Die folgenden Zeilen von mir waren ursprünglich als deutsches Gedicht gedacht, deshalb ist es nicht ganz richtig. Vielleicht gefällt es ja trotzdem einigen von euch.

Tears Of The Fallen.

Sometimes when I cry I forget why.

Tears come and go as passers by.

Sometimes when I am drunk I fall asleep.

Forgiveness is far and hate has cut deep.

Sometimes I wake up screaming.

A rediculous thing that not only turns up when I am dreaming.

Sometimes I don't know anymore who I am.

And he whoever dares to touch me will not replace my lovers name.

Sometimes when I fight I loose my head.

The truth is no sword of steel could have harmed me as sharp as your death.

Sometimes I wanted to follow your lead.

I grabbed the key and kicked the handle for speed.

I often think of you.

And sometimes I hope you think of me too.

xxxhouseghost/burdenofimpurityxxx

Thorns in my chest

Kapitel 43

"Wie geht es dir?", fragte sie vorsichtig, nachdem sie sich einen Stuhl herbeigeholt und sich zu Ron ans Bett gesetzt hatte.

"Ging schon mal besser", sagte er matt.

Hermine biss sich auf die Lippe. Rons halber Oberkörper war fast vollständig von Bandagen verhüllt. Damals, als er beim Apparieren auf der Flucht zersplittert war, hatte sein Anblick ein ähnliches Bild abgegeben. Der einzige Unterschied war nun der, dass die medizinische Versorgung professionell vonstatten ging.

„Als ich davon gehört hab, hatte ich ziemliche Angst, Ron. Wie konnte das nur passieren?"

„Du bist ja fast schlimmer als meine Mum", entgegnete er überzogen. „Sie ist sofort in Tränen ausgebrochen, als sie mich gesehen hat. Du weißt ja, Fred ..."

Sie senkte verunsichert den Kopf. Ihm zu sagen, dass Mrs. Weasley allen Grund hatte, besorgt zu sein, würde wohl nicht viel bringen. Stattdessen überwand sie ihre Scheu und tätschelte seine Hand.

Ron lächelte. Wie früher auch strahlte dabei sein ganzes sommersprossiges Gesicht. „Für mehr reicht es nicht mehr, oder?"

„Weißt du, ich kann mich erinnern, dass du nicht gerade ein Fan von Umarmungen warst, bevor wir zusammengekommen sind", gab sie aufrichtig zurück, woraufhin sich eine eigenartige Stille über den Raum legte. Was sonst hätte sie ihm auch antworten sollen? Um etwas an dem Verhältnis zwischen ihnen zu ändern war es zu spät. Doch wenigstens für den Erhalt der Freundschaft wollte sie sorgen, solange er damit einverstanden war, nicht weiterzugehen.

„Wie waren deine Prüfungen? Ginny meinte, es hätten hinterher überall Partys stattgefunden."

„Ja, es war ein abwechslungsreicher Tag. Ich glaube, ich war ganz gut. Jedenfalls sagt mir das mein Gefühl. Du hättest den Gemeinschaftsraum sehen sollen! Der war nicht wiederzuerkennen." Davon, dass die Partys vermutlich noch voll im Gange waren, erwähnte sie nichts. Aber was machte das schon. Er wäre so oder so nicht dabei gewesen.

"Du siehst gut aus, Mione", hörte sie ihn plötzlich sagen.

Unsanft aus ihren Gedanken gerissen zuckte sie zusammen. "Danke. Es geht mir auch gut. Ich weiß zwar nicht, ob du das hören willst, aber ich habe jemanden gefunden, der mich sehr glücklich macht, Ron."

"Das dachte ich mir fast", antwortete er kurz angebunden, fast so, als würde ihm die Vorstellung, sie mit jemand anderem zu sehen, nicht sonderlich behagen. "Und wer ist es? Vielleicht kannst du ihn mir ja mal vorstellen, vorausgesetzt, die heißen Schwestern lassen mich heil hier raus."

Hermine schmunzelte über seinen müden Versuch, die Anspannung aufzulockern, die sich aufgrund ihrer gemeinsamen Situation gebildete hatte. "Das wird nicht nötig sein. Ich fürchte, du kennst ihn bereits."

Ron runzelte die Stirn. "Mach es nicht so spannend, Hermine. Nicht ich habe damit angefangen, sondern du."

"Du hast Recht. Es ist nur so, dass mir diese Sache sehr viel bedeutet. Da es schon eine Weile so geht, dachte ich, es wäre an der Zeit, dir davon zu erzählen. Aber jetzt liegst du hier im Krankenhaus und bist verletzt, also war es nicht sonderlich geschickt von mir, damit anzufangen. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte den Mund gehalten. Oder lieber nicht? Ich weiß nicht, was ich tun soll, Ron. Soll ich dir davon erzählen? Soll ich es für mich behalten? Wir haben oft Dinge für uns behalten, die gesagt hätten werden müssen. Wahrscheinlich hat es deshalb nicht mit uns funktioniert."

Ron nickte abwesend. "Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe, Hermine. Nach Freds Tod ist schlagartig irgendwie alles anders gewesen. Seine Scherze haben mir gefehlt. Und da wurde mir erst so richtig klar, dass er nie wieder zurückkommen würde. Ein Teil meiner Familie war plötzlich verschwunden."

"Das verstehe ich, Ron. Aber das hatte nichts mit uns zu tun. Es sollte eben nicht sein."

"Ich weiß. Und ich freue mich wirklich für dich, wenn du glücklich bist."

Erleichtert atmete Hermine auf. Dass er so verständnisvoll reagieren würde, hatte sie nicht von ihm erwartet. "Ich bin sicher, eines Tages wirst du das auch haben."

"Vielleicht. Das mit meiner Schulter war ein dummer Zwischenfall. Ich war nicht vorsichtig genug und bin inmitten des Kampfgetümmels von einem Fluch getroffen worden. Trotzdem hatte ich Glück. Die Ärzte haben mich im Handumdrehen wieder zusammengeflickt."

„Es gab also einen Kampf?"

„Ja. Was dachtest du, wie das passiert ist?"

„Keine Ahnung. McGonagall und Harry haben nichts weiter gesagt. Ich habe nur versucht, nicht das Schlimmste vor Augen zu sehen."

„Wenigstens wissen wir jetzt, dass Snape Recht hatte", gab er zu bedenken. „Dieser Typ, den er ausfindig gemacht hat, er nennt sich Gaunt, scheint wohl Wert auf die Herkunft seiner Vorfahren zu legen. Jedenfalls sieht er aus, wie eine lebendige Fotografie vom jungen Voldemort. Das ist echt unheimlich."

Fröstelnd senkte Hermine den Blick auf seine Bettdecke und hörte nur noch mit einem halben Ohr zu. Sie war nicht sicher, ob sie wirklich mehr darüber erfahren wollte. Die Erlebnisse, die sie dank Tom Riddle zu verarbeiten hatte, genügten vollends. Vielmehr fing sie im Stillen an, sich zu fragen, wie sie Ron das mit ihr und Severus beibringen sollte. Es noch länger aufzuschieben hätte wohl keinen Sinn. Irgendwann musste er es ja erfahren.

„Ich glaube, ich sollte dir was erklären, Ron", gestand sie vorsichtig und sah ihn wieder an. „Aber das wird nicht leicht werden. Du kennst mich. Wenn ich etwas tue, ist es meist alles andere als gewöhnlich. So wie meine neue Beziehung - ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich steh eigentlich nicht so auf Geständnisse ..."

Erwartungsvoll erwiderte er ihren Blick. „Du warst immer das klügste Mädchen, das ich kannte, Hermine. Und du hattest Recht. Wenn wir ehrlicher und offener miteinander umgegangen wären, hätten wir uns viel Kummer erspart. Als dein Freund möchte ich das wieder gutmachen. Das bedeutet, ich hoffe, du kannst mir wieder vertrauen. Wir sollten uns alles sagen können, Mione."

Obwohl sie bezweifelte, dass das gutgehen würde, fasste sie ihren ganzen Mut zusammen und holte Luft. „Also gut. Weißt du, der Mann, mit dem ich zusammen bin, ist Professor Snape."

Es wurde schlagartig still zwischen ihnen und Hermine fürchtete schon, dass er sie nicht recht verstanden hatte. Mit klopfendem Herzen wartete sie darauf, dass er etwas zum Besten gab, doch nichts kam.

„Ron? Hast du mir zugehört?"

Er nickte mit leicht gerötetem Kopf.

„Sag doch was. Bitte."

Inzwischen sah Ron aus, als würde er langsam vor Zorn zerplatzen, während er die Luft anhielt, um nicht lauthals loszubrüllen.

Hilflos sah Hermine auf sein angespanntes Gesicht und fing zu plappern an. „Ich hatte ja erwartet, dass du dich darüber aufregen würdest. Aber du hast gesagt, ich kann dir alles sagen. Das habe ich getan. Und wenn du mir nicht glaubst, werde ich es noch einmal tun: Ich bin mit Professor Snape zusammen. Wir werden zusammenziehen. Noch heute Nacht gehe ich mit ihm. Und obwohl du mich wahrscheinlich für verrückt halten wirst, hoffe ich, dass du zu deinem Wort stehst und dich wirklich aufrichtig für mich freust. Genauso, wie du es gesagt hast, denn er ist es, der mich mehr als alles andere glücklich macht."

Kaum hatte ihr überstürzter Redeschwall geendet, schnauzte er sie an. „Wie kannst du so etwas nur sagen, Mione? Natürlich rege ich mich darüber auf. Der Kerl hat uns in Hogwarts jahrelang das Leben versaut!"

„Ich weiß. Aber jetzt ist eben alles anders."

Nach Luft schnappend setzte er sich auf. „Es ist wirklich Snape? Und du bist sicher, dass das mit rechten Dingen zugeht?"

„Ja."

„Aber das kann unmöglich sein!"

Hermine schüttelte energisch den Kopf. „Weißt du, langsam habe ich echt genug davon, mir deswegen ständig Vorwürfe anhören zu müssen. Ich weiß, du und Harry, ihr könnt ihn nicht leiden. Aber im Grunde genommen spielt das keine Rolle. Entweder ihr kommt damit klar, oder eben nicht. Es wird sich euretwegen nichts daran ändern. Ich habe wirklich genug davon, Rechenschaft darüber abzulegen, warum ich mich ausgerechnet in ihn verliebt habe. Also überleg es dir nochmal mit unserer Freundschaft, wenn du dir nicht sicher bist, dass du damit klarkommst."

Ron blinzelte. „Wann hast du es Harry gesagt?"

Wie auf frischer Tat ertappt stockte sie. „Weißt du, das ist schon ein Weilchen her ..."

„Dann wusste er die ganze Zeit bescheid?", fragte er gereizt.

Hermine biss sich auf die Zunge. „Ich wusste ja nicht, wie du es auffassen würdest, nachdem wir uns so schwer getan haben, wieder aufeinander zuzugehen."

„Was hat das damit zu tun?"

„Sehr viel. Aber das werde ich dir nicht jetzt erklären. Ich glaube ohnehin, es ist besser, wenn ich jetzt gehe. Ich wünsche dir, dass du bald wieder fit bist, Ron. Dann können wir meinetwegen dieses Gespräch fortsetzen. Aber zuerst solltest du die Nachricht in Ruhe verdauen. Es ist nicht gut für dich, dich jetzt da hineinzusteigern."

Entgeistert blickte er sie an. „Dann war's das jetzt? Du willst einfach so gehen?"

Sie zuckte mit den Schultern. „Ja." Ron rieb sich die Schläfe und sie nutzte die Gelegenheit, fortzufahren. „Hör zu, Ron. Du kannst nichts daran ändern. Niemand kann das. Deshalb hoffe ich einfach, dass du es akzeptieren wirst. Auch dann, wenn es dir jetzt vielleicht schwerfällt."

Er wippte abwesend mit dem Kopf. „Vielleicht hast du Recht und wir sollten ein andermal darüber reden."

Beklommen verabschiedeten sie sich voneinander. Aber das war nichts, was sie nicht wieder geradebiegen konnten. Im Großen und Ganzen hatte er die Nachricht besser aufgefasst, als sie es ihm zugetraut hätte.

Vor der Tür von Rons Zimmer angelangt entdeckte Hermine die grimmig dreinblickenden Auroren. Erschöpft lehnte sie sich gegen die Wand. Sie war ungemein erleichtert, dass sie es ihm gesagt hatte. Zugleich wurde ihr bewusst, dass sie niemals mit ihm hätte glücklich werden können. Ihr Herz schlug schneller bei dem Gedanken an Severus, der in Hogwarts auf sie wartete, um endlich eine neue Etappe ihrer Beziehung einzuleiten. Es war an der Zeit, zu gehen.