Hey Ho! Der Montag ruft zum Start einer neuen Woche und einem neuen Kapi dieser kleinen Story!
Viel zu sagen habe ich eigentlich nicht. Hmm..schneit es bei euch auch?
Viel Spaß!
Happy family? - I don't think so…
Der Rest der Woche zog ereignislos an mir vorbei. Edward redete kein Wort mehr mit mir, genauso wie Alice. Einmal kam Rosalie zu mir, sie meinte, sie müsse mich ja schließlich auch noch ein bisschen kennen lernen bevor wir zusammen shoppen würden. Ich fand sie wirklich sehr nett. Ansonsten war alles wieder beim Alten. Außer die Tatsache, dass Lauren und Jake nicht mehr beliebt waren, weil ich sie ignorierte. Das hatten sie auch verdient! Zweimal hätte ich Jake beinahe verziehen, aber irgendwie hatte ich es geschafft es doch nicht zu tun. Die Nächte verbrachte ich mit Träumen von Edward Cullen. Ich wusste auch nicht wieso, aber diese Person ging mir einfach nicht aus dem Kopf. Wenn ich an ihn dachte - und das passierte mir leider ziemlich häufig - vergaß ich alles um mich herum. Es war, als würde ich in eine andere, bessere Welt eintauchen. Was war nur mit mir los?
'Okay Bella, reiß dich zusammen! Es reicht schon, dass du am Samstag mit zwei von den Cullens shoppen gehst, da musst du nicht auch noch den Rest deiner Zeit mit Gedanken an einen von denen verschwenden!', sagte ich immer wieder zu mir selbst, aber ich wusste, dass das nicht stimmte. Ich verschwendete nicht meine Zeit. Ich freute mich ja sogar auf den Shopping-Trip! Aber das durfte und wollte ich mir nicht eingestehen.
Ein unangenehmer, aber nicht weiter schlimmer Tag der Woche, war Donnerstag. Nicht nur, dass ich an diesem Tag beinahe sowohl Lauren, als auch Jake verziehen hätte, nein, das war noch nicht genug! Meine Eltern meinten, sie sperren mir meine Kreditkarten auf unbestimmte Zeit, wenn ich weiterhin so viel shoppen würde. Ich dachte ungern an diesen Tag zurück, aber das lag wohl eher an Jake und Lauren, denn meine Eltern würden das doch nie machen, oder?!
Flashback
Ich hatte meine Hausaufgaben erledigt und lag faul auf meinem Bett rum, als jemand an meine Zimmertür klopfte.
"Herein!"
"Miss Swan? Das Essen ist serviert. Ihre Eltern wünschen mit Ihnen zusammen zu Speisen."
"Ich komme sofort runter, James. Ach und richten Sie bitte meiner Mutter aus, dass ich neue Bekanntschaften gemacht habe - Mit der Familie Cullen."
"Sie wird erfreut sein, das zu hören."
Oh ja, das würde sie…sie lag mir schon seit Jahren in den Ohren, ich solle mich doch mal mit den Cullens anfreunden. 'Schließlich gehen sie auf die selbe Schule, wie ich…' bla, bla, bla…
Ich hatte ihr nie richtig zugehört.
Ich rappelte mich auf, richtete mein Outfit und ging langsam nach unten zu meinen Eltern.
Mein Dad ergriff, sobald er mich sah, das Wort:
"Guten Abend, Isabella. Setz dich!"
"Guten Abend, Vater! Guten Abend Mutter!"
Danach schwiegen wir, bis das Dessert serviert wurde und diesmal meine Mum das Wort ergriff.
"Aaron hat uns soeben berichtet, dass du endlich auf mich gehört hast und Kontakt zu Familie Cullen aufgenommen hast."
"Ja Mutter, das hab ich."
"Aber hast du nicht immer gesagt, sie wären schlecht für deinen Ruf? Du weißt, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als Kontakt zu Familie Cullen, aber der Ruf an der High School ist sehr wichtig für deinen weiteren Werdegang."
"Ich weiß, Mutter. Ich habe das alles gut durchdacht und bin zu der Lösung gekommen, dass mein Ruf nicht klein zu kriegen ist und die Familie Cullen nur an Wert gewinnt."
Ich wusste, dass das gelogen war. Denn ich hatte meine Handlungen in den letzten Tagen nicht gut durchdacht und ich wusste, dass mein Ruf auf jeden Fall in Gefahr war, aber das war mir das erste Mal in meinem Leben egal. Wenn ich ehrlich bin, bin ich nur durch meine Mum und ihrer Vorstellung, wie ich sein sollte, so geworden wie ich war. Sie hatte meinen Charakter geformt. So lange, bis er ihren Wünschen entsprach. Zuerst hatte ich mich gewehrt. Ich wollte nich so werden wie sie. Ich wollte kein unglückliches Leben führen. Wollte nicht irgendwen, der viel Geld hatte, heiraten, um mir ein Leben voller Reichtum zu ermöglichen. Ich wollte später nur den heiraten der mich liebt und mich glücklich macht. Ich wollte glücklich werden. Ich wusste nur zu gut, dass sowohl mein Dad, als auch meine Mum nicht wirklich glücklich waren. Nach außen hin schien es, als seien wir die perfekte Vorzeigefamilie. Wir gingen auf die Garten- und Poolpartys reicher Menschen und veranstalteten oft selber welche. Doch mein Dad hasste es auf Partys zugehen und sich schick zumachen. Das konnte ich ihm nicht verübeln. Was ich nicht verstand war, dass er das nicht für sie tat, weil er sie liebte, sondern nur, weil er einen guten Ruf haben wollte. Meine Mum hingegen genoss zwar die Partys und die Aufmerksamkeit, hatte aber eigentlich nichts für ihren Mann übrig. Kurz gesagt: Die Hochzeit fand nur statt, weil Mum reich und berühmt sein wollte und Dad meinte es wäre gut für seinen Ruf eine schöne Frau an seiner Seite zu haben und außerdem sah er damals in ihr die Chance 'etwas gutes für die Menschheit' tun zu können, weil sie eher aus ärmeren Verhältnissen kam. Allerdings wußten das eigentlich nur ich und das eigentlich auch nur, weil ich als Tochter hinter ihre Fassade blicken konnte und am Anfang nicht so Oberflächlich war. Ich war trotzdem ein Wunschkind. Naja…wie man's nimmt. Es gab eine Zeit, da schrieb die Presse die Ehe meiner Eltern war nur fake. Da beschlossen sie, dass es das Beste wäre ein Kind zu bekommen. Tja also wie gesagt, so etwas in der Art wie ein Wunschkind.
"Isabella?! Hörst du mir überhaupt zu?"
"Oh entschuldige, Mutter! Ich war gerade in Gedanken."
"Isabella Marie Swan, du sollst nicht immer so viel Träumen und vor allem nicht, wenn ich mit dir rede! Du hast mir gefälligst zuzuhören!"
Sie wusste, dass ich lieber 'Bella' genannt wurde, aber sie meinte, dass vor allem mein Name Einfluss auf meine Zukunft hat. Sie hatte mich angeschimpft und mir einreden wollen, dass 'Isabella' viel besser klingt als 'Bella'. Doch das war die einzige Sache in die ich mir nicht reinreden lies. Auch wenn sie mich weiterhin 'Isabella' nannte, verbesserte ich alle anderen, die ich traf und sagte ihnen, dass ich lieber 'Bella' genannt werden wollte. Ich verbesserte sogar sie immer wieder, aber da ich am Wochenende shoppen gehen wollte, sagte ich diesmal nichts zu meinem Namen und antwortete schlicht:
"Ja, Mutter! Tut mir leid!"
"Eigentlich wollten wir mit dir über etwas anderes reden", sagte mein Dad und lenkte damit vom Thema ab, um einen Streit zu verhindern.
Unter normalen Umständen hätte ich mich wohl gefreut einen so lieben Vater zu haben, der sich sorgt, dass in seiner Familie Streit ausbricht, aber ich wusste es besser. Es ging ihm nur darum, dass es ein gefundenes Fressen für die Presse wäre, wenn es Streit in unserer Familie gab.
"Worüber wolltet ihr denn mit mir reden?"
"Isabella, wir haben dir immer alles gegeben, was du wolltest. Du hast sogar deine eigenen Kreditkarten, aber…aber es ist an der Zeit, dass wir dir Grenzen setzen. Du musst uns verstehen, du warst in diesem Monat schon mindestens 15-Mal einkaufen und wir haben erst Mitte des Monats! Wenn du dich nicht besserst, sehen wir uns gezwungen dir zumindest einen Teil deiner Kreditkarten für unbestimmte Zeit zu sperren!"
"Was?! DAS wäre viel Rufschädigender für mich als alles andere, was ich machen könnte!"
Nachdem ich das gesagt hatte stolzierte ich in mein Zimmer, aber schon nach kurzer Zeit war meine Wut verflogen. Das würden sie eh nicht machen!
Flashback Ende
Inzwischen war ich mir sicher, dass sie es nie machen würden. Dafür war ihnen mein Ruf viel zu wichtig! Und selbst wenn sie mir eine meiner Kreditkarten sperren würden, hatte ich ja noch fünf andere!
Es war Freitagabend und ich wollte jetzt schlafen gehen, damit ich morgen auch fit für den Shopping-Trip war. Ich machte mich Bettfertig und krabbelte in mein Bett. Nach kurzer Zeit schlief ich ein. Wieder einmal träumte ich von Edward Cullen. Warum ging er mir einfach nicht aus dem Kopf?
Soooo..das war's!
Liebe Grüße!
Renesmee
