Disclimer: Die Figuren meiner Fanfiktion gehören J.K Rowling und ich verdiene kein Geld damit.

Gut geschlafen?

Kapitel 10

Als Hermine wieder einschlief, träumte sie, wie sollte es auch anders sein, ihren Traum. Doch er war diesmal anders. Er war intensiever und es war fast so, als ob ihre Sinne noch geschärfter wären als vorher. Hermine konnte besser Hören und auch sehen. Sie bemerkte mehr Gerüche als jemals zuvor. Doch den Fremden konnte sie immer noch nicht identivizieren. Wenn der Traum zu Ende war, fing alles erneut von vorne an. Bis irgendwann mal nur noch Dunkelheit existierte. Langsam kam Hermine zu sich und drehte sich auf die andere Seite. Doch sie spürte nicht die gewohnte Härte der Couch unter sich. Nein, es war noch härter und vorallem kälter. Mühsam bekam sie die Augen auf und konnte erst nichts sehen, da das Licht zu hell war. Doch als sich ihre Augen wieder an die Helligkeit gewöhnten, bemerkte sie, dass sie auf dem Boden neben der Couch lag.
Langsam setzte sich die Gryffindor auf und schaute sich erst einmal im Raum um. Da sah sie ihn. Snape saß in seinem Sessel, den Kopf nach hinten gelehnt und die Augen geschlossen.
So wie es aussieht schläft er.
Hermine konnte die Augen einfach nicht von ihm nehmen. Zu interresant war es ihren sonst so verbitterten Tränelehrer mal zu sehen, ohne die steile Falte zwischen Augen oder mit hoch gezogener Augenbraue.
Er sieht sogar fast friedlich aus, viel besser auf jeden Fall, als mit einem immer verzogenem Gesicht oder mit einer Maske aus Emotionslosigkeit.
Mühsam stand das Mädchen auf und setzte sich auf das Sofa. Sie spürte jeden einzelnen Knochen, den sie besaß. Immernoch betrachtete sie Snape.
Wie kann ein Mensch nur so verbittert werden? Was hatt er denn alles durchmachen müssen, das man nicht einmal sein "Ich" zeigen kann und immer eine Maske aufsetzen muss? Wenn ich es mir recht überlege, dann ist er eigentlich gar nicht so böse. Er hatt immer auf unserer Seite gekämpft. Es hat nur keiner gemerkt. Ein bischen tut er mir schon leid. Ob ihm schon einmal jemand dafür gedankt hat, was er alles für uns getan hat...?
Noch weiter konnte Hermine ihre Gedanken nicht führen, denn nun bekam sie mit, wie zwei schwarze Augen direkt in die ihre staarten.
Ohh man, ich muss ihn die ganze Zeit angestaart haben.
"Sie sind wach." Stellte Hermine im Flüsterton fest.
"In der tat." Antwortete Snape.
Keiner wusste so richtig was er sagen sollte, also schauten sie sich nur an. Hermine bemerkte die dunklen Ringe unter seinen Augen. Seine Wange war immer noch leicht bläulich von ihrem Schlag und seine Hautfarbe schien noch heller als sonst. Im großen und ganzen sah er noch schlimmer und voralle erschöpfter aus als sonst.
"Sie sehen nicht gerade gut aus." Wagte Hermine zu sagen.
Snape zog seinenAugenbrauen zusammen und lehnte sich nach vore. Mit der einen Hand fuhr er sich durch die Haare und brachte sie durcheinander. Dann stützte er beide Arme auf seine Knie und den Kopf in die Hände. Einige Sekunden herrschte Stille, bis die Stimme von Snape durch den Raum hallte.
"Wissen sie eigentlich, dass das noch nie eine Schülerin getraut hat zu mir zu sagen?"
"Das kann ich mir vorstellen, doch allein die tatsache, dass sie mich nicht ernut als Kind bezeichnet haben und mich nicht angeschriehen und rausgeschmissen haben, zeigt, dass sie wohl ziemlich erschöpft sein müssen."
Den Kopf leicht schräg gelegt, schaute Hermine Snape mit einem vorsichtigen Lächeln an. Die Atmosphäre war anders als sonst. Zwischen den Zweien herschte momentan keine Spannung.
"Sie sind ja auch die ganze Zeit, in der sie schliefen, durch meine Gemächer gewandert und wollten sich sonst wo hin legen und weiter schlafen."
"Ohh, das tut mir leid. Warum haben sie mich nicht einfach liegen gelassen?"
"Ich glaube kaum,dass es angebracht gewesen wäre, sie in der Badewanne oder auf dem Esstisch schlaffen zu lassen."
"Ja, da haben sie recht. Wie spät ist es eigentlich?"
" Um 2 Uhr mittags."
"Und wann muss ich meinen Trank wieder einnehmen?"
"Heute abend um 8 Uhr."
"Gut dann schlage ich vor sie werden jetzt in ihr Schlafzimmer gehen und die restlichen 6 Stunden ihren Schlaf nachholen. Ich werde sie dann wecken wenn ich den Trank erneut einnehmen muss."
"Was glauben sie eigentlich wer sie sind, dass sie mir befehlen wann ich schlafen gehen soll?"
Ein leichter Anflug von Wut war in Snape Gesicht zu sehen.
"Es tut mir leid, wenn ich so direkt bin, doch sie haben ihren Schlaf verdient, den sie wegen mir nicht bekommen haben. Außerdem müssen sie heute und morgen erneut 24 Stunden auf mich aufpassen, dass ich nicht versuche auf dem Esstisch zu kampieren. Wenn sie außerdem jetzt nicht schlafen gehen, dann könnte ich auch ganz zufällig in Professor McGonagalls Büro verbei schauen und ihr beiläufig sagen, dass unter keinen Umständen noch länger mit ihnen hier unten bleiben kann."
Hermine schaute Snape mit einem kräftigen Blick an, der aber im Hintergrund die Fechheit wiederspiegelte, die ihre Wörter besaßen.
Ein kehliges Lachen war von Snape zu hören.
Entweder er hat vergessen seine emotionslose Maske aufzusetzten oder er will sie gerade nicht tragen.
"Ich weis schon warum sie in das Haus Gryffindor gekommen sind. Sie sorgen sich um meine Gesundheit, egal ob ich ihr verhasster Tränkelehrer bin, der sie beschimpft hat. Doch ich bin immer noch der Meinung, dass sie eben so gut nach Slytherin gepasst hätten. Das haben sie mir mit dieser Erpressung eben erneut bewiesen."
"Sie sollten öffters mal lachen." Traute Hermine sich vorsichtig zu sagen.
Einen Augenblick schaute Snape Hermine an, in dem er nichts sagte.
"Ich werde dann mal schlafen gehen."Antwortete der Tränkemeister, ohne auf Hermines Aussage einzugehen.
Snape erhob sich von seinem Sessel und lief hinüber zu seiner Tür. Sekunden später saß Hermine alleine im Wohzimmer auf der Couch und dachte nach. Neben an konnte sie noch Schritte hören.
So wie sich das anhört, läuft er in seinem Zimmer auf und ab. Warum ist er nicht auf das Lachen eigegeangen? Es ist doch nicht so schwer einfach al zwischendurch zu lachen. Und dass er immer seine Maske auf hat, trägt auch nicht gerade zu seiner Beliebtheit bei. Dabei kann er sogar nett wirken, wenn er so ist wie gerade eben. Ich glaube das liegt noch an Voldemod, dass er immer noch dieses Spionhafte an sich hat und nicht durchschaubar sein darf. Der Krieg war schon schlimm genug und auch noch nicht all so lange her.
Die Gryffindor nahm sich ein Buch, dass auf dem Tisch vor ihr lag und versuchte zu lesen. Die Schritte neben an waren verklungen. Doch sie konnte sich nicht auf das gelesene konzentrieren. Vielmehr kreisten ihre Gedanken um den Mann, der in dem Raum neben ihr lag. Nachdem sie eine Seite ihres Buches nun zum dritten mal gelesen hatte und immer noch nicht wusste was da stand, entschloss sie sich zu sage was sie dachte. Hermine legte das Buch zur Seite und stand auf. Sie ging zur Tür und klopfte leise und zaghaft zwei mal an. Als keine Antwort von drinnen zu hören war, öffnete sie die Tür einen Spalt breit und fragte leise in den Raum hinen.
"Profesor Snape?"
Der Raum war in völliger Dunkelheit getaucht, doch Hermine wusste genau, dass Snape auf seinem Bett lag. Woher,dass wusste sie selber allerdings nicht.
"Ist etwas passiert Miss Granger?" War die Stimme von em Slytherin zu hören.
"Nein, dass nicht, doch ich wollte ihnen noch etwas sagen."
"Und was genau, das es so wichtg ist, dass sie meinen aufgezwungenen Schlaf stören?"
Hermien zögerte.
Soll ich es sagen oder nicht?
Sekunde um Sekunde vergingen und nach einer Weile entschied sie sich ihr Gehirn aus zu schalten und es einfach zu sagen.
" Danke, danke dass sie uns all die Jahre heimlich geholfen haben."
Es war nichts zu hören. Das enzigste was Hermine war nahm war das rauschen ihres Blutes, das sie in ihren Ohren hören konnte. Als nach etlichen Minuten keine Antwort von Snape kam, schloss Hermine einfach wieder die Tür und ging zurück zum Sofa.
Was habe ich da nur getan?
Sie lies sich auf den Rücken fallen und staarte die Decke an. Es war als ob in ihrem Kopf nur Leere herrschte. Keine Fragen oder Antworten bildeten sich in ihrem Kopf. Noch nicht einnmal schreckliche Ereignisse, die geschehen könnten, fanden sich in ihrem Kopf wieder. Stunde um Stunde verstrichen, bis es plötzlich Abends war. Die ganzen Stunden verbrachte sie mit staaren. Ab und zu nahm sie mal ein Buch zu Hand, doch sie konnte sich nie lange konzentrieren.
Punkt 8 Uhr stand Hermine erneut vor der Tür von Snape. Sie zögerte. Gerade hob sie ihren Arm um anzuklpfen, als plötlich die Tür vor ihr aufgerissen wurde. Den Arm immer noch erhoben, stand sie vor einer rießigen schwarzen Gestalt. Sie musste ihren Kopf in den Nacken legen, um ihm ins Gesicht schauen zu können. Ein paar Sekunden standen sie so da, bis Snape sich räusperte und Hermine somit zu verstehen gab, dass er an ihr vorbei möchte. Das Mädchen machte einen Schritt zur Seit und der Zabertrankprofessor schwebte an ihr vorbei.
"Haben sie noch geschlafen?" Fragte Hermine zaghaft.
"Ich wüsste nicht, was sie das angeht, Granger."
Und er ist wieder da, der alte verbitterte Lehrer und Meister der Zaubertränke.
"Möchten sie den Trank da in der Ecke einnehmen und wieder auf dem Fußboden schlafen oder möchten sie sich hier her bewegen und auf der Couch schlafen?"
Seine Stimme hatte den üblichen sarkastischen Tonfall angenommen. Sein Gesicht wirkte fahl und die Augenbrauen zog er so weit zusammen wie es nur möglich war.
Ein bischen entäuscht, über den Wandel, setzte Hermine sich in Bewegung und legte sich erneut auf die Couch. Snape reichte ihr die kleine runde Flasche, die sie entkorkte und zu ihren Lippen führte. Kurz bevor sie den Inhalt trank, schaute sie noch einmal zu Snape, der wie versteinert weiter entfernt das Senario beobachtete und sagte kurz angebunden.
"Auf dass ich nicht wieder versuche auf dem Esstisch zu schlafe."
Kein Muskel regte sich in Snapes Gesicht. Betrübte schluckte Hermine die Flüssigkeit hinunter und legte sich dann erneut hin. Es dauerte nur ein paar Sekunden, bis die Gryffindor wieder in das Land der Träume drifdete.
Was sie allerdings nicht ahnte, war dass Snape wirkich nicht mehr geschlafen hatte. Nein, er dachte über Hermines Worte nach, die ihn einen leichten Stich versetzten aber doch irgendwie glücklich machten. Denn, es hatteihm noch nie zuvor jmand gedankt.