Huhu, endlich aus der Winterpause zurück, ich hoffe ihr seid nicht zu vollgegessen vom Weihnachtsbraten und seid gut reingeruscht, ich weiß es war etwas lange, aber iwie hat meine Muse gerade Winterschlaf gemacht^^
ich hoffe es euch gefällt das neuste chap.
Und ganz still und heimlich will ich nochmal Werbung für die deutsche Olicity fanseite machen, wir würden uns über neue likes freuen^^
Sad Kiss
Sie blickte von ihren Bildschirmen auf. Da war er. Völlig in sein Training eingetaucht, bekam nichts mit. Schlug nur immer und immer wieder mit seinen Fäusten auf den Sandsack ein. Nahm dann die Stöcke und schlug schnell und zielsicher auf den Dummie daneben ein.
Die letzte Mission verlief nicht nach den Wünschen von Team Arrow. Eine Geisel wurde bei einem Banküberfall getötet, den sie versucht haben zu stoppen, zwar konnte Oliver die anderen Geiseln retten und der Bankräuber wurde wegen Raub, Geiselnahme und Totschlag sowie versuchten Mordes angeklagt, jedoch war es nicht genug.
Es war nicht genug in den Augen von Oliver, er hätte schneller sein können, höher springen können. Aber so ist das nun, es geht nicht anders, sie müssen auch einmal Rückschläge erleiden. Es gibt nichts was man hätte ändern können. Wenigstens konnte er die anderen retten. Das, zumindest, redete er sich die ganze Zeit ein, als er versuchte, die Anspannung und das Adrenalin in seinem Körper durch das Training abzubauen.
Er merkte natürlich die Blicke von Felicity. Er bemerkte sie immer. Er zeigte es nur nie. Viellicht muss sie den Ausgang der Mission auch erst verarbeiten und das machte sie durch Beobachtung. Doch was genau in diesem schlauen Kopf vor sich ging konnte er nur erahnen. Er wollte daran nicht mehr denken, deswegen beschleunigte er sein Tempo noch etwas und musste sich dadurch vollständig auf die Schläge konzentrieren.
Die blonde Schönheit jedoch, konnte schon lange nicht mehr denken. Sie wollte alles vergessen. Es war immer hart eine Mission die gescheitert ist zu verarbeiten, auch das dieser ganzen langen zeit. Aber sie konnte nicht einfach wieder zur Normalität zurückgehen, wenn ein Mensch vor ihren Augen starb und dass, weil sie zu spät waren.
Sie konnte nicht schnell genug das interne System der Bank hacken, sie hatte nicht schnell genug Zugriff auf die Kameras im Eingangsbereich. Sie war Schuld am Tod diesen einen Menschen.
Diggle sah viele gute Soldaten sterben während seiner Zeit im Irak und weiß Gott was Oliver erlebt hatte, doch sie war nicht so. Sie kann so etwas nicht gut verarbeiten, sie machte sich Gedanken darauf, suchte nach Familie oder Angehörigen des Verstorbenen im Internet, obwohl dass wohl noch einiges dazu beitrug zu ihren Schuldgefühlen.
Sie sah das Blut spritzen, als er abdrückte, sie hörte den Schrei als die Kugel den Kopf traf und auch wieder leblose Körper auf den Boden aufschlug. Wie konnte man das denn vergessen. Oliver hatte, nach der Sache im U-Bahn Wagon zu ir gesagt, dass es dazu gehört, es gehört dazu Menschen zu verlieren, sie können nicht immer gewinnen.
Als ein logisch denkender Mensch war ihr das klar, Olivers Worte machten Sinn, aber ihr Herz und ihre Seele konnten es nicht verkraften, dass nun Menschen, die dem Bankräuber nichts getan haben, trauern mussten.
Sie konnte nur da sitzen und ihn beobachten und sich fragen, wie viel ein Mensch ein ertragen kann.
Aber all das konnte sie niemanden erzählen. Niemand durfte wissen, dass sie gesehen, wie der Mensch starb und die die es wussten, haben genug auf ihren eigenen Schultern zu tragen. Sie will niemanden zu Last fallen, vor allem aber Oliver nicht.
Sie spürte plötzlich jemand neben sich stehen und bemerkte dann, dass Oliver nicht mehr auf der Trainingsmatte war, er stand nun neben ihr. „Du weißt, das Angebot steht immer noch. Du kannst mit mir über deinen Tag reden." Sie blickte zu ihm hoch. Er würde es tun, er würde ihre rauer, den Schmerz und ihre Schuld auf sich nehmen, weil er ein Held war, ihr Held, ihr Oliver.
„Danke, aber so interessant ist mein Leben nicht, ich komme damit zurecht, ich saß nur ihr, du müsstest mit jemanden reden oder dich zumindest ausruhen, du hast unglaubliches geleistet." Sie stand auf und lächelte ihn an. Es war ein Lächeln was nicht ihre Augen erreichte, doch sie hoffte, Oliver würde es nicht merken und sie könnte nach Hause gehen ohne eine lange Diskussion mit ihm zu führen.
Als sie schon fast an der Treppe war, hielt sie Oliver am Handgelenk zurück. „Du warst diejenige die es möglich gemacht hat, die Geiseln zu retten, du hast die Arbeit geleistet. Das weißt du doch, oder?" Er blickte sie undurchdringlich an, sie konnte seinen Blick nicht ausweichen, selbst wenn sie gewollt hätte. „Ich hab doch nur ein paar Kameras gehackt und ich war dabei noch zu langsam." Ihr Blick suchte den Boden zwischen ihren Füßen. „Felicity" er zwang sie, mit der Hand unter ihrem Kinn, ihn anzusehen „Du hast alles getan was du konntest und die anderen waren gerettet, es war nicht deine Schuld, bitte rede dir das nicht ein." Er strich mit seinem Daumen ihre Wange entlang.
Sie blickten sich lange in die Augen. Einzelne Tränen flossen ihre Wangen hinab. Sie kam ihm näher und ihre Lippen streiften sanft seine. „Es ist vielleicht nicht meine Schuld, aber es ist ganz sicher nicht deine." Damit entwand sie sich seinem Griff und verschwand.
