Thorns in my chest

Kapitel 37

„Wie ich bei meiner Rückkehr erfahren durfte, hast du zwischenzeitlich mit Potter geredet", sagte er monoton, als er die Tür zu seinen Räumlichkeiten verriegelt hatte.

Hermine nickte mit einem flauen Gefühl in der Magengegend und beobachtete ihn dabei, wie er auf das Sofa zukam, auf dem sie es sich bequem gemacht hatte, ehe er die Gelegenheit gehabt hatte, gegen ihren Überraschungsbesuch zu protestieren.

Unmittelbar vor ihr kam er zum Stehen und blickte eindringlich mit seinen schwarzen Augen auf sie hinab. „Ich weiß, wir hatten vereinbart, dass du mich informieren würdest, bevor du das tust, aber da ich beschäftigt war, kann ich dir wohl kaum einen Vorwurf machen, richtig?"

Wieder nickte sie. „Du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn du dich zu mir setzt. Aus dieser Perspektive mit dir zu reden, gibt mir das Gefühl, wieder das kleine Mädchen von damals zu sein, das du erfolgreich zur Schnecke gemacht hast."

Snape zog die Brauen in die Höhe, sagte aber nichts darauf. Stattdessen legte er gemächlich seinen Umhang ab und setzte sich neben sie, die langen Beine vor sich ausgestreckt, den Blick auf die schwarzen Schuhe gerichtet. Fast kam es Hermine so vor, als würde er keine Notiz mehr von ihr nehmen. Dennoch spürte sie, wie ihr Herz zu rasen anfing. Je länger sie ihn ansah, umso schlimmer schien es mit ihrer Nervosität zu werden. Dass er zurück nach Hogwarts gekommen war, musste schließlich noch lange nicht bedeuten, dass zwischen ihnen alles so weitergehen würde, wie bisher. Noch immer fiel es ihr bisweilen schwer, sein Verhalten zu deuten, so wie in diesem Moment.

Nachdem er einige Sekunden später immer noch nichts von sich gegeben hatte, fuhr er sich seufzend mit den Händen durch die Haare. „Ich bin raus", sagte er dann, was wie ein großer Schock auf sie wirkte.

„Wie – wie meinst du das?", fragte sie irritiert zurück. Es war alles andere als leicht, einen Sinn aus seinen kargen Worten herauszufiltern. Noch dazu, wo er so ein passives Gesicht machte, als würde er über das Wetter der letzten Tage plaudern wollen, das ihm einen Ausflug ruiniert hatte.

Blitzartig sah er sie an. „Ich habe Albus alles gesagt, was ich weiß. Das bedeutet, es liegt nicht länger in meiner Hand, der Sache nachzugehen. Den Rest wird der Orden übernehmen." Er blinzelte. „Ich habe ihn gesehen, Hermine."

Ungläubig starrte sie in sein Gesicht. „Du meinst ihn? Voldemorts und Bellas Sohn?"

Kaum merklich nickte er, Hermine hingegen wusste wieder einmal nicht, was sie sagen sollte. „Du wirkst nicht gerade erleichtert", stellte sie nach einer unangenehmen Pause klar.

Seine Mundwinkel zuckten. „Hast du erwartet, dass ich einen Freudentanz aufführe? Mein Leben lang habe ich Aufträge wie diesen ausgeführt. Ich habe Informationen zusammengesucht und versucht, irgendetwas in Erfahrung zu bringen, das uns voranbringen könnte. Nun möchte ich nicht wieder in die Position gedrängt werden, ihn kennenzulernen. Ich weiß, das ist schwer nachzuvollziehen. Aber als ich ihn gesehen habe, wurde mir bewusst, dass ich nicht weitermachen darf. Ich war zu lange in diesem Geschäft. Mir sollte egal sein, was für ein Mensch er ist ..."

Hermine spürte, dass er stockte und legte erwartungsvoll den Kopf schief. „Ist es dir denn egal?"

„Nein", antwortete er mit rauer Stimme. „Alles andere wäre gelogen, Hermine. Aber von heute an ist es vorbei. Ich bin nicht länger Teil dieser Sache."

Hermine biss sich auf die Lippe. Nur langsam dämmerte ihr, was in ihm vorgehen musste. Einerseits hatte sie sich seit dem Moment, in dem ihr bewusst geworden war, dass sie Gefühle für ihn entwickelt hatte, danach gesehnt, dass es irgendwann soweit sein würde. Andererseits hätte sie gerne gewusst, was sie tun konnte, um ihm seine Unsicherheit zu nehmen.

Auf einmal traf es sie wie ein Schlag. Wie bei Harry oder Ron auch warf sie sich nach vorne und schlang ihre Arme um seinen Hals.

Snape hockte vollkommen erstarrt vor ihr und wusste nicht, wie ihm geschah. Niemand sonst reagierte so überschwänglich auf seine Anwesenheit.

„Ich bin froh, dass du dich so entschieden hast, Severus", sagte sie aufrichtig.

Ein paar Sekunden später, als würde die ganze Anspannung durch ihre simplen Worte und die einfache Geste des Umarmens von ihm abfallen, kamen seine Hände empor und umfingen ihr Gesicht. „Ich auch."

Hermine sah ihn an und musste unwillkürlich lächeln. Die leuchtenden schwarzen Augen, die ihr entgegen strahlten, waren offen und warmherzig, ebenso wie seine Hände, die zärtlich über ihre Locken strichen.

„Du hast es tatsächlich geschafft, Severus. Du bist ins kalte Wasser gesprungen und hast die letzte Bindung zu Dumbledore abgelegt."

„Ja, ich habe es einfach getan. Dabei kann ich dir nicht einmal sagen, ob er erleichtert darüber war oder nicht. Es war unmöglich, etwas an seinem Verhalten zu entziffern."

Fest entschlossen nahm Hermine seine Hände und legte sie zusammen mit ihren in ihren Schoß. Dann ließ sie abwesend ihre Daumen über seine langen Finger kreisen. „Er und McGonagall werden eine Weile brauchen, darüber hinwegzukommen, dass nun alles anders sein wird", sagte sie ruhig. „Aber ich bin sicher, dass sie am Ende erleichtert sind. Die ganze Zeit, seit wir wieder in Hogwarts sind, haben sie es darauf angelegt, es eines Tages soweit kommen zu lassen. Sie wollten deine Freiheit, Severus, da bin ich mir ganz sicher."

Schweigend saß er vor ihr und ließ mit gesenktem Blick seine Kiefermuskulatur spielen, sodass Hermine förmlich spürte, wie es in seinem Kopf arbeitete.

„Hat er gesagt, wie es mit Hogwarts weitergehen wird? Ich meine, hat er deinen Job betreffend eine Andeutung gemacht?"

Fragend sah er auf. „Meinen Job?"

Sie nickte. Es war unschwer zu erkennen, wie weit seine Gedanken von hier fort gewesen waren. Vermutlich konnte er selbst kaum glauben, dass es nun endgültig vorbei war.

„Es ist alles beim Alten. Minerva hat mich eindringlich gebeten, die Stelle zu behalten."

Erleichtert atmete Hermine auf. „Ich muss gestehen, dass ich froh bin, das zu hören, obwohl ich eigentlich nichts anderes von ihr erwartet hatte."

„Geht mir genauso", sagte er leise.

„Siehst du, dann musst du dir keine Sorgen mehr machen. Du kannst weiterhin in Hogwarts bleiben und hier unterrichten."

Er hob die Hand und legte vorsichtig seinen Zeigefinger auf ihren Mund, wodurch sie verstummte.

„Du hast mir gefehlt, Hermine."

Seine Worte kamen so unerwartet wie die ganzen letzten Minuten und Hermine realisierte, dass sie sich einen sehr unpassenden Moment für ihren Besuch ausgedacht hatte. Bestimmt hatte er vorgehabt, seine Entscheidung erst einmal zu verdauen; sie selbst war schließlich so perplex, dass sie kaum einen Ton hervorbrachte, bis er die Hand sinken ließ und sie mit wandernden Augen zwischen seinen langen Strähnen hindurch betrachtete.

„Du mir auch, Severus", sagte sie sanft.

Seine Züge entspannten sich zusehends. „Es war nicht meine Absicht, dich so im Ungewissen zu lassen."

Energisch schüttelte sie den Kopf. „Es war auch nicht meine Absicht, dich heute Abend so zu überfallen. Mir war nicht klar, was für eine wichtige Entscheidung du getroffen hast."

Ein leichtes Lächeln huschte über seine dünnen Lippen. „Dann hast du nichts dagegen einzuwenden?"

„Wie könnte ich nur? Du hast es verdient, endlich deinen Frieden zu finden."

Er nickte kurz angebunden. „Ja. Dabei dachte ich immer, es würde weitergehen, bis kein Todesser mehr existiert."

Hermine lehnte ihren Kopf an seine Stirn. Sie konnte nur ansatzweise nachvollziehen, wie viel Überwindung ihn der Schritt gekostet haben musste, seine Arbeit, die er jahrelang ausgetüftelt und perfektioniert hatte, in die Hände der Auroren zu legen. "Ich habe nachgedacht, Severus. Du hattest Recht."

Vollkommen unvermittelt zog er die Brauen in die Höhe und sah sie auf eine Weise an, die ihr Herz wie so oft schneller schlagen ließ. Es würde wohl noch eine Weile dauern, bis sie sich daran gewöhnen würde. Andererseits war es genau das, was die Beziehung zwischen ihnen ausmachte. Es war reizvoll und prickelnd, etwas, woran es vielen Partnern gewöhnlicher Paare mangelte, nicht jedoch ihr. Insgeheim hatte Hermine schon länger das Gefühl gehabt, dass es immer so bleiben und sie seiner nie überdrüssig werden würde.

"Ich weiß, dass dir die Vorstellung nicht gefällt, aber ich habe mich viel mit Ginny unterhalten. Sie meinte, ich müsse nichts überstürzen. Doch genau da liegt meine Schwäche, denn sobald es um dich geht, bin ich nicht ich selbst, Severus. Das Letzte, was ich wollte, war es, dich zu überfordern. Es war egoistisch von mir, mich an dich ranzumachen. Deine Situation ist noch viel komplizierter als meine. Aber ich kann es nicht abschalten, so sehr will ich dich."

Snape schluckte. Er schien zu überlegen, was er darauf sagen, geschweige denn, davon halten sollte. Nach einer Weile legte er schließlich den Arm um sie und zog sie zu sich an seine Brust. Sofort fühlte Hermine, wie befreiend es war, ihn so innig bei sich zu haben, genauso wie sie es in Erinnerung hatte. "Ich kann dir nicht sagen, wo das hinführen wird, Hermine. Das Verhältnis, das wir zueinander haben, könnte für großen Wirbel sorgen, wie du weißt. Auch dann, wenn du mit Hogwarts abgeschlossen hast."

"Ich mache mir keine Sorgen um mich, Severus, sondern um dich. Du brauchst dieses Leben hier, deine Routine und all das. Wenn ich tatsächlich eines Tages für das Ministerium arbeiten sollte, werden die Leute ihre Aufmerksamkeit auf dich lenken, sobald bekannt wird, dass wir ein Paar sind. Wir können es nicht ewig geheim halten."

Er schüttelte träge den Kopf. "Nein, können wir nicht. Es überrascht mich nur, dass du dich für das Ministerium entschieden hast."

Hermine wurde rot. "Ja, weißt du, ich dachte mir, Mr. Weasley könnte etwas Unterstützung in den Angelegenheiten rund um die Muggel gebrauchen. Angeblich suchen sie verzweifelt qualifiziertes Personal. Es ist ehrlich verdientes Geld, also ..."

Sie verstummte, als er sich zu ihr hinunterbeugte und ihr Kinn zwischen seine Finger nahm. "Du bist mir keine Rechenschaft schuldig, Hermine. Ich war nur nicht darauf vorbereitet, das ist alles."

Sie seufzte. "Ich weiß. In dem ganzen Wirbel habe ich selbst kaum daran gedacht, was ich mal werden soll, aber in den Ferien im Fuchsbau schien mir ein Licht aufzugehen. Irgendwo muss ich anfangen, mein Leben zu ordnen. Und ein geregelter Job schien mir da sehr praktisch zu sein, Routine in mein Dasein zu bringen."

"Das ist gut", murmelte er sanft. "Jetzt, wo ich Albus nicht länger verpflichtet bin, wären unsere Arbeitszeiten dadurch sehr überschaubar."

Hermine setzte sich abrupt auf, als hätte sie hinter seinen Worten eine verschlüsselte Botschaft entziffert. "Du bist also einverstanden, dass wir es weiterhin miteinander versuchen?"

Snape lächelte gequält. "Ich wäre ein riesiger Idiot, wenn ich es nicht täte."

Hermine kam nicht umhin, ihn ihre Erleichterung spüren zu lassen und grinste ihn an. "So etwas in der Art hat Ginny auch gesagt."

Seine Augen blitzten auf. Ohne zu antworten reckte er seinen Oberkörper empor und drückte sie gezielt auf das Sofa nieder. "Ich hoffe, du hast ihr zu verstehen gegeben, dass es sich nicht gehört, so über einen Professor zu reden."

Mit klopfendem Herzen betrachtete sie sein vertraut gewordenes Gesicht, während er sich mit seinem ganzen Gewicht auf sie legte und sie unter sich begrub. Hermine hatte immer noch Mühe, ihre aufgewühlten Gefühle in den Griff zu bekommen, wenn er so etwas tat. Ganz besonders, wenn er sie derart unergründlich ansah wie in diesem Moment. "Ich habe es versucht", hauchte sie leise. "Aber sie ist eben eine Weasley. Und die haben bekanntlich ihren eigenen Kopf."

Snape senkte seine Lippen auf ihre nieder, um sie zu küssen. Alleine seinen Körper auf sich zu spüren, versetzte ihr Blut so stark in Wallung, dass sie fürchtete, zerfließen zu müssen.

"Wir haben nie wirklich darüber gesprochen, wie wir das anstellen wollen. Immerzu war ein Leben wie dieses in zu weiter Ferne", sagte er dann.

Hermine nickte verträumt. Soviel dazu, nichts mehr überstürzen zu wollen. Die Gedanken, mit ihm ihr Leben zu verbringen, gingen unweigerlich mit ihr durch. Wie wäre es wohl, morgens gemeinsam aufzuwachen, zur Arbeit zu gehen und sich im Anschluss daran Abend für Abend zuhause zu treffen? Das einzige Problem in diesem rührseligen Augenblick war nur, dass sie keine Ahnung hatte, wo sie wohnen sollten, denn in Hogwarts herrschten altmodische Ansichten diesbezüglich. Keiner der Lehrkräfte lebte mit einem Partner zusammen im Schloss und Hermine war sich fast sicher, dass niemand es befürworten würde, sie mit dem Professor hier wohnen zu lassen. Es würde nur noch für mehr Wirbel in ihrer Beziehung sorgen, wenn sie die Erlaubnis hätten, ein gemeinsames Quartier in den altehrwürdigen Mauern zu beziehen.

„Würdest du mich für verrückt halten, wenn ich dir offen sage, was ich denke?"

Abschätzig blickte er auf sie hinunter. „Das kommt ganz darauf an, würde ich sagen."

Spielerisch klopfte sie ihm mit der Hand auf die Schulter. „Nur einmal angenommen, wir würden tatsächlich so weitermachen wie jetzt, Severus, wie weit würdest du gehen?"

Er zog die Brauen zusammen und dachte einen Moment nach. „In Anbetracht dessen, dass wir bereits mehr als einmal miteinander geschlafen haben, glaube ich nicht, dass es noch viele weitere Skandale gibt, die wir ausgelassen haben", sagte er sarkastisch.

Hermine rollte mit den Augen. „Du würdest dich wundern. Aber das meinte ich auch gar nicht. Ich hatte eher was anderes im Kopf. Etwas Alltägliches, was die Menschen dauernd tun."

„Etwas Alltägliches?"

Sie nickte eifrig. „Wir könnten zusammenziehen, Severus."

Snape hüstelte. „Das nennst du etwas Alltägliches?"

Unschuldig zuckte sie mit den Schultern. „Ja."

„Es ist eindeutig, dass einige Jahrzehnte zwischen uns liegen. Früher hätte es das nicht gegeben."

„Tut mir leid, wenn ich dir so knallhart die Augen öffnen muss", sagte sie überzogen. „Aber in der heutigen Zeit ist es durchaus legal, erst einmal zusammenzuziehen, bevor man weitere Schritte wagt."

„Weitere Schritte?"

Hermine rollte wieder einmal mit den Augen. „Komm schon! Was ist so abwegig an dem Gedanken, dass ich mit dir mein Leben verbringen will?"

Er schüttelte abwehrend den Kopf. „Vielleicht die Tatsache, dass es dabei um mich geht."

Sanft umfing sie mit ihren Händen sein Gesicht und brachte ihn dazu, sie anzusehen. „Es wird Zeit, dass du dich damit abfindest. Mal abgesehen von Harry bist du das Beste, was mir je passiert ist."

Snape schnaubte leise. „Wirklich? Würde ich dich nicht kennen, würde es mich sehr beunruhigen, im gleichen Atemzug mit Potter genannt zu werden."

Hermine grinste. „Bevor du eifersüchtig wirst, kann ich dir ein paar Dinge zeigen, die er nicht mit mir tun darf, du aber schon ..."

Der einladende Blick in ihren braunen Augen tat ihr Übriges, die Situation zu ihren Gunsten zu wandeln. Snape zögerte nicht länger und fing an, sie beide notdürftig aus ihren Sachen zu befreien. Ungeduldig wollte er sein schlechtes Gewissen beiseite schieben. Doch es war nicht möglich. Insgeheim würde er sich wohl immer schuldig fühlen, weil er es gewagt hatte, diese Bindung zwischen ihnen zuzulassen. Nach wie vor war eigenartig, wie sie es geschafft hatte, sich in sein geregeltes Leben einzuschleichen. Und genau genommen konnte er immer noch nicht nachvollziehen, wieso sie das getan hatte. Wichtig war nur, dass er während der vergangenen Tage sehnsüchtig darauf gewartet hatte, sie wieder zu sehen.

Als sie dann mehr oder weniger nackt und ausgesprochen lüstern unter ihm lag, drang er so ungezügelt in sie ein, sodass sie laut aufstöhnte. Es gefiel ihm gar nicht, sich damit auseinandersetzen zu müssen, nach all dieser Zeit, die er alleine gelebt hatte, alltägliche Dinge und Abläufe zu ändern. Wenn er jedoch wollte, dass es zwischen ihnen so weiterging wie bisher, musste er es tun. Eine Chance wie diese würde er nicht noch einmal bekommen.

Sein hartes Glied schob sich bis tief in ihre Mitte hinein, wo er voller Begierde empfangen wurde. Einen Moment schloss er die Augen, dann sah er sie wieder an. Ihr Körper, der so warm und lebendig war, lechzte förmlich danach, ihn zu besitzen. Mit jeder Bewegung, die sie im Einklang miteinander vollzogen, wurde ihm bewusst, dass er nun endlich das gefunden hatte, was seinem Dasein einen Sinn und zugleich eine süße Würze verlieh. Er war nun nicht länger der Außenseiter, der verachtet und gemieden wurde. Er hatte jemanden gefunden, der ihn wirklich wollte; auch dann, wenn es für beide bedeuten sollte, Einschnitte zu machen.