Hab endlich wieder eins geschafft. Sorry das es nicht früher ging, aber hatte wegen Schulwechsel einiges am Hut. Hoffe das nächste kommt etwas schneller. Bin zwar gerade am arbeiten schreiben, aber ich werde mir mühe geben.
Jetzt erstmal viel spaß.
LG JJ
A PLACE TO HIDE
Ein Versteck, las Bill.
Die Stimmung im Raum entspannte sich ein wenig. Alle hofften, dass dies bedeutete, dass alles in Ordnung sein würde und Harry einen Platz fand, um sich zu verstecken. Das war doch etwas Gutes, oder?
Alles schien verschwommen, langsam. Harry und Hermine sprangen auf und zogen ihre Zauberstäbe. Viele erkannten erst jetzt, dass etwas Merkwürdiges geschehen war; als die silberne Katze verschwand, drehten sich immer noch Köpfe nach ihr um. Stille breitete sich in kalten Wellen von dort aus, wo der Patronus gelandet war. Dann schrie jemand auf.
„Und Chaos bricht aus", sagte Draco, nicht in seinem üblichen spottenden Tonfall, er sah fast genauso besorgt aus wie alle andern im Raum.
Harry und Hermine stürzten sich in die panische Menge. Gäste stoben in alle Richtungen davon; viele disapparierten; die Schutzzauber rund um den Fuchsbau waren gebrochen.
„So schnell", keuchte Molly.
„Wir wissen ja nicht genau wie viel Zeit vergangen ist, seit das passiert ist", sagte Remus, ebenfalls blass. „Wir wissen ja nicht, wie lange Kingsley gebraucht hat um es herauszufinden… und auch nicht wie lange er versucht hat uns zu kontaktieren."
Molly ignorierte ihn und biss sich nervös auf die Lippe. Arthur hatte seine Arme um sie gelegt und versuchte sie zu beruhigen, obwohl er ebenfalls nicht besonders ruhig aussah.
„Ron!", schrie Hermine. „Ron, wo bist du?"
Hermine stöhnte kläglich auf; wie konnte sie Ron nur für einen Moment aus dem Blickfeld verlieren? Wusste sie nicht wie gefährlich diese Zeiten im Moment waren? Sie fühlte wie Ron ihre Hand ergriff und sie konnte ihr Herz nicht daran hindern aufgeregt über diese Berührung zu schlagen, aber sie schob das Gefühl beiseite, als sie seine Hand drückte…es war wichtiger, dass sie sich etwas beruhigte.
Während sie sich einen Weg über die Tanzfläche bahnten, sah Harry maskierte Gestalten in Kapuzenumhängen in der Menge auftauchen;
Mollys wimmern war am lautesten, obwohl sie bei weitestem nicht die einzige war, die ein Geräusch von sich gab.
dann sah er Lupin und Tonks, beide mit erhobenem Zauberstab, er hörte sie „Protego!" rufen, und rundum taten es ihnen andere nach –
„Gut", sagten mehrere Leute.
„Ron! Ron!", schrie Hermine,
Molly und Hermine schauderten beide. Ron drückte Hermines Hand erneut beruhigend.
fast schluchzend, während sie und Harry von verängstigten Gästen angerempelt wurden: Harry packte ihre Hand, um sicherzugehen, dass sie sich nicht verloren,
„Schlauer Zug…ihre Hand nehmen", sagte Tonks, sie hätte das nicht gesagt, wenn sie mehr voneinander getrennt wären, als sie jetzt schon waren, aber es war nicht gerade das beste was man sagen konnte.
als ein Lichtstrahl über ihre Köpfe hinweg jagte, ob ein Schutzzauber oder etwas Finsteres, wusste Harry nicht –
Mehrere Stöhnen und Wimmern erklang durch den Raum.
Und dann war Ron da.
„Oh dank Merlin", sagte Hermine schnell, aber Ron und Harry konnten sie hören.
Er ergriff Hermines freien Arm, und Harry spürte, wie sie sich auf der Stelle drehte;
„Du bist appariert!", sagte Arthur leicht blass.
„Ähm…Sieht so aus", sagte Hermine ein wenig verwirrt zu ihm. „Ich bin sicher ich hab meine Lizenz…"
„Du hast beide per Seit-an-Seit Apparieren mitgenommen!", fuhr Arthur fort und mehrere Leute machten „oh"
„Und…", sagte Hermine immer noch verwirrt, sie hatte ein wenig übers Apparieren gelesen, aber sie verstand immer noch nicht warum Arthur so überrascht darüber war.
„Es ist schon schwierig genug eine Person mitzunehmen", sagte Percy und sah Hermine beeindruckt an, allerdings nicht überrascht, vielleicht ein wenig neidisch. „Die Konzentration die du zum Apparieren brauchst, steigt pro Person die dazukommt. Es ist beeindruckend, dass du dies mit zwei Personen geschafft hast, vor allem, wenn man gerade erst vor ein paar Monaten gelernt hat wie man Appariert."
„Oh", sagte Hermine und lächelte wie sie immer lächelte wenn sie ein Kompliment bekam, sie versuchte allerdings nicht zu selbstzufrieden auszusehen.
eine plötzlich über ihn hereinbrechende Dunkelheit erstickte Licht und Lärm; er spürte nur noch Hermines Hand, während er durch Zeit und Raum gepresst wurde, fort vom Fuchsbau, fort von den herabsteigenden Todessern, vielleicht fort von Voldemort selbst ...
Alle zuckten zusammen.
„Hm…ich glaube nicht, dass er selber auftauchen würde", sagte Dumbledore. „Es sieht so aus, als ob er gerade mit etwas anderem beschäftigt wäre, er würde sich nicht von so einer kleinen Jagd stören lassen. Obwohl ich glaube, dass er sofort kommen würde, wenn sie Harry hätten."
Und wieder beruhigte sich die Stimmung ein wenig im Raum.
„Wo sind wir?", sagte Rons Stimme.
Harry öffnete die Augen. Einen Moment lang dachte er, sie hätten die Hochzeit gar nicht verlassen: Offenbar waren immer noch überall Menschen.
„Ihr seid mitten in einen öffentlichen Platz appariert!" Das war das einzige was Severus dieses Mal sagte und schüttelte den Kopf. „Ist euch nicht Bewusst, dass ihr hätten gesehen werden könntet. Das Ministerium wäre auf euch aufmerksam geworden, wenn Muggel euch gesehen hätten! Sie müssten Oblivators senden."
„Ich…" Hermine öffnete den Mund um etwas zu sagen, aber ihr fiel nichts ein. Dadurch, dass sie es noch nicht getan hatte, musste sie noch nicht darauf antworten.
„Tottenham Court Road", keuchte Hermine. „Weitergehen, einfach weitergehen, wir müssen irgendetwas finden, wo ihr euch umziehen könnt."
Harry tat, was sie verlangte. Halb gehend, halb rennend eilten sie unter funkelnden Sternen die breite, dunkle Straße entlang, an Trauben von Nachtschwärmern und geschlossenen Geschäften vorbei. Ein Doppeldeckerbus brauste vorüber, und eine Gruppe angeheiterter Kneipenbesucher gaffte nach ihnen, während sie vorbei gingen; Harry und Ron trugen immer noch ihre Festumhänge.
„Nicht gut, dass ist definitiv nicht gut", sagte Sirius. „Ihr fallt zu sehr auf."
„Hermine, wir haben nichts anderes zum Anziehen", sagte Ron zu ihr, als eine junge Frau bei seinem Anblick in heiseres Kichern ausbrach.
„Das ist nichts ab normales daran", sagte Fred und versuchte etwas Humor hineinzubringen.
„Ron inspiriert die Leute doch gerade dazu zu lachen", fügte George hinzu.
„Warum hab ich nicht daran gedacht, den Tarnumhang mitzunehmen?",
„Oh nein, ihr hattet keine Zeit irgendwas mitzunehmen", stöhnte Molly. „Ihr habt nichts mit außer die Klamotten die ihr anhabt! Ihr werdet verhungern…"
„Shhh…Molly", sagte Arthur beruhigend. Sie sagte nun nichts mehr, aber sie vergrub ihren Kopf in seiner Schulter und fing an zu schluchzen.
sagte Harry und fluchte insgeheim über seine Dummheit. „Das ganze letzte Jahr hatte ich ihn bei mir und –"
„Warum sollte ich das tun?", überlegte Harry kurz, aber es war nicht gerade wichtig im Moment.
„Schon gut, ich hab den Umhang und ich hab Klamotten für euch beide", sagte Hermine.
„Sieht du Liebes, Hermine wird für sie Sorgen", flüsterte Arthur seiner Frau zu und ihrer Schluchzer wurden etwas weicher. Sie wollte nicht darüber nachdenken, wie die drei versuchten für sich selbst zu sorgen, aber es war beruhigend, dass sie wenigstens auf Hermine zählen konnte.
„Versucht einfach, euch normal zu verhalten, bis – hier ist es gut."
Sie führte sie in eine Seitenstraße, dann in den Schutz eines düsteren schmalen Durchgangs.
„Wenn du sagst, du hättest den Umhang und die Klamotten ...", sagte Harry und sah Hermine stirnrunzelnd an, die nichts bei sich hatte außer ihrer kleinen, mit Perlen verzierten Handtasche, in der sie jetzt herumstöberte.
Einige Augenbrauen hoben sich, aber keiner sagte etwas.
„Ja, sie sind hier", sagte Hermine, und Harry und Ron waren sprachlos, als sie eine Jeans, ein Sweatshirt, ein paar kastanienbraune Socken und schließlich den silbrigen Tarnumhang herauszog.
„Wow, ein Ausdehnungszauber", sagte Fleur. Sie sah sehr beeindruckt an. Sie kannte das Mädchen immer noch nicht so gut, aber sie wusste, dass sie erst eine Fünftklässlerin war, natürlich war sie im Buch eine Siebtklässlerin, aber es war immer noch beeindruckend. „Ich glaube nicht dass sie das in Hogwarts lehren…Ich weiß dass sie es uns nicht in Beauxbaton beibringen."
„Ich muss wohl gedacht haben, dass wir den brauchen", sagte Hermine und zuckte mit den Schultern, ihr Ich-versuche-nicht-zu-selbstzufrieden-zugucken-Blick war wieder auf ihrem Gesicht.
„Jaah, wir haben es verstanden, Mine ist unglaublich in allem, können wir jetzt weiterlesen?", stöhnte Ron, obwohl er nicht allzu genervt aussah über diese Konversation.
„Wie zum Teufel noch mal –?"
„Unaufspürbarer Ausdehnungszauber", sagte Hermine. „Knifflig, aber ich glaub, ich hab ihn einigermaßen hinbekommen; jedenfalls hab ich es geschafft, alles, was wir brauchen, hier reinzukriegen." Sie schüttelte kurz die zierlich wirkende Tasche, und es hallte darin wie in einem Laderaum, in dem etliche schwere Gegenstände herumrutschen. „O verdammt, das sind sicher die Bücher", sagte sie und spähte hinein. „Und ich hatte sie doch alle nach Themen aufgestapelt ...
Die Zwillinge, Ron, Ginny, Harry und Sirius kicherten alle darüber.
na gut ... Harry, du nimmst am besten den Tarnumhang. Ron, zieh dich schnell um ..."
„Wann hast du das alles gemacht?", fragte Harry, während Ron seinen Festumhang abstreifte.
„Ich wette du konntest deine Augen nicht von ihm lassen, ah Hermine", hänselte Fred und Hermine und Ron wurden Feuerrot.
Hermine öffnete den Mund um sich zu verteidigen, aber sie konnte es nicht, nicht ohne zulachen mit all dem was gerade vor sich ging.
„Ich hab dir doch im Fuchsbau gesagt, dass ich die wichtigsten Sachen schon seit Tagen gepackt habe, für den Fall, dass wir rasch abhauen müssten. Deinen Rucksack hab ich heute Morgen gepackt, Harry, nachdem du dich verwandelt hattest, und ihn hier reingetan ... es war nur ein Gefühl ..."
„Du hattest so ein Gefühl, dass es passieren könnte!", sagte Molly mit einem fast wütenden Blick, der sagen wollte, warum habt ihr mir das nicht früher gesagt?
„Mum, Mine mag es einfach vorbereitet auf alles zu sein…im Voraus, halt", sagte Ron.
„Und es war wohl dieses Mal auch keine Schlechte Idee", fügte Harry hinzu.
Molly nickte beschämt, aber sie machte sich nicht nur Sorgen um die drei sondern um alle. Alle waren in Gefahr in diesem Buch, das wusste sie.
„Du bist echt irre", sagte Ron und reichte ihr seinen zusammengeknüllten Umhang.
„Danke", sagte Hermine und brachte ein leises Lächeln zustande, als sie den Umhang in die Tasche stopfte. „Bitte, Harry, zieh endlich den Umhang über!"
„Ehrlich, Potter, verstehst du nicht wie auffällig du bist?", sagte Draco.
„Machst du dir Sorgen um mich, Malfoy?", sagte Harry belustigt und kicherte darüber, was Malfoy für ein angewidertes Gesicht machte.
„Als ob", höhnte Draco, obwohl er so ein merkwürdiges Gefühl hatte, dass ihm sagte, dass Harry gar nicht so falsch mit seiner Frage lag, und das machte ihn nur noch wütender. „Ich dachte nur, jemand sollte nur mal darauf hinweisen, wie langsam du bist."
Harry warf sich den Tarnumhang über die Schultern, und als er ihn über den Kopf zog, verschwand er. Erst allmählich wurde ihm bewusst, was geschehen war.
„Die anderen – all die Leute auf der Hochzeit –"
„Darüber können wir uns jetzt keine Gedanken machen", flüsterte Hermine. „Du bist der, hinter dem sie her sind, Harry, und wir würden alle nur noch mehr in Gefahr bringen, wenn wir zurückgingen."
„Sehr richtig, mach dir keine Sorgen um uns", sagte Arthur.
„Auch wenn das richtig ist, hält mich das nicht davon ab mir Sorgen zu machen", murmelte Harry.
„Sie hat Recht", sagte Ron, der offenbar wusste, dass Harry gleich wiedersprechen wollte, obwohl er sein Gesicht nicht sehen konnte.
„Nun, du bist manchmal sehr vorherseebar", sagte Ron.
„Fast alle vom Orden waren da, die werden sich um die Leute kümmern."
Harry nickte, dann fiel ihm ein, dass sie ihn nicht sehen konnten, und er sagte: „Jaah." Doch er dachte an Ginny und Angst schäumte wie Säure in seinem Magen.
„Sorry das ich dir Bauchschmerzen verursache, Harry", sagte Ginny traurig und mehrere fingen an zu lachen, Harry mit eingeschlossen.
„Ich denke, ich kann dir dieses einmal noch vergeben", lächelte Harry.
„Kommt, ich glaube, wir sollten weiter", sagte Hermine.
Sie kehrten durch die Seitenstraße zurück auf die große Straße, wo auf der anderen Seite einige Männer sangen und im Zickzack über den Bürgersteig liefen.
„Rein aus Neugier, warum gerade Tottenham Court Road?", fragte Ron Hermine.
„Ich hab keine Ahnung, das ist mir einfach so eingefallen, aber ich bin sicher, dass wie hier draußen in der Muggelwelt weniger in Gefahr sind, die erwarten nicht, dass wir hier sind."
„Das ist wahr", sagte Severus, obwohl er immer noch sauer darüber war, dass sie einfach in so einen öffentlichen Platz appariert waren.
„Stimmt", sagte Ron und sah sich um, „aber fühlst du dich nicht ein bisschen – ungeschützt?"
„Wo können wir sonst hin?", fragte Hermine und zuckte zusammen, als die Männer auf der anderen Straßenseite anfingen, ihr hinterherzupfeifen.
Ron funkelte das Buch an, was seine Geschwister zum Lachen brachte.
„Wir können ja wohl kaum Zimmer im Tropfenden Kessel mieten, oder? Und der Grimmauldplatz kommt nicht in Frage, wenn Snape da rein kann ... Wir könnten es vielleicht mit dem Haus meiner Eltern probieren, aber möglicherweise kommen die Todesser, um dort nachzusehen ... oh, wenn die nur endlich die Klappe halten würden!"
„Alles klar, Süße?", schrie der betrunkenste Mann auf dem Bürgersteig gegenüber. „Lust auf'n Drink? Gib dem Rotfuchs den Laufpass und komm mit auf'n Bier!"
„Ew", Hermine zog eine Grimasse, als Rons Funkeln sich verstärkte und es sah so aus, als ob er die Zähne zusammen bis um sich davon abzuhalten etwas zu sagen.
„Am besten, wir setzen uns mal irgendwo rein", sagte Hermine rasch, als Ron den Mund aufmachte, um über die Straße zurückzubrüllen.
„Ah…ich hatte gehofft, dass wir wenigstens hören würden, wie Buch Ron diese Blödmänner anschreit", seufzte Fred, und fast alle lachten auf. Obwohl es klar war, dass Rons Brüder es sehr amüsierte, sorgten sich alle um Hermine zur selben Zeit und mochten es nicht, dass Hermine von diesen Betrunkenen Leuten angeredet wurden… es hätte ihnen nichts ausgemacht, wenn Ron ihnen etwas angetan hätte.
„Seht mal, das hier ist gut, los, hinein!"
Es war ein kleines, heruntergekommenes Nachtcafé. Eine dünne Fettschicht lag auf allen Resopaltischen, doch es war zumindest leer. Harry rutschte als Erster auf eine Sitzbank, und Ron nahm neben ihm und gegenüber von Hermine Platz, die es gar nicht mochte, mit dem Rücken zum Eingang zu sitzen: Sie blickte so oft über die Schulter, dass es aussah, als würde sie unter einem nervösen Zucken leiden. Harry behagte das Sitzen nicht; beim Gehen hatte er sich vormachen können, dass sie ein Ziel hatten.
„Das mag stimmen, aber wenn ihr dort seid, habt ihr ein wenig Zeit darüber nachzudenken, wo ihr hingehen könntet", sagte Remus. „Und ich würde mich besser fühlen, wenn ihr erst mal Schutz haben würdet."
Unter dem Tarnumhang konnte er spüren, wie die letzten Reste des Vielsaft-Tranks ihre Wirkung verloren, seine Hände nahmen wieder ihre normale Länge und Form an. Er zog seine Brille aus der Tasche und setzte sie auf.
Nach ein oder zwei Minuten sagte Ron: „Wir sind hier nicht weit weg vom Tropfenden Kessel, wisst ihr, der ist gerade mal in der Charing Cross –"
„Nein!", riefen mehrere Leute.
„Ich will euch nicht in der Nähe dieses Platzes wissen!", sagte Molly.
„Es wäre nicht sicher", fügte Tonks hinzu.
„Ich hab's verstanden", stöhnte Ron, er verstand nicht, warum er diesen Ort vorgeschlagen hatte. Er wusste, dass es nicht sicher war.
„Ron, das geht nicht!", sagte Hermine sofort.
„Nicht um dort zu bleiben, sondern um rauszufinden, was los ist!"
„Wir wissen, was los ist! Voldemort hat das Ministerium erobert, was müssen wir sonst noch wissen?"
„Okay, okay, es war nur 'ne Idee!"
Sie verfielen erneut in ein angespanntes Schweigen. Die Kaugummi kauende Bedienung schlurfte herüber und Hermine bestellte zwei Cappuccino: Da Harry unsichtbar war, hätte es komisch gewirkt, auch für ihn einen zu bestellen. Zwei stämmige Arbeiter betraten das Café und quetschten sich auf die benachbarte Sitzgruppe.
„Das gefällt mir überhaupt nicht", grämte Molly und mehrere Leute wiederholten das Statement. Warum sollten plötzlich Arbeiter im Diner erscheinen oder wichtiger, warum sollten sie im Buch erwähnt werden, wenn nicht etwas Merkwürdiges mit ihnen wäre.
Hermine senkte die Stimme und flüsterte.
„Ich würde sagen, wie suchen uns einen ruhigen Platz zum Disapparieren und verschwinden aufs Land. Wenn wir dort sind, können wir dem Orden eine Nachricht schicken."
„Du kriegst das also hin mit diesem sprechenden Patronus?", fragte Ron.
„Ich denk schon, ich hab geübt", sagte Hermine.
„Und das bedeutet, dass du ihn kannst", sagten Ron und Ginny gleichzeitig.
„Ich frag mich, ob das bedeutet, dass ich den Patronus zauber schon kann…du hast nicht gesagt, dass du uns den beibringen wirst, wenn wir zurückkommen", sagte Hermine und sah Harry an.
„Nun, ich bin mir sicher, dass wenn ich ihn unterrichte, dass du in schnellster Zeit gelernt hast", lächelte Harry sie an.
„Willst du ihnen wirklich den Patronus beibringen?", fragte Remus. „Es ist ein schwieriger Zauber, Harry, und ich bin mir sicher, du erinnerst dich doch noch daran, dass ich dir das schon mal erzählt habe…"
„Ich weiß es ist schwer, aber ich denke nicht, dass ich einen Dementor oder einen Irrwicht finde, also wird es anders sein als die Stunden die du mir gegeben hast.", sagte Harry.
„Von mir aus, solange die dadurch nicht in Schwierigkeiten geraten, aber vielleicht sind sie ja auch schon verhaftet", sagte Ron. „Gott, ist das widerlich", fügte er nach einem kleinen Schluck von dem schaumigen, gräulichen Kaffee hinzu. Die Bedienung hatte es gehört; sie warf Ron einen bösen Blick zu, während sie davon schlurfte, um die Bestellungen der neuen Gäste aufzunehmen. Der größere der beiden Arbeiter, der blond und ziemlich hünenhaft war, wie Harry erst jetzt bemerkte, scheuchte sie weg. Sie starrte beleidigt zurück.
„Nicht gut, dass ist gar nicht gut!", schrie Molly zu sich selbst, sie mochte es nicht, dass sie schon wieder erwähnt wurden, ihr Angst verstärkte sich.
„Lasst uns mal gehen, ich will diese Brühe nicht trinken", sagte Ron. „Hermine, hat du Muggelgeld, um das zu bezahlen?"
„Ja, ich hab mein ganzes Bausparkonto geleert, bevor ich zum Fuchsbau kam.
„Tut mir Leid, Hermine", sagt Harry, er fand es nicht gut, dass sie all ihre Ersparnisse geplündert hatte.
„Zahl es mir einfach zurück, wenn alles vorbei ist", lächelte Hermine und Harry kicherte.
Ich wette, das Kleingeld ist ganz unten", seufzte Hermine und griff nach ihrer Perlentasche.
Die Arbeiter machten beide dieselbe Bewegung, und Harry ahmte sie ganz automatisch nach: Alle drei zogen ihre Zauberstäbe.
„NEIN!", schrien mehrere Leute, sie mochten es gar nicht, dass ihre Ängste eintrafen. Molly schrie weiter, als Bill mit angespannter Stimme weiterlas.
Ron, der ein paar Sekunden brauchte, bis er begriffen hatte, was los war, warf sich über den Tisch und stieß Hermine auf ihrer Bank um.
Ron fühlte sich erleichtert, obwohl er sich wünschte, dass er etwas schneller reagiert hätte. Es fühlte sich gut, dass er etwas tun konnte um Hermine zu beschützen.
Die Wucht der Todesserflüche zertrümmerte die geflieste Wand, dort, wo eben noch Rons Kopf gewesen war, und Harry schrie, immer noch unsichtbar: „Stupor!"
Ein roter Lichtstrahl traf den blonden Todesser im Gesicht; Er sackte ohnmächtig zur Seite. Sein Begleiter, der nicht sehen konnte, von wem der Fluch gekommen war, feuerte einen weiteren auf Ron: Glänzende schwarze Seile flogen aus der Spitze seines Zauberstabs und fesselten Ron am ganzen Körper – die Bedienung schrie und rannte zur Tür – Harry schoss einen weiteren Schockzauber auf den Todesser mit dem verzerrten Gesicht ab,
Bill las es mit Verachtung, da er die Beschreibung des Mannes leicht als den Mann identifizieren konnte, der seine Onkels getötet hatte. Mollys Augen flackerten vor Wut als sie dies hörte, Ihr Herz pochte schmerzhaft in ihrer Brust, als sie daran dachte, dass die drei diesem Mann gegenüberstanden…diesem höchstgefährlichem Mann.
der Ron gefesselt hatte, doch er verfehlte ihn, prallte am Fenster ab und traf die Bedienung, die an der Tür zusammenbrach.
„Expulso!", brüllte der Todesser, und der Tisch, hinter dem Harry stand, flog in die Luft: Die Wucht der Explosion schmetterte ihn gegen die Wand, und er spürte, wie ihm der Zauberstab aus der Hand fiel und ihm der Tarnumhang herunterrutschte.
„Petrificus Totalus!", kreischte Hermine von irgendwoher und der Todesser kippte wie eine Statue mit einem dumpfen Knirschen vornüber auf das Durcheinander aus Porzellanscherben, Tischsplittern und Kaffee.
„Ich bin froh, dass ihr ihn erledigt habt, aber denkt ihr nicht, dass ihr einen stärkeren Spruch hättet benutzen sollen?", erkundigte sich Sirius.
„Ich hab wahrscheinlich nur den ersten Zauberspruch benutz, der mir in den Sinn kam", sagte Hermine. „Schnelligkeit ist wichtiger…außerdem ist er nun erstarrt."
Hermine kroch unter der Bank hervor, am ganzen Leib zitternd, und schüttelte sich Scherben von einem gläsernen Aschenbecher aus den Haaren.
„D-Diffindo", sagte sie und richtete dabei ihren Zauberstab auf Ron, der vor Schmerz schrie, weil die seine Jeans am Knie aufschlitzte, was einen tiefen Schnitt hinterließ. „Oh, tut mir so leid, Ron, meine Hand zittert! Diffindo!"
„Also benutzt du den Spruch noch mal!", grummelte Ron und Hermine rollte mit den Augen.
Die durchtrennten Seile fielen von ihm ab. Ron stand auf und schüttelte seine Arme, um die Taubheit loszuwerden. Harry hob seinen Zauberstab auf und stieg über den ganzen Schutt zu dem großen Blonden Todesser hinüber, der ausgestreckt über der Bank lag.
„Ich hätte ihn erkennen müssen, er war dabei in der Nacht, als Dumbledore starb", sagte er. Er drehte den dunkleren Todesser mit dem Fuß um; die Augen des Mannes zuckten rasch zwischen Harry, Ron und Hermine hin und her.
„Redet nicht in seiner Gegenwart!", saget Sirius. „Er kann immer noch jedes Wort hören."
„Das ist Dolohow", sagte Ron. „Ich erkenne ihn von den alten Fahndungsplakaten her. Ich glaube, der Große ist Thorfinn Rowle."
„Ist doch egal, wie sie heißen", sagte Hermine ein wenig hysterisch. „Wie konnten die uns finden? Was sollen wir jetzt tun?"
„Merlin, das ist eine gute Frage!", sagte Fred. „Wie haben sie euch gefunden?"
„Vielleicht wegen dem was Snape gesagt hast", sagte Charlie. „Die Muggel haben sie gesehen und das hat das Ministerium dazu gebracht…"
„Ich bin mir nicht sicher", unterbrach Severus sich selbst. „Das erklärt immer noch nicht, warum die Todesser wussten, dass ihr in dem Cafe wart. Es macht keinen Sinn, dass sie dahin gehen würden."
„Also, was ist passiert?", fragte Sirius und sah seinen Patensohn misstrauisch an. „Warum sollten sie dort auftauchen?"
Keiner hatte eine Antwort darauf.
Ihre Panik schien auf irgendeine Weise zu bewirken, dass Harry einen klaren Kopf bekam.
„Ich bin froh, dass ich helfen konnte", Hermine funkelte ihn halbherzig an, sie war zu nervös um es richtig zu machen.
„Schließ die Tür ab", sagte er, „und Ron, mach die Lichter aus."
Er blickte hinunter aus den gelähmten Dolohow und überlegte rasch, während das Türschloss zuschnappte und Ron das Café mit dem Deluminator in Dunkelheit tauchte. Aus der Ferne konnte Harry die Männer hören, die vorher Hermine verhöhnt hatten und nun ein anderes Mädchen anschrien.
„Was machen wir mit denen?", flüsterte Ron im Dunklen Harry zu; dann sagte er, noch leiser: „Sie töten? Die würden uns auch töten. Eben waren sie kurz davor."
Ron war wie versteinert, dass er das vorgeschlagen hatte und Harry sah schaute ihn mit gleichem Ausdruck an. „Ich glaube nicht, dass ich das tun kann", sagte Harry mit zitternen Stimme.
„Sie verdienen es", war das einzige was Molly sagte, ihre Stimme hatte einen dunklen Ton, den keiner gewohnt war von ihr zu hören. Harry sah sie geschockter an, als er eigentlich schon war.
„Dolohow war einer der Todesser, die verantwortlich waren für…", fing Remus an, aber Harry erinnerte sich an ein früheres Gespräch mit Moody in diesem Jahr, eins mit einem Foto vom alten Orden des Phönix.
„Oh", sagte Harry und sah Molly mit Verständnis an, sie hatte ihren Kopf in Arthurs Schulter vergraben. Obwohl sie diesen Mann Tod sehen wollte, wollte sie nicht, dass ihr Sohn und seine Freunde zu kaltblütigen Killern wurden. Es war eine Sache einen Mann in einem Kampf zu töten, aber eine andere, einen unbewaffneten, hilflosen Mann zu töten.
Hermine schauderte und trat einen Schritt zurück. Harry schüttelte den Kopf.
„Wir müssen nur ihre Gedächtnisse löschen", sagte Harry. „Das ist besser, es wird sie von der Fährte ablenken. Wenn wir sie umbringen würden, wäre es offensichtlich, dass wie hier waren."
„Ich glaube nicht, dass ihr sie von dem Wissen abhalten könnt, dass ihr hier wart", sagte Severus argwöhnisch, obwohl er den Plan nicht vollkommen dumm fand.
„Du bist der Chef", sagte Ron und klang erleichtert. „Aber ich hab noch nie einen Gedächtniszauber ausgeführt."
„Ich auch nicht", sagte Hermine, „aber ich kann es theoretisch."
„Sie wissen aber schon, dass etwas in Theorie zu wissen und den eigentlichen Zauberspruch zu benutzen, zwei vollkommen verschiedene Dinge sind", sagte Severus harsch. „Sie können jemanden großen Schaden zufügen, wenn sie einen Zauberspruch auf jemanden anwenden ohne ihn vorher geübt zu haben."
„Nun, es ist umso besser, wenn sie ihnen einen bleibenen Hirnschaden geben würde", wies Sirius darauf hin.
Sie nahm einen tiefen, beruhigenden Atemzug, dann richtete sie ihren Zauberstab auf Dolohows Stirn und sagte: „Amnesia."
Dolohows Blick wurde sofort verschwommen und träumerisch.
„Bestens!", sagte Harry und klopfte ihr auf die Schulter. „Kümmer dich um den anderen und die Bedienung, Ron und ich räumen inzwischen auf."
„Aufräumen?", sagte Ron und sah sich in dem halb demolierten Café um. „Wieso?"
„Warum kannst du nicht einfach mal aufräumen, wenn man es dir sagt", sagte Ginny in einer sehr guten Imitation ihrer Mutter und brachte alle Weasley-Jungen und einige andere Leute zum Lachen.
„Meinst du nicht, dass sie sich fragen könnten, was passiert ist, wenn sie an einem Ort aufwachen, wo es aussieht, als hätte gerade eine Bombe eingeschlagen?"
„O ja, stimmt ..."
Ron hatte einen Augenblick damit zu tun, seinen Zauberstab aus der Tasche zu ziehen.
„Kein Wunder, dass ich ihn nicht rauskriege, Hermine, du hast meine alte Jeans eingepackt, die ist zu eng."
„Wie konntest du es wagen!", sagte Fred lachend.
„Jaah, nur weil die engen Jeans seinen A…", fing George an zu sagen.
„Halt die Klappe", zischte Hermine sie an und wurde erneut rot, als wieder mehrere Leute anfingen zu Lachen.
„Oh, das tut mir aber leid", fauchte Hermine, und während sie die Kellnerin aus dem Sichtbereich der Fenster schleifte, hörte Harry, wie sie leise murmelnd vorschlug, wo Ron seinen Zauberstab sonst noch hinstecken könnte.
Es gab noch mehr Gelächter.
Sobald das Café wieder in seinem alten Zustand war, hievten sie die Todesser zurück an ihren Tisch und stützten sie so ab, dass sie einander gegenübersaßen.
„Wie haben die uns nur gefunden?", fragte Hermine und sah von dem reglosen Mann zum anderen. „Woher wussten die, wo wir sind?"
Sie wandte sich zu Harry um.
„Du – du glaubst doch nicht, dass du immer noch die Spur auf dir hast, Harry?"
„Nein, das ist unmöglich", sagten mehrere Leute gleichzeitig.
„Es gibt keine Möglichkeit die Spur auf jemanden zu halten, der siebzehn ist", sagte Arthur.
„Sie könnten ihm einen anderen Spur-Zauber aufgehalst haben", sagte Tonks. „Natürlich heißt das, dass sie irgendwie Zugang zu ihm hätten haben müssen, also kann es das auch nicht sein."
„Das kann nicht sein", sagte Ron. „Die Spur löst sich, wenn man siebzehn wird, das ist magisches Gesetz, man kann sie keinem Erwachsenen auferlegen."
„Soweit du weißt", sagte Hermine. „Und wenn die Todesser nun einen Weg gefunden haben, sie auf einen Siebzehnjährigen zu legen?"
„Aber Harry war in den letzten vierundzwanzig Stunden nicht mehr in der Nähe eines Todessers. Wer sollte ihn denn wieder mit einer Spur belegt haben?"
Hermine antwortete nicht. Harry fühlte sich verseucht, befleckt:
„Sorry, Harry…Ich wollte nicht, dass du dich so fühlst", sagte Hermine.
Hatten die Todesser ihn wirklich auf diese Weise gefunden?
„Wenn ich nicht zaubern kann und ihr nicht in meiner Nähe zaubern könnt, ohne dass wir unseren Standort verraten ...", begann er.
„Arg", stöhnten mehrere Leute und funkelten Harry an.
„Wir trennen uns nicht!", sagte Hermine entschieden.
„Wir brauchen ein sicheres Versteck", sagte Ron. „Wo wir in Ruhe über alles nachdenken können."
„Grimmauldplatz", sagte Harry.
Den beiden anderen blieb der Mund offen stehen.
„Sei nicht albern, Harry, da kann Snape doch rein!"
„Aber ich glaube nicht, dass andere Todesser das können", sagte Remus. „das heißt, dass nur einer…"
„Ich werde Potter nicht angreifen", sagte Severus kalt.
„Und ich verstehe das, aber der Harry im Buch nicht und aus seiner Sicht ist die Verringerung der Leute die ihn Suchen eine gute Sache.", sagte Remus. „Vor allem, seit es nur noch einen Weg gibt, wie du den Ort betreten kannst."
„Rons Dad meinte, sie hätten Flüche gegen ihn in Stellung gebracht – und selbst wenn die nicht funktioniert haben", fuhr er hastig fort, als Hermine widersprechen wollte, „was soll's? Ich schwöre, mir wäre nichts lieber, als Snape zu treffen!"
„Ich wäre ja nicht so begierig, wenn ich du wäre", sagte Draco. „Ich bezweifle, dass du eine Minuten gegen Professor Snape überleben würdest."
Severus sah leicht vergnügt aus bei diesem Lob.
„Ich hab schon schlimmeren Leuten gegenübergestanden als Snape", sagte Harry, seine Augen waren etwas teilnahmslos als er an das Duell vom letzen Sommer dachte.
„Hm…", war alles was Draco sagte, aber er beäugte Harry nun misstrauisch.
„Aber –"
„Was bleibt uns denn anderes übrig, Hermine? Eine bessere Möglichkeit gibt es nicht. Snape ist nur ein einzelner Todesser. Wenn ich die Spur immer noch auf mir habe, dann sind sie scharenweise hinter uns her, ganz gleich wo wir sonst hingehen."
Sie konnte nicht widersprechen, auch wenn sie noch so aussah, als ob sie es gerne getan hätte. Als sie die Tür des Cafés aufschloss, ließ Ron den Deluminator klicken, um die Beleuchtung wieder freizugeben. Dann zählte Harry bis drei, sie lösten die Zauber von ihren drei Opfern, und noch ehe die Bedienung oder irgendeiner der beiden Todesser mehr als eine müde Bewegung machen konnten, hatten sich Harry, Ron und Hermine auf der Stelle gedreht und waren in der drückenden Dunkelheit verschwunden.
Sekunden später dehnte sich Harrys Lunge dankbar aus und er öffnete die Augen: Sie standen jetzt in der Mitte eines vertrauten kleinen und heruntergekommenen Platzes. Rundum ragten schäbige Häuser in die Höhe. Sie konnten Nummer zwölf sehen, denn Dumbledore, der Geheimniswahrer, hatte ihnen von der Existenz des Hauses erzählt, und schritten nun eilig darauf zu, wobei sie sich alle Meter vergewisserten, dass sie nicht verfolgt oder beobachtet wurden. Sie sprangen die Steinstufen hoch und Harry klopfte mit seinem Zauberstab ein Mal gegen die Haustür. Sie hörten mehrere metallische Klickgeräusche und das Rasseln einer Kette, dann schwang die Tür knarzend auf, und sie traten hastig über die Schwelle.
Als Harry die Tür hinter ihnen schloss, sprangen die altmodischen Glaslaternen an und warfen ihr flackerndes Licht durch die Eingangshalle. Hier sah es genauso aus, wie Harry es in Erinnerung hatte: unheimlich, voller Spinnweben, die Silhouetten der Hauselfenköpfe an der Wand warfen seltsame Schatten die Treppe hinauf. Lange, dunkle Vorhänge verdeckten das Porträt von Sirius' Mutter. Nur der Schirmständer aus einem Trollbein war nicht an seinem Platz, sondern lag seitlich auf dem Boden, als hätte Tonks ihn eben wieder umgestoßen.
Mehrere Leute schnaubten, sie hatten Tonks schon so oft darüber stolpern gesehen.
„Woher wisst ihr, dass nicht schon jemand da ist?", fragte Molly und machte alle wieder nervös, genauso wie schon das gesamte Kapitel.
„ich glaube, hier war jemand", flüsterte Hermine und deutete auf den Schirmständer.
„Das ist vielleicht passiert, als der Orden hier rausgegangen ist", erwiderte Ron leise.
„Wo sind jetzt diese Flüche, die sie gegen Snape in Stellung gebracht haben?", fragte Harry.
„Vielleicht werden sie nur ausgelöst, wenn er auftaucht?", überlegte Ron.
Dennoch blieben sie eng zusammen auf der Türmatte stehen, mit dem Rücken zur Tür, voller Angst, weiter ins Haus hineinzugehen.
„Hat klein Potter Angst vor einem Haus", höhnte Draco.
„Sei ruhig, kleiner Junge, siehst du denn nicht, wie gefährlich alles ist…alles könnte schief gehen, nirgends ist es sicher!", sagte Molly und fing an sich in Hysterie zu bringen. Allerdings schien sie nicht im Stande zu sein noch weiteres zu sagen als das, aber ihre Augen sahen Draco immer noch mit einem verrückten Ausdruck an.
„Also, ewig können wir hier nicht bleiben", sagte Harry und machte einen Schritt vorwärts.
„Severus Snape?"
Mad-Eye Moodys Stimme flüsterte aus der Dunkelheit und alle drei sprangen vor Schreck zurück. „Wir sind nicht Snape!", krächzte Harry, bis etwas über ihn hinweg zischte wie ein kalter Luftzug und seine Zunge sich umstülpte, so dass er nicht mehr sprechen konnte. Aber noch bevor er in seine Mundhöhle tasten konnte, hatte sich seine Zunge wieder gelöst.
Die beiden anderen hatten offenbar das gleiche unangenehme Erlebnis gehabt. Ron machte Würgelaute; Hermine stammelte: „Das m-muss der Zunge-Fessel-Fluch g-gewesen sein, den Mad-Eye für Snape eingerichtet hat!"
Behutsam machte Harry noch einen Schritt vorwärts. In den Schatten am Ende der Halle bewegte sich etwas, und ehe einer von ihnen ein weiteres Wort sagen konnte, war eine Gestalt aus dem Teppich emporgewachsen, groß, staubfarbend und schrecklich: Hermine schrie, genau wie Mrs Black, deren Vorhänge zur Seite flogen; die graue Gestalt glitt auf sie zu, immer schneller, mit wehendem hüftlangem Haar und Bart, das Gesicht eingefallen, fleischlos, mit leeren Augenhöhlen: Schrecklich vertraut, entsetzlich verändert, hob sie einen abgezehrten Arm und richtete ihn auf Harry.
„Ok, das hört sich verrückt an", sagte Fred mit einem leichten Zittern als er zu Dumbledore, der blind zu sein schien, gegen all die Blicke, die er bekam.
„Nein!", schrie Harry, und obwohl er seinen Zauberstab erhoben hatte, fiel ihm kein Zauber ein. „Nein! Wir waren es nicht! Wir haben Sie nicht getötet –"
Bei dem Wort „getötet" zerbarst die Gestalt zu einer großen Staubwolke:
„Das muss das Schlüsselwort sein, dass Alastor ausgesucht hat um den Zauber zu brechen", sagte Dumbledore und der Rest der Leute im Raum sahen in unangenehm an.
Hustend und mit tränenden Augen schaute Harry sich um und sah Hermine an der Tür auf dem Boden kauern, die Arme über dem Kopf, während Ron, der am ganzen Leib zitterte, ihr unbeholfen die Schulter tätschelte und sagte: „Ist schon g-gut ... er ist w-weg ..."
„Warum habt ihr so viel Angst vor einer kreidehaften, geistähnlichen Gestalt?", sagte Draco. „Was kann es euch antun?"
„So wie ich Mad-Eye kenne, viel", sagte Tonks.
Staub wirbelte um Harry herum wie Nebel und dämpfte das blaue Gaslicht, und dann fing Mrs Black wieder an zu schreien.
„Schlammblüter, Dreck, Schandfleck, Makel der Schmach auf dem Haus meiner Väter –"
„Arg", stöhnte Sirius, er wollte das lieber nicht hören…eine Erinnerung an das was er wieder ertragen musste, wenn sie das Buch fertig gelesen hatten.
„HALT DIE KLAPPE!", brüllte Harry und richtete seinen Zauberstab auf sie, und mit einem Knall und einem roten Funkenschauer schwangen die Vorhänge wieder zu und ließen sie verstummen.
„Das ... das war ...", wimmerte Hermine, während Ron ihr auf die Beine half.
„Jaah", sagte Harry, „aber er war es nicht wirklich, oder? Nur etwas, das Snape Angst einjagen sollte."
Severus runzelte die Stirn darüber…so etwas würde ihn nicht erschrecken und er stimmte Tonks zu, da muss mehr gewesen sein, als dieser Zauber.
Hatte die Horrorgestalt ihren Zweck erfüllt, fragte sich Harry, oder hatte Snape sie schon aus dem Weg gesprengt, so lässig, wie er den echten Dumbledore getötet hatte? Immer noch nervös ging er den anderen beiden voran in die Halle hinein und rechnete fast damit, dass ein neuer Schrecken sich offenbaren würde, doch nichts regte sich außer einer Maus, die an der Fußleiste entlang huschte.
„Ich glaube, bevor wir noch weitergehen, sollten wir besser mal nachsehen", flüsterte Hermine, hob ihren Zauberstab und sagte: „Homenum revelio."
Nichts geschah.
„Oh Merlin sei Dank, gut nachgedacht", sagte Molly und klang sehr erleichtert.
„Na ja, du hast gerade einen schweren Schock erlitten", sagte Ron freundlich. „Was sollte das denn bewirken?"
Mehrere Leute kicherten darüber.
„Was?", fragte Ron.
„Es hat genauso funktioniert wie es funktionieren sollte", erzählte Bill seinem kleinen Bruder und Ron seufzte, Hermine würde es nicht mögen, dass er dachte, sie könne einen Zauberspruch nicht richtig anwenden.
„Es hat bewirkt, was ich haben wollte!", sagte Hermine ziemlich ärgerlich. „Das war ein Zauber, der die Anwesenheit von Menschen zweigt, und es ist niemand hier außer uns!"
„Und der alte Staubwedel", sagte Ron und warf einen Blick auf die Stelle im Teppich, wo die Leichengestalt emporgestiegen war.
„Gehen wir nach oben", sagte Hermine mit einem angsterfüllten Blick auf dieselbe Stelle, und sie ging voran, die knarzende Treppe hinauf in den Salon im ersten Stock.
Hermine schwang ihren Zauberstab, um die alten Gaslaternen anzuzünden, dann setzte sie sich, leicht schaudernd in dem zugigen Raum, auf das Sofa, die Arme eng um den Körper geschlungen, Ron ging hinüber zum Fenster und schob den schweren Samtvorhang einige Zentimeter zur Seite.
„Kann da draußen niemanden sehen", berichtete er. „Und wenn Harry immer noch die Spur auf sich hätte, wären sie uns bis hierher gefolgt, schätz ich. Ich weiß, sie können nicht ins Haus,
„Das ist wahr", sagte Tonks. „also haben sie definitiv keine Spur auf dich gelegt."
„Nun, das ist ja tröstlich und so, aber es ist immer noch merkwürdig warum die Todesser Harry an seinem ersten Versteck gefunden haben.", sagte Charlie.
aber – was ist los, Harry?"
Harry hatte vor Schmerz aufgeschrien: Seine Narbe hatte wieder gebrannt, als ihm etwas durch den Kopf geschossen war, wie ein helles Licht über dem Wasser. Er sah einen großen Schatten und spürte Wut, die nicht seine eigene war, durch seinen Körper pulsieren, heftig und kurz wie ein elektrischer Schlag.
„Was hast du gesehen?", fragte Ron und ging auf Harry zu. „Hast du ihn bei mir zuhause gesehen?"
„Oh, Ron…sag das nicht!", stöhnte Molly und der Rest der Weasleys zuckte.
„Nein, ich hab nur Zorn gespürt – er ist richtig zornig –"
„Aber das könnte im Fuchsbau sein", sagte Ron laut. „Wo sonst? Hast du nichts gesehen? Hat er jemandem einen Fluch aufgehalst?"
„Hörst du bitte auf das zusagen!", schauderte Ginny.
„Sorry", sagte Ron bleich.
„Nein, ich hab nur Zorn gespürt – ich wusste nicht –"
Harry fühlte sich erschlagen, durcheinander, und Hermine war ihm keine Hilfe, als sie mit ängstlicher Stimme fragte: „Deine Narbe, schon wieder? Aber was ist da los? Ich dachte, diese Verbindung hätte sich geschlossen!"
„Sorry", sagte Hermine zu Harry, der nur zuckte.
„Ich weiß, du bist nur besorgt", sagte Harry. „Ihr beide seid es."
„Hat sie auch, eine Zeit lang", murmelte Harry; seine Narbe schmerzte noch immer, weshalb es ihm schwerfiel, sich zu konzentrieren. „Ich – ich glaub, sie fängt wieder an, sich zu öffnen, immer wenn er sie Beherrschung verliert, so war das auch, als –"
Dumbledore hob eine Augenbraue, es hört sich diesmal fast so an als ob Voldemort versuchte Harry aus seinem Kopf zu halten.
„Aber dann musst du deinen Geist verschließen!", sagte Hermine schrill. „Harry, Dumbledore wollte nicht, dass du diese Verbindung benutzt, er wollte, dass du sie stilllegst, deshalb solltest du Oklumentik einsetzen! Denn sonst kann Voldemort falsche Bilder in dein Bewusstsein einpflanzen, erinner dich –"
„Jaah, ich erinnere mich gut, danke", sagte Harry mit zusammengebissenen Zähnen, Hermine brauchte ihm nicht zu sagen, dass Voldemort einst genau diese Verbindung zwischen ihnen genutzt hatte, um ihn in eine Falle zu locken, und auch nicht, dass die zu Sirius' Tod geführt hatte.
Alle keuchten darüber und Harry senkte seinen Kopf. Es musste seine Schuld gewesen sein, dass Sirius gestorben war…er hatte gehofft das was auch immer ihm Voldemort gezeigt hatte, etwas mit dem Grund von Sirius Tod zu tun gehabt hätte.
„Harry", sagte Sirius, er beobachtete seinen Patensohn genau und mochte es gar nicht, was er sah. Er stand auf und setzte sich neben ihn (Ginny musste ein wenig rutschen um ihnen Platz zu geben). Er wollte Harry sagen, dass er nun mehr denn je bereit war alles zugeben um ihn am Leben zu erhalten, aber er wusste, dass Harry es nicht hören wollte. Also sagte er: „Es ist gut, dass wir es jetzt wissen. Jetzt weißt du, wenn du je eine Version über mich hast, dann darfst du sie nicht glauben."
Harry sah zu Sirius und nickte. Es stimmte, sie hatten die Macht die Zukunft zu verändern und er würde es auch tun. „Danke Sirius."
„Jederzeit", sagte Sirius und Zog Harry in eine Umarmung die beide brauchten.
Er wünschte, er hätte ihnen nicht erzählt, was er gesehen und gespürt hatte; es ließ Voldemort bedrohlicher wirken, so als on er sich gerade gegen das Fenster des Salons pressen würde, und der Schmerz in seiner Narbe nahm immer noch zu, und er kämpfte dagegen an: Es war, als würde er sich gegen einen Brechreiz wehren.
Er wandte Ron und Hermine den Rücken zu und tat, als würde er den alten Wandteppich mit dem Stammbaum der Familie Black studieren.
„Als ob wir nicht wüssten, was du tust", murmelte Hermine und rollte mit den Augen.
Dann stieß Hermine einen spitzen Schrei aus: Harry zückte erneut seinen Zauberstab, wirbelte herum und sah einen silbrigen Patronus durch das Fenster des Salons hereinschweben und auf dem Boden vor ihnen landen, wo er die Gestalt eines Wiesels annahm, das mit der Stimme von Rons Vater sprach.
„Familie sicher, nicht antworten, wir werden beobachtet."
„Wir sind sicher", sagte Molly, erleichtert und fiel Arthur in die Arme. Obwohl es besser gewesen wäre, ohne die „Wir werden beobachtet" Zeile, war es das Beste, was sie im Moment hoffen konnte.
Der Patronus löste sich in nichts auf. Ron gab einen halb wimmernden, halb stöhnenden Laut von sich und ließ sich auf das Sofa fallen. Hermine rückte an ihn heran und ergriff seinen Arm.
„Es geht ihnen gut, es geht ihnen gut!", flüsterte sie, und Ron lachte halbherzig und umarmte sie.
„Harry", sagte er über Hermines Schulter, „ich –"
„Kein Problem", sagte Harry, dem von dem Schmerz in seinem Kopf übel war. „Es ist deine Familie, 'türlich machst du dir Sorgen. Mir würde es genauso gehen." Er dachte an Ginny. „Mir geht es genauso."
„Hmph, heißt das, dass dir der Rest egal ist?", sagte Fred empört.
„Jo", sagte Harry ausdruckslos.
Seine Narbe schmerzte höllisch, sie brannte wie im Garten des Fuchsbaus. Undeutlich hörte er Hermine sagen: „Ich will nicht alleine sein. Können wir nicht die Schlafsäcke nehmen, die ich mitgebracht habe, und heute hier drin übernachten?"
der
Er hörte, wie Ron zustimmte. Er konnte sich nicht mehr länger gegen den Schmerz wehren: Er musste ihm nachgeben.
„Badezimmer", murmelte er und ging, so schnell er konnte ohne zu rennen, aus dem Salon.
Er schaffte es gerade noch: Mit zitternden Händen verriegelte er die Tür hinter sich, griff nach seinem hämmernden Kopf und stürzte zu Boden, und dann spürte er in einem plötzlichen Ausbruch unerträglicher Schmerzen, wie der Zorn, der nicht zu ihm gehörte, von seiner Seele Besitz ergriff,
Harry und manche andere schauderten über die Beschreibung.
er sah den langen Raum, nur von einem Kaminfeuer erleuchtet, und den großen Blonden Todesser auf dem Boden, schreiend und sich krümmend, und eine schmächtigere Gestalt über ihm, den Zauberstab in der ausgestreckten Hand, während Harry mit einer hohen, kalten, gnadenlosen Stimme sprach.
„Noch mehr, Rowle, oder sollen wir Schluss machen und dich Nagini zum Fraß vorwerfen? Lord Voldemort ist nicht sicher, ob er dieses Mal verzeiht ... Dafür hast du mich zurückgerufen, um mir zu sagen, dass Harry Potter wieder entkommen ist? Draco, lass Rowle noch einmal von unserem Missvergnügen kosten ...
Alle Augen wandten sich dem eben genannten Jungen zu, der sehr bleich aussah, bei dem Gedanken nicht nur im selben Raum wie Voldemort zu sein, sondern auch noch jemanden zu foltern. Er hat Leute immer gerne verspottet…hat sie gefoltert mit seinen Worten bis sie zerbrechen (wobei er sie nie ganz zerbrochen hat, denn das endete meistens damit, dass er selbst verletzt wurde). Er hatte auch nichts dagegen sie zu verfluchen, aber er hat bis jetzt nie einen unverzeihlichen Fluch benutzt. Niemals so etwas wie das, was Voldemort wollte, dass er dem Rowle antut. Sein Magen drehte sich um und er wusste, dass er niemals so etwas tun wollte…Nicht zu diesem Typen und…und er konnte sich auch nicht vorstellen so etwas Potter anzutun und ihn hasste er wirklich von Herzen mehr als alle andern.
tu es, oder du spürst selbst meinen Zorn!"
Im Feuer fiel ein Holzscheit: Flammen loderten auf, ihr Licht zuckte über ein von Grauen erfülltes, spitzes weißes Gesicht – mit dem Gefühl, als ob er aus tiefem Wasser auftauchen würde, schnappte Harry nach Luft und öffnete die Augen.
Er lag, alle viere von sich gestreckt, auf dem kalten schwarzen Marmorboden, die Nase nur Zentimeter von einem der silbernen Schlangenschwänze entfernt, die die große Badewanne trugen. Er setzte sich auf. Malfoys ausgemergeltes, versteinertes Gesicht schien ins Innere seiner Augen eingebrannt. Harry war übel von dem, was er gesehen hatte, von der Art, wie Draco nun von Voldemort benutzt wurde.
Draco sah runter, erneut in Gedanken verloren. Er wollte das, oder? Ein Todesser zu sein wie sein Vater. Respekt zu verdienen von Leuten wie Voldemort… wie sein Vater. Das war, was er immer gewollt hatte. Aber es zu hören, zu sehen, was er tun müsste um ein echter Todesser zu sein, ließ ihn unruhig fühlen.
Es klopfte heftig an der Tür, und Harry zuckte zusammen, als Hermines Stimme ertönte:
„Harry, möchtest du deine Zahnbürste? Ich hab sie hier."
„Jaah, prima, danke", sagte er, nach Kräften bemüht, so lässig wie möglich zu klingen, und er stand auf, um Hermine hereinzulassen.
„Das ist das Ende vom Kapitel", sagte Bill. „Wer möchte lesen?"
„Ich glaube ich lese", sagte Ron.
„Nein…sag es nicht so!", sagte Fred.
„Ronniespätzchen möchte lesen", keuchte George.
Ron ignorierte Beide so gut wie möglich als er anfing das nächste Kapitel zu lesen.
Das wars leider schon wieder. Hoffe es hat euch gefallen.
Lg JJ
