Hey Ich hab es endlich geschafft. Sorry das es mal wieder etwas länger gedauert hat, aber ich war voll mit Unibewerbungen im Gange. Ich hoffe, dass ich es noch schaffe ein weiteres Kapitel zu schreiben bevor ich im Oktober mit der Uni anfange, aber versprechen kann ich natürlich nichts. Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Viel Spaß erst mal mit diesem Kapitel.

...

Godric's Hollow

„Wach auf", sagte eine entfernte Stimmung, aber wollte noch nicht aufwachen. Er hatte einen schönen Traum und er fühlte sich so merkwürdig wohl und unwohl zur selben Zeit. „Komm schon wach auf!"

„Noch ein paar Minuten, Harry", grummelte Ron, aber er wusste, dass es zu spät war, er wusste schon, wer ihn aufwecken wollte.

„Harry?", sagte eine andere Stimme, eine sehr viel weiblichere Stimme, die nicht hier sein sollte.

Rons Augen öffneten sich, er sah sich u und versuchte herauszufinden wo er war. Dann sah er runter und seine Augen trafen die von Hermine. Er war eingeschlafen, auf dem Sofa, mit Hermine…seiner festen Freundin! Hermine lächelte für eine Sekunde, dann sprach Harry wieder.

„Sitzt hier nicht einfach so rum, wer weiß was passiert, wenn die anderen aufwachen", stöhnte Harry. „Möchtest du wirklich, dass deine Mum dich so findet?"

Ron saß kerzengerade, dass wollte er definitiv nicht…auch seine Brüder oder Schwester wären ihm nicht so lieb, ebenso wenig, wie Malfoy, Snape oder McGonagall…Nein, so wollte er definitiv nicht gefunden werden.

„Ich denke wir sollten was frühstücken", sagte Hermine und gähnte.

„Danke fürs aufwecken, Kumpel", sagte Ron zu Harry.

„Kein Problem…doch ich muss zugeben, es hatte einen gewissen Reiz euch so zu lassen", kicherte Harry, erst dann bemerkte sie, dass Remus und Tonks in der Küche waren.

„Guten Morgen", sagte Tonks mit einem Augenzwinkern. „Gut geschlafen?"

„Arg", stöhnte Ron, und vergrub sein Gesicht in seinen Händen, seine Ohren wurden Rot.

„Keine Sorge, Ron", kicherte Remus. „Ich glaube wir waren die einzigen, die euch gesehen haben…"

„Und wir werden dich nicht necken…nicht allzu sehr", lachte Tonks.

„Mit einer Reaktion wie dieser, könnte ich glatt glauben, du würdest dich für mich schämen", sagte Hermine und biss sich auf die Lippe. Ron mochte vielleicht glauben, dass sie verletzt war, wenn da nicht das Funkeln in ihren Augen wäre.

„Ich weiß nur, dass meine Brüder mir das Leben schwer machen würden, wenn sie es herausfinden…", sagte Ron achselzuckend, obwohl es ihn nicht so sehr aufregt, wie er es vorgab. Es gab nichts, was ihm die Laune verderben konnte…nichts, bis sie das widerliche Buch wieder anfangen würden zu lesen und darüber zu hören, wie er seine Freunde verletzt hatte. Er seufzte, wirklich froh, dass Hermine ihn letzte Nacht geküsst hatte, es würde die Dinge einfacher Machen, wenn sie ihn unterstützte.

„Hey Ron", sagte Fred und schlug ihm hart auf den Arm. „Das ist dafür, dass du ein Mistkerl bist."

„Und ich schlag dich dann, wenn du gar nicht damit rechnest", sagte George und war erstaunt, dass sie so mit ihm redeten. Er hat die kalte Schulter von ihnen erwartet.

„Was…?", sagte Ron.

„Dafür musst du Percy danken", sagte Bill, der in den Raum kam, gefolgt von Fleur.

„Percy?", fragte Ron mehr verwirrt denn je zuvor.

„Jaah, er hat sich echt für dich eingesetzt", sagte Bill. „Und er hat sich bei Dad entschuldigt."

„Wirklich?" Ron war erstaunt.

„Jaah", sagte Bill und ging weiter.

Der Rest des Frühstücks war eine merkwürdige Erfahrung für Ron. Als Percy kam, bemerkte er sofort, dass es wesentlich besser zwischen ihm und seiner Familie lief, obwohl es nicht ganz so gut war, wie vor dem Streit. Ron bekam merkwürdige Blicke von seiner Familie, obwohl keiner so schlimm war, wie er erwartet hat. Allerdings konnte er sehen, dass Ginny sehr wütend auf ihn war, aber er verstand es. Hermine war seine beste Freundin, und er hasste es, es zuzugeben, aber er wusste, dass Harry ihr wichtig war, so wie sie ihm wichtig war.

Ein Teil von ihm wollte ihr erlauben, ihn anschreien, so schlimm es auch werden würde, aber es wäre besser, als dass sie ihren Ärger anstaute, allerdings sagte er nichts. Es gab keine Zeit, denn der Raum, in dem sie gestern saßen, füllte sich, alle setzten sich auf die Sofas.

„Wer hat noch nicht gelesen?", fragte Sirius.

„Harry, Mr. Weasley, Malfoy und Professor Snape", antwortete Hermine und beide, Severus und Draco machten ein Gesicht, als wollten sie dieses Buch lieber nicht lesen.

„Ich muss jetzt nicht unbedingt lesen", sagte Harry, wohlwissend, was sein Buch-Selbst gerade fühlen musste und das er es nicht hören musste, indem er es laut aussprach.

„Nun, dass bedeutet dann wohl, dass ich der einzige bin, der im Moment freiwillig lesen möchte", sagte Arthur und nahm das Buch.

Godric's Hollow

Als Harry am nächsten Tag erwachte, dauerte es einige Sekunden, bis ihm wieder einfiel, was geschehen war. Dann hoffte er wie ein Kind, alles wäre ein Traum gewesen, Ron wäre noch da und nie fortgegangen.

Ron war schon jetzt beim Grimassen schneiden und sie hatten gerade mal zwei Sätze gelesen. Er kam nicht drum herum den enttäuschten Ton in der Stimme seines Vaters zu hören.

Doch wenn er nur den Kopf auf dem Kissen drehte, konnte er Rons verlassene Schlafstelle sehen. Es war, als ob sie seinen Blick auf sich ziehen würde wie eine Leiche.

Harry zitterte und dachte an den letzten toten Körper den er gesehen hatte…und dann musste er an Mollys Irrwicht denken, an die toten Körper die er vor nicht allzu langer Zeit gesehen hatte.

Harry sprang von seinem Bett hinunter und vermied es, zu dem von Ron zu schauen. Hermine, die sich bereits in der Küche zu schaffen machte, wünschte Harry nicht guten Morgen, sondern wandte rasch das Gesicht ab, als er vorbeiging.

„Es tut mir Leid", murmelte Hermine zu Harry.

„Musst du nicht", antwortete ihr Harry, er konnte verstehen wie verletzt sie im Moment sein musste.

Er ist weg sagte sich Harry. Er ist weg. Während er sich wusch und anzog, musste er das denken, immer wieder, als würde der Schock darüber durch die Wiederholung abgeschwächt. Er ist weg und er kommt nicht zurück. Und das war die schlichte Wahrheit, wie Harry wusste, denn ihre Schutzzauber würden es Ron unmöglich machen, sie wiederzufinden, sobald sie ihren jetzigen Aufenthaltsort verlassen hatten.

So sinnlos es auch sein mochte, irgendwie hoffte Ron, dass er zu ihnen zurück kehren würde, bevor sie den Ort wechselten, denn einen anderen Weg zurück kannte er nicht.

Er und Hermine frühstückten schweigend. Hermines Augen waren verschwollen und rot; sie sah aus, als ob sie nicht geschlafen hätte.

„Hm…", seufzte Hermine, wohlwissend, dass sie diese Nacht wohl nicht geschlafen hatte. Sie war wahrscheinlich die ganze Nacht aufgeblieben und hätte drauf gewartet, dass Ron zurück kommt. Ron nahm ihre Hand und die lehnte sich an ihn.

Während sie ihre Sachen packten, trödelte Hermine. Harry wusste, warum sie ihre Zeit am Flussufer in die Länge ziehen wollte; mehrmals sah er sie erwartungsvoll aufblicken, und er war sicher, dass sie sich eingeredet hatte, im prasselnden Regen Schritte gehört zu haben, doch keine rothaarige Gestalt tauchte zwischen den Bäumen auf. Harry folgte jedes Mal ihrem Blick (denn unwillkürlich hoffte er selbst ein wenig), und wenn er sich umwandte und nichts als vom Regen gepeitschte Bäume sah, packte ihn erneut ein Anflug von Wut.

Seine Geschwister und Sirus drehten sich zu ihm an und funkelten böse. Wusste er nicht, wie sehr er sie verletzte, als er sie so verließ.

Er hörte Ron dann sagen: »Wir dachten, du wüsstest, was du tust!«, und fing mit einem festen Knoten im Bauch wieder an zu packen.

„Sorry", murmelte Ron.

Harry seufzte und kratze sich an der Nase. „Es wird schon schwer genug, dass hier alles zu lesen… du musst dich nicht auch noch für alles entschuldigen."

„Fein", seufzte Ron. Er wusste, dass es ihn nicht davon abhielt sich zu entschuldigen, aber Harry glaubte es anscheinend auch nicht.

Der trübe Fluss neben ihnen schwoll rasch an und würde bald ihr Ufer überschwemmen. Sie waren eine gute Stunde länger an ihrem Lagerplatz geblieben, als sie es sonst für gewöhnlich taten. Hermine packte die Perlentasche drei Mal völlig neu und fand dann offenbar keine Gründe mehr, ihre Abreise noch länger zu verzögern: Sie und Harry nahmen sich bei der Hand, disapparierten und tauchten auf einem windzerzausten, mit Heidekraut bewachsenen Hang wieder auf.

Alle zuckten…das wars. Nun kann Ron sie nicht mehr finden und somit auch nicht zurückkommen. Ron war in seinem Stuhl zusammen gesunken, seine Gedanken schweiften zu einer Zukunft, die er hoffte nie eintreten würde. Er versuchte sich den Buch-Ron vorzustellen, wie er Harry und Hermine nach dem Krieg wieder sehen würde und versuchen würde sich zu entschuldigen…er war sich sicher, dass sie in irgendeiner Art und Weise annehmen würden, aber ihre Freundschaft würde nie mehr so sein wie früher.

„Es ist okay, Ron", flüsterte Hermine in sein Ohr und drückte seine Hand unterstützend. „Es wird nicht passieren, also mach dir keine Sorgen"

„Ich weiß", sagte Ron „Es ist nur…alles…nicht wird für sie sein wie früher…uns…in diesem Buch."

Hermine wusste was Ron versuchte zu sagen. Konnte sie Ron jemals verzeihen für das, was er getan hat…? Sie wusste, dass es schwerer werden würden, so länger er weg sein würde, aber auch wusste sie, dass es nichts gab was ihre Gefühle für ihn ändern könnte.

„Ich glaube wir sollten weiterlesen", sagte Dumbledore mit einem Ton, der ihm eine Menge merkwürdiger Blicke einbrachte. Offensichtlich wusste er etwas, was der Rest nicht wusste. (Obwohl das nicht viel sagte, denn er wusste immer viele Sachen, die der Rest nicht wissen konnte.)

Sobald sie angekommen waren, ließ Hermine Harrys Hand los und ging von ihm weg zu einem großen Felsen, wo sie sich, das Gesicht auf den Knien, hinsetzte und sich heftig schüttelte – vor lauter Schluchzen, wie Harry wusste. Er beobachtete sie und meinte hingehen und sie trösten zu müssen, doch aus irgendeinem Grund blieb er wie angewurzelt stehen.

Alles in ihm fühlte sich kalt und verkrampft an: Er sah wieder Rons verächtlichen Gesichtsausdruck. Harry schritt in einem großen Kreis durch das Heidekraut um die aufgelöste Hermine herum und richtete die Zauber ein, die sie sonst immer zu ihrem Schutz ausführte.

„Gut", sagte Molly mit gedämpfter Stimme. Sie hasste die Trennung des Trios, aber sie war froh, dass Harry und Hermine sicher waren. Sie fing an sich um Rons Sicherheit Sorgen zu machen, sich wundernd wo er im Moment war.

In den nächsten Tagen sprachen sie kein einziges Wort über Ron. Harry war fest entschlossen, seinen Namen nie wieder zu erwähnen, und Hermine schien zu wissen, dass es keinen Zweck hatte, ihm das Thema aufzudrängen,

„Ich kann wahrscheinlich gar nicht über ihn reden", murmelte Hermine und seufzte als sie Ron neben sich fluchen spürte.

obwohl er sie manchmal nachts, wenn sie dachte, er würde schlafen, weinen hörte.

Ron drückte Hermines Hand erneut und sie lehnte sich an seine Schulter. Natürlich würde sie über Rons Verschwinden weinen. Sie würde verzweifelt ohne ihn sein. Sie würde sich Sorgen um ihn machen, ob er sicher war oder nicht. Sie würde wütend sein, dafür dass er einfach so gegangen war. Sie würde…sie würde eine Million unterschiedlicher Sachen fühlen, nun da er weg war.

Unterdessen nahm Harry immer wieder die Karte des Rumtreibers hervor und betrachtete sie im Licht des Zauberstabs. Er wartete darauf, dass der Punkt mit Rons Namen wieder in den Gängen von Hogwarts auftauchen würde, zum Beweis dafür, dass er, geschützt durch seinen Status als Reinblüter, in das behagliche Schloss zurückgekehrt war.

„Der Weasel kann nicht einfach zurück nach Hogwarts, Potty.", sagte Draco und sah Ron kalt an, dass letzte Kapitel hatte seine Ansicht auf Ron gesenkt. „Es würde seine Familie in Gefahr bringen, wenn er sich so plötzlich von der Griselkrätze erholt hätte, eine Krankheit, die nicht heilbar ist, und nach Hogwarts zurück gekehrt wäre. Obwohl, es würde mich nicht überraschen, wenn es ihn nicht gekümmert hätte und er trotzdem gegangen wäre."

Ron funkelte Draco böse an, der sich gelangweilt weg drehte.

Doch Ron tauchte nicht auf der Karte auf, und nach einer Weile ertappte sich Harry dabei, wie er sie nur noch hervorholte, um auf Ginnys Namen im Mädchenschlafsaal zu starren, so intensiv, dass er sich fragte, ob es sie in ihrem Schlaf stören würde und ob sie wohl merkte, dass er an sie dachte und ihr alles Gute wünschte.

„Aw…ist das nicht süß", sagte George und kicherte wie der Rest der Weasley Jungen (sogar Ron) und Sirius.

„Oder gruselig", fügte Fred hinzu. „Er versucht in den Mädchenschlafsaal zusehen."

„Komm schon…ersieht sich nur einen Punkt an…", sagte Sirius und alle lachten.

„Klappe", grummelte Harry und Ginny versuchte vergebens nicht so zufrieden aus zusehen.

Bei Tag überlegten sie, wo Gryffindors Schwert stecken könnte, doch je länger sie über die Orte redeten, an denen Dumbledore es verborgen haben könnte, desto verzweifelter und wahnwitziger gerieten sie ins Spekulieren.

Und wenn Harry sich auch noch so sehr den Kopf zerbrach, er konnte sich nicht erinnern, dass Dumbledore jemals einen Ort erwähnt hätte, wo er vielleicht etwas verstecken würde.

„Wirst du auch nie", sagte Dumbledore. „Ich würde es jemandem anvertrauen es dir zu bringen."

„Nun, ist doch schön zu wissen, dass ich meine Zeit verschwende.", sagte Harry.

Zeitweise wusste er nicht, auf wen er wütender war, auf Ron oder auf Dumbledore

„Ron…nimm Ron! Er ist das Riesen Arschloch im Moment"; sagte Fred.

„Fred! Sprache", rügte Molly.

Wir dachten, du wüsstest, was du tust... wir dachten, Dumbledore hätte dir gesagt, was du tun sollst ... wir dachten, du hättest einen echten Plan!

„Tut mir leid", seufzte Ron.

„Mir auch", seufzte Dumbledore. „Es sieht so aus, als hätte ich mir um ein paar Sachen kümmer müssen, die du wissen solltest…"

„Ich bin mir sicher sie haben mir alles gesagt, was ich wissen muss", sagte Harry. „Ich fühl mich einfach nur extra Pessimistisch im Moment."

„Weil dein bester Freund ein Idiot ist", grummelte Ron.

„Ich bin kein Idiot", sagte Hermine spielerisch und Ron lächelte augenrollend.

Diese Reaktion und die Tatsache, dass Hermine ihren Kopf an Rons Schulter lehnte ohne zu erröten, wurde von Rons Familie ganz genau beäugt. Vor allem Molly hielt ein Auge auf die beiden.

Er konnte es vor sich selbst nicht verbergen: Ron hatte Recht gehabt.

Dumbledore hatte ihm so gut wie nichts hinterlassen.

„Ich glaube Ron wollte einfach nur verletzen", sagte Charlie verärgert. „Er hat nichts über Dumbledore gesagt."

„Aber ich hätte realisieren sollen, dass es nicht Harrys Schuld ist", seufzte Ron.

Sie hatten einen Horkrux entdeckt, aber sie hatten nicht die Mittel, ihn zu zerstören: Die anderen waren genauso unerreichbar, wie sie es schon immer gewesen waren. Hoffnungslosigkeit drohte ihn zu überwältigen. Ihm wurde jetzt schwindlig, wenn er daran dachte, wie vermessen es von ihm gewesen war, das Angebot seiner Freunde anzunehmen, ihn auf dieser mäandernden, sinnlosen Reise zu begleiten. Er wusste nichts, er hatte keine Ideen, und er wartete ständig gequält auf erste Anzeichen dafür, dass ihm auch Hermine bald sagen würde, dass sie genug hätte, dass sie gehen würde.

„Wird nicht passieren", sagte Hermine fest ohne jeden Zweifel in ihrer Stimme.

„Ich weiß", seufzte Harry und er wusste es, aber er konnte verstehen warum sein Buch-Ich so daran zweifelte…er würde noch einen geliebten Menschen verlieren, von dem er nie gedacht hätte, dass derjenige ihn im Stich lassen würde.

Viele Abende verbrachten sie fast wortlos, und Hermine gewöhnte es sich an, das Porträt von Phineas Nigellus hervorzuholen und es auf einen Stuhl zu stellen, als ob er einen Teil des klaffenden Loches füllen könnte, das durch Rons Weggang entstanden war.

„Arg, als ob es nicht schon schlimm genug ist, dass du verschwunden bist, jetzt bist du auch noch Schuld, dass sie mit diesem aufgeblasenen Mistkerl reden müssen", sagte Sirius mit hänselnder Stimme.

Obwohl Phineas Nigellus zuvor erklärt hatte, er würde sie nie wieder besuchen kommen, schien er sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen zu wollen, mehr über Harrys Pläne herauszufinden, und willigte alle paar Tage ein, mit verbundenen Augen zu erscheinen. Harry war sogar froh, ihn zu sehen, denn dann hatten sie Gesellschaft, wenn auch hämische und stichelnde.

„Ha…und bevor du dich versiehst, Harry, willst du auch noch Snape da haben", sagte Fred.

„Nicht in einer Million Jahren", sagte Harry und zog eine Grimasse. Er fühlte sich ein wenig unwohl bei der Tatsache, dass Snape gerade im Raum war.

Begeistert nahmen sie jede Nachricht über Hogwarts auf, obwohl Phineas Nigellus nicht der beste Informant war. Er vergötterte Snape, den ersten Direktor aus Slytherin, seit er selbst die Schule geleitet hatte, und sie mussten sich hüten, Snape zu kritisieren oder unverschämte Fragen über ihn zu stellen, denn dann verschwand Phineas Nigellus sofort aus seinem Gemälde.

„Und ich dachte, dass er nicht noch nerviger werden könnte", grummelte Sirius spielerisch. „Verehrt Snape doch tatsächlich."

Allerdings ließ er den einen oder anderen Brocken fallen. Snape schien einem fortwährenden Kleinkrieg ausgesetzt zu sein, den ein harter Kern der Schüler führte.

Severus stöhnte, genau das was er brauchte…Schüler, die gegen ihn rebellierten, ohne schlau genug zu sein, um zu realisieren, dass er sie zu beschützen versuchte. Natürlich, wenn sie so schlau gewesen wären, dann wäre er wahrscheinlich von Voldemort getötet worden…vielleicht war das ja eine gute Sache.

Ginny war es verboten worden, nach Hogsmeade zu gehen.

Snape hatte Umbridges alte Anordnung wieder in Kraft gesetzt, wonach Zusammenkünfte von drei oder mehr Schülern untersagt waren, wie auch jede inoffizielle Schülerorganisation.

Aus alldem schloss Harry, dass Ginny und mit ihr wohl auch Neville und Luna sich alle Mühe gegeben hatten, Dumbledores Armee am Leben zu erhalten.

„GINEVRA!", schrie Molly.

„Das haben wir doch schon alles durchgekaut, Mum, Ich werde nicht einfach rumsitzen und zulassen, dass so schlimme Dinge in Hogwarts passieren!", sagte Ginny scharf. „Das ist nicht die Tochter, die du erzogen hast!"

Molly funkelte Ginny an, bevor sich ihr Gesichtsausdruck entspannte und sie nun kurz davor war zu weinen. Arthur legte einen Arm um sie und zog sie an sich.

„Ich will doch nur, dass du sicher bist, ich das zu viel verlangt?", fragte Molly leise.

„Leider, ja", seufzte Ginny. „sicher sind diese Zeiten nicht."

Molly zitterte und fing dann tatsächlich an zu weinen und Arthur brauchte mehrere Minuten um sie zu beruhigen, bevor sie weiterlesen konnten.

Angesichts dieser spärlichen Neuigkeiten verspürte Harry so heftig das Bedürfnis, Ginny zu sehen, dass es sich anfühlte wie Magenkrämpfe;

„Ich bin also wirklich Schuld an deinen Bauchbeschwerden", seufzte Ginny in einem Versuch die Stimmung zu heben.

Der Versuch misslang zwar, aber Harry gab ihr ein schwaches Lächeln.

doch dann musste er auch wieder an Ron denken, und an Dumbledore, und an Hogwarts selbst, das er fast so sehr vermisste wie seine Exfreundin.

„Ich bin froh, dass ich in deiner Rangfolge höher als deine Schule stehe", grummelte Ginny spielerisch.

„Wow, du musst mir wirklich wichtig sein!", sagte Harry mit geschockter Stimme. „Es gibt nichts Besseres als Hogwarts."

„Idiot", sagte Ginny augenrollend.

Als Phineas Nigellus von Snapes energischem Durchgreifen erzählte, stellte sich Harry in einem kurzen wahnhaften Moment tatsächlich vor, er würde einfach zur Schule zurückgehen und mithelfen, Snapes Regime zu untergraben:

„Oh ja, das wäre brillant", schnaubte Draco. „du wärst festgenommen worden, bevor du überhaupt einen Fuß in das Schloss gesetzt hättest."

„Deshalb hab ich auch „in einem kurzen wahnhaften Moment" gesagt…Ich weiß, dass es verrückt ist.", sagte Harry.

Mit Essen versorgt zu werden und in einem weichen Bett zu schlafen und andere Leute zu haben, die sich um alles kümmerten, erschien ihm in einem solchen Moment wie die herrlichste Sache der Welt. Doch dann fiel ihm ein, dass er der Unerwünschte Nummer eins war, dass ein Kopfgeld von zehntausend Galleonen auf ihn ausgesetzt war und dass es inzwischen genauso gefährlich war, in Hogwarts aufzutauchen wie im Zaubereiministerium.

Phineas Nigellus machte das sogar noch unabsichtlich deutlich, indem er Fangfragen über Harrys und Hermines Aufenthaltsort einfließen ließ.

Hermine schob ihn dann jedes Mal in die Perlentasche zurück, und immer wenn sie ihn so unsanft verabschiedet hatten, weigerte er sich ein paar Tage lang, wiederaufzutauchen.

Sirius kicherte über die Wut seines groß-Onkels nach so einer Art des Abschiedes.

Es wurde kälter und kälter. Sie wagten es nicht, sich zu lange in einer Gegend aufzuhalten, und blieben daher auch nicht im Süden Englands, wo sie höchstens einen strengen Bodenfrost zu befürchten hatten, sondern vagabundierten weiter kreuz und quer durch das Land, harrten auf einem Berghang aus, wo Schneeregen auf ihr Zelt trommelte, trotzten einer weitläufigen flachen Marsch, wo ihr Zelt mit eisigem Wasser überflutet wurde, und lagerten auf einer kleinen Insel inmitten eines schottischen Hochlandsees, wo das Zelt über Nacht halb von Schnee begraben wurde.

Sie hatten schon gelegentlich Weihnachtsbäume

„Es ist schon Weihnachtszeit…Ihr seid schon für mehr als vier Monate unter euch allein", stöhnte Molly. „Und drei dieser Art in einem Zelt…"

in Wohnzimmerfenstern funkeln sehen, als sich Harry eines Abends dazu entschloss, noch einmal die offenbar letzte unerkundete Möglichkeit vorzuschlagen, die ihnen blieb. Sie hatten gerade ein ungewöhnlich gutes Mahl beendet: Hermine war unter dem Tarnumhang in einem Supermarkt gewesen (wobei sie beim Hinausgehen das Geld gewissenhaft in eine offene Kasse gelegt hatte),

„Dir ist schon klar, dass das immer noch als Stehlen bezeichnet wird", informierte Fred sie.

Hermine zuckte mit den Achseln, sie war sich nicht sicher, ob er recht hatte oder nicht…denn die Idee des Stehlens war definitiv kein Gedanke den sie mochte.

„Lasst sie in Ruhe", funkelte Ron seinen Bruder an.

Grinsend öffnete Fred seinen Mund, um etwas zu sagen, doch stoppte dann. Er fühlte sich gerade nicht danach seinen Bruder zu hänseln…nicht wenn er sauer auf ihn war. Ron hatte Freds Andeutung verstanden und senkte den Kopf.

und Harry dachte, dass sie mit dem Bauch voller Spaghetti bolognese und Dosenbirnen zugänglicher sein würde als üblich.

„Sicher, dass du da nicht an deinen besten Freund denkst", fragte George.

„Ja", sagte Harry augenrollend. „Ihr wisst ja gar nicht wie beschissen jemand…irgendjemand…sein kann, wenn er kein gutes Essen in Wochen bekommen hat."

Molly, die gerade dabei gewesen war, sich zu beruhigen, fing erneut an zu weinen, wohlwissend, dass Harry Erfahrungen hatte, wenn es darum ging nicht genügend Essen zu bekommen…zu verhungern.

Zudem hatte er in weiser Voraussicht vorgeschlagen, dass sie sich ein paar Stunden lang vom Horkruxtragen erholten, der jetzt neben ihm über dem Fußende des Bettes hing.

„Warum kannst du deine weise Voraussicht nicht immer haben, wenn ihr zusammen im Zelt seid?", fragte Severus, aber natürlich hatte Harry keine Antwort darauf. „Es hätte euch eine Menge Ärger erspart." Und er sah Ron direkt in die Augen.

»Hermine?«

»Hm?« Sie hatte es sich mit den Märchen von Beedle dem Barden in einem der ausgebeulten Sessel gemütlich gemacht.

„Da musst du dich schon besser Bemerkbar machen, als so. Keine Chance dass sie dich gehört hat, wenn sie ein Buch liest.", sagte Ron und Hermine entfernte sich ein Stück von ihm, um ihn anzufunkeln. „Komm schon, du weißt, dass ich recht habe."

„Hmph", schnaubte Hermine und zog eine Grimasse, während Ron sie schief angrinste und sie konnte nicht anders als zurück lächeln.

Es war ihm ein Rätsel, wie viel sie noch aus diesem Buch herausholen wollte, das schließlich nicht sehr umfangreich war; doch offensichtlich war sie nach wie vor dabei, etwas darin zu entziffern, denn Zaubermanns Silbentabelle lag aufgeschlagen auf der Armlehne ihres Sessels.

Harry räusperte sich. Er fühlte sich genauso wie damals vor einigen Jahren, als er Professor McGonagall gefragt hatte, ob er nach Hogsmeade gehen dürfe, obwohl er die Dursleys nicht hatte überreden können, die Einverständniserklärung für ihn zu unterschreiben.

„Und was soll das bitte bedeuten?", sagte Hermine und sah Harry scharf an.

„Wahrscheinlich nur, dass ich dich etwas fragen werde, wovon ich schon weiß, dass du nein sagen wirst", sagte Harry achselzuckend. „Nach dem Titel des Kapitels zu Urteilen geht es wahrscheinlich um das Haus meiner Eltern."

„So sehen sie mich also Mr. Potter, als jemanden der nein zu ihnen sagt", sagte McGonagall.

„Ähm…", sagte Harry. „Nicht immer…nur, ähm…wenn sie den Regeln folgen."

»Hermine, ich hab nachgedacht, und -«

»Harry, könntest du mir mal kurz helfen?« Offenbar hatte sie ihm nicht zugehört.

Ein paar Leute kicherten, als Harry anfing zu schmollen.

Sie beugte sich vor und hielt ihm die Märchen von Beedle dem Barden hin.

»Schau dir dieses Symbol an«, sagte sie und deutete oben auf eine Seite.

Über dem, was Harry als den Titel der Geschichte ansah (da er keine Runen lesen konnte, war er nicht sicher), war etwas wie ein dreieckiges Auge abgebildet, durch dessen Pupille sich eine senkrechte Linie zog.

Dumbledores Mund zitterte, wohlwissend dass Hermine den Hinweis den er für sie hinterlassen hatte gefunden hatte. Doch als er daran dachte, was folgen würde…sicher würden sie mehr über seine Vergangenheit herausfinden, und das ließ ihn zusammen zucken.

»Ich hab nie Alte Runen gehabt, Hermine.«

„Das würde auch nicht helfen, ich hab keine Ahnung was das Zeichen bedeutet, aber es ist keine Rune", sagte Bill.

»Das weiß ich, aber es ist keine Rune, und es ist auch nicht in der Silbentabelle. Ich hab die ganze Zeit gedacht, es ist ein Bild von einem Auge, aber ich glaube nicht, dass es das ist! Es wurde mit Tinte reingezeichnet, schau mal, jemand hat es hier draufgemalt, es gehört eigentlich gar nicht zum Buch. Denk nach, hast du das schon mal gesehen?«

»Nein ... nein, Moment mal.« Harry schaute genauer hin. »Ist das nicht das gleiche Symbol, das auch Lunas Dad um den Hals hängen hatte?«

»Nun, das hab ich auch gedacht!«

»Dann ist es Grindelwalds Zeichen.«

Dumbledore zog eine Grimasse.

„Ich glaube nicht, dass es was mit ihm zu tun hat", sagte Remus nachdenklich. „Ich meine, es war in das Buch reingeschrieben worden, also war es vermutlich Dumbledore selber und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum er dir das Buch hinterlassen hat. Es erscheint mir nicht logisch, dass es mit einem dunklen Magier zu tun hat, der schon längst vernichtet wurde."

Sie starrte ihn mit offenem Mund an.

»Was?«

»Krum hat es mir gesagt ...« Er erzählte ihr, was er bei der Hochzeit von Viktor Krum erfahren hatte.

„Wow, du bist wirklich deprimiert, oder, Ron?", sagte Fred und Ron sah ihn verwirrt an.

„Du hast den lieben Viktor weder Kürbiskopf noch Vicky genannt, oder…"

„Oh…nun", sagte Ron und sah zu Hermine, die seine Hand lächelnd hielt. „Nun, ich glaube, das ist jetzt auch nicht mehr nötig."

„Ich glaub es nicht", rief Ginny und Ron und Hermine (sowie fast alle weiteren im Raum) sprachen auf. In diesem Moment hatten die beiden vergessen, dass sie in einem Raum voller Leute waren und nicht allein. Und es half auch nicht, dass alle sie mit einem verständnisvollen Blick anstarrten. „Nach allem…dies ist der Zeitpunkt wo…arg…ich glaub es einfach nicht!"

„Ähm…warum ist sie so aufgewühlt?", murmelte Sirius zu Remus und alle sahen ihn einen Moment ungläubig an, bevor sie sich wieder Ron und Hermine zuwandten.

„Ähm…ja…Wie ihr sicher alle bemerkt habt, ähm…ja…dass", sagte Ron nervös und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Er versuchte angestrengt nicht zu erröten, als seine Familie in schockiert ansah. „Nun…dass Hermine und ich, wir…ähm…sind nun zusammen."

„Sind nun zusammen, so würdest du das also beschreiben", sagte Hermine missbilligend, aber als Ron sie ansah, lächelte sie.

„Merline, Mine, jetzt ist nicht der Zeitpunkt mich aufzuziehen.", murmelte Ron, doch auch er lächelte.

„Ich weiß, tut mir leid", sagte Hermine mit süßer Stimme. „Ich konnte einfach nicht anders."

In diesem Augenblick ertönte ein Quietschen den Raum und bevor sich das Paar versah, wurden sie in eine Umarmung von einer ziemlich aufgeregten Molly gezwängt. „ich hätte nie gedacht, dass ihr das nochmal auf die Reihe bekommt…Danke Merlin, dass wir nicht noch zwei Jahre warten müssen, bis ihr die Hinweise versteht!"

„Mum…lass mich los", grummelte Ron und als er zu Hermine blickte, war er erleichtert zu sehen, dass sie lächelte, obwohl sie auch etwas peinlich berührt dreinblickte.

„Es tut mir Leid…Ich bin nur so aufgeregt", strahlte Molly. „Endlich gibt es etwas in diesem Buch worüber ich glücklich sein kann."

„Mum…das ist tatsächlich nicht im Buch", sagte Charlie, doch Molly schien ihm keinerlei Beachtung zu schenken.

Fleur hingegen, beobachtete das Schauspiel mit einem Stirnrunzeln. Sie konnte nicht anders als Mollys Reaktion über Ron und Hermines Beziehung mit der über ihre Beziehung mit Bill zu vergleichen. Sie konnte es natürlich verstehen, sie kennen sich viel länger, und es war offensichtlich gewesen, dass es irgendwann passiert wäre, aber dennoch. Molly war immer noch etwas steif ihr gegenüber und dass obwohl sie inzwischen verstanden haben musste, dass die Sache mit Bill und ihr sehr ernsthaft war (Zum Teufel sie hatten in diesem Buch geheiratet).

„Ihr wollt mir also weißmachen, dass der Auslöser eurer so versteckten Gefühle für einander, das Verschwinden dieses Mistkerles war.", sagte George etwas verdrießlich, denn er hatte schon lange eine Wette mit Fred offen, dass Ron und Hermine ihre Gefühle füreinander nicht vor Ende des siebten Schuljahres offenbaren würden, und das war jetzt alles ruiniert… So wie die Dinge in dem Buch bis jetzt verlaufen waren, war er sich sicher gewesen, dass er gewonnen hätte.

„Ich würde nicht sagen, dass es das war", sagte Hermine funkelnd zu Ron, der aufstöhnte.

„Jaah, genau…sieht aber ganz danach aus", funkelte Ginny zu Ron und Hermine, sie war immer noch sauer, dass ihr Bruder im Buch einfach so gegangen war und es war einfach ihre Wut auf das Paar umzuleiten.

„Es gab andere Dinge, die mir weißgemacht haben, dass Ron mich vielleicht mögen könnte", murmelte Hermine errötend.

„Du meinst die Tatsache, dass er seine Augen nicht von dir lassen kann…", sagte George.

„…oder wie du immer wieder einen Streit mit ihm anfängt, nur damit er dir Beachtung schenkt…", fügte Fred hinzu.

„…oder wie du immer errötest, wenn du ihn ausversehen berührst…", sagte Bill.

„Das reicht!", grummelte Ron, bevor Charlie auch noch was hinzufügen konnte.

„Ich bin nur glücklich darüber, dass es jetzt passiert ist… es ist schon schwer genug, es ist schon schwer genug das hier zu lesen, während Ron anwesend ist", murmelte Hermine und Ginny sah sie traurig an, bevor sie ihren Blick senkte. Es gab eine kleine Pause, gefolgt von jäher Stille und nach ein paar Minuten beschloss Arthur weiterzulesen.

Hermine sah erstaunt aus.

»Grindelwalds Zeichen? «

Sie blickte von Harry zu dem seltsamen Symbol und wieder zurück.

»Ich habe nie gehört, dass Grindelwald ein Zeichen hatte. In all dem, was ich über ihn gelesen habe, ist es nirgends erwähnt.«

„Dann glaube ich nicht, dass er ein Zeichen hat", kicherte Ron. „Wenn Hermine es schon nicht finden kann."

»Also, wie gesagt, Krum meinte, dass dieses Symbol in Durmstrang in eine Wand gemeißelt war und dass Grindelwald das getan hat.«

Sie ließ sich stirnrunzelnd in den alten Sessel zurückplumpsen.

»Das ist sehr merkwürdig. Wenn es ein schwarzmagisches Symbol ist, was hat es dann in einem Buch mit Kindergeschichten zu suchen?«

»Jaah, seltsam«, sagte Harry. »Und Scrimgeour hätte es eigentlich erkennen müssen. Er war Minister, er hätte doch Erfahrung mit schwarzmagischen Dingen haben müssen.«

„Ich glaube, die Tatsache, dass er Chef des Aurorenbüro war, macht ihn eher geübt in dem Umgang mit schwarzmagischen Dingen", sagte Tonks. „Ich meine, du kannst doch nicht von Fudge erwarten, dass er sowas weiß."

„Da magst du recht haben", kicherte Harry.

»Ich weiß ... vielleicht hielt er es für ein Auge, genau wie ich. Bei allen anderen Geschichten sind richtige kleine Bilder über dem Titel.«

Sie sagte nichts, sondern brütete weiter über dem eigenartigen Zeichen.

Harry versuchte es noch einmal.

»Hermine?«

»Hm?«

»Ich hab nachgedacht. Ich – ich will nach Godric's Hollow.«

Sie sah zu ihm auf, aber ihre Augen blickten ins Leere, und er war sicher, dass sie immer noch über das geheimnisvolle Zeichen in dem Buch nachdachte.

Ron kicherte, sich vorstellend wie sie wohl gucken mochte.

»Ja«, sagte sie. »Ja, das habe ich auch überlegt. Ich glaub wirklich, dass wir das tun müssen.«

„Nun, ich glaube diese Nachricht habt ich wohl nicht erwartet", kicherte Harry. „Ich hatte mit einem Nein gerechnet."

„Harry, ich dachte du bist der Anführer eurer Gruppe", sagte Sirius. „Warum musst du dann um Erlaubnis fragen?"

Harry sah nun unbehaglich in die Runde.

„Das liegt daran, dass Harry nur der Anführer ist, solange er das tut, was Hermine will", sagte Ginny lachend mit ihren Geschwistern.

„Das ist nicht wahr", sagte Hermine leicht errötend.

„Die Wahrheit ist, dass das meiste was Hermine sagt, richtig ist", seufzte Harry. „Und ich würde mich zum Trottel machen, wenn ich nicht auf ihren Rat hören würde."

»Hast du mir richtig zugehört?«, fragte er.

»Natürlich. Du willst nach Godric's Hollow. Ich bin einverstanden, ich glaube, wir sollten dorthin. Ich meine, mir fällt auch kein anderer Ort mehr ein, wo es sein könnte. Es wird gefährlich sein, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto wahrscheinlicher kommt es mir vor, dass es dort ist.«

„Ähm…dass was dort ist?", fragte Charlie und sah verwirrt drein, ebenso wie alle anderen im Raum, Hermine eingeschlossen.

„Ich habe keine Idee", sagte Hermine, als sie bemerkte, dass die Frage an sie gerichtet war. Das brachte Harry und Ron nur dazu, noch lauter zu lachen und sie sah die beiden sonderbar an. „ich verstehe nicht was so lustig ist."

„Natürlich nicht, aber Harry und ich schon", sagte Ron du sie funkelte ihn an.

„Es ist nur, dass du manchmal diese Ideen bekommst und so tust als würden wir wissen was du denkst.", erklärte Harry.

„Und es ist lustig zu sehen, dass du mal genauso planlos bist, wie der Rest von uns.", lachte Ron.

„Wie auch immer", sagte Hermine augenrollend.

»Ähm – dass was dort ist?«, fragte Harry.

Darauf sah sie ebenso verwirrt drein, wie er sich fühlte.

»Na, das Schwert, Harry!

„Oh…", sagte Harry. „Ähm…warum glaubst du, dass das Schwert dort ist?"

„Wenn du Mr. Weasley lesen lassen würdest, kannst du es herausfinden", sagte Hermine scharf.

„Sie weiß immer noch nicht was sie denkt", sagte Ron grinsend.

Dumbledore muss gewusst haben, dass du dorthin zurück willst, und immerhin ist Godric's Hollow der Geburtsort von Godric Gryffindor -«

»Wirklich? Gryffindor stammte aus Godric's Hollow?«

„Du bist wirklich ein Dummkopf, Potter", sagte Draco, als mehrere Leute die Augen verdrehten. „Du konntest dir nicht vorstellen, dass GODRIC Gryffindor in GODRICS Hollow geboren war."

»Harry, hast du je die Geschichte der Zauberei aufgeschlagen?«

»Ähm«, sagte er und lächelte, wie ihm vorkam, zum ersten Mal seit Monaten: Seine Gesichtsmuskeln fühlten sich merkwürdig verspannt an.

»Ich hab vielleicht mal reingeguckt, weißt du, als ich es gekauft hab ... nur das eine Mal ...«

„Daraus hab ich Hedwigs Namen", sagte Harry.

»Nun, da das Dorf nach ihm benannt ist, hätte ich gedacht, dass du vielleicht den Zusammenhang durchschaust«, sagte Hermine. Sie klang viel eher nach ihrem alten Selbst, als das in letzter Zeit der Fall gewesen war; Harry wartete schon fast darauf, dass sie gleich verkünden würde, sie müsste mal eben in die Bibliothek.

Ron, Harry, Ginny, Fred und George kicherte alle los, während Hermine sie alle böse anfunkelte.

»In Geschichte der Zauberei steht ein Abschnitt über das Dorf, wart mal ...«

Sie öffnete die mit Perlen verzierte Tasche, wühlte eine Weile darin herum und zog schließlich ein Exemplar ihres alten Schulbuchs Geschichte der Zauberei von Bathilda Bagshot hervor, das sie durchblätterte, bis sie die Seite fand, die sie suchte.

Es gab mehr Gekicher.

„Es sieht so aus, als müsste sie nicht mehr in die Bibliothek… Sie hat sie in ihrer Tasche", sagte Fred und alle prusteten los.

»Nach der Unterzeichnung des Internationalen Geheimhaltungsabkommens im Jahre 1689 gingen die Zauberer für immer in den Untergrund. Es war vielleicht nur natürlich, dass sie ihre eigenen kleinen Gemeinden innerhalb von Gemeinden bildeten. Viele kleine Dörfer und Weiler zogen gleich mehrere magische Familien an, die sich zum wechselseitigen Beistand und Schutz zusammenschlossen. Die Dörfer Tinworth in Cornwall, Upper Flagley in Yorkshire und Ottery St.

Catchpole an der Südküste Englands waren bevorzugte Heimatorte für ganze Ansammlungen von Zaubererfamilien, die Seite an Seite mit duldsamen und manchmal dem Verwechslungszauber unterworfenen Muggeln lebten. Der berühmteste dieser halbmagischen Wohnorte ist wohl Godric's Hollow, das Dorf in Südwestengland, wo der große Zauberer Godric Gryffindor geboren wurde und wo Bowman Wright, der Zauberschmied, den ersten Goldenen Schnalz anfertigte. Der Friedhof ist voll von Namen alter magischer Familien, und dies erklärt zweifellos die Spukgeschichten, die sich seit vielen Jahrhunderten um die kleine Kirche ranken.

Du und deine Eltern kommt nicht vor«, sagte Hermine, indem sie das Buch zuklappte, »weil Professor Bagshot alles, was nach dem neunzehnten Jahrhundert passiert ist, nicht mehr behandelt. Aber verstehst du? Godric's Hollow, Godric Gryffindor, Gryffindors Schwert; glaubst du nicht, Dumbledore hätte von dir erwartet, dass du die Verbindung siehst?«

„Nein", sagte Harry. „Ich glaube nicht, dass Dumbledore es da gelassen hat."

„Nun, es sieht nach einer weit hergeholten Vermutung aus", seufzte Hermine. „Ich muss wohl echt verzweifelt sein, endlich etwas zu tun."

„das klingt gar nicht gut", murmelte Molly zu sich selbst. Sie befürchtete, dass die beiden etwas Unüberlegtes tun könnten.

»Ojaah ...«

Harry wollte nicht zugeben, dass er gar nicht an das Schwert gedacht hatte, als er vorschlug, sie sollten nach Godric's Hollow gehen. Für ihn lag die Anziehungskraft dieses Dorfes in den Gräbern seiner Eltern, dem Haus, in dem er knapp dem Tod entronnen war, und Bathilda Bagshot selbst.

»Erinnerst du dich noch daran, was Muriel gesagt hat?«, fragte er schließlich.

»Wer?«

»Du weißt -«, er zögerte; er wollte Rons Namen nicht aussprechen.

»Ginnys Großtante. Bei der Hochzeit. Die, die behauptet hat, dass du magere Fesseln hättest.«

»Oh«, sagte Hermine.

Es war ein heikler Moment: Harry wusste, dass sie gespürt hatte, wie Rons Name in der Luft lag. Er sagte schnell: »Sie meinte, Bathilda Bagshot würde immer noch in Godric's Hollow leben.«

»Bathilda Bagshot«, murmelte Hermine und fuhr mit ihrem Zeigefinger über Bathildas Namen, der auf den Umschlag von Geschichte der Zauberei geprägt war. »Also, ich vermute -«

Sie holte so dramatisch Luft, dass Harrys Magen rotierte; er zog seinen Zauberstab und drehte sich zum Eingang um, halb darauf gefasst, eine Hand zu sehen, die sich durch die Zeltklappe zwängte, aber da war nichts.

„Ich wünschte wirklich. Du würdest das lassen", grummelte Harry.

„Aber du kennst doch ihre Reaktion, wenn sie etwas realisiert", kicherte Ron. „Ich glaube nicht, dass sie das kontrollieren kann."

„Ach, seid still", sagte Hermine.

»Was ist los?«, sagte er, zornig und erleichtert zugleich. »Was sollte das denn? Ich dachte, du hättest einen Todesser gesehen, der gerade den Reißverschluss vom Zelt aufmacht, mindestens -«

»Harry, und wenn Bathilda das Schwert hätte? Was, wenn Dumbledore es ihr anvertraut hätte?«

„Ähm…irgendwie hab ich das Gefühl, dass deine Erleuchtung diesmal sehr spät kam", sagte Ron stirnrunzelnd und Hermine funkelte ihn mehr an als denn je.

„Nun, es tut mir aber Leid, dass ich gerade unter Stress stehe", grummelte Hermine.

„Ich weiß", seufzte Ron und blickte zu Boden.

Harry dachte darüber nach. Bathilda war inzwischen vermutlich eine steinalte Dame und Muriel zufolge war sie »plemplem«. War es wahrscheinlich, dass Dumbledore das Schwert von Gryffindor bei ihr versteckt hatte? Wenn ja, dann hatte Dumbledore nach Harrys Empfinden eine Menge dem Zufall überlassen: Dumbledore hatte nie verraten, dass er das Schwert durch eine Fälschung ersetzt hatte, noch hatte er eine Freundschaft mit Bathilda auch nur erwähnt. Dies war jedoch nicht der Moment, Hermines Theorie in Zweifel zu ziehen, wo sie doch so überraschend bereit war, sich Harrys sehnlichstem Wunsch anzuschließen.

»Jaah, das könnte er getan haben! Also, gehen wir nach Godric's Hollow?«

»Ja, aber wir müssen alles sorgfältig durchdenken, Harry.« Sie setzte sich auf, und Harry spürte, dass der Umstand, dass sie wieder einen Plan hatten, ihre Laune genauso verbessert hatte wie seine.

Aber Harry und Hermine seufzten, sie wussten, dass sie sich nur falsche Verheißungen machten, nur in der Hoffnung, endlich was tun zu können. Ron allerdings betete, dass niemandem von den Beiden verletzt werden würde.

»Wir müssen erst mal üben, zusammen unter dem Tarnumhang zu disapparieren, und vielleicht wären Desillusionierungszauber auch sinnvoll, außer du meinst, wir sollten gleich Nägel mit Köpfen machen und Vielsaft-Trank verwenden? Dann müssten wir uns Haare von jemandem besorgen. Ich glaub wirklich, das sollten wir tun, Harry, je stärker unsere Masken sind, desto besser ...«

Harry ließ sie reden, nickte und pflichtete ihr bei, wann immer sie eine Pause machte, doch seine Gedanken waren von dem Gespräch abgeschweift. Zum ersten Mal seit er erfahren hatte, dass das Schwert bei Gringotts eine Fälschung war, verspürte er Aufregung.

„Warum ziehst du dich aus der Konversation zurück, dafür gibt es keinen Grund.", sagte Remus.

„Hermine ist besser dran, wenn sie die Pläne alleine macht", sagte Harry achselzuckend. „Wenn ich versuchen würde zu helfen, würde sie mir am Ende doch nur wieder den Mund verbieten."

„Das tu ich nicht", protestierte Hermine.

„Nun, du würdest, wenn ich versuchen würde zu helfen", grinste Harry und Hermines Blick wurde böse.

Er würde bald nach Hause gehen, zurück an den Ort, wo er eine Familie gehabt hatte. Wenn Voldemort nicht gewesen wäre, wäre er in Godric's Hollow aufgewachsen und hätte dort all seine Schulferien verbracht. Er hätte Freunde zu sich nach Hause einladen können ... er hätte vielleicht sogar Brüder und Schwestern gehabt ... es wäre seine Mutter gewesen, die den Kuchen für seinen siebzehnten Geburtstag gebacken hätte. Das Leben, das er verloren hatte, war ihm kaum jemals so wirklich erschienen wie in diesem Moment, da er wusste, dass er den Ort bald sehen würde, wo es ihm genommen worden war.

Harry seufzte, nachdenklich über das Ganze.

„Würdest du gerne mal dahin, Harry?", fragte Sirius und beobachtete seinen Patensohn genau.

„Ich glaube schon", murmelte Harry gen Boden. Sirius nickte (obwohl Harry es nicht sehen konnte) und schwor, dass er ihn irgendwann dort hinbringen würde…er selbst hatte ein wenig Angst dort hinzugehen, aber wusste dass er es eines Tages seiner Angst gegenüber stellen musste.

Nachdem Hermine an diesem Abend zu Bett gegangen war, zog Harry leise seinen Rucksack aus ihrer Perlentasche und nahm das Fotoalbum heraus, das Hagrid ihm vor so langer Zeit geschenkt hatte. Zum ersten Mal seit Monaten sah er die alten Bilder seiner Eltern durch, die aus diesen Fotos zu ihm hochlächelten und winkten, die nun alles waren, was er von ihnen noch besaß.

Hermine nahm Harrys Hand und drückte sie in Dankbarkeit.

Molly sah aus, als würde sie gleich aufstehen und ihn umarmen, aber sie hielt sich zurück.

Am nächsten Tag wäre Harry am liebsten nach Godric's Hollow aufgebrochen, aber Hermine hatte andere Pläne. Sie war überzeugt, Voldemort würde damit rechnen, dass Harry dorthin zurückkehrte, wo seine Eltern gestorben waren, und wollte daher unbedingt erst dann aufbrechen, wenn sie sich so gut wie möglich getarnt hatten. Es dauerte deswegen eine ganze Woche – in der sie sich heimlich Haare von arglosen Muggeln beschafften, die gerade ihre Weihnachtseinkäufe erledigten, und zu zweit unter dem Tarnumhang Apparieren und Disapparieren übten –, bis Hermine sich bereit erklärte, die Reise anzutreten.

Molly lächelte Hermine an, sie war wieder einmal dankbar dafür, dass sie bei ihnen war und sicherstellte, dass sie so sicher wie möglich waren, wenn man auf der Flucht von Voldemort war und in einem Zelt lebte.

Sie mussten im Schutz der Dunkelheit in das Dorf apparieren, also war es später Nachmittag, als sie endlich den Vielsaft-Trank schluckten und Harry sich in einen Muggel mittleren Alters mit schütterem Haar verwandelte, Hermine in seine kleine und ziemlich mausgraue Gattin. Die Perlentasche, die all ihre Habseligkeiten enthielt (außer dem Horkrux, den Harry um den Hals trug), steckte in einer Innentasche von Hermines zugeknöpftem Mantel. Harry legte den Tarnumhang über sie, dann drehten sie sich abermals in die drückende Dunkelheit hinein.

Harry schlug das Herz bis zum Hals, als er die Augen wieder aufschlug.

Sie standen Hand in Hand auf einem verschneiten Sträßchen unter einem dunkelblauen Himmel, an dem schon die ersten nächtlichen Sterne schwach funkelten. Auf beiden Seiten der schmalen Straße standen kleine Häuser, in deren Fenstern Weihnachtsschmuck glitzerte. Nicht weit vor ihnen deutete der goldene Schein von Straßenlaternen die Ortsmitte an.

»So viel Schnee!«, flüsterte Hermine unter dem Tarnumhang. »Warum haben wir nicht an Schnee gedacht? All unsere Vorkehrungen, und nun werden wir Fußspuren hinterlassen! Die müssen wir unbedingt loswerden –du gehst vor, ich mach das -«

„Das wird ewig dauern und bis dahin ist der Vielsafttrank verbraucht.", informierte Ron sie.

„Arg", stöhnte Hermine. „Du hast recht…Nun immerhin benutzen wir Vielsafttrank und sehen nicht aus wie unser normales selbst."

Harry wollte nicht wie ein Pferd im Märchenspiel in das Dorf kommen, denn so sahen sie aus, wenn sie sich verborgen halten wollten und magisch ihre Spuren verwischten.

»Lass uns den Tarnumhang ablegen«, sagte Harry, und als sie beklommen dreinblickte, setzte er hinzu: »Ach, komm schon, wir sehen nicht aus wie wir, und hier ist keiner.«

Er stopfte den Umhang unter seine Jacke, und nun kamen sie ungehindert voran, an weiteren Häusern vorbei, während die eisige Luft ihnen ins Gesicht stach: Jedes dieser Häuser hätte das sein können, in dem James und Lily einst gelebt hatten

„Nein…du würdest dein Haus sofort erkennen", berichtete Ron Harry.

„Wieso?", fragte Harry.

„Weil es immer noch so aus sieht wie es danach aussah…nun…es ist immer noch zerstört.", erklärte Ron.

„Es ist seit dem Tag ein Denkmal", sagte Remus und zog eine Grimasse.

oder in dem Bathilda jetzt lebte. Harry starrte auf die Haustüren, die schneebeladenen Dächer und die Windfänge und überlegte, ob ihm irgendetwas bekannt vorkam, doch tief in seinem Inneren wusste er, dass es unmöglich war, dass er doch kaum älter als ein Jahr gewesen war, als er diesen Ort für immer verlassen hatte. Er war nicht einmal sicher, ob er das Haus überhaupt würde sehen können; er wusste nicht, was passierte, wenn jemand starb, der unter dem Schutz eines Fidelius-Zaubers gelebt hatte. Dann bog die kleine Straße, auf der sie gingen, nach links, und der Dorfkern, ein kleiner Platz, lag vor ihnen.

Rings um den Platz hingen bunte Lichterketten und in der Mitte stand etwas wie ein Kriegerdenkmal halb verborgen hinter einem windzerzausten Weihnachtsbaum. Es gab ein paar Läden, ein Postamt, einen Pub und eine kleine Kirche, deren Buntglasfenster wie glänzende Edelsteine über den Platz leuchteten.

Hier war der Schnee zusammengepresst, und er war hart und rutschig geworden, wo den ganzen Tag lang Menschen darübergelaufen waren.

Leute aus dem Dorf kreuzten ihren Weg, für einen Moment angestrahlt von Straßenlaternen. Die Tür des Pubs ging kurz auf, und ein wenig Gelächter und Popmusik drang an ihre Ohren; dann hörten sie, wie in der kleinen Kirche ein Weihnachtslied angestimmt wurde.

»Harry, ich glaub, es ist Heiligabend!«, sagte Hermine.

„Super Art dieses Feiertag zu feiern", sagte Fred.

„Es macht keinen wirklichen Unterschied. Es ist ja nicht so als hätten wir feiern können, wenn wir gewusst hätten, dass Heiligabend gewesen wäre.", sagte Harry.

»Tatsächlich?«

Er wusste nicht mehr, welches Datum sie hatten; sie hatten seit Wochen keine Zeitung gesehen.

» Ganz bestimmt«, sagte Hermine, den Blick zur Kirche gewandt. »Sie... sie sind wohl dort, oder? Deine Mum und dein Dad? Ich kann den Friedhof dahinter sehen.«

Harry atmete einmal tief ein und Ginny nahm Harrys freie Hand, da Hermine immer noch die andere drückte, sie beide wussten, dass es schwer für ihn war.

Harry spürte, wie etwas in ihm bebte, das mehr als Aufregung war, eher Furcht. Nun, da er so nahe war, fragte er sich, ob er es wirklich sehen wollte. Vielleicht wusste Hermine, wie er sich fühlte, denn sie nahm ihn bei der Hand und ging zum ersten Mal voraus und zog ihn weiter.

Harry lächelte sie schwach an, es gab kein vielleicht in ihm und er war dankbar, dass sie da war.

In der Mitte des Platzes jedoch blieb sie wie angewurzelt stehen.

»Harry, sieh mal!«

Sie deutete auf das Kriegerdenkmal. Als sie daran vorbeigegangen waren, hatte es sich verwandelt. Statt eines Obelisken voller Namen war da jetzt ein Standbild von drei Menschen: ein Mann mit zerzausten Haaren und Brille, eine Frau mit langen Haaren und einem freundlichen, hübschen Gesicht, und ein kleiner Junge, der in den Armen seiner Mutter saß. Auf ihren Köpfen hatten sie weiche weiße Mützen aus Schnee.

„Es gibt eine Statue von…", sagte Harry überrascht.

„Ja", antwortete Molly sanft den Tränen nahe.

Harry trat näher und blickte hoch in die Gesichter seiner Eltern. Er hätte nie gedacht, dass da ein Standbild sein würde ... wie merkwürdig es war, sich selbst in Stein abgebildet zu sehen, ein glückliches Baby ohne Narbe auf der Stirn ...

»Komm«, sagte Harry, nachdem er genug geschaut hatte, und sie wandten sich wieder der Kirche zu. Als sie die Straße überquerten, warf er einen Blick über die Schulter; das Standbild hatte sich wieder in das Kriegerdenkmal verwandelt.

Der Gesang wurde lauter, als sie sich der Kirche näherten. Es schnürte Harry die Kehle zu, so heftig fühlte er sich an Hogwarts erinnert, an Peeves, wie er unanständige Versionen von Weihnachtsliedern aus Rüstungen herausgrölte, an die zwölf Weihnachtsbäume in der Großen Halle, an Dumbledore mit seinem Hut, der aus einem Knallbonbon herausgekommen war, an Ron mit einem handgestrickten Pulli ...

Am Eingang zum Friedhof war ein kleines Schwingtor. Hermine drückte es so leise wie möglich auf und sie schoben sich hindurch.

Beidseits des rutschigen Weges zur Kirchentür lag hoher, unberührter Schnee. Sie gingen weiter, und als sie in den Schatten unter den leuchtenden Fenstern geduckt um das Gebäude herumschlichen, hinterließen sie tiefe Gräben.

Hinter der Kirche ragte Reihe um Reihe schneebedeckter Grabsteine aus einer blassblauen Decke, die mit roten, goldenen und grünen Sprenkeln übersät war, wo auch immer Reflexe der Buntglasfenster auf den Schnee trafen. Harry hielt den Zauberstab in seiner Jackentasche fest umklammert und ging auf das nächste Grab zu.

»Schau dir das an, es ist ein Abbott, könnte ein seit langem verschollener Verwandter von Hannah sein!«

„ich bin mir nicht sicher über den seit langem verschollen Teil, aber es sollte ein Verwandter sein", antwortete Hermine.

»Sprich leise«, bat ihn Hermine.

Sie wateten immer tiefer in den Friedhof hinein, zogen dunkle Spuren im Schnee, bückten sich das ein oder andere Mal, um die Inschriften alter Grabsteine zu lesen, und spähten ab und zu in die Dunkelheit ringsumher, um sich zu vergewissern, dass sie allein waren.

»Harry, hier!«

Hermine war zwei Grabreihen entfernt; er musste zu ihr zurückwaten, das Herz hämmerte ihm geradezu in der Brust.

»Ist es -?«

»Nein, aber sieh mal!«

„ich glaube, dass mich im Moment nur das Grab meiner Eltern interessiert", murmelte Harry und Hermine seufzte.

Sie deutete auf den dunklen Stein. Harry beugte sich hinunter und sah auf dem vereisten, von Flechten überzogenen Granit die Worte Kendra Dumbledore

Alle sahen Dumbledore traurig an. Er selber sah trauriger aus, als sie ihn jemals gesehen hatten.

sowie, gleich unter ihrem Geburts- und Todesdatum, und ihre Tochter Ariana. Auch ein Zitat stand darauf: Wo dein Schatz ist, da wird dein Herz auch sein.

Mehrere Leute wunderte sich, was das bedeuten konnte, aber keiner wollte den verstörten Dumbledore fragen.

Also hatten Rita Kimmkorn und Muriel mit einigen ihrer Behauptungen Recht gehabt. Die Familie Dumbledore hatte wirklich hier gelebt und ein Teil von ihr war hier gestorben.

Das Grab zu sehen war schlimmer, als davon zu hören. Harry drängte sich der Gedanke auf, dass seine und Dumbledores Wurzeln tief in diesem Friedhof lagen und dass Dumbledore es ihm hätte sagen müssen; doch er hatte nie daran gedacht, mit ihm darüber zu reden. Sie hätten diesen Ort gemeinsam besuchen können; Harry stellte sich kurz vor, wie er mit Dumbledore hierhergekommen wäre und wie sehr sie das verbunden hätte, wie viel es ihm bedeutet hätte.

„Es tut mir Leid Harry, aber es ist nicht leicht für mich an dieses Ort zu gehen", sagte Dumbledore schwer.

„Ich verstehe", seufzte Harry, wohlwissend, dass es sie wirklich verbunden hätte, aber zur selben Zeit auch schmerzhaft für sie sein würde.

Doch für Dumbledore war die Tatsache, dass ihre Familien Seite an Seite auf demselben Friedhof lagen, offenbar ein belangloser Zufall gewesen, vielleicht unerheblich für die Mission, die er Harry aufgetragen hatte.

„Es tut mir Leid, Sir", murmelte Harry, beschämt darüber, dass sein Buch-Ich sofort annahm, nur weil Dumbledore ihn nicht hierher gebracht hatte, dass es nur ein belangloser Zufall war.

Hermine sah Harry an, und er war froh, dass sein Gesicht im Schatten verborgen lag. Er las noch einmal die Worte auf dem Grabstein. Wo dein Schatz ist, da wird dein Herz auch sein. Er begriff nicht, was diese Worte bedeuteten. Bestimmt hatte Dumbledore sie ausgewählt, als Familienältester, nachdem seine Mutter gestorben war.

»Bist du sicher, dass er nie erwähnt hat -?«, begann Hermine.

»Ja«, sagte Harry knapp, und dann: »Suchen wir weiter«, und er wandte sich von ihr ab und wünschte, er hätte den Stein nie gesehen: Er wollte sich seine gespannte Erwartung nicht durch Unmut verderben lassen.

»Hier!«, rief Hermine wenige Augenblicke später erneut aus der Dunkelheit. »Oh, nein, tut mir leid! Ich dachte, da steht Potter.«

Sie rieb einen bröckligen, bemoosten Stein ab und starrte mit leicht gerunzelter Stirn auf ihn hinunter.

»Harry, komm mal kurz zurück.«

Er wollte nicht wieder abgelenkt werden und ging nur widerwillig durch den Schnee zu ihr zurück.

„Ernsthaft Hermine, verstehst du nicht, dass ich mich im Moment nur um eine Sache schere.", sagte Harry.

„Sorry", sagte Hermine.

»Was gibt's?«

»Schau dir das an!«

Das Grab war äußerst alt und so verwittert, dass Harry kaum den Namen entziffern konnte. Hermine zeigte ihm das Symbol darunter.

»Harry, das ist das Zeichen aus dem Buch!«

„ich frage mich, was das hier zu tun hat?", fragte Remus.

„Keine Ahnung, aber vielleicht hat Dumbledore wirklich gedacht, dass wir herkommen würden und es so entdecken würden.", sagte Hermine und sah ihren Schulleiter an, der immer noch traurig guckte. Er selbst war sich nicht sicher, ob es Teil seines Planes war oder nicht. (er wusste natürlich, dass das Zeichen dort war), aber er wollte nicht weiter darüber nachdenken.

Er schaute angestrengt auf die Stelle, auf die sie deutete: Der Stein war so ausgewaschen, dass man kaum erkennen konnte, was da eingemeißelt war, doch schien sich unter dem fast unleserlichen Namen tatsächlich ein dreieckiges Zeichen zu befinden.

»Jaah ... könnte sein ...«

Hermine entzündete ihren Zauberstab und richtete ihn auf den Namen auf dem Grabstein.

»Da steht Ig-Ignotus, glaube ich ...«

»Ich such wieder nach meinen Eltern, in Ordnung?«, sagte Harry zu ihr, wobei seine Stimme leicht gereizt klang, und er ging weiter und ließ sie neben dem alten Grab kauernd zurück.

Hin und wieder sah er einen Nachnamen wie Abbott, den er von Hogwarts her kannte. Von manchen Zaubererfamilien lagen mehrere Generationen auf dem Friedhof: Harry konnte aus den Daten schließen, dass sie entweder ausgestorben waren oder dass die jüngeren Angehörigen aus Godric's Hollow weggezogen waren. Er ging immer tiefer zwischen die Gräber, und jedes Mal, wenn er zu einem neuen Grabstein gelangte, spürte er zugleich Beklemmung und Vorfreude in sich aufkommen.

Die Dunkelheit und die Stille schienen auf einmal viel größer zu werden. Harry sah sich besorgt um, er dachte an Dementoren, doch dann bemerkte er, dass keine Weihnachtslieder mehr zu hören waren und sich das Stimmengewirr und die Schritte der Kirchgänger, die zum Dorfplatz zurückgingen, in der Ferne verloren. Im Innern der Kirche hatte jemand gerade das Licht ausgemacht.

Dann drang Hermines Stimme zum dritten Mal aus der Schwärze, scharf und klar, aus wenigen Metern Entfernung.

»Harry, sie sind hier ... hier ist es.«

„Wie's aussieht kannst du nichts auf eigene Faust finden", sagte Fred kichernd, aber keiner schenkte ihm Beachtung. Sie alle waren in Gedanken verloren, als sie an die Menschen dachten, die sie verloren hatten.

Und er erkannte an ihrem Ton, dass es diesmal seine Mutter und sein Vater waren: Er ging zu ihr hin mit dem Gefühl, als würde ihm etwas Schweres auf der Brust lasten, mit demselben Gefühl wie damals, kurz nachdem Dumbledore gestorben war, einer Trauer, die buchstäblich auf sein Herz und seine Lunge drückte.

Remus sah Harry mitfühlend an. Er hatte sich ähnlich gefühlt, als er zum ersten Mal das Grab seiner Freunde besucht hatte. Tonks ergriff seine Hand und er lächelte sie an, vor allem als er bemerkte, dass sie eine Hand auf Sirius' Schulter gelegt hatte, der angespannt drein blickte. Remus realisierte, dass dies alles für Sirius schlimmer sein musste, da er nie die Gelegenheit hatte mit der Sache abzuschließen.

Der Grabstein stand nur zwei Reihen hinter dem von Kendra und Ariana. Er war aus weißem Marmor, genau wie Dumbledores Grabmal, und so war er leicht zu lesen, denn er schien in der Dunkelheit zu leuchten.

Harry musste sich nicht hinknien und nicht einmal ganz nahe herantreten, um die Worte zu erkennen, die darin eingemeißelt waren:

Severus funkelte das Buch an, daran denkend, dass so ein unübersehbarer Grabstein nur Potters Idee gewesen sein konnte…Immer herausstechen. Lily hätte das nicht gewollt. Sie hätte etwas einfach gewollt. Er versuchte seinen Ärger zu halten, aber natürlich war es unmöglich, es war nicht mal annähernd so stark, um nicht an sie zu denken. Er hatte ihr Grab nie besucht…er konnte es nie über sich bringen und es jetzt zu lesen, brachte all die gefürchteten Gedanken wie auf.

Brachte ihn dazu an ihre gemeinsame Kindheit zu denken…Ihre Jahre in Hogwarts und wie sie anfingen sich von einander zu entfernen…Den Tag, an dem er alles ruiniert hatte…Die Jahre, in denen er sie nicht einmal gesehen hatte, aber sie hatte seine Gedanken nie ganz verlassen…Den Tag, an dem er sie mehr denn je verraten hatte und er versucht hatte, Dumbledore dazu zu bringen ihm zu helfen, seinen Fehler zu korrigieren…Der Tag, an dem sie gestorben war…

All das rannte durch seinen Kopf und er senkte seinen Kopf in seine Hände, fühlte sich immer mehr schuldig und seine Gedanken wurden dunkler. Harry bemerkte seine Reaktion und war verwirrt, aber er wusste, dass jetzt nicht die Zeit war, danach zu fragen. Überdies fühlte er sich selbst so schlecht im Moment und hatte keine Zeit sich um andere Sorgen zu machen.

James Potter

geboren am 21. März 1960, gestorben am 31. Oktober 1981

Lily Potter

geboren am 30. Januar 1960, gestorben am 31. Oktober 1981

„Sie waren so jung", seufzte Molly. Sie weinte in Arthur Schulter. Es war so traurig, dass sie so viel hatten, worauf sie sich hätten freuen können und all das wurde viel zu früh von ihnen genommen.

Der letzte Feind, der zerstört werden wird, ist der Tod.

Harry las die Inschrift langsam, als ob er nur eine einzige Gelegenheit hätte, ihren Sinn zu begreifen, und er las die letzten Worte laut.

»Der letzte Feind, der zerstört werden wird, ist der Tod ...« Ein schrecklicher Gedanke kam ihm, in einem Anflug von Panik. »Ist das nicht eine Vorstellung von den Todessern? Was hat das hier zu suchen?«

„So ist es nicht gemeint", sagte Sirius, seine Stimme zitterte ein wenig, als er sprach. „J-James hat mir mal erzählt, dass so seine Familie vom Tod denkt…dass es etwas ist, was uns alle erwartet…sorry…Ich weiß wirklich nicht, wie ich es sagen soll."

»Es bedeutet nicht, dass der Tod so besiegt wird, wie die Todesser es meinen, Harry«, sagte Hermine mit sanfter Stimme. »Es bedeutet... du weißt schon ... über den Tod hinaus leben. Leben nach dem Tod.«

Aber sie leben nicht, dachte Harry: Sie sind nicht mehr. Die leeren Worte konnten die Tatsache nicht verhüllen, dass die vermoderten Überreste seiner Eltern unter Schnee und Stein lagen, gleichgültig, unwissend. Und Tränen kamen ihm, ehe er sie zurückhalten konnte, kochend heiß und im nächsten Moment schon eisig auf seinem Gesicht, und wozu sollte er sie abwischen oder sie verbergen?

Harry fühlte, wie Ginny und Hermine wieder seine Hände drückten, als er gegen die Tränen ankämpfte, ein verlorener Kampf, wie es schien, und als Tränen seinen Wangen hinunter rollten, dachte er an seine Eltern, die er nie kennenlernen durfte.

Er ließ sie heruntertropfen, mit fest zusammengepressten Lippen, und sah hinab auf den dichten Schnee, der den Ort vor seinen Augen verbarg, wo die letzten Überreste von Lily und James lagen, die jetzt gewiss nur noch Knochen waren oder Staub, unwissend und gleichgültig ihrem lebenden Sohn gegenüber, der nun so nahe bei ihnen war und dessen Herz noch schlug, der lebendig war, weil sie sich geopfert hatten, und der in diesem Moment fast den Wunsch verspürte, unter dem Schnee bei ihnen zu schlafen.

„Sie wissen es, Harry.", sagte Sirius. „Ich weiß, dass sie über dich wachen."

„Jaah", sagte Harry mit schwacher Stimme, er konnte sich die Formen noch genau vorstellen, die aus Voldemorts Zauberstab kamen, als sie sich vor nicht allzu langer Zeit duelliert hatten…wie sie wussten was Sache war…wie sie sich um ihn gesorgt hatten. Es ließ ihn wundern, ob sie wirklich da waren und über ihm wachten, wie Sirius es gesagt hatte.

Hermine hatte wieder seine Hand genommen und hielt sie fest. Er konnte sie nicht ansehen, erwiderte aber ihren Händedruck und atmete die Nachtluft jetzt in tiefen, heftigen Zügen ein, versuchte sich zu beruhigen, versuchte seine Beherrschung zurückzugewinnen. Er hätte etwas für sie mitbringen sollen, und er hatte nicht daran gedacht, und alle Pflanzen auf dem Friedhof waren kahl und gefroren. Aber Hermine hob ihren Zauberstab, zog einen Kreis durch die Luft, und vor ihnen erblühte ein Kranz aus Christrosen.

„Danke" Harry gab Hermine ein wässriges Lächeln und sie erwiderte es.

Harry fing ihn auf und legte ihn auf das Grab seiner Eltern.

Sobald er sich wieder erhoben hatte, wollte er gehen: Er glaubte nicht, es einen Moment länger hier aushalten zu können. Er legte seinen Arm um Hermines Schultern, und sie schlang ihren um seine Hüfte, und so wandten sie sich schweigend ab und gingen durch den Schnee davon, an Dumbledores Mutter und Schwester vorbei in Richtung der dunklen Kirche und des Schwingtors zurück, das noch nicht zu sehen war.

Harry sah Hermine an, froh darüber, dass sie da gewesen war, als er seine Eltern besucht hatte. Sie wusste immer was zu sagen war und was nicht, wenn sie in solchen Situationen warn und er war dankbar dafür. Sie gab ihm ein schwaches lächeln und er lächelte zurück.

„Das ist das Ende vom Kapitel", sagte Arthur und sah sich nach Severus um, der immer noch seinen Kopf in den Händen vergraben hatte, dann gab er das Buch Draco.

Obwohl er nicht wirklich Lust hatte zu lesen, nahm Draco das Buch, wohlwissend, dass er keine andere Wahl hatte.

...

Das wars leider auch schon wieder.

Ich hoffe es hat euch gefallen und natürlich freue ich mich immer gerne über Reviews.

Lg JJ