So hier ist das nächste Kapitel, wie versprochen.
Hoffe es gefällt euch.
...
Das Bestechungsgeschenk, las Fred grinsen. „das klingt irgendwie Interessant."
Molly sah so aus, als würde sie genau das Gegenteil denken, aber sagte nichts.
Wenn Kreacher aus einem See voller Inferi entkommen konnte, dann würde er höchstens ein paar Stunden brauche, um Mundungus zu fangen, davon war Harry überzeugt, und er streifte den ganzen Morgen in gespannter Erwartung im Haus herum.
„Das ist nicht so einfach Harry", sagte Sirius. „Kreacher konnte nur vor den Inferi fliehen, da seine Magie anders funktioniert als unsere. Allerdings muss er Mundungus suchen, und der Wurm weiß wie man sich versteckt, wenn jemand hinter ihm her ist."
Doch Kreacher kam an diesem Morgen nicht zurück, und auch nicht am Nachmittag. Als die Dämmerung anbrach, war Harry entmutigt und besorgt, und ein Abendessen, das überwiegend aus schimmligem Brot bestand, an dem Hermine erfolglos diverse Verwandlung ausprobiert hatte, änderte daran nichts.
„Arg", stöhnte Ron, er hoffe ernsthaft, dass er das nicht in Zukunft essen musste.
„Essens Verwandlungen sind sehr schwer, es hat auch bei mir eine Weile gedauert, bis ich es konnte", sagte Molly, obwohl sie eher ihren jüngsten Sohn ansah. Er war schon immer ein begeisterter Esser und wurde umso stimmiger je hungriger er wurde.
„Ich kann sie immer noch nicht perfekt.", gab McGonagall zu.
„Wirklich, die große Verwandlungsmeisterin kann nicht…", fing Sirius an zu sagen, um seine alte und Lieblings Professorin zu hänseln.
„Es reicht Sirius!", sagte McGonagall heiß und gab ihm einen Blick, den er schon seit einer langen Zeit nicht mehr gesehen hat. Sirius lächelte sie an, er hatte dies vermisst, aber er entschied sich zu benehmen.
Kreacher kehrte am nächsten Tag nicht zurück, und auch nicht am Tag darauf. Draußen auf dem Platz vor Nummer zwölf waren jedoch zwei kapuzenvermummte Männer aufgetaucht, die bis in die Nacht hinein dort blieben und in Richtung des Hauses starrten, das sie nicht sehen konnten.
Alle zuckten.
„Wieso sind sie da?", fragte Molly. „Sie wissen doch nicht, dass Ron und die anderen hier sind, oder?"
„Ich denke nicht", sagte Dumbledore, „Sie hätten mehr Leute dort platziert, wenn sie wirklich wissen würden, dass Harry da wäre. Sie bewachen einfach nur alle Plätze, von denen sie denken, dass Harry da sein könnte."
„Warum schickt der Dunkle Lord nicht Snape?", fragte Draco. „Wäre das nicht der schnellste Weg herauszufinden, ob Harry im Grimmauld Platz ist?"
„Das ist eine gute Frage", sagte Dumbledore und runzelte die Stirn. „Vielleicht hat er Voldemort erzählt, dass er nicht mehr in das Haus kann oder dass Harry oder die anderen nicht da sind."
„Todesser, ganz sicher", sagte Ron, während er, Harry und Hermine sie von den Salonfenstern aus beobachteten. „Meint ihr, die wissen, dass wir hier drin sind?"
„Ich glaube nicht", sagte Hermine, obwohl sie verängstigt wirkte, „sonst hätten sie uns Snape auf den Hals gehetzt, oder?"
„Meinst du, er war schon hier drin, und Moodys Fluch hat ihm die Zunge gefesselt?", fragte Ron.
„Ja", sagte Hermine, „denn sonst hätte er denen sagen können, wie man reinkommt, oder?
„Ich bin wahrscheinlich zum Grimmauld Platz gekommen und hab meiner Zunge erlaubt gebunden zu werden, damit ich einen Beweis hatte es nicht dem dunklen Lord zu erzählen", sagte Severus.
Aber die stehen hier wahrscheinlich Wache, um zu sehen, ob wir auftauchen. Sie wissen schließlich, dass das Haus Harry gehört."
„Woher wissen sie…?". Fing Harry an zu sagen, was Fred dazu brachte laut loszulachen und die nächste Zeile im Buch vorzulesen.
„Woher –", begann Harry.
„Ich warte immer noch auf eine Antwort", sagte Harry mit gespielter Ungeduld.
„ich weiß, wie oft hat er schon den befragten gefragt?", fragte George grinsen. „Wartest du darauf, dass dein Vergangenes Ich die Frage stelle, die dein Gegenwarts- und Zukunfts-Ich selbst haben?"
Fred rollte mit den Augen bei der Frage von seinem Zwilling, danach las er weiter.
„Zauberertestamente werden vom Ministerium geprüft, erinnerst du dich? Die dürften wissen, dass Sirius dir das Haus hinterlassen hat."
Die Anwesenheit der Todesser draußen drückte die düstere Stimmung in Nummer zwölf noch mehr. Seit Mr. Weasleys Patronus hatten sie von niemandem außerhalb des Hauses am Grimmauldplatz auch nur ein Wort gehört und allmählich machte sich die Anspannung bemerkbar.
Das Trio seufzte, die Belastung zeigte sich schon und sie waren erst ein paar Tage hier. Dies würde eine lange Suche werden.
Unruhig und gereizt hatte Ron die unangenehme Gewohnheit entwickelt, mit dem Deluminator in seiner Tasche herumzuspielen: Das brachte vor allem Hermine zur Weißglut, die sich die Zeit des Wartens auf Kreacher mit den Märchen von Beedle dem Barden vertrieb und es nicht komisch fand, dass sie Lichter ständig an- und ausgingen.
„Man…Ich frag mich warum Ron seine alte nervige Gewohnheit wieder aufgegriffen hat", sagte George und sah verdutzt drein-
Mehrere Leute kicherten, als Ron versuchte ein unverständiges Gesicht zu machen, als würde er nicht wissen worüber sein Bruder sprach, aber seine Ohren verrieten ihn.
„Hör endlich auf damit!", schrie sie am dritten Abend von Kreachers Abwesenheit, als schon wieder sämtliches Licht im Salon verschwand.
„'Tschuldigung, 'Tschuldigung!", sagte Ron, klickte mit dem Deluminator und ließ die Lichter wieder angehen. „Ich merk gar nicht, dass ich das mache!"
„Kannst du dich denn nicht mit irgendwas Nützlichem beschäftigen?"
„Womit denn, soll ich etwas Kindergeschichten lesen?"
„Dumbledore hat mir dieses Buch vererbt, Ron –„
„– und mir hat er den Deluminator vererbt, vielleicht soll ich ihn ja benutzen!"
„Sir, ich wusste nicht, dass sie Ronnie Boy ein Geschenk geben, dass ihm mit seinen schrecklichen Flirt-Fähigkeiten hilft.", sagte Fred zu Dumbledore.
Dumbledore kicherte, es war selbstverständlich, dass er Ron den Deluminator nicht aus diesem Grund gegeben hatte, aber er wäre erfreut, wenn der Deluminator auch in diese Richtung funktionieren würde.
Harry hatte das Gezanke satte und
„Wow, Harry, du hast sechs Jahre gebraucht um zu bemerken, dass du ihr Gezanke nicht ertragen kannst!", sagte George.
stahl sich aus dem Salon, ohne dass die beiden es bemerkten. Er schlug den Weg nach unten zu Küche ein, die er ständig aufsuchte, weil er sicher war, dass Kreacher höchstwahrscheinlich dort wiederauftauchen würde.
„Eigentlich wird er immer dorthin apparieren, wo du gerade bist.", sagte Sirius.
Auf halben Weg die Treppe zur Eingangshalle hinunter hörte er jedoch ein leises Klopfen an der Haustür, dann metallische Klickgeräusche und das Rasseln der Kette.
„Das ist nicht gut", sagte Remus, er wollte nicht, dass irgendjemand kam.
„Vielleicht ist es jemand vom Orden.", sagte Tonks, die ebenfalls unbehaglich drein sah. Genauso wie die meisten Leute im Raum. Ihre Worte schienen die anderen leicht zu beruhigen.
Sämtliche Nerven in seinem Körper schienen sich zu spannen: Er zog seinen Zauberstab hervor, trat in die Schatten neben den abgeschlagenen Elfenköpfen und wartete. Die Tür hing auf: Er erhaschte einen flüchtigen Blick auf den laternenbeschienenen Platz draußen, und eine in einen Umhang gehüllte Gestalt schon sich in die Halle und schloss die Tür hinter sich. Der
Die Spannung ihm Raum war erdrückend, als Fred las. Sie hofften, dass es niemand gefährliches war- Obwohl es wahrscheinlicher war, dass es ein Ordensmitglied war als ein Todesser, sie hatten schon zu viel Schlimmes in diesem Buch erlebt. Sie wussten, dass alles passieren konnte.
Eindringling trat einen Schritt vor und Moodys Stimme fragte: „Severus Snape?" Dann erhob sich die Staubgestalt hinten in der Halle und stürmte auf ihn los, die tote Hand erhoben.
„Ich war es nicht, der dich getötet hat, Albus", sagte eine leise Stimme.
Der Bann brach: Die Staubgestalt zerbarst wider, und es war unmöglich, den Neuankömmling durch die dichte graue Wolke, die sie hinterließ, zu erkennen.
„Das sieht nach einer guten Übersicht aus", murmelte Draco, nicht ganz so nervös wie alle anderen, aber immer noch mehr nervös als er eigentlich sein sollte. „Du solltest sehen können wer da ist."
„Ich werde Moody sagen, dass du dich über seinen Fluch beschwerst hast", sagte Tonks und Draco erbleichte ein wenig. „Keine Angst, wenn dein Vorschlag gut ist, dann wird er dir nicht tun."
Harry zielte mit dem Zauberstab mitten hinein.
„Kein Bewegung!"
„Gut, Harry", sagten mehrere Leute zur gleichen Zeit.
Er hatte das Portrait von Mrs Black vergessen: Als sein Ruf erschallte, flogen die Vorhänge, die sie verbargen, auseinander, und sie begann zu schreien: „Schlammblüter und Dreck, bringen Schande über mein Haus –„
Ron und Hermine polterten hinter Harry die Stufen herab, und auch ihre Zauberstöbe waren auf den Unbekannten gerichtet, der jetzt mit erhobenen Armen unten in der Halle stand.
Beruhigendes Murren war zu hören.
„Nicht feuern, ich bin es, Remus!"
„Du hast Recht Moony, das ist nicht gut", sagte Sirius lächelnd zu seinem Freund. „Warum möchte jemand dich in seiner Nähe haben."
„Wenn du so denkst, dann komm ich dich nicht mehr so oft besuchen", antwortete Remus und Sirius zuckte mit den Schultern. Er dachte gar nicht daran wie viel schlimmer der Grimmauld Platz sein würde, wenn seine Freunde ihn nicht mehr so oft besuchen kommen würden.
„Oh, Gott sein Dank", sagte Hermine matt und richtete ihren Zauberstab stattdessen auf Mrs Black; es knallte, die Vorhänge rauschten wieder zu, und Stille trat ein. Auch Ron ließ seinen Zauberstab sinken, aber Harry nicht.
Severus wollte etwas sagen, doch zwang sich davon ab, er wollte Potter nicht loben oder so.
Bill hatte damit wohl kein Problem- „Gut, Harry, dies ist nicht die Zeit Fehler in der Sicherheit zu machen."
„Zeigt dich!", rief er zurück.
Lupin trat vor ins Licht der Lampen, die Hände immer noch erhoben zum Zeichen, dass er sich ergeben hatte.
„Ich bin Remus John Lupin, Werwolf, manchmal Moony genannte, einer der vier Urheber der Karte des Rumtreibers, verheiratet mit Nymphadora, meist Tonks genannt, und ich habe dir beigebracht, wie man einen Patronus hervorbringt, Harry, der bei dir die Gestalt eines Hirsches annimmt."
„Hm, ich würde ihm nicht glauben Harry", sagte Sirius und verengte die Augen.
„Eigentlich könnte sich eh keiner in mich verwandeln, da ich ein Werwolf bin.", sagte Remus. „und ich hoffe Harry weiß wie ich aussehe um unterscheiden zu können, wer so aussieht, als würde er häufiger die Erscheinung wechseln."
„Trotzdem, hätte jeder Todesser leicht diese Dinge herausfinden können, die du zu Potter gesagt hast.", sagte Severus. „Außer der Tatsache, dass du ihm beigebracht hast, wie man einen Patronus beschwört, ist der Rest Basiswissen."
„Wer weiß, dass Remus Spitzname Moony ist?", spottete Sirius.
„Dein bester Freund hat euch verraten", sagte Severus kalt, andere mochten es zwar nicht glauben, aber er hasste diese Ratte, Peter Pettigrew, fast genauso wie die Rumtreiber. „ich bin mir nicht sicher, ob die Ratte daran gedacht hat es dem dunklen Lord zu sagen, aber ihm ist die se Information auf jeden Fall bewusst."
„dann sollte ich mir bessere Dinge überlegen um zu beweisen wer ich bin", sagte Remus nachdenklich, obwohl er versuchte sich unter Kontrolle zu halten, nach der Erwähnung von der Ratte.
„Oh, schon gut", sagte Harry und ließ seinen Zauberstab sinken, „aber ich musste mich vergewissern, oder?"
„Als dein ehemaliger Lehrer in Verteidigung gegen die dunkeln Künste stimme ich dir vollkommen zu, dass du sich vergewissern musstest. Ron und Hermine, ihr solltet eure Waffen nicht so schnell senken."
Sie rannten die Treppe hinunter zu ihm. Er war in einen dicken schwarzen Reiseumhang gehüllt und wirkte erschöpft, aber erfreut sie zu sehen.
„Also kein Zeichen von Severus?", fragte er.
„Du nennst ihn Severus, auch wenn du weißt, dass er ein Verräter ist?", zischte Sirius, allerdings sah er Severus an, um zu sehen wie sein Rivale reagierte. Leider sah Severus seinen Blick und reagierte nicht auf den Kommentar, sondern starrte Sirius nur kalt an.
„Nein", sagte Harry. „Was ist bei euch los? Sind alle okay?"
„Ja", sagte Lupin, „aber wir werden alle beobachtet. Draußen auf dem Platz sind ein paar Todesser –"
„- das wissen wir –"
„- ich musste haargenau auf die oberste Stufe vor der Haustür apparieren, um sicher zu sein, dass sie mich nicht sehen. Sie können nicht wissen, dass ihr hier drin seid, sonst hätten sie gewiss mehr Leute da draußen; sie überwachen alles, was irgendwie mit die zusammenhängt, Harry. Lasst uns nach unten gehen, ich habe euch eine Menge zu berichten, und ich will wissen, was passiert ist, nachdem ihr den Fuchsbau verlassen habt."
Sie stiegen in die Küche hinunter, wo Hermine ihren Zauberstab auf den Kaminrost richtete. Augenblicklich flammte ein Feuer auf: Es verlieh den nackten Sein wänden etwas trügerisch Behagliches und sein Widerschein glitzerte auf dem langen Holztisch. Lupin zog einige Butterbiere unter seinem Reiseumhang hervor und sie setzten sich.
„Ich wäre schon vor drei Tagen hier gewesen, aber ich musste den Todesser abschütteln, der mich beschattet hat", sagte Lupin.
Tonks und Sirius zogen beide eine Grimasse, sie mochten es gar nicht, dass Remus verfolgt wurde.
„Und ihr seid nach der Hochzeit direkt hierhergekommen?"
„Nein", sagte Harry, „erst nachdem wir in eine Café in der Tottenham Court Road auf zwei Todesser gestoßen sind."
Lupin schüttete sich den größten Teil seines Butterbiers über die Brust.
„Wow, ihr habt ihn erschrocken…das passiert nicht häufig", informierte Sirius Harry.
„Was?"
Sie erklärten, was geschehen war; als sie fertig waren, sah Lupin bestürzt aus.
„Aber wie haben sie euch so schnell gefunden? Es ist unmöglich, jemandem nachzuspüren, der appariert, außer man hält sich an ihm fest, wenn er verschwindet!"
„Und dass sie die Tottenham Court Road zu diesem Zeitpunkt nur entlang spaziert sind, kommt einem eher unwahrscheinlich vor, oder?", sagte Harry.
„Wir haben uns gefragt", sagte Hermine zögernd, „ob Harry vielleicht immer noch die Spur auf sich hat."
„Unmöglich", erwiderte Lupin. Ron blickte selbstgefällig drein und Harry fiel ein gewaltiger Stein vom Herzen. „Abgesehen von allem anderen wüssten die sicher, dass Harry hier ist, wenn er die Spür noch auf sich hätte, oder? Aber ich verstehe nicht, wie sie euch bis zur Tottenham Court Road verfolgen konnten, das ist beängstigend."
„Das ist es allerding", sagte Dumbledore finster. „sogar mehr, weil ihr nicht wisst, wie sie es geschafft haben, obwohl ich mir sicher bin, dass es mit euren Handlungen zu tun hatte und nicht mit dir persönlich."
Er sah besorgt aus, doch was Harry anging, konnte diese Frage warten.
„Sag uns, was passiert ist, nachdem wir weg sind, wir haben absolut nichts gehört, seit Rons Dad uns mitgeteilt hat, dass die Familie in Sicherheit ist."
„Nun, Kingsley hat und gerettet", sagte Lupin. „Dank seiner Warnung konnten die meisten Hochzeitsgäste disapparieren, ehe sie eintrafen."
„Gut", sagte Molly, sie mochte die Vorstellung nicht, dass Leute von der Hochzeit verletzt wurden. Fleur stimmte zu und hoffte, dass ihre Eltern unter dehnen waren, die verschwunden waren, aber sie war sich nicht sicher, ob sie das getan hätten oder nicht.
„Waren es Todesser oder Ministeriumsleute?", warf Hermine ein.
„Sowohl als auch; aber da gibt es praktisch keinen Unterschied mehr", sagte Lupin.
Es gab allgemeines Zische und Enttäuschung über diesen Satz.
„Wie können Menschen nur solchen befehlen folgen?", fragte Molly empört. „Sie müssen realisiert habe, dass etwas falsch ist und haben herausgefunden wer nun die Kontrolle über das Ministerium hat."
Obwohl seine Mutter ihn nicht ansah, tat es der Rest seiner Familie, was Percy dazu veranlagte, unruhig auf seinem Stuhl hin un her zu rutschen. Er wusste, dass er niemals freiwillig Du-weißt-schon-wem dienen würde und er glaubte, dass er es realisieren würde, wenn etwas passieren würde und dann das richtige zu tun. Es war sehr verletzend, dass seine Familie ihm nicht glaubte, dass sie glaubten, dass er dem Ministerium blind vertrauen würde. Und es war noch sehr verletzender, dass er sie nicht mal richtig dafür beschuldigte, dass er verstand woher ihr Zorn kam.
„Es waren etwa ein Dutzend Leute, aber sie wussten nicht, dass du dort warst, Harry. Arthur hat ein Gerücht gehört, wonach sie Scrimgeour gefoltert haben, um deinen Aufenthaltsort aus ihm rauszukriegen, ehe sie ihn töteten; wenn das stimmt, dann hat er dich nicht verraten."
„Ich glaube es", sagte Sirius fest und alle sahen ihn an. „Er ist ein Trottel und interessiert sich meiner Meinung nach zu sehr für Politik, aber er würde den Todessern nie helfen."
Harry sah Hermine und Ron an; in ihren Mienen spiegelte sich die Mischung aus Entsetzen und Dankbarkeit, die er empfand. Er hatte Scrimgeour nie besonders gemocht, aber wenn zutraf, was Lupin sagte, dann war die letzte Tat dieses Mannes der Versuch gewesen, Harry zu beschützen.
„Die Todesser haben den Fuchsbau von oben bis unten durchsucht", fuhr Lupin fort. „Sie habend en Ghul gefunden, wollten aber nicht zu nahe ran –
„Heißt das, dass mein Plan funktioniert hat?", fragte Ron.
„Sieht so aus", antwortete Hermine und Ron lächelte erleichtert.
und dann haben sie die von uns, die noch da waren, stundenlang verhört. Sie haben versucht Informationen über dich zu bekommen, Harry, aber natürlich wusste niemand außer den Ordensmitgliedern, dass du dort gewesen warst.
Genau zu dem Zeitpunkt, als sie die Hochzeit sprengten,
„Hmph", schnaubte Fleur und Harry dachte, dass niemand der richtig im Kopf war, ihre Hochzeit sprengen würde in der Zukunft mit solchen Blicken, die sie dem Buch zuwarf.
drangen andere Todesser gewaltsam in jedes Haus im Land ein, das mit dem Orden zu tun hat. Keine Toten", fügte er rasch hinzu, um der Frage zuvorzukommen, „aber sie sind rücksichtslos vorgegangen. Das Haus von Dädalus Diggel haben sie niedergebrannt, aber er war nicht da, wie ihr wisst, und bei Tonks' Familie haben sie den Cruciatus – Fluch eingesetzt.
„Nein!", sagte Tonks und biss sich auf die Lippe. Remus legte einen Arm um sie und sie lehnte sich an seine Schulter. Sirius knurrte das Buch wütend an, darüber was mit seiner Lieblingscousine passiert.
Auch dort wollten sie herausfinden, wohin du verschwunden bist, nachdem du bei ihnen warst. Es geht ihnen allen gut. sie sind natürlich arg mitgenommen, aber sonst okay."
„Die Todesser sind durch all die Schutzzauber durchgekommen?", fragte Harry und erinnerte sich daran, wie wirkungsvoll sin in der Nacht gewesen waren, als er in den Garten von Tonks' Eltern gestürzt war.
„Eins muss dir klar werden, Harry, die Todesser haben jetzt die ganze Macht des Ministeriums auf ihrer Seite", sagte Lupin. „Sie sind ermächtigt, brutale Zauber auszuführen, ohne dass sie Gefahr laufen, sich ausweisen zu müssen oder verhaftet zu werden. Es ist ihnen gelungen, jeden Schutzzauber zu durchdringen, den wir gegen sie errichtet hatten, und sobald sie drin waren, bekannten sie ganz offen, warum sie gekommen waren."
„Arg, dummes Ministerium", grummelte Sirius (was Percy dazu veranlagte ihn anzufunkeln). Er würde nie ein großer Fan vom Ministerium werden, nicht nach all dem was ihm durch das Ministerium passiert war und nicht nach all dem was sie Harry jetzt antaten. Er hat nie erwartet, dass sein Ärger sich steigern konnte, aber er ist, sie waren nicht nur Idioten, sondern auch so schwach, um es zuzulassen das Voldemort das Ministerium übernahm ohne es auffällig zu machen.
„Und lassen sie sich vielleicht zu einer Ausrede herbei, warum sie Leute foltern, um zu erfahren, wo Harry steckt?", fragte Hermine und ihre Stimme klang gereizt.
„Nun", sagte Lupin. Er zögerte, dann zog er eine zusammengefaltete Ausgabe des Tagespropheten hervor.
Alle Augen verengten sich, was könnte das verdammte Papier schon über Harry erzählen können, was eine gültige Erklärung abgeben könnte, was die Todesser taten.
„Hier", sagte er und schob sie über den Tisch zu Harry, „Früher oder später erfährst du es sowieso. Das ist ihr Vorwand, weshalb sie hinter die her sind."
Harry strich die Zeitung glatt. Ein riesiges Foto von seinem eigenen Gesicht nahm die gesamte Titelseite ein. Er las die Schlagzeile darüber:
GESUCHT ZUR VERNEHMUNG ÜBER DEN TOD
VON ALBUS DUMBLEDORE
„Sie machen dich für den Tod von Dumbledore verantwortlich!", schrien mehrere Leute und Harry war sich nicht sicher, ob McGonagall oder Sirius lauter gewesen waren.
„Wer glaubt schon an so einen Schwachsinn?", sagte McGonagall heiß.
Ron und Hermine schrien empört auf, doch Harry sagte nichts. Er schon die Zeitung von sich weg; er wollte nicht weiterlesen: Er wusste, was da stand. Niemand außer denen, die oben auf dem Turm gewesen waren, als Dumbledore starb, wusste, wer ihn wirklich getötet hatte, und wie Rita Kimmkorn der Welt bereits mitgeteilt hatte, hatte man Harry vom Tatort wegrennen sehen, Sekunden nachdem Dumbledore gefallen war.
„Arg, diese verflixte Kuh!", zischte Hermine.
„Hermine, Sprache!", sagte Ron und sah vergnügt aus, dass er sie mal tadeln konnte.
Hermine verschob die Intensität ihres Blickes und er schluckte schwer über den Blick dem sie ihm nun schenkte.
„Es tut mir leid, Harry", sagte Lupin.
„Die Todesser haben also auch den Tagespropheten in ihrer Hand?", fragte Hermine zornig.
Lupin nickte.
„Aber die Leute begreifen doch sicher, was da gespielt wird?"
„Die Machtübernahme ist reibungslos und weitgehend ruhig verlaufen", sagte Lupin. „Die offizielle Version von Scrimgeours Ermordung ist, dass er zurückgetreten sein; er wurde durch Pius Thicknesse ersetzt, der unter dem Imperius-Fluch steht."
„Warum hat Voldemort sich nicht selbst zum Zaubereriminister ernannt?", fragte Ron.
„Warum sollte er?", fragte Bill seinen jungen Bruder ein bisschen enttäuscht.
Ron senkte seinen Kopf und murmelte dann etwas was keiner verstehen konnte.
Lupin lachte.
„das braucht er nicht, Ron. Tatsächlich ist er der Minister, aber warum sollte er an einem Schreibtisch im Ministerium hocken? Seine Marionette Thicknesse kümmert sich um das Alltagsgeschäft und Voldemort kann ungehindert seine Macht über das Ministerium hinaus ausweiten.
Natürlich haben sich viele Leute zusammengereimt, was passiert ist: In den letzten paar Tagen fand eine so dramatische Veränderung in der Politik des Ministeriums statt, und viele munkeln, dass Voldemort dahinterstecken müsse. Doch das ist es eben: Sie munkeln. Sie wagen es nicht, einander zu vertrauen, sie wissen nicht, wem sie trauen können; sie haben Angst den Mund aufzumachen, falls ihre düsteren Ahnungen stimmen und ihre eigenen Familien ins Visier genommen werden. Ja, Voldemort spielt ein sehr cleveres Spiel. Wenn er sich selbst ernannt hätte, dann hätte das vielleicht eine offene Rebellion ausgelöst. Dass er sich verborgen hält, hat Verwirrung, Unsicherheit und Angst gestiftet."
„Dummes Ministerium", wiederholte Sirius, aus denselben Gründen wie zuvor.
„Und zu dieser dramatischen Veränderung in der Ministeriumspolitik", sagte Harry, „gehört wohl auch, dass man die Zaubererwelt vor mir statt vor Voldemort warnt?"
„Das ist sicher ein Teil davon", sagte Lupin, „und es ist ein Geniestreich. Nun, da Dumbledore tot ist, wärst du – der Junge, der überlebt hat – mit Sicherheit die Symbolfigur und der Mittelpunkt für den gesamten Widerstand gegen Voldemort. Aber indem er unterstellte, dass du in den Tod des alten Helden verwickelst warst, hat Voldemort nicht nur ein Kopfgeld auf dich erreicht, sondern auch bei vielen Zweifel und Furcht gesät, die dich eigentlich verteidigt hätten.
Alle funkelten das Buch an und dachten daran, was McGonagall vor einigen Momenten gesagt hatte, wer würde schon glauben, dass Harry Dumbledore umgebracht hatte.
In der Zwischenzeit hat das Ministerium angefangen, gegen Muggelstämmige vorzugehen."
Lupin deutete auf den Tagespropheten.
„Schau auf die zweite Seite."
Hermine blätterte mit ungefähr dem gleichen angewiderten Gesichtsausdruck um, den sie bei den Geheimnissen der dunkelsten Kunst aufgesetzt hatte.
„Registrierung der Muggelstämmigen", las sie vor. „Das Zaubereiministerium führt eine Überprüfung der so genannten Muggelstämmigen durch, um zu klären, wie sie in den Besitz magischer Geheimnisse kamen.
Neuere Untersuchungen der Mysteriumsabteilung zeigen, dass Magie nur von Person zu Person weitergegeben werden kann, wenn sich Zauberer fortpflanzen. Sofern der so genannte Muggelstämmige keine Zauberer als Vorfahren nachweisen kann, hat er seine magischen Kräfte daher aller Wahrscheinlichkeit nach durch Diebstahl oder mit Gewalt erlangt.
„Was war das?", fragte Charlie schnaubend.
„Muggelstämmige haben ihre Magischen Kräfte durch Diebstahl oder Gewalt erlangt.", sagte Fred und er begutachtete argwöhnisch. „Bleib bloß von mir weg, Granger, du wirst mir nicht meine magischen Kräfte stehlen."
Hermine rollte mit den Augen über ihr Kommentar.
„Wenn es so einfach ist Magie zu bekommen, dann würde es doch keine Squibs geben", sagte Charlie. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies irgendjemand ernst nimmt."
„Nun, ich glaube schon, dass es stimmt, dass die Mysteriumsabteilung danach sucht, wie Magie über die Generationen weitergegeben wird und warum Muggelstämmige und Reinblüter die nicht zaubern können, existieren.", sagte Dumbledore. „Sie haben immer noch Schwierigkeiten das letzte herauszufinden, aber sie glauben das Muggelstämmige tatsächlich Vorfahren haben, die Hexen und Zauberer haben. Ich glaube sie benutzen diesen Gewinn jetzt um ihre Geschichten mit Halbwahrheiten zu stärken."
„Du glaubst, dass es jemanden in meiner Familie gab, der eine Hexe oder ein Zauberer war?", fragte Hermine überrascht, sie würde das definitiv weiterverfolgen.
Das Ministerium ist entschlossen, derlei unrechtmäßige Besitzer magischer Kraft aufzustöbern, und hat zu diesem Zweck eine Aufforderung an alle sogenannten Muggelstämmigen ergehen lassen, sich zu einer Befragung bei der neu eingerichteten Registrierungskommission für Muggelstämmige einzufinden."
„Das lassen die Leute nicht mit sich geschehen", sagte Ron.
„Es geschieht gerade, Ron", sagte Lupin. „Während wir hier miteinander reden, werden Muggelstämmige zusammengetrieben."
„Aber wie sollen sie denn Magie gestohlen haben?", fragte Ron. „Das ist doch gestört, wenn man Magie stehen könnte, gäbe es doch keine Squibs, oder?"
„Guck, Charlie-Bär, du denkst genauso wie Ron", sagte Tonks zu ihrem Freund.
Charlie runzelte die Stirn wie immer über seinen Spitznamen, aber es war ihm egal, dass er mit seinem jüngsten Bruder verglichen wurde, daran war nichts Schlimmes."
„Ich weiß", sagte Lupin. „Und trotzdem, wenn du nicht beweisen kannst, dass du mindestens einen Zauberer in deiner näheren Verwandtschaft hast, giltst du jetzt als jemand, der seine magische Kraft illegal erlangt hat und dafür bestraft werden muss."
Ron warf Hermine einen kurzen Blick zu und sagte: „Was ist, wenn Reinblüter und Halbblüter schwören, dass ein Muggelstämmiger zu ihrer Familie gehört? Ich sag allen, dass Hermine meine Cousine ist –"
„Warte mal eine Sekunde, ich glaube nicht, dass du Hermine gerne als deine Cousine hättest", sagte George zu seinem Bruder.
„Du möchtest doch auch nicht, dass die Menschen denken, dass du… das wäre einfach nur falsch…", fügte Fred grinsend hinzu.
„Das ist mir egal", schnaubte Ron, „Hermine wird nicht wegen einem dummen Gesetz verletzt werden!"
„Oh, wie ritterlich von dir", sagten die Zwillinge zusammen mit Babystimmen.
„Ach seid still", sagte Hermine zu ihnen, die Lächelte über Rons Rücksichtnahme.
Hermine legte ihre Hand auf seine und drückte sie.
„Danke, Ron, aber ich könnte nicht zulassen, dass du –"
„Du wirst keine Wahl haben", sagte Ron grimmig, während er ihren Händedruck erwiderte. „Ich bring dir meinen Familienstammbau bei, dann kannst du Fragen dazu beantworten."
Hermine lachte halbherzig.
„Ron, da wir mit Harry Potter auf der Flucht sind, der meistgesuchten Person im Land, glaube ich nicht, dass das von Bedeutung ist. Wenn ich wieder zu Schule gehen würde, wäre es was anderes. Was plant Voldemort für Hogwarts?", fragte sie Lupin.
„Der Schulbesuch ist jetzt obligatorisch für alle jungen Hexen und Zauberer", antwortete er. „Das wurde gestern verkündet. Es ist neu, denn eine Schulpflicht gab es noch nie. Natürlich wurden fast alle Hexen und Zauberer in Britannien auf Hogwarts ausgebildet, aber die Eltern hatten das Recht, sie zu Hause zu unterrichten oder sie ins Ausland zu schicken, wenn ihnen das lieber war. So wird Voldemort die ganze Zauberbevölkerung von einem sehr jungen Alter an unter seiner Kontrolle haben. Und es ist auch eine weitere Methode, Muggelstämmige auszusieben, weil Schüler einen Blutstatus erhalten müssen – das heißt, sie müssen vor dem Ministerium nachgewiesen haben, dass sie von Zauberern abstammen –, ehe sie die Schule besuchen dürfen."
„Was so viel bedeutet, wie, dass auch wenn ich es gewollte hätte, ich ehe nicht zurück nach Hogwarts gekommen wäre", sagte Hermine spitz zu Harry. Er konnte sich doch nicht selbst anschuldigen, wegen ihrem Mangel an Bildung und sie wollte, dass er das weiß. Harry lächelte sie an und rollte mit den Augen, was sie sie viel Verstand, wie, er hatte die Nachricht verstanden.
Harry war angeekelt und wütend: Genau in diesem Moment brüteten vermutlich begeisterte Elfjährige über Stapeln von neu gekauften Zauberspruchbüchern, nicht ahnend, dass sie Hogwarts nie zu Gesicht bekommen und vielleicht auch ihre Familien nie wiedersehen würden.
Alle seufzten, die meisten wollten darüber jetzt noch nicht nachdenken, aber nun wo es aufgebacht wurde, war es hart es nicht zu tun.
„Es ist…es ist…", murmelte er, verzweifelt auf der Suche nach Worten, die seinen schrecklichen Gedanken gerecht wurden, aber Lupin sagte leise: „Ich weiß."
Lupin zögerte.
„Ich würde verstehen, wenn du es nicht bestätigen kannst, Harry, aber der Orden hat den Eindruck, dass Dumbledore dir eine Mission aufgetragen hat."
Sirius sah seinen Freund merkwürdig an; warum sollte Remus so etwas sagen?
„Das hat er", antwortete Harry, „und Ron und Hermine wissen darüber Bescheid, und sie kommen mit mir."
„Kannst du mir anvertrauen, worum es bei dieser Mission geht?"
Harry sah in das früh gealterte Gesicht, das von dichtem, aber angegrautem Haar umrahmt war, und wünschte, er könnte eine andere Antwort geben.
„Das kann ich nicht, Remus, es tut mir leid. Wenn Dumbledore es dir nicht gesagt hat, kann ich es wohl auch nicht tun."
Dumbledore lächelte traurig über diese Antwort. Natürlich war die Antwort richtig, er wollte nicht, dass irgendjemand von den Horkruxen erfuhr, aber es machte Harrys Aufgabe nur noch schwerer. Er seufzte, als e realisierte, das nun alle im Raum von den Horkruxen wussten und er rein gar nichts dagegen tun konnte.
„Ich dachte mir, dass du das sagen würdest", erwiderte Lupin mit enttäuschter Miene. „Aber ich könnte dir dennoch in gewisser Weise nützlich sein. Du weißt, was ich bin und was ich tun kann. Ich könnte mit euch kommen und für Begleitschutz sorgen. Ihr müsstet mir nicht sagen, was genau ihr vorhabt."
„Worüber zum Teufel redest du?", sagte Charlie und sah den Werwolf kalt an. „Hast du vor Tonks zu verlassen?"
„Ähm...", wa die einzige Antwort die Remus geben konnte. Es besserte Charlies Laune jedoch nicht und auch Sirius und Tonks sahen nicht besonders zufrieden darüber aus.
Harry zögerte. Es war schon ein sehr verlockendes Angebot, obwohl er sich nicht vorstellen konnte, wie sie ihre Mission vor Lupin geheim halten würden, wenn er die ganze Zeit bei ihnen wäre.
Hermine jedoch schien verwundert.
„Und was ist mit Tonks?", fragte sie.
„Was soll mit ihr sein?", erwiderte Lupin.
„Remus, warum zum Teufel bist du nur so kalt!", zischte Sirius seinen Freund an.
„Keine Ahnung!", sagte Remus und runzelte die Stirn. „Aber ich bin mir sicher ich habe…"
„einen guten Grund!", beende Sirius den Satz für ihn. „Was bitte kann passiert sein, dass dich deine Frau verlassen lässt?"
Remus sah auf den Boden, er wollte nicht antworten, aber Sirius konnte seine Antwort in seiner Geste erkennen. Remus hatte nie geglaubt, dass er das Recht hatte mit jemandem zusammen zu sein, dass sein Zustand ihn gefährlich machte für Leute, die ihm Nahe sind. Sirius haute ihm auf den Hinterkopf.
„Komm endlich drüber hinweg!", sagte er.
Remus seufzte, „Es bringt nichts es mir zu sagen, es ist mein Buch-selbst, dass mich so ausschauen lässt."
„Nun, es sieht aber so aus, als würdest du langsam auch so denken", grummelte Sirius. Sirius musste Remus häufiger stoppen, wenn er sich mal wieder dafür verantwortlich machte, dass er ein Werwolf war und welche Schwierigkeiten er deshalb durchmachen musste. Es schien Remus immer zu helfen, wenn er hörte was für ein Idiot er war, wenn er so etwas dachte, oder vielleicht einfach nur zu wissen, dass er einen Freund hatte, der nicht dachte, dass er ein Monster war, ihn immer aufheitern konnte.
„Hoffentlich redet dir Harry etwas Verstand in deinen Kopf", sagte Sirius, wohlwissend, dass Remus mit jemandem reden musste, aber er im Moment keinen hatte.
„Nun ja", sagte Hermine stirnrunzelnd, „ihr seid doch verheiratet! Wie ist das für sie, wenn du mit uns fortgehst?"
„Tonks wird vollkommen sicher sein", sagte Lupin. „Sie wird zuhause bei ihren Eltern bleiben."
Es lag etwas Fremdes in Lupins Ton; er klang beinahe kalt. Auch die Vorstellung, dass Tonks im Haus ihrer Eltern versteckt bleiben sollte, hatte etwas Merkwürdiges;
„Das ist merkwürdig", sagte Tonks finster. Es war unwahrscheinlich, dass sie einfach nur herumsitzen würde, sie würde draußen sein und kämpfen.
„Vielleicht bist du nur deprimiert", sagte Sirius taktlos. „Du weißt schon, weil Remus dich verlassen will!"
„Idiot", sagte Tonks und schlug ihm in den Arm.
„ich glaube es ist etwas anderes", sagte Molly, sie hatte eine Ahnung, warum Tonks nicht kämpfen würde.
„Oh, und was?", fragte Tonks, denn es sah so aus als wüsste Molly die Antwort. Allerdings schüttelte diese nur ihren Kopf und bedeutete ihrem Sohn weiterzulesen.
Tonks war immerhin ein Mitglied des Ordens, und soweit Harry wusste, was sie am liebsten mitten im Geschehen.
„Remus", sagte Hermine zaghaft, „Ist alles in Ordnung… du weißt schon…zwischen dir und –"
„Es ist alles bestens, danke", sagte Lupin nachdrücklich.
Hermine lief rosa an. Wieder entstand eine Pause, eine peinliche und verlegene, dann sagte Lupin mit einer Miene, als ob er sich dazu zwingen müsste, etwas Unangenehmes zuzugeben: „Tonks bekommt ein Baby."
Für einige Sekunden war es totenstill im Raum und Molly nickte wissentlich, bevor Tonks jubelte: „Wir bekommen ein Baby!"
Remus hingegen stand auf und verließ den Raum, seine Hände zu Fäusten geballt.
„Was…", fing Tonks an, realisierend das Remus offensichtlich sauer war. Es verletze sehr seine Reaktion auf diese Neuigkeiten zu sehen, und es war noch schmerzhafter, dass er plante sie im Buch zu verlassen.
„Er hat seine Gründe", sagte Sirius und stand auf und folgte seinem Freund.
„Er hat seine Gründe!", antwortete Charlie, denn Tonks sah noch verletzter aus durch diese Erklärung. „Was für eine Entschuldigung sollte er…?"
Sirius umging den feurigen Rotschopf und einige Sekunden später war auch er verschwunden.
„Ich kann mir vorstellen es hat damit zu tun, dass er ein Werwolf ist", sagte Arthur und legte eine Hand auf die Schulter seines Sohnes um ihn daran zu hindern den anderen zu folgen. Er sah zu Tonks und gab ihr ein freundliches Lächeln. „Und ich bin mir sicher, sobald er weiß, dass es Kind sicher und gesund ist, wird er der glücklichste Mann der Welt sein."
Tonks lächelte schwach zurück und hoffte dies war wahr. Sie hatte nie daran gedacht mal Kinder zu haben, natürlich wollte sie schon immer mal welche, wenn sie älter war, aber zu hören, dass sie Remus Kind gebären würde füllte sie einfach mit solchem Verlangen wie nichts zuvor.
„Also Molly, wie lange weißt du es schon?", fragte Arthur nun an seine Frau gewandt.
„Oh, seit Harrys Geburtstag", lächelte Molly. „Als Tonks ein einfach glänzend beschrieben wurde."
„Und deshalb wurde Remus wohl als launischer Mistkerl beschrieben", murmelte Charlie zu sich selbst.
Sie warteten eine halbe Stunde und diskutierten viele verschiedene Dinge, obwohl sich die meisten nur um das Baby drehte. Danach kam ein sehr gebändigter Remus zurück in den Raum zusammen mit einem traurig und leicht entnervt dreinblickendem Sirius. Keiner von beiden schaffte es zu den anderen zu reden und sie sahen so unnahbar aus, dass keiner versuchte mit ihnen zu reden. Das einzige, dass getan werden konnte, war, dass Fred wieder anfangen konnte zu lesen, obwohl sich alle fragten was zwischen den beiden Freuden besprochen worden war.
„Oh, wie wunderbar!", kreischte Hermine.
„Toll!", sagte Ron begeistert.
„Gratuliere", sagte Harry.
Lupin setzte ein gekünsteltes Lächeln auf, das eher eine Grimasse war, und sagte dann: „Also…nehmt ihr mein Angebot an? Werden aus dreien vier? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dumbledore dagegen gewesen wäre, er hat mich schließlich zu eurem Lehrer in Verteidigung gegen die Dunklen Künste ernannt.
Harry versuchte Remus nicht allzu ungläubig anzusehen, aber wenn der Werwolf wirklich dachte, dass Harry ihn mitnehmen würde, nachdem sie gerade gehört hatten, dass Tonks schwanger war, dann war er erneut auf dem Holzpfad. Er verstand, dass Remus Bedenken über das Kind hatte, aber er konnte es nicht dulden, dass er seine Familie so verletzte.
Und ich muss euch sagen, dass ich glaube, dass wir es hier mit Magie zu tun haben, der viele von uns noch nie begegnet sind und die wir uns nicht einmal vorstellen können."
Ron und Hermine sahen Harry an.
„Nur – nur um es klarzustellen", sagte er. „Du willst Tonks im Haus deiner Eltern zurücklassen und mit uns weggehen?"
„Sie wird dort vollkommen sicher sein, sie kümmern sich um sie", sagte Lupin. Er sprach mit einer Entschiedenheit, die schon an Gleichgültigkeit grenzte. „Harry ich bin mir sicher, dass James gewollt hätte, dass ich bei dir bleibe."
Sirius schnaubte, doch Remus bewegte sich nicht. Was auf immer im anderen Raum vorgefallen war, schien nicht geholfen zu haben, es schien Remus nur noch mehr in sich zurückziehen zu lassen.
„Du wirst mir jetzt nicht mal mehr eine Chance geben, oder?", sagte Tonks mit einer hohlen Stimme, als sie in Remus leeren du etwas steinigen Ausdruck starrte.
„Ich kann nicht", sagte Remus steif und sah sie dann mit großer Mühe an. Sie hatte es verdient angesehen zu werden, wenn er dies sagte, „Ich wollte schon immer eine Familie, aber ich wusste, dass ich nie eine haben kann. Es ist nicht sicher und du verdienst besseres…"
„Das hatten wir doch alles schon, ich will nichts besseres", sagte Tonks verzweifelt. „Vor allem jetzt nicht, da ich weiß, dass wir eine glückliche Familie zusammen werden… das wir ein…"
„Ich kann einem unschuldigen Kind nicht meine Krankheit geben", sagte Remus fest.
„Du weißt nicht was passiert wäre", sagte Tonks. „Wie viele Werwölfe hatten schon mal Kinder."
„Außerdem, selbst wenn das Kind ein Werwolf ist…", fing Charlie an, immer noch sehr wütend über Remus.
Remus allerding drehte sich zu ihm um und der bösartige blick zeigte eine Spur des Monsters in ihm. „Wenn du dich jemals verwandelt hättest, dann würdest du jetzt nicht so etwas Leichtsinniges sagen! Du hast keine Ahnung wie das ist, keine Kontrolle über sich zu haben…jeden Monat ein Monster zu werden! Nur daran zu denken diese Erfahrung an ein Kind weiterzugeben, bevor es überhaupt so alt ist um es zu verstehen… Nein! Ich werde das nicht tun. Ich kann das nicht zulassen…!" Remus Wut war verdampft und machte nun wieder Platz für seine Verzweiflung.
„Remus", seufzte Tonks, Tränen kamen aus ihren Augen. Sie konnte verstehen woher er kam, aber es schien ihre Gefühle für ihn nur zu verstärken, wenn sie ihm zusah, wie er alle durchmachte.
„Bist du dir denn sicher, dass dein Kind ein Werwolf werden würde`", fragte Dumbledore ihn in einer ruhigen Tonlage und Remus sah zu ihm auf mit einem fast schon hoffnungsvollen Blick.
„Genau", sagte Bill finster. „Du hast dich verwandelt nachdem du gebissen worden bist, aber werden deine Gene, die du weitergibst, auch die Verwandlung beeinflussen?"
„Ich …Ich hab nie Beweise dafür gefunden, dass noch andere Werwölfe jemals ein Kind hatten", sagte Remus.
„Also weißt du nicht was passieren könnte", sagte Tonks mit einem leichten Schimmer auf Hoffnung in ihren Augen. Remus schüttelte seinen Kopf und sie fuhr fort, „dann solltest du bis zum Ende des Buches warten um dir deine Meinung zu bilden."
Remus schenkte ihr ein halbes Lächeln. „Du klingst genauso wie Sirius."
Tonks runzelte die Stirn und wartete auf eine bessere Antwort zu ihrer Aussage, aber Remus sah nicht danach aus, als ob er noch weiteres sagen wollte. Sirius jedoch, hob eine Augenbraue über seinen Freund. Die Antwort die er bekommen hatte war ein bestimmtes nein, dass dies zu gefährlich war um es zu probieren. Sirius hoffte das Remus Unschlüssigkeit wirklich darin lag, dass er erst hören wollte was das Buch zu sagen hatte.
„Also", sagte Harry langsam, „ ich nicht. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass mein Vater hätte wissen wollen, warum du nicht bei deinem eigenen Kind bleibst."
„Das ist ein Argument", informierte Sirius seinen Freund, der nur nickte. James würde das sagen.
Alle Farbe schwand aus Lupins Gesicht. Die Temperatur in der Küche schien um zehn Grad gesunken zu sein. Ron starrte umher, als hätte ihm jemand befohlen, sich den Raum genau einzuprägen, während Hermines Augen zischen Harry und Lupin hin- und her huschten.
„Du verstehst das nicht", sagte Lupin endlich.
„Dann erklär's", sagte Harry.
Lupin schluckte.
„Ich – es war ein großer Fehler von mir, Tonks zu heiraten. Ich habe es wieder bessere Einsicht getan und bereue es seither zutiefst."
Tonks zuckte zusammen und Remus runzelte die Stirn, er wollte sie nicht verletzen, aber er konnte ihr auch keine Zuneigung zeigen, denn das würde sie am Ende nur noch mehr verletzen. Er weigerte sich mit einer Frau zusammen zu sein, wenn er am Ende sein Leiden an ein unschuldiges Kind weitergeben würde, aber er hoffte inständig, dass dies nie eintreten würde. Zu hoffen, dass dieses Kind gesund und sicher sein würde und er glücklich mit der Frau sein konnte, die ihm schon jetzt so viel bedeutete.
„Ich verstehe", sagte Harry, „du lässt sie und das Kind jetzt also einfach im Stich und haust mit uns ab?"
Sirius fing an zu lachen, was mehrere Leute veranlassten ihn neugierig oder böse anzugucken.
„Ich verstehe nicht was so lustig daran ist!", schnaubte Charlie.
„Das ist genau das was James gesagt hätte", sagte Sirius immer noch lächelnd. „Und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass James sehr viel besser als Ich darin war zu Remus durchzudringen."
Tonks sah auf und hoffte wirklich, dass Harry es schaffte etwas Sinn in Remus einzureden.
Lupin sprang auf: sein Stuhl kippte nach hinten um, und er starrte sie so grimmig an, dass Harry zum allerersten Mal die Spur des Wolfes auf seinem menschlichen Gesicht wahrnahm.
„begreift ihr nicht, was ich meiner Frau und meinem ungeborenen Kind angetan habe? Ich hätte Tonks nie heiraten sollen, ich habe sie zu einer Ausgestoßenen gemacht!"
Lupin trat den Stuhl beiseite, den er umgeworfen hatte.
„Ihr habt mich immer nur unter den Ordensleuten erlebt, oder unter Dumbledores Schutz in Hogwarts. Ihr wisst nicht, wie die meisten in der Zaubererwelt Kreaturen wie mich betrachten! Wenn sie von meinem Gebrechen erfahren, können sie kaum mehr mit mir reden! Seht ihr nicht, was ich getan habe? Sogar ihre eigene Familie ist von unserer Heirat angewidert, welche Eltern wollen schon, dass ihre eigene Tochter sich einen Werwolf zum Mann nimmt?
„Worüber redest du? Andy liebt dich Remus!", schimpfte Sirius mit Remus.
„Vielleicht denkt sie nun anderes über mich, nun da ich ihre Tochter geheiratet habe", sagte Remus in einer kühlen Stimme.
„Als ob" Tonks rollte mit den Augen. „Solange ich glücklich bin, ist sie es auch…und dasselbe gilt für meinen Vater."
Und das Kind – das Kind –"
Lupin raufte sich mit beiden Händen die Haare; er wirkte völlig durcheinander.
„Meine Sippe pflanzt sich normalerweise nicht fort. Mein Kind wird wie ich sein, davon bin ich überzeugt – wie kann ich mir je verzeihen, dass ich es wissentlich riskiert habe, mein eigenes Leiden an ein unschuldiges Kind weiterzugeben? Und falls es, durch irgendein Wunder, nicht so ist wie ich, dann wird es besser dran sein, und zwar hundert Mal besser, ohne einen Vater für den es sich immer schämen muss!"
Klatsch
Remus Augen tränten von der Kraft dieses Schlages, den Sirius ihm gegeben hatte.
„Du hast Grund Angst vor der Gesundheit deines Kindes zu haben.", sagte Sirius mit zusammengebissenen Zähnen. „Aber ich werde dir nicht zuhören wie du so über dich selbst urteilst und ich werde auch nicht dabei zusehen, wie du dein Kind verlässt nur weil du doch vielleicht schämst!"
Remus sagte nichts mehr, was Sirius daraus schließen ließ, dass er es verstanden hat.
„Remus!", flüsterte Hermine, mit Tränen in den Augen. „Sag das nicht – wie könnte sich irgendein Kind denn für dich schämen?"
„Ach, ich weiß nicht, Hermine", sagte Harry. „Ich würde mich ziemlich für ihn schämen."
Harry wusste nicht, woher sein Zorn kam, doch er hatte auch ihn von seinem Platz hochgerissen. Lupin machte den Eindruck, als on Harry ihn geschlagen hätte.
„Wenn das neue Regime Muggelstämmige für böse hält", sagte Harry, „was werden die dann erst mit einem Halb-Werwolf machen, dessen Vater im Orden ist? Mein Vater ist bei dem Versuch gestorben, meine Mutter und mich zu schützen, und du meinst, er würde dir sagen, dass du dein Kind verlassen und mit uns zu einem Abenteuer aufbrechen sollst?"
Remus zuckte zusammen, er wusste dass Harry Recht hatte. James hätte nie gewollt, dass er seine Familie verlassen würde.
„Wie – wie kannst du es wagen?", sagte Lupin. „Hier geht es nicht um ein Verlangen Nacht – nach Gefahr oder Ruhm für mich – wie kannst du es wagen etwas Derartiges zu –"
„Ich glaube, du kommst dir ein bisschen wie ein Draufgänger vor", sagte Harry. „du träumst davon, in Sirius' Fußstapfen zu treten –"
„Ich glaube nicht, dass das der Grund ist", sagte Remus schwer.
„Ich weiß", sagte Harry. „Aber Familie ist wichtig, und kannst deine nicht einfach verlassen."
Remus nickte, aber er konnte es jetzt noch nicht richtig verstehen. Noch hatte er diese Familie zum Verlassen nicht, obwohl er fühlte, dass er mit seiner Entscheidung seine einzige Chance auf eine zu haben verlieren würde.
„Harry, nicht!", bat ihn Hermine, doch er starrte weiter zornig in Lupins aschgraues Gesicht.
„Das hätte ich nie gedacht", sagte Harry. „Der Mann, der mir beigebracht hat, wie man gegen Dementoren kämpft – ein Feigling."
Sirius zuckte, man sollte Remus niemals einen Feigling nennen, vor allem nicht, wenn er nicht vernünftig dachte.
Lupin zückte seinen Zauberstab so schnell, dass Harry seinen eigenen noch nicht einmal berührt hatte; es gab einen lauten Knall, und er spürte, wie er nach hinten flog, als ob er einen Fausthieb bekommen hätte;
„Remus!" Molly funkelte ihn an.
„Tut mir leid", sagte Remus und sah schuldig drein, er mochte es auch nicht, dass er Harry verflucht hatte, der ihm fast so nahe war wie ein Sohn…obwohl, dass wahrscheinlich nicht mehr für so lange war.
„Nun, ich wünschte natürlich, dass du meinen Patensohn nicht verflucht hättest, aber andererseits ist es ja gut gelaufen", sagte Sirius.
„Was meinst du damit?", fragte Bill. „Harry hat es nur geschafft, ihn wütend zu machen."
„Nah, Harry hat Remus ein paar Gründe sehen lassen", sagte Sirius. „Ich glaube nicht, dass dein Dad einen besseren Job in dieser Situation hätte machen können", fügte er nun lächelnd an Harry gewandt hinzu.
Remus gab ein merkwürdiges Lächeln von sich, oder zumindest dachte Harry dass es ein Lächeln sein sollte. „Ich glaube, dass ich zu dir gekommen bin, damit du mir mal so richtig die Augen öffnen würdest."
Sirius runzelte die Stirn. Sein Freund musste wirklich keinen mehr haben, wenn er sich so verhalten musste. Er war weg, genauso wie James und Lily. Ja, es war wahrscheinlich, dass er zu Harry gehen würde, weil er der einzige war, dem Remus aus seiner Familie geblieben war.
als er gegen die Küchenwand schlug und zu Boden rutschte, sah er den letzten Zipfel von Lupins Umhang gerade noch durch die Tür verschwinden.
„Remus, Remus, komm zurück!", schrie Hermine, aber Lupin antwortete nicht. Einen Moment später hörten sie die Haustür zuschlagen.
„Harry!", jammerte Hermine. „Wie konntest du nur?"
„Das war leicht", sagte Harry. Er stand auf; er spürte, wie dort, wo er mit dem Kopf gegen die Wand geknallt war, eine Beule anschwoll. Er zitterte immer noch vor Wut.
„Schau mich nicht so an!", fuhr er Hermine an.
„lass sie in Ruhe!", fauchte Ron.
„Nein – nein – wir dürfen nicht streiten!", sagte Hermine und warf sich zwischen die beiden.
„Das ist ungewöhnlich", sagte George und versuchte die Stimmung im Raum etwas aufzulockern. „Normalerweise ist es Harry der die Kämpfte stoppt.
„Du hättest das nicht zu Lupin sagen sollen", meinte Ron zu Harry.
„Er hat es nicht anders verdient", erwiderte Harry. In seinem Kopf jagten Bruchstücke einzelner Bilder hintereinanderher: Sirius, wie er durch den Schleier fiel; Dumbledore in der Schwebe, mit gebrochenen Gliedmaßen, mitten in der Luft; ein grüner Lichtblitz und die Stimme seiner Mutter, die um Gnade bettelte…
Alle verzogen das Gesicht bei der Erinnerung, auch obwohl, zwei davon noch nicht passiert sind.
Und ich werde sie nicht passieren lassen, dachte Harry heftig zu sich selbst.
„Eltern", sagte Harry, „sollten ihre Kinder nicht verlassen, außer – außer wenn sie es müssen."
„Heißt das, dass du Sirius und Dumbledore als deine Eltern siehst?", fragte Ron.
„Ähm…", sagte Harry, Sirius war definitiv so etwas wie sein Vater, aber er war sich nicht sicher, ob er auch so über Dumbledore dachte. Er vermutete, dass Dumbledore eher so etwas wie ein Großvater für ihn war. „So in etwa."
Dumbledore sah berührt aus bei diesem Eingeständnis, aber Sirius sagte: Was meinst du mit: So in etwa?"
Harry rollte seinen Augen über seinen Paten und den Versuch von Humor, oder zumindest nahm er an, dass Sirius das tat.
„Harry –", sagte Hermine und streckte tröstend die Hand aus, doch er tat es achselzuckend ab und ging davon, den Blick auf das Feuer gerichtet, dass Hermine herbeigezaubert hatte. Er hatte einmal vor diesem Kamin aus mit Lupin gesprochen, hatte sich wegen James vergewissern wollen, und Lupin hatte ihn getröstet.
„Wann ist das passiert?", fragte Molly und klang bedrohlich.
„In der Zukunft", antwortete Harry und wunderte sich darüber warum er sich aus Sorge um seinen Vater beruhigen lassen musste.
Jetzt schien Lupins gequältes weißes Gesicht vor ihm in der Luft zu schweben. Die Reue packte ihn so jäh, dass ihm übel wurde. Weder Ron noch Hermine sagten etwas, doch Harry war sich sicher, dass sie sich hinter seinem Rücken ansahen und wortlos austauschten.
„Ich wusste nicht, dass wir das tun können!", sagte Ron und sah Hermine spitz an.
Hermine rollte mit den Augen über Rons Statement.
„Ich glaube wir müssen einfach nur noch daran arbeiten", seufzte Ron.
Er drehte sich um und sah gerade noch, wie sie sich rasch voneinander abwandten.
„Ich weiß, ich hätte ihn nicht einen Feigling nennen sollen."
„Nein, hättest du nicht", sagte Ron sofort.
„Aber er verhält sich wie einer."
„Trotzdem…", sagte Hermine.
„Ich weiß", sagte Harry. „Aber wenn er jetzt zu Tonks zurückkehrt, war es die Sache Wert, oder?"
„Ich bin mir sicher, dass es funktioniert hat", sagte Sirius, obwohl Harry Remus ein wenig argwöhnisch ansah. Der Werwolf nickte in Übereinstimmung.
Wer konnte es nicht verhindern, dass seine Stimme flehentlich klang. Hermine sah ihn mitfühlend an, Ron unsicher. Harry blickte hinunter auf seine Füße und dachte an seinen Vater. Hätte James Harry bei dem unterstützt, was er zu Lupin gesagt hatte, oder hätte es ihn wütend gemacht, wie sein Sohn seinen alten Freund behandelt hatte?
„Ich glaube er wäre ein wenig enttäuscht darüber gewesen, dass du ihn nicht verflucht hättest.", sagte Sirius kichernd. „Nach all dem was er zu dir gesagt hat verdient er ein wenig Zauberei."
Es war, als würden der Schock über den jüngsten Vorfall und die unausgesprochenen Vorwürfe von Ron und Hermine in der stillen Küche nachhallen. Der Tagesprophet, den Lupin mitgebracht hatte, lag noch immer auf dem Tisch, und von der Titelseite starrte Harrys eigenes Gesicht hoch zur Decke. Er ging hinüber, setzte sich vor die Zeitung, schlug sie wahllos auf und tat, als würde er lesen. Er konnte die Worte nicht aufnehmen, ihm schwirrte nach wie vor der Kopf von dem Zusammenstoß mit Lupin. Er war sich sicher, dass Ron und Hermine hinter dem Tagespropheten wieder angefangen hatten, sich stumm zu verständigen. Er blätterte geräuschvoll eine Seite um und Dumbledores Name sprang ihm ins Auge. Er brauchte eine Weil, bis er erkannt hatte, was auf dem Foto abgebildet war, es zeigte ein Gruppenbild von einer Familie. Die Bildunterschrift lautete: Familie Dumbledore (von links nach rechts): Albus, Percival mit der neugeborenen Ariana, Kendra und Aberforth.
Dumbledore seufzte, er freute sich keinesfalls auf noch mehr Kapitel die sich um seine Familie drehten.
Aufmerksam geworden, betrachtete Harry das Foto sorgfältiger. Dumbledores Vater Percival war ein gut aussehender Mann, dessen Augen selbst auf diesem verblassten alten Foto zu zwinkern schienen.
Dumbledore runzelte die Stirn, er erinnerte sich daran, dass er seinen Vater nicht mehr gesehen hatte seit er elf Jahre alt gewesen ist.
Das Baby, Ariana, war kaum größer als ein Laib Brot und genauso unauffällig. Die Mutter, Kendra, hatte rabenschwarzes Haar, das oben auf dem Kopf zu einem Knoten zusammengebunden war. Ihre Gesichtszüge waren wie gemeißelt. Trotz des hochgeschlossenen Seidenkleides, dass sie trug, fühlte Harry sich an Indianer erinnert, als er ihre dunklen Augen, die hohen Wangenknochen und die gerade Nase betrachtete. Albus und Aberforth trugen zusammenpassende Jacken mit Spitzkragen und hatten den gleichen schulterlangen Haarschnitt. Albus wirkte einige Jahre älter, doch ansonsten sahen sie beiden Jungen einander sehr ähnlich, denn das Foto zeigt sie, noch ehe Albus' Nase gebrochen worden war und eher er anfing eine Brille zu tragen.
Die Familie wirkte völlig glücklich und normal, wie sie da heiter aus der Zeitung heraus lächelte. Der Arm der kleinen Ariana winkte undeutlich aus ihrem Wickeltuch. Harry hob den Blick und las die Schlagzeile über dem Bild:
EXKLUSIVER AUSZUG
AUS DER DEMNÄCHST ERSCHEINENDEN
BIOGRAPHIE VON ALBUS DUMBLEDORE
Von Rita Kimmkorn
Mit der Überlegung, dass seine Stimmung dadurch wohl kaum noch schlechter werden konnte, begann Harry zu lesen:
„Ich wäre mir da nicht ganz so sicher, Harry", sagte Hermine stirnrunzelnd, „Du hast alles was du bisher über Dumbledore gelernt hast sehr hart aufgenommen, ich glaube es wäre besser, wenn du es einfach dabei belassen würdest."
„Und wann hab ich es jemals dabei belassen?", fragte Harry mit einem grinsen.
Stolz und hochmütig, wie sie war, konnte Kendra Dumbledore es nach der Aufsehen erregenden Verhaftung ihres Gatten Percival und seiner Inhaftierung in Askaban nicht ertragen, in Mould-on-the-Wold zu bleiben.
Dumbledore runzelte die Stirn. Seine Mutter hatte dies auf sich genommen, damit dies für alle so aussehen würde und damit seine Schwester in Sicherheit sein würde. Sie hat sich nie darum geschert was andere von ihr dachten.
Sie beschloss daher, die Familie zu entwurzeln und nach Godric's Hollow umzuziehen, in jenes Dorf, das später berühmt werden sollte als der Ort, wo Harry Potter auf merkwürdige Weise Du-weißt-schon-wem entrinnen konnte.
Wie Mould-on-the-Wold war auch Godric's Hollow die Heimat etlicher Zaubererfamilien, doch da Kendra keine von ihnen kannte, blieb ihr die Neugier über das Verbrechen ihres Mannes wohl erspart, der sie in ihrem alten Dorf ausgesetzt gewesen war. Indem sie die freundlichen Annäherungsversuche ihrer neuen Zauberernachbarn immer wieder abwies, sorgte sie dafür, dass ihre Familie bald völlig in Ruhe gelassen wurde.
„Hat mir die Tür vor der Nase zugeknallt, als ich mit einer Ladung selbst gebackenem Kesselkuchen bei ihr vorbeischauen wollte, um sie zu begrüßen", sagte Bathilda Bagshot.
„Wer würde jemandem die Tür zuschlagen, wenn derjenige Kesselkuchen dabei hat?", fragte Ron ungläubig.
„Ich versichere dir, dass meine Mutter ihre Gründe hatte.", sagte Dumbledore leise.
„Sorry, Sir" Rons Ohren wurden rot, als er seinen Kopf senkte.
„In ihrem ersten Jahr hier habe ich praktisch nur die beiden Jungs gesehen. Hätte gar nicht gewusst, dass da auch noch eine Tochter war, wenn ich in dem Winter nach ihrem Einzug nicht im Mondschein Plangentinien gepflückt und dabei gesehen hätte, wie Kendra Ariana in den Garten hinter dem Haus hinausführte. Spazierte mit ihr einmal um den Rasen herum und hielt sie dabei immer schön fest, dann brachte sie sie wieder ins Haus zurück. Wusste nicht, was ich davon halten sollte."
Anscheinend dachte Kendra; dass der Umzug nach Godric's Hollow die perfekte Gelegenheit war, Ariana ein für alle Mal zu verstecken, was, das sie vermutlich seit Jahren geplant hatte. Der Zeitpunkt war von Bedeutung. Ariana war kaum sieben Jahre alt, als sie von der Bildfläche verschwand, und spätestens bis zum Alter von sieben offenbaren sich nach Auffassung der meisten Experten magische Kräfte, falls sie vorhanden sind.
„Das ist nicht mal war", murmelte Hermine zu sich selbst, so dass nur Ron und Harry sie hören konnten.
Dumbledore dachte allerdings, dass Rita schon irgendwie Recht hatte, wenn sie sagte, dass sie nach Godric's Hollow gezogen waren um Ariana zu verstecken, aber natürlich lag sie falsch mit ihre Vermutung, dass Ariana nie magische Kräfte gezeigt hatte. So falsch.
Keiner der heute noch Lebenden erinnert sich daran, dass Ariana je auch nur das geringste Zeichen magischer Fähigkeiten erkennen ließ. Es schein daher offensichtlich, dass Kendra die Entscheidung traf, eher die Existenz ihrer Tochter zu verheimlichen, als die Schmach zu erdulden, zugeben zu müssen, dass sie eine Squib geboren hatte. Indem sie von den Freunden und Nachbarn wegzog, die Ariana kannten, wurde es natürlich um einiges leichter, sie einzusperren. Die kleine Zahl von Leuten, die fortan um Arianas Existenz wussten, würden verlässlich schweigen, darunter auch Arianas zwei Brüder, die unangenehme Fragen mit der Antwort abwehrten, die ihre Mutter ihnen beigebracht hatte: „Meine Schwester ist zu zart für die Schule."
Nächste Woche: Albus Dumbledore in Hogwarts – Die Auszeichnungen und Anmaßung.
Alle sahen Dumbledore an, er hatte gesagt, dass seine Schwester kein Squib war, aber irgendwas war hier los. Irgendwas, allerdings traute sich keiner, bei dem schweren Gesichtsausdruck ihres Schulleiters, genauer nachzufragen.
Harry hatte sich geirrt: Bei dem, was er gerade gelesen hatte, war seine Stimmung tatsächlich noch schlechter geworden. Er sah noch einmal auf das Foto der scheinbar glücklichen Familie. Entsprach das der Wahrheit? Wie konnte er es herausfinden?
Harry runzelte die Stirn, allerdings wollte er sich nicht erneut bei seinem Schulleiter entschuldigen, da es ihn nur noch trauriger machen würde.
Er wollte nach Godric's Hollow, selbst wenn Bathildas Zustand es nicht zuließ, dass sie mit ihm redete; er wollte den Ort besuchen, wo er und Dumbledore geliebte Menschen verloren hatten.
Er war gerade dabei, die Zeitung sinken zu lassen, um Ron und Hermine nach ihrer Meinung zu fragen, als ein ohrenbetäubender Knall die Küche erschütterte.
„Oh Freude, Kreacher ist wieder da", sagte Sirius sarkastisch, aber auch er sah neugierig aus, was passierten wird.
Zum ersten Mal seit drei Tagen hatte Harry Kreacher völlig vergessen. Sein nächster Gedanke war, Lupin sei wieder hereingeplatzt, und für den Bruchteil einer Sekunde wusste er mit dem Durcheinander zappelnder Arme und Beine, das gleich neben seinem Stuhl aus dem Nichts aufgetaucht war, gar nichts anzufangen. Er sprang hastig auf, als Kreacher sich aus dem Gewirr löste und mit einer tiefen Verbeugung vor Harry krächzte: „Kreacher ist mit dem Dieb Mundungus Fletcher zurückgekehrt, Herr."
Mundungus rappelte sich auf und zog seinen Zauberstab, doch Hermine war zu schnell für ihn.
„Expelliarmus!"
„Gut gemacht, Hermine", sagte Ginny, sie wollte lieber gar nicht darüber nachdenken, was Mundungus alles tun würde um zu fliehen.
Mundungus' Zauberstab schwirrte durch die Luft und Hermine fing ihn auf. Mit wildem Blick hechtete Mundungus zur Treppe: Ron stürzte sich auf ihn wie ein Rugbyspieler und Mundungus schlug mit einem dumpfen Knirschen auf den Steinboden.
„Was ist Rugby?", fragte Ron?
„Ähm… ein Muggel-Sport", sagte Hermine. „Die Bedeutung des Satzes ist ziemlich klar, wenn du den Angriff dazu setzt."
„Was'n los?", brüllte er und bäumte sich auf, um sich aus Rons Griff zu befreien. „Was hab ich getan? Mir 'nen verdammten Hauselfen auf den Hals zu hetzen, was soll das denn, was hab ich getan, lass mich los, lass mich los, oder –"
Mehrere Leute fingen an zu kichern, als „einen verdammten Hauselfen auf mich zu hetzten" ertönte.
„Sieht nicht so aus, als könntest du hier große Töne spucken", sagte Harry. Er warf die Zeitung beiseite, durchquerte mit wenigen Schritten die Küche und sank neben Mundungus auf die Knie, der nun aufhörte sich zu wehren und verängstigt dreinblickte. Ron erhob sich keuchend und sah zu, wie Harry seinen Zauberstab bedächtig auf Mundungus' Nase richtete. Mundungus stank nach altem Schweiß und Tabakrauch, sein Haar war verfilzt und sein Umhang fleckig.
„Kreacher entschuldigt sich dafür, dass er den Dieb erst so spät gebracht hat, Herr", krächzte der Elf. „Fletcher weiß, wie man es vermeidet, gefangen zu werden, hat viele Schlupfwinkel und Komplizen. Dennoch hat Kreacher den Dieb am Ende in die Enge getrieben."
Sirius blinzelte unter Schock. Kreacher redete mit Harry, als würde er ihn tatsächlich mögen. Er dachte das Kreacher einfach nur netter geworden wäre, aber er hat nicht erwartet, dass das alles so schnell passieren würde. Wäre alles was er brauchte um Kreacher Zivilrecht zu bekommen nur ein paar freundliche Worte.
„Das hast du wirklich gut gemacht, Kreacher", sagte Harry und der Elf verneigte sich tief.
„Also, wir haben ein paar Fragen an dich", sagte Harry zu Mundungus, der sofort schrie: „Ich hab Panik gekriegt, okay? Ich wollte sowieso nie mitkommen, nichts für ungut, Mann, aber ich hab mich nie freiwillig gemeldet, um für dich zu sterben, un' das war der verdammte Du-weißt-schon-wer, der da auf mich zugeflogen kam, da hätte jeder die Fliege gemacht, ich hab ja die ganze Zeit gesagt, dass ich's nicht machen will–"
„Verdammter Feigling!", zischte Tonks bitter, sie war schon in ihrer Gefühlsleben eingeschränkt und dies war ein guter Weg, die Wut loszulassen.
„Zu deiner Information, keiner von uns anderen ist disappariert", sagte Hermine.
„Tja, dann seit ihr eben ein Haufen verdammter Helden, nicht wahr, aber ich hab nie behauptet, dass ich bereit wäre, mich umbringen zu lassen –"
„Es interessiert und nicht, wieso du Mad-Eye im Stich gelassen hast", sagte Harry und hielt seinen Zauberstab ein wenig näher an Mundungus' triefende, blutunterlaufene Augen. „Wir wussten schon, dass du ein unzuverlässiges Stück Dreck bist."
„Und warum zur Hölle werde ich dann von Hauselfen gejagt? Oder geht's mal wieder um diese Kelche? Ich hab keine mehr übrig, sonst könntest du sie haben –"
„Was ist das nur mit diesen Kelchen?", fragte George, aber keiner wusste eine Antwort.
„Es geht auch nicht um die Kelche, aber du kommst der Sache schon näher", sagte Harry. „Halt den Mund und hör zu."
Es war ein wunderbares Gefühl, etwas zu tun zu haben, von jemandem einen kleinen Teil der Wahrheit verlangen zu können.
„Nun, wenn du nach Wahrheit suchst, solltest du nicht bei Mundungus anfangen zu suchen", sagte Sirius.
„Ich glaube, ich meinte eher die Informationen aus ihm rauszubekommen", sagte Harry.
Harrys Zauberstab war nun so nahe an Mundungus Nasenrücken, dass Mundungus nach innen schielte, um ihn im Blick behalten zu können.
„Als du alles Wertvolle aus diesem Haus eingesackt hast", begann Harry, aber Mundungus unterbrach ihn.
„Sirius war dieser ganze Plunder nie wichtig –"
„Da sagt er was wahres", sagte Sirius, „Mundungus oder jeder andere, der etwas aus dem Grimmauldplatz mitnehmen möchte, kann das gerne tun, es ist mir egal."
Trappelnde Schritte waren zu hören, glänzendes Kupfer blitze auf, ein Scheppern ertönte und ein Schmerzensschrei: Kreacher war auf Mundungus losgestürmt und hatte ihm einen Kochtopf an den Kopf geknallt.
Jeder im Raum ohne Ausnahme lächelte darüber un die meisten lachten laut auf.
„Kreacher andererseits, ist es wichtig", sagte Sirius tatsächlich lachend, er wusste nicht, dass der elf es drauf hatte.
„Wisst ihr, ich weiß nicht ob ich den kleinen Kerl verachten kann, wenn er herumläuft und die Köpfe der Leute mit einem Kochtopf schlägt!", sagte George ebenfalls lachend.
„Ruf ihn zurück, ruf ihn zurück, der gehört eingesperrt!", schrie Mundungus und duckte sich, als Kreacher den schwerbödigen Topf erneut hob.
Es gab noch mehr Gelächter.
„Kreacher, nein!", rief Harry.
Kreachers dünne Arme zitterten unter dem Gewicht des Topfes, den er nach wie vor emporhielt.
„Vielleicht nur noch ein Mal, Meister Harry? Das bringt Glück!"
Ein erneuter schallendes Gelächter ertönte von allen.
„Verdammt Kreacher, Ich wünschte du hättest vorher auch schon so lustig sein können", murmelte Sirius, nach Atem ringend. Er konnte den Elfen aus seinen Kindheitserinnerungen nicht vergessen, aber es war unmöglich nicht die lustige Seite dieser Situation zu sehen.
Ron lachte.
„Wir brauchen ihn bei Bewusstsein, Kreacher, aber wenn wir ihm auf die Sprünge helfen müssen, dann kannst du ihm gerne die Ehre erweisen", sagte Harry.
„Vielen Dank, Herr", sagte Kreacher mit einer Verbeugung, und er trat ein wenig zurück, die großen blassen Augen immer noch hasserfüllt auf Mundungus gerichtet.
„Als du alle Wertgegenstände aus diesem Haus geholt hast, die du finden konntest", begann Harry erneut, „hast du einiges aus dem Küchenschrank mitgenommen. Da war ein Medaillon dabei." Harrys Mund war plötzlich trocken. Er konnte spüren, dass auch Ron und Hermine angespannt und aufgeregt waren. „Was hast du damit gemacht?"
„Warum?", fragte Mundungus. „Is' es wertvoll?"
„Du hast es immer noch!", rief Hermine.
„Nein, hat er nicht", sagte Ron gewieft. „Er fragt sich nur, ob er nicht mehr Geld dafür hätte verlangen sollen."
„Streute Beobachtung und höchstwahrscheinlich wahr" Dumbledore runzelte die Stirn, er mochte die Vorstellung nicht, dass ein Horkrux verloren gegangen war und die Person die ihn trug davon Besessen sein würde.
„Mehr?", sagte Mundungus. „Das wär verdammt nochmal nicht schwierig gewesen…zum Teufel, ich hab's verschenkt, kapiert? Blieb mir nichts anderes übrig."
„Was soll das heißen?"
„Ich hab gerade in der Winkelgasse verkauft, da kommst so 'ne Frau auf mich zu un' fragt mich, on ich 'ne Lizenz für den Handel mit magischen Artefakten hab. Miese Schnüfflerin. Wollt' mir'n Bußgeld aufbrummen, aber sie hatte'n Auge auf dieses Medaillon geworfen, un' sie meinte, sie würd es nehmen und mich diesmal noch laufen lassen, un' ich könnt von Glück reden."
„Wer war diese Frau?", fragte Harry.
„Keine Ahnung, irgend'ne Sabberhexe vom Ministerium."
„Nun, dass grenzt es doch schon mal ein" Sirius rollte mit den Augen.
Harrys Handrücken prickelte allerdings, vielleicht bildete er sich das aber auch nur ein, als seine Gedanken sofort zu Umbridge wanderten.
Mundungus überlegte kurz mit gerunzelter Stirn.
„Kleine Frau. Haarschleife oben auf'm Kopf."
Er schaute finster drein, dann fügte er hinzu: „sah aus wie 'ne Kröte."
„Verdammt!", zischte Harry, er hasste es Recht zu haben.
„Ich kann es nicht glauben!"sagte Hermine gehetzt. „Von all diesen Leuten…!"
„Es ist allerdings nicht ganz so überraschend", sagte Ron, „Einen Ausverkauf zulassen nur, weil sie ein Auge auf so eine Halskette ein Auge geworfen hat…dumme Kröte."
„Dennoch, ich hätte lieber nichts mehr mit der B…ähm…Köte zu tun.", stöhnte Harry, er war sich sicher, dass sie Umbridge schon gegen Ende des Jahres irgendwie loswerden würden, da sie die Verteidigungslehrerin war, und dieser Job nicht unter guten Sternen lag.
„Nun, vielleicht schaffen wir es sie zu verfluchen oder sie etwas aufzuweichen", schlug Ron vor.
„Hm…das könnte Interessant werden", sagte Harry mit einem bösen Grinsten.
Harry ließ seinen Zauberstab fallen: Er traf Mundungus an der Nase und sprühte rote Funken in seine Augenbrauen, die Feuer fingen.
„Oh…armer Mundungus", sagte Fred kichernd.
„Aguamenti!", schrie Hermine, und ein Wasserstrahl schoss aus ihrem Zauberstab, der den prustenden und würgenden Mundungus überflutete.
Harry blickte auf und sah sein Entsetzen in den Gesichtern von Ron und Hermine widergespiegelt. Die Narben auf seinem rechten Handrücken schienen erneut zu brennen.
„Das ist das Ende vom Kapitel", sagte Fred. „Eine kribbelnde Narbe…das ist nie gut."
Harry sagte nichts, aber dachte, dass eine kribbelnde Narbe immer noch verdammt besser war, als eine die brannte und irgendwann so sehr weh tat, dass ihn lähmen würde.
Fred gab das Buch an George weiter, ohne überhaupt nachzufragen, wer als nächsten lesen wollte. Doch noch bevor George anfangen konnte zu lesen, gab es einen Knall und eine Notiz landete auf dem Tisch.
„Sie ist für dich Remus", sagte Sirius, als er versuchte die Nachricht zu öffnen. „Und offenbar kann ich es noch mal öffnen."
Remus nahm die Notiz, eine grobe Ahnung was sie enthalten könnte, aber neugierig, wie alles gehandhabt wird, worüber er sich so große Sorgen machte.
Lieber Remus,
oder soll ich lieber Dad sagen,
Ich wollte dich nur wissen lassen, dass du dir keine Sorgen machen brauchst. Ich weiß, dass du Angst hast, ich könnte so werden wie du und das du dir diese Sorgen über das ganze Buch machen wirst. Also ich bin kein Werwolf, obwohl ich viele deiner Eigenschaften geerbt habe, die meisten von denen ich glaube, dass sie gut sind. Bitte gib Mum nicht auf oder unsere Familie, nur weil du denkst, dass du zu gefährlich bist. Ich kann nicht mehr sagen, aber ich hoffe du beachtest dies, wenn du den Rest des Buches liest.
In Liebe
TRL
P.S. Ich hab mir schon gedacht, dass du es realisieren würdest, dass ich es von Beginn an war, der die Briefe geschrieben hat, also gibt es keinen Grund es zu leugnen, aber ich würde dich bitte, es vor den anderen nicht zu erwähnen, dass ich, Teddy Remus Lupin, diesen Brief geschrieben habe.
Remus lächelte als er am Ende ankam, das Gefühl, dass sein Sohn auch einige seiner Charakterzüge von der Seite seiner Mutter bekommen hatte.
„Also…was stand drin?", fragte Sirius.
Remus sah Tonks mit einen Lächeln an und sagte: „Es stand drin, dass unser Kind kein Werwolf werden wird."
Tonks lächelte zurück. „Also wirst du mich nicht mehr versuchen von dir zurückzuweisen?"
„Im Moment nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich noch einige Panikattacken über meine Krankheit haben werde.", sagte Remus immer noch lächelnd.
„Damit kann ich leben", sagte Tonks und zuckte mit den Schultern.
„Kann ich jetzt endlich lesen"; fragte George und alle nickten.
...
Und? Wie war's?
Morgen kommt dann "Magie ist macht" und dann gibt es höchstwahrscheinlich erst einmal wieder eine kleine Sendepause :(
Alles Liebe JJ
