Disclimer: Die Figuren meiner Fanfiktion gehören J.K Rowling und ich verdiene kein Geld damit.
Kapitel 4
Schlafende Murmltiere sollte man nicht wecken
Inzwischen war Hermine in einen tiefen unruhigen Schlaf gefallen. Noch Stunden nach ihrem Zusammentreffen mit Snape war sie durch ihr Zimmer gelaufen und hatte sich aufgeregt. Doch irgendwann ist sie einfach auf ihr Bett gefallen und völlig entkräftet eingeschlafen.
Langsam öffnete Hermine ihre Augen. Sofort bemerkte sie, dass etwas nicht stimmte. Ihr Kopf dröhnte mal wieder so stark, dass sie nicht klar sehen konnte. Doch noch etwas stimmte nicht. Das morgendliche Sonnenlicht hatte sie nicht geweckt wie sonst. Es war Krummbein, der nun auf ihrem Bauch saß und sie sehlenruhig ansah. Das Licht, dass ihr sonst direkt ins Gesicht fiel, war schon auf ihrem Bauch angekommen. Müde wie sie war, drehte Hermine ihren Kopf und währe fast in eine Ohnmacht gefallen.
Sie hatte verschlafen!
In 5 Minuten fing der Unterricht an und zu allem Überfluss musste es auch noch Zaubertränke bei Snape sein.
Ohh das ist alles nur seine Schuld!
Hermine wiederholte diesen Satz wieder und wieder in ihrem Kopf, währendessen sie aufsprang und sich erst einmal den Zeh am Bett anschlug. Ein leiser Schmerzensschrei und daraufvolgendes vor sich hinfluchen versuchte Hermine erst gar nicht zu unterdrücken.
Mit schnellen Handbewegungen hatte Hermine sich ihre Schuluniform angezogen und sich die ungekämmten Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Sie schnappe sich noch schnell ihre Schultasche und rannte aus ihrem Zimmer, in den Gemeinschaftsraum und durch das Bild der fetten Dame, die Hermine sofort von letzter Nacht wieder erkannte und erneut lauthals anfing sich zu beschweren. Doch die Gryfindor hörte gar nicht darauf. Schon jetzt war sie 3 Minuten zu spät.
Na da kann ich gleich meine Sachen packen und nach Hause gehen. Der wird mich hochkannt rausschmeißen.
Gerade als sie zu ende gedacht hatte wollte Hermine um eine Ecke biegen um in einen Geheimgang zu kommen, mit dem sie schneller in die Kerker gelang. Doch wieder einmal meinte das Leben es nicht gut mit Hermine. Unsamft prallte die Hexe mit einer Person zusammen. Dadurch fing ihr Fuß wieder an zu schmerzen, den sie sich vorher schon gestoßen hatte.
"Miss Granger, was tun sie denn hier? Sollten sie denn nicht schon längst im Unterricht sitzen?" empörte sich eine Frauenstimme.
Sofort erkannte Hermine in wen sie rein gelaufen war.
"Es tut mir leid Professor McGonagall. Ich habe verschlafen und muss mich jetzt auch beeilen."
Ohne eine Antwort abzuwarten schnappte sich Hermine ihre Tasche und rannte den Gang entlang. Leider klappte dies nicht mehr so gut, da sie auf ihrem einen Bein humpelte. Der Schmerz brachte sie fast um aber zu groß war die Angst noch später zu kommen als sie bisher schon war.
Endlich an der Kerkertür angelangt, atmete Hermine noch einmal tief durch und konnte bereits die Stimme von Snape durch die Tür schreien hören.
Na da hab ich mir ja den perfekten Zeitpunkt ausgesucht.
Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen und öffnete die Tür. Alle ihre Klassenkameraden saßen stillschweigend an ihren Plätzen und drehten ihre Köpfe in die Richtung der Tür, als diese auf ging. Snape stand vor seinem Lehrerpult und schaute Hermine mit hochgezogenen Augnbrauen an.
"Es tut mir leid Professor Snape, dass ich zu spät komme. Doch ich habe verschlafen und bin auf dem Weg hierher noch auf Professort McGonigal gestoßen."
Lügen bringt ja doch nichts. Dieser Mistkerl würde eh alles heraus finden.
Dachte sich Hermine und schaute sich im Klassenzimmer nach einem noch freien Platz um. Als ob das alles noch nicht genug wäre, war der einzigste freie Platz in der vordersten Reihe neben Neville. Langsam und mit dem einen Bein humpelnt setzte Hermine sich in gang und lief zu dem besagten Platz.
"10 Punkte abzug von Gryffindor! Miss Granger, ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie versuchen Slytherin den Hauspokal zu ermöglichen, indem sie ständig versuchen Punkte los zu weren..."
"Das musste ja jetzt kommen..." plapperte Hermine mit gesenktem Kopf vor sich hin.
"...doch sie müssen sich deswegen nicht jede Nacht zu mir begeben und drauf warten, dass ich sie erwische. Sie hätten mich auch einfach fragen können. Gryffindor Punkte abzuziehen macht mir immer eine besondere Freude..."
Hermine spürte die wütenden Blicke ihrer Mitschüler im Rücken und wurde zu allem überfluss auch noch rot im Gesicht. Die Wut, die sie letzte Nacht verspürt hatte und jetzt eigentlich verschwunden war, kam mit jedem Wort aus seinem Mund doppelt so stark wieder zurück. Doch was das Fass zum überlaufen brachte, war der nächste Satz, den sich der Slytherin erlaubte:
"Ach Miss Granger..." er mussterte sie von oben bis unten und beendete seinen Satz mit soviel Abscheu, dass Hermine fast schlecht wurde.
"...haben sie es noch nicht einmal geschafft, den Weg ins Bad zu finden um wenigstens ihre Haare zu bändigen und sich zu waschen? Was wollen sie ihren Mitschülern denn noch alles zu muten? Hat ihnen der nächtliche Ausflug so sehr zu schaffen gemacht, dass sie nicht mehr wissen, wo vorne und hinten ist und gleich gegen den nächstgelegenen Gegensatnd laufen?..."
Er schaute auf ihren Fuß, der genau in dem Moment wieder höllisch anfing zu brennen. Eine Augenbrau in die Höhe ziehend, setzte er noch dazu:
"... und ich dachte sie wären alt genug um soetwas zu verkraften."
Jetzt war es soweit. Hermine platzte gleich vor Wut.
Jetzt hat er es übertrieben. Das lasse ich mir nicht länger gefallen!
"Wie Sie feststellen konnten, habe ich mich bereits entschuldigt. Die 10 Punkte von Gryffindor habe ich auch hingenommen. Doch lassen sie sich eins gesagt sein, Gryffindor wir Slytherin in den Arsch treten. Das ich heute verschlafen habe liegt allein daran, dass ich letzte Nacht einer fießen, alten Fledermaus begenet bin, die versucht hat mich zu beißen. Und wenn sie glauben, ich sei noch ein Kind, obwohl ich bereits 18 bin, dann tut es mir leid, dass sie eine falsche Auffassungsgabe besitzen, denn ein Kind bin ich schon lange nicht mehr! Ich habe sehr wohl verstanden was diese besagte alte Fledermaus angedeutet hatt!"
Während des sprechens wurde sie immer wütender und redete sich immer mehr in Rage. Snapes Grinsen wich einem sehr wütenden Gesichtsausdruck und Hermine hatte die Hände in die Seiten gestemt und sich zur vollen Größe aufgebaut. Dass sie immer noch einen Kopf kleiner war als Snape ignorierte sie geflissentlich.
Ein Raunen ging durch die Klasse und Hermine war sich sicher, dass sie spätestens heute Mittag mit haufenweise Gerüchten zu rechnen hatte.
"Ruhe!" bellte Snape in die Klasse hinein und augenblicklich herrschte wieder Todenstille. Man konnte die Wut, die Snape nun empfand sehr deutlich sehen. Mit langsamen Schritten kam er auf Hermine zu, die wie angewurzelt zwischen den Tischen, ihm gegenüber stand. Diese verschränkte die Arme vor der Brust und versuchte dem Blick, den Snape ihr zuwarf stand zu halten. Alle umliegenden Schüler hielten den Atem an. Keiner traute sich auch nur eine hektische Bewegung zu machen.
"Miss Granger, sie solten ihre Zunge genüber, Höhergestellten zurück halten."
Hermine wollte das alles nicht auf sich sitzen lassen. Zu lange wurde sie schon von ihm beleidigt und schickaniert.
"Und was ist wenn nicht?" Immer noch den Blick standhaft haltend, schaute sie ihm in die Augen und glaubte unter seinem Blick zu vergehen.
Aus der Ecke der Slytherins war ein leises Lachen zu hören, in vorfreude, dass ein Gryffindor gleich von Snape nieder gemacht wird.
"Dann, Miss Granger, werden sie es bitter bereuen!" Er war inzwischen vor sie getreten und beugte sich mit dem Kopf leicht runter. Bei seinen Worten fegte sein warmer Atem über Hermines Gesicht. Eine Gänsehaut breitete sich auf ihrem ganzen Körper aus. Ihre Hände fingen an zu zittern und ein Gefühl von Angst machte sich in ihr breit.
Doch sie wird ihm nie im Leben zeigen, dass sie in dem Augenblick Angst vor ihm hatte. Sie antwortete nicht. Den letzten Mut zusammen kratzend gab Hermine nur ein lautes Schnauben von sich.
Snapes Augen hingegend weiteten sich. Er konnte es nicht fassen wie so eine freche Gryffindor ihn so zum ausrasten brachte und zum Gespött der Klasse machte.
"Sie Miss Granger, werden jetzt sofort hier raus gehen und uns alle mit ihrer großen Klappe verschonen! Ich möchte nichts mehr von ihnen hören, außer sie fallen vor mir auf den Boden und bitten um Entschuldigung."
"Darauf können sie noch lange warten."
Mit schwung drehte sich Hermine um und merkte, das ein paar ihrer Haare in, das noch immer gesenkte Gesicht von Snape klatschten. Mit so viel Stiel, den sie noch aufbrachte, hinkte die Gyffindor richtung Tür. Kurz davor hörte Hermine Snape mit einer zucker süßen Stimme rufen rufen.
"Denken sie morgen Abend an unser Treffen. 8 Uhr. Wenn sie wollen, kann ich sie abholen."
Das musste ja jetzt noch kommen, dachte sich Hermine und drehte sich um. Snape stand immer noch leicht nach vorne gebeugt an der selben Stelle. Ein süffisantes Lächeln hatte sich in sein Gesicht geschlichen.
"Nein Professor ich finde schon den Weg. Ich muss nur auf die bissigen Fledermäuse aufpassen."
Mit einem lauten Knall fiel die Tür ins Schloss und Hermine konnte ihr Tränen nicht mehr zurück halten. Eine nach der anderen lief ihr über die Wange, währenddessen sie den Flur zurück hinkte. Mit einem lauten Schluchtzsen, schmiss sie sich auf ihr Bett, als sie in ihrem Zimmer ankam.
Hermine fühlte sich nicht in der Lage, die restlichen Stunden, die sie noch hatte zu überstehen. Also blieb sie in ihrem Bett liegen und versuchte sich auf die Gerüchte und Verspottungen die noch kommen werden vorzubereiten. Gegen Abend hörte Hermine ein Klopfen an der Tür und mühte sich aus ihrem Bett um völlig entkräftet die Tür zu öffnen.
Das erste was Hermine sah war ein Rotschopf, doch nicht Ron, sondern seine Schwester Ginny stand vor der Tür.
"Mine, da bist du ja! Ich habe dich schon die ganze Zeit gesucht!"
Mit einer freundlichen Umarmung begrüßte Hermine ihre beste Freundin und schloss die Tür, nachdem sie eingetreten war.
"Harry hat mir alles erzäht. Sag mal was läuft denn da zwischen dir und Snape?"
Und die Gerüchte beginnen. Jetzt weis die ganze Schule das Snape mich fertig gemacht hat.
Dachte sich Hermine und lies sich auf ihr Bett fallen. Laut atmete sie aus und sagte dann in einem traurigen Ton.
"Ach Ginny. Zwischen mir und Snape läuf gar nichts. Er ist einach nur ein fieser Bastard, der es liebt seine Schüler fertig zu machen."
"Das er gerne Leute fertig macht, weiß glaub ich jeder aber nach dem was Harry mir erzählt hat, ist da mehr als nur Hass."
"Wie meinst du denn das?" empörte sich Hermine.
Denkt sie denn ich hab was mit Snape am laufen?
"Ach Hermine ich mein das doch gar nicht böse. Was ist passiert?"
"Tut mir leid Ginny. Ich bin nur so verdammt wütend auf Snape..."
Hermine erzählte Ginny alles was die letzten zwei Nächte passiert war und das Zusammentreffen im Kassenzimmer. Doch als Hermine endete, kugelte sich ihre Freundin vor lachen.
"Hermine...dem...hast du es...aber richtig...gezeigt!" Erst war die Gryffindor wütend über den Lachanfall ihrer Feundin doch schnell stimmte diese auch mit ein, als sie sich das ganze Gespräch am Vormittag noch mal durch den Kopf gehen lies.
Nach einer Weile hatten sich die Beiden beruhigt und wischten sich die letzten Lachtränen weg.
"Aber was hat es den jetzt mit dem Treffen morgen Abend zu tun?"
"Ich muss morgen Abend zu Snape um mir anzuhören, was er sich für eine Strafe ausgedacht hat. Mehr nicht!"
"Mine, ich hatte schon gedacht du hättest mir verschwiegen, das du eine heimliche Beziehung mit Snape hättest."
"Ginny, was denkst du denn von mir? Nie im Leben würde ich was mit der Oberschlange anfangen. Außerdem interresiert er sich ja noch nicht einmal für mich."
"Ach und du glaubst, dass er dich nicht gerne gebissen hätte?"
Beide fingen wieder an zu Lachen. Ginny fing sich als erstes wieder.
"Hermine, hast du nicht Lust noch was Essen zu gehen?"
Erst jetzt bemerkte Hermine, das sie sehr großen Hunger hatte. Sie strahlte von einem Ohr zum anderen, als sie antwortete.
"Ginny ich glaube das ist die beste Idee, die du heute hattest, aber bitte versprich mir noch eins, erzähl niemanden von der Geschichte außer vielleicht Harry oder Ron."
"Ich verpreche es dir Mine."
Zusammen gingen die Gryffindors in die Große Halle. Doch kaum waren sie dort angekommen, schossen alle Köpfe hoch und schauten Hermine an. Diese machte sich ein bischen kleiner und ging so schnell es ihr möglich war an einen noch feien Platz.
"Lass dich nicht entmutigen Hermine. Die sind alle nur eifersüchtig." Sagte Ginny leise, als sie sich gesetzt hatten.
Der Hunger hatte Hermine die Blicke der anderen schnell vergesse lassen. Doch ein Blick spürte sie sehr deutlich. Langsam hob die Gryffindor den Kopf und blickte direkt in die schwarzen Augen des Tränkemeisters. Nun wurde Hermine wirklich wütend.
Was denkt der sich eigentlich mich auch noch so offen anzustaaren?
Mit wütendem Blick und zusammen gekniffenen Augen staarte sie zurück. Ein Kampf endstand, der ohne Worte ausgefochten wurde. Nach einer Weile, senkte Snape als erstes den Blick und aß sein Essen weiter, so als ob nichts gewesen wäre.
Der Punkt geht an mich!
Mit einem zufriedenem Gesichtsausdruck widmete sich Hermine wieder ihrem Essen. Als sie damit fertig war, brauchte sie ein bischen Abstand zu den Blicken ihrer Mitschüler und verzog sich mit Ginny in eine abgelegene Ecke der Bibliothek.
Die Freundinen redeten noch bis kurz vor Sperrstunde. Sie redeten erst von Snape, dann von Harry und Ron und am Ende war die Stimmung so gelassen, dass sie über jede Kleinigkeit lachten. Zur feier des Tages, beschlossen die Beiden, das Ginny heimlich bei Hermine schlafen sollte.
Die ganze Nacht über redeten die Beiden und genossen auch das eine oder andere Butterbier aus der Flasche, das Hermine in ihrem Zimmer versteckt hatte. Und die Stimmung wurde von Stunde zu Stunde gelassener.
