte er Geheimnisse von Zauberstäben, die Ollivander nicht kannte?"
„Dieses Mädchen sieht sehr gutt aus", sagte Krum und holte Harry damit zurück in die Wirklichkeit. Krum deutete auf Ginny, die sich eben Luna angeschlossen hatte.
„Hey, bleib ja von ihr weg", zischte Ron unnötigerweise laut aus, aber er konnte nicht anders, er konnte es einfach nicht ertragen, wenn sich der blöde Kürbiskopf für seine Schwester interessierte nachdem er schon mit Hermine aus war.
Alle lachten vor allem Ginny, sie würde nie in einer Million Jahre in seine Nähe gehen.
Hermine, allerdings, sah finster drein. Seine Reaktion war so ähnlich zu der, als Viktor sich in seiner Nähe aufhielt, also konnte es auch einfach sein, dass Ron sie nur als Schwester sah… nicht gerade ein tröstlicher Gedanke in diesem Augenblick.
„Sie ist auch eine Verwandte von dir?"
„Jaah", sagte Harry, plötzlich gereizt, „und sie hat einen Freund. Eifersüchtiger Typ. Riesenkerl. Dem kommst du besser nicht in die Quere."
Alle lachten über Harrys Kommentar.
„Ich glaube du übertreibst ein wenig über das Riesenkerl Kommentar", lachte Fred.
„Jaah, du bist eher dürr als riesenhaft", lachte George riesenhaft.
Krum grunzte.
„Wozu", sagte er, leerte seinen Kelch und stand auf, „wozu ist man eigentlich internationaler Quidditch-Spieler, wenn alle gutt aussehende Mädchen schon vergeben sind?"
„Seht ihr, er ist nur ein nach Aufmerksam suchender Idiot", zischte Ron zu Hermine, die nur die Augen über ihn rollte.
Und er schritt von dannen, während Harry sich bei einem vorbeikommenden Kellner ein Sandwich nahm und am Rand der überfüllten Tanzfläche entlangging. Er hielt Ausschau nach Ron, dem er von Gregorovitch erzählen wollte, aber Ron tanzte mit Hermine weit entfernt in der Mitte der Tanzfläche.
„Nun, du hättest auch kommen können, Harry, solange du das von mir fern hältst"; sagte Hermine und endete mit einem scharfen Unterton.
„Ich mag es nicht zu tanzen", antwortete Harry. Und als das nicht funktionierte, fügte er hinzu, „Außerdem, versuche ich euch beiden ein bisschen Zeit zu zweit zu geben…"
Hermines Wangen erröteten leicht pink, die mochte nach all dem immer noch die Vorstellung mit Ron zu Tanzen.
Harry lehnte sich an einen der goldenen Pfosten und beobachtete Ginny, die jetzt mit Fred und Georges Freund Lee Jordan tanzte, und er versuchte sich nicht über das Versprechen zu ärgern, das er Ron gegeben hatte.
Er war noch nie auf einer Hochzeit gewesen und konnte deshalb nicht beurteilen, wie ein Fest von Zauberern und Hexen sich von einem bei den Muggeln unterschied, obwohl er ziemlich sicher war, dass es bei den Muggeln keine Hochzeitstorte mit zwei nachgebildeten Phönixen darauf gab, die losflogen, wenn die Torte angeschnitten wurde, und auch keine Champagnerflaschen, die von allein durch die Menge schwebten. Als der Abend anbrach und erste Nachtfalter unter den Baldachin flatterten, den jetzt schwebende goldene Laternen beleuchteten, wurde der Trubel immer ausgelassener. Fred und George waren längst mit zwei von Fleurs Cousinen in die Dunkelheit verschwunden;
„Exzellent!", sagten die Zwillinge und gaben sich fünf und Molly funkelte sie an.
Charlie, Hagrid und ein untersetzter Zauberer mit einem purpurroten Filzhut sangen in einer Ecke „Odo der Held".
Harry streifte durch die Menge, um einem betrunkenen Onkel von Ron zu entkommen, der unsicher schien, ob Harry sein Sohn war oder nicht, als er einen alten Zauberer bemerkte, der allein an einem Tisch saß. Mit seiner weißen Haarwolke, die ein mottenzerfressener Fes bedeckte, sah er eher aus wie eine nicht mehr ganz frische Pusteblume.
Alle kicherten darüber.
Harry kannte ihn von irgendwoher; Er zermarterte sich das Hirn, bis ihm plötzlich einfiel, dass es Elphias Doge war, Mitglied des Phönixordens und Autor von Dumbledores Nachruf.
Harry ging auf ihn zu.
„Darf ich mich setzen?"
„Natürlich, natürlich", sagte Doge; er hatte eine ziemlich hohe, keuchende Stimme.
Harry beugte sich zu ihm hin.
„Mr. Doge, ich bin Harry Potter."
„Du kannst das nicht einfach den Leuten sagen, Potter, du sollst dich doch verstecken", sagte McGonagall und gab Harry einen enttäuschten Blick, ehrlich, er hätte es besser wissen sollen.
„Ich glaube nicht, dass Elphias eine Gefahr darstellt"; sagte Dumbledore. „Ich glaube, dass er sogar schon weiß, dass Harry da ist…Er ist immerhin ein Ordensmitglied."
„Dennoch, ich hätte gedacht, dass Potter sich ein wenig mehr um seine Sicherheit sorgt, als das.", sagte McGonagall und versuchte ihre Stimme ruhig zu halten.
Doge hielt den Atem an.
„Mein lieber Junge! Arthur hat mir erzählt, dass du hier bist, getarnt … ich bin entzückt, was für eine Ehre!"
Freudig erregt schenkte Doge Harry hektisch einen Kelch Champagner ein.
„Ich wollte dir eigentlich schreiben", flüsterte er, „nachdem Dumbledore … der Schock … und für dich, da bin ich sicher …"
Doges kleine Augen füllten sich plötzlich mit Tränen.
„Ich habe den Nachruf gelesen, den sie für den Tagespropheten geschrieben haben", sagte Harry. „Ich wusste nicht, dass sie Dumbledore so gut kannten."
„Nicht besser als jeder andere", sagte Doge und tupfte sich mit einer Serviette um die Augen. „Ich kannte ihn zweifellos am längsten, wenn man Aberforth nicht mit einrechnet – und irgendwie scheinen die Leute Aberforth nie mit einzurechnen."
„Warum ist das so", fragte Sirius und sah einen Blick in Dumbledores Augen, den er immer sah, wenn jemand über seinen Bruder redete.
„Aberforth mag es so lieber", sagte Dumbledore traurig, er wünschte sich er könnte irgendwie die Lücke zwischen ihm und seinem Bruder überbrücken, wohl wissend, dass er in erster Linie Schuld war.
„Wo wir gerade beim Tagespropheten sind … ich weiß nicht, ob Sie es gesehen haben, Mr. Doge –?"
„Oh, bitte, nenn mich Elphias, guter Junge."
„Elphias, ich weiß nicht, ob Sie das Interview gesehen haben, das Rita Kimmkorn über Dumbledore gegeben hat?"
„Warum erwähnst du das, Harry?", stöhnte Hermine.
„Keine Ahnung", sagte Harry, genauso verwirrt wie die anderen im Raum waren.
Zornesröte trat in Doges Gesicht.
„O ja, Harry, das habe ich. Diese Frau, oder besser gesagt dieser Aasgeier, hat mich wahrhaft bis aufs Blut gequält, damit ich mit ihr rede. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich recht unhöflich wurde und sie eine vorlaute Forelle nannte, was, wie du vermutlich bemerkt hast, zu Verunglimpfungen meines Geisteszustands führte."
„Nun", fuhr Harry fort, „in diesem Interview deutet Rita Kimmkorn an, dass Professor Dumbledore in seiner Jugend mit den dunklen Künsten zu tun hatte."
„Harry, wie kannst du das nur glauben?", sagte Hermine finster. „Du weißt besser als jeder andere, dass sie über alles lügt" Harry zuckte erneut mit den Schultern, er verstand sich selber auch nicht wirklich.
Allerdings hielt das Severus und Draco nicht davon ab Dumbledore nachdenklich anzugucken und sie sahen, dass er fast beschämt aussah…oder sie bildeten sich das nur ein...es war schwer etwas aus Dumbledores Gesicht herauszulesen.
„Glaub kein Wort davon!", sagte Doge sogleich. „Kein Wort, Harry! Lass es nicht zu, dass irgendetwas deine Erinnerungen an Albus Dumbledore trübt!"
Harry blickte in Doges ernstes, gequältes Gesicht und fühlte sich nicht beruhigt, sondern enttäuscht. Glaubte Doge wirklich, dass Harry sich einfach aussuchen konnte, es nicht zu glauben? Verstand Doge Harrys Bedürfnis nicht, sicher zu sein und alles zu erfahren?
„Warum musst du immer alles wissen, Potter, ist dem Mann nicht gestattet eine Vergangenheit zu haben", sagte Severus kalt, Potter zeigte mal wieder seine Arroganz. „Es hat nichts mit dir zu tun."
Harry runzelte fraglich die Augenbrauen. Warum war sein Buch Ich so wütend darüber. Es ist schon war, dass er fasziniert von dieser Information war, aber er war nicht in derselben Verfassung wie er im Buch aufgeführt wurde. „Das weiß ich, Sir", sagte er, immer noch stirnrunzelnd.
Vielleicht ahnte Doge, was in Harry vorging, denn er blickte besorgt und fuhr hastig fort: „Harry, Rita Kimmkorn ist eine schreckliche –"
Doch er wurde von einem schrillen Gegacker unterbrochen.
„Rita Kimmkorn? Oh, ich liebe sie, ich lese alles von ihr!"
„Drei Mal dürft ihr raten wer das ist", stöhnte Fred.
„Aber wenn du mehr als einen brauchst, bist du ein Schwachkopf", fügte George hinzu, ebenfalls stöhnend.
Harry und Doge blickten auf und sahen Tantchen Muriel vor sich stehen, mit wippenden Hutfedern und einem Champagnerkelch in der Hand. „Sie hat ein Buch über Dumbledore geschrieben, wisst ihr!"
„Hallo, Muriel", sagte Doge. „Ja, wir haben uns gerade darüber –"
„He, du! Gib mir deinen Stuhl, ich bin hundertsieben!"
„Ich weiß nicht, warum sie sich so beschwert, das ist nicht besonders alt", sagte Tonks. „Sie sind doch fast Hundert und fünfzig, oder Sir?"
„Fast", kicherte Dumbledore.
Ein weiterer rothaariger Weasley-Cousin sprang alarmiert auf, und Tantchen Muriel schwang seinen Stuhl überraschend kraftvoll herum und ließ sich zwischen Doge und Harry darauf niederplumpsen.
„Da bist du ja wieder, Barry, oder wie immer du heißt", sagte sie zu Harry. „Nun, was wolltest du über Rita Kimmkorn sagen, Elphias? Du weißt, dass sie eine Biografie von Dumbledore geschrieben hat? Ich kann es kaum erwarten, sie zu lesen, ich darf nicht vergessen, sie bei Flourish & Blotts zu bestellen!"
Doge machte bei diesen Worten eine starre und ernste Miene, aber Tantchen Muriel leerte ihren Kelch, schnipste mit ihren knochigen Fingern nach einem vorbeigehenden Kellner und ließ sich einen neuen geben. Sie nahm einen neuerlichen großen Schluck Champagner, rülpste und sagte dann: „Ihr braucht nicht wie ein Paar ausgestopfter Frösche zu gucken! Bevor Albus so respektiert und respektabel wurde und all der Quark, gab es einige enorm komische Gerüchte über ihn!"
„Haltlose und hinterhältige Gerüchte", sagte Doge und lief wieder radieschenrot an.
„Hm…heißt das, dass es wirklich solche Gerüchte gegeben hat?", sagte Charlie nachdenklich.
„JA", antwortete Dumbledore und Charlie errötete.
„War klar, dass du das sagst, Elphias", gackerte Tantchen Muriel. „Mir ist nicht entgangen, wie du in deinem Nachruf die tückischen Stellen umkurvt hast!"
Dumbledore seufzte, und hoffte, dass sie nicht über diesen einen Zeitraum sprachen.
„Ich bedaure, dass du so denkst", sagte Doge noch kühler. „Ich versichere dir, dass ich aufrichtig geschrieben habe."
„Oh, wir wissen alle, dass du Dumbledore vergöttert hast; ich vermute, dass du ihn sogar dann noch für einen Heiligen halten wirst, wenn sich tatsächlich herausstellt, dass er seine Schwester, diese Squib, um die Ecke gebracht hat!"
Dumbledore zitterte, es war gefühllos und kalt, aber es gab gerade noch genug Wahrheit darin, dass ihn fühlen lies, als ob ihm in die Brust gestochen wurde. Es war seine Schuld, dass seine Schwester gestorben war, egal ob er derjenige war, der den Zauberspruch gesprochen hatte und ihr Leben beendet hatte.
Alle sahen den Schmerz in Dumbledores Ausdruck und sie alle brannten darauf zu wissen, was passiert war, aber keine traute sich nachzufragen.
„Muriel!", rief Doge.
Ein Kältegefühl, das nichts mit dem eisgekühlten Champagner zu tun hatte, schlich sich in Harrys Brust.
„Was soll das heißen?", fragte er Muriel. „Wer hat denn behauptet, dass seine Schwester eine Squib war? Ich dachte, sie war krank?"
„Da lagst du allerdings falsch, Barry!", sagte Tantchen Muriel, offenbar entzückt über die Wirkung, die sie erzielt hatte. „Und überhaupt, wie konntest du glauben, dass du irgendetwas darüber weißt? Das alles geschah, viele, viele Jahre bevor man überhaupt an dich dachte, mein Lieber, und Tatsache ist, dass die von uns, die damals schon lebten, nie erfuhren, was wirklich geschah. Darum kann ich es kaum erwarten, herauszufinden, was Kimmkorn ausgegraben hat! Dumbledore hat diese Schwester von ihm lange Zeit geheim gehalten!"
„Falsch!", stieß Doge keuchend hervor. „Vollkommen falsch!"
„Er hat mir nie erzählt. Dass einer Schwester eine Squib war", sagte Harry ohne nachzudenken, und nach wie vor war ihm kalt ums Herz.
„Ariana war keine Squib", sagte Dumbledore, seine Stimme war schwach von den Schuldgefühlen.
„Sorry, Sir", sagte Harry und sah auf den Boden, er konnte den Schmerz in Dumbledores Augen sehen und es war klar, warum der alte Mann es niemals erzählt hatte, er war offensichtlich verletzt von diesem Thema…und wie sollte er das nicht sein? Es ging schließlich immer noch um seine jüngere Schwester, die viel zu jung gestorben ist. Er mochte es auch nie über seine Vergangenheit zu reden, und alles was mit ihm passierten wird, wurde von den Dursleys vernachlässigt…es war zumindest di einige Vergangenheit an die er sich erinnerte.
„Und warum, zum Henker, sollte er es dir erzählen?", kreischte Muriel und schwankte ein wenig auf ihrem Stuhl, als sie versuchte, Harry stark zu fixieren.
„Der Grund, weshalb Albus nie über Ariana sprach", begann Elphias und seine Stimme war steif vor Ergriffenheit, „ist, wie ich meinen würde, ganz offensichtlich. Ihr Tod hat ihn so erschüttert –"
„Warum hat niemand sie je gesehen, Elphias?", keifte Muriel. „Warum hat die halbe Welt nicht mal gewusst, dass es sie gab, bis man den Sarg aus dem Haus trug und ihr ein Begräbnis bereitete? Wo war der heilige Albus, während Ariana im Keller eingesperrt war? Auf und davon in Hogwarts, um dort zu brillieren, ganz gleich was in seinem eigenen Haus vor sich ging!"
Dumbledore zuckte zusammen bei diesen Worten und alle fingen an sich zu wundern, ob es wahr war… oder zumindest welcher Part davon wahr war. Denn es war klar, dass etwas an dieser Story betraf Dumbledore.
„Was soll das heißen: `Im Keller eingesperrt´?", fragte Harry: „Was hat das zu bedeuten?"
Doge sah deprimiert aus. Tantchen Muriel gackerte erneut und antwortete Harry.
„Dumbledores Mutter war eine schreckliche Frau, einfach schrecklich. Muggelstämmig, obwohl ich gehört habe, dass sie das Gegenteil vortäuschte –"
„Sie war keine Muggelgeborene, und wenn sie es wäre, würde sie sich nicht anders verhalten", sagte Dumbledore automatisch, immer noch versuchend, seine ruhige Haltung beizubehalten.
„Sie hat nie etwas Derartiges vorgetäuscht! Kendra war eine großartige Frau", flüsterte Doge kläglich, aber Tantchen Muriel ignorierte ihn.
„– stolz und sehr herrisch, die Sorte Hexe, die es wohl als tödliche Schande empfand, eine Squib zu gebären –"
„Ariana war keine Squib!", keuchte Doge.
„Das behauptest du, Elphias, aber dann erklär mal, warum sie nie nach Hogwarts gegangen ist", sagte Tantchen Muriel. Sie wandte sich wieder an Harry. „Zu unserer Zeit wurde die Existenz von Squibs oft vertuscht. Es allerdings so weit zu treiben, dass man tatsächlich ein kleines Mädchen im Haus gefangen hält und so tut, als würde es nicht existieren –"
„Ich versichere dir, das ist nicht geschehen!", sagte Doge, aber Tantchen Muriel rollte wie eine Dampfwalze weiter, wobei sie immer noch an Harry gewandt sprach.
„Squibs hat man normalerweise in Muggelschulen verfrachtet und ermuntert, sich in die Gesellschaft der Muggel einzugliedern … viel netter, als wenn man versucht hätte, einen Platz in der Zaubererwelt für sie zu finden, wo sie immer zweitklassig sein müssen; aber natürlich hätte Kendra Dumbledore nicht im Traum daran gedacht, ihre Tochter auf eine Muggelschule gehen zu lassen –"
„Ariana war von zarter Natur!", sagte Doge verzweifelt. „Es ging ihr gesundheitlich immer zu schlecht, als dass man ihr hätte erlauben können –"
„Erlauben können, das Haus zu verlassen?", gackerte Muriel. „Und trotzdem wurde sie nie ins St. Mungo gebracht und kein Heiler wurde jemals zu ihr gerufen!"
„Man hätte sie uns weggenommen, wenn wir sie zu einem Heiler gebracht hätten",, sagte Dumbledore, er konnte fühlen, dass ihn alle ansahen. Es tat weh, dass zu sagen, aber er wollte nicht, dass irgendjemand hier diese Story glaubte…dass seine Mutter so kalt war und so etwas tat. „Meine Mutter konnte es nicht ertragen von ihrer Tochter getrennt zu sein…"
Remus öffnete den Mund um zu fragen, was denn mit Ariana los war, aber er brachte es einfach nicht übers Herz, so wie Dumbledore gerade guckte.
„Ich muss schon sagen, Muriel, du kannst doch unmöglich wissen, ob –"
„Nur zu deiner Information, Elphias, mein Cousin Lancelot war zu dieser Zeit Heiler im St. Mungo, und er hat meiner Familie höchst vertraulich gesagt, dass man Ariana nie dort gesehen hat. Alles äußerst verdächtig, meinte Lancelot!"
Doge wirkte den Tränen nahe. Tantchen Muriel, die sich prächtig zu amüsieren schien, schnalzte mit den Fingern nach mehr Champagner. Benommen dachte Harry daran, wie die Dursleys ihn einst eingesperrt hatten, ihn weggeschlossen, vor den anderen verborgen hatten, alles für das Verbrechen, ein Zauberer zu sein. Hatte Dumbledores Schwester das gleiche Schicksal erlitten, nur umgekehrt; eingesperrt, weil sie keine magischen Kräfte besaß?
„Es tut mir Leid, Sir, ich weiß auch nicht, warum ich das denke", sagte Harry weich, als er sah, wie sein Schulleiter den Kopf senkte.
„Es ist ein angebrachter Gedanke, nachdem was du gehört hast", sagte Dumbledore in einem unsicheren Ton. „Aber ich versichere dir, das ist definitiv nicht der Fall."
Und hatte Dumbledore sie wirklich ihrem Schicksal überlassen, während er nach Hogwarts ging um zu beweisen, wie brillant und talentiert er war?
„Nun, wenn Kendra nicht als Erste gestorben wäre", begann Muriel von neuem, „dann hätte ich gesagt, dass sie es war, die Ariana erledigt hat –"
Dumbledores Augen zeigten eine Spur von Wut, bevor sie wieder die Traurigkeit sie wieder verzehrte, als er darüber nachdachte, was wirklich passiert war.
„Wie kannst du nur, Muriel?", stöhnte Doge. „Eine Mutter, die ihre eigene Tochter umbringt? Bedenke, was du da sagst!"
„Wenn die fragliche Mutter dazu fähig war, ihre Tochter jahrelang ununterbrochen einzusperren, warum nicht?", erwiderte Tantchen Muriel achselzuckend. „Aber wie gesagt, es passt ja nicht, weil Kendra vor Ariana gestorben ist – woran, wusste offenbar nie jemand genau –"
„Oh, zweifellos hat Ariana sie ermordet", sagte Doge in einem tapferen Versuch, Muriel zu verspotten. „Warum nicht?"
„Ja, Ariana könnte verzweifelt versucht haben, sich zu befreien, und Kendra bei diesem Kampf getötet haben", sagte Tantchen Muriel nachdenklich.
Dumbledore zuckte innerlich zusammen, wohl wissend wie nahe es an der Wahrheit lag.
„Da kannst du ruhig den Kopf schütteln, Elphias! Du warst bei Arianas Begräbnis dabei, nicht wahr?"
„Ja, allerdings", sagte Doge mit zitternden Lippen. „Und ich kann mich an kein erschütternderes und traurigeres Ereignis erinnern. Albus' Herz war gebrochen –"
„Sein Herz war nicht da Einzige. Hat Aberforth ihm nicht mitten in der Trauerfeier die Nase gebrochen?"
Wenn Doge zuvor entsetzt gewirkt hatte, dann war das nichts im Vergleich dazu, wie er jetzt aussah. Als ob Muriel ihm einen Messerstich verpasst hätte. Sie gackerte laut und nahm noch einen kräftigen Schluck Champagner, der ihr das Kinn hinab rann.
„Wie kannst du –?", krächzte Doge.
„Meine Mutter war mit der alten Bathilda Bagshot befreundet", sagte Tantchen Muriel heiter. „Bathilda hat Mutter die ganze Sache geschildert, während ich an der Tür lauschte. Eine Prügelei am offenen Grab! So wie Bathilda es erzählte, hat Aberforth geschrien, dass Albus allein die Schuld an Arianas Tod trage, und ihm dann ins Gesicht geschlagen. Laut Bathilda verteidigte Albus sich nicht einmal, und das ist an sich schon merkwürdig genug, Albus hätte Aberforth in einem Duell mit auf den Rücken gebundenen Händen vernichten können."
„Nun, natürlich hätte Albus es nicht gewollt, seinen Bruder zu besiegen, nach allem was passiert war.", schnappt McGonagall ungeduldig, und zog die Aufmerksamkeit ein wenig weg von Dumbledore, der immer grimmiger wurde, umso weiter sie lasen.
Muriel kippte noch mehr Champagner hinunter. Diese alten Skandale aufzuwärmen beschwingte sie offenbar so sehr, wie sie Doge mit Schrecken erfüllten. Harry wusste nicht, was er denken, was er glauben sollte: Er wollte die Wahrheit wissen, und doch tat Doge nichts weiter, als dazusitzen und leise zu wimmern, dass Ariana kranke gewesen sei. Harry konnte kaum glauben, dass Dumbledore nicht eingegriffen hätte, wenn etwas so Grausames in seinem eigenen Haus passiert wäre, und doch war zweifellos etwas Sonderbares an der Geschichte.
„Und ich werde dir noch etwas anderes erzählen", sagte Muriel und setzte mit einem kleinen Hickser ihren Kelch ab. „Ich glaube, Bathilda hat Rita Kimmkorn gegenüber ausgepackt. All diese Andeutungen in Kimmkorns Interview über eine wichtige Quelle, die den Dumbledores nahe stand – wer weiß, sie war während dieser ganzen Ariana-Geschichte dort, und es würde passen!"
Dumbledore sah wirklich finster drein, wenn Bathilda die Quelle war, dann war es selbstverständlich, dass das Buch noch mehr schmerzhafte Erinnerungen hervorbringen würde… er hoffte, dass es nicht in dem Buch war, aber so entschlossen wie Harry aussah, bezweifelte er das stark.
„Bathilda würde nie mit Rita Kimmkorn sprechen!", flüsterte Doge.
„Bathilda Bagshot?", sagte Harry. „Die Autorin der Geschichte der Zauberei?"
„Du kennst tatsächlich, denn Namen der Autorin!", sagten Hermine und Ron zur selben Zeit, aber mit komplett anderen Tonlagen. Hermine war freudig überrascht und Ron nur angewidert. Harry zuckte nur die Achseln.
Der Name stand auf einem von Harrys Schulbüchern, doch zugegebenermaßen gehörte es nicht zu denen, die er am aufmerksamsten gelesen hatte.
„Ja", sagte Doge und klammerte sich an Harrys Frage wie ein Ertrinkender an einen Rettungsring. „Eine höchst begabte magische Historikerin und eine alte Freundin von Albus."
„Heute ziemlich plemplem, hab ich gehört", sagte Tantchen Muriel fröhlich.
„Wenn das stimmt, dann ist es umso niederträchtiger von Kimmkorn, sie ausgenutzt zu haben", sagte Doge, „und man kann nichts von dem, was Bathilda gesagt haben mag, für bare Münze nehmen!"
„Jaah, aber seit wann lässt die Kuh sich schon von so unehrenhafte Aktionen stoppen", sagte Hermine verächtlich.
„Oh, es gibt Methoden, Erinnerungen zurückzuholen, und ich bin sicher, dass Rita Kimmkorn sie alle kennt", sagte Tantchen Muriel. „Aber selbst wenn Bathilda völlig bekloppt ist, hat sie bestimmt immer noch alte Fotos, vielleicht sogar Briefe. Sie kannte die Dumbledores schon seit vielen Jahren … eine Reise nach Godric's Hollow war's durchaus wert, würde ich meinen."
„Godric's Hollow?", sagte Harry und sah Dumbledore neugierig an.
„Ich hab da mal vor einer langen Zeit gelebt", sagte Dumbledore schwer. Harry dachte nicht daran, ihn noch mehr auszufragen. Anscheinend rief der Ort keine guten Erinnerungen in Dumbledore hervor.
Harry, der gerade an einem Butterbier genippt hatte, verschluckte sich. Doge schlug ihm auf den Rücken, während Harry hustete und mit tränenden Augen zu Tantchen Muriel sah. Als Harry seine Stimme wiederhatte, fragte er: „Bathilda Bagshot wohnt in Godric's Hollow?"
„O ja, schon eine Ewigkeit! Die Dumbledores sind dort hingezogen, nachdem Percival ins Gefängnis gekommen war, und sie war ihre Nachbarin."
„Die Dumbledores haben in Godric's Hollow gelebt?"
„Ja, Barry, wie ich eben schon sagte", entgegnete Tantchen Muriel unwirsch.
Harry fühlte sich ausgepumpt, leer. Nicht ein einziges Mal, in sechs Jahren, hatte Dumbledore Harry erzählt, dass sie beide in Godric's Hollow gelebt und geliebte Menschen dort verloren hatten. Warum? Lagen Lily und James nahe bei Dumbledores Mutter und Schwester begraben?
„JA sind sie", sagte Dumbledore traurig, „Es tut mir leid, dass ich dir das niemals gesagt habe…"
„Es ist ok, Sir, ich weiß, dass es nicht einfach für sie gewesen wäre, dass Thema anzusprechen", sagte Harry.
Hatte Dumbledore ihre Gräber besucht, war er dabei vielleicht an denen von Lily und James vorbeigegangen? Und er hatte es Harry nie erzählt … es nie für erwähnenswert gehalten …
Und warum es so wichtig war, konnte Harry nicht erklären, nicht einmal sich selbst, doch er spürte, dass es einer Lüge gleichkam, ihm nicht zu sagen, dass sie diesen Ort und diese Erfahrung miteinander gemein hatten. Er starrte vor sich hin, bemerkte kaum, was um ihn herum geschah, und nahm nicht wahr, dass Hermine aus dem Gedränge aufgetaucht war, bis sie einen Stuhl an seine Seite zog.
„Ich kann einfach nicht mehr tanzen", keuchte sie, streifte einen ihrer Schuhe ab und rieb sich die Fußsohle.
„Aw, hat Ronniespätzchen dich müde gemacht", kicherte Fred und versuchte die Stimmung ein wenig auf aufzulockern.
„Ron ist mehr Butterbier holen gegangen. Es ist schon ein bisschen komisch, eben habe ich Viktor gesehen, wie er von Lunas Vater weggestürmt ist, es sah aus, als ob sie gestritten hätten –", sie senkte die Stimme und starrte ihn an. „Harry, alles okay mit dir?"
Harry wusste nicht, wo er anfangen sollte, aber es spielte keine Rolle. In diesem Moment fiel etwas Großes und Silbernes durch den Baldachin über der Tanzfläche. Graziös und schimmernd landete der Luchs leichtfüßig inmitten der verblüfften Tänzer. Köpfe wandten sich ihm zu, und die Gäste, die ihm am nächsten waren, erstarrten mitten im Tanz in grotesken Stellungen. Dann öffnete der Patronus weit das Maul und sprach mit der lauten, tiefen und langsamen Stimme von Kingsley Shacklebolt.
„Das Ministerium ist gefallen. Scrimgeour ist tot. Sie kommen."
„Nein! Nein, nein, nein…!", schrie Molly.
„Das ist das Ende vom Kapitel", sagte Fleur mit zittriger Stimme. Dies war definitiv nicht etwas, was an ihrem Hochzeittag passieren sollte, aber sie machte sich zu viele Sorgen um die Sicherheit von allen um sich jetzt darüber Sorgen zu machen.
„Ich lese", sagte Bill und nahm ihr das Buch aus der Hand. Er wartete nicht darauf, dass irgendjemand sein Statement darüber abgab, sondern fing einfach an, dass nächste Kapitel zu lesen.
...
Ich hoffe das ging wieder einiger maßen, und ich möchte auch noch mal ganz herzlich Fwooper danken, die mir den Buchtext abgetippt hat.
LG JJ
