Disclimer: Die Figuren meiner Fanfiktion gehören J.K Rowling und ich verdiene kein Geld damit.
Kapitel 5
Rache ist süß
Leicht angetrunken und todmüde gingen die beiden Gryffindors am frühen Morgen in die große Halle um zu Frühstücken. Beide hatten noch einen starken Kater von letzter Nacht und konnten sich nur mit Mühe auf den Beinen halten. Der Unterricht würde in etwa 20 Minuten beginnen. Die beiden Mädchen hatten sich mit Absicht erst so spät zum Fühstück begeben, damit sie dem Lärm der anderen Schüler umgehen konnten. So machtten sie sich bereits ferig für den Unterricht und mussten nur noch essen.
Als sie die große Halle betraten, waren tatsächlich kaum noch Schüler anwesend. Der Gryffindortisch war fast vollkommen leer. Vereinzelt saßen noch ein paar Schüler bei Ravenclaw und Slytherin.
Gerade als sich Hermine und Ginny an ihren Tisch setzten, ertönte hinter Hermine eine Stimme, die Hermine nur zu gut vom letzten Zusammenprall kannte.
"Guten Morgen Miss Granger. Miss Weasley. Miss Granger, ich wollte sie bitten, heute Mittag nach dem Unterricht bei mir in meinem Büro vorbei zu kommen. Da unser letztes Zusammentreffen nur von kurzer Dauer war, würde ich mich gerne mit ihnen unterhaltn."
"Natürlich Professor McGonagall." erwiederte Hermine mit einem iritiertem Tonfall.
"Ausgezeichnet. Dann sehen wir uns später. Einen schönen Tag noch Miss Weasley."
Und mit einem anmutigem Gang verschwand die Direktorin von Hogwarts aus der großen Halle. Verwirrt und mit nun mehr schmerzendem Kopf schauten die beiden Mädchen der älteren Dame hinterher.
"Was will den McGonagall von dir? Und was für ein kurzes Zusammentreffen?" meldete sich Ginny als erstes zu Wort.
"Wenn ich das nur wüsste. Vielleicht will sie mich verwarnen, da ich das letzte mal in sie rein gerannt bin, als ich verschlafen hatte."
"Hm wer weis. Aber das ist jetzt auch erst mal egal. Wir werden jetzt erst mal essen und dann gehen die Kopfschmerzen bestimmt auch bad weg. Weist du was Mine, ich freue mich schon so auf das Wochende. Du kommst doch mit nach Hogsmead oder?"
"Hm was? Oh ja natürlich." Hermine war schon ganz in Gedanken versunken und hörte ihrer Freundin schon gar nicht mehr zu.
Was will McGonagall von mir? Will sie mich wirklich nur ermahnen? Nein, das hätte sie wenn sie das wollte schon auf dem Gang getan und nich erst Stunden später. Es muss irgendetwas anders sein. Aber was?
Hermine lies ihren Blick durch die Halle gleiten, als sie plötlich an zwei schwarzen Augen hängen blieb.
Hatt dieser Mistkerl denn nichts andres zu tun als mir beim essen zu zu schauen?
Wütend kniff die Gryffindor die Augen zusammen und staarte zurück in die schwarzen Abgründe von Snape. Dieser schaute aber einfach nur belustigt zurück. Das etfachte in Hermine ein rießiges Feuer der Wut, doch anstatt völlig auszurasten, kam ihr plötlich eine Idee.
Ein Kind soll ich sein? Na wenn er da mal nicht falsch liegt.
Mit einem fettem Grinsen im Gesicht, nahm sich Hermine schnell einen Joghurt vom Tisch und einen Löffel. Snape beobachtete die Gryffindor in der zwischenzeit interresiert. Er wusste sie hatte irgend etwas vor. Der Gesichtsausdruck gefiel ihm gar nicht, den sie auf einmal bekommen hatte.
Doch was nun kam, hätte Snape nie im Leben erwartet. Mit völliger Ruhe und in einem sehr langsamen Thempo, schaufelte sich Hermine einen Löffel Joghurt in den Mund. Doch anstatt ihn dann gleich wieder raus zu nehmen und die nächste Portion zu essen, leckte sie den Löffel mit ihrer Zunge ab. Sie schloss dabei die Augen und lies den Löffel erneut in ihren Mund fahren. Das alles passierte wie in Zeitlupe.
Als Hermine die Augen wieder öffnete und Snape ansah,wollte sie am liesten laut los lachen. Doch dann hätte sie alles vermasselt. Snape saß nämlich auf seinem Stuhl wiege lähmt und leicht nach vorne gebäugt. Er hatte die Augen weit aufgerissen. Der Mund stand ein klein wenig offen und sein Blicka ruhte ununterbrochen auf dem Löffel, der immer noch in Hermines Mund steckte.
Oh dieses Bild werde ich nie in meinem Leben vergessen!
Hermine legte den Löffel zurück auf den Tisch und verschränkte die schaute sie Snape mit hochgezogenen Augenbrauen direkt in die Augen und legte den Kopf leicht schief. Ein fieses Grinsen umspielte ihre Lippen.
Snape hingegen brauchte noch ein paar Sekunden, ehe er sich gefasst hatte. Leicht schüttelte er seinen Kopf, so als ob er erst wieder aus seinen Gedanken auftauchen müsste und blickte Hermine nun seinerseits in die Augen anstatt auf den Mund. Schnell wurde Snape klar, dass er ertappt wurde.
Oh dieses Mädchen hat zwar den Mut einer Gryffindor, doch sie wäre auch eine geeignete Slytherin geworden.
Ein wenig Stolz machte sich in Snape breit. Doch dieses Gefühl verwarf er schnell wieder. Wieso auch sollte er für eine Gryffindor Stolz empfinden?
Hermine schaute Snape immer noch an, der hingegen sah so aus, als ob er tief in Gedanken versunken war. Ganz plötlich schnellte der Zaubertranklehrer nach oben. Sein Stuhl quietschte über den Boden und wäre beinahe umgefallen. Mit einem Blick, mit dem er versuchte Hermine tod zu staaren, wickelte er sich plötzlich seinen Umhang fest um sich und verschwand mit einer anmutigen Umdrehung aus der großen Halle.
Kurz überlegte Hermine was das mit dem Umhang sollte aber dann fiel es ihr ein. Leicht fing sie an zu lachen
Diesem Mistkerl hatt die Vorstellung wohl etwas zu gut gefallen.
"Sag mal Mine bist du jetzt ganz durchgedreht? Ich glaube du hattest gestern Abend zu viel Butterbier. Erst fängst du an an deinem Löffel rum zu sabbern, als ob davon dein Leben abhinge und jetzt fängst du ohne einen bestimten Grund an vor dich hin zu lachen. Was soll das?"
"Ach Ginny, ich habe gerade eben nur einer fiesen Fledermaus eine Lektion erteilt."
Mit einem Lachen stand Hermine auf und zog eine verdutzte Ginny hinter sich her aus der Halle.
Der Unterricht lief an diesem Tag sehr gut. Hermine konnte sich konzentrieren und das lag nicht nur daran, dass Snape heute keinen Unterricht gab. Nein, das Erfolgserlebnis am Morgen hatte Hermines Laune in die Höhe katapultiert.
Gerade verlies Hermine das Klassenzimmer von Professor Flitwick, als ihr plötlich ihr Treffen mit McGonagall einfiel.
Wie konnte ich das nur vergessen?
Wie angewurzelt stand sie in dem Flur, in den sie gerade abgebogen war um eigentlich zurück in den Gryffindortum zu gehen. Das war ihre letzte Unterrichtsstunde. Mit klopfendem Herz machte Hermine sich wieder auf den Weg in den Gryffindorturm, doch nur um ihre Tasche dort abzustellen. Gesagt, getan, war Hermine 30 Minuten später auf dem Weg zu der Schulleiterin.
Die Gryffindor glaubte fast zu vergehen. Ihr war der Weg noch nie so lang vorgekommen. Mit jedem Schritt den sie tat stieg ihr Puls.
Was kann McGonagall bloß von mir wollen? Ich habe nicht schlimmes angestellt das ausgerechnet Professor McGonagal mit mir reden wollte.
Als Hermine endlich vor der Tür der Direktorin stand, macht ihr Herz einen aussetzer. Tief ein und aus atmend hob sie ihre Hand und klopfte an.
