Hey, Ich Habs auch mal wieder geschafft. Erst einmal tut es mir total leid, dass ich erst jetzt von mir hören lasse, aber ich stecke total im Schulstress und das wird leider auch noch bis Sommer andauernd. Abi und so. So werden ich frühestens erst im Frühling wieder was von mir hören lassen, außer es sollte noch ein Wunder geschehen. Aber keine Angst. Wie versprochen, werde ich diese Geschichte beenden.

Für alle die interessiert sind an der original Geschichte, bitte wendet euch an den Autor Choices HP

Jetzt wünsch ich euch erst einmal viel Spaß mit dem neuen Kapitel.

...

Die Registrierungskommission für Muggelstämmige

, las Molly zitternd, doch sie war nicht die einzige, alle schienen sich nicht sehr auf dieses Kapitel zu freuen.

»Ah, Mafalda! «, sagte Umbridge mit Blick auf Hermine. »Travers hat Sie geschickt, nicht wahr?«

»J-ja«, piepste Hermine.

„Lügnerin!", sagte Fred. „Du weißt doch nicht mal, wer Travers ist!"

„Was hätte ich denn sonst sagen sollen?", sagte Hermine, „Ich glaube nicht das Mafalda oft im ersten Stock ist."
„Ich kann dir eine Sache sagen…du solltest nicht stottern", sagte George.

„Hey, lasst sie in Ruhe", sagte Ron, aber bereute es sofort, da seine Brüder anfingen zu kichern, da er Hermine verteidigt hatte. Glücklicherweise las Molly, denn wenn jemand anderes gelesen hätte, dann hätten sie ihn leiden lassen.

»Gut, Sie sind genau die Richtige.« Umbridge sprach zu dem Zauberer in Schwarz und Gold. »Damit wäre dieses Problem gelöst, Minister, wenn Mafalda die Aktenführung übernehmen kann, dann können wir gleich anfangen.« Sie zog ihr Klemmbrett zu Rate. »Zehn Personen heute, und eine davon die Frau eines Ministeriumsangestellten! Na, na ... selbst hier, im Herzen des Ministeriums!« Sie trat in den Aufzug und stellte sich neben Hermine, wie auch die beiden Zauberer, die Umbridges Gespräch mit dem Minister verfolgt hatten. »Wir gehen gleich runter, Mafalda, Sie werden alles, was Sie benötigen, im Gerichtsraum vorfinden. Guten Morgen, Albert, steigen Sie nicht aus?«

„Ich gehe zu den Anhörungen der Muggelgeborenen", sagte Hermine weich. Sie glaubte nicht, dass sie das überstehen würde. Jemandem dabei zusehen, wie er für etwas verurteilt wird dass er nicht mal getan hat, ohne den Hauch einer Chance auf eine Verteidigung. Etwas für das sie selber auch verurteilt werden müsste.

„Sieht so aus", sagte Tonks mit Sympathie. Sie fragte sich, ob ihr Dad auch zu den Anhörungen musste. Doch irgendwie bezweifelte sie dies, ihr Dad wäre niemals so dumm und würde zu so einer Anhörung gehen, eher würde er verschwinden.

„Ich bin mir sicher, dass alles gut wird.", flüsterte Remus und sie sah ihn an. Wie konnte er wissen, dass sie besorgt war? Eigentlich kümmerte sie das gar nicht, ihr gefiel nur der Gedanke, dass er für sie da war.

»Doch, natürlich«, sagte Harry mit Runcorns tiefer Stimme.

Harry verließ den Fahrstuhl. Hinter ihm ratterten die goldenen Gitter zu.

Er blickte über die Schulter und sah Hermine, flankiert von zwei großen Zauberern, mit bangem Gesicht nach unten verschwinden, Umbridges samtene Haarschleife auf der Höhe ihrer Schulter.

»Was führt Sie nach hier oben, Runcorn?«, fragte der neue Zaubereiminister. Silberne Strähnen durchzogen sein langes schwarzes Haar und seinen Bart, und seine große vorspringende Stirn überschattete die glänzenden Augen, was Harry an eine Krabbe erinnerte, die unter einem Felsen hervorlugt.

Mehrere Leute lachten über diese Beschreibung, Arthur und Tonks am lautesten. Sie kannten den Mann und sie wussten wie sehr Harrys Gedanken stimmten. Percy allerdings versuchte seine Belustigung zurückzuhalten, wen kümmerte es, dass er so aussah…es wäre nicht richtig so über seinen Vorgesetzen zu lachen.

»Muss kurz mit...«, Harry zögerte einen kleinen Moment, »... Arthur Weasley sprechen. Jemand meinte, er wäre oben im ersten Stock.«

„Danke Harry, dass bringt mich jetzt wahrscheinlich in Schwierigkeiten", sagte Arthur.

„Sorry" Harry errötete, obwohl Arthur nicht wirklich böse war, wunderte er sich, ob Arthur recht hatte.

»Ah«, sagte Pius Thicknesse. »Hat man ihn dabei erwischt, wie er Kontakt mit einem Unerwünschten hatte?«

„Unerwünschten?", fragten mehrere Leute und alle sahen sich verwirrt und ahnend an.

„Ich bin mir sicher, dass wir herausfinden werden was es bedeutet", sagte Remus.

„Und uns wird das nicht gefallen", beendete Sirius für ihn.

»Nein«, erwiderte Harry mit trockener Kehle. »Nein, nichts dergleichen.«

»Nun ja. Das ist nur eine Frage der Zeit«, sagte Thicknesse. »Wenn Sie mich fragen, sind die Blutsverräter genauso schlimm wie die Schlammblüter. Guten Tag, Runcorn.«

„Ich nehme das mal als Kompliment", sagte Arthur hitzig und der Rest der Weasleys (und Sirius) nickten.

Draco rollte mit den Augen über dieses Kommentar.

»Guten Tag, Minister.«

Harry sah zu, wie Thicknesse den mit einem dicken Teppich ausgelegten Korridor entlangging. Sobald der Minister außer Sicht war, zerrte Harry den Tarnumhang unter seinem schweren schwarzen Umhang hervor, warf ihn sich über und machte sich auf den Weg, in der anderen Richtung den Korridor entlang. Runcorn war so groß, dass Harry gebückt gehen musste, um auch seine großen Füße zu verbergen.

In seiner Magengrube pochte es vor Panik. Während er an einer glänzenden Holztür nach der anderen vorbeikam, die alle ein kleines Schild mit dem Namen und der Tätigkeit des Büroinsassen trugen, schien ihn die Macht des Ministeriums zu übermannen, das so vielschichtig, so undurchdringlich war, dass ihm der Plan, den er während der letzten vier Wochen mit Ron und Hermine sorgfältig ausgetüftelt hatte, lächerlich kindisch vorkam.

„Es ist nicht lächerlich oder kindisch, Harry", sagte Tonks, „Nur der Fakt, dass ihr so leicht in das Ministerium reingekommen seid, obwohl es so gute Security gibt."
„Dennoch hättet ihr euch mehr Gedanken machen sollen, als nur, wie ihr in das Ministerium reinkommt", fügte Remus hinzu.

Sie hatten all ihre Bemühungen darauf konzentriert, hineinzukommen, ohne erwischt zu werden, aber sie hatten sich keine Sekunde lang überlegt, was sie tun würden, wenn sie gezwungen waren sich zu trennen.

Hermine zuckte, es war eine so einfache Sache, warum hatte sie nicht daran gedacht?

Jetzt steckte Hermine in einem Gerichtsverfahren, das zweifellos Stunden dauern würde. Ron schlug sich mit Zauberei herum, die seine Fähigkeiten gewiss überstieg,

Ron seufzte. Es verletzte ihn zu hören, dass sein Freund dachte, er könnte etwas nicht bewältigen. Obwohl er komplett mit ihm übereinstimmte, dass er diese Magie nicht beherrschte.

wobei von seinem Erfolg möglicherweise abhing, ob eine Frau die Freiheit erlangte, und er, Harry, streifte durch den obersten Stock, obwohl er ganz genau wusste, dass seine Beute soeben mit dem Lift nach unten gefahren war.

„Aber du weißt, dass Hermine bei ihr ist und das lässt es doch nicht ganz so schlimm erscheinen, oder?", sagte Ginny.

„Ich denke schon, und es ist auch gut, dass ich weiß wo Hermine ist", sagte Harry. „Ich weiß nur nicht, wie ich Ron finden soll."
Molly stöhnte und begann dann wieder zu lesen um Jede mögliche Antwort Ginnys zu vermeiden.

Er blieb stehen, lehnte sich an eine Wand und versuchte einen Entschluss zu fassen. Die Stille war drückend: Hier gab es kein geschäftiges Treiben, keine Gespräche oder eilige Schritte; in den Korridoren mit ihren purpurroten Teppichen war es so ruhig, als läge der Muffliato-Zauber darüber.

Ihr Büro muss hier oben sein, dachte Harry.

Es war ziemlich unwahrscheinlich, dass Umbridge ihren Schmuck im Büro aufbewahrte, doch auf der anderen Seite erschien es ihm töricht, es nicht zu durchsuchen, nur um sicher zu sein.

„Gut Mitgedacht", stimmt Remus zu, er wusste, dass James niemals in Umbridges Büro nachgesehen hätte, doch Lily schon.

„Ja, denn es hätte blöd ausgesehen, wenn es einfach nur auf ihrem Schreibtisch gelegen hätte und du nicht einmal nachgesehen hättest.", sagte Sirus. Remus schüttelte nur den Kopf darüber, wohlwissend das auch Sirius niemals in das Büro gegangen wäre.

Also ging er weiter den Korridor entlang und begegnete niemandem außer einem stirnrunzelnden Zauberer, der murmelnd einer Feder diktierte, die vor ihm herschwebte und auf eine Pergamentrolle kritzelte.

Harry achtete jetzt auf die Namen an den Türen und bog um eine Ecke.

Auf halbem Weg durch den nächsten Korridor gelangte er in einen weitläufigen offenen Raum, wo ein Dutzend Hexen und Zauberer in Reihen an kleinen Schreibtischen saßen, die Schulpulten ähnlich waren, wenn auch viel stärker poliert und ohne Kritzeleien. Harry hielt inne und sah ihnen zu, denn das Ganze hatte eine geradezu hypnotisierende Wirkung. Alle wedelten und schlenkerten gleichzeitig mit ihren Zauberstäben, während bunte Papierquadrate wie kleine rosa Drachen wild durcheinanderflogen.

Es dauerte einige Sekunden, bis Harry klar wurde, dass diese Prozedur einen Rhythmus hatte, dass die Papiere alle nach dem gleichen Schema angeordnet waren, und nach ein paar weiteren Sekunden wurde ihm klar, dass er gerade dabei zusah, wie Broschüren hergestellt wurden, dass die Papierquadrate Seiten waren, die sich aufeinanderlegten, falteten und auf magische Weise zusammenfügten, um sich dann neben jeder Hexe oder jedem Zauberer fein säuberlich aufzustapeln.

„Nun, so interessant das auch sein mag, glaubst du nicht, dass du weiter gehen solltest", sagte Fred.

„Interessant…das ist verdammt nochmal langweilig", sagte George. „Harry, wie kannst du da nur einfach stehen und den Leuten dabei zusehen, wie sie Papier falten?"

„So etwas hab ich noch nie gesehen", sagte Harry achselzuckend.

Harry schlich näher heran, obwohl die Angestellten hier so konzentriert ihrer Arbeit nachgingen, dass sie seine vom Teppich gedämpften Schritte wohl kaum bemerken würden, und ließ eine fertige Broschüre von dem Stapel neben einer jungen Hexe gleiten. Unter dem Tarnumhang betrachtete er sie näher. Auf ihrem rosa Deckblatt prangte ein goldener Titel:

SCHLAMMBLÜTER

und die Gefahren, die sie für eine friedliche reinblütige Gesellschaft darstellen

„Arg, Ich mag diese Zukunft nicht", stöhnte Charlie. „Stellt euch vor so einen Mist lesen zu müssen."

„Nun, du würdest die Broschüren nicht mal bekommen, Chuck, du lebst in Rumänien", sagte Bill zu seinem Bruder.

„Oh, stimmt", sagte Charlie leicht errötend, aber fügte stur hinzu. „dennoch mag ich diese Zukunft immer noch nicht."

Darunter war ein Bild von einer roten Rose zu sehen, mit einem unsicher lächelnden Gesicht inmitten ihrer Blütenblätter, die von den Schlingen eines grünen Unkrauts mit finsterer Miene stranguliert wurde.

Auf der Broschüre stand kein Verfassername, doch während er sie betrachtete, schienen die Narben auf seinem rechten Handrücken wieder zu brennen.

„Verdammte, dumme Kröte", murmelte Hermine. Ron hob eine Augenbraue, nicht ganz sicher, ob sie das gerade eben wirklich gesagt hatte oder ob er sich das nur eingebildet hatte.

Dann bestätigte die junge Hexe neben ihm seinen Verdacht, als sie, immer noch mit ihrem Zauberstab wedelnd und schlenkernd, sagte:

»Weiß jemand, ob die alte Sabberhexe den ganzen Tag Schlammblüter verhören wird?«

„Der Satz fing ziemlich gut an, aber wurde durch den letzten Teil ruiniert", sagte Fred, seine Augen zu Schlitzen verengt. „Nennt eigentlich jeder jetzt Muggelgeborene so?"

„Keine Ahnung", sagte Arthur. „Im Moment ist es gesellschaftlich unpopulär so etwas zu sagen, auch wenn eine Person es bevorzugen würde einen Muggelgeborenen ein … ähm … das zu nennen, würden sie es nicht tun."
„Wenn man es so sieht, dann erklärt das warum alle im Ministerium diesen Begriff benutzen… zumindest in diesem Buch… weil es nun die anerkannt und richtige und vor allem bevorzugte Weise ist auf Muggelgeborene zu verweise", sagte Remus, war allerdings ebenfalls angewidert bei diesem Gedanken.

„Also meinst du, dass die meisten Ministeriumsangestellten feige sind und tun, was auch immer ihnen gesagt wird und jedem Gesellschaftlichen Verhalten folgen nur weil es anerkannt ist", sagte Fred und sah Percy mit einem halb hänselnden und halb ernsthaftem Gesichtsausdruck an. „Das hört sich irgendwie dumm an…aber was kann ich schon wissen."

„Nicht jeder hat die Charakterstärke anders zu sein", murmelte Percy, doch keiner hörte ihn.

»Vorsicht«, sagte der Zauberer neben ihr und blickte nervös umher; eine seiner Seiten rutschte weg und fiel zu Boden.

»Was denn, hat sie jetzt außer einem magischen Auge auch noch magische Ohren?«

„Auge?", fragte Charlie und sah zu Tonks, die auf keuchte. Sie schüttelte ihren Kopf und sah das Buch mit Unglauben an. Sie hoffte, dass es nicht das war, was sie dachte was es war, oder sie würde dafür sorgen, dass Umbridge ein paar ernste Schwierigkeiten bekommen würde.

Die Hexe warf einen Blick auf die glänzende Mahagonitür an der Stirnseite des Raums mit den Broschürenmachern; auch Harry sah dorthin und Zorn bäumte sich wie eine Schlange in ihm auf.

„Warum eine Schlange, Harry…Sollte es nicht ein Löwe sein?", sagte Fred und Harry rollte nur mit den Augen darüber.

Tonks allerdings war nun mehr als überzeugt, dass sie richtig gedacht hatte. Was sonst sollte Harry so in Rage versetzen?

Wo bei einer Muggeltür vielleicht ein Guckloch gewesen wäre, war hier ein großes rundes Auge mit einer leuchtend blauen Iris in das Holz eingelassen; ein Auge, das jedem, der Alastor Moody gekannt hatte, entsetzlich vertraut war.

Mehrere Leute keuchten und Tonks war nun nicht die einzige, die nun klar sah.

„Ähm…bist du sicher, dass es wirklich seins ist?", fragt Charlie, er hatte Moody bisher noch nie getroffen, anders als die meisten Menschen hier im Raum. „Ich meine, war sein Auge das einzige das hergestellt wurde."

„Nein", sagte Dumbledore mit gezwungen ruhiger Stimme, es war deutlich, dass er sehr wütend war. „Es gab auch noch andere Augen, ähnlich wie das von Moody, allerdings wurde bisher keins als Spion benutzt, um andere auszuhorchen."

Für den Bruchteil einer Sekunde vergaß Harry, wo er war und was er hier machte. Er vergaß sogar, dass er unsichtbar war. Mit großen Schritten ging er geradewegs zur Tür hinüber und besah sich das Auge näher.

„Also gut, dass die Kröte nicht in ihrem Büro war", sagte Ron. „Sie hätte dich sonst gesehen."

„Was? Wie hätte sie ihn denn sehen können?", fragte Charlie. „Harry hat doch die ganze Zeit seinen Umhang getragen."

„Jaah, aber Moodys Auge konnte durch Tarnumhänge durchsehen", erklärte Ron.

„Echt? Das ist echt nützlich, vor allem die Vorteile die es ihm in seinem Job gibt", sagte Charlie.

„ich frage mich, ob das Auge auch Personen erkennt, die Vielsafttrank genommen haben", sagte Hermine.

„Nein, konnte es nicht, aber nicht das es nicht versucht wurde", lächelte Dumbledore. „Alastor hat sich oft darüber beschwert…und hat oft versucht, diesen Fakt zu beheben, hat es aber nie geschafft."

Es bewegte sich nicht: Es glotzte blind nach oben, erstarrt. Auf dem Schild unter dem Auge stand:

Dolores Umbridge

Erste Untersekretärin des Ministers

Darunter war ein neues, noch ein wenig glänzenderes Schild, auf dem stand:

Vorsitzende der Registrierungskommission für Muggelstämmige

„Nun, sie hat es geschafft, dass ich sie noch mehr hasse, wenn das überhaupt noch möglich war", sagte Harry stirnrunzelnd. „Ich hasse sie sogar mehr als Sie, Professor Snape", fügte er hinzu, bis die gerade gesprochenen Worte seinen Verstand erreichten und er schluckte. Das hätte er nicht sagen sollen.

Severus wusste nicht, was mit ihm nicht stimmte, aber er fühlte Beides. Freude und Enttäuschung.

Harry blickte zurück auf das Dutzend Broschürenmacher: Obwohl sie alle in ihre Arbeit vertieft waren, konnte er wohl kaum davon ausgehen, dass sie es nicht bemerken würden, wenn sich die Tür eines unbesetzten Büros vor ihnen öffnete. Daher holte er aus einer Innentasche einen seltsamen Gegenstand mit kleinen Zappelbeinen und einer knollenförmigen Gummihupe als Körper hervor. Er kauerte sich unter dem Tarnumhang nieder und stellte den Bluffknaller auf den Boden.

„Ah, gut, jetzt hören wir was es macht", lächelte Fred.

Sofort trippelte der Knaller vor seinen Augen zwischen den Beinen der Hexen und Zauberer davon. Harry wartete bereits mit der Hand auf dem Türgriff, als es wenige Augenblicke später einen lauten Knall gab und aus einer Ecke jede Menge beißender schwarzer Qualm drang. Die junge Hexe in der vorderen Reihe begann zu kreischen: Rosa Seiten flogen durcheinander, als sie und ihre Kollegen aufsprangen und sich umsahen, woher das Getöse kam.

„Das ist der Wahnsinn!", sagte George, und sah seinen Bruder mit einer Mimik an, die wohl sagte, sobald wir zuhause sind, fangen wir sofort an, dass zu erfinden.

Harry drückte die Klinke herunter, betrat Umbridges Büro und schloss die Tür hinter sich.

Er hatte das Gefühl, in einer vergangenen Zeit gelandet zu sein. Das Zimmer glich haargenau Umbridges Büro in Hogwarts:

Harry verzog das Gesicht, als er sich an den Raum zurückerinnerte… Er wünschte, dass er nie wieder ihr Büro sehen musste, aber leider würde es wohl anders kommen.

Spitzendeckchen, Untersetzer und Trockenblumen bedeckten jede verfügbare Fläche. An den Wänden hingen dieselben Zierteller mit den quietschbunten Kätzchen, die Bänder umhatten und ekelhaft süß umhertollten und spielten. Über dem Schreibtisch lag ein geblümtes, mit Volants besetztes Tuch. Hinter Mad-Eyes Auge war ein teleskopartiger Aufsatz befestigt, mit dem die Angestellten auf der anderen Seite der Tür ausspioniert werden konnten.

„Alles was sie macht ist also, ihre Zeit damit zu verschwenden, ihre Arbeiter auszuspionieren.", schnaubte Tonks.

„Es würde mich nicht wundern, wenn sie genau so wenig arbeiten würde, wie sie es als Lehrerin getan hat", murmelte Hermine.

Harry warf einen Blick hindurch und sah, dass sie immer noch alle um den Bluffknaller versammelt waren. Er riss das Teleskop aus der Tür, was ein Loch zurückließ, zog den magischen Augapfel heraus und steckte ihn in seine Tasche.

Dumbledore hob eine Braue, dies war sicherlich nicht gerade das sinnvollste was Harry hätte tun sollen, aber er erwartete nichts anderes von ihm…auch er fand die Vorstellung schrecklich, dass Moodys Auge an dieses schrecklichen Ort war.

Dann drehte er sich wieder zu dem Zimmer um, hob seinen Zauberstab und murmelte: »Accio Medaillon.«

Nichts geschah,

Alle seufzten, obwohl keiner von ihnen gedacht hatte, dass es tatsächlich dort wäre, aber alle hatten gehofft, dass es so einfach werden würde.

doch er hatte es auch nicht erwartet; zweifellos wusste Umbridge alles über schützende Zauber und Banne. Er trat daher rasch hinter ihren Schreibtisch und begann die Schubladen herauszuziehen.

Federn und Notizbücher und Zauberklebeband kamen zum Vorschein; magische Büroklammern, die sich wie Schlangen aus ihrer Schublade ringelten und zurückgetrieben werden mussten; eine reich verzierte kleine Schnürschachtel voller Reservehaarschleifen und -klammern; aber keine Spur von einem Medaillon.

Hinter dem Schreibtisch stand ein Aktenschrank; Harry machte sich daran, ihn zu durchsuchen. Wie Filchs Aktenschränke in Hogwarts war er voller Mappen, jede mit einem Namensschild versehen. Harry war schon bei der untersten Schublade angelangt, als er etwas sah, das ihn von seiner Suche ablenkte: Mr Weasleys Akte.

„Auweh", stöhnte Molly bevor sie begann weiterzulesen.

Er zog sie heraus und öffnete sie.

ARTHUR WEASLEY

Blutstatus:

Reinblüter, jedoch mit unerwünschten muggelfreundlichen Neigungen

Alle runzelten die Stirn, es ist nicht Falsch eine Positive Neigung gegenüber Muggeln zuhaben.

Bekannt als Mitglied des Phönixordens

Molly seufzte erneut, natürlich waren sie bekannte Mitglieder des Ordens, aber sie wusste, dass sie das nur in größere Gefahr brachte…und ihr die Möglichkeit verbot, anderen zu helfen.

Familie:

Ehefrau (reinblütig), sieben Kinder, die beiden jüngsten auf Hogwarts

NB: Jüngster Sohn gegenwärtig zu Hause, schwer krank, von Inspektoren des Ministeriums bestätigt

„Gut", sagte Molly, immerhin gab es eine gute Nachricht, die in dieser Akte stand.

Ron lächelte, froh darüber, dass sein Plan funktioniert hatte und seine Familie sicher war.

Kontrollstatus: ÜBERWACHT.

Alle Aktivitäten werden beobachtet. Große Wahrscheinlichkeit, dass Unerwünschter No. 1 Kontakt aufnimmt (war bereits früher bei Familie Weasley).

„Unerwünschter Nummer 1?", murmelten mehrere Leute.

„Wer wettet, dass es Harry ist?", fragte Fred.

„Natürlich ist es Potter, wer findet seine Anwesenheit auch wünschenswert", sagte Draco und alle drehten sich zu ihm um und funkelten ihn an. Harry, allerdings, zuckte nur mit den Schultern, er glaubte nicht, dass die anderen es mitbekommen hatten, aber Draco hatte tatsächlich einen sarkastischen Unterton.

»Unerwünschter Nummer eins«, murmelte Harry vor sich hin, als er Mr Weasleys Aktenmappe zurücklegte und die Schublade schloss. Er hatte eine dumpfe Ahnung, wer das sein konnte, und tatsächlich, als er sich aufrichtete und im Büro nach anderen Verstecken Ausschau hielt, sah er ein Plakat von sich selbst an der Wand, und quer über seiner Brust prangten die Worte UNERWÜNSCHTER No. 1. Ein kleiner rosa Notizzettel klebte daran, mit einem Kätzchenbild in der Ecke. Harry ging hinüber, um ihn zu lesen, und sah, was Umbridge daraufgeschrieben hatte: »Muss bestraft werden.«

Harry ballte seine Hände zu Fäusten und funkelte das Buch heftig an. Er merkte, dass auch Hermine sich versteift hatte. Sie murmelte etwas von Möglichkeiten, wie sie die Kröte bestrafen könnte.

Die beiden waren aber nicht die einzigen, alle schienen wütend über diese Notiz zu sein. Sirius und Remus warfen sich gegenseitig düstere Blicke zu, die Zwillinge hatten die Köpfe zusammen gesteckt und murmelten etwas…Harry wusste, was auch immer sie sich ausdenken würde, würde gut sein. Ron und Ginny verhielten sich ähnlich wie Harry, die Fäuste geballt. Molly Wut war jenseits allem anderen, was hatte Harry jemals getan, um so eine Bestrafung zu verdienen? Ihre Wut wurde so offensichtlich mit jeder Silbe die sie weiter las.

Wütender denn je suchte er weiter und tastete jetzt auf den Böden der Vasen und in den Körben voller Trockenblumen herum, doch es überraschte ihn nicht im Geringsten, dass er das Medaillon hier nicht finden konnte. Er ließ den Blick ein letztes Mal durch das Büro schweifen, als sein Herz einen Augenblick aussetzte. Dumbledore starrte ihn aus einem kleinen rechteckigen Spiegel an, der auf einem Bücherregal neben dem Schreibtisch aufgestellt war.

Harry durchquerte im Laufschritt das Zimmer und riss den Spiegel hoch, doch er hatte ihn kaum berührt, als ihm klar wurde, dass es gar kein Spiegel war. Dumbledore lächelte versonnen vom Hochglanzumschlag eines Buches.

Dumbledore seufzte, er wusste sehr genau, was das für ein Buch war.

Alle anderen schienen es ebenfalls zu verstehen und waren neugierig darüber, was Harry dieses Mal alles über Dumbledore lernen würde. Harry, andererseits, wünschte er hätte das Buch nicht gefunden, er stimmte, dass er mehr über Dumbledore erfahren wollte, aber jedes Mal wenn in dieses Buch über Dumbledore geredet wurde, machte es sein Buch-Selbst wütender.

Harry hatte die verschnörkelte grüne Schrift quer über seinem Hut zuerst nicht bemerkt: Leben und Lügen des Albus Dumbledore, und auch nicht die etwas kleinere Schrift über seiner Brust: von Rita Kimmkorn, Autorin des Bestsellers »Armando Dippet: Könner oder Knallkopf?«

Harry schlug das Buch wahllos auf und stieß auf ein ganzseitiges Foto von zwei Jungen im Teenageralter, die einander die Arme um die Schultern gelegt hatten und heftig lachten. Dumbledore, nun mit langem Haar bis zum Ellbogen, hatte sich einen kleinen, büscheligen Bart wachsen lassen, ähnlich dem an Krums Kinn, über den Ron sich so aufgeregt hatte.

„Harry, wie kannst du nur Dumbledore mit diesem Mistkerl vergleichen?", sagte Ron dramatisch.

„Nenn ihn nicht so", sagte Hermine, und schlug spielerisch seinen Arm.

„Wie könnt ihr drei nur lachen, wisst ihr denn nicht wie gefährlich diese ganze Situation ist?", fragte Molly.

„Wir sind es gewohnt", sagte alle drei gleichzeitig, was sie nur dazu brachte lauter zulachen.

Molly seufzte und wünschte sich, dass sie nicht wüssten, wie sich solche Situationen anfühlten.

Der Junge, der sich neben Dumbledore lautlos brüllend amüsierte, hatte etwas Fröhliches und Wildes an sich. Sein goldenes Haar fiel ihm in Locken auf die Schultern.

Dumbledore seufzte, natürlich wusste er dass es Gellert sein würde, aber es machte es nicht einfacher es zu hören. Er fühlte Minervas Hand auf seiner Schulter, eine merkwürdige Geste von der Verwandlungslehrerin, aber eine die er sehr schätzte im Moment.

Harry überlegte, ob es der junge Doge war, doch ehe er die Bildunterschrift lesen konnte, ging die Bürotür auf.

Alle sahen Dumbledore neugierig an, wundert sich, wer dieser Junge wohl sein könnte, aber es war klar, dass er es ihnen nicht sagen würde. Es war ebenfalls klar, dass, egal wer dieser Junge war, Dumbledore nicht über ihn nachdenken wollte.

Wenn Thicknesse beim Hereinkommen nicht über die Schulter geblickt hätte, wäre Harry keine Zeit geblieben, den Tarnumhang über sich zu ziehen.

„Du hättest den Umhang die ganze Zeit tragen sollen", sagte Severus kalt. „Du hättest dir deine Verletzlichkeit nicht erlauben sollen."

Dennoch hatte er den Eindruck, dass Thicknesse vielleicht eine Bewegung wahrgenommen hatte, denn er blieb ein paar Sekunden lang völlig reglos stehen und starrte neugierig auf die Stelle, wo Harry gerade verschwunden war. Vielleicht war Thicknesse zu dem Schluss gekommen, dass er lediglich Dumbledore gesehen hatte, der sich auf dem Umschlag des Buches die Nase kratzte, das Harry hastig wieder auf das Regal gelegt hatte, jedenfalls ging er schließlich doch zum Schreibtisch und richtete seinen Zauberstab auf die Feder, die in dem Tintenfass bereitstand. Sie sprang heraus und begann eine Notiz an Umbridge zu kritzeln. Ganz langsam, er wagte dabei kaum zu atmen, stahl Harry sich rückwärts aus dem Büro hinaus in den offenen Bereich davor.

„Hmph, darüber hast du wohl auch nicht nachgedacht", sagte Severus. „Wie hattest du denn geplant aus dem Raum zu kommen? Wie du sagtest, eine Tür die sich von selber öffnet wäre verdächtig. Du hättest das Auge benutzen können, um sicher zu gehen, dass der Flur leer ist."

Harry war für einige Sekunden still, bevor er fragte: „haben sie vorher darüber nachgedacht? Ich meine bevor ich in diesen Raum gekommen bin oder fällt ihnen das gerade eben erst ein?"

„Ich…", fing Severus an.

„Denn wenn sie erst gerade eben daran gedacht haben, bedeutet das, dass sie genauso gehandelt hätten wie ich." Harry sah ihn an.

Severus sagte nichts, sondern schaute Harry nur kalt an. Was er hasste war genau das, genau das was Lily gesagt hätten, wenn sie in Harrys Schuhen gewesen wäre und das wollte er nicht… er wollte nicht das Harry wie Sie war. Nein, er war Potters Sohn.

Die Broschürenmacher waren immer noch um die Überreste des Bluffknallers geschart, der nach wie vor schwächlich trötete und qualmte.

Harry eilte den Korridor entlang, als die junge Hexe sagte: »Ich wette, das hat sich aus der Experimentellen Zauberei hier hochgeschlichen, die sind ja so leichtsinnig, erinnert ihr euch noch an diese giftige Ente?«

Tonks und Arthur fingen an zu lachen (und Percy lächelte), und alle sahen sie an, alle im Ministerium erinnerten sich an diesen Vorfall.

Während Harry zum Lift zurückhastete, überlegte er, welche Optionen er jetzt noch hatte. Es war nie wahrscheinlich gewesen, dass das Medaillon hier im Ministerium war, und es wäre ein aussichtsloser Versuch, mit magischen Mitteln aus Umbridge herauszulocken, wo es steckte, während sie in einem vollen Gerichtsraum saß.

„Ähm… sie könnte es doch auch tragen", sagte Ginny gerade heraus.

„Dieses hässliche Ding…wer würde das tragen wollen.", sagte Ron.

„Komm schon Ron, wir reden hier über die Kröte", sagte Fred.

„Ich glaube nicht, dass es etwas gibt, das sie nicht tragen würde.", fügte George hinzu.

„So hässlicher es ausschaut, desto eher würde sie es tragen", sagte Ginny.

„Alles in allem, ist es also sehr wahrscheinlich, dass die Kröte es trägt.

„Genau meine Gedanken", sagte Charlie.

„Also solltest du runter zu den Gerichtsräumen", sagte Percy.

Sie mussten jetzt dringend das Ministerium verlassen, ehe sie entdeckt wurden, und es an einem anderen Tag erneut versuchen. Als Erstes musste er Ron finden, dann konnten sie sich überlegen, wie sie Hermine aus dem Gerichtssaal herausbekamen.

Der Fahrstuhl war leer, als er hielt. Harry sprang hinein und zog den Tarnumhang herunter, während der Lift sich nach unten in Bewegung setzte

„Vielleicht solltest du das nicht tun, du weißt nicht genau, wie du dich als Runcorn zu verhalten hast", sagte Remus. „Du möchtest doch keine Aufmerksamkeit auf dich lenken."

Als er im zweiten Stock ruckelnd stehen blieb, stieg zu Harrys gewaltiger Erleichterung Ron ein, pitschnass und mit gehetztem Blick.

»M-Morgen«, stammelte er Harry entgegen, als der Lift wieder anfuhr.

»Ron, ich bin's, Harry!«

»Harry! Zum Teufel, ich hab ganz vergessen, wie du aussiehst

„Ronald!", sagte Hermine. „So was solltest du nicht vergessen… wie wolltest du planen uns wiederzufinden, wenn du nicht mehr weißt, wie wir aussehen?"

„Ähm… Keine Ahnung, Mine", sagte Ron, sichtlich unangenehm.

warum ist Hermine nicht bei dir?«

„Oh…Das ist es. Ich muss mir gemerkt haben wie du ausgesehen hast", sagte Ron. „Ich hab wohl nicht damit gerechnet, dass ihr zwei getrennt werdet."

„Erst einmal, wieso bist du dir so sicher, dass du dir gemerkt hättest, wie ich aussehe", fragte Hermine.

„Weil ich…", fing Ron wahrheitsgemäß an…weil er das immer gewusst hätte, doch schien nicht klug zu sagen. Nachdem seine Ohren Ron angelaufen waren, sagte er, „Weil wir die Frau schon einen Monat lang beobachten, wie sie appariert. Genauso wie mit dem Mann, den ich darstelle, aber für Harry haben wir einfach irgendeine fremde Person ausgesucht."

„Oh…", sagte Hermine, dies war sogar ein sehr guter Grund. „Du hättest dir trotzdem merken können, wie Harry aussieht, nur für den Fall."

„Ich weiß", stimmt Ron ihr zu, sichtlich erleichtert, dass sie ihn nicht mehr so böse anstarrte.

»Sie musste mit Umbridge runter in die Gerichtsräume, sie konnte es nicht ablehnen, und -«

Doch ehe Harry den Satz beenden konnte, hatte der Lift wieder angehalten: Die Türen öffneten sich, und Mr Weasley kam herein,

Molly lächelte ein wenig, erfreut über ihren Mann zuhören.

im Gespräch mit einer älteren Hexe, die ihr blondes Haar zu einer Art Ameisenhügel hochtoupiert hatte.

»... ich verstehe vollkommen, was du meinst, Wakanda, aber ich fürchte, ich kann nicht mitmachen bei -«

Mr Weasley unterbrach sich; er hatte Harry bemerkt. Es war ein äußerst eigenartiges Gefühl, von Mr Weasley mit solchem Abscheu angefunkelt zu werden.

„Tut mir leid, Harry", sagte Arthur.

„Ist in Ordnung, Mr. Weasley, Ich weiß ja, dass sie nicht mich anstarren, sondern den Mann den Ich darstelle", sagte Harry, obwohl er sich fragte, wie es wohl aussehen würde, wenn Arthur ihn so anstarren würde.

Die Fahrstuhltüren schlossen sich und die vier zockelten weiter nach unten.

» Oh, hallo, Reg«, sagte Mr Weasley, der sich bei dem steten Tröpfeln von Rons Umhang umgedreht hatte. »Ist Ihre Frau heute nicht zum Verhör vorgeladen? Ähm – was ist mit Ihnen passiert? Warum sind Sie so nass?«

»Yaxleys Büro regnet«, sagte Ron. Er sah dabei Mr Weasleys Schulter an, und Harry war sicher, dass er Angst hatte, sein Vater könnte ihn erkennen, wenn sie sich direkt in die Augen blickten.

„Ich glaube nicht, dass ich das könnte", sagte Arthur, „nicht in so einem unerwarteten Moment."

„Nun, Loony wusste, dass es Harry auf der Hochzeit war." sagte Fred.

„Nenn sie nicht so!", sagte Ginny.

„Und sie kennt Harry gar nicht so gut", beendete George Freds Gedanken.

„Noch, meinst du wohl", sagte Ginny. „Offensichtlich werden sie und Harry irgendwann noch Freunde."
„Außerdem, jeder der Harry auch nur ein bisschen kennt, würde wissen, dass er auf der Hochzeit sein würde.", sagte Hermine. „Sie hat wohl erwartet, dass er da sein würde."

„Und nicht zu vergessen, dass das Mädchen etwas verrückt ist und Dinge sieht, die außer ihr niemand sieht", fügt Ron hinzu und Hermine schlug ihn. „Au.. Mine, du magst sie doch nicht mal!"

„Nun, ich werde sie aber noch mögen", sagte Hermine, sie war sich nicht sicher, warum sie so reagiert hatte. „Und du warst sehr gemein."

„Wie auch immer", grummelte Ron und rubbelte seinen Arm.

»Ich hab es nicht in den Griff gekriegt, deshalb haben sie mich losgeschickt, um Bernie zu holen – Bernie Pillsworth, haben sie, glaube ich, gesagt -«

»Ja, viele Büros haben in letzter Zeit geregnet«, sagte Mr Weasley.

»Haben Sie meteolohex recanto probiert? Bei Bletchley hat das funktioniert. «

Molly lächelte ihren Mann für eine Sekunde an, nicht nur dass er seinen Sohn half, sondern auch, dass er so freundlich war, dass er jedem seine Hilfe anbieten würde.

»Meteolohex recanto?«, flüsterte Ron. »Nein, hab ich nicht. Danke, Dich meine, danke, Arthur. «

„Nun, wenn du mich Dad genannt hättest, hätte mir das vielleicht ein Hinweis gegeben wer du wirklich bist", kicherte Arthur.

„Gut, dass ich mich gerade noch gefangen habe" Ron lächelte verlegen.

Die Fahrstuhltüren öffneten sich; die alte Hexe mit dem Ameisenhügelhaar ging hinaus, und Ron schoss an ihr vorbei und verschwand. Harry wollte ihm gerade folgen, doch da kam ihm Percy Weasley in die Quere, der in den Lift marschierte, die Nase in irgendwelche Papiere gesteckt, die er gerade las.

Arthur und Percy wurden beide steif, beide hofften auf dasselbe, was höchstwahrscheinlich nicht eintreffen würde.

Erst als die Türen wieder zugerattert waren, erkannte Percy, dass er mit seinem Vater im Aufzug war. Er blickte auf, sah Mr Weasley, wurde radieschenrot und verließ den Fahrstuhl, kaum dass sich die Türen wieder geöffnet hatten.

Mollys Stimme war herzzerreißend und Arthur legte seinen Arm um ihre Schulter. Er war stur genug, um seinen Sohn nicht anzusehen. Percy sah keinen aus seiner Familie an, er wählte den Blick gen Boden.

Harry versuchte zum zweiten Mal auszusteigen, doch nun versperrte ihm Mr Weasleys Arm den Weg.

„Oh Scheiße", sagte Arthur, er wusste, dass er jetzt etwas sagen würde, was er eigentlich nicht sollte.
„Arthur!", zischte Molly.

„Sorry, Liebling", sagte Arthur automatisch. „Aber das ist nicht gut…"

»Einen Moment, Runcorn.«

Die Aufzugtüren schlossen sich, und während sie wieder einen Stock tiefer rumpelten, sagte Mr Weasley: »Wie ich höre, haben Sie Informationen über Dirk Cresswell vorgelegt.«

Harry hatte den Eindruck, dass die kurze Begegnung mit Percy Mr Weasley nur noch wütender gemacht hatte.

Natürlich, dachte Arthur Dunkel. Er hasste die Entfremdung zu seinem Sohn, und die Vorstellung, dass sein Sohn so wenig von ihm hielt.

Er beschloss, dass es das Beste war, wenn er sich dumm stellte.

„Nichts neues", stichelte Draco.

„Dir ist schon bewusst, dass du so etwas nicht sagen sollest, wohlwissend, dass Harry dich durchgängig schlägt.", sagte Ginny zum blass-haarigen Jungen. „Das lässt dich nur dümmer aussehen."

„Potter schlägt mich nicht", sagte Draco mit Verachtung.

„Und zeigst noch nicht mal Größe um das zuzugeben." Ginny schüttelte ihren Kopf. „Lächerlich!"

Dracos Wangen wurden leicht rosa.

Die Weasleys, Harry, Hermine und Sirius lachten allesamt darüber.

»Wie bitte?«, sagte er.

»Tun Sie nicht so, Runcorn«, sagte Mr Weasley zornig. »Sie haben den Zauberer aufgespürt, der seinen Familienstammbaum gefälscht hat, richtig?«

»Ich – und wenn ich's getan hätte?«, sagte Harry.

»Nun, Dirk Cresswell ist Ihnen als Zauberer zehnmal überlegen«, sagte Mr Weasley leise, während der Fahrstuhl in die Tiefe sank. »Und wenn er Askaban überlebt, werden Sie ihm Rechenschaft ablegen müssen, ganz abgesehen von seiner Frau, seinen Söhnen und seinen Freunden -«

„Arthur!", stöhnte Molly. „Du kannst solche Dinge einfach nicht sagen… das bringt Ärger."

„Ich…", sagte Arthur, er war außer sich, und er hätte bestimmt noch mehr gesagt, wenn Remus sich nicht eingemischt hätte.

„Es ist eigentlich gut, dass du mit Harry redest", sagte er, „Du konntest ein wenig Dampf ablassen und dir wird nichts passieren."

Molly funkelte ihren Mann für eine weitere Sekunde an bevor sie wieder anfing zu lesen.

»Arthur«, unterbrach ihn Harry, »Sie wissen, dass Sie verfolgt werden, oder nicht?«

»Soll das eine Drohung sein, Runcorn?«, sagte Mr Weasley laut.

»Nein«, sagte Harry, »es ist eine Tatsache! Jeder Ihrer Schritte wird beobachtet -«

„Danke Harry", sagte Arthur und lächelte den Jungen an. „Obwohl ich mir sicher bin, dass ich weiß, dass ich beobachtet werde, schätze ich deine Warnung."

„Gern Geschehen", sagte Harry weich.

Die Aufzugtüren öffneten sich. Sie hatten das Atrium erreicht. Mr Weasley warf Harry einen verächtlichen Blick zu und rauschte aus dem Lift. Harry blieb erschüttert zurück. Er wünschte, er würde jemand anderen als Runcorn verkörpern ... die Lifttüren ratterten zu.

Harry zog den Tarnumhang hervor und warf ihn sich wieder über. Er wollte nun allein versuchen, Hermine zu befreien, während Ron sich um das regnende Büro kümmerte.

„Nun, Immerhin weiß ich nun wo ihr seid.", sagte Ron.

Als die Türen aufgingen, trat er in einen fackelbeleuchteten steinernen Gang hinaus, der sich deutlich von den holzgetäfelten und mit Teppichen ausgelegten Korridoren in den oberen Stockwerken unterschied. Als der Lift hinter ihm wieder hinaufrumpelte, blickte Harry leicht schaudernd auf die ferne schwarze Tür, die den Eingang zur Mysteriumsabteilung markierte.

Harry verengte seine Augen zu schlitzen, warum zitterte er so, wenn er diese Tür ansah. Er versuchte sich die Tür vorzustellen, versuchte zu sehen, ob er dabei an etwas Zermürbendes denken würde…nein, das konnte nicht sein. Harry keuchte auf und alle sahen ihn an, aber er schüttelte einfach nur den Kopf. Sich die Tür vorzustellen, hatte ihn etwas erkennen lassen…es war die Tür von der er seit Voldemorts Rückkehr träumte. Nun zitterte er. Was auch immer hinter der Tür lag, es konnte nichts Gutes sein.

Er ging weiter, denn sein Ziel war nicht die schwarze Tür, sondern ein Durchgang, der sich seiner Erinnerung nach links befand und in die Treppe mündete, die hinunter zu den Gerichtsräumen führte.

„Huh, ich denke, dass meine Anhörung für eine Sache gutgewesen ist", sinnierte Harry. „Ich bezweifle, dass ich ohne die Anhörung gewusst hätte, wo sich die Gerichtsräume befinden."

Während er die Treppe hinunterschlich, spielte er hektisch die verschiedenen Möglichkeiten durch, die ihm blieben: Er hatte noch einige Bluffknaller, doch vielleicht war es besser, einfach an die Tür des Gerichtsraums zu klopfen, als Runcorn einzutreten und eine kurze Unterredung mit Mafalda zu verlangen? Natürlich wusste er nicht, ob Runcorn wichtig genug war, um sich das erlauben zu können, und selbst wenn er es schaffte, würde, wenn Hermine nicht wiederauftauchte, wahrscheinlich eine Suche nach ihr ausgelöst, noch ehe sie das Ministerium verlassen hatten ...

„Ich glaube schon, dass Runcorn eine so wichtige Persönlichkeit ist.", sagte Dumbledore. „Aber ich würde es nur ausnutzen, wenn ich keine andere Wahl hätte."

Tief in Gedanken versunken, bemerkte er die unnatürliche Kälte zunächst gar nicht, die über ihn kroch, als würde er in einen Nebel hinabsteigen.

Harry stöhnte, verdammte Dementoren…Musste er die wirklich nochmal sehen. Umbridge, Dementoren und Gerichtsräume, es sah so aus, als würde sich in den nächsten eineinhalb Jahren nicht viel ändern.

Mit jedem seiner Schritte wurde es kälter: Es war eine Kälte, die ihm tief in die Kehle drang und an seinen Lungen zerrte. Und dann spürte er jenes schleichende Gefühl der Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit, das ihn erfüllte, sich in ihm ausbreitete ...

Alle zitterten und Sirius hatte einen geistigen Ausdruck.

Dementoren, dachte er.

Und als er den Fuß der Treppe erreichte und sich nach rechts wandte, sah er eine schreckliche Szene. Der dunkle Gang vor den Gerichtsräumen war voller großer Gestalten mit schwarzen Kapuzen, deren Gesichter vollkommen verhüllt waren und deren rasselnder Atem das einzige Geräusch an diesem Ort war. Die vor Angst wie versteinerten Muggelstämmigen, die man zum Verhör hergebracht hatte, saßen zusammengekauert und zitternd auf harten Holzbänken.

„Sie lassen die Dementoren die Muggel bewachen!", zischte Hermine, dies ließ sie wütender werden, als alles andere zuvor.

„Natürlich, sie sind Kriminelle", sagte Draco und fing sich prompt ein Funkeln von Hermine ein. „Hey, Ich hab das Gesetzt nicht gemacht…"

„Aber dir gefällt es", zischte Fred und Draco zuckte gleichgültig.

„Darum geht es nicht", sagte er, „Alles was ich meinte, Granger, ist, dass sie vom neuen Gesetzt aus gesehen Kriminelle sind und auch als solche behandelt werden."

„Mir ist die Art von Logik vollkommen egal, es ist immer noch falsch", sagte Hermine hitzig.

Die meisten von ihnen hielten das Gesicht in den Händen verborgen, vielleicht in einem instinktiven Versuch, sich vor den gierigen Mündern der Dementoren abzuschirmen. Manche waren in Begleitung ihrer Familien hier, andere saßen allein. Die Dementoren schwebten vor ihnen auf und ab, und die Kälte und die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung, die hier herrschten, legten sich wie ein Fluch auf Harry ...

Kämpf dagegen, sagte er sich, doch er wusste, dass er hier keinen Patronus heraufbeschwören konnte, ohne sich augenblicklich zu verraten.

Deshalb ging er, so leise er konnte, weiter, und mit jedem Schritt, den er machte, schien sich Benommenheit in seinem Kopf auszubreiten, doch er zwang sich, an Hermine und Ron zu denken, die ihn brauchten.

„Als ob wir einen dürren Mistkerl wie dich brauchen", sagte Ron, obwohl er zufrieden mit sich war, dass Harry an ihn dachte, wenn es um Stärke geht.

Zwischen den hoch aufragenden schwarzen Gestalten hindurchzugehen war Grauen erregend: Die augenlosen Gesichter, die unter ihren Kapuzen verborgen waren, wandten sich ihm zu, während er vorüberkam, und er war sicher, dass sie ihn spürten, vielleicht die Anwesenheit eines Menschen spürten, der noch ein wenig Hoffnung, ein wenig Widerstandskraft besaß ...

„Das wird es sicher sein". Draco rollte mit den Augen.

„Eigentlich könnten sie das schon, glaub ich"; sagte Remus. „Die Dementoren lassen sich nicht von Verwandlungen oder Umhängen zum Narren halten, sie werden wissen, dass Harry da ist und nicht wie die anderen ist. Allerdings werden sie wahrscheinlich denken, dass es ein Ministeriumsangestellter war oder so."

Und dann jäh und erschreckend inmitten der eisigen Stille, wurde eine der Kerkertüren auf der linken Seite des Korridors aufgerissen, und Schreie drangen heraus.

»Nein, nein, ich bin Halbblüter, ich bin Halbblüter, das versichere ich Ihnen! Mein Vater war ein Zauberer, wirklich, schauen Sie nach, Arkie Alderton, er ist ein bekannter Besenkonstrukteur, schauen Sie nach, ich versichere es Ihnen – lassen Sie mich los, lassen Sie mich -«

»Dies ist Ihre letzte Verwarnung«, sagte Umbridges leise Stimme, magisch verstärkt, so dass sie über die verzweifelten Schreie des Mannes hinweg deutlich zu hören war. »Wenn Sie sich wehren, werden Sie den Kuss des Dementors zu spüren bekommen.«

Alle, ohne jede Ausnahme, zitterten.

„Das ist ja wiederlich! So grausam!", rief Sirius. Sein Gesicht war noch immer kreidebleich, aber seine Augen hatten einen manischen Glanz. „Der Kuss der Dementoren… nur weil er sich gewehrt hat…diese böse…verbogene…niederträchtige Kröte! Wie konnte sie das nur sagen?"

„Sie kennt keine Moral", stimmte Remus seinem Freund zu.

„Das hätten wir euch auch vorher sagen können", sagte Ron mit harter Stimme.

„Hm…Ich frage mich", sagte Harry. Er erinnerte sich, dass Dumbledore, das bei seinem Fall erwähnt hatte, aber es schien nun viel mehr Sinn zu ergeben, nun wo er ihre volle Missachtung gegen alles hörte. „Sie könnte die Dementoren zu mir geschickt haben."

Alle sahen ihn an, alle mit einer gewissen Akzeptanz.

„ich würde es ihr zutrauen", sagte Hermine mit dunkler Stimme.

„Wir wissen, dass es nicht Voldemort gewesen sein kann", fügte Remus hinzu.

„Ach ja?", sagte Harry. „Warum sagt mir das keiner?"

„Ich dachte, dass es nicht klug wäre, wenn du es weißt", sagte Dumbledore und Harry funkelte ihn an. Es war leicht, wieder sauer auf den Schulleiter zu werden. „Ich vermute es schon seit einiger Zeit, dass Dolores dahinter steckt."

„So", sagte Harry und Molly entschied sich weiter zu lesen.

Die Schreie des Mannes erstarben, doch trockenes Schluchzen hallte durch den Korridor.

»Bringt ihn weg«, sagte Umbridge.

Zwei Dementoren erschienen in der Tür des Gerichtsraums, ihre modrigen, verschorften Hände umklammerten die Oberarme des Zauberers, der offenbar ohnmächtig wurde. Sie glitten mit ihm den Korridor entlang, und die Dunkelheit, die sie hinter sich herzogen, verschluckte ihn.

»Der Nächste – Mary Cattermole«, rief Umbridge.

Alle seufzten als sie den Namen hörten und Ron betete, dass er der Familie irgendwie helfen könnte, nachdem er sich so in ihr Leben eingemischt hatte.

Eine kleine Frau erhob sich; sie zitterte am ganzen Leib. Ihr dunkles Haar war straff zu einem Knoten nach hinten gebunden und sie trug einen langen schlichten Umhang. Ihr Gesicht war vollkommen blutleer. Als sie an den Dementoren vorbeiging, sah Harry sie erschaudern.

Er tat es instinktiv, ohne irgendeinen Plan,

„Wann haben wir jemals einen Plan", stichelte Hermine.

„Manchmal haben wir schon einen", murmelte Harry verletzt.

weil er nicht mit ansehen konnte, wie sie da allein in den Kerker ging: In dem Moment, als die Tür zuschwang, schlüpfte er hinter ihr in den Gerichtsraum.

Es war nicht der Raum, in dem er einst wegen unzulässigen Gebrauchs von Magie verhört worden war. Dieser hier war viel kleiner, doch die Decke war genauso hoch; sie vermittelte einem das klaustrophobische Gefühl, auf dem Boden eines tiefen Brunnens festzusitzen.

Hier drinnen waren weitere Dementoren, die ihre eiskalte Aura überall verströmten; sie standen wie gesichtslose Wächter in den Ecken, die am weitesten von dem hoch aufragenden Podium entfernt waren. Dort, hinter einer Balustrade, saß Umbridge, mit Yaxley auf der einen und Hermine, genauso bleich wie Mrs Cattermole, auf der anderen Seite.

Hermine zuckte stark zusammen. „Ich gucke zu…wie der Mann…Ich gucke einfach nur zu…Ich kann es nicht glauben…"

„Du hast keine andere Wahl, Mine", sagte Ron weich.

„Aber…", sagte Hermine, ihre Augen flehten, dass sie nich nur zugeguckt hätte, sondern dem Mann auch geholfen hätte.

„Es gab nichts was du für ihn hättest tun können", sagte Snape, er wusste wie sich Hermine in diesem Augenblick fühlte, er musste solche Dinge als Spion tagtäglich mit ansehen. „Es ist wahrscheinlich das härteste was du jemals tun musst und nicht jeder kann so etwas.", fügte er hinzu und sah Harry an, er bezweifelte, dass der Junge einfach nur daneben stehen würde, wenn er helfen konnte. Nein, Harry würde alles tun, um diesem Fremden zu helfen. „Aber die Wahrheit ist, dass der Krieg zu Ende wäre, wenn du gefasst werden würdest…und der Dunkle Lord hätt gewonnen."

„Das mach es jetzt auch nicht besser", seufzte Hermine.

„Ich wollte nur die Tatsachen festhalten", sagte Severus, er sah das Mädchen an, welches die schlauste Schülerin war, die er jemals unterrichtet hatte – nicht dass er jemals so etwas zugeben würde – wohlwissend dass sie sich kontrollieren konnte in solchen Situationen wie diese, anstelle manch anderer Gryffindor in diesem Raum (Mit Ausnahme der die älter waren als er). Obwohl sie meinte, dass es das Ganze nicht besser machte, sah sie dennoch etwas ermunterter bei der Tatsache aus, dass dies das Einzige war, was sie tun konnte.

Am Fuß des Podiums schlich eine silbrig leuchtende, langhaarige Katze unentwegt auf und ab

„Arg…ist das Umbridge Patronus", stöhnte Ginny, sie liebte Katzen und hasste, dass eine solch bösartige Person von ihren repräsentiert wurde. McGonagall schaute ähnlich, sie dachte an ihren eigenen Katzen-Patronus.

und Harry begriff, dass sie die Ankläger vor der Verzweiflung schützen sollte, die von den Dementoren ausging: Die war für die Angeklagten bestimmt, nicht für die Kläger.

„Weißt du Harry, dass hilf jetzt nicht gerade", sagte Hermine, immer noch bedrückt üb er ihre Rolle in dem Gericht. „Ich brauche nicht auch noch deine dunklen und präzisen Gedanken."

„Sorry, Hermine, aber glaub mir, mir gefällt es auch nicht, dass du meine Gedanken hören kannst", sagte Harry.

»Setzen Sie sich«, sagte Umbridge mit ihrer zarten, weichen Stimme.

Mrs Cattermole wankte zu dem einzelnen Stuhl mitten unter dem erhöhten Podium. Kaum hatte sie sich gesetzt, rasselten Ketten aus den Armlehnen des Stuhls und fesselten sie daran.

»Sie sind Mary Elizabeth Cattermole?«, fragte Umbridge.

Mrs Cattermole nickte einmal zitternd mit dem Kopf.

»Verheiratet mit Reginald Cattermole von der Abteilung Zauberei-Zentralverwaltung?«

Mrs Cattermole brach in Tränen aus.

»Ich weiß nicht, wo er ist, wir wollten uns hier treffen!«

Ron zuckte zusammen und Hermine legte eine Hand auf seine. Seine Ohren wurden rot, als er die Hand umdrehte, sodass er seine Hand in ihre falten konnte.

Umbridge ignorierte sie.

»Mutter von Maisie, Ellie und Alfred Cattermole?«

Mrs Cattermole schluchzte noch mehr.

»Sie haben Angst, sie glauben, ich würde vielleicht nicht wieder nach Hause kommen -«

»Verschonen Sie uns«, zischte Yaxley. »Die Bälger von Schlammblütern erregen nicht unser Mitgefühl.«

„Verdammter Bastard", rief Sirius und knirschte wütend mit den Zähnen…er konnte nicht anders als an Harry denken, wenn etwas wie das gesagt wurde.

Mrs Cattermoles Schluchzen übertönte Harrys Schritte, während er vorsichtig zu der Treppe ging, die zum Podium hinaufführte. In dem Moment, als er über die Linie getreten war, auf der die Patronus-Katze patrouillierte, spürte er, dass die Temperatur sich änderte: Hier war es warm und behaglich. Der Patronus, dessen war er sicher, gehörte zu Umbridge, und er leuchtete hell, weil sie so glücklich hier war, in ihrem Element, eine Hüterin der verdrehten Gesetze, die sie mitverfasst hatte.

„Oh, Harry, Bitte unternimm etwas gegen diese böse Hexe", zischte Ginny.

Harry, Hermine und Tonks schnaubten los und Ginny sah sie an.

„Sorry, die Böse hexe ist ein Charakter aus einer Muggel Geschichte", sagte Hermine. „Die Geschichte heißt, der Zauberer von Oz und war ein Film…"

„Oh wirklich, ich würde zu gerne hören, wie Muggel sich Hexen und Zauberer vorstellen", sagte Arthur aufgeregt.

„Wir müssen dir den Film dann unbedingt demnächst zeigen" Hermine lächelte, wie lustig würden wohl deren Reaktion auf diesen Film werden.

Langsam und äußerst vorsichtig schob er sich hinter Umbridge, Yaxley und Hermine das Podium entlang und nahm hinter Hermine Platz. Er war besorgt, dass er sie erschrecken könnte. Er überlegte, ob er Umbridge und Yaxley mit dem Muffliato-Zauber belegen sollte, doch selbst wenn er das Wort nur murmelte, würde er Hermine womöglich in helle Aufregung versetzen. Dann erhob Umbridge ihre Stimme und wandte sich an Mrs Cattermole, und Harry nutzte die Gelegenheit.

»Ich bin hinter dir«, flüsterte er Hermine ins Ohr.

Wie erwartet, fuhr sie so heftig zusammen, dass sie beinahe das Fass voller Tinte umwarf, mit der sie die Befragung protokollieren sollte, doch sowohl Umbridge als auch Yaxley hatten sich auf Mrs Cattermole konzentriert und bemerkten es nicht.

„Ich denke, die Worte Muffliato wären mir lieber gewesen", sagte Hermine.
„Sorry", sagte Harry achselzuckend.

»Bei Ihrer Ankunft heute im Ministerium wurde Ihnen ein Zauberstab abgenommen, Mrs Cattermole«, sagte Umbridge gerade. »Achtdreiviertel Zoll, Kirsche, Kern Einhornhaar. Sagt Ihnen diese Beschreibung etwas?«

Mrs Cattermole nickte und wischte sich mit dem Ärmel über die Augen.

»Würden Sie uns bitte mitteilen, welcher Hexe oder welchem Zauberer Sie diesen Zauberstab entwendet haben?«

Hermines Nasenflügel blähten sich wütend auf. Entwendet! Sie hat den verdammten Zauberstab nicht gestohlen sondern gekauft!

»E-entwendet?«, schluchzte Mrs Cattermole. »Ich hab ihn – niemandem entwendet. Ich hab ihn ge-gekauft, als ich elf Jahre alt war. Er – er – er hat mich ausgesucht.«

Sie weinte noch heftiger.

Umbridge lachte ein leises, mädchenhaftes Lachen, bei dem Harry ihr am liebsten an die Gurgel gefahren wäre.

Harry konnte nicht wiedersprechen, er wollte sie jetzt attackieren und dazu musste er nicht mal ihr Lachen hören.

Sie beugte sich über die Balustrade, um ihr Opfer besser beobachten zu können, und dabei schwang auch etwas Goldenes nach vorn und baumelte in die Tiefe: das Medaillon.

„Ja!", sagten alle im Raum.

„Ich hab's euch doch gesagt", grinste Ginny.

Hermine hatte es gesehen und stieß ein leises Piepsen aus, doch Umbridge und Yaxley fixierten nach wie vor ihr Opfer und waren taub für alles andere.

„Hermine, du musst deine Reaktionen besser kontrollieren.", sagte Harry.

„Tut mir Leid", seufzte Hermine.

»Nein«, sagte Umbridge, »nein, das glaube ich nicht, Mrs Cattermole.

Zauberstäbe suchen sich nur Hexen oder Zauberer. Sie sind keine Hexe. Ich habe hier Ihre Antworten auf dem Fragebogen vorliegen, den wir Ihnen zugesandt haben – Mafalda, geben Sie ihn mir.«

Umbridge streckte ihre kleine Hand aus: In diesem Moment wirkte sie so krötenhaft, dass Harry ganz überrascht war, dass sie keine Schwimmhäute zwischen ihren Stummelfingern hatte. Hermines Hände zitterten vor Schreck. Sie wühlte in einem Stapel von Dokumenten auf dem Stuhl neben sich und zog schließlich einen Stoß Pergamente hervor, auf denen Mrs Cattermoles Name stand.

»Das – das ist hübsch, Dolores«, sagte sie und deutete auf den Anhänger, der in den knittrigen Falten von Umbridges Bluse schimmerte.

„Warum ziehst du Aufmerksamkeit auf das Medaillon. Wenn es weg ist, wird sie an dich denken.", sagte Sirius.

„Ich muss sicher sein, dass es das echte Medaillon ist.", sagte Hermine.

„Und außerdem ist Mafalda diejenige, die dann beschuldigt werden würde", sagte Draco.

„Du sagst dass als ob es das so in Ordnung macht", sagte Ginny kopfschüttelnd.

Draco zuckte nur mit den Achseln welches wohl sagen sollte: macht es das denn nicht?

»Was?«, schnappte Umbridge und blickte hinunter. »O ja -ein altes Familienerbstück«, sagte sie und tätschelte das Medaillon, das auf ihrem großen Busen lag. »Das S steht für Selwyn ... ich bin mit den Selwyns verwandt...

„Was für eine verdammte Lügnerin", rief Sirius.

„Es ist das Scheiß Medaillon von Slytherin", fügte Tonks hinzu.

„Ist sie überhaupt verwandt mit den Selwyns?", fragte Remus.

„Nun, in Anbetracht, dass die alle wie Kröten aussehen…Höchstwahrscheinlich", sagte Sirius. „Aber das ist nur nebensächlich. Sie hat das Medaillon als Bestechungsgeld an sich genommen und benutzt es jetzt um sich als Reinblüterin auszugeben!"

tatsächlich gibt es wenige reinblütige Familien, mit denen ich nicht verwandt bin ... schade nur«, fuhr sie mit erhobener Stimme fort und blätterte durch Mrs Cattermoles Fragebogen, »dass man das nicht von Ihnen sagen kann. Beruf der Eltern: Gemüsehändler.«

Yaxley lachte höhnisch. Unten patrouillierte die flaumige silberne Katze auf und ab, und die Dementoren standen wartend in den Ecken.

Es war Umbridges Lüge, die Harry in Rage brachte und ihn alle Vorsicht in den Wind schlagen ließ: dass sie das Medaillon, das sie als Bestechungsgeschenk von einem Kleinkriminellen angenommen hatte, dazu benutzte, ihre Herkunft als Reinblütige zu belegen.

„Hey Harry, du denkst wie ich!", sagte Sirius und Harry lächelte.

Er hob den Zauberstab, bemühte sich gar nicht erst, ihn unter dem Tarnumhang zu verbergen, und sagte: »Stupor!«

Severus rollte mit den Augen, er wusste, dass Potter nicht das Zeug gehabt hatte um cool zu bleiben.

„Brillant, Harry"; sagte Sirius.

„"Obwohl wir es dir auch nicht übel genommen hätten wenn du einen schlimmeren Fluch benutzt hättest.", fügte Charlie hinzu.

Ein roter Lichtblitz zuckte auf; Umbridge brach zusammen und schlug mit der Stirn gegen den Rand der Balustrade; Mrs Cattermoles Papiere rutschten ihr vom Schoß und fielen zu Boden, und die umherstreifende silberne Katze unter ihr verschwand. Eiskalte Luft wie von einem aufkommenden Sturm schlug ihnen entgegen: Yaxley sah sich völlig verwirrt nach dem Ursprung der Unruhe um und erblickte Harrys frei schwebende Hand, die mit dem Zauberstab auf ihn zielte. Er wollte seinen eigenen Zauberstab zücken, doch es war zu spät.

»Stupor!«

„Du weißt schon, dass er dich hätte verfluchen können aufgrund deines schlechten Handelns", sagte Severus.

„Ich wusste, dass er seinen Zauberstab nicht in der Hand hatte und es wäre nicht so schwierig gewesen ihn zu verfluchen", sagte Harry verteidigend. „Und ich glaube nicht, dass ich hier schlecht handle…Es ist wahrscheinlich die beste Art hier herauszukommen."

Yaxley glitt zu Boden und blieb zusammengerollt liegen.

»Harry!«

»Hermine, wenn du gedacht hast, ich würde hier sitzen bleiben, während die so tut, als ob -«

»Harry, Mrs Cattermole!«

„Oh verdammt, die Dementoren!", sagte Sirius. Er wusste sofort warum Hermine geschrienen hatte.

Harry wirbelte herum und warf den Tarnumhang ab; unten waren die Dementoren aus ihren Ecken gekommen; sie glitten auf die Frau zu, die an den Stuhl gekettet war: Sei es, weil der Patronus verschwunden war oder weil sie spürten, dass ihre Herren nicht mehr die Oberhand hatten, sie hielten sich jedenfalls nicht mehr zurück. Mrs Cattermole stieß einen schrecklichen Angstschrei aus, als eine schleimige, verschorfte Hand sie am Kinn packte und ihr den Kopf in den Nacken drückte.

Sirius zuckte erneut…er wusste wie sie sich fühlen musste.

»EXPECTO PATRONUM!«

Der silberne Hirsch schnellte aus der Spitze von Harrys Zauberstab hervor und stürzte auf die Dementoren zu, die zurückwichen und wieder mit den dunklen Schatten verschmolzen. Das Licht des Hirsches, der beharrlich im Raum umhersprang, war mächtiger und wärmender als der Schutz der Katze und erfüllte den ganzen Kerker.

„War der Patronus wirklich wärmer oder dachte Harry dass er es einfach war", fragte Hermine Remus und nicht Harry.

„ich weiß es nicht", sagte Remus ehrlich.
„Kommt schon, Harrys Patronus wird doch wohl wärmer sein, als der Patronus von der kaltherzigen Schlampe", sagte Sirius.

»Nimm den Horkrux«, sagte Harry zu Hermine.

Er rannte die Treppe hinunter, stopfte den Tarnumhang wieder in seine Tasche und näherte sich Mrs Cattermole.

»Sie?«, flüsterte sie und starrte ihm ins Gesicht. »Aber -aber Reg sagte, dass Sie es waren, der beantragt hat, dass man mich verhört! «

»Habe ich das?«, murmelte Harry und riss an den Ketten, die ihre Arme fesselten. »Also, ich hab es mir anders überlegt. Diffindo!« Nichts geschah. »Hermine, wie krieg ich diese Ketten runter?«

„Ich glaube nicht dass es weise ist, eure echten Namen zu sagen", sagte Percy. „Ihr wollt doch nicht, dass die Leute wissen, dass ihr hier seid."

„Eigentlich ist es gar nicht so schlimm, wenn die Leute erfahren würden, dass sie da waren…ähm…solange sie wieder aus dem Ministerium rauskommen.", sagte Bill gedankenverloren. „Denkt doch nur was die Leute sagen würden, wenn Harry ins Ministerium herein und wieder herausgekommen ist ohne gefangen zu werden."

„Das ist ein Punkt über den sich streiten lässt im Moment", sagte Ginny vernünftig. „Die einzigen Leute die sie verpetzten könnten sind ausgeknockt."

»Warte, ich bin gerade hier oben beschäftigt -«

»Hermine, wir sind von Dementoren umzingelt!«

»Ich weiß, Harry, aber wenn sie aufwacht und das Medaillon verschwunden ist – ich muss ein Duplikat herstellen ... Geminio! Na also ...das müsste sie täuschen ...«

„Ha", sagte Hermine und sah Sirius an. „Nun macht es keinen Unterschied mehr, ob ich Aufmerksamkeit auf das Medaillon gelenkt habe… Sie wird nicht mal merken, dass es weg ist…so dumm wie sie ist, glaube ich nicht, dass sie einen Unterschied erkennen wird."

„Sorry, dass ich jemals an dir gezweifelt habe, Hermine, kannst du mir jemals verzeihen", fragte Sirius sie lächelnd.

Hermine rollte mit den Augen bevor sie das Lächeln erwiderte.

Hermine kam die Stufen herabgerannt.

»Warte mal ... Relaschio!«

Die Ketten zogen sich klirrend in die Armlehnen des Stuhls zurück.

„Was würdet ihr nur ohne Hermine tun?", fragte Ginny Harry ernsthaft.

„Keine Ahnung, aber es ist gut, dass sie immer für mich da ist", sagte Harry ebenso ernsthaft.

Mrs Cattermole wirkte nach wie vor verängstigt.

»Das verstehe ich nicht«, flüsterte sie.

»Sie werden mit uns zusammen hier rausgehen«, sagte Harry und zog sie auf die Beine. »Gehen Sie nach Hause, nehmen Sie Ihre Kinder und verschwinden Sie, verlassen Sie das Land, wenn es sein muss. Maskieren Sie sich und fliehen Sie. Sie haben gesehen, wie es ist, so etwas wie eine faire Anhörung bekommen Sie hier nicht.«

„Guter Ratschlag, Harry", sagte Dumbledore lächelnd, er wurde mit jedem Jahr ein besserer Anführer.

»Harry«, sagte Hermine, »wie kommen wir hier raus mit all diesen Dementoren draußen vor der Tür?«

»Patroni«, sagte Harry und deutete mit dem Zauberstab auf seinen eigenen: Der Hirsch wurde langsamer und wandte sich, immer noch hell leuchtend, zur Tür. »So viele wir aufbieten können; hol du deinen, Hermine.«

»Expec-expecto patronum«, sagte Hermine. Nichts passierte.

Hermine runzelte die Stirn, sie hasste es, wenn sie nichts tun konnte.

»Das ist der einzige Zauber, mit dem sie immer Schwierigkeiten hat«, erklärte Harry der völlig verdatterten Mrs Cattermole.

Hermine funkelte Harry nun an, der sich alle Mühe gab sie nicht anzusehen, während alle anderen im Raum anfingen über die Beiden zu lachen.

»Bisschen schade eigentlich ... nun mach schon, Hermine.«

»Expecto patronum!«

Ein silberner Otter brach aus der Spitze von Hermines Zauberstab hervor und schwamm elegant durch die Luft hinüber zu dem Hirsch.

Hermine lächelte. Sie dachte an ihren Patronus, und das sie ihn nur zu gern mal in echt sehen würde.

»Nun los«, sagte Harry und führte Hermine und Mrs Cattermole zur Tür.

Als die Patroni aus dem Kerker schwebten, waren entsetzte Schreie der Leute zu hören, die draußen warteten. Harry sah sich um; die Dementoren wichen auf beiden Seiten zurück, verschmolzen mit der Dunkelheit, stoben vor den silbernen Geschöpfen davon.

»Es wurde angeordnet, dass Sie alle nach Hause gehen und sich mit Ihren Familien verstecken sollen«, verkündete Harry den wartenden Muggelstämmigen, die vom Licht der Patroni geblendet waren und sich nach wie vor ein wenig duckten. »Gehen Sie wenn möglich ins Ausland. Nur ganz weit weg vom Ministerium. Das ist die – ähm – neue offizielle Position. Wenn Sie jetzt einfach den Patroni folgen, können Sie vom Atrium aus nach draußen gelangen.«

„Die neue offizielle Position?", strahlte Sirius. „ich muss sagen Harry, dass ich sehr stolz auf dich bin."

„Danke…ähm…aber noch hat es nicht funktioniert", sagte Harry, peinlich berührt über das Kompliment.

„Das wird es", sagte Fleur. „Und das macht Bills Geschichte nur noch besser, wenn ihr ins Ministerium eingebrochen seid um eine Gruppe von Muggel-Geborenen zu befreien."

„Hey, dass gibt eine gute Titelgeschichte", sagte Remus lächelnd. „Für die Ordensmitglieder würde dass alles keinen Sinn ergeben, aber die Todesser vermuten schon, dass ihr so etwas Stumpfsinniges tut."

„Danke", sagte Harry und zog eine Grimasse."

Sie schafften es die steinerne Treppe hinauf, ohne dass sie abgefangen wurden, doch als sie sich den Fahrstühlen näherten, kamen Harry allmählich Bedenken. Er wurde das Gefühl nicht los, dass sie unerwünschte Aufmerksamkeit erregen würden, wenn sie mit einem silbernen Hirsch, einem neben ihm dahingleitenden Otter und etwa zwanzig Leuten im Atrium auftauchen würden, von denen die Hälfte angeklagte Muggelstämmige waren. Er war gerade zu diesem unangenehmen Schluss gekommen, als der Lift ratternd vor ihnen zum Stillstand kam.

»Reg!«, schrie Mrs Cattermole und warf sich in Rons Arme. »Runcorn hat mich freigelassen, er hat Umbridge und Yaxley angegriffen und uns allen befohlen, das Land zu verlassen, ich glaube, das sollten wir tun, Reg, wirklich. Lass uns schnell nach Hause gehen und die Kinder holen und –warum bist du so nass?«

»Wasser«, murmelte Ron, während er sich von ihr losmachte.

Hermine rollte mit den Augen, er ist so tröstend wie eh und je.

»Harry, die wissen, dass Eindringlinge im Ministerium sind, wegen irgendeinem Loch in der Bürotür von Umbridge, ich schätze, wir haben noch fünf Minuten, wenn das – «

„Du hättest das Auge nicht nehmen dürfen.", sagte Tonks, sie wusste in den Moment als Harry es genommen hatte, dass Ärger folgen würde, aber die selbst hätte nicht anders gehandelt.

„Ich konnte es dort nicht lassen", antwortete Harry, obwohl er sich still wünschte dass er es getan hatte.

Hermines Patronus verschwand mit einem Plopp, als sie sich mit entsetztem Gesicht Harry zuwandte.

»Harry, wenn wir hier in der Falle sitzen -!«

»Nicht, wenn wir uns beeilen«, sagte Harry. Er drehte sich zu den stummen Leuten hinter ihm um, die ihn alle mit großen Augen anstarrten.

Hermine lächelte Harry an, Harry schien immer Stärke zu zeigen, wenn sie es brauchten.

»Wer hat einen Zauberstab?«

Etwa die Hälfte von ihnen hob die Hand.

»Okay, alle, die keinen Zauberstab haben, müssen sich jemandem anschließen, der einen hat. Wir müssen schnell sein – bevor sie uns aufhalten. Kommt mit.«

Sie schafften es, sich in zwei Aufzüge zu zwängen. Harrys Patronus stand vor den goldenen Gittern Wache, während sie sich schlossen, und die Lifte begannen hochzufahren.

»Achter Stock«, sagte die kühle Stimme der Hexe. »Atrium.«

Harry wusste sofort, dass sie in Schwierigkeiten waren. Das Atrium war voller Leute, die von Kamin zu Kamin gingen und sie versiegelten.

„Oh verdammt", keuchte Sirius und alle spannten sich an. Mollys Stimme war angespannt und die Panik darin machten alle nur noch nervöser.

»Harry!«, kreischte Hermine. »Was sollen wir -?«

»STOPP!«, donnerte Harry und die mächtige Stimme Runcorns hallte durch das Atrium: Die Zauberer, die gerade die Kamine versiegelten, erstarrten. »Folgt mir«, flüsterte er der Gruppe verängstigter Muggelstämmiger zu, die sich nun dicht aneinandergedrängt und geführt von Ron und Hermine vorwärtsbewegten.

»Was gibt's, Albert?«, fragte der Zauberer mit dem schütteren Haar, der anfangs hinter Harry aus dem Kamin gekommen war. Er sah nervös aus.

»Diese Leute hier müssen raus, bevor Sie die Ausgänge versiegeln«, sagte Harry mit aller Autorität, die er aufbieten konnte.

Alle saßen auf den Kanten ihrer Plätze. Alle fragten sich wie Harry es aus dem Ministerium schaffen sollte und hofften, dass dieser Runcorn wichtig genug war.

Die Zauberer vor ihm blickten einander an.

»Wir haben Anweisung, alle Ausgänge zu versiegeln und niemanden –«

»Wollen Sie mir etwa widersprechen?«, polterte Harry. »Soll ich vielleicht Ihren Familienstammbaum überprüfen lassen, wie den von Dirk Cresswell?«

„Brillant, Harry!", sagte Sirius und sogar Severus und Draco sahen Harry beeindruckt an.

»Verzeihung!«, japste der Zauberer mit dem schütteren Haar und wich zurück. »So hab ich's nicht gemeint, Albert, aber ich dachte ... ich dachte, die wären zum Verhör da und ...«

»Ihr Blut ist rein«, sagte Harry und seine tiefe Stimme dröhnte eindrucksvoll durch die Halle. »Reiner als das vieler von euch, vermute ich. Los geht's«,

„Fordere den Glück nicht heraus, Harry", sagte Remus, wohl wissend dass viele der Rumtreiber Pläne schief gelaufen sind, weil James und Sirius die Geschichten zu sehr ausgeschmückt hatten.

sagte er mit donnernder Stimme zu den Muggelstämmigen, die hastig in die Kamine stürzten und paarweise zu verschwinden begannen.

Die Ministeriumszauberer zögerten, einige mit verwirrter Miene, andere eingeschüchtert und ärgerlich. Dann -

»Mary!«

Mrs Cattermole blickte über die Schulter. Der echte Reg Cattermole, der sich von seinem Brechanfall erholt hatte, aber immer noch blass und matt aussah, war gerade aus einem Lift herausgerannt.

„Oh verdammt", stöhnte Sirius. „Warum muss der auch gerade jetzt auftauchen?"

Arthur seufzte, er wusste, dass er Molly in so einer Anhörung nicht alleine gelassen hätte, auch nicht wenn er so krank wie Reg gewesen wäre. Aber im Moment wünschte er sich einfach nur, dass Reg zuhause geblieben wäre.

»R-Reg?«

Sie blickte von ihrem Gatten zu Ron, der laut fluchte.

Der Zauberer mit dem schütteren Haar riss den Mund auf, und es wirkte lächerlich, wie er den Kopf von dem einen Reg Cattermole zum anderen wandte.

»Hey – was geht hier vor? Was soll das?«

»Versiegelt den Ausgang! VERSIEGELN!«

Yaxley war aus einem anderen Fahrstuhl gestürmt

„Ihr hättet ihn fesseln sollen", stöhnte Tonks.

und rannte auf die Gruppe neben den Kaminen zu, in denen inzwischen alle Muggelstämmigen außer Mrs Cattermole verschwunden waren. Als der Zauberer mit dem schütteren Haar seinen Zauberstab hob, riss Harry seine gewaltige Faust hoch und versetzte ihm einen Schlag, der ihn durch die Luft schleuderte.

„Was tust du Harry?", fragte Molly, sie hätte nie gedachte, dass Harry jemanden schlagen würde, obwohl es ihr in diesem Moment ziemlich egal war. Sie wollte einfach nur, dass sie da so schnell wie möglich rauskamen.

»Er hat Muggelstämmigen zur Flucht verholfen, Yaxley!«, schrie Harry.

„Oh…ein anderer guter Plan, Harry!", sagte Sirius. „Je mehr Chaos, desto besser."

Unter den Kollegen des Mannes mit dem schütteren Haar brach ein Tumult aus, und Ron nutzte die Gelegenheit, packte Mrs Cattermole, zog sie in den noch offenen Kamin und verschwand mit ihr. Verwirrt blickte Yaxley von Harry zu dem zusammengeschlagenen Zauberer, während der echte Reg Cattermole schrie: »Meine Frau! "Wer war das mit meiner Frau? Was geht hier vor?«

„Bitte sei still, Reg", stöhnte Arthur, obwohl er sehr wohl mit dem Zauberer mitfühlte.

Harry sah, wie Yaxley den Kopf drehte und wie in diesem ungeschlachten Gesicht allmählich ein Licht aufging.

»Komm!«, rief Harry Hermine zu; er nahm sie bei der Hand, und sie sprangen zusammen in den Kamin, während Yaxleys Fluch über Harrys Kopf hinwegjagte. Sie wirbelten einige Sekunden umher, dann schossen sie aus einer Toilettenschüssel heraus und landeten in einer Kabine. Harry stieß die Tür auf; Ron stand an den Waschbecken und rang immer noch mit Mrs Cattermole.

»Reg, ich verstehe nicht -«

»Lassen Sie mich los, ich bin nicht Ihr Mann, Sie müssen nach Hause gehen!«

Aus der Kabine hinter ihnen war ein Geräusch zu hören; Harry schaute sich um: Yaxley war gerade aufgetaucht.

„Ihr müsst weg! Sofort!", jammerte Molly und bevor noch jemand anderes etwas sagen konnte, begann sie weiter zu lesen.

»NICHTS WIE WEG!«, schrie Harry. Er packte Hermine bei der Hand und Ron am Arm und drehte sich auf der Stelle.

Dunkelheit verschlang sie, und es war, als würden Bänder sie zusammenschnüren, doch irgendetwas stimmte nicht ... Hermines Hand schien ihm zu entgleiten ...

„NEIN!", sagte mehrere Leute, aber keiner so laut wie Ron.

„Irgendwer…Yaxley, muss sie wohl festhalten!", sagte Remus.

„Nicht gut, so gar nicht gut", sagte Sirius.

„Aber er kommt nicht durch die Barriere vom Grimmauldplatz, oder?", fragte Fred.

„Der Ort soll doch gerade gegen so etwas schützen", fügte George hinzu.

„Wäre Dumbledore noch immer der einzige Geheimniswahrer, dann würde es stimmen", sagte Remus ernst. „Aber so wie es aussieht, wird er wohl durch den Zauber kommen…immerhin wird er in das Geheimnis eingeweiht, indem ihr mit ihm dahin appariert."

„Verdammt", stöhnten mache auf.

„Sie können den Grimmauldplatz nun nicht mehr als Versteck benutzen", jammerte Molly, es war ein dunkles, schmutziges und gefährliches Haus, das wussten sie, aber immerhin konnte kein anderer außer ihnen dort hinein. Außerdem mit Kreachers Verwandlung klang der Ort nicht mehr ganz so schlimm wie vorher.

„Mum, könntest du bitte weiterlesen", sagte Ron so geduldig wie er konnte. Er musste wissen, was mit Hermine passierte…wohlwissend, dass es schlimm war, dass es viel schlimmer war, dass Hermines Hand Harry zu entgleiten schien, als dass sie den Grimmauldplatz nicht mehr benutzen konnten.

Er dachte schon, er würde vielleicht ersticken, er bekam keine Luft und konnte nichts sehen, das einzig Feste auf der Welt waren Rons Arm und Hermines Finger, die langsam wegrutschten ...

Ron zuckte zusammen und Molly las schneller denn je zuvor.

Und dann sah er die Tür von Grimmauldplatz Nummer zwölf mit ihrem schlangenförmigen Türklopfer, doch ehe er Atem holen konnte, ertönte ein Schrei, und ein violetter Lichtblitz flammte auf; Hermines Hand schloss sich plötzlich wie ein Schraubstock um seine und alles wurde wieder dunkel.

„Das ist das Ende vom Kapitel", sagte Molly und hob das Buch hoch, um jemandem weiß zumachen, dass er schnell weiter lesen sollte.

„ich bin mir sicher, dass alles in Ordnung ist", sagte Arthur. „Hermine schien schnell gehandelt zu haben."

„Ich weiß", sagte Molly, als Ginny das Buch nahm und ich wieder neben Harry setzte. „aber das bedeutet nicht, dass ich aufhöre mir Sorgen zu machen."

„Nichts hält dich davon ab, dir Sorgen zu machen", lächelte Arthur. „Und nach all dem was ich probiert habe, weiß ich das wohl am besten."

„Hält dich auch nie ab, es zu versuchen", sagte Molly geradeheraus. Sie wusste, dass Arthur sein bestes gab um sie ruhig zu halten und dafür liebte sie ihn.

„Nun, Weasleys sind für ihre Sturheit bekannt", sagte Arthur achselzuckend und sah dann seine Tochter an, die anfing zu lesen.

...

So das war erst einmal wieder von mir

Hoffe euch hat die Übersetzung wie immer gefallen.

Freue mich immer über Kommentar, vllt. spornen die mich ja auch an etwas schneller zu arbeiten.

Hoffentlich bis Frühjahr

JJ