Disclimer: Die Figuren meiner Fanfiktion gehören J.K Rowling und ich verdiene kein Geld damit.
Gespräch
Kapitel 11
Als Hermine das nächste mal aufwachte, litt sie unter starken Krämpfen. Die konnte nur an die Decke sehen und versuchen nicht laut los zu schreien vor Schmerzen. Plötzlich erschien Snape in ihrem Blickfeld. Sie konnte nichts sagen. Hermine biss sich so stark auf die Zunge, dass aus ihrem Mundwinkel Blut lief. Sie spürte Snapes Hand an ihrem Hinterkopf, die ihn leicht anhob.
"Trinken sie das, dann wird es gleich vorbei sein."
Mühsam öffnete das Mädchen ihren Mund und lies sich die geschmackslose Flüssigkeit in den Mund kippen. Nach Hermines Zeitgefühl, dauerte es noch etliche Stunden, bis der Trank endlich einsetzte und die Krämpfe aufhörten. Doch eigentlich waren es nur ein paar Minuten. Als die Gryffindor ihren Kopf nach rechts dreht, erknnte sie Snape, der auf der Kante der Couch saß und sie musterte.
Keiner sagte ein Wort, wobei es bei Hermine eher dran lag, das sie keins zu stande brachte. Stille herrschte in dem Raum. Die Gryffindor konnte sich nicht bewegen. Jeder einzelne Muskel schmerzte. Der Tränkemeister schaute Hermine mit einem nachdenklichen Blick an. Die Falte zwischen seinen Augen stach deutlich hervor und man konnte ihn förmlich denken sehen.
"Über...was denken sie... nach?" Brachte Hermine mit all ihrer Kraft raus. So, als ob Hermine Snape aus den Gedanken gerissen hätte, schüttelte er leicht den Kopf, um wieder in die reale Welt zu finden. Kurz überlegte er noch einmal und antwortete schließlich.
"Warum haben sie sich gestern abend bei mir bedankt?" Mistrauen und Neugirde konnte man in seiner Stimme hören, wenn man die Kälte, die als Deckung diente, übersah.
Hermine atmete ein paar mal tief ein und aus, um genug Luft zu besitzen, um einer gute Antwort zu geben.
"Ich..ichhabe mich bei ihnen bedankt, weil...weil ich denke, dass sie es verdient haben mal ein "Danke" zu hören. Ich... ich habe letztens über ihre Opfer, die sie bringen mussten nachgedacht und weis gar nicht, wie sie das alles geschafft haben. Sie haben für Voldemord und Dumbledore sponiert, gleichzeitig auf Harry und somit auch auf mich und Ron aufgepasst. Nebenher haben sie dann noch Zaubertränke unterrichtet. Wie kann das... jemand schaffen? Ich wusste nicht ob sich schon einmal jemand bei ihnen bedankt hatte aber ich... ich habe gestern das Bedürfnis gehabt, mich auch bei ihnen zu bedanken."
Während Hermine immer weiter redete, bildeten sich Tränen in ihren Augen, die schon den Weg über ihre Wange gefunden hatten. Die gesamte Zeit, schaute sie Snape so fest sie konnte in die Augen. Der Tränkemeister rührte sich nicht ein einziges mal. Eine Augenbraue war in die Höhe gewandert. Sein Gesicht schien nachdenklich zu wirken und wenn Hermine sich nich zu sehr täuschte und die Tränen in ihren Augen, sie falsche Sachen sehen liesen, dann konnte sie ein wenig Dankbarkeit in den Augen von Snape sehen.
Das ist alles was ich als "Danke" von ihm brauche.
Erneut trat Schweigen ein. Diesmal schien es allerdings an Snape zu liegen, der nichts sagen konnte. In seinem Kopf arbeitete es, dass konnte man deutlich sehen.
Plötzlich zog Snape seinen Zaberstab und Hermine dachte schon, er würde sie auf den Mond hexen, doch er zauberte nur ein Glas und eine Schüssel, gefüllt mit Wasser herbei und dazu einen Waschlappen. Er sagte nichts zu dem kleinen Vortrag von Hermine. Den Lappen machte er mit dem Wasser aus der Schüssel nass und wischte das Blut an Hermines Mund weg. Danach lies er beides verschwinden. Nur noch ein Glas mit Wasser stand auf dem Tisch neben ihm.
"Können sie sich aufsetzten? Sie sollten was trinken." Seine Stimme war leise.
Ohne darüber nach zu denken, streckte Hermine Snape ihre zitternde Hand entgegen, um ihm klar zu machen, das sie es nicht alleine schaffe. Der Slytherin zögerte einen Moment, doch dann ergriff er die Hand des Mädchens. Mit Kraft, aber doch irgendwie zärtlich, half er Hermine sich gerade hin zu setzen. Doch als sie gerade auf der Couch saß, neben Snape, den Kopf in seine Richtung gedreht und ihm in die Augen schauend, war sie wie erstarrt.
Es waren wie kleine Blitze, die von ihrer Hand aus durch ihren ganzen Körper geleitet wurden. Ihr Puls beschleunige sich und sie spürte ihr Herz wild klopfen. Nach dem Gesichtsausdruck von Snape zu urteilen, ging es ihm gerade genauso, denn in seinen Augen war deutlich die Ratlosigkeit und Erstaunen zu sehen. Noch immer hielten sie sich an der Hand. Aus Sekunden wurden Minuten, die die Beiden einfach nur da saßen und sich in die Augen schauten.
Ganz plötzlich zog Snape seine Hand zurück. Er räusperte sich und stand auf. Schnell brachte er so viel Anbstand zwischen sich und Hermine, wie nur möglich. Er stellte sich an das Fenster und schaute hinaus zur Sonne, die schon langsam unter ging.
"In 4 Stunden müssen sie ihren Trank erneut nehmen."
Mit diesen Worten drehte sich Snape um und ging zu der Tür, die in sein Labor führten. Ohne sich einmal um zu drehen, war er verschwunden. Doch das bekam Hermine nicht mehr mit. Sie saß wie versteinert auf der Couch und war geschockt.
Was war denn dass?
Sie konnte es sich nicht erklären. Wie sie es auch drehte und wendete, sie wusste einfach nicht was das war, geschweige denn, was das zu bedeuten hatte. Völlig entkräftete zauberte Hermien ihren Muggelwecker aus ihrer Tasche herbei, den sie von ihren Eltern geschenkt bekommen hatte und stellte sich ihn auf 8 Uhr. Danach legte sie sich nur noch auf den Rücken und schlief sofort wieder ein.
Dieser kurze Schlaf beinhaltete keinen Traumm. Sie träumte diesmal nichts.
Nachdem Hermins Wecker zum dritten mal einen lauten, schrillen Ton von sich gab, wachte Hermine auf. Es war 5 Minuten vor 8 Uhr und immer noch keine Spur von Snape zu sehen.
Auf dem Tisch entdeckte sie einen kleinen Zettel und den Trank, den sie nehmen muss. Auf dem Zettel stand:
Ich habe noch wichtige Sachen zu erledigen. Es dauert nur ein paar Stunden. Nehmen sie den Trank pünklich. Ich habe sie mit einem Zauber belegt, der mir sofort zeigt wenn es ihnen nicht gut geht. Machen sie sich keine Sorgen.
S. Snape
Als sie sich den Zettel durchgelesen hatte, wollte sie kurz überlegen, doch es klappte nicht. Ihr Kopf war leer. Nichts befand sich darin. Außerdem wurde es Zeit für den trank. Mit missmutigem Gesichtsausdruck und flauem Gefühl im Magen, legte sich Hermine auf die Couch und nahm den Trank zu sich. Sofort schlief sie ein.
Doch sie konnte nicht ahnen, dass Snape gar nicht verschwunden war, sondern neben an in seinem Labor saß und sich den Kopf zerbrach, über das, was vorher geschehen war.
